Handel nnd Verkehr, Volkswirtschaft.
Zur Geld- und Börsenlage. Nach den letzten Auslassungen der Kgl. Preußischen Seedandlung sieÄ die Spcku- latwn dem Ultimo mit einem gewissen Optimismus entgegen, jedenfalls muß aber abgewartet werden, welche Ansprüche das Ausland an den Geldmarkt stellt, namentlich wie sich die New- Yorker Börse weiter entwickelt. Aus diesem Grunde bleibt auch die Börse zurückhaltend wie ihr überhaupt schon seit längerer Zeit die Selbständigkeit fehlt. Sie ist nur zu oft Mitläufer des Auslandes und besonders von Paris und Petersburg abhängig. Daß der Börse die neuen Kapitalserhöhungen ganz abgesehen von deren innerer Bedeutung nicht sehr gelegen kommen, das hat Nch aus der Kursgestaltung ergeben. Es ist eben keine LÄeinig- ke't in ziemlich rascher Folge inkl. Aufgeld annähernd 100 Mill. Mark in Aktien unterzubring.m, zumal die Banken sowieso schon mit Material überladen sind. Von einem Nachlassen der Hoch- koniunktur braucht man vorläufig leine Angst zu haben. Dieserhalb ist auch an eine eigentliche Baisse-Spekulation in Jndustriewerten nicht zu denken, da das Kapitalistenpublikum mit einer selten dagewesenen Zähigkeit an seinem Besitz festhält. Wer jedoch an der Börse gern spekuliert, möge sich mehr den heimischen Werten zuwenden, als den gefährlichen Minen-Shares und den nicht viel weniger gefährlichen amerikanischen Eisenbahn-Aktien.
Japans Finanzlage. Erst kürzlich haben wir darauf hingewiesen, daß Japan wieder mit neuen Anleihegedanken umgeht und daß man am besten tut, wenn man sich gegenüber einer neuen Anleihe ablehnend verhält. Die Meinung wird immer ' allgemeiner, daß die wirtschaftliche Entwicklung dieses Staates noch manches zu wünschen übrig läßt und daß, wie jetzt auch das „B. T." schreibt, in einer neueren Rcisebeschreibung nicht mit Unrecht aesagt wird, „die Kultur Japans sei nur eine Tünche". Japans Wirtschaftsleben steckt noch in den Kinderschuhen, so wird dem genannten Blatte auch aus Bankkreisen geschrieben und bietet für die Beurteilung der Unleihefähigkeit des Landes kaum maß. gebende Handhaben.
Märkte.
Gießen, 8. Sept. Marktbericht. Aus heutigem WockenmarktE kosteten: Butter pr. Pkd. 1.20—1.30 Mk., Hühnereier 1 St. 8—9 Psg., 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Psg., Enteneier 0 Psg., Käse W. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen v. Wund 22 Pfg., Linsen v. Pfund 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80—1,00 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse ur. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Psd. 80—86 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 80—82 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—94 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psund 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 80—84 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—80 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,00—8,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepsel per Pfund 15 bis 20 Pfg., in Körben 00 Psd., Nüsse 100 Stück 00—00 Psg., Birnen per Pfd. Mk. 0.00—0.00, Kirschen per Pid. 00—00 Pfg., Weißkraut per Stück 15—30 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Marktzeil 7—1 Uhr.
fc. Frankfurt a. M., 7. Sept. Heu- und Stroh- m a r k t. Man notierte: Heu Mk. 2.70 bis 3.20. Stroh Mk. 2.70 bis Mk. 2.80. Alles per 50 Kilo. Tendenz: Stroh fest, Heu flau.
, , § Dorheim, 7. Sept. Ein Radfahrer aus Butzbach fuhr durch unser Dorf. An einer Straftenfrümmung lief ihm ein kleines Kind fast ins Rad, er wollte ausweichen und stürzte unter ein schweres Fuhrwerk. Er blieb schwer ber- letzt liegen und wurde mit einem Wagen in das .Krankenhaus zu Nieder-Weisel gefahren. Außer einem Armbruch erlitt er weitere innere und äußere Verletzungen.
