Ausgabe 
8.10.1906 Zweites Blatt
 
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S. K. H. der Groß Herzog

Höhere Schulen.

vereinigt hat, ist untz wie jedem anderen Kenner der hessischen Politik bekannt, aber daß mit dieser Vereinigung die ehe­maligen Mitglieder deS Bauernbundes den zwischen ihnen bestehenden näheren Zusammenhang nicht anfgcgcben haben, ist ebenso eine nicht zu verbcrgeude Tatsache. Daß die demnächstigen oberhessischen Landwirtschaftskammer-Mitglieder nicht dem Bund der Landwirte angchörten, es ist auch nicht behauptet worden. Es steht dagegen fest, daß fast sämtliche Gewählte Anhänger des ehemaligen Bauernbundes sind, während die Herren, die von jeher nur dem Bunde der Landwirte angehörten, entweder gar nicht aufgestellt wurden oder bei dec Wahl unterlagen.

* Eine Kreiskonferenz der Bürgermeister des Kreises Gießen fand am Samstag nachmittag im Cafö Ebel statt. Der Hauptgegenstand der Beratung war die Revision der Landgemeinde-Ordnung, insbesondere die hierzu von den Abgg. Köhler und Nebel gemachten Ab- änderungsvorschläge. (Näherer Bericht hierüber folgt.) Da der seitherige 1. Sprecher, Köhler-Langsdorf, am 15. Nov. als Bürgermeister ausscheidet, wurde er zum Ehren­mitglied der Kreiskonferenz mit beratender und beschließender Stimme ernannt. Zum 1. Sprecher wurde sein seitheriger Stellvertreter, Bürgermeister Leun-Großcn-Linden, und zum Stellvertreter Bürgermeister Fendt-Hungen gewählt. An dessen Stelle als Protokollführer tritt Bürgermeister Kreiling- Heuchelheim.

* Abgewiesenes Gnadengesuch. Vor 42 Jahren wurde der Raubmörder Christ. Schmidt von Unter- Schönmattenwag zum Tode verurteilt, dann aber zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Vor einiger Zei reichte er nun ein Gnadengesuch um Straferlaß . ein, dies wurde jedoch, wie dieD. Ztg." erfährt, ab gewiesen, da Schmidt, wie bisher, die Tat leugnet.

Hauptsache nach nur Mitglieder des Bundes der Landwirte gewählt werden. Wahr ist auch nicht, daß es einenpreußisch-hessischen Bund der Landwirte gibt und dem gegenüber em hessischer Bauern­bund steht. Wahr vielmehr ist es, daß der Bund der Landwwte in allen Teilen Deutschlands verbreitet ist unb ein geschlossenes Ganze bildet. Ta es einenHessischen Bauernbund" nicht mehr gibt, so kann derselbe auch nicht im Gegensatz ausgesührt werden zum Bunde der Landwirte.

Hierzu ist ztl bemerken: Es ist in unserem Artikel nicht behauptet worden, daß es noch einen hessischen Bauernbund gibt, es ist vielmehr ausdrücklich von dem früheren hessischen Bauernbund die Rede. Daß sich der ehemalige Bauernbund mit dem Bunde der Landwirte vor 2 Jahren

kannten erstattet.

X Großen-Linden, 7. DFL Die heute hier tagende Vertrauensmänner-Versammlung des Bezirks Gießen einigte sich dahin, in die Landwirtschafts- kammer zu wählen: Herrn Weil-Lang-Göns und in den Ausschuß für die Provinz die Herren Gilbert-Heuchel-

Vermischte».

