Ida Marx, geb. Winckler und Sohn Professor Dr. Winckler und Familie
Mainz und Giessen, den 2. Januar 1906.
Die Beerdigung findet statt: Mittwoch, den 3. Januar, um 2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs in Giessen.
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Am 31. Dezember verschied sanft nach längerem Leiden unser lieber Gatte, Täte , Herr Landgerichtsrat Dr. Heinrich Marx in Mainz
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K. E. Knodt, „Siu Ton vom Tode und Siu Lied vom Leben". (Emil Roth, Gießen; 3 Mk. drosch., 4 Mk. gebunbeM in bie flaren, sternenweiten Dezember- nächte sehnjuchtsschwer hinaus, — wünschen wir vielleicht, em Stern mochte zu uns hernieder fallen, -- denn wir können seine Schönheit von unserer Erde aus Nicht er- rächen.___Und wir warten und durchschweifen mit
unseren Blicken das endlos liefe Sternenstrmaincnt. — — Mu unserer Sternensehnsucht wandern roir weiter, dem frohen Feste der Weihnacht zu — und mitten m unseren Weg senkt sich ein leuchtender, strahlender Stern: em himmlischer Gedanke stieg mit göttlichem Glanze zur Erde nieder — und beglückte mit seiner Schönheit die weihnachtlichen GE^Diese Gedanken erweckt daS reizende Bild von Kampmann, das dem eriten Teil des neuen, wundervollen Buches von K. E. Knodt vorangesetzt ist. Sern Titel ist: Jfcm Ton vom Tode und em Lied vorn Leben . Emil Roth m (Sieben verlegte das Werk, und der Verleger hat dem Buch allen Schmuck angedeihen lassen, den es redlich oerbient. Der Preis sür dieses prächtig ausgestattete ^ersbuch ist als niedrig zu bezeichnen (drosch. 3 Mk., geb. 4
Dre frohe Erwartung und Hoffnung, die der Xitel dieses Buches in uns erregt, wird durch den Inhalt wett übertroffen. Dieses edle, hohe Lied vom Leben, von der Rircbe - von der Welt, — vom Tode verdient von tausend und abertausend Zungen mitgesungen zu werden. — Schönheit lind Weisheit gehen schwesterlich Hand m Hand. Wenn man die Verse Knodts lieft, weiß man nicht, ob man er,: dem Wortlaut dieser edlen Sprache lauscheii, oder ob man sich dem Banne dieser Nelen Gedanken tjingcben soü. — Hier ist die Wahrheit des Lebens dem Menschen zum -troff geworden und die Schönheit der Welt zum tieben. - $a§ Lied überzeugt von der Wahrheit des Gedankens, der durch das ganze Buch z-ehl: Der Tod ist überwunden durch da» Lebern Wir können nie sterben, denn unser tieben ist ewig. Und ein glücklicher, froher Jubel zieht m ledes 9)lenfd)en Seele, der recht in dieses Buch hmemschaule und die,e hohen Gedanken erfaßte. Unser ganzes ^den rmrd Jubel nnb edle Lebensfreude, — und wir singen mit dem Dichter.
Dieses Buch ist wohl als das beste zu bezeichnen, das der Verfasser uns bisher geaeben hat. Knodt ist em mo- derner Gerok, em geistlicher Dichter für unsereZettzund es wird nicht lange dauern, so ivird Knodt den Platz ieme^ würdigen Vorgängers ganz enmehinem ,a er wird diesen Platz ehrenvoll behaupten und beherrschen. F. Ltfarö.^
(Heidelberger Zeitung, 47. Jahrg., Nr. 286. 6., 12.190o)
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