Nidda, 6. Sept. Einen unserer ersten Bürger, Herrn Friedrich Rappolt, riß ein plötzlicher Tod gestern morgen aus unserer Mitte. Die Angehörigen fanden ihn tot im Bett; ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Rappolt war am 1. Januar 1837 geboren, stand also im 70. Lebensjahre. Seit 13 Jahren war er Direktor des Vorschuß- und Kreditvereins, dem Gewerbeverein gehörte er als Vorstandsmitglied an.
sd. Darmstadt, 8. Sept. (Drahtmeldung.) Der verheiratete Chemiker Dr. Julius Grißmann hat sich gestern abend in einem Anfall nervöser Ueberreizung erschossen.
Darmstadt, 7. Sept. II. DD. der Fürst und die Fürstin zu Solms-Hohensolm8-Lich sind gestern j abend zu Besuch auf Jagdschloß Wolfsgarten eingetroffen.
sd. Darmstadt, 7. Sept. Zum Zcllhausener Mord wurden gestern und heute durch den Darmstädter Kriminalkommissar Nepp neue Ermittelungen gemacht. Man hat Spuren des Täters gefunden und glaubt, daß ein junger Bursche aus Zellhausen in Betracht komnit. Erarbeitet zwar meist in Weißkirchen und Jügesheim, wurde aber am Tage des Verbrechens in der Nähe des Tatortes gesehen. Vielleicht gelingt es nunmehr, etwas mehr Aufklärung in die ganze Angelegenheit zu bringen.
h. Frankfurt a. M., 7. Sept. Im Saale der Frankfurter Loge begann heute vormittag die 11. Lan d es - Ve r- sammlung der internationalen kriminalistischen Vereinigung. Als Regierungsvertceter sind anwesend: Geheimer Admiralitätsrat Fetisch 'für das Neichsmarineamt;
Sport.
(D.) Rudersport. Der hier neu gegründete Gießener Ru de rf lub ,,H ass: a", welcher bereits über eine ansehnliche Zahl Mitglieder verfügt, ist dem in Frankfurt a. M domi- Sulerenden Fr eien Deutschen Ruderverband beigetreten und bildet somit ein Glied dieses bis jetzt am Main und Rhein ausgebreiteten Verband nach Norden zu. Der Vorsitzende der ,,Hassia", die bei der Aufnahme stark vertreten war, Herr Sipp, sicherte die Verbreitung des den volkstümlichen Rudersport pflegen- den Fr. D. R.-V. auch in hiesiger Gegend zu. Ein Boot hat sich die „Hassia bereits erworben und mit dem Bau eines Bootshauses wird nächitens begonnen werden.
Gerichtssaal.
0 Marburg, 7. Sept. Zwei schwere Jungen, nämlich der 1878 in Marburg geborene Dienstknecht Johannes T c x t o r und der 1881 in Breslau geborene Schreiner Fritz R e i m e r t standen heute wegen zweier Einbruchsdiebstähle vor der Strafkammer. Am 17. Juni brachen sie in Aachen in die Wohnung des Schaustellers Grebenstein ein und stahlen Geld Gold- und Silbersachen und von da fuhren sie itadj Neustadt wo sie den bekannten großen Banknotendiebstahl ausführten. Sie entwendeten hier für f?tlva 30 000 Mark Banknoten und Bargeld. Den Aachener Einbruch leugneten sie mit größter Frechheit, während sie den Banknotendiebstahl zugeben mußten, well man ihnen am andern Tage in Kassel den größten Teil des Geldes wieder abnchmcn konnte. Textor wurde zu 8, Reimert zu 6 Jahren Zuchthaus, sowie beide zu 10 Jahren Polizeiaufsicht verurteilt. — In Großfelben wurde gestern der Ackermann Schmidt in seiner Sandgrube verschüttet und. getötet. .
