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9.1.1906 Erstes Blatt
 
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156. Jahrgang

(Pt-ffBlatt

General-Anzeiger

Amts- und Auzeigeblaii für den Mreis Stehen

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gehabt habe, habe dieser französische Gesandte auf berufen könne, und auf deutscherseits nicht erteilt,

den Konsul gefragt, ob sich der ein europ. allgemeines Mandat die Antwort: solches Mandat sei seiner Freude darüber Ausdruck sich der französischen Aktion nicht

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St. Nenö Tailtandier entwickelte Reformprogramm bringen zwei Berichte aus Fez vom 7. März und 30. Mai reichhaltiges Material. Als nötige Reformen sind in erster Linie bezeichnet worden Polizei-Militäroraanisa'ion und Finanzorganisation und Ecstrebung einer Vermehrung der Einkünfte. Ter deutsche Konsul in Fez, Bassel, kommt nach Tarlegung des französischen Rcsormprogramms zu dem Schluß:Es gilt als wahrscheinlich, daß die Franzosen alljährlich mehrere Mona Le hier residieren wollen, um HofundMaghzen anihredauernde Intervention zu gewöhnen." Einen sehr ausführ­lichen Bericht über den Inhalt der Vorschläge des französi­schen Gesandten gibt Graf Tattenbach. Er hält den Rat zu den Reformen tatsächlich als einen Zwang zu denselben. Zusammenfasfend sagt Gras Tattenbach:Es sollen nach den Vorschlägen des franz. Gesandten bezüglich der Militär- organisation sämtliche Bataillonschefs Franzosen, sämtliche Kompagniechcfs und Unteroffiziere Algerier sein. Es liegt auf der Hand, daß in der vorgeschlagcnen Organisation die Förderung rein französischer Interessen ihren unver- verblümtcn Ausdruck findet. Tasselbe gilt bezüglich der Gründung von Polizeitruppen in den Küstenstädten, da der französische P o l i z e i-I u str u k t e u r" sich binnen: kurzen: zur o b e r st e n und leitenden städtischen Behörde entwickeln und damit des gesamten, zur Stadt

den spanisch-französischen Vertrag in Paris unterzeichnet und ihn vor der Veröffentlichung dem deutschen Staatssekretär des Auswärtigen, Frh. v. Nichthosen, mitteilen lassen. Er, Del- caffG, habe geglaubt, durch die Mitteilung dieses aus dem englisch-französischen Abkommen entspringenden Vertrages für alles gesorgt zu haben. Lieser Auffassung tritt ein Erlaß des Reichskanzlers nach Paris vom 1. Mai entgegen: Ein diplomatisches Aktenstück von solcher Tragweite wie das Marokko-Abkommen könne nicht auf Grund mündlicher und fragmentarischer Wiedergabe beurteilt werdxn, für Eröffnungen von solcher Wichtigkeit sei die schriftliche Form die durch den diplomatischen Gebrauch konsekriertc. Die Anerkennung des deutschen Standpunltes erfolgte durch Rouvier in dem Expose vom 21. Juni, welchen! der Text des französisch-englischen Abkommens beigefügt ist.

Ueber das in Fez von dem französischen Gesandten

gegeben, daß Deutschland

an geschlossen habe. In einer weiteren Unterredung sei der Sultan sehr aufgebracht darüber gewesen, daß Delcassö erklärt habe, die marokkanische Regierung habe die Rat­schläge Frankreichs erbeten und, nachdem diese erteilt worden, die Erklärung abgegeben, diese Ratschläge befolgen

jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pf* auswärts 20 Psg.

Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Witt ko: für Stadl und Land"' und Gerichtssaal*: Ernst Heß; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

zu wollen. Der Sultan habe sich zu dem Ausrufe ver­stiegen:Aber das sind ja reine Unwahrheiten!" Auf die Bemerkung des deutschen Konsuls, daß die Franzosen die Nachricht dementierten, daß der franz. Gesandte Taitlandier sich auf ein europäisches Mandat berufen hätte, habe der Sultan erwidert:Mir selbst gegenüber haben sich die Franzosen, und Herr Renö Taillandier selbst, in diesem Sinne ausgesprochen!" Am 15. Mai meldet dann der deutsche Gesandte Graf Tattenbach folgende Erklärung des Sultans:

Die Aeußerung, welche Deleasss nach den! Kaiserbesuch in Langer in der Deputiertenkammer gemacht habe, die marokkanische Regierung habe die französischen Reformvorschläge im Prinzip an- qenomnien, entspreche ebensowenig der Wahrheit, wie die Behauptung des französischen Gesandten, daß er im Auf­trage Europas spreche!".

