Ausgabe 
6.11.1906 Zweites Blatt
 
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Dienstag 6. November 1906

Nr. 861

Zweites Blatt

Giehener Anzeiger

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags,

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitätsdruckeret. R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7.

Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen.

TieSiebener Zamilienblätie^ werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der hessische Landwirt"' erscheint monatlich einmal

156. Jahrgang

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

Bekanntmachung.

Betr.: Schweinerotlauf zu Oppenrod; hier: unter dem Schioeinebestand de§ Ludwig Weis zu Oppenrod.

Unter dem Schweinebestand des Ludwig Weis zu. Oppenrod ist ein Fall von Rotlaufseuche festgestellt worden. Gehöftsperre ist verhängt.

Die unter dem Schioeinebestand des Heinrich Pauli VII. zu Langsdorf ausgebrochene Notlaufseuche ist erloschen.

Die angeoxdneten Sperrmaßregeln sind aufgehoben worden.

Die unter dem Schweinebestand des Wilhelm Leun zu Lang-Göns ausgebrochene Rotlaufseuche ist erloschen.

Die angeordneten Sperrmaßregeln find aufgehoben worden.

Die unter dem Schweinebestand des Heinrich Wilhelni Dern zu Lang-Göns ausgebrochene Notlaufseuche ist er­loschen.

Die angeordneten Spcrrmaßrcgeln sind aufgehoben worden.

Betr.: Schweinerotlauf zu Hungen; hier: unter bem Schweinebestand des Heinrich Seibert VII. zu Hungen.

Die über das Gehöft des Heinrich Seibert VII. zu Hungen verhängte Sperre ist aufgehoben worden.

Die unter dem Schweinebestand des Christoph Koch zu Birklar auSgebrochene Rotlaufseuche ist erloschen

Die angeordneten Sperrmaßregeln find aufgehoben worden.

Die unter dem Schweinebestand des Christian L e i d i ch IV. zu Grüningen auSgebrochene Rotlaufseuche ist erloschen.

Die angeord. eten Sperrmaßregeln find aufgehoben worden.

Die unter dem Schweinebestand des Konrad Mom- berger II. zu Münster auSgebrochene Rotlaufseuche ist erloschen.

Die angeordneten Sperrmaßregeln sind aufgehoben worden.

Der in dem Gehöft deS Konrad Wagner zu Muschen- heim ausgebrochene Nau sch brand ist erloschen.

Die angeordncten Sperrmaßregeln find aufgehoben worden.

Der unter dem Rindviehbestand zu Lich auSgebrochene Schcidenkatarrh ist erloschen.

Gießen, den 5. November 1906.

Großh. Kreisamt Gießen.

I. 23.: Herberg.

Gießen, den 5. November 1906.

Betr.: Das Schulinoentar und die Lehrinittel.

Die Großh. Kreisschulkommisswu Gieren

au die Schulvorstände des Kreises.

Wir erinnern Sie an Erledigung unserer Verfügung vom 30. September 1906.

I. 23.: Herberg.

Aus Anlaß der AleischLeuerung

fand an: Montag in Berlin eine sehr zahlreich besuchte außerordentliche Vorstandssitzung des deutschen Städte- tags unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Kirchner statt. Nach sehr langen Erörterungen wurde beschlossen, von der Einberufung des deutschen Städtetages Ab­stand zu nehmen, dagegen an den Reichskanzler und den Reichstag eine Petition zu richten, in der gesagt werden soll:

Tie Versicherung, daß die Fleischnot beziehungsweise Fleisch- Verteuerung nur vorübergehend sein werde, habe sich leider nicht eriüllt. Dagegen sei die schon vor zwei Jahren vom Deutschen Städtetag ausgesprochene Vesürchtung, daß die Fleischprcise sich nicht vermindern, sondern noch mehr steigen werden, in Ersüllung gegangen. Angesichts dieser Tatsache sollen der Reichskanzler und der Reichstag unter Einbringung geeigneten Materials ersucht werden, schleunigü unter Beobachtung der sanitären Maßnahmen die Grenzen für d i e V i e h e i n s u h r zu offnen und die F l e r s ch z ö l l e vorläufig a u f z u h e b e n.

