für den etwas sauren reichlich entschädigt, so um so lohnender sein, zum fröhlichen Wctt- urdentsches, echt turne»
Gipfel deS Bergriesen an der MagenS sorgt in der altgemütliche DünSbergmirt auS
risches Treiben geben auf dem Lahn! Für Kräftigung deS bewährten Weise der bekannte dem »Biebertal".
-r- Duten Hofen, 8.
hat nur gesprächsweise die Aufmerksamkeit der Pforte sowie der Botschafter auf die Ereignisse gelenkt und für deren Jn- tervenüon gewirkt.
Havanna, 7. Sept. Pino Guerra hat die Regierung wissen lassen, daß er keinen Waffenstillstand annehme und die Feindseligkeiten nicht eher einstellen werde, als bis die Regierung daS Versprechen gegeben hätte, daß die Wahlen jedes Jahr, und zwar im Dezember, stattfinden werden.
Tanger, 7. Sept. Die Anhänger des Prätendenten erlitten durch die Truppen deS ScherifS eine ernste Niederlage. Bu Hamara soll sich in Selman befinden. — DaS Reuter-Bureau meldet, in Mogador sei eine Revolution ausgebrochen und feindliche Stämme hätten die Stadt angegriffen. Der französische Gesandte Regnault beorderte den Kreuzer „GalilLe" nach Mogador, und die Vertreter der übrigen Mächte hätten telegraphisch die Entsendung von Kriegsschiffen dorthin beantragt. Mohammed el TorreS sei bemüht, Fahrzeuge zum Transport von Truppen zu chartern.
Kalkutta, 7. Sept. Ein Pamphlet aufrührerischen und aufreizenden Inhalts wurde von der Geheimen Gesell-
Allfstieg durch eine herrliche Aussicht dürfte eine Besteigung am Sonntag Mehr Turner als jemals haben sich kampf angemeldet, und es wird ein
Handel nnd Verkehr, Volkswirtschaft.
Köln, 6. Sevt. Die .Kölnische Volksztg." schreibt: Nach den Ergebnissen der bisherigen Verhandlungen zu schließen, werden sich der Erneuern ngdesStahlwerk-Verbandes besondere Schwierigkeiten kann: in den Weg stellen. Auch nimmt man an.
eventuell fpfittr gegen 70 neue Maschinengewehre für Tonstufe ift F) werden von einer Kommission gesichtet, alpha- Mauserpatronen eingetauscht werden sollen. — Die Nach- betisch geordnet und dann zur einheitlichen Ueberarbeitung richt, daß der griechische Gesandte Gryparis bei der des Ganzen einer maßgebenden Persönlichkeit in der Musik-
Pforte wegen der antigriechischen Bewegung in Bulgarien welt zugestellt. Das in Aussicht befindliche volkstümliche offiziell protestiert habe, ist unbegründet. Gryparis Werk könnte dann als Ergänzung des bekannten „Rheinischen " ...... ' VolksliederbornS" von Musikdirektor Becker zu Neuwied, das
Ans Stadt und Land.
Gießen, 8. Sept. 1906.
- Feuerwehr. Gestern abend schon fand die für kommende Woche angesagte Alarmierung der beiden hiesigen Feuerwehren statt. Um 81/» Uhr begann im Innern der Stadt die Alarmierung. Es wurde Großfeuer auf der früheren Aktienbrauerei gemeldet. Die Mannschaften der beiden Wehren, sowie die kurz vorher im Falle einer Alarmierung bestellten Gespanne waren rasch zur Stelle, so daß die Ankunft auf der markierten Brandstelle 16 bis 20 Minuten von der Alarmierung aus dauerte. Diese Zeit war sehr kurz, wenn man in Betracht zieht, daß durch die Sperrung mancher ,Straßen auf Umwegen gefahren werden mußte. Wegen deS weiten Weges kamen die Mannschaften etwas erschöpft an, eS wurde aber trotzdem tapfer gearbeitet, so daß im Ernstfälle das Feuer bald überwältigt worden wäre. Nach der Hebung rückten die beiden Wehren gemeinschaftlich ab und versammelten sich im Saale des Hotel Einhorn, wo die Feuerwehrkapelle durch ihre Musik die Kameraden noch lange zusammen» hielt. Die beiden Kommandanten der Wehren, Brandinspektor Wigandt und Hauptmann Lindenstruth, sprachen den Mannschaften für ihr rasche Bereitschaft ihren Dank aus.
