Ausgabe 
7.2.1906 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

V

yt-M

im

t

*

Handel

Frankfurter FTörsc. 7. Februar, 1.15 L'br.

Reichsnnleihe

. 101.40

Elektriz. Lahmeyer . .

4 9X Öcsterr. Goldrente. .

<>bcrschlc<. Eisen-Industrie 132 80

!>

Gießener Strafkammer.

Quaker Oats

Hamburg, 7. Februar.

Die von ihrem Manne gc*

in entschuldbarer Weise geschehen.

Elektiiz. Schlickert . Eschwciler Bergwerk

251.00

155.10

Gclsenkircen Bergwerk . 231.30

Hamburg-Amerik. Paketf. 165 20

. 115.20 . 193.40 . 25 70 . 143.20

. 134.50

4* 4% 4%

145.00

133.40

264.50

Berliner Handel,s^es. . Darmstadter Bank . . Deutsche Bank .

Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreäitaktien . . . - Bat<more- und Ohio-

Eisenbahn . . . .

Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Hcnri-Eisenbahn

. 175.10 . 151.40 . 243 50 . 184.00 . 190.50 . 167.30

. 212.20

o Oesterr. Silberrente Ino-ar. Goldrente . . Italien. Rente . . .

Kl -!

do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen

89.70

101.60

89 60

100.03

r iffentlid

R r; i

. 128.70

. 148.10

3M°/< 3%

Wh 3%

Wh Wh

Börse, 7. . . I73>0 . . 150.90 . . 2*3.40 . . 92.8)

Dresdner Bank . . . .167.30 Tendenz: ruhig;.

10,5

1,3

123,7 '

V '

2 '

100.50

101.50

97.00

166 40

68.30

68.75

92 20

95.15

92.70

148.20

53.70

92.30

67.60

98.70

Harpener Bergwerk.

Lanrahiltte . . . .

Xordd. lAoyd . . .

Aktien

Bochum Guss . . .

Buderus E. W. . .

Tendenz: sti1.

Berliner

Caw&da E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bark . .

Dortmunder Union C.

Die twgang. Eie

nmgen in den höheren hessischen Verwaltungsstellen bevor. U. a. wird der Rücktritt des hessischen Gesandten in Berlin Dr. v. Reid Hardt in Aussicht gestellt.

Berlin, 7. Febr Der frühere Professor der Geburts­hilfe und der Frauenheilkunde an der Berliner Universität Adolf Gusserow ist gestorben.

Berlin, 7. Febr. 25 von der Sozialdemokratie ein­berufene Versammlungen nahmen zu den neuen Steuer»

, . Dio d'Pnnkud, Hut nud ,

^Nrchleche NachrLchten.

Evangelische Gemeinde.

Donnerstag, den 8. Februar, abends 8 Uhr, int Markus- saal, Kirchstraße 9: Bibelstunde. 2. Korinther Kav. 5. _________ Pfarrer S eh w a b e.

. . 217 70

. . 250.80

. . 128.70

217.60

27,0.20

00 -Schafe und sammel, 997 Schweine: 1. Qual. 7980 Psg. Lebendgewicht 61.5062.50 Psg, 2. Qual. 78 P?a., Lebendgewicht 61.00-00 Psg., 3. Qual. 7173 Psg. Kälber 1. Qual. 00-00 Pf., Lebendgewicht 0000 P'g., 2. Qual. 0000 Pfg., Lebendgewicht

Schlachtgewicht 0000 Psg., 2. Qualität 0000 Pfg. Geschäft: gut, kein Ueberstand.

fc. Frankfurt a. M., 6. Febr. ü e u- tt n b Stroh- morfl. Mau notierte: Oen Mk. 3.50 bis Mk. 3.90, Stroh Mk. 2,702.80. Alles per 50 Kilo. Tendenz fest.

Februar. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . Laurahüttc . . . , i.om'-arden E. B. . . Nordd. Lloyd .... Tdrkenlose .....

SdflRt:

fammer Haiidwei ung dec einigung des lüe Benutzui trbältlitf mittels ( des SBttj Laiidlve Lestimii! einer an cm- 2 Mittwoc Bürgern die vorj gchende

T woch, de Ketchäsh Amtsräu sprachen

G

B7.

