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5.9.1905 Erstes Blatt
 
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wcr begonnen, doch kam | ft. diese? beginnt heute. I bezog Vorposten-Biwack, | iöppern-Lochmühle.Saal« ! ig genommen. Die 88er der von der 41. Brigade singen liegt der Brigade- hrheirn 800 Mann. Ar lalien. Zum ersten Mali I g Nr. 3 in Tätigkeit, die ff.

a hat sich gestern in si eSbaben felbfl steger die i witabt), 118 (<MS\ I Ato \\xs& XXI«. W I M MrTiMvn spielt I ' und Coden ab. Heute I westwärts. Sic 116er

ich, Wicker, die 116er wanheim und Umgegend.

bis 11. September nad) i hier aus der Parade bet.

Kavallerie-Brigad' hnenf 9fr. 23 'si m Mck -h, Reiskirchen, stembck rrn.-hai'fen, öarbach. Hatten "'^5 r Brigade hegt*

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Vevinlschte».

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378% Reiohsanleihe

4% Oesterr. Goldrente . 4*16% Oesterr. Silberrente

37o 37,% 8% 372%

. 89.70 . 101.05 . 89.75

. 100.

Ungar. Goldrente Italien. Rente . Portugieser I Portugiesen. TTT Unif. Türken

4%% Chinesen . Electric. Schnckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktion . . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank .

Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Lombarden . .

Gotthardbahn . . Laurahütte . . Bochum . . . Harpener . . .

Staatschatzscheine

do.

Konsole .

do. . .

Hessen

Oberhessen

unter der Fleischtewerung leidet, obwohl das Gehalt der I preuß. Minister mit dem 1. April d. I. von 36 000 auf 50000 Mk. erhöht worden ist, dann kann man daraus Schlüsse ziehen, wie sehr Leute zu leiden haben, die den 20. Teil des Einkommens des Herrn Möller haben. Wie viele Tausende, ja Hunderttausendc von Ar­beiterfamilien gibt es, in denen ein Fleischgericht eine selten gesehene Delikatesse ist! Und da sollen die Arbeiter jeden Tag in Fleisch schwelgen wollen?

Leicht ist es auch den Gastwirten Gießens ge­wiß nicht geworden, dem freundlichen Rat des fweußischen Herrn Handelsministers vorzugreifen und das Essen ein wenig zu verteuern. Dem Publikum, das ohnedies mit direkten und indirekten Steuern mehr als genügend geplagt ist, sitzen die Zehnpfennigstücke nicht so lose, wie der Herr Minister denkt. Es kommt immer ein Zehnpfennigstück zum anderen, und zehn davon sind schon eine Mark. Trotz der allgemeinen Hebung des Wohlstandes gibt es immer noch Millionen von Menschen, die den Groschen zehnmal umdrehen müssen, ehe sie ihn ausgcben.

Herr Möller will von der Einfuhr österreichischen und ungarischen Viehes nichts wissen, weil es verseucht sei. Es gibt aber doch wohl auch unversuchtes Vieh in Oester­reich-Ungarn, und sollte mit nicht durch geeignete Schutz- ,naßregeln das verseuchte Viel) fernhalten können? Rach des Reichskanzlers eigenen Versicherungen sind die Schutz­maßregeln an der russischen Grenze so vortrefflich, daß von dort fortgesetzt Schweine hcrübergebracht werden. Von der Möglichkeit gefahrloser Mehreinführung von Schweinen aus Rußland scheint der Handelsminister überhaupt nicht

Tendenz: fest.

Im Vordergründe stehen Oesterreichische Bahnen und

ringer ist. . ,

Zn Summa: Der preußische Handelsminister ercklart, er leide selbst unter der Fleischnot; der preuß. Landtmrt- schaftsminister erklärt, es gibt keine Fleischnot. Das Volk aber bringt diesemZwiespalt der Natur" verstandms- inniges Vedanern entgegen.

4%

4%

3%

30/

1%

l " s P aris, 5 Sept. Graf Zohcl, der hier weilende bc* Vvlllmäcktigte Minister Portugals fuhr abends m>t seinem Wagen durch das Bois dc Boulognc. Dabei wurde fein Wagen durch ein Automobil zu Fall gebracht, -ter Graf erlitt schwere Verletzungen. .

P o n t L M o u s s o u , 4. Sept. Hier fand em Zusammen­stoß zwischen Ausständigen der Hochöfen und Truppen statt. Ein Leutnant, ein Feldwebel und vier Gendarmen wurden durch Steinwürfe verletzt Der Direktor txy; Werke entschied sich dafür, die Werke zu schließen. r ..

