Mitarbeiter für seine (gestern veröffentlichte) Darstellung des traurigen Vorfalls amtliche Feststellungen als Quelle angab, so das; es sich bei der obigen Zuschrift wahrscheinlich nur um ein Gerücht ohne tatsächliche Unterlage handelt.
Lehrerpersonalien. Uebertragen wurden dem Lehrer Joh. Gg. Trautmann zu Siedelsbrunn eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Crumstadt, dem Schulverwalter Otto Saucrwein aus Gros;-Zimmern die Lehrerstelle an der Geineindeschule zu Frankenhansen, dem Schulverwalter Moritz Katz aus Babenhausen II eine Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Groh-Bieberau, dem Lehrer- Phil. Koch zu Kirch - Bronrbach eine Lehrerstelle an der
Musterschule zu Friedberg, der Schrtlverwalterin an der
höheren Bürger - (Mädchen-)Schule, der Schillerschule zu Friedberg Martha Feder eine Lehrerinnenstelle an dieser Schrile.
•• Wegmarkierungen im Vogelsberg. Wegmarkierung Lauterba ch—D triam m e n—11 lrich sie in wurde durch die Sektion Ulrichstein im Laufe des Sommers erneuert und in; Verein mit Sektion Laubach vor kurzen; über Petershainerhof — Jägerhaus nach Laubach weitcr- gesührt. Diese neugeschaffene Tour, die von Petershainerhof bis Laubach durch prachtvolle, schattige Laubwaldungen führt, ist allen Freunden des Vogelsberges ganz besonders zu empfehlen.
** D i e Obstaussicht en sind in unserer Gegend recht gute und lassen eine besonders günstige Aepfel- und Zwetschen ernte erwarten. Vielfach sind die Bäume so dicht behangen, das; die ?leste gestützt und aufgebunden werden mußten. Einen erfreulichen. Anblick bieten die Krcisstraßen, so z. B. Gießen-Großen-Linden, Meßen - Klein-Linden-Dutenhofen, Gießen-Rodheim u. a. Hier zeigt es sich wieder, daß gerade Goldparmäne, Schöner von Boskoop, Overdicks-Rcinette und einige andere die einträglichsten und fast nie versagenden Sorten sind. Nächste Woche soll mit der Ernte des Frühobstes begonnen werden. Der Kreis plant wiederunt für Herbst und Frühjahr größere Anpflanzungen, z. B. bei Großen-Linden, Lang-Göns, Langsdorf, Lollar, Wellersburg, Nieder-Bessingen und Nonnen- roth.
(!) Klein-Linden, 31. Aust. In einer großen Aufregung befanden sich dieser Tage die Bewohner der Nachbarorte Lützellinden und Rechtenbach, waren doch zwischen beiden Orten im Felde zwei verlötete Blechbüchsen gefunden worden, die man für Bomben hielt. Rasch verbreitete sich das Gerücht in den Dörfern. Beim Oeffnen fand man in den Büchsen Geschosse, Patronenhülsen, Bleistücke u. dergl. Anscheinend handelt es sich um einen Scherz, den Soldaten dein: kürzlich hier stattgehabten Scharfschießen sich leisteten.
A Steinberg, 1. Sept. Die Stammtisch-Gesellschaft „zum grünen Baum" gründete einen Turnverein, der bis jetzt 80 Mitglieder zählt. Die Geräte sind schon bestellt und kommen mit allem Zubehör bereits nächste Woche.
t. Reiskirchen, 31. Ang. Der Landwirt, der vorige Woche wegen schwerer Blutvergiftung nach Gießen verbracht wurde, ist heute gestorben.
— Bad-Nauheim, 31. Aug. Bis zum 30. Aug. sind 2 5 2 0 7 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 4609 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 30. Ang. 1906 333 445 abgegeben.