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.

i

-i,,y

Märkte.

ke. Frankfurt a. M., 7. Febr. Orig.-Tekegr. deS6steß. Ant-") V i e h m a r k t. .Rinn Verkaufe standen 00 Kälber

ME ..

®<re

«lainntenn

Gcd

Kleine Tageschronik. In Neisse erschoß sich Sergeant K ahl vom 23. Ins-Regt, in der Kaserne in dem Angen- na^ eT e,ne dreitägige Arrestftrafe antwten sollte. Gegen ben yrtTtbtog§'bg. und Bürgermeister Schauer in Wels f->sterr.) wurde von einem Tischlermeister, der in dem Bürger- Meister seinen Feind wähnte, ein Mordversuch verübt, «w^ner wurde verwundet: der Angreifer entleibte sich. Bei F k n e rsbrunst im Greisen heim tu Rennes lFrankr.) iiud 16 V ersonen umgekommen. Bei den Rcttungs'rbeiten bat sich besonders ein Schreiner hervorgetan, der aus dem brennenden Gebäude 28 Greise rettete. DemSeesener Beob." zufolge hat ein Rostarzt des Dragvnerregiments in Gum­binnen auf dem Sterbebette gestanden, er h^be semerreit den Rittmeister v. Krosigk erschossen. Die Nachricht sei an eine im »an wohnende Schwester Krosigks gelangt.

r< c

^Kleine Mitteilungen ans esse n und den Nachbarstaaten. In ^angensch Walbach fr.t ans Un- r-orsichtigkeit beim Svielen mit einem Jagdgewehr ein 20 jähriger IulL9e£n$^ann ^ne iährige Schwester erschossen. ^N'Michelstadt wurde ein von der Frankentalcr Staats- mtwaltschaft steckbrieflich Versalater Einbrecher verhaftet. C5r Ttaimtc siai abwechselnd Klein, Schmidt und Schneider und i:cueiiugeivia)i wuu vg., z. «uitai. vuuu ipig., ^.'evenogewicht Sn -c Ttt und Fvanfentol grost-we Einbn"'che. In 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00-00 Pfg. Schafe 1. Qualität

Matnz^nahm wegen eines F"mi^ienstreites eine Wirtsfrau Gift. Sie starb im Rockushospital.

geftTtodicn. >zm verflogenen Monat befand >rch oer Arbeiter München, 7. Febr. Bei den Wahlen der Kirckien- I. B. M. aus Mainz in einer Wirtschaft zu Büstfeld. Er n er m a H imi n i tnl ,7h ,VLr,,r'r

schimpfte über einen Bürgermeister, der ihm für eine amtliche " gsmitgliedcr der katholnchen Pfarreien Lchwa-

Tätigkeit eine Gebühr abverlangt hatte und erging sich in Be- ,9 l,nö ^euolmg wurden zum erstenmal mehrere So - Uibigungen gegen ihn. Ein hinzukommmdcr Gendarm ermahnte z i a l de m okra ten gewählt.

i ihn, dieses zu unterlassen, da er sich strafbar mache. M. schimpfte nun über alle Beamten und äußerte sich in verächtlicher Weise . vom Großherzog bis zum kleinsten Beamten. Als der Gendarm ihm dies verwies, wiederholte er die Aenßerung auch in Bezug auf den deutschen Kaiser. DaS Gericht erkmcnte wegen Maje- statsbeleidigung auf eine Gefängnisstrafe von 8 Mo­naten, indem es straferhöhend berücksichtigte, daß der An­geklagte trotz Verwarnung die Beeidigung wiederholte. Sechs Waldarbeiter von Elpenrod tranken kurz vor Feierabend noch drei Liter Fruchtbranntwein. Auf dem Heimweg kelirten sie in einer Wir!schäft ein und tranken noch einige GlaS B'er. Als der Wirt sah. w-e es mit ihnen stand, verweigerte er ihnen Weitere Getränke. G. F. und G. D. begehen sich zu einem Flaschen- bierb"nd"er und verlangten Bi"r, das ibnm cbenfalls verweigert iinttbe. Man versuchte sie mit gütlichen Worten nach Hause zu bringen, aber alles half nichts. Sie schlugen gemeinschaftlich auf den Vwrl'ändler und dessen Sohn ein, wobei der erste auch einen Messerstich von F. in die Schläfe erhielt. Ein Junge, der zur Al wehr herbeigeeilt war, erhielt mehr"re Stockschläge.

