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Brausebäder 1. Klasse 651 Männer, 93 Frauen,
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2.
Lünsmann stand vor
Ahnungslos folgten sic dem Befehl.
Hurra für
einein Tore und brach mit dem Rufe:
Die Aktiva aller
Mark.
grciflich erscheinen, daß frühzeitig die Aufmerksamkeit Chemikers und des Arztes auf einen in ihr enthaltenen standteil gelenkt wurde, der in größeren Mengen für menschlichen Organismus giftige Eigenschaften besitzt, Solanin, wobei man wissen muß, daß die Kartoffel der
des Beden das Fa-
ich en Behandlung im Gefängnis vor.
* Vergiftung durch Kartoffeln. Die Bedeutung,
welche der Kartoffel als einem der wichtigsten Nahrung?, mittel bei den meisten Kulturvölkern zukommt, läßt cs be<
Pioniere des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens dem kleinen Landwirt und dem ländlichen Arbeiter bequeme Gelegenheit geben, zurzeit müßig brachliegende Gelder zinsbringend anzulegen M'.t der weiteren sozialen Rückwirkung, den Sparsinn der ländlichen Bevölkerung zu vermehren. Die Kasse soll weiter der Befriedigung des Personalkrrdits dienen, indem sie dem Landwirte m Form von Darlehen zu geringem Zinsfüße das erforderliche Betriebskapital zur Verfügung stellt. Die Genossenschaft macht dadurch die gefährlichen Vorschüsse der Getreide- und der Viehhändler entbehrlich und bekämpft so auch erfolgreich, den Wucher des ländlichen Privatgeldgebcrs. Tie Kreditgenossenschaft soll aber überhaupt der Bankier der ländlichen Bevölkerung fein. Sie soll die Zinszahlung an die Hypothekenbank und die Prämienzahlung der Versicherung für den Bauern übernehmen. Wenn der Bauer weiß, daß auf Grund seines Kredits die Prämien für Feuer-, Hagel-, Haftpflicht-, ja sogar auch für eine LebenSvcr- icherung, pünktlich von seiner Genossenschaft vorgeßreckt werden, dann braucht er nicht zu fürchten, daß gerade im Schadensfälle die Versicherung wegen nicht rechtzeitiger Prämienzahlung unwirk- äm ist, und er wird mehr wie bisher die für den Landwirt unbedingt erforderlichen Versicherungen cingchen., Ihre vielseitigen wirtschaftlichen Aufgaben können, aber die einzelnen örtlichen Kassen nur erfüllen, wenn sie sich werter, organisieren: denn es kommt natürlich häufig vor, daß bei einer Kasse die Nachfrage nach Darlehen größer ist, als die Sunnne der Spareinlagen, und ebenso häufig tritt ai^ch das Gegenteil ein. Deshalb ver- einigen sich die einzelnen' örtlichen Kassen innerhalb eines Re'visionsverbandes zu sogenannten Zentralkreditgenos- enschäften. An biefe führen sie ihre überschüssigen Gelder ab und erhalten von ihnen in Zeiten der Geldknappheit den er- orderlichen Kredit. Alle preußischen Zentralkassen stehen wieder mit der Preußischen Zentralgcnossenfchastskassc in Verkehr. Auch die Gründung der landwirtschaftlichen Reichsgenosse-n- chaftsbank in Darmstadt soll neben anderen Zwecken ne Stelle des Geldausgleiche sfür die außer preußisch en Zentralkassen sein. Dankbar erfaßte der Landwirt allenthalben die großen wirtschaft llchcn Vorteile, die ihm seine örtliche Kreditgenossenschaft bot. Der Umsatz stieg schnell zu einer, Höhe, die die ländlichen Genossenschastskassen zu einem wichtigen Faktor unseres Deutschen Wirtschaftslebens machte. Die Aktiva aller Zentralkassen des deutschen Reiches betrugen 1903 rund 135 Millionen Mark, die Passiva rund 184 Millionen, das eigene Kapital über 11 Millionen Mark. Ter Gesamtumsatz erreichte die achtunggebietende Höhe von 2 Milliarden und 12 Millionen
bcr Obstkultur und kaufmännischen Absatz im großen zu fördern streben, die Gemüse-, die Brennerei- und Spiritnsverwerlirngs- genossensckasten, welche in Sandgegenden, die fast ausschließlich Roggen und Kartoffeln anbaucit, durch Verarbeitung der letzteren zu Spiritus eine höhere Verwertung erzielen wollen.