Die Stadt Charlotten bürg läßt in Seegefeld eine Schweinemästerei von riesiger Ausdehnung errichten. Es sollen darin Tausende von Schweinen gehalten werden. Durch Einrichtung des getrennten Abfuhrsystems sollen die Küchenabfälle der Haushaltungen ausgeschieden und zur Schweinemast verwendet werden. Die städtischen Kollegien Hannovers richteten in Sachen der Fleischnot eine ge­meinsame Protestkundgebung an die Staats-Regierung. Die Vertreter dec in der badischen Städteordnung vereinigten Städte des benachbarten Großherzogtruns beschlossen, an die Landes- und Neuhsregierung eine gemeinschaftliche Fleisch-. teucrungs-Petition zu richten, in welcher auf den Ernst der Lage aufmerksam gemacht und die Wünsche zu ihrer Aenderung niedergelegt werden sollen.

Derartige Nachrichten gehen uns täglich in stattlicher Anzahl zu. Man sieht, die deutschen Städte sind wieder un- Nlhig geworden. Ein freikonservatives Agrarierblatt spricht angesichts dessen von demagogischen Umtrieben und sieht in nicht allzuweiter Ferne die Flammenzeichen der Revolution leuchten.

Wir erinnern uns aus den Jahren 1901 und 1902, daß - gerade die Freunde dieses kons.-agrar. Blattes in noch viel lebhafteren Ausdrücken sich gegen die Regierung wandten.

»craum ii 11 ...........

Es hat da im Zirkus Busch in Berlin Vorstellungen gegeben, an denen man, wie auch am Sonntag in der National­liberalen Landesversammlung zu Darmstadt, in der Tonart deS alten Herrn v. Ticst-Daber epigrannnatische Acußerungcn zum Besten gab von solcher Prägnanz wieTie Minister können uns sonst was!" Und, gleichfalls L la Darm- stadt, kündigte man damals nicht nur der Regierung, sondern auch dem Monarchen die Treue für den Fall, daß nicht die hohen Getreidczölle kämen, für den Fall, daß nian nicht der unbeschränkten Vieheinfuhr mit einem scharfen Verbot für immer Schranken setzte. Die konserv.- agr. Revolution von damals ist in dem Augenblick ver­stummt, da im Reichstag die hohen Zollsätze und die Be­schränkungen dec Vieheinfuhr beschlossen wurden.

Wie nun damals nicht ländliche Reisige mit Dresch­flegeln und Sensen gen Berlin vor die Ministerpalais gezogen sind, so werden auch die Städter sich mit scharfen "Reden und papicrnen Protesten begnügen das 9Resultat dieses Kampfes wird von dem der Agrarier freilich be­deutend abweichen. Denn während der Bund der Land- wirte erzielte, was er wollte, werden die Stadter ver­mutlich noch lange um die Aufhebung der Grenzsperre ersuchen müssen, wenn fie ihnen überhaupt je gcwährt wird, obwohl heute gar Vieler Gehälter und Löhne nicht mehr hinreichen, die nötigsten Levensbedürfnisse zu be­streiten.

Wenn die Reichsregierung es darauf angelegt hätte, der Sozialdemokratie im nächsten Reichstag die absolute Majorität zu verschaffen, sie könnte dieses Ziel nicht besser und erfolgreicher propagieren, als sie cs jcfct tut.

Die preu^. Rc^ceru.lg meint wunder was sie tut, wenn sie eine Viehzählung veranstaltet. Du lieber Himmel! Von der Konpatierung, daß es in Preußen wie im Reich zu wenig schlachtreifes Vieh gibt, wird man nicht satt, und außerdem weiß man das schon lange. Freilich gewinnt man Zeit, und das ist der Zweck der Uebung. Uns dünkt, man rechnet in maßgebenden Kreisen damit, daß sich in kurzer Frist die Preife wieder etwas herabmindern, aber dieser Glaube wird wohl kaum allaemein geteilt werden können.

