Nr. 261
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Rotationsdruck u. Bering der Brüh l'schen llmoers.-Buch-n. Stern- bruderet. R. Lange. Redaktion, (SrrebUiow und Druckerei:
156. Jahrgang
Erstes Blatt
General-Anzeiger
Dienstag 6. November 1906
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen
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Are ljeutige Dummer umfaßt 8 Setten.
Kiu DrciKaiserbündnis?
Gestern meldeten wir, daß in Petersburger diplomatischen Kreisen die Gerüchte von dem bevorstehenden Abschlüsse eines Dreikaiser-BündnisseS bestätigt würden. ' Heute wird uns dazu auS Wien geschrieben:
Bereits vor einem Lustrum, als Baron Aehrenthal mit der diplomatischen Vertretung Oesterreich-Ungarns am Petersburger Hose betraut wurde, sprach man m Wiener politischen Zirkeln allgemein davon, daß dieser äußerst geschickte und sehr begabte Staatsmann das Ziel im Auge habe, den Dreibund durch die Wiedcrherstellimg der heiligen Allianz zu ersetzen. Schon damals war es in eingcweihten Zirkeln kein Geheimnis, daß der Petersburger Posten sür Baron Aehrenthal nur ein Interregnum bebente zu dem Zwecke, die maßgebenden Kreise Niißlands für die Idee des Dreikalserbündnrsses zu gewinnen, dessen definitiven Abschluß sodann der Botschafter als Nachfolger Goluchoivskis vollziehen solle. In der Tat ist es auch diesem Diplomaten gelungen, die Beziehungen zwischen Wien und Petersburg außerordentlich freundschaftlich zu gestalten, und das Mürz st eg er Programm war vorwiegend sein Werk. Die Tragweite dieser Abmachungen ist wesentlich höher, als in der Oeffcnt- lichkeit gemeiniglich angenommen wird, denn die wichtigsten Punkte des Mürzsteger Programms sind nicht bekanntgegeben worden. Die gegenseitigen Vereinbarungen, den Status quo ante auf der Balkan-Halbinsel aufrecht zu erhalten, können in Wirklichkeit nur als ein Dekorationsstück bezeichnet werden, um den Kernpunkt der Verständigung zu verschleiern. 9lut soviel kann mitgeteilt werden, daß die zuverlässige Rücken - deckilng, welche die habsburgische Monarchie dem russischen Nachbar während seines Krieges mit Japan gewährte, mit gleicher Münze zurückgezahlt werden würde, wenn Oesterreich- Üngarn an seiner südwestlichen Grenze bedroht werden sollte. Es braucht nicht erst betont zu werden, daß man m Berlin von diesen Vereinbarungen auf daS Genaueste unterrichtet wurde und selbstverständlich dagegen nichts einzuwenden hatte.
Ta nach anfänglicher Entfremdung Kaiser Wilhelm und Zar Nikolaus sich miteinander befreundet haben und zwischen den Hohenzollern und Romanows das alte traditionelle Freundschaftsverhältnis wiederhergestellt wurde, so würden sich der Nestailrierung der heiligen Allianz persönlich-dynastische Hindernisse nicht in den Weg stellen, sondern die trennenden Momente könnten höchstens politischer Statur sein. Nun wird man aber vergeblich nach Reibungsflächen zivischen Deutschland und Rußland suchen, und ebensowenig bildet der Orient mehr einen Zankapfel zwischen Oesterreich und Rußland. Man wird heute vergeblich auf der Balkan- Landkarte nach einem Fleckchen Erde suchen, nach welchein Rußland lüstern sein könnte, und der panslavistlsche Traum, auf der Aja Sofia das heilige Doppelkreiiz aufzupflanzen, mußte mit dem Augenblicke der brutalen Wirklichkeit weichen, wo sich selbständige aufstrebende christliche Staaten, wie Ru- mänien und Bulgarien gleich einem Keil zwischen Rußland und der europäischen Türkei hineinschöben. Andererseits faun Oesterreich die Hand nach Saloniki nicht eher ausstrecken, bevor es Serbien, Montenegro und Albanien erobert hat. Ein solcher Krieg aber würde der habsburgischen Monarchie ungeheure Opfer kosten, abgesehen davon, daß ihr Italien und Rußland in den Arm fielen. AuS diesen Erwägungen heraus entstand das Mürzsteger Programm.