Ganz kurz sei noch aus die bunte Grupve der sonstigen Ge- nossenschasten hingewiescn. Hierzu zählt man die Elektrizität^- und Gasbcleuchtungsgenossenscha'ten, Honig-, Geflügelverivertungs- genossenschaslcn, Buchführuugsgenossenschasten, Wasserleitunqs- genossenscbaften und andere, den verschiedensten wirtscha'tlichen Zwecken dienende genossenschaftliche Vereinigungen. So hat sich das deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftswesen aus kleinen, mühfoincn Anfängen heraus zu mächtiger, achtunggebietender Größe entwickelt. Seine gesunden ivirtschastlichen Grundlagen verbürgen eine weitere reiche Ausgestaltung dieser Wirlschastsgebitde. Die wirtschaftlich schwächeren Eleiftento der Landwirtschaft können stolz sein auf die von ihnen selbst geschaffene, auf der Sclbsthülfe beruhende Vereiiiigungsforin imb können mit Recht in der genossen- chasllichcn Organisation der Landwirtschaft eine „starke Wehr nnb Waffen" im schweren Kamps ums Dasein erblicken.
uahmslos mit bestem Erfolge arbeiten. Für daS I • . u
der Gesamterlös für verkaufte Moltereiprobulle ine. •
Mark, der Buchwert des Besitzes rund 36 Psillioi-.cn
Es seien weiter hier noch erwähnt die Ob st b a u g e n o s jen- schäften, welche den Ertrag des Obstbatles durch Verbesserung
den Kaiser!" von vier Kugeln getroffen tot zusammen. Diese Darstellung klingt um deswillen glaubhaft, weil Lünsmann, der sehr ehrgeizig war, vor einer geringen Freiheitsstrafe stand. Lünsmann hatte vor zwei Jahren eine Streitigkeit, bei der er die Grenzen der Notwehr überschritt und von der Pistole Gebrauch gemacht hatte. Das Kriegsgericht verurteilte ihn zn einer kleinen Gefängnisstrafe. Die gegen dieses Urteil eingelegte Berufung wurde vom Obcr- kricgsgericht, die Revision vom Reichsmilitärgericht verworfen. Diese Nachricht traf gestern ein. LünSmann war bekannt als ein tüchtiger Soldat. Vier Schüsse gingen durch die Brust, einer durch den Hals. In einem Briefe hat er als Motiv der Tat angegeben, er sei bestraft, sei immer ein ehrlicher Mann gewesen und ziehe denHeldentot einer schimpf-
chlusse wieder zu.
Weniger befriedigende Erfolge hat bisher die Organisation des gemeinsamen Absatzes auszuweisen. Das liegt hauptsächlich daran, daß der Großhandel, .dem, die Hauptbezugs- und Absatzgenossenschaften die Produkte, insbesondere das Getreide ihrer Ennzelgeiwssenschasteir verkaufen will, mit „vertretbarer Ware", b. h. mit größeren Mengen von gleicher Beschaffenheit rechnen muß. Deshalb wirken die Verbände und die Zentralgenossenschaften stets auf einen möglichst gleichen Sortenanbau in den einzelnen Gegenden hin, um allmählich die Produkte auch des kleinen Landwirts zu einer sich besser bezahlt machenden Handelsware zu gestalten. Ferner trügt zu, dem teilweisen Mißerfolge die nicht immer ausreichende kaufmännische Ausbildung der Leiter t)cr Absatzgenossenschaften bei, die dem berufsmäßigen Kaufmann in der Regel nicht gewachsen sind. Der Wert der durch die Genvsfenschasten abgesetzten Erzeugnisse betrug für das Jahr 1903 innerhalb des Neichsveroandes nur 12 Millionen Mark. Es sei bei dieser Gelegenheit erwähnt, daß die Kornhausgenossenschasten, die in der ersten Zeit ihres Bestehens viele Kinderkran-kheiten durchzumachen hatten, jetzt an- fangen, sich rentabler zu gestalten. Den gemeinsamen Absatz bezwecken weiter Saat-, Tabak-, Hopsen- und Viehverkaussgenvssen- schasten. Letztere wollen unter Ausschaltung des hier unter Umständen entbehrlichen Zwischenhandels dem Viehwucher entgegen» t’-eten und eine angemessene Verwertung des Mastviehs herbeiführen.