I A u s der W e t t e r a u, 31. Aug. Ein Zeichen dafür, daß das st a a t l i ch e Wasserwerk für Oberhessen rasch gefördert werden soll, ist es, daß die Wetterauer Orte, die sich dem Werk anzuschließen beschlossen haben, mit der Herstellung der OTtslcitung und Hochbehälter schon im September beginnen werden. Es sind dies die Orte Berstadt, Södel, Schwalheim, Dorheim und Melbach. Spätestens im Frühjahr werden die Orte mit Wasser von Lauter versehen sein. — Der Arbeiter Scheid aus Bellers- h eint geriet mit dem Arm in die Dreschmaschine und wurde schwer verletzt. — Die Gemeinde M'ünster, Kreis Friedberg, kaufte vom hessischen Staat 26 Morgen Wiesen am Fuße des Taunus im Jscltal für 15 000 Mk.
sd. Darmstadt, 31. Äug. Der hiesige Bierkrieg geht seinem Ende entgegen. Die meisten Brauer haben den alten Verkaufspreis wieder bewilligt, andere fakturieren die Rechnungen auf die erhöhte Summe von 18 Mk., lassen sich aber nur 17 Mk. zahlen. Nur noch wenige wollen nicht nachgeben. Um nun auch hier bald Klarheit zu schaffen, haben die Gastwirte in einer heutigen Versammlung folgende Resolution beschlossen: Die heute stattgehabte allgemeine Wirteversammlung beschließt, in energischer Weise darauf zu dringen, daß alle Brauereien die früheren Bierpreise wieder einführen. Sollte die Brauereivereinigung nicht freiwillig darauf eingehcn, so werden alle Kollegen aufgefordcrt, nur den früheren Einkaufspreis zu zahlen und zwar so lange, bis die Brauereien die Bierlieferungen einstellen. Die Kommission soll weiter energisch für die durch Ehrenwort versprochenen Entschädigungen der geschädigten Wirte durch die Brauer ein treten.
R.-B. Darmstadt, 1. Sept. Hofbuchdrucker Karl Wittich, der Mitinhaber der alten renommierten 2. (£. Wittich- schen Hofbuchdruckerei (Tageblatt-Verlag) feierte heute sein 25jähriges Geschäftsjubiläum. Das Gesamtpersonal der Firma ließ dem Jubilar durch Chefredakteur Dr. Waldnestel eine kunstvoll ausgestattete Adresse im Prachtrahmen überreichen.
0 Marburg, 30. Aug. Mehrfache Schwindeleien hat hier ein junge? Mädchen in ländlicher Tracht aus dem nahen Dorfe Schröck verübt. DaS Mädchen vermietete sich, nahm den Mietstaler in Empfang und ließ sich nicht mehr blicken. Eine Reihe von Fällen sind zur Anzeige gebracht und das Mädchen sitzt hinter Schloß und Riegel. Da es sich kürzlich auch einige Zeit in Gießen aufgehalten hat, wird vermutet, daß es vielleicht dort in ähnlicher Weise die Herrschaften geprellt hat. — Die Zahl der Geburten im Kreise Marburg vom Jahre 1905 betrug 1680, die der Sterbefälle 416, der Totgeburten 64; Ehen wurden 416 geschlossen.
vermischte».