Madrid,-). Sept. Die bei der B o m b e n e x pl o sion I in Barcelona umgekommenen Frauen sind Schwestern, die gerade vorübergingen. Beide sind furchtbar zugerickite^ Außer der Frau des Oseneralobcrst Otaguera, der der Fuß abgcnommen werden mußte, und ihren beiden Töchtern sind noch zirka 20 Personen, alles Spanier, schwer verletzt wor­den. Nach den von der Polizei vorgenommenen Ermittel­ungen war die Höllenmaschine in einen Gipswürfel ein* geschlossen. Ein junger Manu wurde beinahe gelyncht, weil er verdächtig erschien, das Attentat verübt zu haben. Er wies aber seine Unschuld nach Sonstige Recherchen der-

. 101.80

. 101.50

. 98.20 . 106.50 . 68.50 . 68.45 . 90.80 . 140.50

55.20

war er stets war er eine Pfarrassistent meister und

. 272.40

. 257.25

. 221.50

. 10040

Lose.

Briefkasten der Redaktion.

(Auonhmc Anfragen bleiben unberücksichtigt).

Prof. A. in W. Ungarisch ist das nicht. Aber vielleicht lautet die Inschrift auch gar nicht so, wie Sie meinen, sondern ste heißt:J1 estime Dien, ich ehre Gott? Beste Grüße!

. 68.75

. 98.35 . 138.50 . 136.60 . 213.90 . 197.10 . 152 75 . 166 90 . 174.80 . 145.20 . 21.80

bald erfolgt. I

Worms, 4. Sept. Der Abgeordnete Schill-Osthofen hat eine Kandidatur wegen Alters abgelehut. Es wurde der Nationalliberale Franz B e st aufgestellt. (Fr. Z.)

Homburg v. d. H., 2. Sept. Der Kaiser und die Kaiserin treffen, wie nunmehr feststeht, am 7. September, vormittags 10.30 Uhr mit Sonderzug hier ein. Das deutsche 'Kronprinzenpaar trifft am 7. September im hiesigen Schlosse ein und reist am 10. nach Koblenz weiter., ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den! Nachbar st aaten. Infolge Entgleisung eine? Zuges bei Köpvern mar am nachmittag des gestrigen Montags die Verbindung zwischen Homburg und Usingen auf etwa 27, Stunden unterbrochen. In Wetzlar sand am Sonntag eine Versammlung in Göth's Garten statt, in welcher über Fleischnot und ihre Ursachen verhandelt werden sollte. Redakteur Quint von der Sozialdemo­kratischenVolksstimme" in Frankfurt a. M. hatte das Referat. - In Griesheim ließ sich ein 12iähriger Junge den Arm mit Tusche tätowieren, infolgedessen der Arm anschwoll und der Junge unter großen Schmerzen starbt

(driginal-Draktmeldungen.

Berlin, 5. Sept. Die Arbeiterfrau Marie Schmcintck versuchte ihre drei Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren mit Lvsol zu vergiften und trank dann selbst von der gefähr­lichen Flüssigkeit. Während die Kinder mit germgen Verletzungen davonkamen, liegt Frau Schmeinta hosstiungslos darnieder. Fort­gesetzte Streitigkeiten mit ilwem Manne veranlaßten die Frau, den Schritt zu tun. _ t .

Kiel, 5. Sept. Durch kaiserlichen Gnadenart. wurden den Seesoldaten Schmits und Preis, die am 10. Juli 1902 wegen m i l i t ä r i s ch e n A u s r u h r s zu 63 bezw.^60 Monaten Ge­fängnis verurteilt wurden, der Re st der -Strafzeit er*

Türkeniose.....

4?o Griech. Monopol.-Anl.

4°-'o äussere Argentiner

schl offen bleiben sollen.

* * Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Forstassessor Nicolaus aus Hausen zum Mmtsterral- sekretär bei dem Ministerium der Finanzen ernannt. .

Pferdemarkt. Die Anmeldungen zur Prämiierung sind von Seiten der Züchter wie auch der Händler überaus zahlreich ausgefallen und der Markt verspricht em lebhafter u werden. Die Omnibusgesellschaft errichtet wahrend des Marktes zwischen Bahnhof und Marktplatz eine^ regel­mäßige Omnibusverbindung; der Fahrpreis betragt 10 Psg.

