Schulvcrwaltcrwohnung enthält. Lehrball und Wohnungsbau haben vollständig getrennte Eingänge. Die Kosten des großen Gebäudes belaufen sich auf nur rund 55 000 Mk. Heute fand nun gelegentlich deS Kirchweihfestes unter äußerst zahlreicher Beteiligling auS nah und fern die Einweihung deS Gebäudes statt. Um 2 Uhr wurde am alten Schulhaus ein langer Festzug aufgestellt, an dem die Vereine, die Orts- vorstände, die Vertreter der Kreisschulkoulmission, Kreisrat Hölzinger, Kreisschlilinspektor Eck, Kreisbauinspektor Fischer, Dekan Waguer-Grunberg lind zahlreiche Lehrer teilnahmen. Das Dorf hatte Festschmuck angelegt. 9(n den beiden alten Schulhäusern sanden 9lbschiedsfeiern statt, es sprachen die Lehrer Schäfer lind D u >l ke n be rg er. $(m Nelibau hielt der Ortsgeistliche Pfarrer Becker die Weiherede, als Weihelied trug der Gesangverein „Eintracht" vor: „Tie Hiulmel rühmen des Ewigen Güte." Kreisschulinspektor Eck dankte der Gemeinde für den Nelibau und ermahnte die Jugend zu Fleiß und Pflichttreue, damit sie einst würdige Nieder der Gemeinde und des Staates würden. KreiSrat Hölzinger betonte, daß dies die erste Festlichkeit sei, der er im Kreise beiwohne lind sprach die Hoffnlmg nn§, daß das neue Schul- hauS auch ferner die Llist zum Vorwärtssireben in Schule und Gemeinde wecken möge. Bürgermeister Neeb dankte der Behörde für ihr Gntgegenfommen und die Förderung deS Balies und brachte ein Hoch auf S. K. H. den Großherzog nu§. Dann erfolgte die Uebergnbe des Schlüssels und die Oeffmlng des Gebäudes. Gino Schülerin trug noch ein Begrüßungsgedicht vor. Den Schluß der Feier bildete der Schülerchor: „Lobe den Herrn, o meine Seele." Dann fand die Besichtigung des Gebäudes statt, das in jeder Beziehung mustergiltig und den Forderungen der Schulhygiene eiltsprechend eingerichtet ist. Jede Lehrermohmmg umfaßt fünf schöne, im modernen Stil auSgeführte Zimmer, von denen man eine herrliche Aussicht inS Ohmtal und nach dem Vogelsberg genießt. Die Folge deS NenbauS wird sein, daß in Zuklmst unsere Schulstellen zu den meistbegehrtesten Oberhessens zählen werden.
P. Schlitz, 4. Nov. Da? Verlieren von Gegenständen aller Art, wie Geld, Schirme, Stöcke, Pfeifen usw. gehört ja zll den Alltäglichkeiten, daß man jedoch eine Kllh verliert, dürste wohl schon seltener vorkommen — passierte aber einem Handelsmann auS dem benachbarten Grebenau am vergangenen Freitag. Er ging, eine Kuh im Werte von etwa 200 Mk. am Seile hinter sich herführend, an diesem Tage von hier nach seiner Heimat. In Gedanken versimken — wahrscheinlich darüber, wen er am nächsten Montag mit dem Tiere glücklich machen will — schreitet er seines WegeS. 9(uf der Höhe, mitten im dichtesten Walde angekommen, fühlt er daS Bedürfnis, etwas zu verschnaufen, setzt sich auf einen Stein und gewahrt hinter sich blickend, daß sein Tier schon viel früher das Bedürfnis gehabt hat, auszuruhen, denn nur das leere Seil schleift noch hinter ihm her, die Kuh jedoch ist spurlos verschwunden. Bis spät in die Nacht wurde durch Viehtreiber mit Laternen der ganze Wald abgesucht, ober leider vergebens, das Tier war und ist bis jetzt verschwunden. Selbstverständlich trifft auch hier wieder das alte Sprichwort zu, daß, wer den Schaden hat, für den Spott nicht zu sorgen braucht.
