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wurden die Mentäter wie wir kürzlich te» orben oersnchtens, er transportiert ZK m5 Gießen und einer ort besichtigt, wobei die : näheren Untersuchung die Beschuldigten wieder ren, ist Anklage gegen -oben, und die Sache periode zur Aburteilung
, 8. San. Durch die thaft für Verbreitung MSchülerbiblio- ellschast überließ der d- und Volksichnftm. eßen ms mit seinen ich einige Bande aus ein Md einige M. Erzählungen. Es ist erer Unglücksfall M sercs Dorfes gelegen^ reignet. pr^rfter caßenwarter Förster jtb er dm ZerMMM jernäiwrM W1* gciter ^uß y (schwer
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Wetter
Handel
5?
Höchste Temperatur am 8. Januar
. 126.30
Niedrigste
8.
Oberschi es. Eisen-Industrie 129.60
1
1
KD
KD
1 (1)
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Summa: 10 (5)
8.
8.
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. 170.70 . 146.90 . 24150 . 183.00 . 188.30 . 165.50 . 212.50
Harpener Bergwerk Laurahütte . . . Nordd. Llovd . •
137.40
130.00
261.50
223 50
163 7, 21410
246.00
Masern Tuberkulose Herzleiden Gehirnerweichung Mißbildung Altersschwäche Rose Typhus-Sepsis tötlicher Körper'
Verletzung ____
Januar
1906.
. 244.00
. 131.90
Harpener Bergwerk Laurahütte . .
Lombarden E. B Nordd Lloyd . . Ttlrkenlose . . .
225
926
725
Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank ■ . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn
3% 3^70 3% 3^70 3^7 n
. 100.50
. 88.75
. 100.55
. 88.70
. 100.15
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: still.
3°/0 Mexikaner . 4%°/o Chinesen .
Aktien
Bochum Guss . .
Buderus E. W. .
Beichsanleihe . do.
Kousols . . .
do. . . .
Hessen . . . .
Oberhessen . .
posiPM-Adrchen mit girma
Itete s billtgft vrühl'iche UniverjiLöts-Vruäerei. Gießen.
. 115.40
. 198.00
. 23.80
. 143.60
. 126.90
. 175.20
. 147.20
. 241.20
. 97.70 . 165.20
Tendenz: schwächer.
Berliner Börse, 9. Januar, Anfangskurse
Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. I’aketf.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
In Sachen eines antisemi- des Vereins Geistlicher
(SmrfHsIdat
Göttingen, <8. Jan. Die Straflaminer verurteilte. den Studenten der Mathematik S e i d a wegen schwerenDicb- sta l;l ^Versuches in zwei Fallen zu 10 Monaten Gif fängnis. Seida, der früher Mitglied der Burschenscha-ft Germania war, versuchte unter anderem im geographischen. Seminar einen Schreibtisch zu erbrechen.
D r e s de n , 8. Jan. Wegen Beteiligung an den t r a ben- demonstrationen in der Nacht zum 17. Dezember wurden der Kaufmann Bomsdorf zu 1- , Jahr, der Handwerker Bennemann zu drei Monaten Gefängnis, K ohlenlader Böhmer zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
D etmold, 8. Jan. Die Staatsanwaltschaft hat im Prozeß Kracht (Leingo) beute ein neues S t r a fverfa bren gegen den unbekannten Schreiber der letzten a n o n y m e n B r i e f c cin- geleitet, die zur Wiederaufnahme des Prozesses dienten.
dabei ging der Schuß los, und die Kugel drang dem unglücklichen Knaben in den Unterleib. Er wurde, nachdem ihm ein Notverband angelegt worden war, ins Krankenhaus verbracht. Sein Zustand ist hoffnungslos. Der leichtsinnige Schütze wurde verhaftet. (Off. Z.)
