LützowS wilde verwegene Jagd ihr Treiben vor dem Feinde begann, und so ist es seither gegangen, Schlesiens Söhne haben gelochten, wo es daran? ankam, für das Vaterland einzutreten und ihr Blut einzusehen, und so kann man wohl sagen: „Die Geschichte Unseres Hauses ist unlöslich verknüpft mit dieser einer der schönsten Provinzen und Wir können, wenn wir diese reiche Geschichte über-- blicken, sie mit einem Worte kennzeichnen, welches einst Mein hocbseligcr Herr Großvater sprach, als nach beißem Ringe«; die Kaiserkrone mit des Himmels Willen sich ans sein Haupt senkte? Gott war mit uns und ihm sei die Ehre! Und wenn Ich daran denke, wie heute die Fahnen der Kriegervereine in stolzem Schritt bei Mir vorbeizogen, so glaube Ich, wir können das auch aus die Jetztzeit übertragen, und wir können Gott danken, wie er alles zum Wohle und Nutzen dieser Provinz und unseres Lande? gefügt hat, vor allem, das; cs im5 vergönnt gewesen ist, in Frieden unsere Arbeit zu tun. Wenn aber Gott mit uns gewesen ist, liegt wohl die ernste Frage nahe, ob wir seiner Hilfe würdig waren. Hat ein jeder unter uns nun auch das seinige dann getan unter Drangabe von allem seinem Können, von Gesundheit und Leibeskräften, das sortzulühren und auszubauen, was die Vorzeit uns hinterlassen hat? Wenn ein jeder an sein Herz schlägt nnd sich ehrlich diese Frage vorlegt, so wird wohl bei manchen; die Antwort schwer sein. Nun wobl! Lassen Sie uns aus der grasten Persönlichkeit des grasten Königs die Einsicht und die Entschlüsse schöpfen, wo es gefehlt hat an der Arbeit, wo der Mut hat sinken wollen, wo schwarze Gedanken und Befürchtungen das Haupt umrauschten, — hinweg damit! So wie der groste König von dem alten Alliierten niemals im Stich gelassen worden ist, so wird auch unser Vaterland und die schöne Provinz seinem Herzen nahe bleiben, und ko wollen wir ein neues Gelübde aus dem schönen Schatz der Erinnerung und der goldenen Treue, die Mir hier entgegenschlug, prägen uns von nun an mit Aufbietung aller geistigen und körperlichen Kräfte nur der einen Aufgabe zu widmen, unser Land vorwärts zu bringen, für unser Volk zu arbeiten, ein jeder in seinen; Stande, gleichviel ob hoch oder niedrig, unter Zusammensch'uß der Konfessionen dem Unglauben zu steuern und uns vor allen Dingen den freien Blick für die Zukunft zu bewahren und niemals an uns und unseren; Volke zu verzagen. Den Lebenden gehört die Welt und der Lebende hat Neckst. Schwarzseher dulde Ich nicht, und wer sich zur Arbeit nicht eignet, der scheidet aus und wenn er will, suche er sich ein besseres Land. Ich erwarte aber voi; Meine«; Schlesiern, dast sie mit dem heutige«; Tage sich vor; neuen;m den; Entschlüsse zusammen finde«; werden, den grosten Ziele«; und Vorbildern nachgehend ihrcin Herzog zu folgen tu seiner Arbeit und vor allen; in seiner Friedensarbeit für sein Volk. In dieser Hoffnung leere ich Mein Glas auf das Wohl der Provinz Schlesie«; nnd aller treuen Schlesier.