Offenbach, 3. Nov. Die „Offenb, Ztg." schreibt: Infolge der zunehmenden Fleischnot hat gestern die Stadt- verordnetenversammlung einstimmig beschlossen, -das Oktroi auf Schlachtvieh, sowie Fleisch, Wildpret, Würste und Geraube auf zu heben. Ferner wurde beschlossen, das Großh. Ministerium nochmals zu ersuchen, im Bundesrat für die schleunige Deffnung dek Grenzen einzutreten. — Auf den am Donnerstag abend um 5.45 Uhr nach Sachsenhausen durchfahrenden Personenzug wurde vom Feldwege aus von einer bis jetzt nicht ermittelten Person ein großer Stein in daS Wagenabteil zweiter Klaffe geschleudert. Die beiden Jnsaffen des Abteils, öeffen Scheibe zertrümmert wurde, kamen mit dem Schrecken davon. Die Verfolgung nach dem Täter blieb bis jetzt erfolglos.
• Vermischtes.
* Berlin, 4. Nov. Als der Tierbändiger Meters heute nachmittag im Zirkus Busch seine zehn Tiger und sechs wen vorführte, glitt er aus, worauf die Bestien aus ihn einstürzten und ihn durch Bisse und Kratzwunden schwer verletzten. Die vier Gehilfen drangen in den Käsig ein und trieben die Tiere durch Hiebe mit eisernen Stangen und durch Schreckschüsse zurück. Unter ihrem Schutze kroch Peters durch die Gittertür heraus. Er konnte sich dem Publikum noch dreimal im Zirkus zeigen, dann brach er bewußtlos zusammen. Er wird längere Zeit zu feiner Widerherstellung gebrauchen, das Publikum, besonders die Kinder, wurde bei der Sch recke nSs.'eue von einer Art Panik erfaßt, wurde dann aber durch Zirlusangestellte beruhigt, worauf die Vorstellung fortgefeht wurde.
* Kleine Tageschronik. Im .f>n?en von Toulon explodierte vom franz. Kreuzer „Eharles Märtel" ein lanciertes und nachher wieder ausgesischtes Torpedo, nachdem es wieder an Bord gebracht worden war, auf Teck. Ein Mann wurde getötet, zwei Leute wurden schwer, mehrere leicht verletzt. — In Kiel feuerte der Kaufmann Müller in dem Geschäfts- Haufe seines Prinzipals nenn R e v o l v e r s ch n s s e a n s Angestellte und herbeieilende Schutzleute ab. Niemand wurde verletzt. Auf einen blinden Schreckschuß eines Beamten erschoß sich Müller. — In Leipzig wurden auf der Stadtkasse Unregelmäßigkeiten entdeckt und alsbald der Stadtkassierer Grützmann mit der Selbstbezichtigung, große Beträge aus der Stadtkasse unterschlagen zu haben. Eine Zeitung meldet, es handle sich um etwa 100 000 Mark. — Als die Frau des Hotelvortiers Foertsch von einem Besuch bei ihren auswärts wohnenden Eltern in ihre Wohnung zurückkehrte, sand sie ihren Gatten und ihre b e i d e n K i u d e r im 9llter von 7 und 8 Jahren tot in ihren Betten vor. Ter Vater hatte die Kinder durch Nevoloerfchüsse ins Herz getötet und sich dann durch einen Schuß in die Schläfe entleibt. Der Motiv der Tat ist unbekannt. — In Leipzig verhaftete die Polizei einen gefährlichen Hochstapler, den Ehemiker Wenge, der dort in Berlin und Hamburg zahlreiche Straftaten verübte. Er hat auch ein minderjähriges Mädchen nach Paris entführt. Tas Mädchen wurde ihm dort abgenommen, worauf Wenge nach England flüchtete. Wenge ist schon vielfach mit Zuchthaus vorbestraft. — Ter von Hamburg unter Mitnahme von Juwelen im W e rt e v o n 4 0 0 0 00 Mark f l ü ch t i a aewordene und in Odessa verhaftete Lemberger Groß-Kauf,nanu Elkan ist aus dem Gefängnis in Odessa entflohen. Ter schuldige Gefängniswärter wurde verhaftet. — Bei Lueg - nano (Italien) wurde ein Gefährt von einem Bah izuge eriaßt. Drei Jnsaffen wurden getötet, einer schwer verwundet. — Auf der Hubertusjagd des Westvreußischen Reitervereins bei Langfuhr
