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- der Vortrag von Pros. Klinst Jederinann sin-en, vorhanden ist.
^mmer wirb, wie uns vird, am nächsten Freitag,. !«ng zusammentreten.
d wurde in der Bchchch n. Der Täter, ein junger in Butzbach vom Gen- unb heute rnorgen mit it hier abgeliefert.
i Samstag brachte nach ischer Gendarm einen zu Mann nach Frankfurt, dach weitcrzufahren. Dort ce.abmachen'. Während ing in die Arrestzelle deS Entweichen zu verhindern., endarm den Mann abholen rein Begleiter im schönsten te er in fauler Heine Stüde r übrig, für ben Sträfling •r zu taufen, WH diesem , die Fahrt nach Butzbach
t vergangenen Sonntag o„g „tznt heil"sem tt echen Hebung verlas > hielt eine Ansprache, mc vaterländischer ©efinming die Deutsche Tmerichaf men des Vereins,,der er^ urde, waren nramiden, die abends m! Zeleuchtung MlüMr^ alieder zählt, weiter büchen
Programms wurde durch dem 9^en icn sowie bit Unde zusamwenhrelt und
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80. Neuenweg
81. Neustadt
82. Nord»Anlage
83. Ost-9lnlage
84. Plockstraße
85. Querstraße
86. Rittergafse
87. NodHeimer Straße
88. Roonstraße
89. Sandgasse
90. Schanzenstraße
91. Schiffenberger Weg
92. Schillerstraße
93. Schloßqasse
94. Schottstraße
95. Schützenstraße
96. Schulstraße
97. Seltersweg
98. Senckenbergstraße
99. Sonnenstraße
Jntereffenten sind Einträge zu überzeugen ungen vorznnehmen.
100. Steinstraße
101. Stephanstraße
102. Süd-Anlage
103. Teulelslustgärtchen
104. Tiefenweg
105. Wagengasse
106. Walltorstraße
107. Weidengasse
108. Wescrslraße
109. West-Anlage
110. Wettergasse
111. Wetzlarer Weg
112. Wetzsteingasse rsp. Straße
113. Wiesecker Weg
114. Wieseustraße
115. Wilhelmstraße
116. Wolfstraße
117. Wolkenqasse
118. Zozelsgasse
Gemarkung Schiffenberg sich von der Richtigkeit der inzwischen eingetretene Acnder-
Adrctzbnch 1907.
Von heute bis einschließlich Mittwoch, den 7. November liegt in unserer Geschäftsstelle das nach den Hanslisten abgeänderte Verzeichnis der Bewohner nachstehender Straßen auf:
I gebeten, oder etwa
Brühl sche Druckerei.
Adreßbnch-Berlag.
Die Geheimnisse eines Modesalons.
Aus Wien, 5. Nov., wird uns geschrieben: ,
Vor den Gerichten spielt sich hier gegenwärtig ein Prozeß ab, so tzlelhaft und schaudererregend, daß itd) vielleicht sogar die Feder eines französ. Porrwgraphen, etwa Paul de Kocks, dagegen gesträubt haben würde, das Milieu des „Salons Riehl" zu Papier zu bringen. lÄn wahres Pandämonium menschlicher Verworzen- heit, niedrigster "Leidenschaften und unsagbaren Elendes entrollt sich da vor unseren Blicken, und die Prostitution, diese Geißel des Menschengeschlechtes, zeigt sich in ihrer scheußlichsten Gepalt. Eine gewisse Regina Riehl hatte im neunten Bezirke, in einer schwach belebten Seitenstraße, ein dreistöckiges Haus gemietet, das sie in eine Lasterhöhle umwandelte. Außer ihr, ihrem Manne und dem Portier, wurde das Haus schließlich von Dirnen bewohnt, die dort das Leben von Sklavinnen führten. Gleich beim Eintritte in das Haus nahm die Inhaberin den Mädchen die Kleider und ihre sonstige Habe weg, steckte sie in ein leichtfertiges Bebekoftüm und nur in der rauhen Jahreszeit erhielten die bedauernswerten Geschöpfe noch einen Schlafrock. Hinter ihnen hatte sich aber das Tor so fest geschlossen, wie hinter dem Gefangenen, wenn er das Gefängnis betritt. Ausgang gab es für sie keinen, nur an schönen Tagen durften sie sich unter Der Führung und Aufsicht einer weiblichen Vertrauensperson der Riehl im Hausgarten ergehen. Ihre Schlafräume hatten sie im