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Station Elm wollen noch trotzdem mehrere Brunnen Anzahl sehr tiefer Schächte gefüllt morden sind. Seit beiter Tag und Nacht mit
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Gerichtssaal.
(fc.) Frankfurtü. M., 4. April. (OberkricgZgericht. Bei der Bespannungsabtcilung des 3. brandend. Fusjartillerie- regimentä ist es Brauch, dai> die Rekruten den Stubendienst machen und die alten Leute davon verschont bleiben. Der „alte Mann" Franz M ü h r war daher ganz erstaunt, als i^m eines' Tageö ein Unteroffizier den Stubendienst aufhalsen wölbte. „Der Mann tut keinen Stubendienst!" sagte er, und als er Kaffee holen sollte, sagte er: „Der Mann holt keinen Kaffee!" Bor dem Oierichtsofsizier nannte er dann den Unteroffizier einen Lügner. DaS Kriegsgericht des Gouvernements Mainz hat ihn wegen Bl> l7arrens im Ungehorsam und Achtungsverlehung zu 4 Wochen st r e n g e n A r r e st s verurteilt. Seine Berufung gegen das Urteil wurde verworfen. Muhr ist inzwischen zur Reserve entlassen worden.
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Infolgedessen sind die Heupreise sehr gestiegen und der Zentner wird je nach Güte mit 4 bis 5 Mk. bezahlt.
d. Mainz, 4. April. Die in den 40cr Jahren stehende Frau des Wirtes Gustav Schildcroth, der in der Zay- bachstraße und auf dem Linsenberg eine Restauration betreibt, ist gestern vormittag von zu Hause weggegangen und nicht mehr zurückgekehrt. Zwei Schiffer, die mit ihren Schiffen unterhalb der Eiscnbahnbrücke vor Anker liegen, sahen gestern um 11 Uhr eine Leiche im Wasser treiben und landeten sie. Es stellte sich heraus, daß es die Wirtsfrau war. Für die Frau lag kein Grund vor, in den Tod zu gehen.
Marburg, 3. April. Dem früheren Musikmeister der hiesigen Jägerkapelle A. Noack wurden heute aus Anlab der 5 0. Wiederkehr des Tages, an dem er in den Militärdienst eintrat, zahlreiche Glückwünsche und Ehrungen zuteil. Auf Bataillonsbefehl brachte ihm die Kapelle des Jägerbataillons ein Ständchen. Die Vorstandsmitglieder des Männergesangvereins und eine Anzahl alter Musiker brachten ihm ihre Glückwünsche dar, ebenso die Vorstandsmitglieder de§ Krieger- und Landwehrvereins, zu deffen Ehrenmitglied er ernannt worden war. Ferner hatten Glückwünsche übersandt der Schützen- und Jägerverein in Bonn. General v. Pentz, ehemaliger Bataillonskamerad des Jubilars, überreichte ihm eine kostbare Wanduhr. Von auswärts waren viele Glückwünsche auf brieflichem und telegraphischen, Wege
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* Die Mitgift des Londoner General -Postamts. Das General-Postamt in London versorgt seine weiblich e n A n g e st e l l t e n bei ihrer Verheiratung mit einer Mitgift. Durchschnittlich heiraten jedes Jahr 250 dieser jungen Damen, was ihren Austritt auS dem Postdicnste zur Folge hat. Die an sie ausgezahlte Akitgiit beträgt gleichfalls im sährlicheii Durchschnitte 13 000 Pfund (260 000 Mark) oder 1040 Mark für jede der Heiratskandidatinnen. Die Höhe der Älitgikt richtet sich jedoch nach der Länge der Dienstzeit und steigt bis zu 4000 Mark.