* * Schlägerei. In der Nacht vom Sonntag auf Montag kam es in der Franlfurterstraße ^s^n Ar­beitern und zwei'Studenten M einem Streit, m dessen Verlauf eilt Student einen Messerstich rn den linken Unterarm erhielt. Einen zweiten nach dE Kopse geführten Stich hielt der harte Filzhut auf. Der Messerheld Held behauptet, erst mit Stöcken geschlagen worbe" zu )etn und dann in Notwehr zum Messer gegriffen zu haben. Die Sache wird gerichtlich weiter verfolgt. ,e

Bad-Nauheim, 4. September. Frau Cornelius Vanderbilt und ihre Schwester Frau Ogden Geelet smd heute hier einqetroffen. Heute nachmittag erhielten ste den Besuch vom Erbprinzen und der Erbprmzessin von Sachsen-

Das Bvandunglück von Adrianopel. Ber dem Brande in der Kvlafener-Vorstadt von Adrianopel (vgl. _ ine gestrigen" Telegramme) wurden außer der katholischen Auseritetz- ungskirche noch 'andere Kirchen und mehrere schulen em Raub der Flammen. Die Opfer des Brandunglücks smd größtenteils arme Griechen, Armenier und Israeliten. Die letzten Depeschen geben die Zahl der niedergebrannten Häuser auf 2000 an. t^s sind größtenteils Holzhäuser. Das Feuer ist am 3. d. M. wieder ansgebrori>en. Tie Not ist groß. Trotz der turkischerseits em- geleiteten Hilfsaktion ist auch fremde Hilfe notwendig

* Kleine Tageschronik. DiePfalz. Presse" meldet anS Pirmasens: Bei der Filiale des Raiffeisenverbandes in Mittelbrunn wurde ein Fehlbetrag von 8000 Mk. festgeftellt. Der Rechner wurde wegen Unterschlagung m Unter­suchungshaft genommen. Der 17 jährige Schlosser Danz in l Schmalkalden feuerte auf ein 17 jähriges Mädchen, mit der er ein Liebesverhältnis hatte, zwei Revolverschüste ab, und ver­letzte sie schwer. Darauf erschoß er sich selbst. DieTanz. Ztg" meldet: Am Samstag wurde M Hechstueblau auf der Straße die bei dem Postamte zur Erlernung des Dienstes em- , getretene Helene Madamski tot ausgefunden. Sie hatte nm Kopfe schwere, von einem Gewehrschuß herrührende Wunden. Ter Verdacht der Tätersckwst lenkte sich auf den Postboten Ka- rnischke, der mit der Toten ein Liebesverhältnis unterhalten | haben soll. Kamischke, der verschwunden war, stellte sich am Sonntag dem Amtsgericht Pr. Stargard. Er wurde nach Hechstueblau transportiert zur Obduktion. In Wien er­hängte sich die Gattin des Zahnarztes Dr. Blecken infolge unglücklicher Familienverhältnisse. Als Dr. Mecken die Nach­richt erfuhr, vergiftete er sich mit Chankali. Auf dem Ätter- fee (Oesterr.) schlug ein Segelboot itm. Emer der drei Insassen, Dr Baudel, fand den Tod. Ein Boot mit 7 Personen kenterte bei B o n l o g n e surM er und sämtliche Insassen e rtr an k en. Unter ihnen befand sich auch ein Schwimmeister In Mar­ls e ille zerstörte eine Feuersbrunst große Waldflachen, die zur Gemeinde Aubergne gehören. 200 Manu Truppen gingen zur Hilfeleistung bei der Bekämpfung des Feuers ab. In der Wohnung deS Newvorker Advokaten Jolmaarl, der augenblicklich in der Svmmerfrische weilt, ist ein Einbruchs- di eb stahl verübt worden, bei dem bte Verbrecher für 600000 Mark Wertsachen erbeuteten. Die Einbrecher hatten sich den Anschein von Arbeitern gegeben, die mit der Reinigung des Hauses betraut seien. Länger als eine Wockie weilten sie im Hause, kochten dort ihr Mittagessen und packten m Seelenruhe Bilder, Juwelen und Silberzeug ein, das sie vor den Augen

I der Nachbarschaft wegschafften.

gesprochen zu haben.

