vsAT-rcn Friedländer-Fu ld und Dr. Caro bespricht, ist eine positive Mitteilung von Interesse. ES heißt m dem
politifcfce Tagesschau.
Der rote Märzsonntag.
Berlin, 6. März.
Betr.: Abhaltung der Viehmärkte. ,
Vom 13. März l. IS. ab bt5 auf Weiteres beginn der Austrieb von Vieh auf den Viehmarktplah am jeweiligen ersten Viehmarkttage um 7 Uhr vormittags, am jeweiligen zweiten Viehmarkttage um 8 Uhr vormittags.
Gießen, den 6. März 1906.
Großh. Boiizeiamt Gießen.
Herberg.
Rotationsdruck und Verlag der »rübl'lS« M Unwcrsitäisdruckeret. R. Lange. Äirtz«.
Redaktion, Expedition ».Druckerei: Sckulsir.T, Tel. Nr. 6L Telegr^Adr.: Anzeig« Eieh«.
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sozialem Gebiete, desto mehr habe es die Pflicht, die Integrität seines Gebietes und seine Freiheiten zu verteidigen. (Anhaltender Beifall. Lockroy wird vom Präsidenten Doumer namens der Kammer beglückwünscht.)
Ncvcr Äriegslärm in der französischen Kammer.
Paris, 6. Marz.
Die Kammer begann die Beratung deS Marine- budqets. Adm. Bi en a im ö wies auf die Notwendigkeit eines bestimmten FlottenprogrammS hm und trat für daS Turbinensystem, für die Abschaffung der mittleren Geschütze und für die Einheit deS Kalibers für d,e leichte Schiffsartillerie ein. Er fordert, man solle aufhöreu, Panzerkreuzer zu bauen; heute brauche man große Panzerschiffe. Bienaimö erklärte, mit einem JahreS- betrage von 32 5 Millionen FrcS. könne Frankreich die stärkste Flotte der Welt haben, wenn eS nur große Panzerschiffe baute. Redner brachte schließlich einen Antrag ein, dtirch den die Negierung aufgefordert wird, em vollständiges Flottenprogramm anszuarbeiten.
Q ocfroi) bezeichnet das Flottenprogramm als ungenügend. Wenn man sich mit diesem Programm begnügen sollte, würde die französische Marine weniger stark sein, als die Deutschlands. Man dürfe nicht vergessen, daß bei einem zukünftigen Kriege die Flotte eine beträchtliche Rolle zu spielen haben werde. Wenn es unglücklicherweise zu einem Kriege zwischen Deutschland und Frankreich kommen würde, so würde der Krieg mit einer Seeschlacht beginnen. Die französische Marine muffe also doppelt stark sein, weil Frankreich sich zu gleicher Feit in der Nordsee und im Mittelineere verteidigen müsse. Oocfron tritt dann für einen einheitlichen Typus eines schnellen und starken Panzerschiffes ein. Jedes Geschütz in einem Panzerschiffe müsse 200 Schuß abzugeben haben. Ter Redner erklärt schließlich, die Stärkung der nationalen Wehrkraft sei die beste Bürgschaft für den Frieden. Man müsse den Krieg vorbereiten, wenn man nicht ein feindliches Eindringen in das Land vorbereiten wolle. Je mehr Frankreich Fortschritte mache auf
Sonntag, den 11. März d. Js., nachmittags 3 Uhr, wird Herr Landwirtschaftslehrer, Oekonomierat Weitzel auL Lich, im Saale des Wirts Johann Lotz zu Rieder-Bessingen einen Vortrag über folgende Gegen
1. Lohnende Anwendung der künstlichen Düngemittel,
2. Wert der landwirtschaftlichen Fachbildung.
Die Herren Bürgermeister des VortragSorts und der Nachbarorte werden ersucht, dies wiederholt ortsüblich bekannt machen zu laffen.
Gießen, den 6. März 1906.
Der Vorstand des landw. BezirkSveremS Gießen. Dr. B r e i d e r t.
Antoinette und Prinz Borwin. . .