Zwei Tage später berichtet der deutsche Gesandte, daß unmittelbar nach seiner Ankunft in Fez der französische Ge­sandte im Auftrage des Ministers Delcasse erklärt habe, das Recht, in marokkanischen Angelegenheiten zu intervenieren, stehe keiner anderen Macht zu als Frankreich. Der Annahme der französischen Reformvorschläge müsse sich die marokkanische Regierung fügen.

Ein Erlaß des Reichskanzlers an den, Botschafter in Paris vom 22. Mai faßt den Inhalt und den Eindruck dieser Meldungen dahin zusammen, daß sie nicht geeignet seien, die Ansicht von dem stürmischen Charakter der Marokkopolitik zu ändern, der Vertreter Frankreichs wolle ohne weiteres Beschlag auf Marokko legen und dem Sultan den Verkehr mit den übrigen Vertragsstaaten verbieten. Nach Rouviers bisherigen Aeußerungen hätte sich der Reichs­kanzler zu der Annahme. berechtigt, daß der Ministerpräsident diese Art des Vorgehens mißbillige.

Eine weitere Reihe, von Schriftstücken bezieht sich auf die Unterlassung der offiziellen Mitteilung des französisch-englischen Abkommens durch Deleasiö. Zur Motivierung der unterlassenen amtlichen Mitteilung des Abkommens führte Dclcassö an, daß eS in London abge- schlosien und daselbst zu gleicher Zeit veröffentlicht worden sei. Der Gedanke sei ihm nicht gekommen, der kaiserlichen Regierung dieses Schriftstück mitzuteilen. Dagegen habe er

kurzem ai Behöro gravitierenden Distrikts werden würde, so ist hier der erste Ansatz zumcontrokeur civil" nach tunesischem Muster ge­geben. Bei den Vorschlägen für die Finanzreform und die Hafenanlaaen tritt gleichfalls die Absicht zutage, die ma­rokkanische Finanzverwaltung stufenweise unter französische K' o n tr o l I e zu bringen. Unter dem Vor­wand, die den leitenden einheimischen Kreisen sehr am Herzen liegende Kursreform durchzuführen, schiebt man einemarokk. Staatsbank vor. Sie soll Banknoten

Das Lefsinghaus und die Berliner Stadtverwaltung.

Bezeichnend für den Standpunkt, den die Berliner städtische Verwaltung in kulturhistoriscben Fragen einnimmt, ist der Inhalt einer Unterredung, die ein Journalist B. mit dein Vorsteher der städtischen Ctiftungsdcputation im Verwaltungsgebäude in der Poststraße über die Frage ber Erhaltung des Lessinghauses hatte. Auf die Frage nach den Gründen der beabsichtigten Preisgabe des Dichterhauses erfolgte seitens des Vorstehers die Dar­stellung der Sachlage dahingehend, daß die Stiftungsdepiltation als Verwalterin des Hauses, das der Karoline Silber'schen Stillung gehört im Sinne der Stifterin bemüht sein müsse, zu Unterstützungs­zwecken möglichst viel Geld aus dein Grundstück herauszuwirtschaften, auf dem das Lessinghaus sich befindet. Für dieses Grundstück seien nun 429 999 Mk. geboten, und es liege im Interesse der Stiftung, dieses Angebot zu acceptieren. Der Berliner Magistrat könne für die Erhaltung des Lessinghauses garnichts tun, denn es gehöre ja ihm nicht, sondern der Stiftung.

B. Nun, der Magistrat könnte doch auch selbst das Grundstuck ankatl^en^, doch nicht 429 999 Mk. für ein Grundstück aus­

geben, aus dein er soviel nie herauswirtschaftet."

E^ wird doch aber behauptet, daß das Lessinghaus leicht von dem "übrigen Grundstück getrennt werden könnte."

Das ist nach der Grundbuch-Eintragung nicht möglich: dort ist bestimmt, daß das Grunbstück nicht getrennt werden darf (Pause) ohne Genelnnigung des Polizeipräsidenten." .

Diese Genehmigung müßte dock zu erlagen sein. Der Magiltrat könnte doch dann das Lessinghaus, das nach seiner Lage am Königsqraben für Gefchästszwecke kau>n geeignet erscheint, ankam en und den übrigen Teil des Grundstücks an der verkehrsreichen Alexanderstraße der geschäftlichen Ausbeutung uberlasien. Ware eine solche Lösung der Frage nicht angängig?