Aber die Loyalität des Bürgertums ist auch in schwierigen Ze.iten fest uild unerschütter­lich. Und wenn man jetzt auch von Verdrossenheit sprechen muß, von revolutionärer Gesinnung ist natürlich keine Spur wahrnehmbar. Trotzdem sollte man sich hüten, den Bogen allzustrasf zu spannen. Glicht Revolution, wohl aber eine erhebliche ^tärcung der Opposition steht bevor, die der Reichsregierung höchst unbequem werden dürste.

politische Tagesscharr.

tt. Berlin, 5. Nov.

Ueber die Krisengerüchte

spricht sich dieNordd. Allg. Ztg." nicht mit einem Wort aus. Das Drgaii der Regierung dementiert nicht einmal die von allen Seiten heranschwirrenden Meldungen, die mit Herrn v. P o d b i e l s k i auch den Fürsten Bülow von Herrn v. Lucanus erfaßt sehen. Gestern hielt das Bert. Tagebl." den Zeitpunkt für den Rücktritt des Kanzlers gekommen; heute abend nimmt es an, daß die Möglich­keit einer Kanzlerkrisis in den Hintergrund getreten sei. Die Möglichkeit hat überhaupt noch nicht im Vordergrund ge­standen, sie braucht also nicht erst in den Hintergrund zu treten. Herr v. Lucanus hat heute dem Kaiser Vortrag gehalten, jedenfalls über seinen gestrigen Be­such bei Herrn v. Podbielski. Ob dieseKonferenz", wie die dem preußischen Landwirtschaftsminister gewogenen Zeit­ungen das Erscheinen des Chefs des geheimen Zivil­kabinetts benamsen,nur einer in das Ressort des Land- wirtschaftsministers fallenden Personeufrage" gegolten hat oder ob Herr v. Lucanus dem Kaiser Bericht erstatten sollte, wie Herr v. Podbielski über Gehen oder Bleiben denkt, muß sich ja bald Herausstellen. DasBerl. Tagebl." schreibt, Herr v. Podbielski sei in der Tat ernstlich trank. Dagegen kann dieTagesztg." feststellen, daß der Gesund­heitszustand des Ministers zwar manches zu wünschen übrig lasse, aber zu schweren Besorgnissen keinen Anlaß gebe. Selbstverständlich wünschen die Agrarier Herrn v. Pod- bielski so lange wie irgend möglich dem Amt zu erhalten, und darum wird von dieser Seite das Befinden des Mi­nisters günstig geschildert, während aus der oppositionellen Seite das Bestreben waltet, Herrn v. Podbielski als einen Mann hinzuftellen, für jetzt und künftig körperlich unfähig, die Geschäfte fernes Ressorts zu führen. Dre Wahrheit ist, daß Herr v. Podbielski schon mit schlimmeren Anfällen seines Leidens zu tun gehabt und dank seiner erstaunlichen Elastizität sich rasch wieder erholt hat. In diesem Falle kommt es daraus an, ob Herr v. Podbrelski den Rücktritt vorzieht einer zweifellos sehr lebhaften Ausein­andersetzung mit seinen Gegnern im Parlament. Wenn die Tagesztg." Recht hat mit ihrer Behauptung, daß gegen die Fleisch t euerung vor dem Ergebnis der außer- ordentlichen Viehzählung in Preußen d. h. also nach Monaten! keine besonderen Maßregeln getroffen werden sollen, dann wird Fürst Bülow als leitender Staats­mann auf einen ebenso scharfen Angriff sich einrichten können.

