ftta Obwohl diese Verschreibung unrichtig verfaßt toar, Wrn WimÄ statt Sublimat aetorieben Itanfc folgte der Ap°th-kn das Medikament, das der ?krzt verordnet hatte, und dee SubllmM- pastiNen, welche die SeMmordkandldattN lnnzugefstgt bat e an- Rnni>5lD§ aus Tie Fron nahm alle Pastillen imb starb unter furchtbaren Qualen. Der Vorfall durfte neuerdings zu einer Verschärfuna der Vorsichtsmaßregeln über den Verkauf von Zn E der die Sublimalpastillen aus-
Afolgt hat^ teilt zu seiner Entschuldigung mit, daß diese PasUllen
oft verschrieben inib rni^W Votr^ Daß mtf dem Nervte Suplimat" statt Sublimat zu lesen toar, fiel dem Apotheker bei" d"r undeutlicnm Schrift des gcm^n Nezeptes nicht besonders auf Es hätte auch, wenn die Empfängerin des Giftes SMstmard^beabsichttgte, nichts genützt, lv^n das Flaschen mtt Sublimat den ordnungsmäßigen^Vermerk getragrn hatte „Zu Länden des Arztes", da das Fläschchen auch in diesem Falle nickt dem Arzte sondern der Bestellerin oder itzem Drenstmadchm <ms- aefolat wird jedenfalls lehrt dieser Fall, daß die Vorschriften über deuVerkehr mit Giften nicht strenge genug gehandhabt werden können und daß sie ttotz aller Vorsicht häufig genug umgangen ^^Kleine TageSckronik. In Rosbach a. d. Sieg warf die irrfmniqe Krau eines Mottenrtrbeiter§ ihre drei Kinder in dieSieg ttnb sprang dann selbst hmem. Alle vier find ertrunken. - F i n a n z r a t S ch m i e g, seit 20 Fahren Vor- stand des 5tameralamtes Kavienburg tm ivilrttenibergifcken UDer- bergamt Neresheim, hat sich wegen U n t e r s ch l a g u n g amt- l>cher Gelder freiwillig der Staatsanwaltschaft gestellt. Tie Unter- schlagunaen belaufen sich aui^tpia 19OOO ^?k. » Wochenbericht der Kuxenabteilung des Bankhauses
H. S. Oppenheimer jr., Hannover.
Hannover, 2. März 1905.
Auf dem Kali-Kuxenmarkte zog die ftlr einzelne Mittelwerte stark eingetretene Kauflust den gesamten übrigen Markt mit sich Von ersteren sind zunächst Bürbach hervorzuheben, die bis 12000 Mk. 'mit einem von 1500 Mk gegen die Vorwoche) anzogen. Des ferneren erzielten Justus I. 9250 Mk., Karl^^urck 9950 Mk„ JohamtcshaN 7250 M., §o6en$ottmt 8900 M Für schvere Werte machte sick bet Dobensels mrt 12.300 G. und Glückauf-Sondershausen mit 16 bOO Mk. G. vielfach Nachfrage bemerkbar. In leickten Papieren gestalteten sich die Umsätze mißerordentlick umfangreich Zu nennen sind hier Scht es et- kante 1925 Mk. G., Sigmundshall-Akt. 2300 Mk .bezw 3000 Mk. G., in Immenrode, Hattor, und Gunrersball ist trotz der gestiegenen Preise von 1400 Mk., 1100 Mk. uno 2400 Mk. nur wenig Material im Markte. Hansa-Silberberg und msbesondere Deutschland in Anschluß an die Festigkeit von Ronnenberg-M., welch letztere in kurzer Zeit imt dem Schachtbaufertig werden, außerordentlich stark begehrt. Der Kurs stellt sich für Ronnenberg- Akt. auf 1675 Mk., für Deutschland auf 1000 fflWL
Der Kohlen-Kuxenmarkt liegt ruhig.. Gestakst werden Graf Schwerin bei 9100 Mk., Auguste Vrktona bei 8850 Mk. und Broussia bei 2275 Mk. Sonst sind.wesentliche Veränderungen auch in her abgelaufenen Woche auf diesem Gebiete nicht zu verzeichnen.