• Eine Seuche unter den Gänsen wird den „Hamburger Nachrichten" aus der Kellinghusener Gegend gemeldet. Das bakteriologische Institut für Tierseuchen in Kiel hat sich mit der Angelegenheit befaßt und folgendes festgestellt: Nach eingegangenen Meldungen sind in vier verschiedenen Gegenden von den angekauften Treibergänsen bald nach dein Ankauf ein Viertel bis ein Drittel aller Tiere gestorben. Die Gänse zeigen nach dein Bericht des Instituts einen oder einen halben Tag vor dem Tode Mattigkeit, folgen der Herde nicht,
liegen viel, können sich schwer erheben, schlagen mit den Beinen und dem Kopfe, taumeln beim Gehen und verenden unter allgemeinerAbgeschlagenheit. Die Federn der gefallenen Tiere sind in der Umgebung des Afters mit Kot besudelt. Die Luftsäcke und die wichtigsten inneren Organe waren mit graugelblichen Häuten bedeckt, die sich leicht abziehen und mit den Fingern zerreiben ließen. Die mikroskopische Untersuchung ließ im Magen- und Darmschleim viele 5 bis 10 Millimeter lange und y, Millimeter dicke Bandwürmer und im Darminhalt viele kleine Würmer erkennen. Durch Impfung non Hühnern, Tauben, Enten wurde nachgewiesen, daß es sich nicht um die Geflügelcholera handle. Will man sich also vor empfindlichen Verlusten sichern, so ist beim Ankauf sehr große Vorsicht geboten. Sehr wesentlich ist aber der Umstand, daß diese an Magenwürmern leidenden Tiere mit ihrem Kote große Mengen von Wurmeiern ausscheiden. Gelangen diese Eier ins Wasser, so gehen sie (nach Dr. Bugge) auf kleine Flohkrebse über, wachsen in kurzer Zeit zu Larven aus und können dann andere gesunde Gänse infizieren.
* Da? „Liebessyndikat". Aus New-Pork wird berichtet: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Die Enthüllungen über einen großen Heiratsschwindel der schönen MrS. Verrault, die als eine MrS. Hamilton auftrat, werden zwar immer abenteuerlicher, und man spricht von einem „Liebessyndikat", das diese menschliche Schwäche in ganz hervorragendem Maße auSzubeuten verstanden hat; aber die Sache nimmt doch eine Wendung, die die unbeteiligten Zuschauer in höchstem Maße amüsiert. Eine ganze Anzahl Börsenleute aus Wall-Street, Sportleute und andere Mitglieder der Lebewelt zittern vor Furcht bei dem Gedanken, daß auch ihr Name in Verbindung mit dieser jüngsten Affäre genannt werden könnte und sie damit dem Gelächter des Publikums preisgegeben wären. So hat man bisher nur drei Leute, die dem Schwindel zum Opfer gefallen sind, zur Aussage bewegen können. „Mrs. Hamilton" hat diese drei aber so lächerlich gemacht, indem sie ihre Briefe veröffentlichte, daß e§ keinen von den vielen anderen Düpierten gelüstet, wider die geriebene Schwindlerin zu zeugen. Die Angeklagte hat augenscheinlich alle ihre Korrespondenzen ausbewahrt und macht sich weidlich über die vielen „Bräutigams" lustig. „Was will man von mir?" sagte sie zu dem Richter: „sie wollten mein Geld, ich wollte ihres. Wir haben beide dasselbe Spiel gespielt; warum klagt man mich an, nur weil ich gewonnen habe? Das ist ungerecht. DaS heißt zweierlei Recht sprechen für Mann und Frau." Und dann erzählte sie die komischsten Geschichten über die Leichtgläubigkeit dieser Glücksjäger. „Der schlimmste von allen war Kießler. Stundenlang lag er vor mir auf den Knien und küßte mir die Hand. Wie leicht ist e§ doch für eine Frau, einen Mann zum Narren zu halten, wenn er eine Geldheirat machen will. Ich halte mich für eine Wohltäterin des Publikums, weil ich diese Leute hineingelegt habe, die in mir die reiche, törichte Frau vermuteten, die sie hineinlegen könnten. Sie waren zu komisch. Es gibt wirklich nichts so Komisches in der Welt wie einen Glücks- jäger . . Man begreift, daß diese Leute nicht allzu große Lust verspüren, in dem kommenden Prozeß als Zeugen aufzutreten . . .
* Einen verzweifelten Kamps mit Adlern hatte ein Gemsjäaer Heß kürzlmi zu bestehen, als er in der Nähe von Engelberg (Untcrtvatbcn) ein Adlerneft ausnehmen wollte. Ungefähr 30 Meter von dem Neste entfernt, legte er seine Flinte fort, weile diese ihn am Klettern behinderte. Kaum hatte er fick» dem Neste genähert und wollte die beiden jungen Tiere herausnehmen, da schossen von einer Höhe die beide»; Alten herab und griffen den jungen Jäaer heftig an. 20 Minuten währte der erbitterte Kampf und schon verließen Heß die Kräfte, als es ihm gelang, dem männlichen Tiere einen tödlichen Stich zu versetzen, während das weibliche stoh. Obwohl Heß aus mehreren Wunden blutete, gelang es ihm doch, einige Stunden später mit seiner Beute Engelberg zu erreichen.