lieferten alljährlich bis zu 100, ja sogar 120 Mk. Aepfel. Die Bäume sind zwei Schafnasenbäume, die 1855 in eine aufgefütlte ehemalige Lehmgrube gepflanzt wurden. Dank des guten Bodens haben sie sich mächtig entwickelt. Der stärkste hat einen Stammumfang von 1,60 Dieter und einen Kronendurchmesser von 16 Schritt.
w. Aus dem Kreise Wetzlar, 7. Sept. Für sämtliche Landschulen des Kreises Wetzlar beginnen mit nächstem Montag nach der vom 1. Mai 1905 ' festgesetzten Ferienordnung die großen Herbstferien. Schüler und Lehrer freuen sich auf diese Zeit der Erholung, die sie für fünf volle Wochen von der Schularbeit entbindet. Unsere Landleute! können sich aber mit der neuen Ferienordnung noch nicht ganz befreunden, sind doch dadurch die Ernteferien in Wegfall gekommen und auch bei der Grunnneternte können die Kinder ihren Eltern wenig behilflich sein.
— Bad-Nauheim, 7. Sept. Bis zum 6. Sept, sind 2 5 9 7 9 Kurgä ste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 4004 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 6. Sept. 1906 346 642 abgegeben.
Oberregierungsrat Dr. Herrmann für das preußische Ministerium des Innern; Generalstaatsanwalt Geßler für Sachsen, Mini- sterialrat Zindel für Württemberg, RegierungSrat v. Engelberg für Baden, Generalstaatsanwalt Dr. Pretorias für Hessen. Der Vorsitzende der Landesgruppe Deutsches Reich, Professor Dr. Mayr aus München eröffnete die Tagung mit einer Darlegung der Ziele der Vereinigung: Schutz der Gesellschaft im allgemeinen und Schutz einzelner Schichten unter Berücksichtigung auch der sozialen Gesichtspunkte. Diesmal handelt es sich um die Frage der Ausgestaltung des Strafprozesses, wobei es weniger auf die Einzelheiten als auf die Festsetzung der Richtungslinien in ihrer Gesamtheit ankommt. Es sprachen sodann Geheimrat Felisch für Reichsmarine-Justizverwaltung und Geheimrat Herrmann für die Regierungen der Bundesstaaten. Nach den Begrüßungsansprachen bildete den ersten Beratungsgegenstand die Reform des Strafverfahrens, worüber Landgerichtsdirektor a. D. Dr. Aschrott aus Berlin einen längeren einleitenden Bericht erstattete. Auf den Vortrag folgte zunächst eine allgemeine Aussprache, aus der heroorzuheben ist der Vorschlag des Oberbürgermeisters Adickes-Frankfurt, einen Ausschuß nach England zu entsenden zur Prüfung der dortigen Verhältnisse. Staatsanwalt Dr. Feisenberger-Bochum verlangte eine gute eefte Instanz, dann werde der Ruf nach einer Berufung von selbst verschwinden. Die bisherige Voruntersuchung habe sich nicht bewährt. Die Staatsanwaltschaft muffe mit der Voruntersuchung betraut und gleichzeitig selbständiger gestellt werden, während die Amtsanwaltschaft zu beseitigen sei.
Frankfurt a. M., 7. Sept. Die Frankfurter Gastwirte-Innung hat, nachdem der Bierboykott bereits 14 Tage dauert, den Versuch gemacht, mit den Brauereibesitzern neue Verhandlungen anzuknüpfen. Auf das Schreiben der Innung hat der Verband der Brauereien erwidert, daß er keineswegs zu weiteren Verhandlungen abgeneigt sei. Der Verband hält es jedoch mit Rücksicht auf die Haltung ,n den letzten Versammlungen der Konsumenten und Gast- wirte für erforderlich, daß die Gastwirteoerbände mit den Vertretern der Konsumenten einen Ausgleich suchen, auf Grund dessen den Verhandlungen mit den Brauereien ein Erfolg verbürgt wird. Die Rückäußerung soll bis zum nächsten Mittwoch erfolgen. Der Brauereiverband hat deshalb wegen der Entlassung der entbehrlichen Brauereiarbeiter bisher noch keinen Beschluß gefaßt.