Worms, 8. Jan. Jin Schulhofe der Westendschule hat, wie die „Wormser Volksztg." mitteilt, sich ein Vorfall zuaetragen, der schärfste Mistbilligung findet. Als Samstag früh ein Leutnant die Donnersbergerstraße hinauf ritt, begegnete ihm eine Schar Schulkinder der untersten Klasse. Der reitende Leutnant fand bei den kleinen Leutchen aufmerksamste Beachtung und eine begeisterten sich so sehr, seinem Pferde ein „hoi, hoi" zuzurusen. Das glaubte der Herr Leutnant sich nicht gefallen lassen 31t dürfen. Er sprengte hinter der die Flucht ergreifenden Schar her und ritt im Trab mitten in den Schulhof hinein, stieg vom Rosse und holte sich angesichts einiger auf bem Hofe anwesender Lehrer irgend einen der sechsjährigen Jungen her, legte ihn übers Knie und bearbeitete ihn mit der Reitpeitsche, so daß der Junge heute noch die Spuren davon trägt. Hierauf ritt er von dannen. Der Vater des Kindes ist mit dieser Erziehungsmethode seines Sechsjährigen wenig einverstanden und beabsichtigt, weitere Schritte zu tun. Auf dem der Schule gehörenden Grund und Boden steht allein der Schule ein Disziplinarrecht zu. An deren Behörde hätte sich der „beleidigte" Leutnant wenden müssen.
l. Herborn, 8. Jan. Auf dem Bahnhofe wurde der 46 Jahre alte Bahnbedienstete Alfter übersah. ren und getötet. Alfter war im Begriff, beim Rangieren Wagen aneinander zu koppeln, doch die Wagen fuhren zu rasch gegen einander. Durch den Ruck kam Alfter zu Fall und geriet unter die Räder. Er hinterläßt eine kränkliche Frau und fünf unmündige Kinder.
+ 6,2° C.
4- 0,8" 0.
99.30
100.25
99.70
96.75
106.00
68.00
68.15
92.00
95.40
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14300
52.50
89.00
67.10
97.60
^Literarisches.
— Der Krieg zwilchen Rußland und I a p 5 n. Aus Grund zuverlässiger Quellen bearbeitet von Walte Erdmann von Kalinowski, Kgl. Preuß. Hauptmann a. D. Mit Karten und Skizzen. Heft 6. lSchlußhest.) Ver^g der Liebelscheu Buchhandlung, Berlin W. 57. Preis 2.50 Mk. — Wie dieser Krieg, so hat inzwischen auch der Verfasser dieses,Werkes, der .Hauptmann v. Kalinowski, den ewigen Frieden gefimden — am 1. Okt. 1905 ist er einem Herzleiden erlegen. Das Material für das Schlußheft, von dem Verstorbenen bereits gesammelt ist von einer, dem Verblichenen nahestehenden, hohen militärischen Persönlichkeit gesichtet und herausgegeben worden. Heft 6 enthält den Feldzug 1905 in der Mandschurei, Mitschenkos Ritt, die Schlachten bei Sandepu und Mulden,, einen Rückblicks auf die maritime Lage, Betrachtungen über die Dvggerbank-Affäre, die Seeschlacht bei Tsuschima, Friedensverhandlungen und eine Heber sicht über die wichtigsten Ereignisse des Krieges. Betrachtet inan die Hefte int Zusammenhang, so muß man den Scharfblick bS Verfassers bewundern: Es ist alles eingetroffen, was int 1. Heft, vor nunmehr fast zwei Jahren, vorausgesagt wurde. Das ist die beste Empfehlung für dieses Buch, das von bleibendem Wert sein wird? D.
Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit atü von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch den 10. Januar 1906: Noch milder, Regenfälle, stark windig nach vorübergehender Aufheiterung.
Näheres durch bießHeftener Wetterkarte.
Knginas-Draktmeldungen.