Eine weitere wichtige Gattung bilden die landwirtschaftlichen P r o d n k t i v g e n o s s e n s ch a f t e n, von denen die wichtigsten die Molkereigenossenschaften sind. Tie Aufgaben der Molkereigen o s s e n s ch a i t e n bestehet in der Müchvcrwertnng auf ge- meinschastliche Rechnung und Gefahr, also sowohl in der gemeinsamen Verarbeitung der Milch als auch in dem gemeinsamen Absätze der aus der verarbeiteten Milch gewonnenen Erzeugnisse, namentlich der Butler und des Käses, sowie in dem Verkaufe frischer Milch. Tie letztere Tätigkeit einer Molkereigenossenschaft kann in iveiterm Umfange nur in der Nähe größerer Städte betrieben werden, insofern nicht zu, diesem Zwecke besondere Milch Verkaufs» genosscnschciften errichtet sind. Ter kleinere Landwirt wurde durch die Einführung der Milclizentriftlge und andere wichtige Verbesserungen auf dem Gebiete der Molkereitechnik, nicht zuletzt auch durch die Fortschritte der Bakteriologie zum genossenschaftlichen Betriebe gedrängt. Ter moderne lUolfcvcibelricb gewinnt ans einem beitimmtcu Milcbgucnitmn Erzeugnisse in viel größerer Menge und von bebeuteiib höherer Gute, als der einzelne Landwirt mit seinen rückständigen Einrichtungen. Tie Betriebskosten bcr gemeinsamen Molkereigenossenschaften stnd viel geringer als der
Ile genossenschastliche Organisation der Landwirtschaft.
Wer heute ein annährend vollständiges Bild der Organisation 1 unserer deutschen Landwirtschaft geben will, muß die Organisation des deutschen ländlichen Genossenschaftswesens eingehend würdigen. Zwingt doch dazu allein schon ber Umfang dieser jungen wirtschaftlichen Massenbewegung: 19 323 ländliche Genossenschaften mit rund 1700 000 Mitgliedern weist die Statistik für den 1. Juli 1905 nach, während Mitte 1885 nur etwa 1200 ländliche Genossenschaften vorhanden waren.