Zu den russischen Anleiheaebühren. Tte ru^ schen Anleihegerüchte haben sich so verdichtet, daß man letzt schon von offiziellen Unterhandlungen sprechen kann. Diese .Auffassung hat die Börse zu der ihrigen gemacht und die Folge ist, daß die russischen Wertpapiere schärfere Ruckgmige zeigem Es gmgen zurück: Russische Obligationen von 1880 bis 37 90, die Eisen- bahuanleihe bis 88.50, die Rcmte von 1894 bis 89, die von 1902 bis 88.30, die Goldanlerhe von 1894 H „80.20 mtb bte 1905er Russen bis 95.60. Turm das „W. T. B. wurde gestern gemeldet, daß infolge der in Sicht stehenden Anleihe bte Tendenz
an der Pariser Börse sich gebessert habe; da?' ist nun red^nfalls -ehr zu bezweifeln. Die Freundschaft Frankreichs mit Rußland hat ihm bereits Geld genug gekostet und es ist nicht gut. anzunehmen, daß bei den 2 Milliarden russischen Renten^ bte in Frankreich lecken, eine neue russische Anleihe vom französischen Kapitalistenpublikum besonders gut ausgenommen wird.
D a s r h ein is ch -we st f ä lis che K o h ke nshn dr k at hat laut Eintragung in das Handelsregister zu Essen das Grundkapital um H/2 Mill. Mck. auf 2,4 Mll. Mk. erhöbt. Es sandte große Mengen tieft aufbereitete Kohlensorten nach Emden, nm die Konkurrenz an der Nordseeküste gegen englische Koblen wieder energisch oustimebmeu.
Kirnst nnh Wissenschaft.
Rom, 3. März. Geruch tweise verlautet, der Schrift- ft e II e r Gabriele d'Annnzio werde stch demnächst von seiner Gematüin, geb. Herzogin von Gallefe, scheiden lassen. d'Amtunzio batte im vorigen Jahre Beziehungen zu einer Margmfe, weshalb ein Prozeß gegen ihn angestrengt werden sollte, welcher jedoch noch beigelegt wurde. Es heißt nunmehr, daß er sich nach der Scheidung nickt mit der Marguise, sondern mit einer Dame der Mailänder Aristokratie verheiraten werde, welche sowohl wegen ihrer Schönheit und ihres großen Vermögens als auch ihres sport- licken Interestes Bewunderung erregt.
Kirchliche Nachrichten.
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 4. März 1905.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Sonntag, den 5. März 1905. Quinquagesima.
Vormittags von 6 */, Uhr an: Gelegenheit zur Heu. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Meße, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.
um 8 Uhr: Die zweite heilige Meße.
„ um 9 V, Uhr: Hockamt mit Predigt.
Nachmittags um 5'/, Uhr: Christenlehre- darauf Andacht.
Am Aschermittwoch wird nach der hl. Messe um 7 Uhr die geweihte Asche ausgeteilt.
Mittwoch abend um 7 Ubr nt Fastenandackt.
Kriefkalten der Redaktion.
Nr. 984. Es heißt „ein Amt bekleide n^, nicht „begleiten'. Der Ausdruck kommt von der mit vielen Aemtern verbundenen Amtstracht her.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 5. März 1905: Meist trüb, milder, ohne nennenswerte Niederschläge.
Näßeres durch die Gießener Wetterkarte.
ilrurlk Meldtuuien.
Hamburg, 4. März. Hier wird gemeldet, daß wettere vier Dampfer der Hamburjg-'Amerika-Ltnts an Rußland verkauft worden sind. Damit würden fetzt 15 Dampfer der russischen Floate im hiesigen Hafen liegen. Ms erster Dampfer soll die „Belgravia" in See gehen. o „
Kopenhagen, 4. März. Es' verlautet, daß pei große deutsche Kriegsschiffe bei der Insel Laesoe gestrandet seien. Dänische Rettungsdampser arbeiten mit allen Kräften daran, sie wieder flott zu machen.