Ootttösche Tagesscharr.
Gerettet — gerichtet!
Entrüflungszauber, der anläßlich der Entbüll- mSrF? Berie^m des preußischen Landwirtschasts- rnmisters v. Podbcelskl zu der unter die Räder geratenen ^irma Tippelskirch durch bte deutsche Presse ging, ist umsonst ge- L o.?b-^Podbielsll bleibt! Um die öffentliche Meinung nffi/ipTT bor dL" Kopf zu swßen, sagte man uns halb-
bZ .gelegener Zeit und wenn die ganze Geschichte einmal ins Reme gebracht ist, werde Herr v. Podbielski schon Gemndheitsrücksichten mit der obligaten Verleihung S .erhalten,. aber wir glauben an die Geschichte
"Ä ®to’rb emes ichvnen Tages auch Herr v. Podbielski abgehen, weil eben rein Men>ch ewig preußischer Minister bleiben K' dieser Zeitpunkt wird nicht herbeigerückt durch die
S "AXeI erregt hat. Herr v. Podbielski hat
J ./blue Angelegenheit Vortrag halten dürfen,
™ .fa’ierMen Herrn mitgeteilt, daß er seine in-
VeAM'chkecken mit ber ?ytrma gelöst hat, unb baraufhin güt das Entlassungsgeiuch als nicht eiugereicht. Das ist billig, hl 5)err D' Podbielski ist gerettet,
nnA Kinen jobiaten Ratgeber, unb wer es in Zukunft ^ogen sollte, bem Minister allerhanb unerbauliche Srna M untc-Y Anklage gestellt und erbarm
ungslos verknurrt Vielleicht wird unser Strafgesetzbuch auch s!?? sUTtt b’"en MiNisterbeleibigungsvaragraphen erweitert — das drmgenbe BebüyNis hegt vor. Es ist schwer, diesen Vor- gangen gegenüber die nötige Ruhe des braven Staatsbürgers zu bewahre, aber es ist notwendig. Wir müssen uns in Geduld faffen und Herrn v. Podbielski noch länger als preußischen Staccks- Nlmister betrachten, denn der Kaiser hat ihn gerettet. Die öffentliche Meinung freilich, die hat ihn mit seltener Uebereinstimmung gerichtet, und wir glauben nicht, daß sie ihr Urteil einer Revision unterzieht.
festes etwas herabzumindern.
Man proklamierte das Standrecht, weil nach meinen Informationen die Nachrichten vom Lande außerordentlich duster lauten. Das ganze Gebiet des Südens, des Südostens und des Südwestens in Rußland ist in voller Garung. Der Aufstand in den baltischen Provinzen züngelt fort, die verzweifelte Lage in Polen ist hinlänglich bekannt dazu kommen die immer dringender werdenden finanziellen Schwierigreiten. Eine neue versteckte Anleihe ist bereits herausgekommen, denn trotz aller Beschönigungen bedeutet die neue Emission einer Serie von Schatzbons, die bereite emgezogen waren, eine neue innere Zlnleihe und zudem schreitet man nunmehr, wie offiziös' ängekündigt wird, w^^/rmehrung des russischen Papiergeldes. 1190 Millionen
. ll"d ^lauf, während zu Beginn des russisch- lapanrsthen Krieges 6d0 Millionen Rubel im Verkehr waren. Vermehrung der inneren Anlechen, Riesenvermeffrunq der ^Urb'rJaJt Verdoppelung des im Umlauf befind- I2*$cn $aPtergen)e§ ~ das charakterisiert die finanzielle ^ittration Man steht in Rußland vor den schwersten finan- ö^llen Kalamitäten und vor einem starken, wie ich annehme, Wiederaufflammen der revolutionären Bewegung. Tas Heilmittel gegen diese Leiden sind nach der Ansicht des Herrn Stolypin liberale Phrasen und das Standrecht. Es tft anzunchmm, daß das Ministerium Stolypin mit diesem L"«"" ™ Kelter Zeit zusammengebrochen fein wird. Suns 'N Rukland not tut, ist, daß die Bevölkerungg wieder Vertrauen gewinnt. Tie Handlungsweise Stolypins
Vertrauen tilgen, und ohne eine q kreie Wahlen zustande gekommen ist, und 1clne ^'schicke vertrauend überantwortet gibt es kerne Beruhigung.