Während man in Handel und Industrie, insbesondere in der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts dem Grundsätze huldigte, daß der Einzelne am besten für sich allein den wirtschaftlich gangbarsten Weg finden werde, hat die Landwirtschaft sich diesen Tendenzen gegenüber stets ablehnend verhalten. Ihre geschichtliche Entwicklung verwies sie vielmehr auf wirtschaftliche Gebilde, die mit der Zeit umgestaltet doch noch deutlich davon zeugten, daß die Landwirtschaft zur Erreichung ihrer Ziele des vereinten, des genossenschaftlichen Wirkens nicht entbehren kann. Trotzdem nun der wirtschaftliche Grundgedanke der Zusammenfassung der wirtschaftlichen Kräfte des Einzelnen zu einem einheitlichen mächtigem Ganzen bei den genossenschaftlichen Bildungen der frühem Zeit und der modernen Zeit viel Gemeinsames hat, besteht aber doch zwischen beiden ein elementarer Unterschied: In früherer Zeit war die ländliche p o l i t i s Ä c Gemeinde zugleich die Wirtschastsgenossenschast ihrer Eingesessenen. Feld, Gärten, Aecker und Wiese, Wildländereien und Waldmrgen standen im Gemeindeeigentum und wurden entweder gemeinsam genutzt oder ihre private Nutzung wurde durch Verlosung festgelegt. Die Gi^ rneinde war also eine Art Zwangsgenossenschaft, deren Mitglied der Einzelne mit seiner Geburt ohne weiteres wurde und es his zü seinem Tode blieb. In dem damit gegebenen Ausschlüsse einer Betätigung der persönlichen Kräfte und Fähigkeiten des Einzelnen lag die Ursache des Zerfalls der politischen Wirt- schaftsgenossenschaft. . ,
Wenn nun auch zwischen ber eben skizzierten Genonemchafts- periodc und der modernen Genossenschastsbewegung ein langer Zeitraum liegt, erstorben war der genossenschaftliche Gedanke nie, es galt bloß, ihm eine Form zu geben, welche sich in der neuen Zeit behaupten konnte. Da traten um die Mitte des vorigen Jahrhunderts S ch u l z c - D c l i tz s ch und R a i f f e i s e n auf. Sie sind die Urheber der Anpassung des Genossemchasts- gedankens an die wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Zeit.
Unter den am 1. Juli 1905 ermittelten 19 323 landwirtschaftl. Genossenschaften befanden sich: 13181 Spar- und Dorlehns- kassen, 1867 Bezugs- und Absatzgenossenschasten, 2832 Molkereigenossenschaften, 1443 sonstige Genossenschaften. Tie für Ende 1902 vorliegenden statistischen Ermittlungen wiesen nach: bei 1601 Spar- und Darlehnskasien 924 425 Mitglieder, bei 1408 Bezugs- und Absatzgenossenscha-ten 140 202 Mitglieder, bei 1407 Molkereigenossenschaften 123 529 Mitglieder, bei 265 sonstigen Genossenschaften 18 754 Mitglieder; zusammen 13 641 Genossenschaften mit 1206 740 Mitgliedern. Demgemäß wird der Mitgliederbestand der gegenwärtig vorhandenen 19 323 Genossenschaften auf etwa 1 700 000 zu veranschlagen sein.
Zur Wahrung ihrer gemeinsamen Interessen, insbesondere auch zur Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Rev'üwn, haben sich die Genossenschaften zu Verbänden zusammengeschloyen. Bis vor kurzem bestanden zwei größere Organisationen: die Gruppe des Reichsverbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften mit dem Sitz in Darmstadt und her Generalverband ländlicher Genossenschaften für Deutschland in Neuwied. Der Neichsverband beruht auf der Grundlage der Dezentralisation, d. h. er ist eine Vereinigung selbständiger Provinzial- und Landesverbände. Am 1. Mai 1905 gehörten ihm 11546 Genossenschaften an. Ihm stand als Zentraler Verband der Generalverband gegenüber, der etwa 4700 Genossenschaften im Gebiete des Deutschen Reiches unmittelbar umfaßte, gegliedert in zwölf Bezirke. Im August 1905 ist eine Vereinigung dieser beiden Gruppen in der Weise durchgeführt worden, daß sich die Neuwieder Fillalveroände zu selbständigen Revisionsverüänden umgebildet und als solche dem Reichsverbande angeschlossen haben. Die Bcstandziffer des Reichsverbandes erhebt sich damit auf 40. Verbände mit über 16000 Geuosscn- schaften und 1400 000 Mitgliedern.
