gewesen.
niederlicgt.
(H. Ldsztg.)
die die mit sich steigende
amten gelang es endlich, ihn zu überwältigen und in daS Krankenhaus zu schaffen, wo er auf Leben und Tod dar-
die sehr notwendigen hygienischen Verbesserungen, endlich doch wohl einmal vollendete Kanalisation bringen wird, und die Aussicht auf die allgemein Wohlfahrt.
Also daS Jahr ist doch nicht so ganz schlecht
ein junger Mann zwei Rasiermesser auf der dann im nackten Zustande kündend, daß er EhristuS 'lark bliilcnden Menschen
* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Hanau verhaftete die Kriminalpolizei den Arbeiter Weingart wegen Sittlickckeitsverbrechens. Er hatte unter dem Vorwande, er sei Kriminalbeamter, eine Dame an eine entlegene Straße gelockt. Auf ihr? Hilferufe Famen- Passanten herbei, und verscheuchen den Täter.
tiefe Schnitte mit einem linken Körperseite bei. Er lief auf die Straße, hier laut ver- sei. Niemand wagte erst, den anzufassen; mehreren Polizeibe-
Oberlehrerstelle an dem Goeryegymnayum tn pfvanrrnn a. an. übertragen worden. — Die Scha rlacherkranku ngen nehmen zu, bis jetzt wlirden 5 Fälle konstatiert, die einen ungesährliehen Berlaiif nahmen.
-f- Sch otten, .1. Jan. DaS Jahr 1906 ist für unsere Stadt ein Festjahr. Am 24. Juni findet hier das Turnfest des Kau es Hessen statt, zu dem etwa 60 Vereine gehören. Ansschüffe zur Vorbereitung des Festes haben sich bereits gebildet. Die Stadt will einen besonders sehönen Festplatz Herrichten lassen und dein Feste den größten Prunk verleiben.
L. Aus dem Vogelsberg, l.Jan. Die Neichspost- verwaltung zeigt sich den Wünschen der Landgemeinden in ^ezug auf Anschluß an da? Fernsprechnetz sehr entgegenkommend. Der Kreis Lauterbach ist seit einiger Zeit dank der Bemühungen seines NeichStagsabg. Kreisrats Dr. Wallau raft bis in den kleinsten Winkel angeschlossen. Nur der Kreis Schotten ist darin, wie in noch manchem anderen, hie unb1 da sehr zur ü ck. Hier finben wir Orte, an denen die Fern- sprechleitnng in einer Entsernung von 1 bis 2 Kilometern vorübergeführt ist. Es Härte gewiß nur des. Winkes eines ciiistiißreichen Mannes bediirft, und die Anlage wäre, den Bedürfnissen des Publiliims entsprechend, ausgeführt worden. Die Telephonleitung berührt auf dem zwei Stunden langen Wege von Gedern nach Hartniannshain fernen Ort. Fast in gleicher Nichtung von Gedern nach Norden parallel zu der Hauptstraße, und durchschnittlich eine halbe Stunde von dieser entfernt, liegen Burkards, Kaulstos, Sichenhausen, Herchenhain. Von diesen hat mir Herchenhain Lelephonanschlnß nach Hartmannshain, während die drei erstgenannten Orte sich trotz ihrer 1000 Einwohner schon längere Zeit vergeblich darum bemühen. Das Aufblühen dieser Gemeinden in gewerblicher Hinsicht läßt das Fehlen eines Fernsprechers immer empfindlicher erscheinen. Burkards hat feit längerer Zeit eine Sparkaffe, die in der Umgegend viel benutzt wird, und eine sehr rasch sich entwickelnde Tampf- molkerei. In allen diesen Orten bildet Holzindustrie die Wmterbeschästigung, und in Sichenhausen befindet sich eine größere Anzahl von Händlern. DaS Bedürfnis einer Fernsprechanlage ist unbedingt vorhanden. Wie leicht ließe sich diese auch nach Burkards ausführen. Bedenke man, daß diese Orte oft durch hohen Schnee von allem Verkehr abgeschloffen sind. Bei Krankheitsfällen ist man auf den einzigen Arzt in Gedern angewiesen, dessen Bezirk bi§ nach Wenings hinunter* reicht. Ein Schwerkranker in Kaulstos muß wegen mangelhafter Verkehrseinrichtungen zuweilen tagelang warten bis nach Gedern zum Arzt geschickt werden kann, der vielleicht gerade nach WeningS gefahren ist. Vielleicht helfen diese Zeilen den Bewohnern deS oberen NiddertälchenS zur raschcv Verwirklichung ihres Wunsches.