Breslau, 9. Sept. Aus den Trinkfvruch des Kaisers bei dem gestrigen Diner erwiderte der Oberpräsidcnt von Schlesien, Gras von Zedlitz. — Heute vormittag 11 Uhr wohnten der Kaiser und die Kaiserin, sowie sämtliche Fürstlichkeiten und fremden Offiziere dem feierlichen Gottesdienst auf dem Palaisplatz bei. Unter stürmischen Zurufen des Spaliers von vielen Tausenden fuhr der Kaiser im Automobil nach dem ehemaligen Garnisonkirchhof, auf dessen Grund und Boden das von der Armee gcwibmete Denkmal für General von Clausewitz enthüllt wurde. Der kommand. General des 6. Armeekorps, General der Infanterie v. Woyrsch, hielt die Gedenkrede. Der Kaiser begrüßte zahlreiche Anwesende und nahln sodann den Parademarsch der Ehrenkompagnie ab. Von dem Herzog von Connaught, sowie vom preußischen und sächsischen Generalstab, dem bayerischen und und württembergischen Offizierkorps, dem 3. Armeekorps und der Stadt BreSlau wurden Kränze an dem Denkmal niedergelegt. — Die Kaiserin und die Prinzessin Eitel-Friedrich fuhren heute mittag vor der Universität vor, wo sie von dem Kurator der Universität, Oberpräsidenten Grafen v. Zedlitz und von dem Rektor Prof. Kaufmann empfangen wurden. Die Kaiserin besichtigte, nachdem der Kurator die einzelnen Herren vorgestellt hatte, längere Zeit eingehend den nach umfasiender Renovation eben fertiggestellten Musiksaal, wo Professor Bohn Ihre Majestät mit einem Präludium auf der neu ausgestellten Orgel begrüßte. Sodann besichtigte die Kaiserin die Aula Leopoldina und sprach sich über die Erneuerungsarbeiten sehr anerkennend aus. Die Kaiserin und die Prinzessin Eitel- Friedrich verließen nach etiva drciviertelstündigem Besuch die Universität. Auf der Hin- und Rückfahrt brachte ihnen die die Straßen einsäumende Menge begeisterte Huldigungen dar.
Sibyllenort, 9. Sept. An dein heutigen, vom König vonSachsen zu Ehren des Kaisers veranstalteten Frühstück nahmen außer dem Kaiser Prinz Eitel-Friedrich, Prinz Oskar, Erbprinz von Sachsen-Meiningen, Herzog von
verschaffen. Wenn addurch feilte Kollegen sich mitunter ins Hintertreffen gestellt fühlten, so kann deshalb geaen Olbrich ein Vorwurf nicht erhoben werden. Was nun die Gerüchte anbelangt, nach denen auch Professor Olbrich als letzte Säule der .Künstlerkolonie Darmstadt den Rücken kehren will, so hat erst unlängst Professor Olbrich erklärt, baß er sich neue, große Aufgaben gestellt habe. Gerade deshalb will er aktiv dem Lehrerkollegium der geplanten Lehranstalt nicht angebören. sondern nur seiner künstlerischen Produktivität leben".
Und die Verstaatlichung der Lehrateliers?
„Alles, was darüber bisher in die Oeffentlichkeit gelangt isV, erklärte Römheld, „ist verfrüht. Kann denn jetzt schon gesagt werden, in welcher Weife das Großh. .Kunstinstitut sich entwickeln wird? Ob' mehr Lehrer notwendig sind? Reue Räume geschaffen werden müssen? Rach wie vor will der Großherzog aus' seinen eigenen Mitteln der Mnstler- kolonie Leben geben. Tie Ki'nstlerkolonie ist sein Werk. Und soll es auch immer bleiben!"
So steht also das deutsche Kunstleben vor der Tatsache, daß im gesegneten .Hessenlande dank d"r Münificenz seines kunstsinnigen Herrschers, der auf künstlerischem Gebiete von gleicher Tatkraft und gleicher Begeisterung beseelt ist wie Bayern? glücklich-unglücklicher Märchenkönig Ludwig TI., der jungen Generation eine Stätte geschaffen wird, wo geborene Talente ihre Ausbildung zu künstlerischer Reife erhalten. Ter Großherzog von Hessen bat in den sieben Jahren des Bestehens der Darmstädter Künstlerkolonie die Erfahrung gemacht, daß die bisherige Plrograrnmlosig- keit dem idealen Unternehme«; den StemPÄ des Unfertigen und Unaus'gebi'ldeten ausgeprägt hat. Dieses Arbeiten ohne bestimmte Aufgaben hat die Kolonie zu Anfang dieses Jahres vor die Notwendigkeit einer Reorganisation gestellt. Tle Entscheidung ist dahin gefallen, daß der Kolonie durch die Angliederung der Lehrateliers für angewandte Kunst zugleich mit einer neuen Ausgabe eine größere Stabilität verliehen werden soll. Der Großher-wst hat der Kolonie einen starken Lebensnerv gegeben indem er ein wohlburchdachtes Programm ausarbeltete, daß er nunmehr bestimmte Facher und bestimmte Gebiete der angewandten Kunst festlegte und für diese Facher die Besten als Lehrmeister berief. Nun ist das feste Fundament für ein neues Blühen und Gedeihen der Künstlerkolonie geschaffen. Ernst Ludwig hat sein Möglichstes getan. Nun gilt es für die neuen Mer von Darmstadt: Hic Rhodris", hie salta! <. .