Die wichtigste Genosfenschaftsart, das Süstcm der Spar- und Darlchnskassen soll nun betrachtet werden. Die ländlichen Spar- unb Tarlehnskassen sollen nach der richtigen Auffassung der großen
nülie des Nachtschattens (Solanum nigrum) angehört. Nach einer Zusammenstellung, die G. Meyer in einer Arbeit „lieber Vergiftung durch Kartoffeln" übet den Sotaningehalt bringt, sind in 1 Kilogramm Kartoffeln sogar 5—680 mg Solanin gefunden worden. Das wäre eine sehr hohe und bedenkliche Ziffer. — Mehr beruhigend wirken die Ausführimgen von Dr. M. Wintgcn in dem Archiv für Vharmazic. Darnach ist der Sotaningehalt bei den einzelnen Sorten der Kartoffeln durchaus verschieden, int allgemeinen aber beträchtlich kleiner, als nach den Durchschnittszahlen in der Literatur zu erwarten wäre. Eine Zunahme dcS SolaninS bei längerem Lagern wurde auch in gekeimten Kartoffeln, wenn die Keime sorgfältig entfernt wurden, nicht beobachtet. Ein durch Erkrankung bedingter höherer Sotaningehalt gegenüber gesunden Kartoffeln hat sich ebenfalls nicht sicher fcststcllen lasten. Auch ift eine Sotaninbildung durch Bakterien auf Kartoffelnährboden nach dem Verfahren von Weil nicht bestätigt worden. Wir haben somit noch keinen Grund zur Beängstigung.
Avs^ug euö Stu StkmLesknrloreiuflrru der Stahl (Siegen.
Aufgebote.
Oktober: 26. Gustav Adolf Loichinger, Schuhmachermeistcr dahier, mit Bertha Arnold lnerselbst. 29. Johannes Liehr, Schmied dahier, mit Anna Karoline Elisabeth Köddinq Hierselbst. — Friedrich Sulzer, Spengler in Frankfurt a. M., mit Emma Haun dahier.
Ebeschließunqeu.
Oktober: 27. Anton Bender, Hüttenarbeiter dahier, mit Marie (Weiß bierselbst. — Georg Todt, Kcinstnann dahier, mit Margarete Klein hiersclbst. 29. Alfred Schneider, Steindrncker dahier, mit Luise Förster bierselbst. — Oscar Schön. Friscu^ehilse dahier, mit Anna Rumps hierselbst. 31. Hermann Krause, Mlmtzmann dahier, mit Mina Fai hierselbst. November: 1. Adolf Kahn, Kaufmann dahier, mit Paula Keßler hierselbst.
Geborene.
Oktober: 22. dem Sckneiner Anton Wagner eine Tochter, Üluguste Emma Elisabeth. 24. dem Lehrer Georg Kling ein Sohn, Wilhelm Ludwig. — Dem Postsekretär Ludwig Weiß eine Tochter. 26. dein Wagenwärter Wilhelm Reilter eine Tochter, Antonie Margarete.-— Dem Schlosser Franz Otto ein Sohn. — Dem Bahn» schaffner ülndreas Hans ein Sohn, Ho.iis Konrad. 27. dem Kaufmann August Kröll ein Sohn, Friedrich Wilhelm. 29 dem Hiffs- ichaffner Karl Oller eilt Sohn, Hermann Ernst Karl. — Tein. Erdarbeiter Wilhelm Schuck'ardt eine Tochter, Johanna EbriUina Elisabeth. — Dem stadt. Taglöhner Karl Adolf Gottwald eine Tochter, Frieda Katharine Ottilie. — Dem Sanitälssergeanten Karl Harrer eine Tochter, Maria Margarete Kumgunde. — Tein Glaser Heinrich Röhm eine Tochter, Auguste Margarete Johannette^ 30. dem Kunstgärtner August Gustav Koch ein Sohn, Fritz Konrad. — Dem Kaufmann Nathan Buttenwieser ein Sohn, Hellmut.
Gestorbene.