Der französische Ministerpräsident Clemencean

gab am Montag in der Kammer eine große ministerielle Erklärung ab, in der es u. a. folgendermaßen heißt:

Die Regierung sei ein Spiegel der nationalen Vertretung. Dem entsprechend ist Ihnen liniere auswärtige Politik bereits befannt, denn bet den Wahlen hat das Volk feine Wünsche, den F c i e d e n a u f r e ch t zu erhalten, und auch die Fortsetzung des republikanischen Regimes zu sehen, ausgesprochen. Man könne swlz darauf Hinweisen, bar seit dem jährigen Beftehen der Republik kein Augenblick Grund vorhanden gewesen ist, Frank­reich ernstlich zu beschuldigen, den europäischen Frieden bedroht zu Hadem Diese Politik wollen wir auch jetzt befolgen. (Dreier Teil der ministeriellen Erklärung wird mit lebhaftem Beifall und Begrünung des Kabinettschefs ausgenommen.- Clemenceau erklärt dann weiter angesichts der Tatsache, daß der Weltfriede auf Wajfeugehalt beruhe, wäre es unklug, die S t r e r t - kräfte zu verringern, andererseits beabsichtigedas Kabinett

das gute Einvernehmen mit den anderen Mächten und die bestehenden Allian- Verträge aufrecht zu er­halten, die im Interesse des Friedens getroffen seien.

In Bezug auf die innere Politik befürwortete der Kabinettchef das Programm der demokratischen Regierung. Das Programm umfaßt weiter einen Gesetzentwurf betreffend die Abschaffung der Kriegsgerichte. In Bezug auf die Wahl will die neue Regierung die Erweiterung des Wahlsystems einsühcen. Die Verweltlichung der Schulen ist demnächst fast überall beendigt. WaS die reli­giöse Politik betrifft, so soll das Trennungsgesetz ohne Schwäche durchgesührt iverden und wenn nötig, neue diesbezügl. Gesetze cingcbracht werden. Durch die Gründung eines Ar­beitsministeriums wird beabsichtigt, eine größere Gerech­tigkeit betreffs des allg. ©timinrcdjlcd eintreten zu lassen. Die Regierung ist entschlossen, das Arbeiterpensionsgesetz zu verwirk­lichen. Die Gesetze Über Ärbeitersyndikate sollen Derbenert werden und die Regierung wird die Versammlungsfreiheit beantragen, aber die Arbeiter zu der Ausübung ihrer Pflichten anhalten. Weiter soll ein neues Gesetz angekündigt werden, das die Re­gierung ermächtigt, schlecht verwaltete Gruben zu übernehmen, und Maßnahmen zum ausgedehnten Schutz der ^Arbeiter zu treffen. Ferner kündigt das Programm verschiedene Reformen an, die der L a n d w i r t f ck a s t zugute kommen sollen. ^.Lebhafter Beifall.)

Hierauf findet die Abstimmung zur Tagesordnung statt. Die Erklärung der Regierung wird mit 895 gegen 96 Stimmen angenommen.

Im Senat wurden dieselben Erklärungen verlesen und gleich- älls mit großem Beifall angenommen.

Die Telefunkcnkonferenz.

