Ausgabe 
5.5.1905 Erstes Blatt
 
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^spar- unv Darlehnskage deiragen 'rund Mk. 15 000, Die Revision ist noch nicht zum Abschluß gekommen.

Wetzlar, 3. Mai. Bei einem hier verhafteten Maurer Wilhelm Ottweiler wurde in einem besonders herge- richteten Versteck ein'Säckchen falscher Einmark-- und Fünfzigpfennig ft ücke und ein großes Metallstuck und halbfertige Münzen von sehr guter Prägung aufgefunden. Die Münzen sind am Klange als falsch erkennbar. Man glaubt hier die Quelle gefunden zu haben, aus der das in letzter Zeit im Lahntale'in Umlauf gebrachte falsche Silber­geld stammt.

* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbar st aaten. Bei der am 7. d. M. in Lauterbach stattfindenden Schillerseier wird am 7.Mai Prof.Dr. Eollin aus Gießen die Festrede halten.________

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Rottest» tenft.

In der Stadtkirche. Am Sonntag Misericordias T o in i n i, den 7. Mai: Vormittags 9</j Uhr: Professor D. E cf. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für Mackusgemeiude. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Siehe Johanneskirche. Tie Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäus- gemeinde fällt aus.

In der JohauueSkirHe. Samstag den 6. Mai, nach­mittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Euler. Sonntag Misericordias Domini, den 7. Mai: Vormittags 9i/, Uhr: Pfarrer E u l e r. Konfirmation der Kinder aus der Jobannesgemeinde; Feier des heiligen Abendmahls. Nachmittags 6 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Besondere Kollekte für die Armen.

Katholische Gemeinde.

Samstag, den 6. Mai 1905: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit gur hl. Beicht. Sonntag, den 7. Mai 19 0 5, 2. Sonntag nach Ostern: Vormittags von 6 st, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. Vormitags um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor uub in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Vormittags unt 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. Vormittags um 9 st, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nach« mittags um 2'/, Uhr: Christenlehre; darauf "Andacht. Dienstag 'und Freitag abend itnr 6st, Uhr ist Mai-Andacht.

Israelitische Religiousgemeiude.

HottesdieirO in der Synagoge (Südanlage). Sa ins tag den 6. M a i 1 90 5: Vorabend : 7.30 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nach­mittags 4.00 Uhr. Sabbathausgang 8 40 Unt".

KrAeiterbewegüng^

o Ein Solidaritätsstreik ist m Würzburg von den Schneidern bei zehn der größten Firmen begommen worden. Die Arbeiter haben herausgebracht, daß diese zehn Unter» nehmer sich verpflichtet haben, für" ihre Kollegen in Gießen, Streikarbeit ansertigen zn lasten. Testen weiger-ten stch btc Würz­burger Schneidergehülfen einmütig. In einer Besprechung des Arbeitersekretärs und der Vorstände der freien und christlichen Gewerkschaften wurde versucht, eine Einigmra herbeizusübren, allein die Unternehmer erklärten, daß sie auch fernerhin Streikarbcit machen lasten würden, worauf die Arbeit niedergetegt ivurbe.

O In Chicago sind wegen der Streikunnihen 3000 new Polizisten eingestellt worden. Trotzdem wurden am 3 d. M. 50 Perfonen verletzt. Die Geschäftsleute verlangen dringend Militär. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 5. Mai. (Orig.-Teleqr. desGieß. Anz."s V i e h m a r k t. Zum Verkauf standen 585 Kälber, 75 Schafe und öömmel, 736 Schweine. Kälber 1. Qual. 8790 Psg., Lebendgewicht 5254 Psg., 2. Qual. 7880 Pfg., Lebendgewicht 46-48 Pfg., Schlachtgewicht 6266 Psg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 7274 Psg., 2. Qualität 6466 Psg. Schweine 1. Qualität 6768 Pfg., Lebendgewicht 53.50 Pfg., 2. Qual. 66-00 Pfg., Lebendgewicht 52-CO Psg., 3. Qualität 6062 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft bei Kälber und Schafe gedrückt, kein Ueberstand, bei Schweine gedrückt, Ueber- stand groß.

C^riflinaf-Draßtmcföuiiflcn.

Osnabrück, 5. Mai. Wegen Gehorsams-Ver­weigerung vor versammelter Mannschaft und Bekundung sozialistischer Gesinnung wurde der Musketier Schneider von der 6. Kompagnie des Infanterie-Regi­ments Nr. 78 zu neun Monaten Gefängnis verurteilt.