Oktober: 27. Otto (Knabe, noch ohne Vornamen), 11 Stunden, Liebiaslraße 63. — Boller, Magdalene Auguste Anna Emina, gen. Lina, 14 Jahre, Bcchnl oistraße 53. — Schreiner, Elnabelhe geb. Opper, 42 Jahre, Walltorstraße 73. 28 Greiner, Marie geb. Ochs, 79 Jahre, Rentnerin, Alicestraße 19. 29. Scheuer, Willy, 3 Aloii., Landgras Philipp-Platz 4. 31. Strack Heinrich, 2 Jahre, Schiffen- berger Weg 60. November: 1. Rühl, Karl Daniel, 7 Monate, Marktplatz 13.
vermischte».
• Trier, 2. Nov. Feldwebel LünSmann vom Infanterieregiment Nr. 29 kommandierte heute morgen auf dem Exerzierplätze eine kleine Abteilung der 2. Kompagnie. Er schickte die fünf Soldaten nach einem entfernten Punkt, lud, als sie fort waren, die Gewehre scharf und ließ dann die Soldaten zurückkommen. Sic mußten dann wieder an« treten und aus ihn feuern, der in der Schußrichtung stand.
Einzelbetrieb, die Verwertung der Produkte ift auch insofern eine höhere, als beffere gleichartige und daher leichter verkäufliche Ware erzeugt ivird. Tie Niolkereigcnoffenicha'l wirkt an? eine bessere piüttcvung und Haltung der Kühe hm imb vermeßtt auch so die lährliche Einnahme aus der Milchwirtschaft bc§ Einzelnen. Tic Erfolge ber M o l k e r e i g c n o s s e n s ch a s t c n v o r; ü g 11 cli bezeichnet werden. In 30 Jahren 1 Molkereigenosscnscha-len in Deutschland entstauben,
t 30! >0
Tie Aufgabe der B e z u g § - und A b s a tz g e, n o s s e n s ch a s- tcn ist zunächst der gemeinschaftliche Einkauf alles dessen, was der Landwirt in feinem Betriebe braucht: künstlichen Dünger, Kraftfutter, Saatgut, Kohlen, Oele, Maschinen, Geräte usw. Dadurch erzielt der kleine Landwirt nicht nur einen billigeren Preis. Cs ist ihm auch die Reinheit uni) Güte der bezogenen Ware garantiert. Denn analog wie die Kassen sich zu einer Zentral- gei'ossenschaftskc.sse zusammenge50gen haben, gehören die Bezugsund Absatzgenossenschaften einer Zeutralbezugs- und Absatzge- nossenschast an. Ihre Mitglieder sind die Einzelgenofsenschasten, jedoch auch Einzclpcrsonen, wenn sie Großbetrieb haben. Diese Zentralgenossenschastcn wirken aus dcn Handel durch genaue Prüfung der Preisangebote preisregulierend ein und sehen streng darauf, daß ihnen genau die garantierte Qualität. geliefert wird. Jede Zmtralgeicosfeufchaft steht in Verbindung mit einer landwirtschaftlichen Versuchsstation, die alle angekauften Waren prüft. Ergibt sich ein Mindergehalt gegenüber der garantierten Qualität, so wird das betreffende Handelshaus ungehalten, der Zentralgenofsenschaft die Wertdifferenz zu erstatten. Der Preisunterschied wird der örtlichen Genossenschaft gutgeschriebcn, die bann wieder selbst in der Lage ist, ihren Mitgliedern einen Preisnachlaß zu gewähren. So verschafft die Organisation der Bezugsgenossenfchaften dem kleinsten Landwirt eine Ware erster Güte zu den Tagespreisen des Großhandels. Da sich die Händler zu festen Ringen zusammengeschlossen, gründeten die Zentral- genosfenschaften die. landwirtschaftliche Reichsgenos- enfchaftsbank zuDarmstudt und^dcren Filiale in Hamburg zum Zwecke der Abwehr der Händler-Kartelle. Auch hier ist die Eesamthöhe der genossenschaftlichen Bezüge eine achtunggebietende; sie beträgt für das Berichtsjahr 1903 133,4 Millionen Mark, soweit die Waren durch die Zentralgenosfen- schaften bezogen worden sind. Die Summe stellt immerhin schon ein Siebtel des Gesamtbedarfs dar und wird sich noch weiter erhöhen. Die Entschädigungen für Mindergehalt, welche die Händler auf Grund der Untersuchungen zahlen mußten, betrugen allein für das Jahr 1902 134 673 Mark, ein Betrag, der ohne die genossenschaftliche Organisation der deutschen Landwirtschaft verloren gegangen wäre. Die Berwaltungökosten der Zentral- genofsenschastLn find sehr niedrig: die Ueberschüsse fließen den Einzelgenosfenschasteit in Form von Rückvergütungen am Jahres-
Damps- u. Heißlustbäder, sowie Massage zus. 149 Männer, 37 Frauen. Die Personenwage wurde von 200 Personen benutzt und das Bad von 6 Personen besichtigt.
