Issue 
03/02/1905 Zweites Blatt
 
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

Kerichtssaal.

ilH

Verrni?ctzres.

* Eine mißglückte Hochzeitsreise. Er mar ein Rechtsanwalt aus Schottland, sie eine reiche Witwe, die ge--' wohnt war, aus Händen getragen zu werden. Das Schiff, das sie an die französische Küste bringen sollte, war kaum in See gegangen, als ine Neuvermähltejunge" Frau ihren sich in schönen Zukunftsträumen ergehenden Gatten zur Rede stellte, warum er sür sie keine Kabine habe reservieren lassen. | Er erwiderte zwar, daß cs sich ja nur um eine Fahrt von 'drei Stunden handle; aber sie sand es dennoch unverzeihlich und versicherte, daß ihr erster Gatte galanter gewesen sei und es sicher getan haben würde. Als der erstaunte Ehe­mann hieraus zu bemerken wagte, daß der erste Tag der Hochzeitsreise ihm sür derartige Vergleiche nicht der beste Zeitpunkt zu sein schiene, war es mit der Freundschaft auch

Ende; die beleidigte Dame sprach von nun an fein Wort mehr. Etwas niedergedrückt lam man in Paris an. Der Gatte ließ im Hotel seiner Frau zunächst einige Zeit, um sich von der Reise auszuruhen; dann versuchte er, gütlich aus sie einzuwirken. Der ^Erfolg aber war, daß sie seine Effekten und Reisetaschen an sich nahm und durchs Fenster aus die Straße wars, um sich schließlich aus Nimmerwiedersehen in

Zimmer eurzilfthsteßen. Ter Gatte verlor keine Minute feine Seelenruhe; er telegraphierte an die Verwandten der Frau, man möge sie nach Hause zurückholen. Dies geschah auch am nächsten Tage und der junge Ehemann beschloß, seinen Honiymvnd allein in Paris zu genießen.

wird ___ ________

Kandel und KerKeyr. Solksnunjchaft.

Bergwerksgesellschaft Eoneordia in Ober- Hausen. An der gestrigen Börse stiegen die Aktien dieser Gesell­schaft um volle 17 Proz. bis 348, das ist seit genau 12 Tagen eine Steigerung von 40 Proz. Zuerst waren es wieder Emisnons- aerüchte, die in immer neuen Variationen austauchten, daiin ivui'bc mugeterlt, daß es sich um em Wettlaufen zweier rheinischer Groß- inbiiftrieUeii handle. Es sollen dies Ang. Thyssen sen. und die Familie Haniel sein. Thyssen sott den Wunsch haben, m denAuf- slchtsrat der genannten Gefellschait einzutreten, welchem Vorhaben die Familie Haniel sehr unsympathisch gegenüber stehe. Aber auch sonst blleb die Tendenz für Lvohlenaktten recht fest.. Harpener und | Gelsenkirchener setzten ihre Steigerung, ivenn auch selbstverständlich in uirl bescheidenerem Maße fort. Alan soll sich dabei auf dle Auslassungen euie§ Berliner konservativen Blattes stützen, wonach I der Öandelsmmister sich balmt geäußert babc, angesichts der

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

chottesdtentl.

In der Stadtkirchc.

2lm 5 Sonntagnach Epiphanias, den 5. Februar.

LormitlagS 91/, Uhr: Pfarrer S ch w a b e.

Vormittags 11 Uhr: *

Nachmittags 2 Uhr: Hmbergotteöbicnrt f

Im Dampfbad elend umgekommen. Das inI der Lester Street m New-York gelegene russische Dampfbad war der Schauplatz eines furchtbaren Unglücksfalles. Zwei junge Ruffen, namens Pasternack und Poo§, kamen am frühen Morgen in die Anstalt, um zu baden. AlL sie m den Dampsraum traten, wurden sie, wie üblich, ohne Aussicht gelassen. Als ein Angestellter eine Stunde später den Raum betrat, sand er die beiden jungen Leute tot aus dem Fuß­boden liegen. Der Kopf und die Hände beider wiesen Ver­letzungen'ans, die auf einen verzweifelten Kampf um ihr Leben schließen ließen. Es wird angenommen, daß die Verunglückten irgend einen organischen Fehler hatten und daher bald unter den Wirkungen des ausströmenden heißen Dampfes zu leiben hatten. Das Gas war aus unerklärlichen Gründen ausgegangen und der Raum daher stockdunkel, so daß die Unglücklichen nicht die Tür finden konnten. Die körperliche und seelische Qual scheint ihnen den Sinn ver­wirrt zu haben, denn die Wände sind an einzelnen Stellen zerkratzt, wo sie jedenfalls versuchten, hinauSzukommen. JDic

Mainz, 2. Febr Ter 26jährige ftühcre Maurer und jetzige I Unteroffizier Hch. Konrad Ehr. S ch m i d t aus Unterreichen-1 bach (Kreis Gelnhausen) von der 6. Komp des 3. ^-Art -Regts. I soll in den Jahren 190203 beim Exerzieren der Rekruten t

durch Rippenstöße, Treten auf die F ü ße , O hrT_e igen

usw.ausgebildet" und währnrd der Putzstunden bie <

durch Schläge ins Gesichtaufgemnntert" haben. Em. Rohrstock, den Rekruten unter dem Xiamender Gesreite Albert bekannt, wurde häufig von dem Angeklagten zum Umlagen der I Leute benutzt. Wenn die Korporalsä aft in den Betten lag, wurde durch den AngeklagtenJnstruktionsstunde" abgehatten. Wer die Fragen nicht beantworten konnte, mußte aus den Betten berfim, und im .Hemde Kniebeugungen und Gewehrübungen machen. Außer­dem trat dann derGefreite Albert" bei den gequälten Menschen in Tätigkeit. Auf Befehl des Menschenschinders mußten sich die Leute Platt aus die Erde legen unb wieder aufstehen. Häufig , mußten die Leute, wenn sie mittags müde vom Tienste kamen, sich mitSchmutz und Treck" in die Betten legen, diese dann wieder reinigen undaufbauen". Auf einen Israeliten Kopwwitz, der jetzt Ches in einem Warenhause in Karlsruhe ist, hatte es der Angeklagte besonders abgesehen. K'. mußte die schwersten Beichnnpi-

unqcn erdulden. Als der Zeuge bei der gestrigeii Verhandlung vor dem Kriegsgericht den Schmidt mehrmals mit den Worten , Angeklagter" bezeichnet-, erhielt er von dem Vorsitzenden, JJcaior Fever, eine Rüge: Ter Angeklagte sei damals derHerr Unter- ofstzier" gewesen. Der Angeklagte wurde dann weiter von dem I Zeugen alsHerr Unteroffizier" betitelt! Tas fortgesetzte Aus- bauen der Betten war nach 'Ansicht des Majors weiter nichts

als eineHebung". Tas Gericht erkannte gemäß dem Anträge des Anklagevertreters, Kriegsgerichtsrat Brendels auf 1 Jahr! Gefängnis und A b e r k e nn ung der Trespen. Im Urteil I würbe gesagt, daß durch derartige Schikanen den Leuten dieganze "ust am Militärleben genommen werde, solchen Leuten wie Schmidt mün'c die Gelegenheit genommen werden, in Zukunft die Leute zu schikanieren. , c

Leipzig, 2. Febr. Turch das Reichsgericht ist das Urteil in dem Prozeß H i lg e r - Kr ä me r aufgehoben und der Prozeü zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht Trier verwiesen worden. Bergmann Krämer hatte durch zwei Flugblätter Saardergmann toadjc auf'." undSaarbergmann erwache!" die Bergwerksdirektion zu Saarbrücken beleidigt und war von der Strafkammer zu Saarbrücken zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden Der sozialdemokratische Reckstsanwalt Heine m Berlin, welcher Krämer im Saarbrückener Prozeß verteidigt hatte, legte gegen das Urteil Revision ein, die vom Reichsgericht anerkannt uno nunmehr zur neuen Verhandlung der Klage in Trier führen

Aus §iaiU uud Land.

-ft Schotten, 1. Febr. Durch die Poiizcijagden tvirb das Rotwild abgeschoffen und die Hirsche dürften in kurzem ziemlich ausgerottet fein. In den letzten Tagen wurden wieder drei Hirsche erlegt. Die Tiere sind jetzt hochträchtig, oder säugen Kälber, sodaß zum Leidwesen deS passionierten Jägers ein großer Teil des Nachwuchses vernichtet wird. Bekanntlich erfolgt der polizeiliche Abschuß männlichen wie weiblichen Nottvildes deshalb, weil das Wild durch Absreffen der Rmde ganzer Eschen- und Ahornbestände bcbcutenben Schaden in den Forsten anrichtri. In früheren Zeiten, bis zu den 80 er Fahren, ssll da? Hirschwild in dieser Weise gar feinen Schaden an gerichtet haben; man erklärt sich die jetzige Ge­wohnheit, die einzig und allein schuld an der Ausrottung der Hirsche ist, dadurch, daß in den schneereichen Wmtern der SO er Jahre jedes Futter mangelte und deshalb die Hirsche durch Benagen der genannten Gehölze sich ernährten, was sich weiter fortgeerdt haben soll. (Sollten nicht Futterplätze

$ du gute, sätze, einzige gviania kauf doch wieder Sodener Mineralpastitten, aber von Sie haben nur doch so gut getan und schmecken mcl bes, r als btc dummen Bonbons. Eva Muller hat auch immer ivclcbc, wenn sie in die echtste gehl; btc lutscht sie dem und sie ist auch noch gar nicht trank gewesen, ^cr Lehrer sagt ancb die sollten wir uns (nuten lassen; bann wurden d e einigen Schulversaummsje wegen Erkaltung bald ganz aus- hören. Bitte, bitte, faige Fay's Sodener l Siekvsieiinur 85 Pfg. die Schachtel unb sind überall erhältlich, UV. 4

Haltung der Zechenbesitzer toerde die Regierung ihr -ßeiitaai- lichunasorograinm erweitern.

Reichs bau k. Am 1. März wttd in Lrngen eme von der Reichsbankstclle in Osnabrück abhängige Retchsbankuebntstell^ mit Kasseneinrichtung und' beschränktem Giroverkehr eröffnet '"^Türkenlosc. Bci bw <im 2. b. M. stattgch-btm Zichurra bcc Türkenlose sielen auf Nr. 1641389 300 000 ^siunn, ^auf Nr. 222142 25 000 Frcs., auf Nr. 886198 und 6316-4 je 10 000

r e ichss ch a tz an w e j s u n g e n. Nachdcnt eine Verminder­ung der bedeutenden Differenzen zwischen dem Netchsbankdtskont und dein Privatdüslont, ivelchr die Roichsbank mit der Begebung bott Reichsschatzanweisungen an der Börse wahrend der letzten Tage hauptsächlich bezweckte, sick' nickst hat erzielen Iahen, der Privaldistont vielmehr in schnellem Ln'mpo von 2V2 anl 2 Proz. zitrückgegangen ist, lagen am Dienstag schon seitens der Reichsbank keine Offerten für Schatzanweiiungen mehr vor. A,-a3 schließt indessen nicht .ans, daß das Institut etwa em,gehende Gebote auf Reichsichatzanweisungen zum Privatdiskont bis auf weiterev

einigungen seit längerer Zeit ein reges ^ntcreffc entgegen. 1 3n ftnem Schreiben der königl. würtemb. Ministerialabtetlung für höhere Schulen, ba5 dem Gonverbande Württembergs! der ,Germania" ^Abstinentenbund an deutschen Schulen) zu- ging, heißt cs: Die Ministerialabteilimg begrüßt nut Freude, daß die auf Einschränkrmg deS Alkoholgenusses ge­richteten Bestrebungen au§ der Mitte der die höheren Schulen besuchende Jugend eine kräftige Unterstützung findet und halt bie Vereinigung von Schülern, welche grundsätzlich dem Alkohol entsagen, sür ein geeignetes Mittel.

Unter denjenigen deutschen Städten, tvelche der heran- /vachscnden Jugend in erzieherischer Wetse ihre Aufmerksamkeit widmen, ist in erster Linie die Stadt Frankfurt a. -i. zu nennen. Der dort bestehende Verein ^Jugendfürsorge- Hal int vergangenen Jahre 129 Knaben und 17 Mädchen tu Lehrstellen nntergedracht; er hat einenWegweiser für die weibliche Jugend^ veröffentlicht und für die schnlentlaffene Jugend Sonntagsunterhaltungen eingeführt. ^Er unterhält vier Aufenthaltsfäle, von denen der eine nur Sonntags von Z gi/3 Uhr, die übrigen aber auch an den Wochentagen abends von 7^9^ Uhr geöffnet sind. Aus der vor-! handenen BidUochek wurden 2000 Bände aiisgeliehen.^ ^le; beiden Sonntagsheime für Rlädchen fanden ebenfalls starken Besuch. Alle diese Einrichtungen sind dadurch besonders wert» roll, daß sie sich jeder politischen und konfessionellen Beein- ftuffung der Besucher enthalten und einen lediglich erzieherischen, bewahrenden Zweck verfolgen. Was in Frankfurt erreicht worden ist, kann in jeder Stadt nachgeahmt tverden. Wenn auch die Bewohner dieser alten freien Reichsstadt durch ihren opferfreudigen Gemeinsinn rühmlich bekannt sind, so dürste doch zu hoffen sein, daß es in allen deutschen Gauen Manner und Frauen giebt, die gewillt sind, die vielen Gefahren aus- gesetzte arbeitende Jugend auch in erzieherischer Weise fordern zu helfen und dadurch für dw glückliche Entwickelung unseres Volkslebens zu sorgen.

hier nützlich sein? Die Red.)

Offenbach, 2. Febr. T-er Ausschuß sür Volksvor- lesmigen batte für gestern abend den Direktor der pspchia^ rcijchcn Klinik in G i c ß e n, Prof. Tr. S o m m e r, zu einem Vorcrag gewonnen über das Thema: Geifteskr^atik- y e i t e n, I r r c n a n st a l t e n und persönliche Frei­heit. In überaus klarer tuib wohl für jedermann leicht verständlicher Weise schilderte Prof. Sommer, wie im Lause der Zeiten sich die ÄnsckmitUTigen über das Wesen der Geisteskranken geändert haben und wie demgemäß die Be­handlung der psychisch Kranken eine andere ßetvorbeit ist. .Ursprünglich encyien das Kloster als der geeignetste Ort' zur Unterbringung der Geistes tranken; lange Zeiten hin­durch fcyeint das streng abgeschlossene Kloirergebaude als der idealste Aufenthalt für die bedrniernswcrten Stauteil gegoUen zu haben. Erst ganz allmählich wurde der typische Klosterbau gegliedert, gewissermaßen aufgelöst. Aiehr Luft und Licht gab es für oie Kranken und da die einzige Klosterpft>rre sich .auch vervielfacht h-atte etwas mehr Freiheit, in ib-er Bewegung. Jetzt sind wir wie beispiels­weise in Gießen zum sogenannten P avi l 1 o n s y siem gekommen. So viel Luft und Licht und Bewegungsfreiheit als möglich'. Entsprechend der deutlich von außen wahr- | zunehmend-n durchgreifenden Aenderungen in der Irren- i pflege waren natürlich auch die Behandlungsmethoden: bic Unterbringung in Familien auf dem Lande, die Heran­ziehung der Irren zur Arbeit usw. Pros. Sommer er- Xäuierte seinen instruktiven Vortrag durch eine Anzahl Lichrbilder. Reichltcher Beifall wurde ihm zu teil.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und d e n Nachbarstaaten. Direktor Behrend, der Leiter des Deutschen Theaters in London, teilt demV. B. E." mit, da ß er unter den gegenwärtig gestellten Bedingungen die Direktion des Mainzer Stadttheaters nichsti übernehmen und seinen Posten in London nicht auf­geben werde. Klassiker Vorstellungen für Soldaten sind jetzt im Sradttheater zu M a i n z emg^führt worden.

meinschaftliche und jetzt zwei."

* Kleine TageSwroni k. In Hamburg wurde die Kindesmörderin Wiese durä^ Engethardt-Nragdeburg mittet» Guülotine hingericht et. Sie war bi5 zuletzt un­erschütterlich ruhig, geisttichm Beistand lehnte ue ob. öte Ijat hin Geständnis ebgclcgr. Unweit .Horneilsvitte int (Staate Rewyork wurde ein Schlitten mit zwanzig Frau en, Mitglieder des Kira;envereins, von einem Bahnzug erfaßt. Elf wurden getötet, die übrigen schwer verletzt.

Abends 5 Uhr: Pfarrer v. Schlosser.

f Montag, den D Februar, abends 8 Uhr: Vereinigung der

Soldaten I konfirmierten meiblicheii Jugend der Matt h ci n s g e m e in de. ? X. k;it Donnerstag, ben 9. Februar, abends 9 Uhr, tm Martussaal, Kirchstraße 9, Bibelstiinde. 1. Korinther Kap. 13.

/ Pfarrer Schwabe.

SchiffMachuchü'll.

Red Star L i ii i e

Vertreter Carl Retter, Gießen, Vleichsttaßs 8.

Ter PostdampferKroonland" der

Ankwerpen ist laut Telegramm am 30. Januar wohlbehalten m

Retv-Pork angcConunen.

annimmt.

Markte.

te. Frankfurt a. Di., 3. Febr. lOrig.-Telegr. desGieß.

An; ") Schweine m a r k t. ßum Verkaiis standen 249 meine.

>« &ssti"S!rstw»

gestellte verhaftet. 52-^54 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft gut, kein lieber-

* Das Ende einer Che. Die viclbesprochene Ehe '

deS Grafen Eberhard v. Wolsfskeel mit der Schauspie 1 erin Limburg a. d. L., 2. Febr. axV*

DU» vom Dechen Theater in Berlin ist wie aus München ichninspreise

gemeldet wird, vorn dortigen Landgericht I geschieden morden, Jlavtoffeln o.oo w!k.

Graf v. Woolfskeel ist bei der deutschen Gesandtschaft ", - *

Tokio dem Prinzen Karl Anton vott Hohenzollern attachiert. ü»enbericht bet Kuxeuabteilung des Bankhauses

* ©in & bemann, der nicht in die schnte gehen Lppcn Heimer jr., Hannover.

will. Im Kanton Apvenzcll richtete em 17 jähriger Bursche, Hannover, 2. Febr.

der gesetzlich noch 511111 Besuch der Fortbildungsschulen ver­pflichtet war, an den NegiernngSrat ein Gesuch, worin er ausftihrte, daß er als ein Mann, der seit zwei 'Monaten ver- I betratet sei, unmöglich noch die Schule bejiichen lönne, ohne sich unleidlichen Scherzen und Hänseleien auLzusetzen. Die eingcleitete Untersuchung ergab die Richtigkeit der Angaben !imd die Regierung bewilligte daraufhin das Gesuch.

* Aus demTagebuche einer jungen Frau.Ach ivie sich die Zeiten ändern! In den ersten Wochen haben mir abends gar keine Lampe gebrannt, später dann eine ge-

Tie stürmische Aufwärtsbewegung, welche den Markt für Kali-- werte seit einigen Tagen bel-errscht, hält weiter au. Aju Kurse tonnten in der abgelaufcuen Berichtsperwde fast durchweg rtne^ deruin um mehrere 100 Mk. anziehen, wobei insbesondere mittlere und schwere Papiere bevorzugt wurden. Zu nennen sind hier in erster Linie Glückauf Sondershausen, die bi- 15 800 Mk., Wilhelrnshall, die bis 13 800 Mk-, und Hercynia, dre bis 23 000 Mark m Posten um gesetzt wurden. Carlsfund wurden bis 88öO Mark WTÄOW. Stetem»« bis 9500 Mk., Lohmmas- hall 6600 Mk. usw. gehandelt. Lebhaftes Geschäst vollzog ^ich in Alexandershall, die daraufbin bis 7600 Mk. mitgingen. Für Kaiseroda, