Ausgabe 
5.8.1905 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

e«en8

'äälig

, 1906.

vereis.

'August 1905,

^.^Lahn.

^'°rs Hardts ^"Torstand.

Ken. st heilbar, tzdern, auch bei besuchten! ^uchnug gratis. 'FE'Vermäbigung. Kelchaiisstelle des den 8. b. M l(9e9en genommen. M. Goetz. iotierü ms.

i 134 Mar! qtyjgat, > 79 739 87 97(200] 53 72 79 98 519 63 12 51 75 709 41 800 i 66 75 4029 204 21

6050 242 04 6398 7181 260 52? 36 81 12 31 40 45 52 836

13 83 702 855 77 96 000) 83 802 11003

31 851 70 98 972 78 873 918 13076 122

115 98 14005 15 100

7 19 203 895 408 581 852 990 92 1 8078 19095 140 55 346 63

317 66 82 907 2 10)3 92 93 303 39 417 619 01 324 73 83 484 88 i 290 359 545 60 63

!4 76 361 (200) 449

17 316 35 56Ä 451 40 449 11 516 23 25

MB fM 50 oll 813'

81065 193 279 811 12 82 459 75 521 636 916 84054 106 18 53 76

5 82 923 25 38 72 36015 181 220 48 391 2 431 )6 66 73 85 96 304 19 U 165 275 870 94 4L>

«065 6? MM® 84 421 504 29 608 52 63 44041 137 38

) 69 604 44 50 64 71

R 844 94 969 47104 «2 50 66 48050 157 973 4*13 32 W

HS 766 98®

71 876 964 o306- SW 298 327«!

«»98

! 90 728 805 5

2o14; »7(116 52 1,k* -S- 'ii

M- 84 36 egg 854 Ä 782 ^2 43 g^^65* »LA-'««

Nr. 182 Erstes Blatt.

155. Jahrgang

Samstag 5. August 1905

Die Heutige Kummer umfaßt 14 Seiten.

der Grenzsperre zu beantragen. Parteitag zu Wiesbaden beantragen, die Forderung der Trennung von genommen werde.

große Tätigkeit an den Tag.

Tokio, 4. Aug. In der Mandschurei haben die Nüssen große Truppenmassen konzentriert. An vielen Stellen stehen sich die feindlichen Truppen kaum 1000 Meter von einander entfernt gegenüber.

Von der Friedens' Konferenz.

Witte und Baron v. Rosen kamen am 4. d. Mts. in Osterbay an, um dem Präsidenten Roosevelt einen Besuch abzustatten, ohne von den anderen Mitgliedern der Mission begleitet zu sein. Wie versichert wird, unterscheidet sich dieser Besuch in keiner wesentlichen Hinsicht von dem des Barons Komura und Takahiras.

Das Zeremoniell aber für die Veranstaltungen aus Anlaß der Friedensverhandlungen bereitet der amerikanischen Regierung noch immer Sorgen. Es wird die Frage auf- geworfen, ob Witte oder Komura bei dem Frühstück an Bord des Mayflower rechts von Roosevelt sitzen solle. Der Präsident entschied dahin, daß überhaupt nur stehend von einem Buffet gespeist werden soll. (Der Präsident, Herr Roosevelt, fühlt sich nicht nur als Herr der Welt, und auf dem höchsten Kaiserthron; er ist sogar ein Salomon).

Nach demDaily Telegraph" werden in London die von Witte anläßlich seiner Ankunft in Amerika den Vertretern der Presse abgegebenen Erklärungen lebhaft kommentiert. Die Idee scheint an Boden zu gewinnen, daß Witte beab­sichtige, eine Allianz zwischen Japan, Rußland und Nordamerika herbeizuführen.

In japanischen Volkskreisen glaubt man nicht, daß die Friedens-Delegierten zu einem befriedigenden Resultat kom­men werden. Japan müsse auf seinen Hauptbedingungen bestehen und eventuell seine Flotte nach Europa senden, um seinen Forderungen durch eine derartige Demonstration Nachdruck zu verleihen.

Deutsches Reich.

Berlin, 4. Aug. Kaisertage in Koblenz stehen für Anfang September bevor. Es ist eine Parade vor*, ^eschen. Die Coblenzer Kriminal-Schutzmannschast wird du-ch 150 Schutzleute aus Mainz und Frankfurt, 24 aus Berlin, und 80 berittenen Gendarmen aus Herbestal verstärkt werden.

Gräfin Berta zur Lippe-Biesterfeld, Gemahlin des Graf-Regenten Leopold, ist heute von einer Tochter glücklich entbunden worden. Die Gräfin ist eine geborene Prinzessin von Hessen-PhilippStal-Barchfeld, Tochter des verstorbenen Prinzen Wilhelm und der ebenfalls ver­storbenen Prinzessin Juliane zu Bentheim-Steinfurt. Ihrer im Jahre 1901 geschlossenen Ehe mit dem Grafen Leopold zur Lippe-Biesterfeld, dem Regenten des Fürstentums Lippe, waren bisher zwei Söhne, die Grafen Ernst und Leopold Bernhard, entsproffen.

Oldenburg, 4. Aug. Der Justiz- und Kultusminister Ruhstrat erhielt heute von der Lehrerschaft des Groß* Herzogtums ein einmütiges Vertrauensvotum, in welchem das unerschütterliche Vertrauen zur Amtsleitung des Mi­nisters (!) ausgesprochen wird. (Voff. Ztg.)

Die sozialdemokratischen Abgeordneten wollen im kommenden Landtag und Reichstag die Regierungen wegen der Ruhstrat-Affaire interpellieren.

Elberfeld, 4. Aug. Die hiesige freisinnige Partei beschloß, die Stadtverordneten zu ersuchen, in Anbetracht der Fleischnot bei Bundesrat und Reichstag die Aufhebung

Gegen die geplante Personentarifreform

haft nach derVoss. Ztg.ft der Verband reisender Kaufleute Deutschlands an den Eisenbahnmimster v. Budde eine Eingabe gerichtet, in der nachgewiesen wird, daß statt einer Vereinfachung und Verbilligung des Tarifs eine ganz erhebliche Verteuerung herbeigeführt werden würde, die nicht 311m Segen der Nation ausfallen würde, in erster Linie aber den Protest der reisenden Kaufleute herausfordern müße, deren Intasien schon seit Jahrzehnten, obwohl sie die besten und treuesten Kunden der Eisenbahn seien, un­berücksichtigt gelaßen wurden. Die Verteuerung des Reisens werde zweifellos eine erhebliche Einschränkung der Reisetätig­keit und des Musterverkehrs mit sich bringen. Dem reisenden Kaufmann wolle man auch noch die letzte Vergünstigung rauben, die er im Freigepäck bis zu 25 Kilogramm hatte. Die Richtigkeit dieser Behauptungen wird im einzelnen zahlen­mäßig nachgewiesen und u. a. noch bemerkt, daß in der Be­rechnung der Fracht nach der neuen Skala hinsichtlich der Abrundung eine große Härte liege, da ein .Nusterkoffer mit 26 Kilogramm Gewicht dasselbe zahlen müsse, wie ein solcher von 50 Kilogramm. Der durch nichts mehr gerechtfertigte Schnellzugszuschlag würde den reisenden Kaufmann am schwersten treffen. In der heutigen konkurrenzreichen Zeit müsse der Geschäftsreisende schnell reisen, wenn er vorteilhaft reifen wolle. Der Verband ersucht den Minilter schließlich dahin zu wirken, daß eine Reform auf folgender Basis zu­stande kommt: 1. Aufhebung der Rückfahrkarte. Preis der einfachen Fahrkarte die Hälfte der bisherigen Rückfahrkarte. 2. Beibehaltung des Freigepäcks bis 25 Kilogramm, eventuell besondere Vergünstigungen bei der Beförderung der Muster der reisenden Kaufleute. 3. Beseitigung des Schnellzugs- zuschlageö.

Sie will ferner auf dem daß ins Parteiprogramm Kirche und Staat auf* (V. Z.)

Bekanntmachung.

Detr.: Beurlaubung deS Kreisoeterinärarztes Schmidt zu Gießen.

Unter Hinweis auf unsere Bekanntmachung vom 24. Juli t J§. bringen wir zur Kenntnis der Beteiligten, daß während der Beurlaubung des Großh. KreisveterinärarzteS Schmidt die für mit der Bahn ankommenden Viebtransporte vorge­schriebene Untersuchung nicht von Schlachthofdirektor Dr. Liebe sondern von dem praktischen Tierarzt Dr. Köhler vorge­nommen werden wird.

Gießen, den 4. August 1905.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. B.: Hechler.

den der Humanität gezwungen, um Einstellung der Feindseligkeiten zu bitten. Der Kommandeur der japanischen Streitkräfte verlangte die Uebergabe aller Kriegsvorräte, des Re gier un g 5 e i g entum §, sowie der Karten und Aktenstücke der Militär- und Zivilver­waltung. Die Bedingungen wurden angenommen. Die Uebergabe erfolgte am nächsten Tage.

Korea.

Tokio, 4. Aug. Hier eingegangenen Meldungen zu­folge stehen die vorgeschobenen Wachtposten der Russen südlich von Turnen (dem Grenzflüsse zwischen der Man­dschurei und Korea) auf koreanischem Gebiet innerhalb Ge­wehrschußweite. Ein baldiger Zusammenstoß wird als '.mvermeidlich angesehen.

Weiteres vom Kriegsschauplätze.

Mariinsk (Gouv. Tomsk), 4 Aug. (Pet. Tel.-Ag.) Rach einer amtlichen Mitteilung stellt die sibirische Bahn am 14. August den Transport von Privatfrachten ein. Die Bevölkerung wird aufgefordert, ihre Frachten auf der alten sibirischen Poststraße befördern zu lassen.

Newyork, 4. Aug. DieNewyork-Times" berichtet: Jap an bat anscheinend'die feste Absicht, die Mandschurei nicht aufzugeben. Hierauf lasten die hastigen Vorbereit­ungen schließen, welche getroffen werden, um die Bahn Soeul-Fusan durch einen 150 Meilen langen Erwei­terungsbau durch die Mandschurei mit der chinesischen Ostbakm zu verbinden. Ferner der Umstand, daß mit größter Eile in Amerika 350 Stahlbrücken, 150 Lokomotiven und 2000 stählerne Wagen bestellt wurden. Die Lieferungen für die Bestellungen sollen auf dem Landwege gemacht werden, obgleich die Zeitersparnis kaum mehr als drei Wochen beträgt.

Tokio, 4. Aug. Japanische Offiziere, welche vom Kriegsschauplatz zurückkehrten, erklären, daß die russischen Streitkräfte augenblicklich ca. 20 Armeekorps um- faffen mit je zwei Divisionen zu 15 000 Mann. General Linewitsch verfügt über 800 Geschütze, und weitere Geschütz­sendungen aus Rußland seien unterwegs. Die Hauptstreit­macht des Generals Ljnewitsch steht in der legend vom Takumen in der Linie von Changchun. Linewitsch lege eine

Der Krieg.

Sachalin.

Tokio, 4. August. (Reuter.) Die Russen, die sich am 31. Juli auf Sachalin ergaben, waren der Gou­verneur, 70 Offiziere und 3200 Mann.

Tokio, 4. Aug. (Reuter.) Rach den ausführlicheren Berichten, die über die Uebergabe der russischen Be­satzungen von Sachalin eingegangen sind, griff am 28. Juli eine japanische Kavallerieabteilung die Russen bei Paleo an und schlug sie nach Süden hin zurück. Am folgenden Tage verfolgte die japanische Kavallerie, die Verstärkungen erhalten hatte, den Feind in südlicher Richtung nach Tarolan hin, das 25 Meilen südlich von Rykow liegt. Die Russen machten bei Onol, 25 Meilen südlich von Tarolan, Halt. Am 30. Juli sandte der russische Militärgouverneur Liapunow einen Parlamentär, der erklärte, infolge Mangels an Verbandstoffen sei es unmöglich, den Verwun­deten Hilfe angedeihen zu lassen. Er sei deshalb aus Grün-

Die russischen Bauern und der Krieg.

Ein russischer Priester schreibt demSyn Otetsch ": Am 10 Juli wurde ich von mehreren Bauern in die Teehalle ge­beten, um mit ihnen in ^chulangelegenheiten zu Werteren; in diesem Augenblick erschien der Dorfälteste mit der Zeitschrift ScharapowsPacharj", in der er, Scharapow, die Dorfältesten bittet, die Meinung der Bauern zu.erfahren, ob der. Stieg bis zu einem Siege über die Japaner weidergefuhtt oder em schmach­voller Friede abgeschlossen werden falle, bei Entrichtung emer Kontribution, von der auf ftden Bauern hundert Rubel en- fallen würden Die Bauern ersuchten mich nun, folgendes Gut­achten als Antwort auf die Frage ^charapotvs aufzusckweiben: Als der Krieg mit Japan. begann, versicherten ims alle Zett- ungen, daß er sehr bald nut einem Siege über die -^aposchki enden würde. Uns zu befragen, ob man mt.3ap<mfahren folt ober nicht davon war damals nicht die Rede. Jetzt aber, da wir anstatt der versprock)enen Siege nur Riederlagen^u Wasser und zu Lande sehen, halten es, solche Serien wie Scharapow für nötig uns zu fragen, ob wir bis zu einem enege, an dem mir rwefteln weiter kämpfen sollen. Wenn Derr Locharapow so K L Krieg wünscht, weil er uns, den Bauern das wahre Seil brhJeTt werde, so möchten wir ihn bitten, sich Lieber an die großen ©xneute und Gutsbesitzer mit einem Ausruf zu wenden, ob sie uns nicht aus ihren Besitzungen eine genügende Menge wh-itai die Masse von Steuern, die wir zn tragen haben, auf fick nehmen, und uns die Möglichkeit geben wollen, unsere Kinder in^d^iselben Schulen zu erziehen, wie die ihrigen, ob sie ferner nicht alle, die Lust haben, weiterzukampfen, auffordern

Politische Tagesschau.

Vom Achtstundentage.

Eine große Bewegung zur Erringung des Achtsftmden- ta"gc§ wird unter den Arbeitern der deutschen Gaswerke Vorbereitet. Auf der ersten Konferenz der Glas­arbeiter in Berlin, die 1903 stattfand, wurde beschlossen, daß für die Arbeiter des Jftnenbetriebes überall der Acht­stundentag gefordert werden solle. Nicht nur ist in einigen Städten, wie in Chemnitz, Barmen und Wiesbaden diese Forderung in letzter Zeit bewilligt worden, sondern vor kurzem hat auch, worüber derTürmer" in seiner sehr eindringlichen, sehr kritischen und sehr viel meldenden Monatsschau berichtet, die Stadtverwaltung in Königsberg einen Bericht veröffentlicht, in dem der Achtstundentag für den Jnnenbetrieb als ein technischer und finan­zieller Fortschritt bezeichnet wurde. Auf Grund dieser Erfolge soll nun an die Verwaltung der Gaswerke in allen Orten die Forderung des Achtstundentages gestellt werden. Andere Wege zur Verkürzung der Arbeitszeit sind dort e inzuschlagen, wo keine Organisationen vorhanden sind, so z. B. in den Plättereien und Wäschereien. Hier bestehen so ungewöhnlich lange Arbeitszeiten, daß die Reichsregierung sich zur Veranstaltung von Untersuchungen über die Dauer der täglichen Arbeitszeit veranlaßt gesehen hat. Soviel ist heute schon gewiß, dass durch Buudesrats- tierorbnung eine Verkürzung der Arbeitszeit namentlich au den Samstagen eintreten wird. Denn der heutige Zustand, wo Plättereien noch bis 2 Uhr früh im Betriebe sind, muß im höchsten Grade als gesundheitsschädlich für die Arbeite­rinnen bezeichnet werden.

tsxss* 0 SB

MZ (DlCnCnCl ZUnCluCl

BäSte W General-Anzeiger * SSIfJ

9 den oolit und tj u

eis»? Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Metzen MW

g#rntorrd)anfd)tu6Nr 61. ____ ___________ ____ ______- ..

wollen, das Tätige Geld zu sammeln, sowohl für die Wefter- fülmiing des Ringens, als auch für die Sicherstellung unserer Brüder und Söhne, die ihre .Häuser verlassen mußten, um die niemand von uns nötige Mandschurei zu erobern. Dann würden wir sebcn, daß Herr Scharapow tatsächlich um unser Heil be- sorgt ist. ___

Ausüsche Neuigkeiten.

Die in diesen Tagen stattfindende Durchberatung deS Bulyginschen VerfassungS-ProjekteS in Gegenwart deS Zaren sowie sämtlicher Minister und Großwürdenträger' nimmt die größte Aufmerksamkeit aller Kreise in Anspruch. Eine Rede des Grafen Solsky, deS greifen Ministers, er­regt Aussehen. Graf SolSky äußerte darin, bevor zur Durch-, führung von Reformen geschritten werde, muffe unbedingt erst die Freiheit des Volkes, Freiheit der Ver­sammlungen, Unantastbarkeit der Person proHa*' miert werden. Tann wäre für die Einführung von Reformen ein genügend vorbereiteter Boden vorhanden.

Der Arbeiterstreik in den Warschauer Eisen­gießereien verschärft sich. Die Lilpropansche Fabrik wird gegen Streikende polizeilich bewacht. Eine Drogerie rourbe. von streikenden Drogisten mit Steinen bombardiert und die- Kassiererin schwer verletzt. Die größte Dampfbäckerei in Slodo- wetz trat in den Streik, weshalb eine Erhöhung des Brot- Preises befürchtet wird. Viele Sozialisten wurden verhaftet.\ AuS Nowominsk wird gemeldet, 36 Personen seien um gebracht worden, barunter 6 junge Mäbchen. Auf ber Güterstation ber Petersburger Bahnstrecke streiken ebenfalls bie Arbeiter. In den Eisenwaarenfabriken hat sich die Situation verschlimmert. In ben Fabrikräumen halten Agitatoren aufwiegelnbe Reben. Auch bie Arbeiter ber, Wiener, ber Petersburger unb ber Tiraspoler Bahn sind in den Ausstand getreten. Die Güterannahme wurde eingestellft die Magazine werden militärisch bewacht. Das Personal der russischen Transportgesellschaft sowie der Transportgesellschaft Nadeschda hat ebenfalls die Arbeit niedergelegt.

Sechs Kosaken-Negimenter werden mobilisiert, um zuin Polizeidienst in Russisch-Polen verwendet zu werden. Mary schließt xbaraug.' boß die Regierung entschloßen ist, Unruhen' in Russisch-Polen mit noch größerem Nachdruck als bisher; entgegenzutreten.

Das Kriegsgericht von Schitomir in Wolhynien ver^ urteilte den Arbeiter, der im Auftrage der revolutionären,' Partei einen Polizei-Pristaw am Hellen Tage auf offen«; Straße erschossen hatte, zum Tode durch den Strang.

Das japanfreundliche Petersburger BlattSlowo* er­scheint wieder, drei Wochen nach seiner Unterdrückung durch die Behörden, obwohl diese für einen Monat ausgesprochen worden war. Es bringt eine Reihe von Aufsätzen, die sich, direkt und indirekt gegen das Zusammengehen mit; Deutschland richten. Die offiziöse ,Now. 2Br.- hetzt da-i gegen wider England.

InDwinsk durchzogen streikende Arbeiter die Straßern. Vor ber Neustabt kam es zu einem Zusammenstöße mit bem Militär. Der Offizier gab Befehl zum Schießen. Zehn Tote unb viele Verwunbete bedeckten ben Kampfplatz. Als drei Opfer auf bem jübischen Friebhof begraben werben, sollten, versammelten sich bort etwa 1OOO Personen unb; demonstrierten gegen bie Regierung. Darauf zwangen di« Arbeiter alle Geschäftsinhaber, ihre Läben zu schließen. Die. Aufregung in ber Stadt ist sehr groß, viele Einwohner vee» lasten sie.