0''richt hielt be'de der gemeinschaftlichen Körververl"tzm'"' für überführt und verurteilte F. zu 10 Monate und 2 Wochen Gefängnis, während es D. mit einer Gelder'fe von 50 Mar? durchkommen ließ. In der N'chmittagssibnng wurde über die Berufung des ^>chrcincrmeisters ?l R. von Nieder-Wöll- stadt verhandelt. Er it»n- auf Priugtklag^ des Kaufmanns I. K. dorten, durch des Schöffengericht Friedberg wegen' ver- teumdeischer Bel'''dig''ng zn 3 Mou-t" Gesc'inan's veri'rteilt »Gar­den. In einer Eingabe cn_ d"s Kpeismnt, hat er dem Kläger den Vorwurf der llrk'indenfälschung gemack't ''nd harnm n^ch- gesiuht., i"n ri tiir Beendiguna ein--s bei dw Sfats^nw^tschaft anhängigen Verfahrens wegen Meineid und Meineidsv'rleiO'na. t^*n d^m Amte a^s Gemeind-rat zu entheben. Trotzdem durch rin-n Sachvhändigen nachgewiesm w"r. daß die fragliche Ur­kunde unverfälscht sw. bl'-h er bet dem S^'äffengericht sowohl, als "uch in der Ber-'fu!tgs"nstan^ bei seiner Bchguutnng. Die Strof- I'mmer war mit dem Schöffengericht einig, daß nur eine erheb- sithe Freiheit strafe die Tat sühnen kann und wies die Beruf- una zurück.

2ttrche und Schule.

** Tie Gleichstellung der höheren Schulen in Hessen. In Mainz fand am Montag imRats­keller" eine allgemeine Versammlung statt, in der Ober­lehrer Dr. Kalbfleisch- Darmstadt einen eingehenden Bericht über den gegenwärtigen Stand der Frage erstattete. Rach einem geschichtlichen Neberblick über den Entwicklungs­gang der Gymnasien, der Realgymnasien und Oberreal­schulen im 19. Jahrhundert und einer Würdigung der Rcformversuche, die die Tczembcrkonferenz des Jahres 1890 veranlaßten, wies der Redner nach, wie sich allmählich nach dem Vorbildc Preußens in den meisten Bundesstaaten die Ueberz-eugung Bahn gebrochen habe, daß es im eigensten Interesse der einzelnen Schulgattung'en gelegen sei, mit dem G 'mna sialm on op ol zu brech eit und in der Berechtig­ungsfrage davon auszngeh.'n, daß das Gymnasium, das Realgymnasium und die Oberrealschule gleichwertig an­zusehen seien. Der Vortragende beklagte, daß Hessen neben Bayern allein auf dem Standpunkt der Vevorrechtung des Gymnasiums verharre, und legte dar, wie die Verweigerung der Gleichstellung zu einer schweren Schädigung hessischer Untertanen Preußen gegenüber führen müsse. Ter Redner begrüßte den Antrag oes Abg. Noack an die zweite Kummer der Stände und schloß seine Ausführungen mit dem Aus­druck der Hoffnung, daß auch Hessen einen dem preußischen Berechtigungswescn entsprechenden Zustand herbeiführen werde. Dem Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion, in der im einzelnen die Nachteile beleuchtet wurden, unter denen die Abiturienten hessischer Realgymnasien und Ober­realschulen ihren preußischen Kameraden gegenüber zu leiden haben. Die Versammlung war sich einig in dem Gedanken, daß die Stadtverordnetenversammlungen der größeren hessischen Städte, die blühende Realgymnasien und Oberrealschulen in ihren Mauern bergen, die be- ' rufensten Organe seien, an der Erreichung des Zieles einer Gleichberechtigung der drei Arten von Vollanstalten mitzu- , wirken. Zum Schlüsse faßte die Versammlung folgende Resolution:

Die heutige Vcrs"imnluitg erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten Dr. Kalbsi-'isch einverstanden und spricht hie Erwartung aus, daß auch in Hessen die Gleichstellung d"r höheren Schulen baldigst erfolgt und dadurch die große Benach­teiligung der hessischen Staatsmgehorigen anderen Reichs-Ange- : häriaen gegen über besisiiat wirb ' ;

