Ausgabe 
6.4.1906 Zweites Blatt
 
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Wohnhaus errichten und bittet um

des

Frankfurter Mörse. 6. April, 1.15 Uhr.

. . 147.00

Türkenlose . .

54.45

. 114.20

Tendenz: uneinheitlich.

Jtkc die gesamte Redaktion verantwortlich in Vertr. Ernst Heß.

daß

. 248.20

. 130.20

b l

Harpener Bergwerk Lanrahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose .

4%

4% 3%

3%

. 68.80

. 98.45

100.35

89.10

100.50

89 10

99.70

Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . .

100.50

100.90

97.10

Tie die be­vor

. 173.70

. 145.20

. 240.60

. 87.30

. 162.10

70.80

92.00

95.40

9350

Berliner Börse, 6. April. Anfangskurse.

3^°/o 3% 3^70 3% 3M70

Reichsanleihe do.

Konsols do.

Hessen . .

Oberhessen

4^n/n rnss.Staatsanl. 1905 4Ji0'n japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903

4% Griech. Moijopol-Anl. 4% äussere Argentinier 3°/P Mexikaner . . 4)<% Chinesen . . .

Aktien:

Bochum Guss ....

Buderus E. W ...

Tendenz: fest.

. . 217.50 , . 249.90 . . 24.50 . . 187. . . 146.70

Berliner Handelsges Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio-

Eisenlahn .

Gotthardbahn ... . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn

GrLgincrl-Dvshtmeldungen«

Die Ertränkung des ReichsLanzlers.

Berlin, 6. April. In später Nachtsti,nde verlautete, das Befinden des Reichskanzlers in den letzten

aufwand von 25 000 Mk. hcrzustellcn. 12 Stimmen waren dagegen.

Auf Antrag des Stv. Krumm wurde die Beratung des Voranschlags von dcrTagcsordnung abgesetzt. Sie wird heute nachmittag die Versammlung beschäftigen.

Die Frequenz der Oberrealschnle

erfordert die Teilung zweier Klassen und die Anstellung zweier weiterer Lehrer, deren Besoldung zur Hälfte der Staat zu leisten bat. Tie Versammlung ist mit der Vermehrung der Lehrkräfte einverstanden und genehmigt 1800 Mk. zur Schaffung und Einrichtung der benötigten Schulräume, die im Hause von Webers Erben untergebracht werden sollen. Stadtv. Krumm erkundigt sich, wie weit der Gedanke ge­diehen sei, für die Oberrcalschulc ein Schulhaus zu er­richten. Der Oberbürgermeister bemerkt, die Frage sei noch Projekt, man wolle erst abwartcn, wie die Schule sich weiter entwickelt, um danach den Raum und die Anzahl der Klaffen zu bemeffen.

Was sollten alle Blutarme, Schwache, Kränkliche täglich trinken? Bioson. Dann wird sich die Ernährung so heben, wie die Aerzte es beobachtet. So berichten:

Dr. med. Schreib er, Quedlinburg (Kr.Aschersleben)2.Sept. 1905: Bioson wurde bei Anaemie mit gutem Erfolge angewendet. Es erweckte dem Patienten bald das Gefühl deutlicher Kräftigung und wurde gerne genommen/

Dr. med. Bulker, Ringen b. Coblenz, 3. September 1905:Bioson wurde bei 2 Fällen d. F. B. C. bei Ehlorose und bei Rekon- valeszenz mit gutem Erfolge angewendet. Es wurde gut ver­tragen und hob besonders auch den Appetit, wo Samatose und Haematogen versagt hatten."

Dr. med. I. M c y e r , Dresden, Bautznerstr., 6. September 1905 : DaS Bioson habe ich bisher bei Personen mit berabgestimmtem Nervensystem, bei allgemeiner Entkräftung durch Krankheiten, sowie in der Rekonvaleszenz mit bestem Erfolge angewendet."