Weidenau, 30. Dez. Im religiösen Wahnsinn brachte sich am Morgen des ersten Weihnachtstages
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** GießcnerAüsschuß fürVolksvorlesungcn und verwandte Bestrebungen. Unter diesem Namen hat sich der Ausschuß für Volksvorlesungen jetzt endgiltig fonftituiert und ist dem Rhein-Mainischen Verband für Volksvorlesungen und verwandte Bestrebungen (Sitz in Frankfurt a. Main) beigetreten. Ta der Ausschuß die Unterstützung der Stadt gefunden hat, kann er nunmehr seine Veranstaltungen beginnen und zwar mit einem Zyklus geschichtlicher Vorlesungen von Oberlehrer Dr. A. Klein in Gießen über: Die Entstehung des modernen Deutschlands 1740—1815. Daran werden sich die Vorlesungen des Herrn Lehramtsasscssors Dr. R. Strecker aus Bad-Nauheim anschließen über: Grundfragen der Sittlichkeit. Vorlesungen über neuere deutsche Literatur sollen im März folgen; Unterhandlungen darüber sind noch im Gange. Außerdem hat ein Marburger Gelehrter einen Lickitbildervortrag über Albrecht Dürer in Aussicht gestellt. Die Vorlesungen sinden, sämtlich in der Aurn- halle des Realgymnasiums und 'der Oberrealschule statt und sind jedermann zugänglich, ohne daß Eintrittsgeld erhoben wird. Auf die geschichtlichen und philosophischen Vortrage folgt jedesmal eine Diskussion, an der jeder Zuhörer sich beteiligen kann und soll, weil dadurch erst das Vorgctragene recht fruchtbar und verständlich wird. Am Eingang des Saales wird ein Heft ausgelegt, in das jeder Eintretende Namen und Vornamen, Stand und Wohnort einzuzeichnen gebeten wird. Diese Sitte hat sich in den großen Städten, namentlich in Wien, ausgebildet und als Gi-uudlage für eine statistische Erfassung des volkstümlichen Bildungsstrebens ausgezeichnet bewahrt. Der erste Vortrag sott am Mittwoch, 17. Januar, statt- finden. Beginn und Thema werden durch Inserate rechtzeitig bekannt gemacht werden. Ein Vertreter des Frankfurter Verbandes, entweder der Geschäftsführer Herr Georg Volk selber oder Herr Stadtrat Dr. Flesch, einer der Begründer der ganzen Organisation, wird ihn und damit die gesamten Unternehmungen des Ausschusses eröffnen.
’* Neue Wegschranken werden eben auf bei Bahnstrecke Gießen-Wetzlar durch Monteure einet rheinischen Firma hcrgestettt. Die Neuerung hat den Vorteil, daß die Bahnwärter, die auf der sehr verkehrsreichen Strecke postiert sinh, die beiden Schranken von einer Seite aus schließen und öffnen können unb baß ein Ueberschreiten der Geleise seitens der Beamten nicht mehr nötig ist.
"Die Unfallverhütungsvorschriften in den lanbwirtschaftlichen Betrieben treten am 1. Januar im Großherzogtum in Kraft.
8 Lich 1. Jan. Eine Episode gelegentlich bes Weih, nachtsbesuches unseres G ro ß h er z og s hier wirb jetzt erst bekannt. I. I. K. K H. H. ber’ Großherzog unb Gemahlin Gingen in der Stabt spazieren, als sich bettelnd ein schlesischer Hanbwerksbursche näherte. Ter Großherzog griff in du Safchc unb schenkte ihm eine halbe Mark, worauf sich bietet entfernte. Sogleich aber wanbte sich ber Großherzog noch einmal um unb ließ sich bie Papiere des Hanbwerksburschen zeigen. Nach deren Durchsicht griff ber hohe Herr abermals m die Tasche unb reichte dem Schlesier noch em Fünsmark- Ilück hin.
P Dutenhofen bei Wetzlar, 2. Jan. Ter vor ungefähr Jahresfrist verstorbene Gastwirt Jean Sorg er würbe vor einigen Tagen in ein Erbbegräbnis auf bem hie- ligen Friedhof umgebettet. Die Ausgrabung wurde nachts vorgenommen.
