Ausgabe 
8.1.1906 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

156» Jahrgang

Zweites Blatt

Nr. 6

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Kcer irnd Grotte.

Ventlches Rei0«

na

Löt'

Srschetnt «glich mit Ausnahme der SanntogS.

Die ..«iehener ZcnnMenblStter" werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^lflkche Landwirt' erscheint monatlich einmal.

Montag 8. Januar 1906' Rotationsdruck und Verlag der Brühl'iÄen Univerftläisdruckerer. 9L Lange, Gießen.

Redaktion. Exvedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr.; Anzeiger Gießen.

4 Au'^" *«*

ÄwMls 6111 ^clh^T~"

,,7'k gesuchi

ttsrin /-Februar L 1241 onver.

Ein Centrumsparteitag für den Negierungsbezirk Wiesbaden

Marokko. !

Die Börse macht sich wegen Marokko unseres Er- Lcbtens doch recht unnütze Sorgen. Daß die Konferenz : sich recht lange hinziehen dürste, scheint kamn M bezweifeln ;u sein: daß es zu manchen diplomatischen Planke.elt.n kommen wird, auch nicht: daß aber die weitere Entwicklung , der Sache so gefährlich werden wird, daß man Befürchtungen wegen einer Störung des Weltfriedens h?gen mußte, daran glauben wir nicht. Und darinn ganz altern kann es sich doch nur handeln. Allerdings sind Nachrichten wie die, daß die englische Regierung erklärt hat, rn allen Fragen auf der Konferenz strikte mit Frankreich gehen zu wollen, bedenklich: auch mögen dre, ängstlichen Gemüter von der werteren Nachricht nichts weniger al^ er­baut sein, daß amerikanische und auch englische Sch i f f e n a ch d e m M i t r e l m e e r entsandt werden sollen und dazu noch französische Kriegsschiffe rm Hafen von Toulon bereit gestellt werden. Gerüchtweise verlaut 1 darum ,daß auch die d e u t j sb e Marine sich der Absicht trägt, eine Kreuzerdivis ron nach dem Mrttelmeer^ zu butftnden^^^ offiziösenPetersb. Telegr -Ag." hatte Mit Witte eine Unterredung, in deren Verlaufe er Witte fragte, ob dieser Komplikatiouen wegen der Marokko,rage befürchte. Gras Witte erwiderte, er sei überzeugt, daß alle Behauptungen, daß der dentscye Kaiser die Absicht hege aeleqentilch der Marokkokonferenh eine aggresive Politik einzuschlagen, der Begründung entbehren, denn unter der in jeder Beziehung hervorragenden Regierung Kaiser Wil­helms des Zweiten befolge Deutschland ausschließ­lich eine friedliche Politik. Er _ -J

überzeugt, daß die deutsche Politik immer eme solche bleiben werde, und daß die Marokkokouferenz ohne Zwischen­fall, besonders zwischen Deutschland und Frankreich, zu Ende gehen werde. Der Graf erklärte weiter, er toi))e nicht, wer ein Interesse daran habe, beunruhigende Ge­ruch t e zu verbreiten. Vielleicht geschehe es i m nter -- esse gewisser Baissespekulationen an der Börse. Er sei aber erstaunt, daß die Gesellschaft und die Presse darauf hineinfallen könnten. , , ,, , , . . ,

Eine Londoner Versicherungsgesellschaft rechnet jedoch bereits mit einem eventuellen deutsch-französischen Kriege. Sie hat zu diesem Zwecke Versicherungskontrakte abgeschlossen mit einer Kriegs prcrmie von 5 Psd. Sterling pro 100. Die Kontrakte sind für eine sechsmonatige Dauer

* mu zwei .. von 4 unb 7 ll|e Offenbachs °°W). Nur bouernbe und ln9 reflektier . ,""d yaushall ft* wollen nu Angabe des ^«238 an den landen.

gut kochen rann und jür Men haus^lt

Rußland in Mteu.

Finanzvote.