Leipzig, 5. Mai. Amtlich wird festgestellt, daß am 2. d. M. hier ein Erwachsener und ein vierjähriges Kind an

Genickstarre gestorben sind, und am 4. d. M. ein Er-' wachsener erkrankt und ein Kind gestorben ist.

Sofia, 5. Mas. Bon sit&ndxyr Stelle wird mrtgetctlf; daß während der orttz»1>sren Osttrsciertagc Saloniki der Schan- vlatz von Griechen veranstaltete anti-Äulgarischer gewesen

ist. Im .öauie des bulgarischen Mädchen-Gymnasiums wurde der Direlror überfallen und verletzt, ebenso ein bulgarischer Pope. Die. hierdurch verschärfte griechenic-ndlrckie Strömung wird von der Regierung, soweit tS ihr möglich ist, erngedämmt.

Warschau, 5. Mai. Unt 10 Uhr abends wurde in der Marschall DvSkajastraße bvn unbekannter ^and eine Bombe unter dns PLrrd des berittenen Qbervolizeimeisters-GeHilfeu Zoyfarth geworfen. Die Bombe explsdrerte so schwach, daß niemand ver- uetzt wurde. Der Generaliereik gilt als teitiueifc miß­lungen. Die Fabriken und Druckereien ruhen. Dir Zeitungen erscheinen nicht. Ter Tramwvybetrieb war nur vorübergehend gestört. Man sieht sehr wenig Droschken in den Straßen. In, der Warschauer- und der Lei'cknwstraße wurde die große Menge! von Militär mit blanker Waffe zerstreut. Ginigr Personen wur- den durch Säbelhiebe und Bajonettstiche verwundet. Von den> Verwundeten des 1. Mai sind noch 11 gest 0 rben. Die Gc-s samtzahl der Toten ist nunmehr auf 42 feftgestellt worden.

New York, 5. Mai. Der Chicagoer Kutsch er-1 streik, der sich über alle Stadtteile ausdehnt, ist der größte Krawall seit den berüchtigten Anarchistenattentaten vor 19 Jahren. 3500 streikende Arbeiter und der Mob^ verursachen wüste Svenen. Der Bürgermeister hat 2000 weitere Hilfspolizisten vereidigt. Die GeschäftÄeute fordern vom Staatsgouverneur die Einberufung der Miliz. Dio Haltung der Bundesregierung ist abwartend.

Washington, 4. Mai. Der internationale Eisenbahnkongreß wurde heute eröffnet. Der Vize- Präsident der Vereinigten Staaten Fairbanks sagte, die Verhandlungen des Kongresses seien geeignet, die inter­nationalen Beziehungen zu erweitern und die i n t e r n a t i 0* nale Freundschaft zu befestigen. Er hoffe, daß: der Kongreß nicht nur die Leistungsfähigkeit der. Eisenbahnen erhöhen, sondern auch mittelbar dazu beitragen werde, die schiedsrichterliche Beilegung von schwierigen Streitfragen, wie sie bisweilen entstehet und den Weltfrieden bedrohen, soweit es mit dertz internationalen Ehrbegriffen vereinbar sei, zu fördern.

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sagt allen herzlichen Dank

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Die trauernden Hinterbliebenen.

Mainzlar, den 3. Mai 1905.

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Man acl>te aus die Schutzmarke StcrLenpsird, echt ä St. 50 bei Adöb BäeSer

Viktoria-Drogerie, Marktstraße 5.

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Familie H. Seidewand.

Gießen, Berlin, Bensheim <t. D., den 5. Mai 1905.

Jacob Sack VI und Familie. Heuchelheim, den 5. Mai 1905.

Die Beerdigung findet Samstag um 1 Uhr statt.

Todes-Anzeige.

Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unser ge­liebtes Kind und Schwesterchen

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IRosehen

gestern vormittag 9 Uhr zu sich zu rufen.

W sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden, für das W M schöne Grablied des Kirchen-Chors und insbesondere für D M die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Gußmann sagen R W tiefgefühlten Tank ||

99 Wachsbohnen Mrechbohnen

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Kranksein und der Beerdigung unserer lieben, unvergeß­lichen Tochter und Schwester

Wnlki» Christina Hettche

Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme sowie für die zahlreichen Blumenspenden bei dem Hinscheiden unseres lieben und unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels

Hem SmmH SckMild, Partner

RMcheie Ririnrz-Dreitzisn.