p Erda (Kreis Wetzlar), 2. Jan. ES ist nicht anS- geschloffen, daß das hiesige Waffer dem im letzten Jahre bei uns so stark ausgetretenen Typhus Vorschub geleistet hat. Dilt Freude begrüßt man daher hier die Anlage eurer Gern e in d e w a ss erl cit u n g mit deren Vorarbeiten begonnen i|t. Die Sammel!teile wird am sog. Lappenberg bei Hohen- JolmS fern, besten Fetsenwasser als vorzüglich bekannt ist. . rrr ~J?11 Q ' 1» Ion. Der am 1. April Sus bem
^'st'chkn Staatsdienst aurscheidende Oberlehrer Dr. A b a in i tritt in den preußischen Schuldienst ein; es ist ch«, Cme
Sehen wir ihm deshalb nut verzeihendem und bankendem Ernst nach. Jeder kann und soll baS, auch der von schwerer Trauer und Betrübnis Heimgesuchte. Denn etwas blieb jedem, unb darum hadere man nicht mit bem Geschick, weil «hm ba? ober jenes geraubt mürbe, fonbern sei bankbar für alles ba§, was ihm erhalten geblieben ist I Alle bie oiclen Wünsche, alle bie Hoffnungen, bie bem jungen Jahre 1906 zu Füßen gelegt werden, sieht eS freundlich lächelnd an — erfüllen kann es nur einen kleinen unb geringen Teil. Des jugenblid) Gesinnten Phantasie baut taufenb verlockenbe Zukunftsbiiber, bie Wirklichkeit nimmt bie bunten Farben bis auf geringe Neste hinweg. Möge für uns alle baS Beste übrig bleiben, auch wenn es ein unscheinbares und bescheidenes Gewand trägt.
Aus Statu uni) Land.
~ Gießen, den 2. Januar 1906.
Znr Jahreswende.
Mit keinem Blümlein schmückt bie Flur Das Nest der siabresneige, In kahle Felber schaust du nur Unb auf entlaubte Zweige
Da ringsum mangelt alles Grün, So lab in dir es sprießen, Unb Hoffnung auf ein neu Erbluyn Das alle Jahr beschließen!
Martin Greif, der zartstnnige Münchener Poet, ist'S, «er uns bicFcn N-vjvhrSwunsch zuruft. I" w.chmütiqo.u denken an bie Bitternisse des vergangenen Zeitab.chnittes, denen ja auch für die meisten unter uns m gleichem Verhältnis Freuden zngeseLIt waren, tut die Stärkung der Hoffnung auf kommende bessere Tage gar not. Nur der Lebende hat Recht. So ist eS kaum vermeidlich, daß an ber Jahreswende die Erinnerungen an Schönes und Gutes verblaßten. Unglück und vermeintliches Unrecht bleiben leider gewöhnlich dauernder im Gedächtnis haften, wie schwarze Gespenster drängen sie sich um bie Bahre, auf ber in ber Mitternachtsstunbe bes 31. Dezember das gestorbene Jahr 1905 hinaus in die Ewigkeit getragen ward. Unmutig wandten wohl gar viele die Blicke, riefen ein verbittertes Pereat hinterher und begrüßten mit Gläferklingen und Heilrufen die jugendliche Neujahrs-Herrlichkeit. Vor zwölf Monaten traten wohl bie meisten unter ihnen mit gleicher Inbrunst, mit gleicher Phantasie den nahenden Dingen entgegen. Wem die Selbsteinkehr etwas Unbekanntes ist, wem die Selbsterkenntnis mangelt, wer nicht ans trüben Ereignissen ein gefestigtes Herz sich erringt, aus begangenen Fehlern nicht lernen kann, für den dreht sich das Rad der Zeit umsonst, der sieht nicht die unvermeidlichen Notwendigkeiten des Lebens ein, der schaut nicht eigene Schuld in vielen Widerwärtigkeiten des Lebens; unablässig klagt er Schicksal und Mitmenschen an. Und weiß nicht, daß auch in der eigener. Brust das Neujahr anbrechen muß. das Nerijahr des Geistes unb der Seele, Trost gebend für die Vergangenheit unb Licht für die Zukunft.
Enttäuschungen und zertrümmerte Heiligenbilder decken den Weg jedes ©taubgeborenen. Die Sehnsucht nach dem Glück baut ihm immer wieder eine schimmernde Fata mor gana auf, die in nichts zerstießt, wenn die begierige Hand danach fasten will. Ernst Eckstein, der talentreiche Sohn Gießens, dem unsere Stadt immer noch eine Ehrenschuld abzutragen hat in der Stiftung eine? Gedenkzeichens für den vor nun schon nahezu 6 Jahren Dahingeschiedenen, kleidete diese Erkenntnis in die innigen Worte:
Sei stack, du zitterndes Kinderberz, Unb dränge die Tränen zurück, Uus alle hat e§ belocen, , Uns alle bat es betrogen,
Da? sonnige Märchen vom Glück.