Kopfschüttelnd blickte der Vorsteher hieran, den Fragesteller an und meinte im Sone höchster VerwundMMg über outel fÄaiuüät: ,Ja, aber warum soll beim der Magistrat für solche

Dienstag 9. Januar 1906

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ung ber Werke Händels sowie anderer hervorragender Werke der Musikliteratur beruht. Die Musterausführungen sollen nun wieder im Frühjahr 1906 ftattiiiibcn, und zwar diesnial in zwei Kon- zerten. .

Im Stadttheater zu Bielefeld brach am Mitt­woch abend, wie bemB. T." mitgeteilt wird, nach'denr ersten Mte von Ohorns SchauspielDie Brüder von,St. Bernhard" das, wie erinnerlich, die Zustände in einem! Möncksklofter schildert auf der Galerie ein Höllenlärm aus. Der Direktor forderte die Demonstranten auf, das Theater zu verlassen und ihr Eintrittsgeld zurückzunehmen. Die Polizei ent­fernte dann die Demonstranten und die Aufführung konnte ohne Störung beendet werden. Tie Skandalmacher nahmen darauf vor dem Theatergebäude Llnfstellung, doch verhinderte die Polizei weitere Demonstrationen.

Das neue Stadttheater in Chemnitz, dessen Baukosten auf etwa 2 Millionen Mark veranschlagt sind, soll 1300 Sitzplätze erhalten. Im Orchesterraum sollen 50 Musiker Platz haben und für die Bühne hat man eine Breite von 25,30 Meter, eine Tiefe von 19 Meter und eine Höhe von 23.30 Meter in Aussicht genommen. Sehr ausreichend wird für Magazine, Betriebs^- und Darstellerräume gesorgt werden. Durch eine Rieder- drutlheizungs-nlage soll die Heizung des aus Mauerwerk und Beton und eiserner Konstruktion im Stil der Hochrenaissance zu errichtenden'Hauses und durch elektrisches Licht dessen Beleuchtung erfolgen.

Köln, 6. Ian. Die Zeusurbehörde hat die Aufführung des LustspielsM. d. R." (Mitglied des Reichstages) von jHeinz Gordon verboten.

München, 8. Jan^ Der zum Schauspielbirektor am Hof­theater ernannte Wiener Sckwiststeller H c r m. B a b r befinde: sich hier, um sich wegen der Bekämpfung zu besprechen, die seine Berufung an das hiesige Hoftheater gefunden hat. In Hoft- unb Minister kreisen wirb die Lösung des Vertrages mit Bahr verlangt. Hoftheaterintendant Cberft a la suite v. Speidel wider­strebt diesem Verlangen Auch Bahr wäll auf seine Berufung

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ausgeben, also weitere Kavitcckicn für französische Zwecke flüssig machen, von deren Nutzbarkeit der hiesige Hof kaum eine Ahnung hat, sie soll Generalstaatskasse wer­den und das Privileg erhalten, alles vorzuschießen, was die nach Marokko übergesprungene französ. Staats­hoheit für die Zwecke, die sie sich und ihren Reformen hier reserviert, benötigt." Das abschließende Urteil des Grasen Tattenbach zu dem ihm von Taillandier borge» tragenen französischen Resormprogramm läuft darauf hin­aus:

Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Durchführung dieser Vorschläge die wirtschaftliche Angliederung Marokkos an Frankreich zur Folge hatte. Besonders charakteristisch ist in dieser Hinsicht das Bestreben, das gesamte Finanzwesen durch eme privilegierte Notenbank, das gesamte Exportgeschäft durch ein Wertansprüchenunternehmen und durch die mit diesem Unter­nehmen in eine lose Verbindung gebrachte generelle Erlaubnis zum Landerwerb die gesamte Ansiodlungspolitik in französische Hände zu bringen. Die dürftigen Brocken, die für den nicht- französischen Handel oder nickt französische Unternehmungen ab­falle!! sollen, sind nicht geeignet, die Besorgnisse zu zerstreuen; daß ein in eine derartige Abhängigkeit von Frankreichs wirtschaft­licher Sphäre gebrachtes Marokko nur kümmerliche Möglichkeiten

für den freien Wettbewerb der auf dem Weltmarkt konkurrierenden Mächte zu bieten vermöchte." ,, _

Aus einem Bericht vom 6. Jurn geht hervor, daß der französ. Gesandte die Reformvorschläge nur mündlich vor­getragen und wiederholte Bitten um schriftliche Einbring­ung abgelehnt hat.