** Blinder Feuerlärm. ES war Kerbemontag in einem Dorfe bei Mainz, die Wirtschaften waren alle gut besetzt, während die Jungen sich beim Klang der Fiedel lustig im Kreise drehten. Plötzlich erklang Sturmleuten vom Turm! Feuer! Da tönten auch schon die Fenersignale der Feuerwehr durch die Straßen. Die Musik auf den Tanzböden
auch viele in hiesiger Gegend gesungene Lieder enthält, gelten. Nach unserer Auffassung bildet die Verbreitung solcher schöner Lieder den besten Damm und Dämpfer gegen die süßen, seichten Tingeltangellieder und Gassenhauer, die wahrlich nich unser Volk veredeln.
** Kleine Mitteilungen au Hessen und den Nachbarstaaten. Der Manu, der sich in einem Strohhaufen bei .Hattersheim erschossen hat, ist als der 40 jährige Ortsarme Schreiber von dort erkannt worden. — Bei einer Hebung der freiwilligen Feuerwehr in Dietzenbach stürzte ein Mann und erlitt einen schweren Beinbruch. — In Mannheim starb eine 26jährige Ehefrau an Vergiftungs-Erscheinungen. Sie hatte auf dem Wochenmarkt Pilze gekauft, unter denen sich wahrscheinlich giftige befanden. — In Deterskirchen erdrosselte die Frau des Schreinermeisters Schmidt ihren Stiefsohn mit einer Schnur. Die Mörderin wurde verhaftet. Ob ein Verbrechen oder die Tat einer Wahnsinnigen vorliegt, muß die Untersuchung feststellen.
* Geographische Merkwürdigkeiten. An der Straße von Winkel nach dem romantisch gelegewen südlichsten Orte des Reichslandes, Lützel, liegt das Gehöft Glashütte, das auS vier Wohnhäusern besteht, von denen drei bewohnt sind. Diese drei bewohnten Wohnhäuser gehören zu drei verschiedenen Gemeinden, zu Winkel, Oberlarg und Lützel. Bei der Weiterwanderung kommt man kurz vor Lützel zum Gehöft ScholiS. Hier ist der Kulminationspunkt der großen Wasserscheide. Das Wasser, welches von der uns zugekehrten Dachseite der Scheune abläuft, gelangt in das Becken de§ Mittelländischen Meeres und daS, was von der anderen Dachseite herunterrinnt, in die Nordsee.
Die schwäbische Weltsprache. Herr M. aus Schwaben machte mit seiner Gattin jüngst eine kleine Reise nnb dachte an nichts BöseS, als urplötzlich ein baumlanger Engländer in den Eisenbahnwagen stieg und e§ sich in seiner Art bequem machte, d. h. seine langen Spazierhölzer über die gegenüberliegenden Sitze und der Dame beinahe unter die Nase schob. Höflich, wie der Schwabe nun einmal ist, versuchte er es nut Englisch — allein der Fremde tat, als ginge ihn die ganze Sache nichts an. Darauf Französisch — dann Italienisch: derselbe Erfolg. Nun aber ging e§ dem Schwaben wie dein Ritter im Uhlandschen Lied: „Da wallt dem Schwaben auch fein Blut", und er stülpte sich ohne weiteres Rock- und
schäft, genannt „DaS goldene Bengalen" über ganz Bengalen unter den Hindus und Mohammedanern verbreitet. Die Schrift fordert alle zur Erhebung und zur Vertreibung der Engländer aus dem Lande aus. Der Sitz der Gesellschaft wird in Kalkutta vermutet. Seit der Krönung BanerjeeS haben diesen bereits zahlreiche Anhänger verlassen. Es herrscht Uneinigkeit selbst unter den Führern der Bewegung. Gleichwohl^ ist es wahrscheinlich, daß, wenn der Ausiuhr nicht energisch unterdrückt wird, noch große Schwierigkeiten bevorstehen.