Der preuß. L an d w i r ls ch a ft §rn in i st er v. P o d-l bielski äußerte nach Berliner Blättern folgendes:

Er würde sich freuen, wenn ihm gesagt würde, wie Ab-I Hilfe gegen die Fleischteuerung geschaffen werden könnte. Einei Fleischnot bestehe nicht. Er habe der Minister wies dabei auf die Akten bei sechs der größten Städte Deutschlands sestg."stellt, daß von 1902 bi? Juli 1905 der Auftrieb des Rarstes und die Zahl des geschlachteten Viehs sich fast gleich geblieben seien. Es differiere höchstens um ein Prozent. Die Grenzen nach Oesterreich könne man nicht öffnen. Dort sei dieselbe Fleischteuerung In Wien habe bereits die Ge­meinde ein Schlachthaus gebaut, um billigeres Fleisch zu schaffeii. Fn Ungarn seien 2000 Gehöfte als verseucht gesperrt. In Rußland herrsche selbst die größte Hungersnot. Von dort sei daher kein Vieh zu haben. Die dangche Grenze endlich sei ja für geschlachtetes Vieh offen. Wenn der Antrieb auf den Schlachthöfen und Viehmärkten nur um zehn Prozent weniger betrüge, als in anderen Jahren, würde er alles tun, was nötig sei. Bei einer Schwankung von 1 Prozent sei das nicht erforderlich. Die Landwirte läsen die Fleischer­zeitungen, und wenn sie von hohen Preisen hörten, gingen sie dem nach und forderten mehr von den Händlern Das fei den Landwirten nicht zu verdenken. Auch seien sie bei dieser JalMs- zcit mit den Schweinen zurückhaltender. Sw ver­kauften weniger Ferkel, suchten diese vielmehr möglichst fett zu machen. Endlich wies der Minister die Deputation noch aus! den 1 März 1906 hin. Mit der Einftihrung des Zollt art s e s würde alle? noch um etwas teuerer werden. Also sei das ietzige Geschrei ganz unnötig.

Also wiederum: eine Fleischnot existiert nicht. Damit basta' Aus sechs Städten hat der Minister Miftriebszahlen, wonach in drei Jahren höchstens ein Prozent weniger an Schlachtvieh aufgetrieben ist. Welche Städte sind dies? Und aus welchen Quellen stammen diese Zahlen? Und wie steht es mit d<er Qualität des Austriebes? Und was bedeutet der behauptete Minderauftrieb von ein Prozent bei der Bevölkerungszunahme, die in drei Jahren bei vielen großen Städten fünf Prozent beträgt?

Gegenüber den sechs größten Städten des Mmist^s stehen die vierzig größten Städte, aus denen amtliche Schlachtviehmarktberichte vorlieyen, wonach der Äluftrieb gegen das Vorjahr allein unt 5 bis 20 Prozent ge-

Ans Stadt und Land.

Gießen, 5. September 1905.

Der Geburtstag der Großherzogin. Die Ministerial-Schulabteilung bat nach derDarmst. Ztg." ver­fügt, daß die Schulen künftig nicht nur am Geburtstag des Großherzogs, sondern auch an dem der Großherzogin ge-

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. M., 5. Septbr. 1905.

Worten einen Kranz nieder, ebenso Rektor Fermer für ba5] Kuratorium und das Lehrerkollegium der höheren Bürger­schule je einen Kranz, Apotheker Kullmann namens der Kasinogesellschaft. Pfarrer Büchner aus SelterS bei Orten­berg sprach als Freund des Verstorbenen einen tief empfun­denen Nachruf und gedachte mit wehmütigen Worten der! Zeit, da er mit dem seltenen Manne noch freundschaftlich zusammen lebte. Herr Finger wird allen, die ihn kannten, unvergesien bleiben.

Alsfeld, 4. Sept. Nachdem seitens des hiesigeii Ge- meindcrats der Beschluß zur Aufstellung eines einheitlichen Kanalisationsprojektes gefußt worden ist, hielt i gestern Ingenieur O. Rößner auf Veranlassung des Bürgermeisters vor den Gemeinderatsmitgliedern auf dem Rathause einen Vortrag über Städteentwässerung. Es ist zu erwarten, daß der Auftrag zur Anfertigung des Projekts