Unter solchen Verhältnissen liegt also der Gedanke eines Dreikaiserbündnisses sozusagen in der Luft, und es kommt
Kaiser Wilhelm II. und die Byzantiner von Graf E. Reventlow.
Preis 3 Mk. München, I. E. Lehmanns Verlag.
Blüte edelsten Gemütes ist die Rücksicht, doch zuzeiten sind erfrischend wie Gewitter gold'ne Rücksichtslosigkeiten.
Diese Verse Storms hätte man diesem Buche vorsetzen Tonnen. Das Buch war, wie der Verfasser in der Vorrede sagt, nahezu fertig gedruckt, als die Hohenloheschen Lebenserinnerungen erschienen. Reventlow schildert zuerst das Wesen des Byzantinismus, um dann zu der Person und dem Charakter des Kaisers überzugehen. Tie glänzende Begabung des Kaisers und sein unermüdliches Streben für des Reiches Wohlfahrt zu sorgen, wird rückhaltlos anerkannt, aber es wird auch auf Gefahren hingewiesen, b;te aus andern seiner Eigenschasten hervorgehen. Ein paar Staatsmänner, die es zwar trefflich verstehen, den Weihrauchkessel zu schwingen, im übrigen aber ihrem Vaterland schlechte Dienste erweisen, werden über ihre Porträtierung wenig erbaut sein. Sollte diese scharfe Kritik einen Wechsel in einem Botschasterposten zur Folge haben, so kann das deutsche Reich sicy nur gratulieren. Der Byzantinismus der Presse — im allgemeinen wird ihr ein gutes Zeugnis ausgestellt — wird in ihren typischsten Vertretern, den Schertschen Blättern, drastisch vorgesuhrt. Die Kritik des Gescherls wäre, wenn die Sache nicht bitter emft wäre, höchst ergötzlich, lieber Kunst und Literatur, Feste und Sitten ist manch treffendes Wort gesagt und zumal aus der Schulbücherliteratur sind Proben gegeben, die zeigen, in welcher Weise von Knechtsseelen versucht wird, der Fugend byzant.ursche Gesinnungen einzuimpfen. Wir hätten diese Proben emfach für unmöglich gehalten; leider müssen wir sehen, daß außer Köpenick noch vieles in Preußen möglich ist. — Graf dleventlaw besitzt zweifellos eine scharfe Beobachtungsgabe; mag er in manchem Lu weit neben, jo
noch hinzu, daß für seine Realisierung sehr gewichtige innerpolitische Gründe sprechen. Rußland, Deutschland und Oesterreich-Ungarn sind bekanntlich die drei konservativsten Großmächte Europas, aber sie werden in ihren Grundlagen durch revolutionäre Elemente bedroht. Tie aufrührerische Bewegung in Rußland, die drei Millionen roter Stimmzettel in Deutschland, die Unabhängigkcitsbestrebungen der Magyaren in Verbindung mit der Wahlreform in Oesterreich, wodurch die dortige Sozialdemokratie unzweifelhaft erstarken wird — alle diese Erscheinungen drängen förmlich zu einem engen Zusammenschluß der drei Kay'ermächte. Endlich ist noch in Betracht zu ziehen, daß die österreichischen Slaven sich zu dem deutsch-österreichischen Bündnis unbedingt freundlicher stellen würden, wenn gleichzeitig die Allianz mit Rußland bestände, und wie,die rebellischen Magyaren 1849 mit Hilfe der russischen Waffen besiegt mürben, so könnten sie jetzt wieder mit Unterstützung Rußlands moralisch niedergehalten werden. Daß endlich das Treikaiserbündnis mit seiner gewaltigen Waffenmacht den dominierenden Faktor in der Weltpolitik bilden würde, braucht wohl nicht besonders bemerkt zu werden.