obersten Stockwerke, wo sie zusammengepfercht in eleiiden Löcherir schliefen, oft drei Mädchen in einem Bett zusammen! Sobald sich um fünf Uhr morgens das Haus für die Besucher geschlossen hatte, wurden die Mädchen von der Riehl, ihrem Manne und dem Vortier in ihre Schlafstuben gebracht^ Dann verschloß man hinter ihnen die Tür sogar mit eisernen Stangen, um jede Flucht unmöglich zu machen. Aber nicht genug an dieser schändlichen Freiheitsberaubung, die Riehl schlug und mißhandelte ihre Opfer in brutalster Weise, wenn diese den Versuch machten, zu fliehen oder sich von ihrem Sündenlohn etwas heimlich zur Seite bringen wollten. Oft hörten die Bewohner in den anstoßenden Häusern, wie aus der Lasterhöhle Wimmern, Schreien und Wehklagen durch die Nacht zu ihnen hinüber drang. Dann wurde ein Mädchen von der Niehl in der barbarischsten Weise gezüchtigt. Einmal sah man sogar, wie dieses weibliche Scheusal ein Mäd chen an den Haaren durch den Garten schleifte. Die Folterkammern der Inquisition, der spanische Stiefel und das Rad mit all den Schrecken des einstigen Gefängniswesens tauchen vor einem auf, wenn man die Zeugenaussagen liest. Und das Merkwürdigste dabei bleibt, daß die Polizei, obwohl fast täglich Denunziationen und Beschwerden über dieses Schandhaus bei ihr einliefen, lange Jahre keinen Finger rührte, sondern sich erst dann zur Aufhebung dieser Lasterhöhle entschloß, nachdem die Enthüllungen eines Blattes über dm „Salon Riehl" ganz Wim in Aufregung verseht hatten!
Dieser Skandalprozeß bedeutet eine neue eindringliche Mahnung an die zivilisierten Staaten, der Prostitution und ihrm traurigen Begleiterscheinungen wenn möglich durch interna- tionaleMaßnahmen entgegen zu wirken. Dmn der „Salon Riehl" ist keine Wiener Spezialität. Sie sind ein eiterndes Geschwür der mobemen Kultur, auf die wir so stolz sind! Gänzlich aus der Welt schassen wird man sie leider nie können, ebenso wenig wie die anderen mmschlichm Laster und Verbrechen, wohl aber ist es, nachdem der Handel mit schwarzem Menschenfleisch: unterdrückt ist, unwürdig, zu dulden, daß weiße Frauen und Mädchen gleich Sklavinnen gehalten werden. Die moderne Bordell- wirtschaft ist für und Europäer noch viel schändlicher und voller, als es der Sklavenhandel war!
Vermischtes«
'Der „neue Pfälzer" hat ein Opfer gefordert. Der Taglöhner Hammelmann, welcher in einer Wein-Großhandlung zu Landau beschäftigt war, starb durch Einatmung von Weingasen.
• Diebstahl eines heiligen Fingergliedes. Diebe entwendeten in der verfloßenen Nacht aus der
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Danksagung
Heinrich Emrich
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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung meiner lieben Frau sage ich hiermit innigsten Dank.
Gießen, den 6. November 1906.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Kirche zu Pessy (Frankreich) einen Neliquienbehaller, welcher ein Fingerglied de§ heiligen Ludwig, Königs von Frankreich, enthalten haben soll. Auffallend ist, daß die Diebe keinen der Gegenstände von reellem Wert, die sich in der Kirche befanden, mitnahmen. Sic scheinen nur die Ratschlage eines kürzlich erschienenen Hirtenbriefes deS Bischofs von Angers über die „Jnsicherheitbringung von Kultus-Gegenständen" befolgt zu haben.
• DaS neue ft e Eisenbahnunglück. Zwischen den Stationen Braila und Buczin in Rumänien stießen in der letzten Nacht zwei Güterzüge zusammen. Beide Lokomotiven wurden zertrümmert, ebenso fünfzehn Wagen. Drei Beamte wurden getötet, sechs schwer verletzt.