Melbourne, 7. Sept. DaS australische Parlament hat einen Gesetzentwurf angenommen, welcher die Bildung von Trusts untersagt.
Vermischtes.
* Ser Tin, 7. Sept. Heute früh ist int Gr u n ewalb in der Nähe von Zehlendorf ein Pistolenduell ausgefochten worden. Als Duellanten standen sich ein 45 Jahre alter Gutsbesitzer aus der nächsten Nähe von Berlin und ein Berliner Arzt im1 Alter von 40 Jahren gegenüber. In dem Streit der beiden Freunde, die beide unverheiratet waren, spielte eine Frau eine Rolle. Der Gutsbesitzer er» titelt schon beim ersten Kugelwechsel vom Gegner einen Schuft in die Lunge. In bedenklichem Zustande wurde er in die Klinik geschafft, wo er hoffnungslos darniederliegt.
* Rummelsburg, 7. Sept. Heute nachmittag gegen 3 Uhr brach in der hiesigen Fabrikanlage der Aktiengesellschaft für Anilin fabrika tion in Treptow, wie vermutet wird, durch Selbstentzündung, Feuer aus, das eines der Gebäude zerstörte, aber nach mehrstündigen Bemühungen der Feuerwehren der umliegenden Vororte und der zu Hilfe geeilten Berliner Feuerwehr auf seinen Herd beschränkt werden konnte. Man befürchtet, daß der Schlosser W. Bethke aus Berlin, Weidenweg Nr. 87 wohnhaft, der vermißt wird, in den Flammen umgekommen ist.
* Opfer der Berge. In der Krachenfluh am Stanser- horn ist der Techniker Julius Haase aus Dresden tödlich verunglückt. Er stürzte ab, als er eben an einem an sich ungefährlichen Wege den Abstieg versuchte. — Vom Brenta- Gletscher ist ein Regensburger Herr abestürzt und schwer verletzt morden.
* Ein neuer EisenbahnUnfall. In Dieppe fuhr gestern ein Personcnzug infolge falscher Weichen- stellung auf einen Prellbock. 25 Personen, die den Zug im selben Moment verlassen wollten, wurden schwer verletzt.
* Erdbebennachrichten. In Valparaiso wurden zwei neue Erdstöße verspürt. Unter den Trümmern der eingestürztcn Gebäude brennt es noch immer fort. Die Behörden haben Schuppen errichten lassen, in denen die Gerichtsbehörden ihres Amtes walten werden.
* Ein Drama zur See. Wiedas „Mcmcler Dampfboot" meldet, ist die am 27. August mit einer Holzladung von Memel abgegangene Galliot „Anna Rebekkaaus Brei- hvlz bei Rendsburg am 28. August im Nordweststurm, etwa 40 Seemeilen von Memel, gekentert. Die aus hetn Kapitän, einem Matrosen und einem Schiffsjungen bestehende Besatzung rettete sich auf den Kiel der Galliot, wo sie acht Tage lang ohne Essen und Trinken umhertrieb. Eine See spülte den Matrosen über Bord, doch gelang es dem Kapitän ihn zu retten. Am Sonntag verfiel der Schiffsjunge in Raserei und starb am anderen Morgen. Inzwischen war das Wrack in die Gegend von Schwarzort getrieben worden, wo ein Rettungsboot die Ueberlebenden und die Leiche an Bord nahm.
war verstummt und alles stürmte hinaus, dem Herd des Feuers zu. „Wo brennt's?" „Am Bahnhof!" Die Feuerwehr, samt der Menschenmenge, stürmten dorthin und von weitem schon sah man dichte Rauchwolken gen Himmel steigen. 2lber lachend kamen schon einzelne Neugierige dem VolkS- hänfen entgegen. „Geht haam", riefen sie, „m'r sein ge—uzt, ei's brennt jo gar nit, 's tut nor 'e Lokom otiv raache!" So war eS auch; am Bahnhof stand eine angeheizte Lokomotive, deren Schlot eine mächtige schwarze Rauchwolke entquoll. Ein Uebereifriger hatte „Großfeuer" gemeldet und das ganze Dorf auf die Beine gebracht. ES dauerte nicht lange und die Kirchweihfreuden waren wieder in vollem Gange.