Kein Schwarzseher ist Graf Zeppelin, nach dem zu urteilen, was er, wie wir berichteten, auf dem Stutt­garter Naturforscher- und Aerzte-Tag über die Zukunft seines Luftschiffes eröffnet hat. Reisen zwischen Europa und Amerika seien mit diesem Vehikel schon jetzt kein zu großes Wagnis mehr. Mache man den Durchmesser des Trag­zylinders nur um 1 Meter größer, so könne man 50 bis 60 Passagiere altfnehmen, die Verbindung mit unseren Kolo­nien Herstellen, den Truppen in Südwestafrika Waffer und Lebensmittel zuführen, den Nordpol erreichen, und so weiter. Welche Perspektiven!, meint dieJugend". Nicht nur der ganze Verkehr wird revolutioniert werden durch die Erfindung eines Deutschen auch das ganze Kriegswesen! Wir bauen Luftpanzerschiffe, Luftkreuzer, Lufttorpedos, Luftminen man kann jetzt nicht mehr sagen: Die Zukunft Deutschlands liegt auf dem Wasser! Jetzt heißt es:Deutschlands Zu­kunft hängt in der Luft!"

* D i e neue st en Eisenbahnunfalle. Am 6. d. M. fuhr auf den: Bahnhof Mehlem (Rheinl.) der Güterzug Nr. 8217 infolge falscher Weichenstellung auf einen Prellbock. Die Lokomotive, ein Packwagen und vier Güterivagen ent­gleisten und wurden zum Teil zertrümmert. Ein Bremser ivurde sofort getötet, ein anderer leicht verletzt. Der Materialschaden ist erheblich. Der O-Zug KielBasel stieß auf der Station Einfeld (Schleswig) mit einem Brauerei- Kraftwagen zusammen. Die Zugmaschine wurde beschä­digt, der Kraftwagen, der mit 100 Zentner Bier beladen war, explodierte und verbrannte. Der Maschinenführer, Heizer und Motorsührer wurden verletzt. Ein von M n i- land nach Nom abgegangener Expreßzug ist bei der Po- Brücke vor Viacenza entgleist. Es wurden vier Pcr-

23 Hektar 7017 Qm. zu 1550 000 Mk., Offenbach 16 Hektar 9299 Qm. zu 654121 Mk., Gießen 15 Hektar 3182 Qm. zu 243 604 Mk. angekauft. Die beiden Hauptgeldquellen für die Bauvereine sind die Landesversicherungsanstalt und die LandeSkreditkaffe, von ersterer sind die 410 000 Mk. und von letzterer 81000 Mk. an die Vereine abgegeben. Die Bezirks­sparkaffe Gießen hat von der dortigen Baugenoffenschaft 20 000 Mk. Obligationen übernommen. Der Vorsitzende ermahnt die Vereine, Mitglieder zu werben und durch Vor­träge aufklärend zu wirken. Geh. Negierungsrat Dr. Dietz teilt mit, daß die Landesversicherungsanstalt für die Arbeiter­wohnungsfürsorge viel tue, bis Ende 1005 wurden 3 446 000 Mk. gegeben, für sonstige Wohltätigkeitsanstalten nur 220000 Mk., im Jahre 1905 327 000 Mk. bezw. 291000 Mk., 1906 bis jetzt ca. 300 000 bezw. 225 000 Mk. Wiegand-Heppenheim a. B. gibt einige Mitteilungen über den dort am 21.März 1905 gegründeten Verein. Langsdorf-Fried­berg teilt mit, daß der dortige Bauverein 24 Häuser erbaut hat, 20 sind verkauft. Das Mathildenstift hat 40000 Mk. zu 3^2 Proz. abgegeben. Die Stadt beabsichtigt, dem Verein Gelände zum Selbstkostenpreis zu überlassen. Der Preis von Grund und Boden ist seit einigen Jahren ums doppelte ge-

* Verhaftet mürbe heute morgen ein Jta liener, welcher wegen Körperverletzung von der Großh. Staats^ anwaltschaft Mainz steckbrieflich verfolgt wird.

Fahrrad diebstahl. Vor einer Wirtschaft m der Brandgässe wurde vor einigen Tagen einem Arbeiter von einem Fremden, mit dem er zuvor gezecht hatte, das Fahr­rad gestohlen. Das Rad fand sich bei Lützellinden m einem Maisfeld wieder vor.