stolyprn, das mit der Heranziehung gemäßigt liberaler! Aus uha »..«6
Politiker wie Graf Heyden und Lwon kokettiert hatte, dem Utlö RUttO.
Lande beschert. Und um diese Maßregel furchtbarster und Gießen, den 8. Sept,
auch in Rußland noch nicht dagewesener Reaktion zu ver- Vom Manöver. Die Besichtigung der 4 9. Jn- hüllen, verfaßte rnan dazu ein Regierungsprogramm mit— fanteriebrigade (Regimenter 115, 116 unb 168) fand ^'prechungen. Man wird die Leute erschießen, und was am 5. September auf dem Griesheimer Exerzierplätze durch pd ,ber
aus eine Zukunft, über die niemand etwas Voraussagen kann bcS G-n-ralS des 18 Arn,ee.
Ich glaube, meine Russen gut zu kennen, und ich bin der v. Eichhorn statt. Vom Parademarsch und Parade- Ansicht, daß die neuen Eröffnungen des Ministeriums ^ufl^llung wurde Abstand genommen und dem Besichtigenden
Stolypin den allerschlechtesten, einen geradezu Verhängnis- bin Gefecht gegen einen markierten Feind nach den Bestiinm-
vollen Eindruck auf das Land machen werden. ungen des Exerzierreglements vom 29. Mai 1906 vorgeführt.
Ich will auch vorher sagen, daß die vielköpfige Dik- Das Exerzitium im Feuer klappte durchaus; die Vorgesetzten
tatur, die man errnchtet hat, auf die revolutionäre Be- waren mit den Leistungen der Brigade sehr zufrieden,
wegung gar keinen Eindruck machen wird. Diktatur haben ** Der Verein -ur 93efärhprnn<i hre "ur “Ä® '(einen Rechenschastsbe. chtT d "' b l"
delten nach freiestem Belieben. Tic Willkür, die grösste 0'.^^ Rechenschaftsbericht für das abgelausene Jahr erscheinen Brutalität, völlige Ungesetzlichkeit erlaubte man sich in den ™”en‘.. ^tz der geringen Mittel des Vereins, er hat ein Provinzen, um die frciheitlicbe Bewegung zu unterdrücken, ^rnwgeir von Mk. 3487.24 und 1905 eine Einnahme von Eine Steigerung dieser Methoden ist unmöglich, und 6er rllnb Mk. 700, wurden doch im abgelaufenen Jahre acht neue Name für die alten Methoden ändert an der Sache Lehrlinge unterstützt, die sich nach ihrer Berufswahl wie folgt gar nichts. Wenn aber seit Plehwe die Revolution gewachsen verteilen: Jnstallations-, Sattler-, Bäcker-, Schuhmacherundgewachsen ist, so wird auch ein Umtaufen der alten Kunstschlosser-, Zuschneider- je ein Lehrling, Schneiderhand- Handlungsweisc unter stolypm nicht das Geringste nützen, werk zwei Lehrlinge. Der Bericht mctfl darauf hin daß der SbHÄS? “Ä1ff »tw ".'S.«"-“? sw ra sssrÄTsFÄ äi
zur Anwendung gelangen. Und damit wird die Empörung Mitgliedern zu wünschen, damit er in der Lage wäre, und die Verzweiflung in immer weitere .Kreise hinein- pcine Ziele intensiver verfolgen zu können.
getragen werden zum Nutzen der Revolutt'onäre. Die tätigen ” Die Fleischer-Innung unternimmt morgen Mttgliedcr der revolutionären Parteien erschreckt aber auch Sonntag einen Ausflug, aus welchem Grund die Metzger- das nunmehr erklärte Standrecht nicht; denn sie standen läden nur bis 12 Uhr offen sein werden.
urtmer unter dem Standrecht, und mehr wie totschießen, ** DaS Auftreten der Raupen des Koblweifl-
«« ^u“81Z wÄ’ÄXk?« ifl diele- J°hr w.° fange Jahre nicht'
Stolypin zurück, so zeigt sich, daß dasselbe mit seinem Pro- haben an Wirftng, Blumen- und Rosenkohl be-
gramm absolut bankerott gemacht hat. Stolypin beginnt irachtllchen Schaden angerichtet; die Pflanzen sind stellen- damtt, daß er gemäßigte liberale Politiker zur Pe?antJroeUe. § nu' blc Blattrippen total zerfressen. Das milde wörtlichen ministeriellen Mitarbeit heranziehen wollte, und ^'^h^hr und das feuchtwarme Sommerwetter haben die er ist heute dahin gelangt, daß er den bestehenden Zustand Entwicklung des Schädlings sehr begünstigt.
^e^ Stalen Willkürregiments offiziell durch die Erklärung X Wieseck, 8. Sept. Am 16. und 17. Scpt. hält
allergeringsten Wert legen 9 Den I einjährigen Bestehens über cme große Anzahl prachtvoller
Aber wenn man selbst annehmen wollte, daß die Ver- ?ie™- Don bcncrt. cin’^c ba§ stattliche Gewicht von 14 bis sprechungen des Negierungskommuniques zur Ausführung i Pfund aufweifen. Freunde der Kaninchenzucht werden gelangen, — ich persönlich bin der Ansicht, daß es Stolypin f)ter,n,t besonders auf die Ausstellung aufmerksam gemacht, niemals beschieden sein wird, seine Versprechungen cinzu- X Klein-Linden, 7. Sept. Am 16. d. Mts. wird feTBff bann, wenn diese Versprechungen der Neubau der Kleinkinder schule seiner Bestimmung ^”0eZ,,Vf^£)en stellten, so würde das kein Heilmittel gegen übergeben. Das nach den Plänen des Baurats Diehm in errichtete Gebäude präsentiert sich recht vormaßvollen Liberalen aus^eine ^solutt^Halbhest'' Es ver- -rA ^"^h^m(Kr. Gießen), 8. Sept. Unsere Gemeinde, lucht nicht einmal an die Wurzel des Uebels zu greifen mcl eincn vorzüglichen Bestand an Obstbäumen auf und ist und ich bin überzeugt davon, daß Stolypin selbst sich über Pclt ^a()rcn cinec bec ersten Obstorte des Kreises Gießen ; die Bedeutungslosigkeit seines Progroms keine Illusion stoffen doch innerhalb der letzten 6 Jahre 5250 Mk., mithin
Die Absicht mit diesem Progrom ist nur die, den Ehrlich durchschnittlich 880 Mk., in die Gemeindekasse. In nrederschmetternden Eindruck, den die Proklamierung des unserer Gemarkung befinden sich zwei höchstmerkwürdigc Phasen dieses Mani-1 und fast alljährlich reich tragende O b st b a u m r i e f cn. In der jetzt beginnenden Obstzeit ist es gewiß von Interesse, einiges über diese nützlichen Riesen zu erfahren, zumal sie für die Gemeinde eine gute Einnahmequelle bilden. Sic