Detmold, 6. März. Die preußische Regierung hat die von der Lotteriekommission des Lippischen Landtags beschlösse- ncn milderen Strafbestimmungen über den Vertrieb anderer als preußischer Lose im Fürstentum abgelehnt. Da- durch ist das Schicksal des Lotterievertrags der zum Verbände der hessisch-thüringischen Staatslot.eri« gehörenden sechs Staaten mit Preußen zweifelhaft geworden. Lehnt Lippe den Anschluß an die preußffch- Klaffe^ lotterie ab, werden auch die von den anderen mitteldeutschen Staaten mit Preußen bereits abgeschloffenen Verttäge hm- fällig — Staatsministers Gevekot teilte tm Landtage nnt, daß die preußische Eisenbahnverwaltung es ablehne, die Kleinstaaten an Preußens Einnahmeüberschüssen teilnehmen zu lassen. Die Regierungserklärung rief lebhafte Ausfälle gegen Preußen hervor.
Ausland.
London, 6. März. Das Heeresbudget weist im Vergleich zum Vorjahre eine Abnahme um 17 000 Pfd. Sterling auf. Trotz der um 220 000 Mund vermehr ten Aufwendung für die Reserve, deren ©rärte 122000 Mann erreichen soll, troy Mehrausgaben ivon^OOO Pfund für die Bekleidungsrnagazme, deren Ueberfluß atf Vorräten aus dem südafrikanischen Kriegeaufgebrauch« ist, sieht das Budget nur die Erhaltung ^s Heeres M dem gegenwärtigen Bestände für die Eer eines wmlrrrn. wahres vor, da der Staatssekretär des Kriegsami^ 5>aldanü keine wichtige Aendernng vornehmen will, ohne ausreichend^ Feit zur Prüfung gehabt zu haben. Die Starke deA .äer e s soll um 5300 Mann herabge ) e d t U)er^n. ANü regulären Streitkräfte sollen gegen Ende des Ctatchahres 1306/07 mit dem neuen Gewehr ausgerüstet fein.
— Brassey lenkte im Oberhaus heute die Aufnwr^ lamkeit des Hauses auf die Marinepolitik. (SotB Cawdor sagte, das Ergebnis, daß die ulten Schifte außw Dienst gestellt wurden, sei das gewesen, daß England fttzL 16 aesemtsfähige Schiffe in voller Dienstbereitschaft und? nreit°erc 154 Schiffe in halber Dienstbereitschaft mehr untex-i halten könne bei einer Ersparung der Reparaturkosten- rrt Höhe von 1292 000 Pfund gegen 1904. erste Lortz der Admiralität erwähnte, die Admiralität hoffe, daß! dnS Verteidigung der heimischen Hafen m Zukunft den neuert Unterseebooten anvertraut werden konnte.
Paris, 6. März. Ter Gerichtshof von Le Puy M den Vikar Plantin wegen Widerstandes gegen dre Hörden zu zwei Monate n Gefängnis und 10-) Frcs^ Geldstrafe verurteilt. Die Mführung des Vikars m Gefängnis verursachte lebhafte Kundgebungen, wobei Gen? barmen mit Steinen beworfen wurden. MC Mitgliedes des Gerichtshofes wurden verhöhnt, ^n Vomftcr wurd^ der Regiftraturbeainte, als er die Inventarausiiabme dev Kirche vornehmen wollte, von der Menge mißhandelt. wurde ihm Pfeffer in die Augen geworfen.und er dur^
NW "S« L
' ' 'lcbriacns verlautet, daß die betreffenden He^en auch sehr reelle Beweise'einer „adeligen" Gesinnung gegeben haben nainttch
Uic6t ^D7r'GE°m"u-°°7P°7°rsbu-g°General Prepow, hat heut- bem Reichstage einen Besuch
— Der deutsche Konsul Kosidowsky in Mexiko Hot bei dem Feste der Deutschen zur Feier von Kai erS Geburts. tag mit einer Bemerkung hier Besremden erregt. Er schlug vor, in Zukunst statt des Geburtstag? des Kaisers den 18. Januar, als den Tag der Wiederansrlchümg de» deutschen Reiches, sestlich zu begehen. . .