* Kleine Tages chronik. Bei Hainersdorf (Reuß jüngere Linie) wurde ein Arbeiter mit durchschnittener Kehle tot aufgefunden. Seine Barschast von 50 Mark wurde geraubt. — In Braunschweig stürzte Ludwig Wedler, der Mitinhaber eines SchornsteinbaugesMstes, 30 Meter hoch von einem Schornsteine ab und war sosort tot. — In Wien erfolgte ein Zusammenstoß zweier Wagen der elektrischen Straßenbahn, wobei sechs Personen erhebliche Verletzungen erlitten. — In Amsterdam wurde bei dem Zusammenstöße zweier Wagen der elektrischen Straßenbahn eine Dame getötet, viele Fahrgäste verwundet. — In der New - Porker Vorstadt Wiliamsburg versuchten Verbrecher mittels einer riesigen Dhnamitladung ein von sechs Familien bewohntes Zinshaus nachts in die Luft zu sprengen. Die ganze Hausfassade wurde zerstört.. Hunderte von Fensterscheiben in der Nachbarschaft wurden zersplittert, und ein Schaden von etwa 15 000 Mark wurde angerichtet. Glücklicherweise büßte niemand das Leben ein. Die Veranlassung zu diesem Attentat: war die Weigerung eines im Ipause wohnenden italienischm Schneiders, den Erpressern eine gewisse Summe auszuzahlen. Drei verdächtige Neger wurden verhaftet. — Aus Rache, weil ihm gekündigt worden war, tötete der Gemeindeschäfer in Solsdorf bei Erfurt die ihm anticrttiauten 150 Schafe. Hierauf beging er Selbstmord durch Erhängen. —
Der Vortragende gab der Hoffnung Ausdruck, daß die VcrbMguntz der elektrischen Straft die Einführung dieses aus der Luft gewonnenen Stickstoffdüngers begünstigen möge, damit Deutschland auch in dieser Beziehung vom AuÄande unabhängig würde.
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 5. November 1906.
Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k l u r t a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 87—89 Mk.
V, Kg.Schlachtgew.l00-106Pk.
7, , 75-00 „
V. Kg- 62-88 Psg.
7, , 84-90 , 7, „ 90-100 „
Getreidepreise in Mannheim
Brotpreise in Gieße n
Weizen 100 Kg. 19.00-00.00 Mk.
Roggen 100 Kg. 17.00-17.25 Mk.
Weißbrot 2 Kg. 54 Psg.
Schivarzbrot 2 Kg. 50 Psg.
Märkte.
Gießen, 6. Nov. Marktbericht. Ans heutigem Wochenmarkte kosteten: Butter pr. Pld. 1.10—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Psg., 2 Stck. 00—00 Psg., Gänfeeier 00—00 Psg., Enteneier 0 Psg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Käfematte 2 Stck. 5-6 Psg., Erbten v.Pid. 18-24Psg., Linsenv.Psd.25-40Psg., Tauben vr.Pr.0,80—l,00Mk., Hühnerpr.Dt. 1,00—1,60 Mk., Halme pr. Stück 0,80—1,80 Mk., (Sitten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse pr. Pkd. 70—75 Psg., Ochsenfleisch pr. Pfd. 82—88 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 80—82 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 90—100 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 104 Pfg-, Kalbfleisch pr. Pfd. 84—90 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—80 Psg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00—7,00 Ptk., Zwiebeln pr. Ztr. 4,00—5,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepsel per Zentner 15 bis 24 Mk., in Körben 00 Pld., Nüsse 100 Stück 30-40 Psg., Birnen per Md. Mk. 0.10 —0.15, per Ztr. 9—15 Mk., Weißkraut per Stück 8—12 Psg., per Zentner Mk. 2.20-2.50. — Marktzeit 8-2 Uhr.
Arbeiterbewegung.
H a l l e a. S, 5. Nov. Eine Konferenz der Bergarbeiter des Reviers Halle verwarf den Gedanken an einen Streik als für absehbare Zeit verfehlt. Die Kommission der einzelnen Gruben sollen mit ihren Verwaltungen über eine Ver- besserung der Lage der Arbeiter verhandeln.
Gerichtssnal.