Connaught, Prinz zu Salm, Obcrpräsident Graf Zedlitz und der kommandierende General von Woyrsch teil. Der Kaiser trug die sächsische, der König von Sachsen die preußische Ulanen-Unisorm. Die Abfahrt erfolgte gegen 4 Uhr.
Der Kaiser fuhr nach der Rückkehr von Sibyllenort heute nachmittag 4 Uhr 15 Min. in sächsischer Ulanenuniform vor der Universität vor. Der Rektor richtete eine Begrüßungsansprache an den Kaiser, in der er seinen Dank dafür ans- sprach, daß Seine Majestät auch in diesen überlasteten Tagen es doch möglich gemacht habe, selbst Kenntnis zu nehmen von der Reparaturbedürftigkeit der Aula, des hervorragendsten Werkes der Baukunst des ganzen Landes, und der höchsten Zierde der Universität. Der Kaiser nahm eingehend bei; Musiksaal in Augenschein und sprach seine Ueberraschrmg aus über die Schönheit dieses im alten Glanze erneuten Saales. Nachdem er die Klangwirkung der neuen Orgel geprüft hatte, die seinen vollen Beifall fand, begab sich der Kaiser in die Aula Leopoldina. Gegen 4 Uhr 45 Min. verließ der Kaiser, von dem inzwischen vor der Universität angesammelten Publiktim lebhaft begrüßt, die Universität.
Der Kaiser empfing um 6 1/2 Uhr das Schlesier- komitee für das Linienschiff „Schlesien" unter Führung
Herzogs von Ratibor. Um 7 Uhr begab sich ber Kaiser mit seinem Gefolge zum kommanbierenden General bes 6. Armeekorps, General ber Infanterie v. Woyrsch, um bort an ber Tafel teilzunehmen..
80. Heöurtslaq des Großkerzosts von Na den.
Karlsruhe, 9. Sept.
Anläßlich des 80. Geburtstages des Großherzogs von Baden wurden am gestrigen Vorabend auf den Schwarzwaldbergen Höhenfeuer abgebrannt. Aus dem ganzen Lande laufen Festberichte ein. die von der allgemeinen Liebe und Verehrung für den greisen Landesherrn «mb das angestammte Fürstenhaus Zeugnis ablegen. — Tie gesamten badischen Zeitungei; aller Parteien bringen festliche Artikel, in denen sie den Landesfürsten in warmen Worten feiern.
Hier in der Residenz wnrde der Geburtstag durch feierliches Glockengeläute eingeleitet. Am geftrigen Vorabend fand im großen Saale der Festhalle ein Bankett der Burgerfchaft statt, zu welchem u. a. Minister Tr. Schenkel, Exzellenz Frbr. Marschall v. Bieberstein. Exzellenz Tr. Reinhard und Oberbürgermeister Dr. Schützler erschienen waren. Prof. Tr. Goldschmidt feierte den Großherzog in zündender Rede, die mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf den Landesfürsten endete. An den Großherzog wurde ein Huldigungstelegramm abgesandt.
Heute, dem eigentlichen Festtage, fanden zwischen 9 und 11 Uhr Festgottesdienste statt. In den katholischen Kirchen des Landes wurde ein Hirtenbrief des Erzbischofs von Freiburg verlesen, der das vorbildliche Familienleben des fürstlichen Jubelpaares verherrlicht. — Nachmittags 1 Uhr fand ein Festessen im „Museum" statt. Anwesend waren u. a. Staatsminister Frhr. v. Teisch, Minister Tr. Schenkel, Frhr. Marschall v. Bieberstein, Ministerialdirektor Tr. Reinhard, Großhokmeister Dr. v. Brauer und der preußische Gesandte v. Eifendecher. Staatsminister Frhr. v. Deisch brachte den Trinkspruch auf den Großherzogl aus, das mit einem dreifachen Hoch auf denselben endete. — Weiter fand ein Festessen der Bürgerschaft im kleinen Saale der Festballe statt, an welchem u. a. auch die Teutsch- Amerikaner teilnahmen, bi*' beute vormittag hier eingetroffen sind. Für den heutigen Nachmittag sind verschiedene öffentliche Veranstaltungen vorgesehen. Abends geht als Festvorstellung im' Hoftheater Richnrd Wagners Oper „Tie Meistersinger von Nürnberg" in Szene.
Badenweiler, 9. Sept Tas Großherzogspaar ist gestern hier eingetroffen.
Schon am frühen Morgen trafen viele Kriegervereine hier ein. Um 10 Uhr begann der Fe st g o t t e s d i e n st in der evangelischen Kirche. Die Predigt hielt Prälat Helbing- Karlsruhc über Psalm 126: „Der Herr hat Großes an uns getan". In der Kirche waren anwesend der Großherzog nnd die Großherzogin. das Erbgroßhcrzoospaar, die Kronprinzessin von Schweden, sowie die Hofstaaten. Nach der kirchlichen Feier fand ein Vorbeimarsch ber Kriegervereine vor dem Großherzog statt. Mittags versammelten sich die Fürstlichkeiten zur gemeinsamen Tafel im erbgroßherzog- lichen Palais. Heute nachmittag werden Deputationen empfangen. Llbends findet ein Fackelzug statt, sowie ein Ständchen, dargebracht von sämtlichen hier anwesenden Musikkorps.
München, 8. Sevt. Der Vrinzregent richtete an den Großherzog nachfolgendes Glückwunschtelegramm:
Es drängt mich, Dir zum achtzigsten Wiegenfeste meine herzlichen und wärmste«; Glückwünsche auszusprechen. Möge die Gnade bes Allmächtigen Dich auch im neuen Lebensjahre begleiten. Mit dem morgigen Tage, Deinem hohen Geburtsfeste, sind 10 Jahre vergangen, daß bas achte Infanterieregiment die so ehrenvolle Auszeichnung genießt, Dich seinen Inhaber zu nennen. Ich kann mir nicht versagen, bei diesem Anlaß auch meinem innigsten Glückwünsche Ausdruck zu geben, daß dem Regiment, dem Du Dich stets als besonderer Gönner erwiesen hast, noch recht viele Jahre das Glück beschieden bleibe, Dich als seinen hohen Csief verehren zu dürfen.
Rußland.
Petersburg, 9. Sept. Bis z;un 1. (14.) August des taufenden JahreS ergab baS Branntweinmonopol 367^ Millionen Rubel gegen 288 Millionen Rubel bes Bubgetvoranschlages und gegen 316 Millionen Rubel in; Jahre 1905, baK ist ein Mehr von 80 Millionen Rubel gegenüber bem Bubgetvoranschlag. Der Finanzminister legte bem Ministerrat bie allgemeinen Bebingungen vor, unter denen ben Bauern von ber bäuerlichen Agrarbank Darlehen gewährt werben sollen, um ihnen ben Erwerb von Grunbstücken zu erleichtern.
— Die Mörb erin bes Generals Min, Kono- pliannikova, würbe heute nachmittag vom Petersburger Militärbezirksgericht zum Tobe burch ben Strang verurteilt. Das Urteil unterliegt noch ber Bestätigung bes Oberkommanbanten ber Karbetruppen, Großfürsten Nikolaus Nikolajewitsch.
Riga, 9. Sept. He«ite mittag ließ ein Unbekannter im Bureau ber lettischen konservative«; Zeitung „Nigaavise" r eine Bombe mit brenneuber Zünbschnur zurück, bie rechtzeitig bemerkt uub gelöscht würbe. Heute nachmittag würbe gegen einen Trambahnwagen eine Bombe geivorfeu, bie auf bem Pflaster platzte nnb drei Schutzleute verwimbete, bavo«; einen schwer. Die Wache schoß, rerronnbctc brei Personen unb verhaftete sechzehn.
Warschau, 9. Sept. Heute rourbe ein Polizei
beamter in der Chielnastraße von einem Unbekannten erschossen.
Kertsch, 9. Sept. Auf dem Boden der Hauptsynagoge explodierte eine Bombe. Eine Person wurde getötet, eine andere verwundet. Die Synagoge wird von einer Militärpatrouille bewacht. Ausland.
Madrid, 9. Sept. Ter „Imperial-" bestätigt, daß die Negierung keinen Beschluß bezüglich der Frage des Konkordats fassen und den status quo beibehalten wird.
R o m , 8. Sept. Ter neugewähte Jesuitengenerak W e r n z war bisher Rektor der Gregorianischen Universität. Eine Llbordnung des Jesuitenordens begab sich nach dem Vatikan, um de«; Papst um die Bestätigung der Wahl zu bitten. Nachher wurde in der Kirche des Collegium qerrnanicum das Tedenm gesungen. Heute findet ein Festmahl für sämtliche Teilnehmer an der Wahl statt. Morgen «verden unter dem Vorsitz des neuen Generals die Wahlen für die übrigen Ordenschargen vorgenommen.
Budapest, 9. Sept. Der österreichische Ministerpräsident weilt zur Erörterung von Ausgleichs frag en in Budapest. Seine Unterhandlungen mit dem nngarischen Ministerpräsidenten haben heute mit kurzen Unterbrech«,naen bi-? wm 9lb*md aedauert.
Aus Stadt und Land.
63;eßen, 10. Sept. 1906.
" Die Großherzogin als Lebensretterin. Der König von Sachse«; hat I. Kgl. Hoh. der Großherzogin bie silberne Lebensrett ungsmebaille verliehe«; für bie um 27. Februar 1892 mn Großen Garte«; bewirkte»Errettung einer Dame auf einem burchgebcnben Pferbe.
'* Vom Kreisveterinära««;t. Se. Kgl. Hoh. ber Großherzog haben ben Kreisveterinärarzt bes Kreisveterinäramtes Bingen, Wilh. Knell in Gau-Atgesheim, zum Kreisveterinärarzt bes Kreisveterinäramtes Gießen ernannt.
” Ein Eisenbahnunfall. Heute nacht entgleiste bei bem Haltepunkt Wiera in ber Nähe von Treysa ber v-Zug 180 Berlin —Frankfurt. Er erhielt etwa 3 Stunben Verspätung. Weiterer Schaben ist nicht ent» tanben.
** Herbst-Pferd e markt. Trotzbem an; Dienstag, 11. b. M. auch in Frankfurt a. M. Pferbcmarkt stattfinbet, sinb bie Anmelbungen zum hiesiger; Pferbemarkt über alle? Erwarten g ü nstig ausgefallen, ein Beweis, baß der Markt sich gut eingeführt hat und vo«; Händlern und Käufern qern besucht wird. Auch die Pferde sch au von Reit- und Wagenpferde«; im Privatbesitz wird wieder schöne Gespanne und Pferde, letztere unter dem Reiter, dem Publikuu; Vorführer«. Die Vorführung der prämiierten Pferde und Wagen wird gegen 12 Uhr mittag? in ben; hierfür vorgesehenen Nina stattsindcn. Für gelabene unb Damen sicht die Tribüne zur Verfüguna, z«; bei: Eintrittskarten bei ben Mitgliedern der Pferbcmarktkommission erhältlich sind. Während ber Vorführung konzertiert bie hiesige Feucrwehrkapelle. — Die Wagen unserer O m n i b u s a esc llscha ft verkehre«; am Markttage regelmäßig zivischcn Marktplatz und Bahnhof. Die Lottericziehirng findet an; Mittwoch nachmittag in der Turnhalle der Stadtknabenschule statt; bie Lose sind nahezu vergriffen.