0 Klein-Linden, 7. Okt. Von einem Radfahrer nn§ Gießen wurde ein kleines Kind überfahren. Anstatt sich deS verletzten Kindes anzunehmen, fuhr er mit seinem Rad schleunigst davon. Anzeige ist gegen den Er-

Hirsche. (Darmst. Ztg.)

ic. Mainz, 7. Okt. Zu dem Widerruf des Freiherrn v. Zucco und Euccagna werden noch folgende Einzel- heilen rnitgetellt: Frhr. v. Zueco und Cuccagna war früher österreichischer Kavallerieoffizier, besaß ein großes Vermögen und hielt sich kostspielige Rennställe. Als er in nicht zu langer Zeit mit seinem Vermögen fertig war, trat er zum katholischen Glauben über und ward katholischer Geistlicher. Da er sich zu frei äußerte, kam er zur nordischen Mission nach Lapp­land. Dort gefiel eS ihm jedoch zu wenig, sodaß er zum evangelischen Glauben übertrat und dann schließlich freireligiös wurde. Ueber die Gründe, die jetzt einen abermaligen Glaubens- mechsel zur Folge hatten, bestehen nur Vermutungen. Tat­sache ist, daß seiner Familie ein großes Majorat gehört und der Majoratsherr vor kurzem gestorben ist. Sein rechtmäßiger Erbe wäre Freiherr Cucco u. Cuccagna, jedoch kann er das Majorat nur antretcn, wenn er katholisch ist. Man geht ivohl kaum fehl, wenn man diese Verhältniffe mit seinem neuerlichen Glaubenswechsel in Verbindung bringt.

[] Marburg, 7. Okt. Unter dem Vorsitze des Land­rats v. Heimburg-Biedenkopf fand heute im Bahnhofshotel hier die Generalversammlung der Herdbuch- Gesellschaften für das Vogelsberger Rind aus den Kreisen Marburg, Kirchhain, Biedenkopf, Dillenburg, Wetzlar, Gießen, Alsfeld und dem Amt Hallenberg statt. Man beschloß zunächst, die im nächsten Jahre in Düsseldorf statt- findende Ausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft mit einer aus etwa 30 Häuptern bestehenden Sammlung VSgelsberger Rindvieh zu beschicken und die betreffenden Landwirtschaftskammern um einen Beitrag zu den Kosten an­zugehen. Weiter besprach mein den vom Deutschen Land­wirtschaftsrat in Aussicht genommenen Export deutschen Zuchtviehs nach Südafrika und die in dieser An­gelegenheit eingeleiteten Schritte. Allgemein war man der Meinung, daß dieses Bestreben unterstützt werden möge, da es geeignet sei, die heimische Viehzucht, besonders aber die des Vogelsberger Schlages, zu fördern. Bei der Besprechung über die Biedenkopfer Ausstellung wurde lobend erwähnt, daß bei dem ausgestellten Vieh ein Fortschritt in jeder Beziehung deutlich erkennbar gewesen sei. Zum Schluß erstatteten die einzelnen Vertreter der zum Verbände gehörenden Herdbuch- Gesellschaften ihren Bericht. Im allgemeinen waren alle Redner mit dem Stande der vielfach angefeindeten Vogels­berger Rindviehzucht und den Erfolgen recht zufrieden; mancher, der es mit anderen Nassen versucht, ist an Er- fahruug reicher, wieder zur Vogelsberger Zucht zurückgekehrL Nach dreistündiger Dauer wurde die anregende Sitzung ge­schlossen. Als nächster Versammlungsort wurde Gießen gewählt. __________________________