Man erzählt sich in hiesigen diplomatischen Kreisen, daß die Berufung Aehrenthals vornehmlich auf den Erzherzog Franz Ferdinand zurückzuführen ist, zu dessen politischen Vertrauensmännern er gehört. Damit hat aber auch der Erbe von Habsburgs Kronen den deutlichsten Beweis geliefert, wie sehr ihm daran gelegen ist, das den t sch - ö st erreicht sch e Bündnis intakt zu erhalten. Hoffentlich findet Baron Aehrenthal mit seinen politischen Plänen ein offenes Ohr in Berlin, schon weil das Drcikaiserbündnis daS einzige Mittel darstellt, die deutsch-österreichische Allianz zu sichern. Denn andernfalls würde die habsburgische Monarchie infolge des politischen Uebergewichtes, welches sich Ungarn über die österreichische Reichshälste errungen hat, langsam aber sicher ins englisch-französische Lager hmüber gedrängt werden. Die jüngsten Verbrüderungen zwischen Apponyi, Kossuth und Genossen mit Franzosen und Engländern lassen keine Zweifel mehr darüber offen, daß die Magyaren lieber heute als morgen den österreichisch-deutschen Allianzvertrag zerfetzen würden. Die Berufung Aehrenthals bedeutet noch einen Sieg des deutsch-österreichischen Bündnisgedankens, aber nur einen Pyrrhus-Sieg, wenn er nicht das Dreikaiserbündnis zur Folge hat.
So liegen die Dinge in Wirklichkeit. Die offiziösen Blätter melden, daß die Besprechungen Aehrenthals mit dem italienischen Botschafter in Wien, dem Herzog von Avarna, die österreichisch-italienischen Beziehungen und damit den Dreibund neu gefestigt hätten. Das wollen wir auch hoffen, obwohl Zweifel nur allzu berechtigt sind.
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In einem offiziösen Berliner Telegramm erklärt dagegen heute die „Wln. Ztg."r
Bei ruhiger Ueberlegung sollte man sich sagen, daß eben erst sowohl R u ß l a n d wie F r aii k r e i ch deutlich genug zu erkennen gegeben haben, daß sie auf die F’-orrbauer des Bündnisses bedeutenden Wert legen. Das Dreikais er bündnis würde also unter diesen Umständen nur denkbar sein mit Frankreich als Sßiertcm im Bunde. Da das augenblicklich unwahrscheinlich ist, so kennzeichnen sicb die Gerüchte vom Drcikayer- bündnis als leere Redereien.
poletifcbc Sagesscharr.
Schulreformen.