** DaS qeftriqc DünSberg-Weiturnen verlief bei sehr zahlreicher Beteiligung in bester Weise. Von ben 221 zum Wettkampf onqetretcncn Turnern errangen 158 bie zum Sicge berechtigenben 20 Punkte. Erster Sieger wurde Julius Langsdorf von Bad Nauheim mit 37V? Punkten, zweiter Heinr. Hamel vom Turnverein Gießen mit 37 Punkten. (Näherer Bericht folgt.)
A Bad-Salzhaufen, 9. Sept. Die Litbiu mau ekle und bie Schwefelquelle werben jetzt ne«; gefaßt, bie Arbeite«; bciben bereit? benotmeit. Sicheren; Vernehmen nach «verden demnächst auch die T i e f b o h r «i n q e n «öieber oufqenomtnen, um die vor 5 Jahre«; in einer Tiefe von 415 Meter angebohrte warme Soole mit Koblenfäiire a«; den Taq zu fÖrbern.
H Frankfurt a. M., 10. Sept. In der vorletzte«; Nacht erfolgte bei der llcberfüßritnq des Schnellzuges Bafel- Berlin auf ei«; andere? Kleis ein Zusa ««; m c «; stoß mit einem Rangierzug. Ei«; Postschaffner wurde verletzt, der Material^ schabe«; ist hebentenb. Als Krunb wirb falsche Weichenstelllmg angegeben.— Einem Kaufmann aus Eharlottcnburg kamen gestern auf der Fahrt von hier nach Mainz 9 000 M k. bie er kurz vorher erhalte«; hatte, abhanden. Alle Vermittelimgen nach dem Verbleib des Gelbes sind bis jetzt vergeblich aemcfen.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank ftlr Handel
Fonkfarter Börse 3z4°/0 Beichsanleihe . . 98.851 3% do. . . 86.70
3)<f°/0 Konsols .... 98.85 3% do 86 85 3j^°/n Hessen 97.80 Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente. . 99.70 4*/6 % Oesterr. Silberrente 100.40 49-0 TJno-ar. Goldrente . . 95.10 4% Italien. Bente . . . —•— 3% Portugiesen Serie I . 69.95 3% Portugiesen III 70 90 4%% russ.Staatsanl. 1905 86.00 4japan. Staatsanleihe 93.90 4% Conv.Türken von 1903 —.— Türkenlose ... . . 146.00
4% Griech. Monopol-Aul. 54.90 4% äussere Argentinier . 89 80 3% Mexikaner .... 68.60 4>4% Chinesen .... 97.90
Aktien:
Bochum Guss 245.00
Buderus E. W .... 126.70 Tendenz: schwächer.
Berliner Börse, 10.
Canada E. B 179.00
Darmstädter Bank . . . 141.00 Deutsche Bank .... —.— Dortmunder-Union C. . . 84 20 Dresdner Bank .... 158.60 Tendenz : träver.
ie. Glessen.
10. September, 1.15 Uhr.
Elektriz. Lahmeyer . . . 142.50 Elektriz. Schlickert . . . 128.40 Eschweilcr Bergwerk . . 253 00 Gelsenkirchen Bergwerk . 226 70 Hamburg-Amerik. Paketf. 160 10 Harpen er Bergwerk. . .213 80 Laurahfltte...... 245.00
Nordd. Lloyd 129.10 Oberschles. Eisen-Industrie 131.75 Berliner Handelsges . . 173.80 Darmstädter Bank . . . 140.70 Deutsche Bank . . . 239.60
Deutsch-Asiat. Bank . . 174.30 Diskonto-Kommandit. . . 184.80 Dresdner Bank . . . 158.50 Kreditaktien 210.70 Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn . . . 123.90
Gotthardbahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 33.80 Oesterr. Staatsbahn . . . 144.60 Prince-Henri-Eisenbahn . 146.50
September. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk. . . 213.20 Laurahtttte 242.70 Lombarden E. B. ... 83.80 Nordd. Lloyd 128.80 Türkenlose 14550
Die Kindergedeihen
Darmkatarrh,
Verdauungs-,
etc
Störung.
Kindermehl
vorzüglich dabei
& leiden nichts an i&c
tfefr
][ • Hervorragend bewährt bei Brechdurchfall,