Vourpaytrs tztVrattcyaTr Turgamj, i. tsutr große Feuersbrunst brach um Mitternacht auf den neuen, dem Beladen der Kohlenschiffe dienenden Quais aus. Die Quais, deren Wert auf nahezu 200 000 Lstr. geschätzt wird, sind vollkommen Zerstört, ebenso eine große Menge Maschinen neuesten Typs, die zum Befrachten uni>, Löschen dienten. Die Flammen bemächtigten sich außerdem eines großen hölzernen Schuppens; eine Unmengtf Holz ist verbrannt. 50 Eisenbahnwagen sind zerstört. Der Dampfer „Johmmesburg^" wurde durch das Feuer starck mitgenommen. Der Brand wütete noch heute morgen. Dochf gelang es, weiteres Umsichgreiftn zu verhüten.
Paris, 4. März. Im Odeon-Theater hatte Emile. Fabres Schauspiel: ,.Vergeudete SBcute", das in# starken Farben den Zusammenbnul; einer großen Kolonial-, grünbung und die Finanzwelt schildert, einen großen Erfolg.
Eattano, 4. März. Hier fand ein Zusammenstoß zwischen österreichischen Finanzwachtmännern- und einigen bewaffneten Montenegrinern statt. Ein Montenegriner und ein Wachtmann wurden getötet, zwei Finanzwachtmeister schwer verletzt. Von österreichischer wie von montenegrinischer Seite wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Petersburg, 4. März. Gerüchtweise verlautet, daß die Avantgarde der Russen sowie die russische Infanterie Mukden bereits verlassen habe, um sich nach Eh ar b in zuruckzuziehen.
Petersburgs. März. Maxim Gorki wird wegen Ausarbeitung eines aufrührerischen Programms unter Anklage gestellt werden' und wahrscheinlich zu 2 bis 3 Jahren Festungshaft verurteilt werden.
Petersburg, 4. März. Sofort nach Bekanntwerden des letzten kaiserlichen Manifestes herrschte inj der Hauptstadt ein unbeschreiblicher Enthusiasmus. Den Zeitungsverkäufern wurden die Blätter form* lich aus der Hand gerissen und allgemeiner Jubel empfing die frohe Botschaft. Neber das Zustandekommen des Manifestes verlautet, daß der Zar den Minister des Innern in aller Eile in den Palast berufen ließ und ihm das kaiserliche Reikript vorgelesen babe.
Telephonischer Kursbericht.
F nnktnrt a. 31., 4. März.
3V|% Reiohsanleihe . . 102.50
Jp/n do. . . . 91.20 3*/,% Konsole . 102.40
8<V0 do 91.40 ^V20/n Heesen • . • . 101.00
8l/,% Oberhessen . . . 99.70 4% Oosterr. Ooldronte . . 102.40 4‘/a% Oesterr. Silberrento 101.50 4% Unorar. Ooldrenie • . 100.40 4*»/d Italien Rente . . . 105.30
4V^% Portaffiesei? , , . 68.00
16/ Portugiesen. • • • « 68.00
\% C. Türken . . . . —
Türkenlose ..... 134.60 4°/q Griech. Monopol.-Änl. 52.00 4'/,5v äussere Argeutiner 46.35
Tendenz:
3°/n Mexikaner . ... 3610 <«Wn Chinesen .... 96 00 Electric, bohackert . . . 144 50 Nord4 Lloyd . . . . 117.50
Kreditaktien 218 60 Diskonto-Kommandlt. . .198 00 Marmstädter Bank . t . 143.20 Dresdener Bank . . . . 160.10 Berliner Handelsges. . . 163 75 Oewterr. Staatabahn . , . 140 70 Lombarden , 17 60
Gotthardbahn . . • . . 192.00 Laurahütte 259.75
Bochum . ..... 246.00 Harpener 211.00
Staatsschatzscheine . . • — ruhig.
Statt jeder besonderen Anzei
Um stille Teilnahme bitten
Die tieftrauernden Hinterbliebenen
1190
Giessen (Asterweg 47), Homberg-Khein, Offenheim^ Heidelberg, 4. März 1905.
Gießen, den 4. Marz 1905
01267
1180
amt Gießen.