Meiningen. , Y ... I

w. Lauterbach, 4. Sept. Heute nachmittag um

4 Uhr fand unter außerordentlicher Beteiligung von nah und fern die Beerdigung des Kaufmanns Wilhelm Finger, Mitinhaber der Lederhandlung H. C. Finger, statt, ginget, der 45 Jahre alt war, ist plötzlich einem Schlaganfall erlegen, dasselbe Geschick hatte 6 Wochen vorher seinen Vater ge­troffen. Der so plötzlich aus dem Leben Geschiedene nmr| hier außerordentlich beliebt und sein Tod wird allgemein be-, trauert. Noch im vergangenen Jahre wurde er gegen seinen Mllen zum Beigeordneten gewählt, was er aber nicht an­nahm. In seiner langjährigen Zugehörigkeit zum Gemeiude- rat genoß er hohe Achtung und großes Vertrauern auch al§ Mitglied des Kllratoriums der hiesigen höheren Bürgerschule ein guter Berater. In der Kasinogesellschaft sehr angesehene und beliebte Persönlichkeit. Schallmann hielt die Grabrede. Bürger- Landtagsaba. Stöpler legte mit bewegten

liefen ergebnislos.

Petersburg. 5. Sept. Nack hier eingetrofscuen Nack- richten ist in Tokio ein Aufstand ausgebrocken. Der Palast! des Mikado sei besetz t. Sollte sich diese Nackricht bewahrheiten, so fürchtet man Komplikationen fiir die Unterzeichnung deS

5. Sevt. Die Nachricht über den Ausbruchi einer Revolution in Japan läßt die hiesige Bevölkerung völlig teilnahmslos. Die Oeffentlichkeit beschäftigt sich weit mehr mit dem Besuch des Schahs.

Moskau, 5. Sept. Die Mitglieder des Verbandes der Verbände versammelten sich zu einem Kongreß. Der Generalgouvernenr erbat telephonisch aus Petersburg von Tre- ! pow Verhaltungsmaßregeln Trepow verfügte die so- Ifortige Schließung des Kongresses, Verhinoeriing jeder Zusammenkunft der Mitglieder und Verhaftung einzelner Mitglieder. _

Kischiwcw, 4. Sept. Heute sollte hier eine arme Fran namens Leia Perltmann, die von Vagabunden getötet worden war, beerdigt werden. Eine große Volksmenge, bestehend aus Juden und aus russischen Arbeitern, gab der Toten das Geleite. Plötzlich ertönten Schüsse und es erschienen Polizei- beamte iind Dragoner mit blanker Waffe. Der I Leichnam wurde mitten auf die Straße geworfen, dann ab^ I von der Menge fortgeschafft. Zahlreiche Perfonen wurden durch Stock- und Säbelhiebe, sowie durch Schießwaffen verwundet.

I Zeitungsberichterstattern wurde von der Polizei der Zutritt ver­wehrt. Polizeibeamte schafften die Verwundeten ins Krankenhaus. Dem Publikum wurde es nickt gestattet, die Verwundeten zu geleiten. Das ftidische Krankenhaus ist von Truppen umzingelt.

I 50 Perfonen wurden verhaftet. Die Menge zerstreute sich , tu I größter Eile. Am Volizeigebäude und am israelitischen Hospital I stehen die Angehörigen und Iweunde der Verhafteten und Ver­wundeten, nm das Schicksal derselben zu erfahren. Gegen abend | legte sich die Aufregung in der Stadt. Die Hauptpunkte sind I von Patrouillen beseht. Ueber die Gesamtzahl der Verwundeten liegen noch Teilte Mitteilungen vor.

Liban, 4. Sept. Als zu den Waffen einberufene 9t |f er toi ft en zum Bahnhofe marschierten, stürzte sich e'inc große Volksmenge nur die Mannschaften, welche die Reservisten be- I gleiteten, und forderte die Reservisten aus. sich der Beförderung zu widersetzen. Als Kosaken gegen die Menge vorgingen, und sie auseinandertrieben, wurde ein Tragoneroffizier durch einen Steinwurf verletzt, und aus einem! nahen Hause mürben Schüsse gegen die Truppen abgegeben. Die Kosaken er- I widerten das Feuer und stürmten schließlich das Haus. Acht Per­sonen wurden verwundet: eine derselben ist inzwischen ver- I storben. 122 Personen wurden verhaftet. Tic Ordnung ist in I der Stadt wiederhergestellt, die Fabrinm sind in Tätigkeit.

Tanger, 4. Sept. (Reuter.) Leute Raisulis nahmen I gestern l^el und Maultiere fort, die von Leuten aus "bem Angera-- Mzirke zum Markte getrieben wurden, um für die gestern ver- I übten Ausschreitungen Widervergeltung zu üben. Die Geschäfts­träger der fremden Mächte lenkten die Aufmerksamkeit der marvk- 1 konischen Regierung auf die Ereignisse und die im Staate herr- I schende Unsicherheit. Eine starke Truppenmacht ist zur Verstärkung der Garnison von Tanger heranaezogen wvrden.