Dr. med. Fritsche, Eilenburg (Prov. Sachs.), 4. September 1905: Bioson wurde in mehreren Fällen von Annemie, Eblorose und Rekonvaleszenz mif recht gutem Erfolge angewendet. Stoffwechsel wurde angeregt, Fettansatz fand statt, allgemeines Schwächegefühl hob sich."

Bioson ist erhältlich in Apotheken, Drogerien :c. das halbe Kilo-Paket zu drei Mark, mit Bonillonerträct oder mit Eacao, ersteres zur Suppenbercitung, letzteres als Morgengetränk. Man verlange vom Biosonwerk Bensheim die Broschüre mit den Berichten über oie von den Professoren, Aerzten und in Krankenhäusern rc. erzielten Erfolge. b6/,

Aus KraSt uns Lunv.

Gießen, den 6. 9IpriL

** Aus b c in Bureau des Stadttheaters. Am Palmsonntag ist Schluß der Spielzeit. Dem Charakter des Tages entsprechend sind zwei ernste Stücke angesetzt worden. Am Nachmittag gelangtHeimat", am AbendRosenm ontag" zur Aufführung.

**Bcsitzrvechsel. Wcißbindermeister Pitz verkaufte das Haus Liebigstraße Nr. 87 an den Krankenkaffen- kontrolleuc Bonarius für 37000 Mk.

X Großen-Lindcn, 5. April. Eine Vertreter­versammlung der Männergesangvereine aus dem Lahntal, Wiesecktal, der Wetterau und Umgegend findet' nächsten Sonntag in der hiesigen Turnhalle statt. Die Ver­eine wollen sich zu einem Lahn-Wetterau-Sänger- bund zusammenschließen.

m. Treis a. d. L., 6. April. Da unsere alte, ge­brechliche, im Jahre 1764 erbaute steinerne Brücke über die Lumda durch eine neue von Eisen und Beton ersetzt werden soll, die an die Stelle der jetzigen kommt, so muß vor dem Abbruche der alten im Interesse der Aufrechterhaltung des Verkehrs flußabwärts eine hölzerne Notbrücke er­richtet werden. Mit dem Aufschlagen derselben ist ein hiesiger Wagnermeister beauftragt, der zur Zeit damit beschäftigt ist und die Arbeit bis gegen Ostern fertig zu stellen hofft.

Darmstadt, 5. ApriL Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen treffen nm J). April zu längerem Besuch am hiesigen Hose ein. Sie werden am 20. April nach Kiel zurückkehren. (Fkf. Ztg.)

getroffen.

sd. Reinheim, 6. April. (Eig. Drahtbcricht.) Ehefrau des Rdaklers Wolf aus Brensbach, gestern ihren Mann im Darmstädter Krankenhaus uchen wollte, warf sich auf dem Bahnhof Reinheim den Augen des Publikums unter die Räder eines Zuges der ReinheimReichelsheimer Eisenbahn und wurde sofort