•• Warnung für Italien-Reisende. Die „Nordd. Allg. Ztg." warnt besonders die des Italienischen unkundigen jungen Deutschen, bei der Ankunft in Mailand unbekannten Ratgebern, die sich als Landsleute einführen, zu folgen, da es sich dabei jedesmal um Betrügereien handelt. Die Opfer werden in zweifelhafte Wirtschaften verschleppt, dort betrunken gemacht und beraubt.
n. Vom DünSberg, 8. Sept. Morgen, Sonntag, findet, wie schon mitgeteilt, das DünSbergturnen statt. Wird der Besucher auch sonst schon
Hemdärmel auf, unter denen ein paar eiserne Arme sichtbar wurden, und fragt den Engländer in echt schwäbischer Mundart, aber diesmal nicht verbindlich flötend: „Ob Se Ihre Füße wegdeant?" Der Engländer gehorchte jetzt der Aufforderung, denn die schwäbische Weltsprache verstand er.
„ * . Kleine Tages chronik. In Berlin wurde der fünfjährige Sohn des Schlossers Nitschke von einem Straßenbahnwagen überfahren und schwer verletzt. Beim Anblick des unter den Wagen geklemmten Kindes sank der ganz un- betelllgte Putzer Kröbel, von einem Herz schlage getroffen, tot in bic Arme seines Begleiters. — Auf der Zeche Oster-
e l d in Stimm erstickte ein Bergmann an einem mit giftigen Ga- cn gefüllten Ort. Ein anderer, der nach seinem Verbleib forschte, and ebenfalls den Tod. — Durch abstürzende Sandmassen wurden '.'^d/ibbemow in Pommern zwei Kinder von 3J/2 und 4 Jahren verschüttet und als Leichen hervorgezogen. — Frau Blö- mert, die Frau des Hingerichteten Adolf Blömert, wurde mit ihrem Kinde aus Düsseldorf in das Zuchthaus Siegburg verbracht, wo sie lebenslänglich verbleibt. — Aus dem Altonaer Museum wurde ein Altenländer Handtuch mit einer Jahrhunderte alten Stickerei von hohem kulturhistorischem Werte gestohlen. Zwischen Snrburg und Walburg stürzte die Gattin des Spezereihändlers Reukert aus Sulz mit ihrem zweijährigen Töchterchen aus dem Laut er bürg er Zug Man fand, das Kind ngcksts unverletzt auf bejn Felde bei, seiner toten i
Sept. Nach einer vorauS- gegangenen Abschiedsfeier zwischen Lehrer und Schüler scheiden mit dem heutigen Tage die Lehrer AlthanS-Münchholz- Hausen, Müller - Großrechtenbach und Schief erste in- Dutenhofen au§ dem Schuldienst. Die drei Herren haben mit großer Treue und Aufopferung ihre gesamte Dienstzeit m ihren Gemeinden verbracht. Ebenso haben sie auch als Kantor und Organist ausS beste gedient und dies auch in Zellen, wo diese Aemter meist noch sehr kärglich bezahlt wurden. Während die Lehrer der Inspektion bereits am 3. August m Münchholzhausen zum frohen Jubelfeste um ihren Senior versammelt waren, bleibt der Abschied von den beiden anderen Kollegen der Oktoberkonferenz vorbehalten.