ist der R i t t m e i st e r v o n K r o s i g h vom 1. Leibhusarenregiment so unglücklich mit bem Pferd gestürzt, daß er das Gkiiicf brach und bald darauf v c r st o r b e u ist. — Tas Verschwinden des jugendlichen G n e s e n e r D o m p s a r r e r s Skowronsky, der im August angeblich eine Reise nach der Schweiz angetreten har und seither spurlos verschwunden ist, hat sich dahin aufgeklärt, daß Skowrousky infolge übertriebenen l u r i 5 s e n Lebens Schulden in der Höbe von^15 000 Mark gemacht hat. Tas Gnefener Tomkcwital wird die Schulden decken. — In Leipzig hat sich der Kaufmann Hoffmann, der in der Wafienhandlung von Straub einen Revolver erstand, wobei die Frau des Gcschafis- inhabers einen unbeabsichtigten Selbstmord beging, in seiner Wohnung erschaffen. — In Hamb u r g wurde die Vermieterin 9l g n es Iark in ihrem Bett ermordet ausgefunden. 9lnßer mehreren Wertgegenständen fehlte ein Sparkaffenbuch über 270 Mk. Von dem Täter hat man noch keine Spur.
Arbeiterbewegung.
Hamburg, 3. Rov. Tie Steuerleute der Vereinigten Elbschissghrtsgesellschaften, die sich im Ausstand befind-m, haben heute die Arbeit wieder ausgenommen und wollen nunmehr mit den Arbeitgebern wegen Aufbesserung ihres Lohnes direkt verhandeln. Die Arbeitgeber werden die Wünsche der Steuerleute in Erwägung ziehen und demnächst in Verhandlungen darüber eintreten. Der Verkehr auf der Elbe ist infolge dieses Ausstandes auf ein Minimum gesunken. Gestern und heute sind elbaufwärts über vier Schleppdampfer mit etwa der doppelten Anzahl von Kähnen abgegangen, während von der Oberelbe überhaupt keine Schleppzüge eingetroffen sind.
Altona, 4. Nov. Auf dem seewärts fahrenden Fischdampfer „Elbe" erklärten zwei Matrosen, sie wollten zu dem neuen Tarife nicht arbeiten, und da der Kapitän auf Verlangen der anderen die Bezahlung ablehnte, forderten die Matrosen die sofortige Rückkehr des Dampfers nach Altona und drohten den Kapitän über Bord zu werfen. Der Dampfer kehrte nach Mtona zurück, wo die Matrosen nach einem vergeblichen Versuche, über Bord zu springen, verhaftet wurden.
London, 3. Nov. In den zehn größten Bergwerken des Rhondda-Tales sind 13 000 Bergarbeiter in den Aus - st a n d getreten; die Arbeiter wollen durch den Streik gegen die Anstellung nicht svndizierter Arbeiter protestieren.
Verviers, 3. Nov. In einer Versammlung der ausständigen Webereiarbeiter, die einen stürmischen Verlauf nahm, haben heute die Wollkämmer mit 517 gegen 412 Stimmen sich gegen Wiederaufnahme der Arbeit erklärt, sofern nicht die vor der Aussperrung gültigen Bestimmungen wieder in .Maft gesetzt würden. Dagegen haben die Wollwäscher, die sich zuerst unversöhnlich zeiaten, für Wiederaufnahme der Arbeit gestimmt.
Tetschen, 4. Nov. Unter den Ko hl e n - Ka r r e rn des Außiaer Umschlagplatzes sowie unter den Arbeitern des Umschlagplatzes der österr. Nordostbahn in Laube wird eifrig agitiert, daß sie zurUnterstützungderstreikendenElbschiffer ebenfalls die Arbeit niederlegen. Wenn der Streik zustande kommt, dürfte der KdUen-Transpvrt nach Deutschland gänzlich unterbunden werden.