Tie Sachsen bewähren wieder einmal den Ruf ihrer „Helligkeit", beim ihr Kultusministerium erließ, wie wir gestern infolge Raummangels nur kurz mitteilen konnten, eine neue Verorbnung über bie Reform des Schulunterrichtes, enthält das Werk auch viel Treffendes, dem man unbedingt | zuslimmen kann. „Speziell der Stand der Bürgermeister hat sich innerhalb der letzten Jahre eine Unterwürfigkeit! des Ausdrucks angeeignet, die felbst bei uns unangenehm auffällt, mit ihm halten nur deutsche Botschafter einen Vergleich aus. Auch Pfarrer lassen sich, mag der Kaiser zugegen sein ober nicht, zu den größten byzantinischen Geschmacklosigkeiten hinreißen, während das Offizierkorps sich noch immer vorteilhaft abhebt." Die letztere Beobachtung ist noch bei den letzten Kaisermanövern durch Tatsachen bestätigt worden. Dieser kurze Einblick in den kritischen Inhalt des inhaltreichen Buches mag genügen, um zu zeigen, was hier geboten wird. Das Positive, und darin besteht in unseren Augen der Wert des Buches, beruht darin, daß der Verfasser zeigt, wie Kaiser Wilhelm beeinflußt werden kann oder tonnte, wenn seine Berater und seine Umgebung sowie die gesamte Presse und das ganze Volk zielbewußt dem Byzantinismus mit Entschiedenheit entgegentreten. Dem Verfasser, der ein Vorkämpfer der Flottenvergrößerung ist, war es sicher nicht leicht, dieses Buch zu schreiben. Der Umstand, daß das Buch in einem Verlag erscheint, der seine Kraft schon wiederholt in den Dienst der nationalen Sache stellte, gibt auch in dieser Richtung die Sicherheit, daß es sich hier nicht um em Sensationsbuch, sondern um ein ernstes Werk handelt, das das Beste will, und auch den Mut hat, nach oben und unten, nach rechts und linis die Wahrheit zu sagen, auch wenn sie nicht gern gehört wird.
Münch en, 5. Nov. Ter Kunstmaler Professor Edmund Harburger ist gestorben. (Harburger, geb. 6. April 1846 zu Eichstätt, hat leider nur ein Alter von 60 Jahren erreicht. Als Zeichner )ur uic „Fl. Bl." begründete er feinen Ruf. Aber auch als Maler schuf er sich uieie Freunde und Verehrer durch eine Reihe prächtiger urwüchsiger Gestalten
welche in der Hauptsache darauf abzielt, bie Unterrichtsstunden in Deutsch zu vermehren, die Pausen zu verlängern und bie Schuljugend durch Turnübungen, Sport und Ausflüge körperlich zu kräftigen. Es scheint also, daß nach und nach bie Erkenntnis heraufzudämmern beginnt, wie veraltet unser Schulunterricht im Verhältnis zu ben Anforderungen der Gegenwart geworden ist. Wie vielen, die ihr Gymnasium absolviert haben und im öffentlichen Leben eine Stelle einnehmen, zeigt sich eine öde Büchergelehrsamkeit nicht fortwährend schädlich und hemmend, wer i|t nicht heute noch empört darüber, daß er sich das Gehirn mit zahllosen Wissensstoffen vollstopfen mußte, den er vielfach zu vergessen sich emsig bemühen mußte, um sein Fortkommen finden zu können. Vor allem ist es bie maßlose lieber« schätzung des BilbungSwerteS der alten Sprachen, von der viele nicht abzubringen sind, wogegen der Unterricht im Deutschen heute wohl kaum minder als vor einem Viertel« jahrhunbert in den Gymnasien in einer Weise vernachlässigt wirb, daß gar viele Fachgelehrte nicht imstande sind, flüssig und stilistisch einwandfrei zu schreiben. Wie viele dicke und selbst wissenschaftlich wertvolle Werke legen von diesem Mangel Zeugnis ab. Und auch die körperliche Ausbildung unserer „höheren* Schuljugend läßt immer noch viel zu wünschen übrig; unser Kaiser hat diesen Uebelstand wiederholt bitter beklagt. Hoffen wir also, daß daS Beispiel Sachsens die Initiative gibt zu einer gründlichen Reform des Schulunterrichtes in allen deutschen Landen!
Todesstrafe.