* Eine Tragödie aus den Alpen berichtet ein englischer Korrcsvondcnt aus Genf: Em Einwohner des Dorfes Parey naniens Sangy halte mit zwei Freunden vor einiger Zeit einen Jagdausflug in die Berge unternommen. Durch einen nietf- würdigen Unglückssatl stürzte er voii einem Abhange herab, u,ib während er sich in der Lust überschlug, eiülnb sich sein Gewe r, und dieKugel traf unglücklicherweise seinen Freund Hälb ir, der tot niedcrstürzte, wahrend Sangy schwere Quetichiingen erlitt. Als der unschuldige Aiörder erfuhr, ivaS er angerichiet hatte, sein Schinerz grenzenlos, er konnte den toten Freund nicht v.' - gessen und beging schliestlich Selbstmord. „Ich gehe zu meinet Freunde rrnd ivill ihm sagen, daß es cm unglücklicher Zufall war," dies stand auf einem Zettel, den er zurückließ.
* ©in wirklicher Sonderling, schreibt man der „Straßb. Post" vom Schwarzwald, hat dieser Tage int Aller von 75 Jahren sein Leben abgeschlosseii: Christian Heitzmann gen. Stocker. Er war geboren am 10. Januar 1831 zu Ev.-Tennen° broml (Amt Triberg) und bewohnt>-neben der sogenannten Floh- hülte seit Jahren als Eremit eine aus drei Abteilungen bestehende, selbstgemachte ärmliche Hütte. Die eine Abteilung war dem PetruS, die andere dem Elias uni) die dritte dem Moses geweiht. Seine Brilst schmückte er stets mit Denkmünzen und Festzeichen. Semen Ziegenhainer hielt er für den zur Schlange gewordenen Stab Moses. Wertlose Ser'enlose waren ihm ein Schatz von einer halb--- Mlllion. Neben seinem Bette stand em Sarg, den er als Kle schrank benutzte. Eine besondere Art von Dekoration waren ■. 100 Strafmandate und Steuerbefehle gegen den Sonderling, q-, bracht an der Atoseshütle. Der Steinhaufen links von der „ und der Leiter ist der sogenannte Samartterbrunnen, ein o seliges Schmutzloch mit etwas schmierigem Wasser. Trotz 5 hohen Alters lag Stocker der harten Waldarbcit ob und füh' recht zufrieden. Nun ist er in seinem schon lange bereitgeh, Sarge beerdigt.
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r. Vom DünSberg, 3. April. Jetzt lüßt sich der Schaden übersehen, den die Kälte und das Schneetreiben unter den Sängern in Feld und Wald angerichtet haben. Unter einem Dornbüsche unmittelbar an der Hauptstraße lagen fünf Singvögel auf dem Leichentuche erfroren; auch sonst überall hat man tote Singvögel, die durch das warme Wetter aus dem Süden kamen, gefunden. Die Raubvögel hatten leichte Arbeit und reichltche Atzung, da die ermatteten Sänger im Felde noch selten Echutzyecken finden, welche die natürlichen Brutstätten und Schutzdächer bilden. Daneben verursachen die wildernden Hauskatzen ebenfalls fortgesetzt eine Abnahme der Singvögel.
— Ober-Ohmen, 4. April. Beim Abladen eines Baumstammes geriet ein hiesiger junger Mann unter den Stamm und brach das eine Bein am Knöchel entzwei. Er wurde in die Klinik nach Gießen verbracht.
△ Ruppertenrod, 4. April. Gestern verließ uns der Fußgendarm Lampe, um als Postassistent bei dem Postamt in Gießen einzutreten. Lampe war nahezu 4 Jahre hier stationiert. Sein freundliches, bescheidenes Auftreten bei treuester Pflichterfüllung erwarben ihm allgemeine Beliebtheit, sodaß man ihn ungern scheiden sieht.