Ter ehemalige ri'.ss. Fänanzminister Kokowzow, w'leper nach offiziöser Meldung am G. d. M. in Dari eingetrosi ist, ist vom Präsidenten der Republik Loubet und dem Ministerpräsidenten Rouvier empfangen worden, ^er ^emps" glaubt, die Anwesenheit Kokowzows ^unge mit einem Vorschläge Rittzlands zus^nnmen, nach welchem fran­zösische Bankinstitute dem rilssischen Staate gcpen Bürgschaften das notwendige Geld kapital v orstrecken sollen, um eine Zeit lang den Pariser Kurs von 2,66 für den Rubel aufrechtzuerhalten. Dre franzos sichen _ Ban^ institute seien omsnahmslos geneigt, den Vorschlag zu

jerkraü,' ..sk. »Oi1 iil Walzengatleru. , hefte Linnchtuiig, ,achte«. Für tüchl. lohnende Ex'liA ^jrageu unter 23 lerAnzeiqnnoet.

: liefert mit

JO Rauchiang me» v.sre'lba'-len- 9ben®i^5V^

$ Ter ^Pariser Korrespondent des Londoner ,FDbserver" glaubt abenteuerlicherwelse mitteilen zu sollen, daß der deutsche Kaiser in seiner Neujahrsrede an die Generalität angedeutet habe, daß auch er mit der Even- tualität eines Krieges mit Frankreich rechne, indem er er­klärte, das neue Jahr beginne f^r Deutschland mttdüsterenAnSsicht en. Er gebe jedoch der Hoffnung Ausdruck, daß der Friede erhalten bleiben möge, es rönne sich aber nur um einen ehrenvollen Frieden handeln. Ter Korrespondent des ,F)bserver" fügt hinzu, daß der d e u t s ch e Ge n e r al st a b augenblicklich einen Kr i e g n ich t b e s u r- Worten könne, da das neue Jnfanteriegewehr nocy nicht

kkf-tz!. 2

ein [oh

iilana | Seschästigung auf "üb.Llrmftr.72, welcher lange einem laufmäu- itig ifl, sucht per bnllche Steilung, iügg. SchrAng. ien.Anz. erbeten.

prüfen.

Witte

sprach dieser Tage zu einem Vertreter der offiziösen Petersb. Tel.-Ag. (vgl. den heutigen ArtikelMarokko") auch vmr der erregten Lage in Rußland und. sagte, aReS, was täglich in der auswärtigen Presse in dmi letzten Jahren bezüglich der russischen Angelegenheiten geschrieben fei,w^c wäre, würde Rußland seit langer Zeit nicht mehr existureu. Trotzdem bestehe Rußland und werde aud) werter bestehen, denn trotz des Ernstes der Krise werde eS mis ihr neu geboren hervorgehen fcer ZYch»- logische Zustand eines großen Teils der europäischen Gesell­schaft verlange sensationelle Neuigkeit«!. Die Korrespon­denten der auswärtigen Zeitungen sendeten aus Mßland solche Nachrichten, ohne sw zu prüfen, um der Modelaune zu genügen.Uebrigens", fügte Witte hinzu, , kennen dre Regierungen der fremden Mächte vollkommen den Stand der Tinge in Rilßland, insbesondere die Regierung des befreundeten und verbündeten Frankreich. Er Haire .tch für verpflichtet, zu erklärni. daß die französische Re­gierung sich gegen Rußland nut demselben E-fuhl der Freunbidjaft und des W°hlw°lle»s.verhalte, wie vorher, und das beruhe auf Gegenseitigkeit.

Es dürfte in diesem hochosfiziosen Dementt d.r Zahl­reichen Hiobsposten, die aus Rußland täglich, zumerft Von englischen Blättern, verbreitet werden, viel Wahres liegen. Immerhin sind die englischen Greuelmeldungen se^ bezeichnend für die .Haltung Albivnv gegenüber dem russi chen Bären. Ob die Lemberger, Wiener und Bukarester:

0^ Magdeburg, 6. Jan. Die hier stattgehabte erste Konferenz gemeinnütziger, neutraler RechtSauskunrts- stetlen beschloß die Gründung eines Verbandes derkomrnu- nalen Auskunftsstellen nut dem Voritandssitze in Magdeburg.