* E i n T u n u e l durch d e n M o n t B l a n e. In der französischen Schweiz wird der Plan, einen Tunnel durch den Mout-Blane zu bauen, von neuem lebhaft erörtert. Man hat die Msicht, Le Fayet-St. Gervais in Frankreich mit Eermaggiore in Italien zu verbinden, wobei die vorhandene elektrische Bahn bis Chamonix benutzt und dann ein Tunnel durch den Mout- Blane von etwa zehn Kilometern n mqe gebohrt werden soll. Die Kosten des Baues werden auf 80 Millionen Mark geschätzt, und die Bauzeit ist auf sechs Jahre veranschlagt. Der Ingenieur Monod hat bereits die Konzession von den italienischen Behörden erhalten und verhandelt jetzt, wie die Pariser Blätter melden, mit den französischen.
* Neues vom Serenissimus. Bei einer Rundreise durch sein Ländchen läßt sich Serenissimus auch auf ein huldreiches Gespräch mit einem Bauern ein. Der erzählt ihm, daß er mit großen Schwierigkeiten bei der Ernte zu kämpfen habe, da der Boden seiner Felder sehr sumpfig und moorig sei. — „Aeh, lieber Kindermann," luenbet sich Se. Hoheit an seinen Reisebegleiter, „wirklich bedauerliche Zustände, aber gibt doch ganz einfaches Mittel dagegen, verstehe nicht, warum— äh — pflastern die Leute nicht solche Wiesen?" —
Universitäts-Nachrichten.
— Prof. Drude's Nachfolger. Wie uns aus Würzburg gemeldet wird, hat der ordentliche Professor der Physik und Direktor des vhnsikalischen Instituts an der dortigen Universität, Dr. vhil. Wilhelm Wien, einen Ruf in gleicher Eigenschaft an die Berliner Universität als Nachfolger von Prof. Dr. P. Drude erhalten. Geboren am 13. Januar 1864 zu Gaffkcn bei Fischhausen in Ostpreußen, besuchte Wien das Gymnasium in Rastenburg und in Königsberg i. Pr., studierte von 1882—1886 in Göttingen, Heidelberg und Berlin Mathematik und Naturwissenschaften und promovierte am 3. Februar 1886 an der Friedrich-Wilbelms-Universität mit der Arbeit: „Untersuchungen über die bei der Beugung deS Lichtes auftretenden Absorptionserscheinungeu." 1890 wurde er Assistent an der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Eharlotteuburg und habilitierte sich 1892 als Privatdozent für Physik an der Berliner Universität. 23ier Jahre später folgte Wien einer Berufung als a. o. Professor an die Technische Hochschule zu Aachen. Am 1. April 1899 wurde er ordentlicher Professor in Gießen an Stelle von Prof. Dr. Otto Wiener (jetzt in Leipzig) und Ostern 1900 Ordinarius in Würzburg als Nachfolger Roentgens, der nach München übersiedelte. Im Studienjahr 1902/03 war Prof. Wien Dekan der Würzburger philosophischen Fakultät. Einen Ruf an die Universität Leipzig lehnte der siselehrte int Jahre 1903 ab. Er veröffentlichte ylbhandlungeu aus dem Gebiete der Optik, über Anwendung der mechanischen Wärmetheorie auf die Theorie der Strahlung, über Hydrodvnamik, Wärmelehre, Entladungen in verdünnten Gasen, Elektrodynamik, Kathoden- und Roentgcn- ftrahlen, ferner ein „Lehrbuch der Hydrodynamik 1900. Prof. Wien ist Ehrenmitglied des physikalischen Vereins in Frankfurt am Main.