?. Biedenkopf (Lahn), 8. Sept. Auf Anregung unseres Landrats, v. Heimburg, ist eine große Anzahl von wirklich echten, guten Volksliedern gesammelt worden. Die gesammelten, in V** und Vs-Takt notierten Lieder (höchste
Mutter spielen, die das Genick gebrochen hatte. — In DresbU erschoß sich während der Aufführung von „Carmen" in der Hofoper ein junger Ausländer. — In einer Sandgrube bei Heidelsheim (Baden) wurden drei Personen von abstürzenden Erdmassen verschüttet. Zwei sind tot, der dritte wurde schwer verletzt. — Nach einer aus' Triest zugegangenen Meldung hat sich der Wiener Universitäts-Professor Geheimrat Dr. Ludwig Boltzmann in Dhino durch Erhängen entleibt. Geheimrat Boltzmann soll nervenleidend gewesen sein. — Im Forsten ried er Park bei München fuhr ein Automobil mit einem Rudel Hirsche zusammen. Der Zusammenstoß war so stark, daß die vier Insassen des Automobils herausgeschleudert und sämtlich verletzt wurden, darunter eine Dame schwer. — Der Brand in den beiden Ortschaften Aschach und Land- s ch a g (Bayern) ist nunmehr gelöscht. Im Ganzen sind 46 Häuser und eine große Waldfläche niedergebrannt. — In Grenoble dauern die Waldbrände fort. In der Nähe der Stadt steht ein Waldbestand in der Ausdehnung von mehreren Kilometern in Flammen. Mehrere Truppen-Abteilungen sind zur Löschung deS Feuers abkommandiert worden. — Die Arbeiterfamilie Meinert in Ober-Str ad am bei Kempen (Posen) ist nach Genuß von Pilzen lebensgefährlich erkrankt. Die Ehefrau und deren fcetyrv* lährige Tochter sind der Pilzvergiftung bereits erlegen.
Giseiibahn-Zeitring.
Berlin, 4. Sept. Die „Nordd. A. Ztg." schreibt über den kommenden Herb st verkehr und die preuß-hess. St a atsb ahn en: Es wird voraussichtlich mit einer außerordentlichen Zunahme des Eisenbahnverkehrs im Herbst zu rechnen sein, bedingt durch die günstige Lage der Industrie und gute Ernteaussichten. Die Bewältigung des auijergewöhnnchen Verkehrs wird die höchste Anspannung alter Kräfte erfordern. Wie wir hören, sind von der preußischen Staatseisenbahnverwaltung die Zurüstungen hierauf schon von langer Hand betrieben worden. Zu Beginn des Sommers hatte die Zentralstelle die Parole ausgegeben, ohne Rücksicht auf die Kosten alle Mäßnahnren zu treffen, die eine vollzählige Wagengestellung sicher- stellen. 'Außerdem hat die Eisenbahnverwaltung während des ganzen Sommers ihre Kohlenvorräte um ein Erkleckliches verstärkt, sowie die Beschleunigung aller Bauausführungen angeordnet, die für die Bewältigung des Herbst- verkehrs von Nutzen sind. Auch hinsichtlich des Personals und der Bildung eines Rcservepersonals ist alles Erforderliche geschehen. Soll der Zweck, die Verkehrshoch flut zu bewältigen, voll erreicht werden, so wird auf die verständnisvolle Mitwirkung der Verkehrs in teressenten gerechnet werden müssen. Ruhiges, besonnenes, rechtzeitiges Disponieren seitens der Interessenten, sowie die Beachtung aller Verwaltungsanordnungen wird wesentlich zur Behebung der etwa eintretenden Schwierigkeiten beitragen.
Wien, 4. Sept. Die Generalversammlung des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen begann heute ihre Verhandlungen. Als Ehrengäste sind unter anderen der Eisenbahnminister und der Minister des Innern anwesend. Den Vorsitz führte Eisenbahndirektionspräsident Behrendt-Berlin. Der Eisenbahnminister richtete eine längere Ansprache an die Versammlung, der er namens der Regierung und des Eisenbahnministeriums Grüße übermittelte.
ICuiift und Wissenschaft.
— Das Liederbuch des Kaisers. Wir lesen int „ö.
: Wie wir erfahren, sind die Arbeiten der vor drei Jahren vom Kaiser eingesetzten, unter dem Vorsitz des Freiherrn R. v»n Lilieneron stehenden Kommission zur Herausgabe eines Volkslieder- buches für Männerchor so weit gefördert, daß das über 600 Volkslieder umfassende Manuskript, an dem die ersten deutschen Autoritäten auf musikalischem Gebiete mitgearbeitet haben, vor einigen Wochen zum Druck gegeben werden konnte. Die ehrenamtliche Mitwirkung hervorragender Bearbeiter bei Herstellung des Manu- «, das Entgegenkommen von Verlegern und Komponisten bei berlassung bereits anderweit veröffentlichter Chöre und nicht zuletzt die überaus günstigen Bedingungen der Firma C. F. Peters in Leipzig (Inhaber Henri Hinrichsen), welche in entgegenkommendster und völlig uneigennütziger Weisenden Verlag übernommen hat, werden es möglich 'machen, die Lvusgabe des Volksliederbuches bei würdiger Ausstattung besonders wohlfeil herzustellen. Von den 610 Chören der neueren Sammlung erscheinen über 430 in der hier gebotenen Form zum ersten Male gedruckt. Es ist zu hoffen, daß das Liederbuch Ende dieses ober Anfang des folgenden Jahres im Buchhandel erscheint.