Schwerin, 8. Marz. Der Großherzog hat einen Onkel, den Herzog Paul Friedrich unter Kuratel stellen lallen. Der Herzog, der im 54. Lebensjahre steht, hat eme Fürstin Windisch-Grätz zur Frau. Er ist »um KatholiziSinuS übergctreten. Ans der Ehe stammen die Prinzessin Marie
m-rb-kranth-it-n und wünscht, daß der Staat di- ärzttie. rtnrlbi[buna lelbsi in die Hand nehme. Ein R eg rerung kommiss^ar erklärt, die Regierung halte eS> für das Richtigste wenn jeder Stand iür feine Fortbildung selbst sorge, ckbg. Val s a s f c «kons.f: Das Reichsgerichisurtcil, durch das cm .l i z ?eine vrochen ist, der eine Dame vor dem Verkehr uu: einer anderen gewarnt hat, die nach seiner Ansicht Syphllu batte finde seinen Beiiall, nickt aber die Begründung, welche au - spreche, daß der Arzt nur strafbar sei, wenn er em behiat verrate Das gehe zu roett, es genüge, wenn der Urft straf 7*12LXTOMin er °xu einer Offenbarung deS ärztlichen Berufs, los bleibe wenn er zu einer Ministerialdirektor
qehcOTmii 5 b 1 bie'&etunq roerbe bieie Anregung erwägen. 2lCa Dr Rügen bet g Mn Klage über die Pensi °n S vor- hfti'tnH i° der Str ei Sürzte. SBiniftcriatbirettor F ° r ft c r erftärt, er hoffe im nächsten Jahre mit Forderungen an daS Sau- herantreten in können. Abg. Stnll (e.) fordert energische.Maß.
direktor F ö r st c r erklärt, die Gewährung von Entschädigungen komme nach de.n Reichsseuckengesetz nicht tn Frage Krank heil werde meistens aus Oeslcrreichund Rubland cmgeschlevvk. l^ie Regierung habe sich mit beiden Landern in Verbindung geletzt, um eine energische Bekämpfung der Seuche fdurchzusuhren. ^a^ Kapitel Medizinalwesen wird bewilligt.
Berlin, 6. März.
»weite Beratung des Dlltusetats wird fortgeseyi beim Kavst-l TninerTitäten" tog. Dr. Arendt lfrkon. be- anreagt, die Regierung zu ersuchen, vr den t I, ch - D r ° f ° i u - <, n t il r i?vtonialrecht zu errichten. Avg. Eiayofs tm «Zp ) unterstützt den Antrag, da es seine Partei für notwendig hatte, daß u^se» Beautten, die in die »nie gut vor- apbilbct feien Ein Regrerung sko m mis 1 ar mfyrtc aus, das; diesem ^itttagc Folge gegeben werden könne, die Regierung htibe aber Bedenken, zumal brr Prwatbozent, der an ber Unv
verfität Kvlonialrecht lese, nicht voll beschäftigt sei. "vg. ^o i e n?w (fä Dv) bedauert, daß der Etat nicht emen Lehrstuhl fü7eo»i alm ebiTtiT wrfeba tsebehnrat Dr. Slster be-
Qiiibed biete keirren richtigeii Maßstab. Der Antrag Arendt wird darauf b g e l e h n t. Zur provisorischen Unterbringung einer Abteilung des zahnärztlichen I nft ituts im neuen r>fiPGnn(fien Znstitut' für innere Medizm werdeii uuu --cart ^ÄI^Ä^Aba Kreitling (frs. Bp.) und 6senoffen beantragen, diesen Bettag 0 als erste Rate für einen Neu^m des zahnä^tlichen Instituts in den Etat einzustellen. Em Re gier u n g sk om- missar bittet um Ablehnung des Antrages. Der Antrag wird i Reweldt (freik.) bfttet den Minister, bi^llÄi^t Greifswald ans Anlaß ihres 4 5 0 j ä h r i g e n Bestehens zu unterstützen. Kultusminister Studt stelltdi Erfüllung dieses Wunsches in Aussicht. Strosser (kons.) führt Klage darüber, datz die Zustände an der Umversftat ^sbslau ruck nickt dm nllerbescheidensten Ansprüchen entsprechen. Kultus Minister Dr Studt hofft, daß hinsichtlich der Sternwarte dm wünschen der beteiligten Kreise entsprochen werden könne. Eine Anzahl Abgeordnete bringen noch ^pezialwnnicke fur dic Um- versitäten Marburg und Bonn zur Sprache. Das K>apitel wird bewilligt. ■ ■ ।
Aus dem preutz. Abgeordnetenhausc.