bürg bestehen 16, in --------,-u

Am größten sind der Bauverein Mainz mit 526 Mitgliedern, Beamten-Baugenossenschaft Mainz 272, Bensheim 153, Mom- bach 140,Daheim" Darmstadt 137, Friedberg 134, Gießen 105 In der Höhe des Geschäftskapitals stehen obenan Bau­verein Mainz 205 800 Mk., Worms 200000 Mk., Bauverein Darmstadt 139315 Mk. Eine Anzahl Bauvereine hat neben dem gesetzlichen Reservefonds einen Hilfsreservefonds gebildet, der zur Sicherung des Unternehmens naturgemäß erheblich beiträgt. Die Bauvereine haben bis Ende 1905 408 Häuser errichtet, und zwar 107 Einfamilienhäuser, 185 Zwei-, 25

baß die Landes-Versicherungsanstalt keine Frage für so wichtig um heute die Jagd fortzusetzen. .

WohnungsbaufSttn. ^Wft"b°kämp^ b Ä And. Krciswt DbcmgienmgVrot '© BU i n g cr von Alsfeld beit, und die Tuberkulose ist eine Wohnungskrankheit. Die Kammerherrn v. Grolmann und Bauassessor Sprengel Wohnungsfrage hat einen grossen Einfluß auf die Gesundheit von Bad-Nauheun.

auch fernerhin die Bauvereine unterstützen.

Gretzschel dankte den Vorrednern, besonders auch derStadt Gießen für ihre gesunde, praktische Bodenpolitik. Möge es allen Bauvereinen gelingen, die Unterstützung ihrer Gemeinden

zu erlangen. ,

Es erfolgt hierauf der Bericht des Vorsitzenden über den Stand des BauvercinS w es-nS in Hessen und das Ergebnis der vorgenommenen gesetzlichen Revision. Die Zahl der Bauverciuc ist aus 40 gestiegen, davon sind 34 ein­getragene Genossenschaften mit beschränkter Haftpflicht, sechs sind andere Genossenschaften, bezw. Aktiengesellschaften. Die 34 Genossenschaften zählen 2555 Mitglieder. ES stehen der gemeinnützigen Bautätigkeit !>/. Million Mk. zur Verfügung an eigenem Geschäftskapital, 1905 sind 800 Mitglieder hmzu- g-kommcn, das Kapital stieg nm 186 000 Mk. Di- Em- mhlunq der Geschäftsanteile stellt sich auf 150 211 Mk., die aus.

** Die Seife wird teurer! Gestern fand im Hotel Schütz eine sehr gut besuchte Versammlung der Seifen- fabrikanten von Hessen, Hessen-Nassam und dem Rheinland statt und beschloß infolge der ganz enormen Preissteigerung aller Rohmaterialien einstimmig eine Erhöhung der Preise für Kern - und Schmierseifen. Diese einst­weilen festgesetzten Preise sind jedoch, wie man uns aus beteiligten' Kreisen mitteilt, nur .als ein Uebergänz zu noch höheren zu betrachten, da sie &r heutigen Markt­lage noch lange nicht entsprechen. In aller Kürze wird daher eine weitere Verteuerung der Seifet.eintreten nrü)|en.

Schläg erei. Heute nacht kam es in bor Sonnen» straße zwischen Arbeitern zu einer Schlägel i, bei der auch das Messer eine Nolle spielte. Einer erhielt einen Stich in den Arm. Der Täter wurde festgenomsnen; et will in Not­wehr gehandelt haben.

* Gestohlen wurde heute nacht einem Fuhrknecht das Portemonnaie mit 20 Mk. Inhalt, das unter seinem Kopf­kissen lag. Dem Täter ist man auf der Spuk

t ui'i m t Alsfold', 7. Okt. Der Kriegerverein erzielte von überden den jüngst abgehaltenen Werningschen Krregsfest- spielen eine Einnahme von 3240 Mk., sie waren von L000 Personen besucht worden. Nach Abzug der Ausgabe» ein Reingewinn von 700 Mk., 100 Mk. erhielt der Alice-Frauen-Verein für Krankenpflege.