() M a r b u r g , 5. Nov. Tlas Martyrium eines kleinen Kindes beschäftigte heute das Schwurgericht und zeigte wieder einmal, wie der übermäßige Schnapsgenuß unter Umständen einen Menschen zum wilden Tiere machen kann. Unter der Anklage, fein Stiefkind, den 1 Jahr alten Georg Wiegand so mißhandelt zu haben, daß der Tod eintrat, stand der 36 Jahre alte Tagelöhner Kvnrad Wagner aus Homberg. Seine zweite Frau brachte ihm den Kleinen mit in die Ehe und schon von vornherein hatte Wagner eine Abneigung gegen das Kind. Als er am Montag, den 18. Juni, schnapstrunken nicht zur Arbeit gehen konnte, beschäftigte er sich nachmittags in Abwesenheit seiner Frau damit, „das Kind zu erziehen", indem er allerlei von diesem verlangte, was ein Kind in diesem Alter gar nicht erfüllen imstande ist. Wagner mißhandelte es. Dann unter allerhand Drohungen, z. B. wünschte er, daß es. „verrecken" möge, setzte es in den Waschnapf und warf es schließlich vor die Stubentüre unter der Bodentreppe, wo es mit dem Kopfe auf eine scharfe Kante aufschlug. Als die Mutter und andere Leute kamen, schwang Wagner drohend die SchnalGflasche und legte sich dann quer über Bett und Tisch. Das arme Kind fand man in Krämpfen, noch leise zuckend, in der Köhlenöcke. Am dritten Tage gab es, ohne wieder zum Bewußtsein gekommen zu sein, den Geist auf. Ihm war wohl. Als To d e s u r s a ch e kam, wie der Kreisarzt aus Fritzlar anführte, langsame Gehirnblutung infolge äußerer Gewalteinwirkung in Betracht. Der Angeklagte wußte weiter nichts zu feiner Entschuldigung zu sagen, als daß der Tod des Kindes auf einen Sturz aus dem Vettchen zurück- ziiführen fei; zudem sei es sehr ungehorsam gewesen. Die Geschworenen bejahten sämtliche Schuldfragen ohne Zubilligung mildernder Umstände. Das Urteil, welches' Wagner gleichmütig anhörte, lautete auf fünf Jahre Zuchthaus.
Breslau, 5. Nov. Die Stadtgemeinde legte beim Oberlandesgericht Berufung gegen das Erkenntnis des Landgerichts ein, welches dem Arbeiter Biewald wegen seiner abgehauenen Hand eine Entschädigung zuspricht.
Chemnitz, 6. Nov. Wegen einer Schlägerme^rsur, hie sie Ende August ausgefochten, hatten sich gestern zwei Schüler des Technikums Mittweida vor dem hiesigen Landgericht zu verantworten. Das Urteil lautete auf je drei Monate Festungshaft. Ein Streit bei einem Kommers war die Ursache zum Zweikampf.
(sc.) Frankfurt a. M., 5. Nov. Die hiesige Strafkammer verurteilte heute den Arbeiter Pötzel wegen Gotteslästerung zu 6 Monaten Gefängnis. Dazu kam noch ein Monat wegen Hausfriedensbruch, weil Pötzel der Aufforderung des Wirtes, in dessen Wirtschaft er auf Gott und die Heiligen geschimpft hatte, sich zu entfernen, nicht nachgekommen war.
Landwirtschaft.
0 Marburg, 3. Nov. Im landwirtschaftlichen Kreisverein hielt heute Dr. Mach von der agrikultuv- chemischen Versuchshalle einen interessanten Vortrag über die Gewinnung des Stickstoffdüngers aus der Luft und zwar mittels der Elektrizität. Die Produkte, welche den Chilisalpeter aus dem landwirtschaftlichen Betriebe aus- schalten sollen, heißen Kalkstickstoft, Stickstoffkalk und Kalksalpeter.
Gießener Wetterdienst.
Bo'nnHstchtliche Witterung für Hessen nm Mittwoch, den 7. November: Veränderliche Bewölkung. Leichte Regenfälle. Temperatur nicht verändert. Mäßige südliche Winde.
Lttrchliche Nachrichte«.
Evangelische Gemeinde.