N ewh o rk, 5. Sept. Aus Tientsin wird der Ausbruch der Revolution in Japan bestätigt. Die telegraphischen ' Verbindungen seien gänzlich abgeschnitten. Die Kabelgesellschaft : teilt mit, daß die Unterbrechung des Kabels keineswegs dem I jüngsten Cyklon zuzuschreiben sei, da etwaige Schäden des Stuv- I mes längst hätten ausgebefsert sein können.

Nniverstläls-HLachrichten. ___

Breslau, 2 Sept. Der ordentliche Lehrer des römischen und deutsckwn Rechts, Pvof. Dr. Joers an der. kstesigen Uni­versität erhielt einen Ruf an die Wiener Hochschule. Prof. Joers wird sckwn mit Beginn des Wintersemesters nach Wien über­siedeln

In Bad-Nauheim ist der ordentliche Prof, der Geo­däsie an der Prager deutschen Technischen 5)ochschule Franz Ruth gestorben. _____

Kunst und Missen schäft.

Marini Gorki ist aus Moskau, wo er den Direktoren des Chudaschestwenny-Theaters sein neuestes Theaterstück »Kinder der Sonne" vorlas, in Petersburg eingetroffen und beabsichtigt nun, längere Zeit dort Au'enthalt zu nehmen.

Arbsiteröewegung.

Witten 4. Sept. Auf einem Gute im benachbarten Wullen I legten heute mehrere galizische Landarbeiter die Arbeit nieder und verlangten unter Drohungen ihren Lohn. Da ihnen dieser verweigert wurde, bemächtigten sie sich der Pferde. Als deren Besitzer die Fortführung zu verhindern suchte, eröffnete die angesammelte Volksmenge, die für die Landarbeiter Partei ergriff, einen Steinhagel auf ihn, so daß er s ch w e r verletzt ms Haus flüchten mußte, aus welches die Menge lohlend mehrere An­stürme machte. Erst die Gendarmerie konnte nach heftiger Gegen- wehr Ruhe stiften.__ I

Gicßcncr landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Boiauösichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch den 6. September 1905: Zeitweise heiter, trocken, nachts kühl, Tags wärmer; stellenweise Morgennebel.

___________Näheres durch die Gießener Weilerkarte.

Tabakbau und Tabakernte im Erntejahre 1904.

Ueber den Tabakbau und die Ergebnisse der Tabakernte im deutschen Zollgebiete enthält das 3 Vierteliahrshest zur Statistik des Deutschen Reiches Jahrgang 190d eine Uebersicht für das ErntejahrL, wonach Insgesamt 106 703 Tabakpflanzer 160 022 Grundstücke mit einem Flächeninhalt von lo883 ha mit Tabak be- I pflanzt hatten (1903: 105 991 Pflanzer, 161511 Grundstücke nut 16 552 ha Flächeninhalt). . _ . ... -

Von den Pflanzern hatten 39 688 je eine Gesamtfläche bis zu 1 a, 6624 über 1 bis 5 a, 15 129 über 5 bis 10 a, 27 639 über 10. bi§ 25 a, 16 039 über 25 a bis 1 ha und lo84 über 1 ha mit I jp Ahme ergab einen Ertrag von 343 787 dz ^.abak in dach­reifem trockeneni Zustand, also auf 1 ha einen Durchschnittsertrag °°» ^®Swer3t%^Z6«Äe20ei^<ieBr,^ d°r T«bE-..°r, LurbTm® 26Ä Mk. (1903: 27 301661 Mk» d°r

mittlere Preis für 1 dz Tabak betrug demnach 77.44 An. (1903.

I 82.55 Mk.).

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.flBk Millionen Stück Toering'ö Eulen-Seife sind bis Ende R O 1904 zum Versand gelangt. Keine andere Toilette-Seffe

HE hat einen solchen Erfolg auszuweisen l Dieser Verbrauch a Sh ist der beste Beweis für die Güte und die vorzügliche QL-. W-W Wirkung des Fabrikats. Man weise minderwertige Nach- ahmungen ziwück und veckange nur Doering's Eulen- Seife, welche zum Preise v. 40 Pf. p. Stück überall zu haben ist. hv67e