R. B. Darmstadt, 9. Jan. Zu der durch andere Blätter neuerdings gehenden Meldung, daß sämtliche hiefigen kaufmännischen Vereine sich für die absolute Sonntag S^ ruhe im Handelsgewerbe von SamStag abend bis Montag früh ausgesprochen hätten, können wir mitteilen, daß nur die Gehilfenvereinigungen sich in diesem Sinn ausgesprochen hätten. Von den Arbeitgeber-Vereinigungen haben sich bis jetzt erst zivei zu der Sache geäußert und zwar lehnte der Handelsverein die absolute Sonntagsruhe rundweg ab und der Verein der Detaillisten will, nach dem Beschluß seiner gestrigen Versammlung der Forderung nur zustimmen, wenn sie durch Reichsgefetz einheitlich durchgeführt wird. — Die Landt.agserfatzwahl für den Abg. Dr. Buff findet am nächsten Freitag statt. Ucbcr den auszustellenden Kandidaten hat die nationalliberale Partei noch keinen definitiven Beschluß gefaßt.
Horrweiler (Rheinhessen), 9. Jan. Ein Landwirt verletzte auf der Jagd seinen eigenen Sohn tätlich.
Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank filr und Industrie, Giessen.
Frankfurter Itörse. 9. Januar, 1.15 L’hr.
214.56
245.50
23.80
125.20
142.40
Breslau, 8. Jan. tischen Tafelliedes
Berlin, 9. Jan.
5 (2) 2 (1)
YM'liMkWerM iitt fobrsfäi'f iiiiifr?!nbt iff’fi
51. Woche. Vom 17. Dezember bis 23. Dezember 1905. Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 iinkl. 1600 Mann Militär).
Sterblichkeitsziffer: 18,57
nach Adztlg von 5 Ortsirentden: 9,28 Vm.
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr
„Vorwärts" für den 21. Januar in Berlin und den Vororten eine Prote st Versammlung gegen das Drei- klassenwahlrecht zum Preußischen Landtage an und bittet die Partei und Gewerkschaften, zu diesem Zeitpunkte keinerlei andere Veranstaltungen vorztmehmen, damit die Einheitlichkeit der Aktion gewahrt bleibe und ein Massenbesuch dieser Ver- äminlung ermöglicht werde.
Berlin, 9. Ian. Gegen die geplante Erhöhung der T a b a k st e 11 e r protestierte eine Massen -Versammlung der Berliner Tabakarbeiter und -Arbeiterinnen. Der große Saal der Brauerei Friedrichshain, der über 3000 Personen faßt, war bis zum letzten Platz gefüllt. Die vor dem Eingänge Stehenden begannen eine Art Sturm auf die Tür. Nur dtirch ein großes Polizeiaufgebot und gütliches Zureden gelang es, die Massen ztlrückzuhalten. Tie Versammlung nahm'nach einem ReferatBebels eine Protestresolution debattelos an. Es wurde bekannt gegeben, daß die Zentralkommission der Tabakarbeiter Deutschlands zum 29. Januar einen Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands nach Berlin berufen werde. — Dem Reichstage ist der Vertrag mit der Schweiz über die Errichtung deutscher Zollabfertigungsstellen auf dem linksrheinischen Bahnhofe in Basel zugegangen. -*-- Der Hilfsausschuß für die notleidenden Deutschen Rußlands hat neuerdings 10 000 Mk. nach Riga gesandt, wo sich Reichsdeutsche und Balten zu einem Verbände znsammengeschlossen haben.
Referendare erhielten den Disziplinär-Verweis Landgerichtsrat Hoffmann, der Vorstand, sowie sämtliche Mitglieder.
Wien, 9. Jan. Hinsichtlich der mutmaßlichen Dauer der Marokko-Konferenz herrscht, wie die „Polst. Korr." erfährt, die Meinung vor, daß die Verhandlungen selbst im günstigsten Falle sechs Wochen beanspruchen dürften.
Moskau, 9. Jan. lleberall herrscht Not und Elend. Die Nahrungsmittel sind filrchtbar teuer. Die Straßen sind wenig belebt.