7,6 Mir. einen balkonartigen Ausbau vorzunehmen und erbittet hierzu Dispens. Die Versammlung befürwortet das Gesuch nicht, mit der Begründung, daß die geplanten Ausbauten über das zulässige Maß hinausgehen und förmliche Zimmer darsiellten. Witwe Rothenberger hat wiederholt ein Baugesuch ein­gereicht, ein solches lag gestern erneut vor. Die Gesuchstellerin will bi? auf das Lumpenmagazin, das bestehen bleiben soll, die alten Baulichkeiten am Neuenweg niederlegen und neu aufbauen. Sie bittet wegen mangelnder Frontlänge des Vorderhauses (es hat nur 8 Meter) und wegen nicht genügen­dem Hofraum um Dispens. Stadtv. Krumm bittet, das Gesuch heute auszusetzen, um zu erwägen, ob man es nicht verhindern könne, daß das Lumpen- und Knochenlager dort in der Gegend konserviert wird. Das Lager sei eine Be­lästigung der ganzen Gegend und müsse entfernt werden. Er bedauere ja, wenn die Interessen der Frau verletzt würden, aber das Interesse der Allgemeinheit stehe doch höher. Ebenso gut wie man den Fellhändlern verwehrte, in der Stadt ein Lager zu unterhalten, müsse man auch im vorliegenden Fall ein Mittel finden, den geplanten Bau zu verhindern, wenn mit dem Bau das Lumpenlager gewissermaßen neu konzessio­niert würde. Stadtv. Dr. G u tfleisch verweist auf Art. 69 der Bauordnung, der im vorliegenden Fall die Möglichkeit gewährt, die Hofreite zu enteignen, er vertritt ebenfalls die Ansicht, daß man nicht die Hand dazu bieten solle, kleine Hofreiten künstlich zu erhalten. Der Oberbürgermeister möge mit der Frau Rothenberger verhandeln, und wenn dies resul- tatloS bleibe, die Enteignung betreiben. Das Baugesuch wird ausgesetzt. Leichtweiß-Sonnenstraße will sein altes Haus niederlegen und einen Neubau aufführen. Durch Austausch städtischen Geländes soll ermöglicht werden, die Dreihäusergaffe zu verbreitern, sodaß der Neubau mit drei Seiten an öffentlichen Straßen liegen würde. Weil es sich gegen den jetzigen Zustand um eine Verbesserung handelt, wird befürwortet, zu gestatten, daß der Neubau ohne Be­lastung eines Hofraumes ausgeführt wird.

Dem Pflastermeister Such hau, dem als Mindest- sordernder s. Z. die Pflasterung der Noonstraße übertragen war, soll nun auch das Pflaster der neuen Ver­bindung Roon- und Grünberger st raße freihändig übertragen werden. Die Versammlung erklärt sich mit diesem Vorschlag einverstanden.

Die Straßenüberführung über die oberhcsfischen Linien im Zuge der Frankfurter- und Liebigstraße ist von der Ver­sammlung bereits früher insbesondere wegen der hohen Kosten abgelehnt worden. Die Eisenbahn-Direktion Frankfurt hat neuerdings der Stadt angeboten, die ganzen Kosten, in Höhe von 261 000 Mk., der Ueberführung übernehmen zu wollen, wenn die Stadt die Kosten des Geländes, die Mk. 189 000 betragen, übernimmt. Die Ba u depu tati o n, die den Vor­schlag geprüft hat, erklärt, daß die geplante Eisenbahnüber- führung keine Verkehrsverbefferimg, sondern eher eine Ver­schlechterung des Verkehrs bedeute und beantragt, den Antrag abzulehnen, dem die Versammlung zustimmt.

(Schluß folgt.)

etötet

Mainz, 5. April. Durch die Niederlegung der Fest

Telefonische Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.

. 24.60

. 145.20

. 140.00

Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik- Paketf. Harpener Bergwerk. . . Lanrahütte......

Nordd. Lloyd . . . Oberschles. Eisen-Industrie

144.50

132.50

262.50

228.75 165 10 217 50 249.50

137.10

131.50

172.40

145.50

. 240.90

. 185.50

. 189.30 . 162.30 . 215.60

Baugesnchc.

Heinrich Bruch Häuser will in der Wolfstraße ein ~i§pcn§ zur Anbringung

von zwei Balkons an demselben. Die Versanunlung befür­wortet die Erteilung des Dispenses. Karl Pfeiffer bittet, ihm zu gestatten, an der Marburger Straße auf Vorgarten- land einer für später projektierten Querstraße einen Werk­stattsbau zu errichten. Die Versammlung hat hiergegen nichts cinzuwenden, doch sott der erbetene Dispens nur auf Wider­ruf, resp. unter der Bedingung gegeben werden, daß Pfeiffer die Baulichkeit entfernt, falls die Querstraße später durch- geführt wird. Karl Stückrath wünscht an seinem Neu­bau Steinstraße- und Asterweg-Ecke auf eine Länge von

Abendstunden gut gewesen ist. Der Fürst schlief ohne wesent­liche Unterbrechung. Irgendwelche Störungen konnten erfreu­licherweise nicht beobachtet werden.