Z»pitlplan
des Großherzoglichen Kurtheaters Bad-Nauheim.
Direktion Herma un Stein goetter.
Montag ben 3. September: „Die golbene Eva." Lustspiel in drei Akten von F. v. Schönthan und Kovpel-Ellfelb. Mittwoch beit 5. (September: „Ter Veilchenfresser." Lustspiel tu vier Akten von G. v. Moser. Freitag ben 7. September: „Ter Schlaiwagen- kontrolleur." Schwank in brei Akten von Bisson. Deutsch von B. Jacobsen. Samstag bett 8. September : „Der Schwabenstreich." Lustspiel in vier Akten von F. v. Schönthan. Sonntag ben 9. September: „Im weißen Rößl." Litstspiel in brei Aufzügen von Oskar Blumenthal itnb Gust, stabelburg.
Landwirtschaft.
(P.) Aus dem Kreise Wetzlar, 31. Aug. Seit den. letzten Tagen ist bei uns die Grummeternte flott im Gange, und sind in manchen Gemeinden die meisten Wiesengründe schon gemäht. Der Ertrag ist an Menge und Güte ganz vorzüglich, sodaß die Böden und Schober kaum hinreichen, den Segen zu bergen. Die lVchaelegenen i'ooeu. dörren Wiesen, liefern infolge der großen Sommerseuchtigkeit ganz besonders große Erträge, was übrigens schon auf den 1. Grasschnitt zutraf. Da auch die übrige Ernte überaus reichlich ausgefallen ist und auch die Hackgewächse gute Ertröae versprechen, so halten sich die Viehvrene aus ihrer frob< irr sind sonor noch etwas gestiegen.,
Gerichtssaal.
Hannover, 31. Aug. Tie Strafkammer verurteilte den Invaliden Gilewskv, welcher wegen des Nichterscheinens einer Amnestie anläßlich der Silberhochzeit des Kaiser- Paares beleidigende Aeußerungett über den Kaiser Wilhelm hatte fallen lassen, iücqen Majestätsbeleidigung zu neun M o n a t e rt Gefängnis.
Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.
Vom Kohlen syndikat. Das Kohlensyndikat ist in der letzten Zeit wieder lieserungsfähkger geworden. Hamburger Mitteilungen zufolge werden die dortigen Großabnehmer wieder regelmäßiger versorgt. Die Hamburg-Amerika-Linie empfängt seit einiger Zeit die vertragsmäßigen Mengen. Für den Inlandsbedarf hat das Kohlensyndikat neue Abschlüsse in englischer Kohle nicht mehr gemacht, mir die Ausfuhr wird bis,auf weiteres damit bestritten. Die Vereinbarungen mit dem Deutschen Kohlendevot auf Ersatz der Lieferung deutscher Kohle für die englische läuft zunächst noch bis 1. Dezember.
Wiederaufbau von Valparaiso. Es h'ißt, die chilenische Regierung unterhandle mit einem französischen Syndikat, das den notwendigen Betrag zum Wiederaufbau Valparaisos vorstrecken will- Der Schaden soll 100 Mill. P^sos betragen.
Budavest, 31. Aug. Das ungarische Ackerbauministerium veröffentlicht eine Schätzung für das Welt ernt e-Ergebnis dieses Jahres. Danach weisen die exportierenden Staaten folgendes Erträgnis aus: Weizen 687, Roggen 217, Gerste 209, Hafer 329, Mais 931 Millionen Doppelzentner. Hiervon waren an die importierenden Staaten abzugeben: nn Weizen 166, Roggen 6. Gerste 36, Hafer 25, Mais 90 Millionen Doppelzentner. Das Gesamterträgnis der Welternte wird beziffert für Weizen auf 949 (i. V. 926), Roggen auf 382 (394>, Gerste auf 315 (307), Hafer auf 527 (534) und Mais auf 987 (917) Mill. Doppelzentner. Die Weltvorrätd von der vorange.gange.uen Ernte, betragen an Weizen 49, Roggen 5, Gerste 5, Hafer 19, Mais 13 Millionen Doppelzentner. Demgegenüber beträgt der tatsächliche Weltbedarf für das Ialw 1906/07 an Weizen 923, Roggen 404, Gerste 318, Hafer 537 und Mais 952, zusammen 3160 Millionen Doppelzentner. Somit stellt sich der Ueberschuß in allen Getreidegattungen zusammen auf 110 bis 120 Millionen Doppelzentner.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 31. Aug. fteu« unb S tr o h- markt. Man notierte: Heu Mk. 2.70 bis 3.10. Stroh Mk. 2.50 bis Mk. 2.70. Alles per 50 Kilo. Tenbenz: fest.