Handel nnd Verkehr, Volkswirtschaft.
Preisbewegung. Nahezu konform den Preissteigerungen in Deutschland gehen die in Oesterreich, zuweilen unter aus- drücflichem Hinweis auf die Erhöhungen bei uns. Das östreichische und das ungarische Eisenkartell erhöhten, wie gemeldet wird, mit Rücksicht auf die Preissteigerung in Deutschland die Trägerpreise, ja nach verschiedenen Fracbtlagen bis zu 1 K^r. für den Meterzentner. — Die Seiden-, Plüsch- und Samtfabrikastten erhöhten ihre Preise durchweg um 6 Proz. — Die Vereinigung rheinisch-westfälischer Bandeisenwalzwerke teilt mit, daß in der am 1. d. M. abgehaltenen Sitzung die Preise für Bandeisen um 2.50 Mark für 100 Kilogramm erhöht wurden, sodaß sich diese jetzt auf Grundpreis 157.50 Mk. und 160 Mk. je nach der Menge stellen.
Hofbierbrauerei SchöfferHof -Frankfurter Bürger- brän. Es verlautet, daß das am 30. September abgelaufene Geschäftsjahr in seiner Dividende den Erwartungen der 9lktio- näre kaum entsprechen dürfte. Im vergangenen Jahr, dem ersten Jahr der Fusion, konnte 11 Proz Dividende zur Verteilung gebracht werden. Diesmal dürften, so wird von mancher Seite behauptet, nicht mehr als 8 Proz. heranskommen. Der 9lbsatz sei zwar größer als i. V. gewesen, jedoch seien die Unkosten usw. gestiegen. 9lnch soll der Bierbopkott im September ungünstig auf den Geschäftsgang gewirkt haben. Jedenfalls wäre es recht angebracht, wenn die Verwaltung sobald als möglich, eine offizielle Schätzung der Dividende gäbe.
Zur deutschen Geld Marktlage. Man hat bereits wieder am eine wesentliche Besserung des Geldmarktes geglaubt und nun ist zum Schluß der vergangenen Woche doch wieder eine, wenn auch nicht bedeutende, Versteifung zu verzeichnen gewesen. Sie zeigte sich anck im neuesten Ausweis der Deutschen Reichsbank, dessen Status sich zu Monatsschluß naturgemäß verengte. Immerhin fenut auch gegen Monatsanfang gehalten, eine gewisse Entlastung verzeichnet werden. Die Steuerpflicht hat zu Anfang des Monats 130 Mill. Mk. betragen, jetzt 76 Milt. Mk. Die Versteifung ist hauptsächlich auf die Begebung von Schatzscheinen zurückzuführen; außerdem hat noch 'das Angebot au Wechseln zugenommen.
Märkte.
fr. Frankfurt a. M., 5. Nov. (Telegr. Orig.-Dericht des „Gieß. Anz."). 9lmtl. Notierungen der bentiaen Viebmarktp reife. Zum Verkaufe standen: 388 Ochsen, 95 ans Oestreich, 54 Bullen, 0 ans Oesterreich, 0 aus Dänemark, 658 Kühe^ Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 265 Kälber, 366 Schafe und Hämmel, 00 Schafe aus Oesterreich, 0 Ziegen, 1669 Schweine. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 87—89 Mk., 2. Qual 75—73 Mk., 3. Qual. 66—70Mk.; Bullen 1. Qual. 78 bis 80 Mk., 2. Qual. 74—76 Mk.; Kühe 1. Qual. 79—81 Mk., 2. Qual. 75—76 Mk., 3. Qual. 61-65 Mk, 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00Mk. Kälber: 1. Qual. 100—106 Pfg., Lebendgewicht 60—63 Pf., 2. Qiml. 95—98 Pfg., Lebendgewicht 56—58 Psg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 75—80 Pfg., Schafe: 1. Qual. 80—82, 2. Qual. 00—00 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 75—00 Pfg., Lebdgeiv. 58.50—00.00 Pfg., 2. Qu.73—74Vfg., Lebend- gew. 57.50—58 Pfg., 3. Qual. 63—65 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend; bei Kälbern und Schafen gut, kein Ueberstand, Schweine mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend.