Erfurt, 7 Jan. Sämtliche Tabakinteresieuten m Er­furt und Umgebung richteten an den Reichstag eine Petition gegen die geplante Tabaksteuer, die dem § 5 des Flottengesetzes widerspreche.

Stuttgart, 6. Jan. Die württembergßche Volks- partei nahm eine von Dr. Richtw-Pforzheim eingebrachie Resolution einstimmig an, in der die Friedensbewegung diesseits und jenseits des Kanals begrüßt und die Ueber- zeugunq ausgesprochen wird, daß das deutsche Volk in seiner Gesamtheit England gegenüber ebenso frei, von Haß ist wie dieses gegen Deutschland, sowie der Wunsch, daß die beiden stammesverwandten und kulturell gleichwertigen und auf einander angewiesenen Völker mit Ruhe einen Weg finden werden, durch den die friedliche Lösung etwa ent» stander Streitfragen dauernd garantiert wird.

Leipzig, 7. Jan. Ernst Hasse, der Vorsitzende des Alldeutschen Verbandes", vollendet am 14. Februar sein 60 Lebensjahr. Hauptleitung und Geschäftsführender Aus­schuß des .Alldeutschen Verbandes" haben beschloßen, dem Vorstand in einer Sitzung seine Ernennung zum Ebrenniitglied oorzuschlagen. Sie schlagen ferner vor, durch freiwillige Bei­träge ein Kapital zu schaffen, das unter dem Namen ,Ha ss e- Stiftung" eine Maffe für das Deutschtum überall dort werden soll, wo es sich in der Rot befindet und um sem Dasein kämpft; die Zinsen dieses Kapitals sollen die Kamps- mittel nationaler Selbsthilfe stärken helfen".

München, 6. Jan. Ter Prinzregent verlieh^für hervorragende Leistungen anläßlich des Krieges in ^ud- westafrika eine große Reihe OrdensauSzcichnungen von denen nachstehende genannt sein mögen: den Miluür- Verdienstorden erster Klasse mit Schwertern Generalleutnant von Trotha; den Militärverdienstorden zweuer Klasse mit Schwertern Generalmajor a. D. von Leutwein und Oberst von Deimling, Abteilungschess im Großen Generalliab; den Dtilitärverdicnstorden dritter Klasse nut Schwertern Oberst­leutnant Chalcs de Beaulieu, Ehef des Stabes des preußischen zweiten Armeekorps, Oberstleutnant v. Muglen- fels, Kommandeur des ersten Feldregiments, Ma,or von Estorfs vom ersten Feldregiment, Major Meister und Hauptmann Franke vom zweiten Feldregiment; den Mül- tärocrdienstorden vierter Klaffe mit Krone und Lrchwertecii den Majoren von der Heydc vom ersten Feldregunent, von Kam ptz und Pudor vom zweiten Feldregiment.

russischen

Nnrnhemeldlmgen

mehr Glauben verdienen, läßt sich schlecht beurteilen, v.'den- falls glauben wir die wesentlichsten von ihnen nach tote vor In hat^ewe neue Metzelei stattgesunden. Als Arbeiter,

