Ausgabe 
6.12.1906 Zweites Blatt
 
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Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.

Vom internationalen Geldmarkt. In län- Seren Auseinandersetzungen über die internationale Geld- lge meint das B. T-, datz die Bant von Frankreich so bereitwillig dem englischen und französischen Geldmarkt mit größeren Summen beispringt, sei einfach darauf zu- rückzusühren, daß die Marge zwischen der 3 Prozentigen Rate der Bank von Frankreich und den 3 prozentigen Raten in London und Berlin einen sehr starken Anreiz bietet. Wenn auch die Situation am internationalen Geldmarkt im Augenblick wieder weniger bedrohlich ist, als vor einigen Wochen, so ist nach den neuesten Meldungen aus Newyork doch dort schon wieder ein starkes Anziehen zu beobachten und speziell bei uns ist die Geldfrage in den letzten Tagen wieder eine mehr kritische geworden. Tas ergibt sich auch schon daraus, daß man in maßgebenden Kreisen den Geldverh^ltnissen noch nicht recht traut, daß der Präsident der Deutschen Reichsbank in der letzten Sitzung des Zentralausschusses sich sorgsam gehütet hat, irgend eine Prognose über die Entwicklung der Gelbverhältrustc gegen die Jahreswende hin zu stellen.

Von der Berliner Börse. Die Gesamttendenz war nicht unwesentlich abgeschwächt, weil die Geldverhält­nisse neuerdings auf die Tagesordnung gesetzt sind. Die Abschwächung erstreckt sich so ziemlich gleichmäßig auf alle Börsengebiete. Abgesehen von der lokalen Versteifung des Geldmarktes stört auch oer neue egyptische Geldbedarf, sowie die Besorgnis vor neuen Abflüssen nach Brasilien. Vor­zugsweise wurden Banken- und Montanwerte realisiert. Auch das Publikum verlauste, und da die Aufnahmelust der Börse recht gering ist, so wären die Kursembußen teilweise empfindlich. Von Fonds waren Russen Psg. niedriger. Amerikaner ohne Leven. Canada schwach trotz Londoner Käufe. An der Botschaft Roosevelts hat die osten­tative Ankündigung der Starrerhaltung der Flotte miß­fallen. Einzig Lombarden waren behauptet. Privaldiskonl ds/8 Prozent.

Märkte.

Limburg a. d. £., 5. Dez. Fruchtmarkt. Durch­schnittspreise pro Malter. Roter Weizen (Nassauischer) 15.00 Alk., weißer Weizen 00.00 Alk., Korn.OO All., Gerste 00.00 Alk., Haier 0.00 Mk. Erbsen 0.00 Alk., Kariosjeln 0.00 Alk.

LingejanSt.

(Für Form und Inhalt a.^_ . ..... Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem .Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Anfrage.

Ließe es sich seitens der Leitung des hiesigenSänger- kranzeS" nicht ermöglichen, die von ihm am vorigen Sonntag zil Gel)ör gebrachte und mit so großenr Beifall aufgenotiiinene Bruchjche Komposition

Das Lied von der Glocke" nochinals, mohl nt Form eines Volks- oder Wohltätig­keit s - Konzertes zu wiederholen?. Ein volles Haits ivare sicher.

E l n Al u s i k s r e u n d.

(Auch voit anderer, grundlos anoiiyin gebliebener Seite trat der gleiche Wunsch an uiis gyon. Red.)

Uttiverntats-riachrichten.

München, 5. Dez. Dr. Äorl £tto Harz, o. Professor für Botanik und Pharmawgiwsie an der hiesigen tierärztlichen Hoch­schule, ist, 65 Jahre alt, gestorben. ..

Auf eine 25 jährige Gütigkeit als Universitatsprofefsor kann biejer Tage der Geh. Ktrcyenrat Prosefsor Dr. Ludwig Lemme, Vertreter der Togmengeschtchtö an der Unioeriität

Heidelberg, zurückblicken. Prof. Lemme steht im 60. Lebens­jahre. Er stammt aus Salzwedel in der Altmark.

Orlgnral-Drahtinel-ungen.

Berlin, 6. Dez. lieber die Verhandlungen der preußischen Regierung mit dem Vatikan in Sachen des polnischen Schul st re iks erfährt das93. T." von zuständiger Seile: Dem Vatikan war von polnischer Seite Material zugegangen, das die Angelegenheit, wie erklärlich, von sehr einseitigem Standpunkte aus behandelt. Um den Vatikan in die Lage zii versetzen, auch den anderen Teil zu hören und sich ein zutreffendes Urteil über den Schulslreik zu bilden, hat die preußische Regierung ihm darauf auch ihr Material zugehen lassen. Mehr aber hat die Regierung m dieser Sache bisher nicht getan. Sie hat den Vatikan bis­her auch nicht ersucht, ihr sein Urteil über die Angelegenheit tund zu tun.

Berlin, 6. Dez. Tas Unglück bei Annen wurde von der fozialdem okratlschen Fraktion eingehend besprochen. In der Fraktion herrscht darüber Ucbcccin- slimmung, dag so schnell wie möglich, spätestens bei der zweiten Lesung des Etats Anträge nach der Richtung hin zu stellen seien, daß erstens Vorkehrungen getroffen werden, durch ivelche vorgebeugt wird, daß explosionsgefähr­liche Stoffe in der Nähe bewohnter Ortschaften lagern und daß ferner Mittel zur Linderung des großen durch den furchtbaren Unglückssall herbeigejührten Elends vom Reiche zur Verfügung gestellt werden. Von einer Interpellation wurde mit Rücksicht darauf Abstand genommen, daß nach glaubhaften Nachrichten die Regierung sich mit der Unter- fuchung der Ursachen der Explosion noch befaßt.