Darmstadt, 6. Okt. S. K. H. der Großherzog begab sich gestern abend zur Jagd nach Viernheim und kehrte von dort 'heute morgen zurück. Er erlegte zwei starke

Vorsitzender an dem Ostergymnasium zu Mainz ernannt, den Oberlehrer " an ber höheren Mädchenschule und dem Lehrerinnenseminar zu Mainz Dr. Hch. Wagner auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen, den Lehramtsassessor Jos. Franz zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Worms, den Lehramts­assessor Karl Unverzagt zum Oberlehrer an der Realschule .

m Alsfeld den Lehramtsassessor PH. Nupp zum Oberlehrer Heun und Hirz-Watzenborn-Sternberg.

n b Ä ju®eSm, ben L-lMmts°si°ss°r Otto X Dut-nhof-n, 7.Okt. Heu - fand m unsere-K.rche Wassern zum Oberlehrer an der Augustin-rschulc (®gm- die Einführung des Lehrers Karl Gerhard von h-er m nasium und Realschule) zu Friedberg, den Lehramtsassessor sein Hauptlehrer- und Organlstenamt, und be_> hierher ver Dr Eugen Köser zum Oberlehrer an dem Realgymnasium setzten Lehrers Max Eaelius auS LaunSbach> m n zu Darmstadt und den Lehramtsassessor Franz Stein zum Schulamt durch den KrerZfchulmspektor Pfarrer Geibel hre- Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Dieburg ernannt, selbstz ftatt . ....

'* Landwirtschaftskammerwahlen. Zu der in Nr. 234 des .Gieß. Anz." enthaltenen Betrachtung i--------

Ausfall der Vertrauensmännerwahlen sendet uns die Frank- zaymng oer f tec Geschäfts st elle des Bundes der Land-

g°nom>n°nenAnl°ch°nb°r.N°rusich> uf 448 3^^. wirte, noch dazu uuf Grund des PreßgesetzeS, °m° sogen

m 9 9 " - - - ....... Berichtigung, in der fast durchweg Behauptungenberichtigt"

werden, die unser Gewährsmann gar nicht aufgestellt hatte. Trotzdem wir also zum Abdruck der Zuschrift rechtlich keines­wegs verpflichtet sind, wollen wir die Zuschrift aus Gründen der Loyalität nicht ad acta legen. Sie lautet:

In Nr. 234 Ihres geschätzten Blattes vom Samstag, 5. Okt. bringen Sie unter der SpitzmarkeDie hessische LandwirischaitS» kammerwahl" Mitteilungen, die durchweg unrichtig stehen. Wir bitten Sie deshalb ans Grund beä § 11 des Reichspreizgesetzes zu folgender Berichtigung: 1. Es ist nicht richtig, daß es noch einen Hessischen Bauernbund" gibt. Richtig ist vielmehr, dag derselbe «.w.vy.v., u----- . ,, , r i sich aufgelöst und seine Ueberiührung auf Grund Abkommens vom

Drei-, 91 Mehr-Familienhäuser. Ihr Gesamtdauwert betrug 14 19ü4 jlt den Bund der Landwirte stattgeiunden hat. -icr

einschließlich des BodenS 4 947 520 Mk., verkauft sind 143, frühere Vorsitzende deS .Hesüschen Bauernbnndes", Landtagsabg. nrrr n rmie et 265 Häuser sie werden von 1037 Fan.ilien Köhler, ist auf Grund dieses Abkommens in den erweiterten Landes- nur vermietet Hauiet, yc v u vorstand des Bundes der Landivirte, Abteilung Hetzen ziigewahlt,

bewohnt. Die Tätigkeit der Genossenichaften hat auch die ^durch klar erwiesen ist, daß derHess. Bailernbnnd nut dem Privatbautätigkeit veranlaßt, dem KlemwohnungSbau wieder yimi) ber Landwirte endgültig verschmolzen und eskeine Schat- arößere Ausinerksamkeit zuzuwenden. Die Unterstützung von tienmg Baehr, Hirschel und Köhler im Bund der Landwirte" gibt. Bauvereinen dur^ch die äe^einben hat außer m Hessen nur ^^lbflanb.^ M°N und