Warschau, 9. Jan. Zwischen den Stationen der Wiener-Bahn Zombkowiel und Lazy überfielen Bewaffnete einen Personenzug, um Gefangene zu befreien. Sie wechselten mit der Es eorte 200 Schüsse. Ein Gefangener wurde verletzt.
Peking, 8. Jan. Aus Charbin hier eingetroffene Kausteute berichten, daß die russischen Behörden die Truppen so schnell wie möglich in die Heimat zurücksenden. Die Reisenden schildern die Truppen als n nm i ttetb ar vor der Meuterei stehend, da sie gedroht hatten, wie in Wladiw 0 st 0 k zu brennen und zu plündern, wenn sie nicht nach der Heimat geschafft würden. In letzter Zeit seien wiederholt Brandstiftungen vorgekommen. Die Eisenbahnangestellten weigerten sich, ihren Dienst zu verrichten, soweit nicht Militärzüge in Betracht kommen. — China hat den im Ausland erzogenen Rat in Waipugu, Taug, bestimmt, mit Rußland wegen eines Abkommens über die nördliche Mandschurei und besonders über die Einschränkung der Eisenbahmvachen zu verhandeln.
rechte Schläfe getötet hatte. — In Köln hörte ein Schiffer eines im Rheinhafen ankernden Schisses Hilferuse. Er fuhr mit einem Boot den Hilferufen nach und fand einen etwa 24 Jahre alten Mann und eine 26 jährige Frau auf den Wellen _________ bereits tot. Ob Selbstmord ober ein Unglücksfall vorliegt, ist noch nicht festgestellt. — In Wien verübte der ehemalige Volizeirat 2r. Robitschek einen Selbstmordversuch durch 'Ausschneiden der Pulsader und verK^te sich schwer. Ursache sind finanzielle Schwierigkeiten. — Eine Meldung aus Tokio berichtet von einem großen Grubenunglück in Jnnoi in der Provinz Akita. Während 2000 Arbeiter in der Grube beschäftigt waren, brach ein Brand aus. Den meisten der Arbeiter gelang es zwar, sich durch schseunige Flucht zu retten,
4 % Oesterr. Goldreute. . 4*/5 Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Reute . . . 3°6 Portugiesen Serie T . 3% Portugiesen IT1 4 %% russ.Staatsanl. 1905 4%° n Japan. Staatsanleihe 1 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose......
4% Griech. Monopol-Anl. . \% äussere Argentinier .
vermischtes»
* Nahrungssorgen und nicht erfüllter literarischer Ehrgeiz haben, wie man aus London schreibt, dort den Grafen Udo Alexander Lynar in den T 0 d getrieben. Vor etwa einem Jahre war der damals kaum 21 Jahre alte Graf fröhlich und guter Dinge nach England gekommen. Zwar waren die Hilfsmittel, die ihm von Hauö aus zur Verfügung standen, sehr bescheidener Natur, aber mit dem Wagemute der Jugend hoffte er, da er das Englische wie seine Muttersprache beherrschte und Talent zum Verfassen von Singspielen und Couplets befall, auf diesem Wege seinem geringen mütterlichen Zuschüsse — ganzen 72 Pfund, das heißt 1440 Mark int Jahre — aufzuhelfen. Ein Manuskript nach dem anderen wurde jedoch dem jungen Bühnendichter von den Theaterdirektoren zu- rückgesandt. Und so verbesserte sich nicht nur seine Gemütsstimmung, sondern seine finanzielle Bedrängnis nahm von Tag zu Tag zu. Er sah sich genötigt, mehr als einmal seine Wohnung zu wechseln, und Ende des November schuldete er seiner Wirtin 120 Mk., die er nicht zu bezahlen imstande war. Am 27. November verließ er seine Wohnung, um, wie er angab, auf der Bank Geld zu, erheben, und seit jenem Tage hat man ihn nicht wieder gesehen. Daß er Selbstmord verübt hatte, ließ sich aus zwei Briefen schltetzen, die nach diesem Zeitpunkte eintrafeu. Der eine davon war an einen deutschen Freund in London gerichtet, und darin sprach der junge Graf den Entschluß aus: „Seine Seele von ihrer körperlichen Hülle zu befreien." Der andere war für eine Sängerin bestimmt, die öfter Lieder von ihm vorgetragen hatte. Von ihm selbst fehlte jede Spur. Jetzt, nach mehr als einem Monat, hat man seine Leiche aus der Themse gezogen. Als nun sein Nachlaß untersucht wurde, fand sich ein Manuskript, das eine Art von Testament darstellte und die Aufschrift „Sündige Liebe" trug.