Berlin, 5. März.
Die zweite Beralimq des Kultusetat wird iorlgeielzt. — Aba. Witzmann (nL) befürwortet Errichtung eines Lehrstuhls für Blendstein- und Ter r ako ltabau an der technischen tzochschillx in C h a r l o t t e n b ur g. Die Rbgg. Q i e j d) e (Ztr.) und Dr. Wagner (frf.) torbeni Ausbau der technischen Lochschnle in Breslau und Errichtung von L) a n d els- hoch s ch u l k u r i c n in Breslau. Em Regierungskommissar bedauert, den Wünschen der Vorredner nicht entsprechen zu können. Beim Kapitel „Medizinalwesen verlangt llbg. S ch in e d d i n g (Ztr.) bessere A u s b 11 düng der Hebammen, um die S ä u g l i u g s st e r b l i ck) k e i t herabzumindern. Ein R e g i e r n n g s k o m m i s s a r erwidert: Bei den Anforderungen, die an die Krankenhäuser zu ftellen seien, wurden die örtlichen Verhältnisse berüdstchligt. Besonders arme Gemeinden könnten auch noch Dispens erhaltei,. In der Frage der Saiig- linqssrerblichkeit sei durch die Anregung der Karseriii eme grog- zügige Aktion eingeleitet. Auf Anfrage des Abg. Marx (Ztr.) erklärte ein anderer Regierungskommistar, daß ein Entwurf über die Untersuchung von Nahrungsmitteln im Reichs- amt des Innern ausgearbeitet sei. Diese Perordnung solle dmm von den Bundesstaaten emgesührt werden. Abg. R o s e n o ro (frf. Plp.) vermißt im Etat einen Anstch für em Institut für Ge-
üermunöc^ Mär^. Während der Debatte über Unruhety in Rizniow kam es heute im AbgeordnetenhausS zu stürmischen Szene n. Daszynski verwahrt sich da^ gegen, daß galizische Bauern, die dasselbe wollen wie bte Regierung und der Kaiser, erschossen werden. Jhin. fott der Pole Abrahamoviz zu Worte kommen, die Soziattstertz erheben aber einen minutenlangen Lärm. ©ojiaj listen rufen: Der schmähliche Kerl darf nicht reden Abrahamowicz wird nach jedem Satze durch Schrmstf , Worte unterbrochen. Sozialisten rufen: „Sre^.können nichr erklären. Sie Schwindler, warum geschos?en,wurde Graf Sternberg ruft den Sozialisten zu: ,^hr ferd erne schöne Regierungspartei! ^ch werde
Sd) maul stopfens" Sternberg wird zur Oidnung oerufen.' 'Auch beim nächsten Polenredner MoYfa stneder^ holen sich die Sturmszenen. -Schuhmeier^ruft: „Für diS Polen sprechen nur Armenier! diese Schandbande!^ (Rufe: Mord b an de !) L .
Washington, 6. Marz. Im Reprafentantenhause verlangte Lacey, daß Amerika seinen Handel mit England n i ch t o p f er n dürfe, um dre deutschen Marktes durch Zollzugeständnisse zu gewinnen. Deu Redner wies nach, wie wenig Amerika an Deutschland ver^ kaufte im Verhältnis zu England als^Abnehmer
Roosevelt empfiehlt den Toll. 7o 000 000 tostendeyf Ausbau der Küstenbefestigungen.
Kekanntmüchung.
- tr.: Die Mathildenstiftung für die Provinz Oberheffen.