noch im Rheinland und Westfalen eine größere Bedeutung Landesvorstand des Bundes der Landwirte, Abteilung Hessen be- angenommen. Die Handhabung einer gesunden Bodenpolitik süssen I)nlte> in Bezug auf die Landwirtschastskammerwahlen die durch die Gemeinden gewinnt in Hessen immer mehr an Vertrauensmänner aller Bezirke zn hören und die Aufsteaung der Darmstadt in den Geschäftsjahren 1903/04 bis Kandidaten nach ihren Wünschen zu bewerkstelligen. Unwayr ist, Boden, ^so hat Dannltadt m oen oescyasisiay / Oberhessen die Kandidaten der sogenannten Schattierung

1904/05 27 Hektar 2o3 <-m. zu ^^72 725 Mk., d Pa ehr, hirschel, Köhler" gesiegt haben, vielmehr wahr ist, daß der

stiegen. Der Verein ist der älteste in Hessen, er wurde 1894 von Geh. Kirchenrat D. Meyer gegründet. Winkes-Mainz gibt bekannt, daß die Beamten-Baugenossenschaft am 1. April 10 Hauser mit 105 Wohnungen fertigstellte. Ein weniger schönes Bild geben die Mitteilungen über den Verein zu Mombach; er hatte mit vielen Hindernissen zu kämpfen, ein Bauplatz für 8 Häuser kostete 14000 Mk., die Wohnungen sind teuerer als Privatwohnungen, zahlreiche Mitglieder traten aus. Langsdorf- Friedberg kam auf den Konflikt zwischen Baurat Hofmann und dem Verein Butzbach zu sprechen. Er sprach die Erwartung aus, daß der Hauptverein den Verein Butzbach verteidigen werde. Der Vorsitzende sagt dies zu. Es erfolgt nun die Wahl des Verbandsvorstandes. Auf Vorschlag von Wiegand-Heppenheim werden die aus­scheidenden Herren Gretzschel-Darmstadt, Döring-Gießen und Hochgesand-WormS durch Zuruf wiedergewählt. Als Tagungsort für den nächstjährigen Verbandstag wird Rüssels­heim bestimmt. Es folgen zwei höchst interessante Vorträge: 1. ,Förderung der gemeinnützigen Bautätigkeit durch die öffentlichen Sparkassen", Referent Arnold-Heppenheim; 2.Die wirtschaftliche und soziale Bedeutung der gemeinnützigen Bau­genossenschaften", Referent Pfarrer Bechtholdsheimer-Mombach. __________________________(Fortsetzung folgt.)

Aus Stadt uird Land.

Gießen, 8. Okt. 1906.

Die Zarin in Heiligenberg? Wie uns auS Darmstadt drahtlich gemeldet wird, bildet dort die Frage, ob die Zarin mit ihren Kindern zu längerem Aufenthalt in die hessische Heimat kommen werde, das ausschließliche Tages­gespräch. Die Nachricht von ihrer baldigen Ankunft wird fast allgemein geglaubt, ja, das Gerücht erzählt, sie weile schon mehrere Tage auf Schloß Heiligenberg und Ausflügler wollen sie gestern bereits dort gesehen haben. Auch S. K. H. der Groß Herzog soll gestern nachmittag in Jugenheim gesehen worden sein. Eine gewisse Bestätigung fanden diese Gerüchte durch den Umstand, daß Schloß und Park Heiligen­berg seit einiger Zeit für das Publikum geschlossen sind und einige Renovationen im Schloß stattfanden. Aber all diesen Gerüchten gegenüber wird heute wieder von autoritativer Seite auf das bestimmteste erklärt, an der Nachricht