Es sollen nachstehende Arbeiten:

Los I Schreiner- und Glaserarbeiten,

H Schlosterarbeiten,

UI Tüncher, Anstreicher- und Tapezier-Arbeiten an den Empfangs- und Nebengebäuden auf den Bahnhöfen Heskem, Wittelsberg und Dreihausen nach Losen getrennt vergeben werden.

Zeichnungen und Verdingungsunterlagen sind im Bureau der Bauabteilung Gisselbergerstraße No. 1 einzirsehen, auch können die Verdingungsunterlagen gegen gebührenfreie Einsendung von Mk. 1,50 für jedes Los von dort bezogen werden.

Ebendahin sind verschlossene und mit entsprechender Auf­schrift versehene Angebote bis zum Eröffnungstermin

Freitag, den 12. Mai 1905, vormittags 10 Uhr einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Marburg, den 3. Mai 1905. hv4,ß

Banabteilnng Marburg-Drerhauserr.

Bekanntmachung.

Die hiesige Volksschule veranstaltet Sonntag, den 7. Mai, nachmittags 4 Uhr in der Turnhalle des Turnvereins an der Korbanlage eine

Schillerfeiev.

Wegen Raummangel können zu dieser Feier nur solche Personen zuqelassen werden, welche eine besondere Einladungskarte erhalten

Alzeyer

Pferde-Lose

Ziehung am 12. Mai d. J.

Hauptgewinne: 1 eleg. Ein­spänner, 6 Pferde u. Fohlen, 7 Rinder, Fahrräder, Näh­maschinen usw.

Geringe Losanzahl, Günstige Gewinnchancen.

Lose ä Hk. I, 11 Lose 10 Mk. (für Liste und Porto 25 Pfg. mehr) sind zu beziehen von 2211

Um Don vornherein bewussten und unbewußten Entstellungen eines be­dauerlichen Vorfalls zu begegnen, sieht die Unterfertigte sich gezwungen, folgendes zu veröffentlichen. Ein dem Anschein nach angeheiterter Stndnrt rempelte am gestrigen Abend kurz nach 6 Uhr in Begleitung einiger anderer eines der jüngsten Mitglieder der Unterfertigten dadurch an, daß er ihm einen Vecken uachwarf. Beim folgenden Kartenwechsel nahm zlvar der betr. Student unter beleidigenden Aeußerungen die Karte des Mitgliedes der Unterfertigten, auf die Aufforderung auch seinerseits die Karte herzugeben, antwortete er mit der Androhung von Ohr­feigen. Kurze Zeit nachdem begegneten ebendieselben Herren auf dem Seltersweg wiederum einigen aus der Reibe der jüngsten Mitglieder Unterfertigter. Als jene aufs neue in pöbelhafter Weise zu rempeln begangen, bat eines der Mitglieder den ersterwähnten Herrn um seine Karte, worauf dieser ohne weiteres das betr. Mitglied zuerst mit der Hand, dann mit seinem Stock ins Gesicht schlug. Daß das Mitglied Unterfertiater kräftig wiederschlug, ist ihm wobl kaum zu verübeln Als ein zweites Mitglied, ohne den Eegtler zu berühren, die beiden auseinander Diingen wollte, schlug der (Gegner auch d'esen und auch der in seiner Begleitung befindliche zweite Student schlug ohne weitere Deranlassmru jetzt mit seinem Stocke dazwischen. Erst die Dazwischenkunft eines Schutzmannes, der den Vorgang be­obachtet hatte und nun die Namen jener Angreifer notierte, trennte die Streitenden.

Bei Beginn der Dunkelheit wurden von den Genannten nochmals ein ähnlicher Auftritt an der Ecke der Brandgasse provoziert.

Aus diesen Ausführungen ergibt sich weht zur Genüge, daß die Mitglieder Unterfertigter durchaus unschuldig waren und sich trotz ihrer Jugend durchaus korrekt benommen haben. v6°

Vie Siebener Burschenschaft im A. v. v. Arminia.

I. A.: Schlie X

haben.

Gießen, den 5. Mai 1905.

Der Schulvorstand.

Mecum, Oberbürgermeister. Hahn, Nckkor.

fein fein

Haupt-^Kollektur Gießen

Neuen Baue 11.

Schönheit verleiht ein zarleZ, reines Hettöft, fuqendfrischeS weiße

sannnetweicbe und blendend schöner Ueint. Alles dies bewirkt

in

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