fc. Frankfurt a. M., 5. Nov. (Obig.-Telegr. des „Gießen. 9lnz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktvreisc. Weizen Mk. 18.00—18,25, Kurhessifcber Mk. 18.00—18.25, La Plata Mk. 20.00—21.00, Kanfas Mk. 19.25—20.25. Roggen (hiesiger) Mk. 16.75—17.00, Gerste tWetteranerl Mk. 18.25—18.75, Franken- selber Mk. 18.75—19.50, Hafer 17.00—18.00, MaisMk. 13.50—13.75, Weizenmehl 27.00—28.00, 9)L 00—00, 2. Qualität Mk. 25.00 bis Mk. 26.00, 3. Qualität Mk. 23.00—23.50, Roggenmehl 0 Mk. 25.00—25.50,1. Qualität Mk. 23.00—23.50, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Roggenkleie Mk. 11.00—11.25, Maiskeime Mk. 11.00 bis Mk. 11.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 18.00-18.50. 9llles ver 100 Kg. ab hier.
ko. F r a n k f u r t a. M., 4. Nov. Kartoff elrnarkt. Man notierte auf dem gestrigen Kartoffelmarkt 5.75—6.25 Mk. für 100 Kilo.
Sport.
O Fulda, 4. Nov. Bei dem heute zwischen dem -Gießener Fußballklub von 190 0" und dem hiesigen Verein „Borussia" auf der Klosterwiese ausgefochtenen Wettkampf war das Glück den Borussen günstig. Sie verloren zwar das erste Spiel, aber aus den folgenden drei Giänqeit gingen die Fuldaer als Sieger hervor. Sehr riete Leute sahen bei kaltem Wind dem Wettspiel zu.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen
SSW
5C
Wetter
88
91
98
7,6
7,5
7,7
6,9
7,1
7,6
Sonnenschein Bed. Himmel Bew. Himmel
738.6
737,9
741,4
•e
-
November 1906
Höchste Temperatur am 3. bis 4. November = + 7,9 • C.
Niedrigste „ ,3. „4. „ = + 4,4 • C.
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche »Uttern,tg für Hessen am DienStttq, den 6. November: Veränderliche Bewölkung. Leichte Regenfälle. Etwas kühler. Leichte westliche Winde.
Origiiral-Drahtmeldnngen.
Berlin, 5. Nov. Die Zentral-Vcreinigung preußischer Vereine für Handel und Gewerbe hielt gestern hier ihre Generaloersaininlung ab. DaS Handelsministerium vertraten Gqhcimrat Greppert und Assessor Dr. Huber. 9lllgemein ging Sie Ansicht dahin, daß Schritte getan werden müßten, um eine Erhöhung der Zeugengebühren für Kaufleute herbeizufuhren. Ferner wurde beschlossen, den Vorstand deS Bunde? zu beauftragen, eine Vorlage auszuarbeiten, die eine wesentliche Erhöhung der Warenhaus st en er bezwecken soll. Weiterhin trat die Zentral-Vereinigung für eine prinzipielle Besteuerung der Konsum-Vereine und für staffelförmige Be steuerung der Filial-Geschäfte ein. Um Mißständen vorzubeugen, wurde doch beschlossen, den Entwurf eines AusverkaufS- gefetzeS dem Reichstage zu übermitteln.
Rom, 5. Nov. In Italien erblickt man in dem Programm' des Baron Aehrenthal das Symptom einer völlig neuen Auffassung des Verhältnisses der beiden Staaten und einer fortschreitenden Aussöhnung der Völker. Einflußreiche Blätter ergehen sich in dem Zu-- kunftstraum, daß Oesterreich und Italien den Gang der künftigen Ereignisse int Sinne des Weltfriedens zu beeinflussen vermöchten. Ein Blatt bemerkt, Italien habe sich in London wie in Berlin der keineswegs leichten Mühe unterzogen, die schärfsten und die gefährlichsten Herbheiten zwischen England und D.euisch- land zu beseitigen und der sichtbare Erfolg dieser Arbeit sei der Besuch König Eduards bei Kaiser Wilhelm.