Illi Winfnr ?ci ^onhein Weiler hat sich für cmpfinblicbe vvi Haut der Franei» und Kinder am beftev sich empfohlene Myrrholinseife. bl|i

fetzige Konflikt aus der Welt geschafft sein und nun zwischen Lehrern und Studierenden das frühere freundschaftliche Ver­hältnis wieder einkehren möge. In Verbindung mit dieser Erklärung wurde auch der beigefügte Wortlaut der Rede des Rektors beim Kommers der konfessionellen Verbindungen verlesen. Während sieh einige Redner durch diese Vorlesungen als befriedigt erklärten, traten sodann eine Anzahl Studenten auf, die dabei verharrten, daß der Rektor die Studenten­schaft durch seine Kommersreden angegriffen und be­leidigt habe. Die temperamentvollen Ausführungen dieser Redner wurden von der Versammlung mit stürmischem Beifall ausgenommen und von weiteren Rednern das parteiische, einseitige Verhalten des Rektors scharf ge­tadelt. Tic Versammlung nahm schließlich mit erdrückender Mehrheit (etwa 650 gegen 8 Stimmen) eine Resolution an, in welcher die Versammlung dem Rektor ihre Miß­billigung über sein parteiisches Verhalten be­züglich der konsesionellen Korporationen aus- spricht und erklärt, daß durch sein Verhalten das Ver­trauen der Studentenschaft zum Rektorat er» schüttert worden sei. Wie wir hören, werden die hiesigen Blätter gegen den Vorwurf des Rektors, daß sie seine Rede entstellt wiedergegeben hätten, ebenfalls einen Prote st erlassen.

Darmstadt, 6. Febr. In hohem Alter ver sch i ed gestern Oberlandesgerichtsrat i. P. Wilh. Maurer, eine in weiten Kreisen unserer Stadt und unseres Landes wohl­bekannte und hochgeachtete Persönlichkeit. Er hat 17 Jahre dem Oberlandesgericht angchört und es war dem allezeit Pflichtgetreuen vergönnt, kurz vor seiner Pensionierung die Feier des 50jZhrigen Dicnstjubiläums begehen zu können. Sein reichgesegnetes Wirken auf religiösem und sozialpoliti­schem Gebiete ist wohlbekannt; u. a. gehörte er lange Jahre der eoang. Kirchengemeindevertretung an und war Vorsitzender deS Allgem. Vereins gegen Verarmung und Bettelei. Dieie Tätigkeit zum Wohle seiner Mitmenschen in Verbindung mit den trefflichen Charaktereigenschaften, die den Verstorbenen zierten, hat ihm ein ehrendes Andenken in weiten Schichten der Bevölkerung gesichert. (Tarmst. Z.)

Offenbach a. M., 6. Febr. Nach den Ergebnissen des Schlachthofbetriebs im Z-abre 1905 hat sich der Fleisch­verbrauch in unserer Stadt mit seiner zahlreichen Ar­beiterbevölkerung ft art vermindert. Am meisten sind die Schlachtungen vvn Schweinen zurückgegangen. Im Jahre 1904 wurden 20 445 Stück, im Jahre 1905 nur 16185 Stück geschlachtet, also ein Rückgang von 4260 Stück, das sind mehr als 20 Proz. weniger. Tie Schlachtungen von Ochsen, Kälbern und Schafen sind n. d. Mtg. Fl.-Z. gleichfalls zurückgegangeu, wenn die Zunahme der Bevölkerung berücksichtigt wird.