Paris, 6. April. In den Wandelgängen wurde der Schwächeanfall des Reichskanzlers Fürsten Bülow lebhaft besprochen. Minister Bourgeois erhielt während de? Sitzung mehrere Depeschen aus Berlin und machte deren Inhalt bekannt. Unter den Deputierten befinden sich mehrere, die den Fürsten aus der Zeit seiner Tätigkeit in der Pariser deutschen Botschaft gut kennen. Sie sprechen nur in Aus­drücken rühmender 9lnerfennung.

Rom, 6. April.Giornale d'Jtalia" schreibt zum Unwohlsein des Reichskanzlers: Fürst Bülows kräftige Natur wird, wie wir wünschen, leicht das Unwohl­sein überwinden, von dem der Reichskanzler heute plötzlich befallen wurde. Es würde sicher ein großer Schaden fein, wenn der kluge, einsichtsvolle Pilot auch nur kurze Zeit fernen Posten verlaßen müßte.

Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . Portugiesen r III

ungsumwallung, die an der Nordmestfront unserer Stadt bereits auSgesührt ist, hat sich das Bedürfnis herausgestellt, im weiteren Umkreise unserer Stadt größere Forts anzulegen. Vor einigen Tagen befand sich nun im Auftrage des Kriegsministeriums eine aus höheren Offizieren bestehende Kommission in der Gemeinde Schwabenheim an der Selz, um dorten ein der Militärbehörde überwiesenes Gelände zur Erbauung eines Forts zu übernehmen. Bereits^ im nächsten Jahre soll mit der Erbauung dieses Forts der 9(nfang ge­macht werden. Auch in der Nähe von Zornheim soll ein Forts errichtet werden.

fc. Frankfurt a. M., 5. April. Beim Aufschlagen einer Badeanstalt am Main gerieten heute mittag die beiden Söhne des Wirts Sch eck er unter das Gebälk und er­tranken. Der eine der Jungen war 12, der andere 10 Jahre alt.

Arbeiterbewegung.

R. B. Darmstadt, 6. April. Heute morgen gegen 11 Uhr erfolgte hier ein Raub Mordversuch auf die Ehefrau deA Metzgermeisters Leonhard Schröder, Bessungerstr. 92, hier wohnhaft. Ein früher in dem Geschäft arbeitender Metzgerburiche namens Valentin Rühl aus Jugenheim wollte die Ladenkafse ausrauben. Die Frau merkte es und lies hinzu, worauf ihr Rühl mit einem feststehenden Messer 3 Stiche in d en R ü cken versetzte. Auf das Geschrei der lebensgefährlich verletzten,Frau kam deren Mann hinzu, worauf Rühl die Flucht ergriff. Einige, durch die Straße reitenden Artitterieunteroffiziere nahmen die Verfolgung Rühls, der in das Feld flüchtete, auf. Als .sie ihn beinahe erreicht batten, schnitt er sich die Kehle mit dem­selben Messer, mit dem er die Frau gestochen hatte, nahezu vollständig durch. Beide Schwerverletzte wurden in das städtische Krankenhaus gebracht.

Posen, 6. April. Ter seit einiger Zeit verschollene Redakteur Kowalczyk von dem Kattowitzer Polenblatt Gornoßlaszak ist, wie jetzt bekannt wird, in Wilna wegen Teilnahme an den P o l e n u in t r i e b e n verhaltet worden. Aus diese Meldung bin hat das Vlatt an den Reich S kanzler sofort die Bitte um Intervention bei den russischen Behörden gerichtet.

Algeciras, 5. April. Bei den Bevollmächtigten der neutralen Mächte waltet die Auffassung vor, daß Deutschland mit dem von seinen Vertretern erzielteten Resultat besonders zufrieden sein kann, insofern es ihnen gelang, an Svezial maßnahmen alles Wesentliche durchzusetzen, was dem vor Jahresfrist inaugurierten kaiserlichen Programm entsvrechend notwendig war, um eine mit den gemeinsamelt^Jnteresien der Signatarmächte von 1880 unverträgliche volitische oder wirtschaft­liche Präponderanz Frankreichs in Marokko hintan zu halten.