Berlin, 6. Dez. Wie verlautet, hat sich der Bundes­rat über den Termin der Beantwortung der Fleischnot- Jnterpellationen im Reichstage schlüssig gemacht. Die Interpellationen werden zu Beginn der nächsten Woche be- anttvortet werden.

Hamburg, 6. Dez. Die Bürgerschaft nahnr einen Dringlichkeitsantrag an, wodurch sie den Senat um Auskunft darüber ersucht, ob und in welcher Weise der Senat dem Ersuchen entsprochen habe, Schritte zu tun, um die durch zu geringes Angebot bewirkte Fl e lsch t eue run g zu heben.

Danzig, 6. Dez. Die Vollversammlung der Land­wirtschaftskammer nahm zur Frage des drückenden Landarbeitermangels eine Resolution an, worin es u. a. heißt, daß aus nationalen Gründen die Anwendung von Eh in es en als Landarbeiter als bedauerlich erachtet wird, doch scheine dies unverineidlich und der Vorstand werde beauftragt, Vorbereitungen dazu zu treffen.

London, 6. Dez. Die Auslieferung deS Rechts­anwalts Karl Hau, der bekanntlich unter beni Verdacht, seine Schwiegermutter in Baden-Baden ermordet zu haben, in London verhaftet wurde, konnte bisher nicht slatt- sinden, denn das jetzt aus Deutschland eingetroffene Material gegen Hau ist noch unzureichend für eine Auslieferung. Hau wurde wieder vernommen. Sein krankhaftes Verhalten macht eine strenge Ueberwachung nötig.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hesse» am Freitag, den 7. Tezember: Abnehmende Bewölkung. Keine erheblichen Nieder­schläge. Etwa? kälter. Mäßige nördliche Winde.

Telefonische

des Giessener Anzeigers, mitge und Industr

Frankfurter JKör*< 3^®/o Beichsnnleihe . . 98.25 3% do. . . 87.05 3^7o Konsols .... 98.20 3% do. .... 87 05 3^°/0 Hessen 97.40 >yiu/0 Oberbessen . . . 4 96 Gesten. Goldrente. . 100.00 4'/zOesterr. bilberrentq 100.30 4% Ungar. Goldrente . . 96.30 4?6 Italien. Reute . . . 102.80 3 96 Portugiesen Serie I . 69.80 396 Portugiesen III 69.60 4yi°l0 russ.Staatsaul. 1905 90.45 4/4° o Japan. Staatsanleihe 94.40 4 90 Couv. Türken von 19uo 94.10 Türkenlose ... . . 145.40

4% Grieeb. Ilonopol-Anl. 52.30 4?6 äussere Argentinier . 89.25 3°/e Mexikaner . . 67.20 4>i°/0 Chinesen .... 96.75

Aktien:

Bochum Guss 241.70 Buderus E. W .... 129.00 Tendenz: fest.

Berliner Siörse, 6.

Canada E. B 188.00 Darmstadter Bank . . . 140.10 Deutsche Bank .... 240.70 Dortmunder-Union C. . . 14130 Dresdner Bank .... 158.00 Tendenz: fest.

Kursberichte teilt von» der Bank für Handel ie, Giessen.

i. 6. Dezember, 1.15 Uhr.

Elektriz. Lahineyer . . 142.00 Elektriz. Schlickert . . . 121.30 Esch weil er Bergwerk . 250 50

Gelsenkirchen Bergwerk . 228.00 Hamburg- Ainerik. Paketf. 159.50 Harpener Bergwerk. . . 213.00 Laurahtttte. Nordd. Lloyd 130.70 Obei scliles. Eisen-Industrie 126.75 Berliner Haudelsges . . 173.50 Darmstädter Bank . . . 140 40 Deutsche Bank . . . 241.20

Deutsch-Asiat. Bank . . 171.40 Diskonto-Kommandit. . . 185.40 Dresdner Bank . . . 158.30 Kreditaktien 217.00 Baltimore- und Ohio-

Eisenlahn . . . 121.00

Gotthard bahn. Lombard. Eisenbahn . . 35 80 Uesterr. Staatsmtim . . . 145.30 l'nnce-Henn-Eiseubahu . 150.00

ezember. Anfangskurse.

Harpener Bergwerk. . . 213.70 Laurauütte —v i.uinbardeu E. B. .... 5ordd. Lloyd 130.40

Tiirkenlose . ....

Bergesfeu Sie nicht, daß Weihnachlen devorsleht und daß als bestes Weihnachtsgeschenk sich eine Caw-QüUieber erweisl, welche von Mk. 12.50 auswärts, der Große der violdfeder ennprechend, länflich i|L Es gibt mchlS Brauchbareres, weil jedermann täglich sich einer Feder bedienen muß. Es gibt auch nichts Tauerhaiteres, weil sie lebenslänglich vorhätt. Es gibt überhaupt nichts, dessen sich der Beschenkte angenehmer erinnert, als der Gabe einer Caws- Füllseder. Rachahmun gen sind zahlreich, aber jeder Händler von gutem Ruie wird Ihnen eine Caw verleimen, wenn Sie Caw ver­langen. Alan beachte beim Kaufen, daß der Halter den Namen Caw trägt. Bezug durch Papiergefchäue. Fllustr. Katalog gratis. Schwau-Vleistift-Fabril, Nürnberg. [b8m/u

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