Die diesjährige Hauptversammlung der Matyilden- ' iftunq für die Provinz Oberheffen findet
Dienstag, den 20. März 1006, vormittags 11 Vs W*' r m Regierungsgebäude zu Gießen statt, wozu die verehrlichen Mitglieder der Stiftung ergebenst eingeladen werden.
Tagesordnung:
1. Prüfung der Rechnung pro 1905.
2. Verteilung des UeberschusseS auS 190o zur Unterstützung gemeinnütziger 9(n|'talten.
3. Festsetzung deS Voranschlags für 1906.
4. Ergänzungswahl deS Vorstandes.
Gießen, den 6. März 1906.
Der Vorstand der Mathildenstiftung für die Provinz Oberheffen. Tr. B r e i d e r t ________
März. Wie die „N. G. E." von zuver- (affiger Seite hört, wird der Kaiser seine Mittelmeer, fahrt ansqngApril antreten. ES ist dies als daS deutlichste Anzeichen dafür auszusassen, daß man in SBerlm einen be- sriediaenden AuSgang der Konferenz-Verhandlungen in Algeciras als gesichert ansieht.
— Am Hofe hat der außerordentlich warme und herzliche Ton sehr angenehm berührt, in welchem^ der Brief gehalten war, den König Eduard aus Anlaß der silbernen Hochzeit des Kaisers an diesen gerichtet hat. -La» Schreiben trug die Anrede: „Mein lieber Wilhelm I und war in deutscher Sprache gehalten. Der König kündigte zugleich sein Geschenk an: eine große silberne Punschbowle, ein Meisterstück der Silberschmiedekunst aus der zweiten Hal,ie des 18. Jahrhunderts. Daß eine Begegnung beS Kaisers mit dem Könige im Laufe dieses Jahres statlfmben wird, steht fest. Doch ist noch nichts darüber bestimmt, wann und wo dies geschehen wird. . ,
gjjajot Alfred Herrmann im Artillerie-Regiment Nr 51 und Hauptmann Walter H errmaun im Artillerie- «caiment Nr. 24 erhielten den erblichen Adel.
' 9 — «'m einem Artikel „Neuester Adel', in dem die „Köln. BoUSztg.' die Bedeutung der Aobilitierrmg der
Die Breslauer Sozialdemokraten wollen in der proletarischen Welt voran sein. Sie haben bekanntlich mi vergangenen November die Anregung gegeben zu den Wahlrechtsdemonstrationen am „roten Sonntag* tm Januar, und sie fordern jetzt erneut zu WahlrechtSdemon st rat tonen auf für den 18. d. Mts., den Gedenktag der Märzrevolutton. Der Märzsonntag werde ebensowenig Barrikaden sehen, wilder Januarsonntag, aber er werde diesen an Eindruckskra-i übertreffen Was die Berliner Zentralleitung anlangt, so t;: noch nicht bekannt, ob dem Vorschlag der Breslauer Genossen Folge gegeben werden wird. Der Besuch der Graber dci Märzgefallenen im Friedrichshain hat in den letzten Jahren nachgelassen, auch seitens der bürgerlichen Demokratie die ein größeres historisches Recht hat auf die Feier des 8 Marz, als die Sozialdemokratie. Es ist also wohl möglich, daß zumal bei' günstiger Witterung, in der gegenwärtigen Zeit der Wahlrechtskämpfe ein Massenandrang zu den Grabern der Märzgefallenen erfolgt, und daß vorher oder stocher Volksversammlungen veranstaltet werden, die auf einen Protcit gegen baS Klasfenwahlrecht abjtelen. An Eindruckskraft würben sie ihre Januarvargänger aber kaum übertreffen Die fa schnelle Wiederholung könnte eher den Emdruck abfchwachen.
Dsutscltes Itcfä?.
Nr. s« 8«-it°s Blatt ? Mi-tt-v» 7-M-rzE
”***w*m* -eeW /1a?AMPif M-asÄ!: (DlCHClivl La«-»ttt- erscheint monatlich einmal.
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigebiatt flr den Ureis Eichen.