die nach mancherlei Mordtaten in der Fabrik Vrorodmk emge- scblossen mareir, ihre Freilassung verlangten, um ^nina em nehmen zu können, erklärte der Macbtskommrssar, Oberst ..terdel. sie sollten binnen h'inf Minuten die Mörder nennen, sonst wurde er schießen lassen. Die Arbeiter meiaerten sich, dieser Uustorderung nachzukommen. Meidet befahl nun,, Kanonenschüsse m den Fabrik, saal abzuaeben. Dies geschah und über bundert Arbeiter rourbeu qetötet. Nun brach eme 'urcgtbare hanik aus. Die 'Arbeiter suchten zu fliehen, wurden aber von den Soldaten nut Schüssen zurückgejagt. Wieder gab cs viele xote. Darauf wurden brCl Au?L^i b^?wird^derNowoje Wremja" gedrahtet, daß _da^ sogenanuteBereinigte sozialdomokratff^ Komitee; den- ausl'äwß und die Stadtduma aufgesordert hat, für den Unter­halt der darbenden Arbeiter die nötigen Summen amuwegen, widrigenfalls die Fabrilen demoliert und emgeaschert werden wür d^n Lelm Kilometer von Wenden in Livland brennt dep Landsitz des Oberhofmeisters Grafen Srewers. Eine dorthin entsandte Kösalcnabteilung mußte Zuruckkehren, weiL eine nach tausenden zählende beivaftnete Bande ü>r im Walde den Weg verlegte In Odc,sa nnirde eine Gruppe von An­archisten verhaftet, welche verdächtig sind, ,m t^tcr Zeit Bom- ben gewvrfen zu haben. Die Zahl der m Odessa beider in^ Oktober slattgehabten Iudenhetzen uiiigcfommencn ^uM

iiumnebr fesracstellt. 301 Juden ivnrden beerdigt, damnr konnten 256 rekognosziert werden, während, lo unbekmnt, blwbeu.

Im poln. Gouvernement Grodno ist m ^nt Jiru

ein Bauernaufstand ausgebrochen. Ms 600 '-^ivasmete ber Bande Opoles das Palais des Gutsbesitzers Jelenskt) be­lagerte, eilte eine Eskadron Dragoner herbei, feuerte und tötete 20 Männer und Frauen. Dasselbe ereignete sich im be­nachbarten' Skirmi'n s und Molodewv. Hier wurden v i,cle Per- fönen getötet oder verlebt. Die Gutsbesitzer fluajten vov den bewasmeten Bauernbanden. In Radom, int Ronnsa-en Hotel, entdeckte die Polizei Flugschriften in einer Geheinidruckerei. In den Waffenlädcu wurden große Dhnamitvorrate, Bombenkapseln und chemische Utensilien und Revolver beschlagnahmt.

Tie große Gärung, die seit langer Zeit unter den Bauern Bessarabiens herrscht, ist jetzt in offenen Aufstand, übergeaangeii. In den Dörfern Marcautz und Bilifesti, wurden Gutsbesitzer voll den Bauern ermordet und die Guts- böse geplündert. In der Nähe von Kalaraschi wurden me Häuser mehrerer Gutsibesiler zerstört, und em rüdischez

71

fertig-gestellt sei.

Pariser Blätter verzercynen Meldungen aus ^ondo.n, denen zufolge im Falle eines Konfliktes zwischen Franireich und Deutschland und einer Beteiligung Englands zugunsten Frankreichs auch die Klausel des zwischen England und Japan getroffenen Abkommens in Kraft treten wird, wonach Japan En gl and eine Truppenm acht von 500 000 Mann zur Verfügung stellen muß.

Spanien- stellt sich auf die Seite Deutschlands. Tas einflußreiche Madrider Blatt ,Lmpercial" schreibt:

Me Interessen und Einflußmittel Spaniens ui Marokko werden von Frankreich auf alle mögliche Weise wütend be» kämpft. Die Agenten der Republik sind bestrebt, Nicht nur ihr eigenes Eindringen zu fördern, sondern f r e m d e s E i n d r i n g e n zu verhindern und alle Gründungen anderer Siaaten zu vernichten. Marvllos Existenz ist durch Europa verburm. MaroNo und Europa können nickst übersehen werden, das uegi so klar auf der Hand, daß der Irrtum Frankreichs geradezu unbegreiflich ist. Deutschland hat in dieser Angelegen­heit bloß den gesunden Men scheu verstand vertreten.