Innsbruck, 5. April. Ein bedeutender Waldbrand entstand durch die Funken einer Lokomotive gestern nackt in der Nähe des Berges Jsel in der sogen, stillen Schlucht. Ein anderer ungeheurer Grasbrand brach am dem Rottenberge aus, wobei der ganze Berg bis zum Gipfel in Flammen gehüllt war. Hunderte von Arbeiter»' versehe»» die Löschu»»g. Ein Feuer- weh r in a n n stürzte 50 Meter lief ab und wurde schwer verwundet.

Halle a. d. S., 5. April. Die Lohnbewgung der Berg­arbeiter in den mitteldeutschen Ko hl e n b e z ir k e u nimmt fortgesetzt an Ausdehnung zu. Heute beginnt die Zahlung der Streikunterstützung an annähernd 6000 Streikende im Revier Halle und an ctuxi 1000 im Helmstädter Revier. Die Ausdehn­ung der Streikbewegung in Böhmen wird angestrebt.

Haunov er , 5. April. Die Aussperrung indcrMe- 1 a l l - I n d u st r i e hat gestern abend in allen Betrieben be­gonnen. Der Metallarbeiter-Verband macht bekannt, daß bis heute mittag 1630 Streikende und 3050 Ausgesperrte vorhanden waren. Wenn in sämtlichen Betrieben die Aussperrung durch­geführt wird, werden im höchsten Falle 7000 Metallarbeiter be­troffen.

Braunschweig, 5. Avril. Nachdem bereits gestern in drei Fabriken die Gießereiarbeiter, 200 Mann, die Arbeit niederlegten, haben heute auch die Arbeiter in verschiedenen lleinen Fabriken die Ar b e it eingestellt. In der Maschinen- abrik Lutter wurden 900 Mann gekündigt, während bei einigen anderen Fabriken noch Verhandlungen schweben. Falls eine Einig­ung nicht zustande kommt, werden sämtliche Braunschwei­ger M a s ch i ii e n f a b r i k e n den Betrieb schließen, wo­durch etwa 5000 bis 6000 Arbeiter ansaesverrt werden.

Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.

Berlin, 5. April. Der Hanptvorstand desVerwcrt u n g s- v erbau des deutscher S p i r i t i» s f a b r i k a u t e u geneh­migte in seiner heutigen Versammlung den Vertrag für Ver­längerung der Gemeinschaft mit den Spritsabriken bis zum 15. September 1913. Die Agitation für einen neuen Vertrag soll jedoch nur ausgenommen werden, wenn bis gegen Ende April eine Vereinbarung mit den gewerblichen und landwirtschaftlichen Getreidebrenuern zu stände gekommen ist und eine ausreichende Beteiligung der Sprillabriken gewährleistet erscheint. AIS Vor­bedingung für die Verlängerung der Gemeinschaft wurde außerdem verlangt, daß bis zum 10. Juli 95 Prozent des Kontingents der deutschen landw. Kartoffelbrennereien mit Ausschluß der Provinz Hessen-Nassau, des Großherzogtums Heffen, Badens, Bayerns, Württembergs und Elsaß-Lothringens und im entsvrechenden Umfange auch die neuen noch nicht kontingentierten Brennereien sich beteiligen, sowie daß sich im Westen und Süden Deutschlands eine ausreichende Beteiligung findet. Unter Umständen ist vor­gesehen, das neue Syndikat ans Norddentschland zu beschränken.