Nach mehrwöchentlicher Tauer ist in Berlin, wie wir meldeten, die internationale Konferenz betreffend die drahtlose Telegraphie geschlossen worden. Es ist auch gelungen, eine Konvention abzuschließen, welche von sämtlichen beteiligten Mächten unterzeichnet worden ist, während nur England und Italien ihre Zustimmung unter Vorbehalt und unter Wahrung der mit der Marconigesellfchaft geschlossenen Verträge unter­zeichnet haben. Obwohl es sich bei dec Regelung der Materie um eine in der Hauptsache wirtschaftliche Frage handelt, so hat doch die Angelegenheit auch ihre politische Seite. Die Anregung zu der Konferenz ist von Deutschland auögegangen und obwohl sonst eine von Deutschland ausgehende Auf­forderung zu internationalen Konferenzen nicht mehr sehr bereitwillig ausgenommen worden ist, so kam man diesmal der Einladung gern entgegen, weil man allgemein em Be­dürfnis nach einheitlicher Regelung der Frage empfand. Nur in England und Italien war man nicht besonders erbaut, aber hier waren es weniger die Regierungen als die den Marconigescllschaften nahestehenden Kreise, welche eine Schä­digung der eigenen Interessen befürchteten; von dieser Seite gmg auch eine deutschfeindliche Agitation aus, welche die Frage auf das politische Gebiet hinüberspielte, eine Hetze, die in gewissen Blättern einen stacken Rückhalt fand. Allerdings fehlte es an der Themse nicht an einsichtigen Stimmen, welche das deutsche Vorgehen als berechtigt an­erkannten und der englischen Marineoerwaltung den Vorwurf machten, daß sie sich durch allzu übereilten Abschluß mit der Marconigesellfchaft die Hände gebunden habe. Nun lag es aber nicht in der Absicht Deutschlands, durch die Konferenz die Bevorzugung irgend eines Systems, speziell des deutschen Systems Slaby, durchzusetzen, vielmehr sollte auf dem Kon­ferenzwege ein Modus gefunden werden, damit die verschie­denen Systeme sich gegenseitig bei der Nachrichten­übermittlung unterstützen und so einen Ausgleich herbeiführen, um einen internationalen drahtlosen Verkehr zu ermöglichen. Es verdient heroorgehoben zu werden, daß man von einer Seite, wo uns sonst die größten Schwierig­keiten gemacht werden, sich rückhaltlos auf den deut­schen Standpunkt stellte, nämlich außer der Union­regierung auch seitens Frankreichs. Aber selbst Groß­britannien lenkte schließlich ein, indem es den Telegtammaustaufch von Schiff zu Land gestattete, aller­dings mit der Beschränkung, daß in dem Lande, wo die einer Privatgesellschaft gehörenden Küstenstationen die Telegramm­beförderung ablehnen, die Negierung berechtigt ist, in dem betreffenden Gebiete Stationen zur Telegrammbeföcderung entweder selbst zu errichten oder errichten lassen. England ivill sogar auch anderen Gesellschaften als den Marconischen gestatten, Küstenstationen zu errichten. Dagegen hat Italien die Unterzeichnung der Konvention vollständig ver­weigert. Mag auch für diese Negierung infolge der vor­liegenden Verträge eine gewisse Behinderung Vorgelegen haben, so muß man doch sagen, daß gerade Italien trotzdem Ursache gehabt hätte, eine etwas entgegenkommendere Haltung einzu­nehmen, um nicht erneut den Anschein zu erwecken, als ob es mit seiner Bündnisgeneigtheit nicht weit her sei. Wäre man aufrichtigen Herzens dabei gewesen, so hätte die italienische Regierung versuchen müssen, eine Ab­änderung ihres Vertrages herbeizuführen und bei etwas Energie wäre ihr das gelungen. Andernfalls hätte die ital. Negierung eine Beteiligung überhaupt ablehnen sollen, mit der Erklärung, daß es ihr unter zwingenden Verhältnissen unmöglich sei, sich an der Konferenz zu beteiligen. Wenn trotz der Haltung Italiens die Konferenz ein befriedigendes Ergebnis gezeitigt hat, so ist das, wie mit Recht offiziös heroorgehoben wurde, der loyalen und werktätigen Mithilfe der Delegierten zu verdanken, ivelche damit anerkannten, daß dem Vorgehen Deutschlands feine selbstsüchtigen Interessen zu Grunde liegen. Wir können uns dieses Erfolges, angesichts des sonst allenthalben gegen deutsche Maßnahmen herrschenden Mißtrauens, doppelt freuen.

Aus dem Lager der hessischen Jnngliberaleu. in Darmstadt erhielten wir l/uiite den Wortlaut der klärung des Finanzamtmanns Bangel, Vorsitzenden deS Zunglib. Vereins in 2 rrmstadt, die dieser auf der Protest­versammlung der nationallweralen Landespartei zu Darm­stadt gegeben hat. Wir haben gestern schon in unserem aus-