Im urgewohnten Lauf kreisen die Welten, nach un- erforschlichen Gesetzen regeln- sich die Geschehnisse, das Körnlein Materie, in der das verlangende Menschenherz schlägt, wird unbekümmert zermalmt vom dröhnenden Schritt der Jahrhunderte. Da hilft kein Streben unb keine Auflehnung, vergebens ruft ein anberer Dichter:
Allschöpfer, warum warfst du zwischen Erd' und Himmel mich Und webtest dein Geheimnis unter mir und über mir, Unb fülltest dies Gemi'U mit Sehnsucht nach Allwissenheit?
Es ist eine müßige Frage, dem Sehnsuchisschrei folg! keine Antwort. Deshalb müsten wir uns bescheiden und in den Tiefen der persönlichen Empsindung ein Kirchlein bauen in das wir flüchten, wenn die Stürme gar so wild brausen, wenn die Fluten der Verzagtheit über uns hereinbrecheu wollen. Sind wir so zu innerer Abgeklärtheit gekommen, dann wirb unser Urteil milbe, bann sehen wir auch das Gute im Leben und am Nebenmenschen. —
Mancherlei betrübende Ereignisse summieren sich gewiß im Abrechnungsbuch des Jahres 1905. Das entsetzliche grausame Ringen zweier Völker auf den Steppen Ostasiens hieb lange noch die Menschheit in Schrecken, dafür aber läßt das Reißen und Rütteln, das Zerren unb Zausen mit Feuer unb Schwert und furchtbaren Gewalttaten an den Säulen des russischen Reiches, schier verzweifeln an der Menschheit. Unzählige Hetakomben von zuckenden Menschenleibern, unwägbare Werte von Gut und Arbeit werden auf dem Altar des blutrünstigen Götzen der Revolution geopfert. Unser eigenes Vaterland ist immer noch gezwungen, junge Söhne auf den KriegSpfad zu senden gegen die Eingeborenen südafrikanischer Kolonien, die unermüdlich sind in ihrer Empörung gegen die Herrschaft der weißen Männer. Wie viele Mütter weinen über den Sohn, den sie mit Liebe unb Sorge erzogen, und der im fernen Afrika von feindlichem Geschoß oder tückischer Krankheit gefällt wurde. Erbitterte Kämpfe toben auch im Innern unseres Reiches und unseres Lande?. Immer heftiger erschallt ber (Streitruf der verschobenen Welt- unb politischen Anichauunaen, mii finsterem Groll gärt es in ber Tiefe, gierige Jnteressenpolitil drängt sich in ben Vorbergrund, hinter glänzenden Festen unb äußerem Prunk sieht manches weltschmerzliche Auge Niedergang und Entartung lauern.
Und wenn wir den Blick lenken auf die Geschicke unserer lieben Stadt Gießen, so findet sich auch da manche wunde Stelle. Die Bürgerschaft hatte sich noch nicht erholt von den Kummerjahren des geschäftlichen Tiefstandes, als die abnorme Teuerung der Lebensrnittel eintrat und zugleich zwei der bedeutendsten Gießener Industriezweige, die Zigarrenfabriken und die Bierbrauereien, durch neue erhebliche Steuerbelastungen bedroht wurden während die gesamte Bürgerschaft beunruhigt wurde durch eine Reihe von den Verkehr behindernden Neichssteuern, unb wohl auch die stäb tische SI e u e rsch r au b e sich unbekümmert in bie Höhe drehen wird und vielleicht neue Lasten wird erfinden muffen zur Deckung ber notwendigen Ausgaben. Dazu tritt in zahlreichen Familien noch manches unliebsame Vorkommnis, manches bittere Unglück, und auch manches schlimme Mißgeschick, das auf Leichtsinn unb mangelnde Fürsorge zurückzuführen ist.
Sollte man ob alledem verzagen? Rein! In diesen Tvaen da Derqanaenhci! und Zukunft sich berührten, dürfen wir uns nicht nirdrrdruck-n iassrn u°n derErmncrunq an b”e trüben Erscheinung. Wir saNen auch benfcn M Tröstlichen, daS im teilen Indre Farrn und Erstatt annalim. Die Entdeckungen der Wrsienichaft und der Technik der Fort. Ichritt des soziaten Empfindens daben kerne Emdufie erlrttr», kühne und geistesstarke Männer sparrnen ihre Kräfte an um den Idealen eure Kasse zu bahnen und dem nackten Mate, riatismus das Zepter zu entwinden. Dan Volk zrr Volk sircat die Idee von der Gemeinsamkeit aller Menschenkinder, immer enger spinnt der Weltverkehr sein Netz und versöhnt die feindlichen Raffen.