H e s s i s ch e L a n d e S - H y p o t h e n b a n k D a r m st a d t. Tie Bank legt am 9. d. M. Mk. 7 500 000. 31/, °/<» Kommuna l- Obligationen zu 98,65°/, zur Zeichnung auf. Der Eours an der Börse notirt zur Zeit höher, 99,10°/.. (Wir verweisen im übrigen auf die Bekanntmachung der Bank für Handel und In­dustrie Depositenkasse, Gießen.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 5. April. (Telegr. Orig.-Bericht des ,,Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 16 Ochsen, 0 aus Oesterreich 2 Bullen, 0 auS Oesterreich, 91 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oester., 862 Kalber, 52 Schafe und Hämmel, 18 Ziegen, 136 Ziegenlämmer, 101 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 7577 Mk., 2. Qualität 6971 Mk., 3. Qualität 0000 Mk.: Bullen 1. Qual. 6668, 2. Qual. 0000: Kühe 1. Qualität 70-72 Mk., 2. Qual. 6667 Mk., 3. Qual. 4748 Mk., 4. Qual. 44-45 Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Kälber 1. Qual. 8993 Pfg., Lebendgewicht 5457 Pfg., 2. Qualität 8186 Pfg., Lebendgewicht 48-51 Pfg., Schlachtgew. 61-65 Pfg.; Sckafe: 1. Qual. 7880 Pfg., 2. Qual. 7072 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh gut, Ueberftanb unbe­deutend, bei Kleinvieh gut, kein Ueberftanb.

Am gestrigen Schweine markt blieb ein großer Rest- bestand, der heute zu auffallend billigen Preisen abgesetzt wurde und zwar an Händler.

kc. Frankfurt a. M., 6. April. lOrig.-Telegr. desGieß. Anz.") V i e h m a r k l. Zum Verkaufe standen 00 Kälber, 00 Schafe und Hämmel, 620 Schweine; 1. Qual. 7778 Pfg. Lebendgewicht 60.0061.00 Pf., 2. Qual. 7600 Pf., Lebendgewicht 59.50 Pfg., 3. Qual. 7173 Pfg. Kälber 1. Qual. 00-00 Pf., Lebendgewicht 0000 Pfg., 2. Qual. 0000 Pfg., Lebendgewich: 0000 Pfg., Schlachtgewicht 0000 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 0000 Pfg., 2. Qualität 0000 Pfg. Geschäft: bei Kleinvieh aedrückt, lleberstand »mbedeutend.

Bekanntmachung.

Die Steucrzettel ttberStaatsstcuer und allgemeine Kirchen- steuer für 1906 werden in den nächsten Tagen den Steuerpflichtigen durch die Schutzmannschaft zugestellt.

Diejenigen Einwohner, welche bis znm 15. April ds. Js. keinen Steuerzettel erhalten haben, nach ihren Verhältniffen aber annehmm müssen, dass sie steuerpflichtig sind, werden hiermit aufgefordert, hiervon alsbald ans der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 9, Anzeige zu erstatten.

Gießen, den 5. April 1906. Be/<

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. 93.: Curschmann.

Verdingung.

Die Anlieferung der im EtatSjahr 1906 zur Unterhaltung der Ufer- und Flutzbauwerke au der Lahn zwischen Gießen und der Landesgrenze bei Heuchelheim erforderlichen 300 cbm Wafferbaustcine soll in einem Los öffentlich vergeben werden.

Die Bedingungen sind bei Großh. Hochbauamt Gießen in den Dicnststnnden zur Einsicht offen gelegt. Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen, bis

Montag den 23. April l. Js., vormittags 10'/, Uhr, portofrei an die unterzeichnete Behörde ernzuscnden.

Abgabe der Bedingungen nach auswärts kann nicht erfolgen. Zu« schlaaSfrist 3 Wochen.

Mainz, den 2. April 1906. zV*

Großherzogliches Wasscrbauamt, Mainz.

I. D.: Becker.

4 9a Oesterr. Goldrente. . 4V6 % Oesterr. Silberrente

sd. Darmstadt, 6. April. (Eig. Drah-Hericht.) Die eiben Kinder des streust. Gesandten Prinz Hosten- ohe wurden gestern mittag in Anwesenheit des Groß­herzogspaares in der Stadtkapelle konfirmiert. Prinz Christian von Dänemark und der Land­graf von Hessen-Philippsthal-Barchfeld sind gestern nachmittag zum Besuch be§' Großst. Hofes hier