Petersburg, 5. Nov. Hier zirkulieren neuerdings Gerüchte von einem Attentats versuch auf den Zaren.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitpeteilt von der Bank ftlr Handel und Industrie. Giessen.
Frnnkfnrtcr Rörwe. 5. November, 1.15 Uhr.
31^°/. Reichsanleihe . . 98.10
3% do. . . 86.20
3^7o Konsole .... 98.20
3% do..... 86 35
3K°/0 Hessen.....96.90
3%°/n Oberhessen . . . —•— 4% Oesterr. Goldrente. . 99.35 4Oesterr. Silberrente 100.05 4% Ungar. Goldrente . . 95.20 4% Italien. Rente . . . 103.00 3% Portugiesen Serie I . 69.00 3% Portugiesen „ III 69.90 4 russ.Staatsanl. 1905 90.00 4K°Z» japan. Staatsanleihe 92.20 4 % Conv. Türken von 1903 93.50 Türkenlose......146.00
4% Griech. Monopol-Anl. 52.60 4% äussere Argentinier . 88.30 3°/ Mexikaner . . . 67.60
4J4°/O Chinesen .... 96.20
Aktien:
Bochum Guss..... 233.70
Buderus E. W . . . . 124.10
Tendenz: ziemlich fest.
Berliner Börse, 5.
Canada E. B......178.50
Darmstädter Bank . . . 137.80 Deutsche Bank .... 237.70 Dortmunder-Union C. . . 80 30 Dresdner Bank .... 155.10 Tendenz: fest.
Elektriz. Lahmeyer . . . 140.25 Elektriz. Schnckert . . . 124.50 Eschweiler Bergwerk . . 239.40 Gelsenkirchen Bergwerk . 220.70 Hamburg - Amerik. Paketf. 156.10 TTarpener Bergwerk. . . 208.25 Lanrahfltte...... 242.00
Nordd. Lloyd.....126.00
Obersehleg. Eisen-Industrie 126.00 Berliner Handelsges . . 169.50 Darmstädter Bank . . . 138.00 Deutsche Bank . . . 238.00
Dentsch-Asiat. Bank . . 170.65 Diskonto-Kommandit. . . 182.00 Dresdner Bank . . . 155.30 Kreditaktien . . . . . 212.M Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn . . . 121.10
Gottbardbahn —.—
Lombard. Eisenbahn . . 35 5C Oesterr. Staatsbahn . . . 145.20 Prince-Henri-Eisenbahn . 148.00
November. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk. . . 208.40
Lanrahütte .....—'—
Lombarden E. B. ... 35.60
Nordd. Lloyd.....126.10
Türkenlose......145.90
Die Kleidung der Säuglinge bildet schon lange vor deren Geburt ein wichtiges Studium für die jungen Mütter. Viel wichtiger ist es jedoch, daß sich dieselben mit der Nahrung beschäftigen, welche die Kinder bekommen muffen, falls die Mutter nicht selbst nähren kann. Die rationellste Nahrung bildet in diesem Falle Kufekes Kindermehl mit oder ohne Zusatz von Kuhmilch. Knfekes Kindermehl, welche? selbst leicht verdaulich ist und den Kindern vom ersten Monate an gegeben werden kann, macht die dem Alter des Kindes entsprechend verdünnte Milch durch Herbeiführung einer feinflockigen Gerinnung derselben im Magen des Kindes leichter verdaulich, regelt den Stuhlgang und erhöht die Nährkraft der Milch durch seinen reichen Gehalt an Eiweiß- und Mineralstoffen. Es bietet auch einen gewiffen Schutz gegen Erkrankungen des Magendarmkanals. hv*/tl
QuakerQats
Ergiebigkeit ist eine Haupteigenschaft von Quaker Oats; aber auch überlegene Qualität, Reinheit und Wohlgeschmack unterscheiden die Waare von allen anderen
Haferpräparaten. Nur in Packeten.
3
Lolwertr mit Firma billigst vrühl'sche Universttatt-Dmckerei.