Unser Gießen ist nicht stehen geblieben m der En - wickeluug. Ein paar neue Straßenzüae tun sich im Nord- often auf, eine Anzahl schöner neuer Geschäfts- unb Wohn- häufer hat sich an unseren ersten Verkehrs- unb Villenstraßen im Lause be5 verstossenen Jahres erhoben, reger Arbeitssinn spannt sich zu neuen Anstrengungen an bei ber Wenbuna der geschäftlichen Tinge zum Besseren, die Unannehmlichkeite,' vermehrter Abgaben werden gemildert durch dieAussicht auf
*VonderKobnrgerPrinzenehe. Petit Parisien berichtet über das Abkommen zwischen dem Prinzen und der Prinzessin von Koburg: Nach Unterzeichnung des Uebereinkommens durch den Prinzen erhält die Prinzessin eine halbe Million Francs in Raten, außerdem eine jährliche Apanage von 100 000 Mk. Sollte irgend eilt Dokument, dessen sich die Prinzessin im Prozeß bedienen wollte, veröffentlicht werden, so würde dadurch das Abkommen annulliert. Die Prinzessin erklärte sich über das Abkommen befriedigt.
* Der dankbare Hagestolz. Ein dieser Tage in Massachussetts verstorbener Herr Walker hat vier Damen aus Dankbarkeit dafür, daß sie seine Hciratsanträge zurückgewiesen hatten, je 25 000 Dollars hinterlassen. _ . * Ein katholischer Pfarrer als mutmaßlicher Dieb. Die Verhaftung katholischen Bfarrkurats Decker erregt in dem bmbifdxn Schwarz waldorte Schlageten großes 9hif=*
Im Pfarrl>ause ist im Sommer diese? Jab-res nwfrrenb o?r M'.vrsenheit deS Pfarrers eine dem dortigen Arbeiterverein gehörige Summe von etwa 600 Mark auf rätselhafte Weise gestohlen worden. Dor Diebstahl sollte während ber Nachtzeit »u «geführt wvrdcn sein. Im Laufe bet Zeit hat sich aber bet Verbiete auf den Pfarrer Decker selbst gelenkt. Die VerdnchtS- mornente haben sich in den letzten Wochen so verstärkt, daß jetzs Die Verhcfkung Deckers nngembnet wurde.
r 6 itiges Ä ort b?t ^.^lische Pfarrer
üoit WslfiShetm bei Straßburg über die rührseligen ober gar begeyterten Mttkel, zu denen b*r entsetzliche Mord u n d S e l b sb- mord im Frankfurter Walde einen Teil der Presse ver.'nlayt hat. Der Strafch. «tg. sdcheibt er: „Dreifacher Mord jiim Een Unschuldiger und Selbstmord, wäre die Sühne P*r. Die langjährigen Veruntreuungen, bie ber Mord r b. gangen! d«rum greift er zur Waffe? Vermutlich, weil er niu't die »«turUchen folgen seine- Tuns, gesetzliche Strafe und bie —< is. rnbe tragen wollte. Ja, leben wir noch innerhalb der cln'isd- IicdsittttckKn Weltanschanung, ober sind wir von der as-atisch- heidnychen schon, ganz hypnotisiert? Hat ber MaterialsimnS iuioit so ictrr unser sittliches Denken und Fühlen zerfreffen, daß, wenn er unS getrieben hat, die Scheidegrenze zwis.^n Mein und ~ auch unser Leben wegwerfen w-ie etioas
nutzloses; und nicht nur das, uns auch noch an dem Loben ftt.Cr=°Tei-^n obendrein Lobredner finden, als
Tat, und der foid)e5 tut, sdwn '3mißverstehe mich nicht. Ich Dcrurtcilc 111^1 den Mann, kä verurteile die Tat und den Geist, aus dem her..nt die Tat gdürren worden
a 8) r e § G e s ch j ch t ch e n. Eine Stadt Subdeutschlands besitzt einen 1. im einen 2. Bürgermeister. Der £>evr 1. Büiaer- Ärbe^er^?»ie Besichtigung neuer Ranalbauicn lcutselig einen nrl eiter, ivie eS ihm beim so gehe im allgemeinen. »riji.-.-ht K11!1; > ^widerte dieser. In der jetzigen Zeit, wo adei'fo euer It unb der Lohn doch mcku fieigtr- „Cho!" protestierte d!r
»ooiey wie untere zwei!" * uno oer eine tut
C,3uw.nb.fl)