Großyerzo
Heuchelheim, den 4. März 1905.
01305
Anfan? 26. April
Somnier-SenieNter
Die tieftrauemben Hinterbliebenen
Familie Steinmüller,
im 58. Lebensjahre.
geb. Vesper.
Gießen, 4. März 1905.
Die Kchmßcbcriliiü vom 1. d. M. in der Oberförsterei Schiffcnberg ist genehmigt. Die Abfuhr * scheine können vom 8. März an bei den zuständigen Hebestellen bezogen werden. Die Nederweisung des Holzes erfolgt Donnerstag, den 9. d.M., morgens 8 Uhr. B1/3 Gießen, 3. März 1905.
Gr.Oberförsterei Schiffenberg Heyer.
Donnerstag, 9. März 1905, nachmittags 3 Uhr, wird auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Gart Sckleenbecker u. Ehefrau, geb.! Mans, in Krofdorf stehende Par- relle der 6)emarkung Gießen.
Flnr 5 Nr. 140,8 — 300 qm. Hottaite auf der Welßerde auf den obersten Riegelpfad, identisch mit Ebelstraße3, öffentlich meistbietend freiwillig versteigert und kann bei annehmbaren Gebot der Zuscklag- sofort erfolgen. B4/f
Gießen, o. März 1905.
Großh. Ortsgericht Gießen.
GroS. __,
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Glück sagen wir innigsten Dank.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sagt Allen innigen Dank Im Namen der Hinterbliebenen
Anna Westermtyer
Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. d. M., nachmittags 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres geliebten Töchterchens
Elli
sowie für die vielen Blumenspenden sagen innigsten
Dank. Die tiestrauernden Eltern
Wilhelm Stein u. Frau Therese geb. Faust.
vormittags.
Gießen, den 3. März 1905,
ReimBimchW pro Pfund 1 Mk., bei 531 «h. Bauer H., Bienenzüchter, Bahnhofstraße 57. )
Bekanntmachung.
Pom 7. März l. Js. ab bis auf weiteres beginnt der Austrieb von Bieh auf den Viehmarktplatz um 7'/2 Uhr
Gestern abend 6 Uhr entschlief sanft nach kurzem, aber schweren Leiden unsere Hebe, unvergessliche Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante
Frau Anna Stückrath, geb. Gräff
Versteigerung.
Dienstag, den 7. d. Mts., nachmittags 2 Uhr versteigere ich zwangsweise gegen Barzahlung Neustadt 55 dahier 5 Mille Zigarren verschied. Qualität.
Bcvsteigernng bestimmt. iwe Born. Gerichtsvollzieher.
SachAne 2,50 Ml. klkinM. Absallhch 3 Mk. frei anS HanS. |46
F. Wellböker, Marburger Str.
MMWWMWWMWWI Spöbrer’sche ■■■■■■■■■■■ HöhpreHandelsschnle Calw^^d. «0mm Pensionat.
1 Institut I. Ranges für Handelewiseenschaften. Sechsmonatllrh* Fachknrse.
fl ---- ]fln4erkontor fPrakt. Uebungekontor). =====
| SechsMassi^e Realschule mit knnfm. Unterricht und 5 Vorbereitung fdr das Flnj.-Bxamen.
AusIRnderkucse. hv’/g
Prosnekte dnreh Direktor Weher. |
AMriestmtiemli.
Der in Nr. 53 des „A,neigers" vom 4. März 1900 Nr. 1685 gegen den Handwerker Reinhard ^cru nnterm 3. März 1900 erlaßene Steckbrief wird hiermit erneuert.
Wilhelmshaven, 1. März 1905.
Kaiserliches Gericht D4/» bet N- Marine-Fnsvektion.
Versteigernng.
Montag den 6. b. MtS., nacknüttag- 21/, Uhr versteigere ich gemäß 373 H. 65. B. „tm Adler- Marktplatz 20 dabter:
200 Flaschen Cognae.
Versteigerung findet bestimmt statt. 1172
Gießen, den 3. Marz 1905.
Seipel, Gerichtsvollzieher.
W
M
1
■
I