* Zu dem Attentat eines Rekruten auf einen Leutnant in Lübeck wird noch berichtet: Auf dem Hofe der neuen Kaserne übten die Mannschaften der zweiten Kompagnie Paradeschritt. Der Rekrut Glotz aus Kellinghusen marschierte so schlecht, daß Leutnant H e e r - lein ihn noch einmal antreten ließ. Die Aufforderung geschah ruhig. Ter Rekrut sprang aber plötzlich auf den Offizier zu und schlug mehrmals mit dem Gewehrkolben auf ihn ein. Nach dem ersten Schlag, der die linke Gesichtshälfte traf und sie völlig aufriß, brach der Leutnant in die Knie. Tie folgenden Schläge trafen zumeist den zum Schutze emporgehobenen Arm. Andere Soldaten ^entwaffneten nun den Attentäter und hielten ihn fest. Ter Verwundete mußte vom Hofe weggetragen werden. Eine Lebensgefahr soll indessen nicht bestehen. Leutnant Heerlein wurde erst int Frühjahr zum Offizier befördert. Ihm wird das Zeugnis eines sehr ruhigen und überall beliebten Vorgesetzten atlsgestellt. Tesh'alb ist auch der Ueberfall um so unerklärlicher. Beim Verhör wurde bekannt, daß der Attentäter am Morgen auch seinen Unteroffizier geschlagen hat. Er hat zugestanden, daß er den Leutnant hat erschlagen wollen. Ter Kaiser hat einen ausführlichen telegraphischen Bericht über diesen Vorfall eingefordert.
* Vom Bodensee liegen heute zwei Unglücksmeldungen vor Auf dem sogenannten Boehringersee sind zwei Knabeil im Alter von 11 und 13 Jahren beim Schlittschuhlaufen, und bei einem Gew ittersturm (?) im Ra- dolszeller-See fünf von der Arbeitsstätte heimkehrende Personen, Fabrikmädchen and Arbeiter, ertrunken.
* Kleine TaaeÄchr 0 nik. Die beiden ^in K r e u z- lin gen (Baden' wohnenden weiblichen „Offiziere" der Heilsarmee, Verene Griether, 27 Jahre alt, ans Thnrnen tu Basel-Land gebürtig, und Luise Krohn aus Potsdam, 20 Jahre alt, wurden morgens tot in ihren Betten aufgefunden. Tie Sektion der Leicken ergab Tod durch schnellwirkendes Gift, das die beiden schon Freitag genommen haben. Es ist noch nicht aufgeklärt, ob Selbstmord vorliegt. — In Dresden erlitt Generalmajor Barth, Kommandeur der 6. Jnsanteriebrigade, baburcli einen Unfall, daß sein Pferd von einem Straßenbahnwagen angefahren und umgerissen wurde. An den Beinen und Augen verlent wurde er noch seiner Wohnung verbracht. — In einem Hotel in Berlin erschoß sich der Provinzml- schulrat a. D. Geh. Regierungsrat Dr. Robert Pilger, der sich unter dein Namen eines Arztes Dr. Pfeifer aus München in das Fremdenbuch eingetragen hatte. Die Blätter melden, daß Pilger, der als Vorsitzender der königlichen wissenschaftlichen Prüfungskommission für das höhere Lehramt noch bis zuletzt tätig war, seit einiger Zeit an hochgradiger Nervosität infolge geistiger Ueberanftrengung litt. — In Friedland (Mecklenburg) brannte das Wohnhaus des Ackerbürgers Wormami in der Mühlenstraße vollständig nieder. Die int ersten Stockwerk schlafenden vier und sechs Jahre alten Kinder des Weiter^ Schröder verbrannten. Die Eltern wurden als der Brandstiftuilg verdächtu verhaftet. — In Dorndorf (Sachsen-Weimar) kam es auf bem Bahnhofe zu einer Schlägerei zwischen, deutschen und kroatischen Bahnarbeitern, wobei etwa zehn Perionen verletzt wurden, darunter drei sehr schwer. — Im Karlsr u h e r Stadtteil Muhl- bürg wurde die 18 jähr. Tochter des Kapellmeisters a D. Ankenbrmd mit einem S ch u s s e in der Unken schlafe lebensgefährlich verletzt aufgefunden. Neben ihr lag cm gicid)altriger Ajpothekevgehilfe, der sich durch euren Schuß in die
Kniversitäts-Kachrickien.