sd. Auerbach a. d. B., 6. Febr. Große Sch win­de leien und Betrügereien hat, wie bereits kurz ge­meldet, der seit einigen Tagen flüchtig gewordene Pferde­händler Jonas Bendheim verübt. Er betrieb seit Jahren einen schwungvollen Pferdehandel, Hat eigenen Grundbesitz und galt allenthalben als sehr vermögend. Mit einer An­zahl von Banken machte er umfangreiche Wechselgeschafte, die bisher alle glatt erledigt wurden. Vor einigen Tagen dis­kontierte er nun bei einem Bensheimer Bankgeschäft einen Wechsel über 100 000 Mk., der anstandslos angenommen wurde. Nach seinem Verschwinden stellte es sich nun heraus, daß dieser Wechsel und eine Anzahl der früher bei der Bank diskontierten gefälscht waren. Das Bankhaus hatte großes , Vertrauen zu Bendheim, da es nach seiner Versicherung das einzige Haus war, mit dem er arbeitete. Bendheim hat aber : auch ein anderes Bensheimer Bankgeschäft und verschiedene 1 Darmstädter Banksirmen mit Wechseln hineingeleqt. Man vermutet, daß auch kleine Leute geschädigt sind. Bendheim ' hat schon erwachsene Söhne, einer davon ist mit ihm ver- . «schwanden. Es ist anzunehmen, daß sie sich nach Spanien i zu Verwandten begeben haben. Vor zwei Jahren ist auch 1 ein Bruder Bendheims plötzlich verschwunden. Man glaubte 1 damals an ein Verbrechen. \

3% Portugiesen Serie I . 3 % Portugiesen v III <%°!0 rnss.Staatsanl. 190.5 4/S°n japan. Staatsanleihe 1 % Con^. Türken von 1903 Türkcnluse .... . . 4% Griech. Mononol-Anl. . 1% äussere Argentinier . 3° Mexikaner . . . . 4I/.°/0 Chinesen . . .

)( Gieyen, 6. Februar.

Wegen § einseitiger Körperverletzung H-tte dos Schöffengericht schlitz den 72 jährigen Landwirt S. B. von Willofs zu 10 Tagen und den Straßenwart I. G. dort zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach einem Zechgelage kam eS zwischen ihnen auf dem Heimweg zu einem Wortwechsel, wobei der Greis mit Tätlichkeiten begann, indem er eine Latte von einem Zaun riß und damit auf G. losschlug. Dieser entwandte H -'««'N be- «enienm« Renten rntif« rten

G. schlug nun, um den Angreifer von sich abzuhalten. mit überallhie ms Uferlose führende Welt- und der Latte auf ihn ein, wobei er m Boden siel und einen Bruch K o l o n t a lp o l it i k des Reiches" und bemängelten nament- ^rU?£raf. d^outvug Trotzdem das Schöffengericht Not- lich die Stenerprojektr, die nicht nur schwache Schultern schwer -« be'«»-» geemnd feien, ionbem 3nbnftrieen erhob Berufung, deren sich der Mitverurteilte B. als Neben- vernichten und sausende fleißiger 9lrbeitec dem kläger anschloß, seine 10 tägige Strafe aber als rechtskräftig Elend aus liefern müßten. In sämtlichen Versammlungen Auf Grimd wiederholter Veweisuisnahme tant d.e wnrbe eine dahingehende Resolution einstimmig angenommen. Ltr'-skammer zu der Ueberzeuqung, daß la sachlich our f'itn des Anm Rum 7 'r-c.,.<

®. Retwek »orte«: - fei bife überschritt n ronrben, so ist dl«, , Fi ?2 ä' 'l m\ $,t u0" ®,n""c flc

in entschuldbarer Weise gescheh-n. Unter Zurückweisung der Be- trcnnt, lebende Frau des Malers Gewert hat sich und ihren rufung des B. nvurbe der des G. stattgegeben und dieser frei- 8jährigen Sohn ertränkt.

*"'r'" *-e-k '..... München, 7. Febr. Bei den Wahlen der Kirchen.

Paris, 7. Februar. Ein in der Irrenanstalt St. Gemme internierter Zwerg namens Oalet brachte seinem Wärter meuchlings einen töt Hohen Messerstich bei. Das Messer hatte der Zwerg dem Wärter aus der Tasche gezogen.

Paris, 7. Febr. Mehrere nationalistische und foufcr* vative Blätter verzeichnen ein Gerücht, Iaures werde naÄ den Wahlen seine polit. Tätigkeit ausgeben und wieder eine Professur annehmen.

S tt Claude sDep. Jur^^ 6. Febr. Gegen mittag itntrbeni hier von einer Menge von G^genmanifeffanten, die etwa 2000 Personen zählte, unter dem Gesinge der Earm'-'gnole die Fen­sterscheiben des Bisck^ofspalais und der Kathe­drale eingeworfen. Sodann wurde eine Seiten Pforte der K'a tbedrale erbrochen, dos Kircheninventar auf hie Straße^ geworfen und mit Petroleum 6 e g o ff e n. Als man dasselbe austecken wollte und dies von herbeigeeiltew Gendarmen verhindert iri-rbe, murb-e eine Statue derIung- frau aus dem katholischen Kvsino fortgeschleppt und in den Flu 6 geworfen.

Wien, 6. Febr. In der gestrigen R e i ch sr a t s si tz- n u b erging sich Gr a f Sternberg wieder in l'sitrgcu Aussillcu gegen die Dynastie und den Staat. In Österreich sei cs Usus, daß aus den Pen- sions kapitalicn tüchtig gestohlen wird. In einem Lande der bankerotten Kapitalien und der allgemeinen wirtschaftlichen Versumpf­ung habe eine Pensiousversicherung keinen Wert. Wenn das so weiter gehe, sei cd unmöglich, daß die österr. Rente, diese Aktie des EretinismuS, ncch lange im Kurse bleibe. Oesterreich werde von einem spanischen Syndikat bestohlen, ausgebeutet und ausgehungert. Die Tatsache, daß das Haus Rothschild als Bankhaus des Staates sich zum Prinzip gemacht habe, Geschäfte mit dem Staate patriotisch vorzu- nehmen, mccbte doch auch der Regierung und der Dynastie als Vorbild dienen. Bei diesen letzten Worten entstand ein großer Tumult und dem Redner wurde vom Presidenten das Wort entzogen.

Wien, 6. Febr. Wie dieR. Fr. Pr." meldet, haben bie deutsch-böhmischen Abgeordneten mit Aus­nahme der Schönerianer heute einen Beschluß gefaßt, der als^ Kernpunkt der Wahlreform die Frage be­zeichnet, ob das relative Verh altnis der Deut°l schen zu den slav. Abgeordneten und die Gesamt­zahl der Parlamentsmitglieder zu Ungn ft en der Deutschen verschoben und das Resultat der Wahl- reform eine slavische Majorität sein werde. Eine; derart gestaltete Vorlage müßten die deutschen Reichsrats­abgeordneten aus Böhmen als einen geradezu feindseligen Akt der Negierung gegen das Deutschtum erklären, der sie zur entschiedensten Gegenwehr zwingen würde. Dieser Be­schluß, zu dem sich die deutsch-böhmischen Abgeordneten soli­darisch erklärten, wurde dem Ministerpräsidenten zur Kennte nis gebracht.

Petersburg, 7. Febr Die große Besitzung des In sti zm inisters Akimow im Gouvernement Saratow gelegen wurde durch aufrührerische Bauern total zerstört. Sämtliche Wirtschaftsgebäude sind nieberßebrannt. Aus dem. nördl. Kaukasus wird die Fortdauer der agrarischen Unruhen gemeldet, denen gegenüber die Behörden ganz machtlos sind. Die Gefängnisse in Kutais sind überfüllt, sodaß die Arrestanten nach Batum, Kars und Tiflis transportiert werden.

Niga, 7. Febr. Der hiesige liberale litterarisch e Zirkel wurde polizeilich geschlossen. In der Anglika­nischen Straße überraschte nachts die Polizei eine Versa lung jüdischer Pharmazeuten und verhaftete sämt­liche Teilnehmer.

fiibau, 6. Febr. In Mainoden wurden zwölf Per­sonen vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde an zehn Verurteilten vollstreckt, den beiden anderen ist es gelungen, zu entkommen.

Origrssal-O^ahtmeldungen.

R. B. Darmstadt, 7. Februar. Der Großh erzog empfing heute den Staatsminister Ewald und den Präsi­denten des Ministeriums des Innern Braun in längerer Audienz. Für die nächste Zeit stehen noch mehrere Aende-

Quaker Oats kostet nur den dritten Teil

des Preises den man für die gleiche Quan­

tität Fleisch zu zahlen hat und enthält

erheblich höheren Nährwert

Die echten Quaker Oats werden nur in geschlos­

senen, mit der Quaker Schutzmarke versehenen

Packeten verkauft.

ä ®i

nai