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Kekanntmachung.
Wir haben die Wahrnehmung gemacht, das; die Vorschriften der Meldeordnung, wonach jeder Zu- und Wegzug, sowie jeder Wohnungswechsel alsbald anzunielden ist, nur in wenigen Fällen erfüllt werden. Wir bringen deshalb nachstehend die in Betracht kommenden Bestimmungen in Erinnerung, mit dem Anfügen, daß die Schutzmannschaft angewiesen ist, in allen Fällen der Unterlassung der rechtzeitigen An- und Abmeldung Strafanzeige zu erheben.
Gießen, den b. Oktober 1906.
Großh. Polizeiamt Gießer' Herberg.
Auszug
aus dec Meldeordnung der Provinzialhauptstadt Gießen. Zur Meldung bei dem Polizeiamte sind verpflichtet:
1) Wer in die Gemeinde Gießen einzieht, um in derselben seinen gewöhnlichen Aufenthalt zu nehmen, unter Vorlage der ihn: von seinem bisherigen Wohnorte erteilten 2lbmeldebescheinigung binnen acht Tagen vom Tage des Einzuges an (Art. 1 des Gesetzes vom 4. Dezember 1874).
2) Wer aus der Gemeinde Gießen rvegzieht, um seinen gewöhnlichen Aufenthalt aufzugeben, unter Angabe des Ortes, an den er verzieht, vor dem Wegzuge (Art. 2 des genannten Gesetzes).
3) Diejenigen, welche der in die Gemeinde einziehenden oder nu§ derselben wegziehenden Person Wohnung und Unterkommen gewährt haben, sofern die An- und Abmeldung durch den zunächst Verpflichteten nicht selbst geschehen ist, binnen zehn Tagen nach deren Einzug oder Wegzug (Art. 4 des genannten Gesetzes).
4) Hauseigentümer von dem in ihren Häusern durch Einzug oder Auszug vorgehenden Wechsel, das Lokal mag zum persönlichen Aufenthalt oder nur zum Geschäftsbetrieb verwendet sein, unter Angabe der früheren bezw. künftigen Wohnung de§ Ein- oder Ausziehenden binnen acht Tagen nach dem Ein- oder Auszuge. Zu gleicher Anzeige sind Hauptmieter ganzer Häuser oder einzelner Teile derselben verbunden, wenn sie Wohnungen wieder an Untermieter abgeben.
Bei unter obrigkeitlicher oder sonstiger Verwaltung befindlichen Gebäuden ist der Verwalter statt des Eigentümers für die Anzeige verantwortlich (Artikel 85 des Polizeistrafgcsetzes).
5) Wer innerhalb der Gemeinde Gießen seine eigene oder gemietete Wohnung verändert unter Angabe der verlassenen, sowie der neubezogenen Wohnung insofern die Meldung nicht bereits durch den nach 4) zunächst jVer- pflichteten erfolgt ist, binnen zehn Tagen nach der Wohnungsveränderung (Art. 7 des Heses vom 4. Dez. 1874).
6) Diejenigen, welche andere bei sich in Schlafstellen aufnehmen, von jeder Aufnahme binnen vierundzwanzig Stunden (Art. 85 des PoUzeistrafgesetzes).
Bekanntmachung.
In der Zeit vom 29. September bis 6. Oktober 1906 wurden in hiesiger Stadt
gefunden: 1 lateinisches Lesebuch, 1 Damenring, 1 Damen-Negenschirm, 1 Arbeitsbeutel, 1 Paar Glaeö-Handschuhe, 1 Zwicker und 1 Brille;
verloren: 1 Peitsche, 1 Portemonnaie, braun mit drei Münzen, 3 kleinen Schlüsseln und ca. 3 Mk. Inhalt, 1 Portemonnaie mit 160 Mk. Inhalt, 1 schwarz-ledernes Portemonnaie mit 2.89 Mk. Inhalt, 1 Fünfzig-Markschein und 1 Schlüssel eines Petroleumtankapparates.
Die Elnpfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihren Anspruch alsbald bei uns geltend zu machen.
Gießen, den 6. Oktober 1906.
Großh. 'jSoli§eiiunc Gießen.
__________________Herberg._________________
Bekanntmachung.
Die unterm 21. September 1906 angeordnete Sperre des Riegelpfads zwischen Ludwig- und Ebelstraße wird hiermit aufgehoben.
Gießen, den 6. Oktober 1906.