t. Queckborn, 2. Nov. Daß man auch hier sich recht viel über den Köpenicker Hauptmann unterhält, beweist folgender Fall. Kam da dieser Woche ein Reifender zu einer Landwirtin und bot ihr Taschentücher an, das Dutzend zu 3 Mk. Die Frau sollte die 3 Mk. bezahlen und ihren Namen unterschreiben. Es seien Musicrtaschentücher und die anderen würden vom Bürgermeister auSgeteilt. Doch die Frau wies ihn kurz ab mit den Worten: ^Hauptmann von Küpe n icf.1
— Breungeshain bei Schotten, 31. Okt. In unserem Orte wird kommendes Jahr ein außergewöhnliches Fest gefeiert werden. Der Krieg ervercin hat nämlich beschlossen, das Fest der Fahnenweihe abzuhalten. Die Fahne wurde bereits bei ber L ich er Fahnenanstalt Max Hisgen und I. H. Schmidt, vormals Georg HiSgen und Schmidt, in Bestellung gegeben.
t. Burkhardsfelden, 2. Nov. Der Taglöhner MöbuS von hier geriet heute durch einen Fehltritt in die Dreschmaschine. Es wurde ihm bas rechte Bein voll staubig abgerissen. Man brachte ben Bebaucrns- werten sofort nach Gießen. Möbus hat eine Frau nebst einem kleinen Kinde; bas Mitlcib mit bcr schwer getroffenen Familie ist allgemein.
a. Gunzcnan, 2. Nov. Einen plumpen Hereinfall hatte bei bem am 29. Okt. hier abgehaltenen Anbreas- markt ein Obermooser Schmieb zu verzeichnen. An ben Stanb eines SchuhhanblcrS trat ein Fremder und wollte ein Paar Stiefel kaufen. Nachdem er sich ein Paar ausgesucht hatte, wollte er behufs Anprobe in ein Haus gehen, was ihm aber erst auf Fürsprache des Schmiedes aus ObcrmooS gestattet wurde. Der Fremde mit den Stiefeln verschwand auf Nimmerwiedersehen. Als sich nun bcr anwescnbc Polizci- beamte nach dem Namen bes Schwinblers erkunbigcn wollte, stellte e§ sich heraus, baß ber vorwitzige Fürsprecher ben Fremben gar nicht gekannt hatte nnb nur aus Dummheit zu bem Schuhhänbler gesagt hatte, er kenne ben Mann. Wohl ober übel mußte er nun für seinen bekannten Unbekannten den Betrag für die Stiefel ablaben. Hoffentlich ist ber bicbcre Schmiebemeister um eine Erfahrung reicher und sicht sich in Zukunft seine „Bekannten" beffer an.
□ Marburg, 2. Nov. Eine gemeinschaftliche M a g i st r a t § - und S t a b t v e r 0 r b n e t e n s i tz u n g beschloß, ben Oberbürgermeister Geheimrat Schüler zu ersuchen, seinen Rücktritt zurück z unehmen. — Die Zahl bcr Stubcntcn betrug heute schon über 1400. Es steht zu erwarten, baß bas biesjahrige Wintersemester recht stark besucht wirb.