Am Sonntag sprachen in Berlin gegen bie Todesstrafe Fräulein Dr. jur. Anita AugSpurg und der Schriftsteller Dr. Bruno Wille in einer öffentlichen Versammlung. Frl. Dr. Augspurg sprach von der Todesstrafe als Strafe für vorsätzliche und bedachte Tötung eines Menschen und zog den Vorgang des Staates als strafenden Organes zum Vergleich heran, dessen Tätigkeit sich, an diesen Merkmalen gemessen, in nichts von der des bestraften Mörders unterscheidet. Der Staat zwingt seine Richter, den Mord zu veranlassen, und seine Nachrichter, ihn auszuführen. Ferner hob die Rednerin hervor, daß die Strafe niemals gerecht sein könne, weil kein menschlicher Geist alle Faktoren ermessen könne, die zur Verübung des Verbrechens geführt haben. Darmn dürfe man nicht an Leib und Leben strafen, sondern nur diejenigen Menschen, die sich den Gesetzen der bestehenden Gesellschaft nicht fügen wollen, einfach aus der Gesellschaft ausschließen. Dies soll durch Deportation nach human organisierten Strafkolonien am besten bewerkstelligt werden.
lieber Thronfolger-Erziehung
schreibt Oberstleutnant von Wartenberg im Novemberheft des Türmers (Verlag von Greiner u. Pfeiffer in Stuttgart). Nichts ist dem angehenden Herrscher, schließt ec seine interessanten Betrachtungen, notwendiger als ein objektiver, sein demnächstiges königliches Amt niemals aus den Augen verlierender Geschichtsunterricht. An diesem fehlt es aber fast immer. Wer berufen ist, über das Schicksal vieler Millionen mitzuentscheiden, im Mittelpunkte eines ganzen Volkes und gleichzeitig über ihm steht, dessen Pflichten reichen ins schier Unermeßliche. Wo fänden wir den Monarchen, der nicht zuerst an die Dynastie, will sagen an sich und sein Haus dächte! Die Zukunft des Hauses Brandenburg spielte in den politischen Erwägungen auch Friedrichs II. eine große Rolle. Vorwiegend nach den Interessen der Dynastie fragte selbst der alte Kaiser Wilhelm vor allen Entscheidungen von Wichtigkeit. Viel zu wenig werden die
HTTin-ll
|~auS dem bayr. Dauernwirtshäusern. Seine Kunst erinnerte in etwas an die des großen Niederländers Brouwer. D. Red.)
|— Am 4. d. M. starb hier der Maler Josef Flüggen (geb. 3. April 1842).
— Einer weiteren Mitteilung zufolge ist der norwegische Maler Fritz Thaulow am 5. d. M. in Volendam m Holland gestorben.
— Krauß, Dr. N., „Tas Schauspielbuch". Ein Führer durch den modernen Theaterspielplan. Preis geb. 3 Mk. Stuttgart 1906. Muthsche Verlagshandlung. — Der Verfasser bietet in diesem schmucken Bande eine Auslese aus der neueren und neuesten Literatur in Form von knappen Inhaltsangaben der gangbarsten Theaterstücke. Er hat eine kritische Rundschau auf das moderne Schauspiel — annähernd die Zeit von 1870 bis zur Gegenwart — beschränkt. Das war schon durch die ungeheure Steigerung der modernen dramatischen Produktion geboten. Die Bühnendichter sind alphabetisch — von d'Annunzio bis Wildenbruch — geordnet. Jeder einzelne erhätt oft mit wenigen Strichen eine Charakteristik, jedes Drama wird in kritische Beleuchtung gerückt. Außer unserer deutschen Bühnenliteratur ist auch das Ausland, soweit es aus unserer Bühne heimisch geworden ist, vertreten. So Brieux, Echegaray, Gortt, Herjermans, Maeterlinck usw. Ten breitesten Raum nimmt neben Hauptmann und Sudermann Ibsen ein. Naturgemäß hat der Verfasser die Gestalten der einzelnen Dichter, wie ihre Dramen subjektiv geschaut, aber trotz manchen scharfen Urteils wird er den Verdiensten der verschiedenen literarischen Richtungen meist gerecht. Verfolgt das Buch auch zunächst den mehr praktischen Zweck, beim Theaterbesuch Führer und Berater zu sein, so ist es andererseits auch ats literarische Arbeit zur Einführung in das moderne Drama beachtenswert.