Großy. Pouzeiamt Gießen.
____________ Herberg. ______________
Bekanntmachung.
Montag, 15. Oktober 1906, vormittags v Uhr beginnend, findet an Ort und Stelle die
Wiedcrverpachtung der leihfälligen Triebviertel
und zwar:
25 Triebviertel in Gewann 7 bei dem Philosophenwald
57 „ in Gewann 16 zwischen dem Mittelweg
und der Grünbergerstraße
41 „ in Gewann 24 hinter dem städtischen
Obstbaumstück zu beiden Seiten der Eisenbahn auf 6 Jahre statt.
Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße am Eingang in die Wolfstraße.
Gießen, den 5. Oktober 1906. Be/9
Großherzoglia-e Bürgermeisterei Gießen. Mecum.
De/io
Kleinpflaster.
Zur Herstellung von Kleinpstaster auf der Kreisstraßenstrecke „Klein-Steiiiheim—Dietesheim" sollen im Wege des öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden.
L Die Lieferung von rund 5000 qm Kleinpflastersteinen (Setzsteinschlag) aus Hartgestein in 4 Losen ä 1250 qm.
2. Die Lieferung von rund 1500-2000 lfdm. Wandsteinen zur seitlichen Abgrenzung der Pflaslerfahrbahn.
Tie besonderetl Bedingungen liegen auf meinem Bureau zur Einsicht osten; auf Wunsch können biejelbeit mit dem Angebotsformular gegen gebührenfreie Einsendung von 1,00 Mk. (nicht in Brief- marken) solange der Vorrat reicht, nach auswärts versandt werden.
Angebote auf einzelne Lose oder auch je im ganzen sind bis zum Moutag, den 22. Oktober, vormittags 10 Uhr einzureichen.
guschlagsfrist 5 Wochen, stenbach, den 4. Oktober 1906.
Der Großherzo^liche Kreisbauinspektor.
Bekailntmnchung.
Die Besitzer von Obstbäumen der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, zur Bekämpfung der Obstbaumschädlinge sämtliche Obstbäume bis Mitte November gehörig abkratzen und mit Kalkmilch (gelöschtem Kalk, der mit viel Wasser verrührt ist) bestreichen zu lasten.
Gießen, den 4. Oktober 1906. B‘/e
Großherzogüche Bürgermeisterei Gießen.
I__________________________- Mecu nt.
Verdingung
Die Weißbinderarbeiten für die Unterhaltung der Maschinisten« Wohnung beim stätdischen Pumpwerk in Queckborn sollen
Mittwoch, den 10. l. Mts. Vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden.
Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienst« stunden bei uns zur Einsicht offen.
Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum gt< nannten Zeitpunkt bei uns einzüreichen.
Gießen, den 6. Oktober 1906.
Städtisches Hochbauamt
______________I. V.: Altvater.__________________ B*/(
Gewes*S^eschule üidda.
Unter Staatsaufsicht stehende dreiklassige, gewerbl. Fachschule«
Beginn des Winterhalbjahres am 29. Oktober. Aemeldungen sind bis zum 20. Oktober mündlich oder schriftlich an die Schulleitung zu richten, woselbst auch Programme mit Anmeldesormularien kostenfrei zu haben sind und weitere Auskünfte erteilt werden. D29/»
Für den Aufsichtsrat: Die Schulleitung:
E. Rlngshausen, Vorsitzender.Höhn, Großh. Hanptlehrer.
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in empfehlende Erinnerung.
Niederlagen durch Plakate ersichtlich
Bringe den verehrt. Bewohnern von Gießen u. Umgegend meine
Hlastrei, Aikdereinrafimungsgeschäst und reichhaltiges Sarglager
Theo Schaefer, Glasermeister Rodheiiner Straße 2. vis ä vis Bieberthalbahnhof.
Das Beste Ist das Billigste!
FMmx»SMckwoflle
x'v&y Reinwollen, dauerhaft, ächtfarbig.
t „Phönix-Wolle“
präpariert geg. Eingehen in der Wäsche.
Phönix -Wolle“ nur äcbt» wenn ’eöer
„LHümX HOKg_ Strang mit Zottel
PhnTiiv.Vernllett und Scdutzrnarke „Phönix- „rnuuu »ww bahn- und .Widder" vor- ‘■p, - tv ii “ sehen u. mit unserer Sirma bedruckt ist. »rnomx-WOlie vorl QCbc. CDüller, OetbUngen U/Ieck. J