Hamburg, 7. Sept. Wilhelm Raabe wurde anläßlich seines 75. Geburtstages von der Hamburger Kunstgesellschaft zum, Ehrenmitglied ernannt.
K a rlsruhe, 5. Sept. Das letzte Mitglied des alten um Gmll R'ttershaus gescharten rheinischen Dichterkreises, Geheimrat Albert R o s f h a ck ist gestern auf seiner Villa in Oberkirch (Baden) tm Alter von 69 Jahren gestorben. Roffhack gehörte seiner Zeit der Regierung des neu okkupierten Elsaß-Lothringen an.
Brüssel, 7. Sept. Heute vormittag wurde unter dem Vorsitz des Staatsministers Beernaert und in Anwesenheit zahlreicher ausländischer Delegierter der Kongreß der internationalen Vereinigung für die Erforschung der Pole eröffnet. Nachdem das provisorisch gewählte Bureau als offizielles Bureau bestätigt worden, begrüßte der Minister des Aeiißeren die Gäste. Staatsminister Beernaert hielt die Eröffnungsansprache, worin er auf die Bedeutung des Kongresses hinwies und dessen Ziele darlegte. Zum Schluß drückte er die Hoffnung aus, der gegenwärtige Kongreß möge den AusgangspuiE bilden für die Organisation der internationalen Expedition, der es gelingen würde, beide Pole endgültig zu erforschen. Die ausländischen Delegierten sprachen ihren Dank für den Empfang aus.
H a a g, 7. Sept. In Gegenwart des Prinzen Heinrich der Niederlande wurde gestern unter dem Vorsitz von Professor Dk. Fränkel-Berlin int Parlamentsgebäude die 5. internationale Tuberkulose-Konferenz feierlich eröffnet. Nach einer Gedächtnisfeier für den verstorbenen Präsidenten Brouardel wurde. der französische Minister Bourgeois zum Präsidenten der Vereinigung gewählt. — Im weiteren Verlaufe der Konferenz wurde auf Antrag des Vizepräsidenten Fränkel-Berlin beschlossen, dem zum Präsidenten ernannten Minister Bourgeois ein Glückwunschtelegramm zu übersenden. Sodann sprachen Professor Cal» mette-Lille und Professor Flügge-Breslau über Schutz des Körpers gegen Tuberkuloseninfektion.
Paris, 7. Sept. Dem französischen Ingenieur Matche gelang es, seine unter den Auspizien des Fürsten von Monaco begonnenen Versuche mit drahtloser Telephonie so weit zu vervollkommnen, daß der Apparat in Gegenwart von Pressevertretern in, Saint Germain vorgesührt werden konnte. Auf 30 Meter Entfernung wurden in den Geber gesprochene Worte zwar chwach, aber deutlich genug vernommen.
— EinK rippenspiel. In gemeinsamer Arbeit "haben ür das diesjährige Weihnachtsfest der Hamburger Lyriker Ghiflati Falke und der „Hänsel und Gretel"-Komvonist Professor Engelbert Humperdinck ein melodramatisches Krippen spiel geschaffen, das den Titel „Büb chen s W e i hn a chts tr au m" tragt. Die Kronprinzessin, in ihrer Eigenschaft als Mutter des jüngsten Hohenzollernsprossen, hat die Widmung dieses gemeinsamen Merkchens, das besonders zur Wifführung in Schule und Haus geeignet ist und demnächst im Verlag der Musikwelt, (Vroß-Lichter- elde-West erscheinen wird, angenommen.