Deutsch-Oftafrika.

c^er Küsten beul- enmg in der Nähe des Regierungssitzes von Deutsch-O i-snla ist die Macht der deutschen Herrschaft soeben durch den Augenschein bewiesen worden: die Autorität derZauberer", die die Neger unter dem Vorgeben d.e Deutschen würden durch höhere Macht besiegt werden, ste s von neuem zum Widerstand ermutigten, wird dadurch wohl wesentliche Einbuße erleiden. Am 6. Januar wurde an fünf Rädelsführern aus dem Bezirk Daressalam, namens Magimba, Matangosoft, Kiduka, Magensabür und

Berlin, 7. Jan. Der Kaiser richtete folgendes | Dankschreiben an die städtischen Kollegien Berlins: i

Der Magistrat hat mir in altgewohnter Weise an der Schwelle , des neuen Jahres freundliche Glückwünsche für mich und die Memen dargebracht und dabei der ersreulichen Eiitwicklung dankbar Er- wcihnung getan, welche im vergangenen Jahre Kunst und Wissen­schaft. Hansel und Gewerbe im ganzen deutschen Vaterlande unter den Segnungen des Friedens beschieden war. Ich spreche dem Magistrat meinen wärmsten Dank aus und wumcke von Herzen, daß auch das begonnene Jahr allen Werken des Friedens reiche Förderung bringen möge. Möge es auch der durch ehienamt- tiche Mitarbeit der Berliner Bürger,chast m reichem Maße unter­stützten Verwaltung meiner Haupt- und Residenzstadt gelingen, den gewaltigen Anforderungen aus allen Gebieten des kommunalen Gebens in immer vollkommenerer Weise gerecht zu werden.

Berlin, den 3. Januar 1906. .

(gez.) Wilhelm R.e

Die Mittel für den Bau und die Unterhaltung des projektierten Musterinstituts für Säuglingspflege sollen durch Sammlungen aufgebracht werden. Als Erste haben der Kaiser und die Kaiserin einen namhaften Betrag für diesen Zweck gespendet. Unter stetiger Anteil­nahme der Kaiserin haben Vorbesprechungen über die Plane stattgefunden. Nach einem ersten Entwurf soll die Anstalt 50 bis 60 Betten enthalten. Die weiteren Arb-iten haben ein Komitee mit Staatsminister Schönstedt an der Spitze sowie ein vorbereitender Ausschuß übernommen.

In den letzten Tagen haben im Reichsschatz- amte eingehende Besprechungen stattgefunden über das Maß der Zugeständnisse, die eventuell dem Reichstage bei den neuen Steuervorlagen gemacht werden könnten, ohne daß daS zu erreichende finanzielle Erträgnis im wesent­lichen gefährdet würde. Dabei ist auch die finanzielle Wirkung der von den verschiedenen Parteien ober Parteiorganen befür­worteten anderweiten Steuerwünsche festgestellt worden. Das gesamte Material wird der Steuerkommission des Reichs­tages unterbreitet werden.

Die Schnellfahrversuche mit Dampsiokomottven werden bei der Staatsbahnverwaltung demnächst wieder auf* genommen werden. Minister v. Budde hat die Eisenbahn* direktion Berlin beauftragt, die Versuchsfahrten, die voraus- sichtlich von Spandau ans ouf der Strecke nach Hannover stattfindkn werden, zu leiten und darüber zu berichten.

Die ,Rordd. Allgem. 3tgJ schreibt:

Nur mit Wi derwillen unterziehen wir jm6 der Pflicht, die tendenziösen Behauptungen desVorwärts" über das Ver­hältnis der E i s e n b a h n v e r w a l t u n g zum Koh l en - Syndikat nochmals richtig zu stellen. Er erkiihnt sich letzt zu der Nnterstellunq, daß eine Einigung zwischen der E'senbahnverwaltung und dem Syndikat erst nachträglich, vielleicht erst infolge seiner Notiz getroffen worden sei. Auch dieser letzle Versuch, seinen Re.m lall zu verdecken, ist ihm gänzlich mmlungen. Wir sind aus Giund amtlicher Information in der Lage, demgegenüber bestimmt zu ex klären, daß die Nachlieferung der Nucksiande an Dienslkoh en zu den bisherigen Vertragspreisen von dem Syndikat Niemals ab; gelehnt, vielmehr schon mitte Dezember v. I. bis zum Schluß des Etatsjahres (31. März), ausdrücklich zugesichert worden war. F r die Verdächtigung desVorwärts , dre Ersenbahnverwaltiing lalle nnberechliolerweise 50 000 Mk. in die Taschen der Kohlenmtereiseiilen fließen, hat zu keiner Zeit auch nur dre ^pur eines Anlasses vor-

hlrger, solider als Liiilasfterer, iener oder bergt stellt werden.