Alsfeld, 4. April. Der plötzliche Tod des Beigeordneten Emst Wenzel hat allgemeine aufrichtige Teilnahme erweckt. Der Verblichene, der ein Alter von 50 Jahren erreichte, war ein Mann, der in seinen Aemtern Tüchtiges leistete. Die gestrige Beerdigung legte beredtes Zeugnis ab für die Wertschätzung, die die Bürgerschaft Alsfelds für den Verstorbenen hegte. Auch von auswärts waren Leidtragende erschienen, chm die letzte Ehre zu er-- weisen. Ter Geistliche gedachte in der Trauerrede der guten Eigenschaften des Verewigten als Familienvater, in seinen Aemtern und als Christ. Eine Reihe von Ehrungen durch Kranzniederleglmgen am Grabe des Entschlafenen wurde ihm gewidmet. Im Namen des Stadtvorstandes sprach Dürgermeister Arnold, welcher der Arbeitskraft und Charaktereigenschaften des Verstorbenen in sehr herzlicher Rede gedachte. Georg Bücking VIII. als Vertreter des Msfelder Varschuhvereins widmete dem Verewigten, der das Amt des Tirektors dieses Vereins mit treuer Hingabe an seine Pflichten bekleidete, warme Abschiedsworto. Im Auftrage des Kindergartens sprach dessen Vorsitzender, Rektor Weifenbach, der des warmen Interesses des Verblichenen für den Kindergarten gedachte. Für den SchützenveiTin gab der 1. Schützenmeister, Steuer- nagel, der herzlichen Teilnahme und Trauer Ausdruck, die den Verein beim jähen Tode des treuen Schützenbruders erfülle. Lehrer Rudolph sprach im gleichen Sinne für die Kameraden des Veteranen- und Kriegervereins. Im Namen der ehemaligen Schulkollegen und Mtersgenossen sandte Gärtner Welker dem Entschlafenen den letzten Gruß und im Auftrag der alten Stammgäste des Hauses Wenzel gab Jakob Rohner deren schmerzlichen Gefühlen Ausdruck. (A. ob. Ztg.)
? Vom oberen Vogelsberg, 3. 2lpril. Der Schnee ist seit einigen Tagen sehr zurückgegangen, nur an Rainen und in Wegen liegen noch große Massen. Sehn- süchttg erwarten viele Landwirte einen baldigen Grasansatz der Wiesen, da infolge der weniger guten Ernte im verflossenen Jahre die Heustöcke schon fast aufgezehrt sind.
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den gesunkenen Stellen beschäftigt, täglich kommen 6 und mehr Materialzüge von Gießen, Frankfurt, Fulda und Jossa an. Das Erdreich ist auf eine Länge von 15 Meter gesunken, der Boden hat sich stellenweise um 8 bis 10 Meter gesenkt. Unten im Kinzigtal dagegen nach Schlüchtern zu hat sich der Wiesengrund bedeutend gehoben, die Olfftbäume find vielfach entwurzelt oder zur Seite geneigt. Der Schaden ist groß. Die Straße, die sich ebenfalls gehoben hatte, ist jeßt wieder fahrbar. Das Ganze bietet das Bild einer Erdb eben katastrophe. Mrm hofft, in etwa 14 Tagen die Verkehrsstörung z:i beseitigen, d. h. wenn die Bodensenkungen aufhören. Daß die ganze Anlage deö Elmer Bahnhofs verfehlt ist, geht daraus hervor, daß schon kurz nach der Eröffnung der Bahn Ostern 1868 Rutschungen eintraten ; es ist nachdem verschiedentlich zu Senkungen gekommen, und es ist auch nicht ausgeschlossen, daß sie wiederkehren. Fachkreise reden deshalb allen Ernstes einer Verlegung der Bahn nach dem Vogelsberg zu das Wort und an Projekten und Vorschlägen fehlt es nicht. Manche meinen, die Bahn solle von Neustadt aus dem Fliedetal folgen, über Wckllroth, Nlmbach nach B i r st e i n zu führeu und bei Wächtersbach in die alte Strecke einmünden. Am letzten Freitag ist ein Bericht an die preußische Regierung abgegangen und man ist auf die weiteren Maßnahmen der Regierung sehr gespannt.
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