— Der Bibliothekar an der Kaiser Wilhelm-Bibliothek in Posen, Dr. phil. Fabricius ist in gleicher Eigenschaft an die Universitätsbibliothek in Marburg versetzt worden. Fabr,- cius (geb. 1857 zu G r 0 ß - U m st a d t) trat 1896 als Hilfsarbeiter in die Marburger Universitäts-Bibliothek ein. wo er 1901 zum Hilfsbibliothekar befördert wurde. Am 1. November desselben Jahres erhielt er eine Bibliothelarstelle an der Kaiser Wilhelm- Bibliotbek in Vosen.
sandel und HZerkeljr. ZrolLswirtschatt.
Ko hl en mangel. Tas Kohleusyndikat ist, um seinen Lieferungsverpflichtungen nachkonimen zu können, wegen ungenügender Lieferung seitens der Svndikatszechen zum Ankauf großer Mengen englischer Kohle, die über Holland verladen wird, gezwungen. Die günstige .Üonjintftur des englischen Kohlemnarktes bringt steigende Preise für alle Sorten mit sich. Auch der amerikanische Kohlenmarkt ist fest bei wachsenden Preisen
Seidenindustrie. In einem Artikel der „F. Z. aus Krefeld wird über die Lage der Seidenindustrie u. a. aus^ geführt, daß für die Seidenstoffweberei das vergangene Jahr keineswegs befriedigend verlaufen ist. Wenn auch der inländische Bedarf, namentlich im letzten Jahresdrittel, eine Zunahme zeigte, so ging doch andererseits der Import zurück Die Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten von Amerika faul wesentlich, die nach Rußland war infolge der politischen Ereignipe gestört, und der Export nach Kanada verminderte sich wiederum wegen der dortigen Differenzialzölle, ein Umstand, der indirekt auch auf das Geschäft mit England störend wirkte. Immerhin war die Beschäftigung der Seidenstoffweberei nicht geringer als im Voriahre und einige Betriebe werden auch eine Vermehrung des Umsatzes erzielt haben. Für die Seidenwarenfabriken im allgemeinen dürfte aber das Ergebnis^ein ungünstigeres sem, da die Rohmaterialien, insbesondere Seide und Chappe, um durchschnittlich 10 Prozent teurer waren, während für die fertigen Seidenstoffe durchweg sich iiicht nur keine höheren Preise erzielen ließen, sondern sogar mehrfach! unter dem Drucke der Konkurrenz, namentlich für glatte Artikel niedrigere Notierungen zugestanden werden mußten. _
726,2
6,0
6,3
90
NW
4
Sonnenschein
730.9
4,1
5,3
87
NNW
2
Bed. Himmel
741,0
2,5
4,8
87
NNW
2
Bem. Himmel