Meteorolostiscke Beobachtungen
der Station Gießen.
Vo
Angnst September 1906
Wetter
31.
9«
7533
24,8
11,4
49
SSW
4
Sonnenschein
31.
9,&
752,9
15.4
11,5
88
SW
2
KlarerHimmel
1.
rpt>
753,4
12,8
9,2
85
N
4
Sonnenschein
Höchste Temperatur am 30.—31. August — 4- 24,9 0 C.
Niebrigste „ „ 30.—31. August = + 6,9° C.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Giessen.
Frankfurter Börse, 1. September, 1.15 Uhr.
3XA5L Beichstmleihe . . 98.85 Elektriz. Lahmeyer . . . 141.90
3% do. . . 87.00 3 A °l0 Konsols .... 98.85 3?6 do.....87 10
3^°/n Hessen.....—
3%°/n Oberbessen . . . —.— 4% Gestern Goldrente. . 100.10 47$ 9« Gestern Silberrente 100.25 4% Ungar. Goldrente . . 95.10 4$o Italien. Rente . . . 103.35 3% Portugiesen Serie T . 70.00 3% Portugiesen „ III 70.60 4xA°(ft russ.Staatsanl. 1905 86.00 4K\ japan. Staatsanleihe 94.20 4% Conv. Türken von 1903 96.30 Türkenlose......147.00
4% Griech. Monopol-Anl. 54.80 4 % äussere Argentinier . 89.75 3°/0 Mexikaner .... —.— 4X% Chinesen .... 97.75
Aktien:
Bochum Guss . . . . . 248.00 Buderus E. W .... 126.20 Tendenz: fest.
Berliner Börse, 1.
Cauada E. B......175.10
Darmstädter Bank . . 141.50
Deutsche Bank .... 240.20
Dortmunder-Union C. . . 8410
Dresdner Bank . . . . 160.00 Tendenz: still.
Elektriz. Schlickert . . . 126.00 Eschweiler Bergwerk . . 256.25 Gelsenkirchen Bergwerk . 228.50 Hamburg - Amerik. Paketf. 162 25 Harpener Bergwerk . . . 215 80 Laurahütte...... 245.50
Nordd. Lloyd.....130,40
Gberscliles. Eisen-Industrie 133.00 Berliner Handelsges . . 172.25 Darmstädter Bank . . .141.60 Deutsche Bank . . . 239.50
Deutsch1-Asiat. Bank . . 175.00 Diskonto-Kommandit. . . 185.75 Dresdner Bank . . . 160.20 Kreditaktien .... 212.00 Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn . . . 119.80
Gotthard bahn.....—.—
Lombard. Eisenbahn . . 34.10 Gestern Staatsbahn . . . 144.90 Prince-Henri-Eisenbahu . 145.00
September. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk. . . 215.10 Laurahütte ..... 245.20
Lombarden E. B. ... 34.00 Nordd. Lloyd.....130.10
Türkenlose.....145.70
Die nach- * amrIa sind Sonntag, den 2 Sept, von stellenden fivl Alu 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts sicher anzutreffen.
Dr. Richter, Frankfurter Str. 4. — Dr. Stnhl. Bahnhofstr. 24.
Sonntag 4—9 Uhr 488'
Nur Hirsch-Apotheke offen.
Vorsicht ist geboten
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