.geböte unter 0133 Änzesier erbeten. bell eres Madihcu stelle. Näheres ch, eonueuitr.32.

die Industrie oder gar MLeiterentlassuugen zur Folge haben. Die Quittungssteuer sei ganz zu verwerfen. Diskutabel jei die Fah^ kartensteuer, wenn man sie auf die erste und zweite Klassi, wwie weite Strecken beschränke. Auw die Erbichaftssteuer vvn 150 000 Mark an fei zu tragen. Redner ging schließlich 'auf die Sozial­politik des Zentrums ein, in dieser Beziehung wewe es die bisherigen Bohnen weiterwanbeln.________

chr. Schuler ber Jrw/lhrtertiü.',t'*. ole

n Aetz.Änz.erd.

mmmt noch 1 Ul Kunden an. je: etr.32,m. ääbeF rentablen grcftren icsncht. 1168 rollen ihreOsserten Giest Anz. abgeb.

Banamimgi im Beisein einer großen Voltsmenge und oon, über 100 Europäern die Hinrichtung durch den sträng vollzogen. Auf dem Heimweg hörte man allenthaloen Rufe der Entrüstung gegen die Aufständischen von selten der Em- geborenen. _<

fand am Sonntag in Frankfurt statt. Folgender Ori­ginalbericht ist uns darüber zugegangen:

ReickStagsabg. de Witt aus Köln schilderte das Zentrum als frei von wirtschaftlichen und religiösen Sonderinteresien. Das Zentrumsproaramm sei frei von jeder Bezugnahme auf die Religion Sehr wohl sei innerhalb dcr Zentrumspartei ein Zusammenarbeiten der verfchiedenften Konfessionen möglich, ^as Zentrum sei keine konfessionelle Partei und werde es menurls werden. 2ln der Frage der Existenz eines höheren Wesens könne es aber nickt vorbeikommen, und es halte sich dabei anhem Wahlspruch Kaiser Wilhelms I.:Dem Volke soll die Religion erhalten bleiben." Das Zenttum wolle religwfe. Freiheit für alle Konfessionm. Redner ging dann kurz auf den Toleranz antrag des Zentrums im Reichstage em, der überall feinchelig ausgenommen worden sei. y f»v..a

Heber die Schulfrage sprachotabto. ®b. Muller aus Fronkfurt Tas Sckmlideal des Zentrums sei die Konsefiwns- schnl^ Nur sie führe zum wahren ckiristlicheii Ziele- Die kon- fessionelle Einheitsschule allem schaffe die Einheit zwsichen Haus- und Schulerrsthnng. Mit Bedauern sieht der Redner die Stellung des srrcmkfnrter Lehrert.'ereins für die SinmltansckMle, ber in dieserBez'ehnng mit den Liberalen Naffaus Hand mH and gehe Lmler der Forderung der Simultanscvile stehe meist srill das Verllmaen der religionslosen Schule. Freisinn und ^o/lull)emo- krat'cn Äziell in Frankfurt, wünschten diese religionslose Schule.

L neiw Skmlaesetz wolle Naffau ausnehmen und ihm, emc i nrSÄ ®. Dagegen müßten sich aber alle Kathollken Nassaus und Frankfurts entschieden verwahren, daß man ihnen feie Fortschritte des neuen Schulgesetzes Nicht zuteil werden lasse.

R^V und Landtagsabg. TriMborn aus Köln sprach über i <yx Xißfg, p »rn otlß'Jftü. Die neuen Steuern siien nicht zu vermeiden, ebeufoirenig ro^ätüS!®.JtufiE1a-|1^l,r,.r

benv.SivampK"

,e |W

le Wf

-Wt«