Am 28. Mai übersandte die marokkanische Regierung dem französischen Gesandten eine 9h)te, welche die franz. Vorschläge ab lehnt und d!eEinladung zu einer Konferenz ankündigt. In den vorhergehenden Tagen wurden, wie ber deutsche Gesandte am 27. Mai berichtet, ftanzösischerseits die stärksten Anstrengungen gemacht, um die Absendung der 9Zote zu verhindern. Insbesondere hat der Gesandte Taillan­dier dem Sultan sagen lassen, Frankreich werde an einer Konferenz nicht tcilnehmen, sollte es aber doch zu einer Konferenz kommen, so würden die an der Konferenz be­teiligten Mächte jedenfalls Frankreich das Mandat erteilen, die Reformpläne allein durchzuführen.

Auf die Frage des Sultans erklärte hierzu der deutsche Gesandte: St. Rene sei unberechtigt, Erklärungen abzu- geoen über die Haltung der anderen Mächte, insbesondere Deutschlands, auf der Konferenz.

Das Weißbuch legt sodai:n die prinzipiellen Ge­sichtspunkte der deutschen Marokko-Politik dar, zunächst in dem vom Reichskanzler bereits im Reichs­tage verlesenen Erlasse des Reichskanzlers an eine Reihe von Missionen vom 12. April. Als neues Moment tritt hier hinzu, daß Deutschland dnekt eine neue Konferenz! der Vertragsstaaten als Mittel einer fried licherr Lösung bezeichnet. Darin heißt es, eine Konferenz wäre mehr als je angezeigt, da durch die Möglichkeit des franz. Protektorates die fremden Privatintcressen in ihrer Gescunt- heit bedroht seien. Die deutschen Interessen seien identisch mit jenen aller nichtfranzösischen Vertragsstaaten. Auch der schon erwähnte Erlaß an den Fürsten Rädolin vom 1. Mai enthält einen den Konferenzgedanken vorbereitenden Passus, in dem die Gesamtheit der nichtfranzösischen Inter­essen als bedroht bezeichnet wird, und die Bereckwilligkeit Deutschlands zu einer befriedigenden Erledigung der jetzigen Spannung erklärt wird. Nachdem dann die marokkanische Negierung eine Konferenz vorgefchlagcn hat, ergeht unter dem 5. Juni ein Runder laß des Reichskanzlers, der für den Konferenzgedanken nachdrücklich eintritt. Derselbe legt den deutschen Nechtsstandpunkt dar und betont, daß auf Grund des Artikels 17 der Madrider Konvention das ge­plante Reformwerk nur mit Zustimmung aller Signatar­mächte möglich wäre, und daß bei einem Scheitern, der Konferenz der bisherige Verrragszustand aufrecht bliebe; letztere würbe schoü durch den Widerspruch einer einzigen Signatarmacht bewirkt. Ter Erlaß schließt: Der Einspruch gegen die französische Aktion stelle nur eine Verteidigung ber durch die Madrider Konvention verbürgten Rechte dar.

Zwei Erlasse nach Paris vom 12. Juni und von: 16. Juni geben die Ansichten der deutschen Regierung über die Auf­gaben der Konferenz an und halten fest daran, daß eine Aussprache über die Ausdehnung der Reformen erst erfolgen könne, wenn Frankreich zuvor die Einladung zur Konferenz annimmt. Die auf dem Gebiete der Polizei notwendigen Reformen seien international sestzustellen und zeitlich zu beschränken. Die Finanzrcform müßte gleich­falls international behandelt werden. Tie wirtschaft­liche Erschließung Marokkos habe unter voller Beachtung des Grundsatzes deroffenen Tür" zu erfolgen. Ter Ausdruckinternational" wird dahin erläutert: Heer­wesen und Polizei würden zunächsst insofern international zu ordnen sein, als die Koikferenz das Mandat zur Turchführung der erforderlichen Reformen erteilen müßte. Diese Aufgabe würde, soweit es sich um Distrikte an der algerischen Grenze handele, naturgemäß Fran tr eich allein zufallen können, womit der Hauptwunsch Frankreichs erfüllt würde. Dagegen würde kein Grund Vorlieben, das Mandat auch für die entfernter liegenden Plätze, rnsbesondere am Atlantischen Ozean allein an Frankreich zu übertragen. Hier

Nr. 7

Erscheint täglich

außer Sonmags.

Dem Gießener A nzeiger werden im Weetziel mit dem hesstschen Landwirt die Eietzener Zamilien. blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Umvers.-Buch-u. Stein­druckerei. R. Lange. Rebaktwn, Erpebltion und Druckerei:

Schul st ratze 7.

Redatnon 113

Verlag u.Exped.^^51 Adresse für Depeschen:

Anzeiger Gietzen.

Minister Campbell irut, die Unionisten stsitik auf die ßiqen- iei früher zu tadeln izen Regierung mög« ehten Regierung dichastlichen und beten liberalen Re­icht der jetzigen Re- nvaHunq, sowie die ben ftreitianbfl öglich die Rachteile, w'Mr c\ut zu normen zu kichern. Fortis erftäde in Personalbestände des ich nach außen irgend- Deutschland habe man ian Giuliono geknüpft. Politik leiten im iit den Verbün- ir die Erhaltung keine Krigsge-

. m Vossen. Alle ndigkeit des «rieben?

macht derGeneral- jedesmaligen Riede»

im Umkreise von ten lasten wird. ( «Bauern für die Un- n, deren Zerstörung ; e versicherte, daß die ^kres zulasse" wird.^ £

Serin«'-s,ar'9 MM »

Häuser Geld ausgeben; »vas hat er beim für eineFrage" zu lösen? Wollen Sie solchen Antrag stellen? Der Magistrat kann doch so etwas nicht tun."

Damit war die sehr interessante Unterhaltung beendet.

Die Freiheit der K u n st. Dem Katalog der Aus- stellrtng des F r a n k i u r t - E r 0 n b e r g e r K ü n st l e r. B u n d e s, die im Frankfurter K u n st v e r e i n gegenwärtig zu sehen ist, hat Maler R. Gudden folgende einleitende Worte vorausgeschickt:

Stets muß die Bildnerin Natur Ten alten Ton benützen, In Haus und Garten, Wald und Flur Zu ihren neuen Skizzen." W. Busch.

Die Kunst wechselt ihr Kleid häusig, doch in ihrem innersten Wesen ist sie unveränderlich. Als erste Lebensbedingmig braucht und verlangt sie Freiheit und weist alle Gesetze von sich. Es hat sich immer'noch gezeigt, daß die Kunst am ehesten erlahmt, wenn sie in festgelegte Bahnen gedrängt werden soll. Die, welche zetern, die Kunst sei 'niedergebrochen oder entartet, haben nur den Vorzug, zur Vlajorität zu gehören. Ueber ihr Jammern hinweg erhebt sich die Kunst und lebt, wenn ihr auch das Leben recht sauer gemacht wird, und treibt nach allen Seiten ihre Blüten. Ihr Gärtner hier­mit euren freien Gärten und eurem guten Gnind, pflegt die edle Pflanze und lasset sie bei euch gedeihen und Früchte tragen in alle Zeiten! Bekämpfet eure Künstler nicht, indem ihr euch ablehnend verhaltet. Lasset sie gewähren; sie müssen ihren Weg gehen, sie können nicht anders."

Händelfeste in Mainz. In den Jahren 1895 und 1897 haben unter bem Protektorat bet Kaiserin Friedrich zu Mainz Mnsteraufsülnw.ngen Hänbelscher Werke in ber Dr. Chrv- sanderscken Neubearbeitung stattgefimben. Die Aüfführungen er­regten Aufsehen und zogen eine große Schar hervorragender Musiker nach Mainz. Nach dem Tobe ber Kaiserin übernahm S. K. H. der Großherzog bas Protektorat, und es mürben unter seiner Anteilnahme bie Satzungen einer Kaiserin-Friebrich-Stist- ung ausgearbeitet, deren Aufgabe in ber mustergiltigen Ausführ-

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Die heutige Hiummer umfaßt 8 Seiten.

Aas deutsche ZKarokko-W-iß6uch

ist nun erschienen. Es ist ein Heft von 42 Seiten und ent­hält 27 Nummern. Es beginnt mit der Wiedergabe einer englischen und einiger französischen Stichproben von ZeitungS- außerungen, welche einerseits die in französischen Kreisen gegenüber Marokko gehegten Monopolwünsche beleuchten, andererseits bekunden, daß der französische Gesandte in Fez sich auf ein Mandat Europas zur Durchführung der Re­formen berufen habe. Diese Zeitungsausschnitte sind aus der Zeit von Januar bis April 1905.

Auch das erste amtliche Schriftstück, das mitgeteilt wird, ein Bericht des deutschen Konsuls Vaffel in Fez vom 21. Februar 1905, handelt von der Mandatsfrage. In einer Unterredung, die der deutsche Konsul mit dem Sultan

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