Mittwoch, den 7. November, nachmittags 6 Uhr, im Markus- sank, Kirchstraße 9: Vereinignng der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde.
Grsginai-Drahtmeldungen.
Berlin, 6. Nov. Der Gesetzentwurf zum Schutze b et' Heimarbeit der Tabak-Gewerbe ist im Neichsamt des Innern fertiggestellt nnd wird demnächst dem Bundesrat zur Beschlußfassung vorgelegt werden. Der Entwurf bezweckt, die für Fabriken geltenden Schutzbestimmungen auch für die Heim« arbeitet obligatorisch zu machen, um die in diesem Fabrikzweig bestehenden Berufskrankheiten, zn denen auch die Lungenschwind- sucht zu rechnen ist, nach Möglichkeit zu beschränken.
Berlin, 6. Nov. An zuständiger Stelle ist man der Meinung, daß Herr v. Jacobs bei der Vergebung der Lieferungen für die Truppen in Südwestafrika nicht immer die Deutschen in erster Linie habe berücksichtigen können, weil sich sehr oft die Engländer als die leistungsfähigeren Lieferanten zeigten und es in erster Linie darauf ankarn, den Proviant möglichst schnell an die Truppen heran^wi bringen, selbst wenn der Preis dafür sich höher ftettte.. Ein Disziplinarverfahren gegen Herrn v. Jacobs ist jedenfalls noch nicht eingeleitet worden. Ob es zu. einem solchen Verfahren überhaupt kommen wird, hängt von bem Ergebnis der angestellten Ermittlungen ab.
Hannover, 6. Nov. Der Zuhälter GorSki, welcher in der Nacht vom 7. zum 8. September auf der Straße nach Zell einen Reisenden ermordete und beraubte, wurde in Oppenheim bei Meiningen verhaftet. Der Verhaftete ist geständig.
Arolsen, 6. Nov. Ter Landtag des Fürstentums hat gegen den freisinnigen Reichstagsabg. Dr. Bott hoff Beleidigungsklage erhoben.
London, 6. Nov. „Evening Standard" meldet, daß die Anarchisten aller Länder einen großen internatioi nalen Verband gegründet haben, der unter der Leitung eines Zentralkomitees steht. Seit einiger Zeit sind die Anarchisten-, führer in Frankreich, Spanien, Belgien, Holland, England und Deutschland eifrig bemüht, um dresen Verband zustande zu bringen. Er trägt den Namen: „Rote Internatio^ n a l e". Anarchisten aller Länder können als Mitglieder ausgenommen werden.
Paris, 6. Nov. Im Kolonialamt will ntan wissen, daß die Mauritaner, welche den wichtigen französt Grenzposten Tidjikaja überwältigten, mit Schnellfeuer-, geschützen deutscher Herkunft bewaffnet waren.
Madrid, 6. Nov. Dem „Jmparcial" zufolge verlieh der König dem Prinzen von Battenberg das Großkreuz des Ordens Karl V.
Bekanntmachung.
Ter Voranschlag der Gemeinde Alten-Buseck liegt acht Tage lang, nämlich vom 8. November bis einschließlich 15. Noyember 1906 zur Einsicht der Interessenten, auf dem Bureau Großh. Bürgermeisterei, offen.
Alten-Buseck, den 5. November 1906.
Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck.
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Dienstag, den 13. November, S1/» Nhr, in der großen Aula der Universität:
Herr Bezirksgeologe Dr. Lotz (Wetzlar) „lieber seine Reisen in IenW-Zn-lveslasrika" (Mit Lichtbildern)
Jahresbeitrag für Mitglieder u. deren Angehörige Mk. 4.—.
Eintrittspreis für Nichtmitglieder Mk. 1.—, für Studierende Mk. 0.50. Karten sind in der Rickerschen Univ.- Buchhandlung und bei Herrn A. Frees, Hofbuchhandlung zu haben.
Jahreskarten für Studierende auf sämtliche Vortrage Mk. 1.50 sind bei dem Hausverwalter des Kollegienge- bäudes zu haben.
Mitglieds- und Eintrittskarten sind am Eingang zur Aula vorzuieigen.v®/^
Diners Soupers
• sowie reichhaltige Abend-Karte (empfiehlt
Metsger’s Weinstube |
Inhaber C. Köhler 6642 |


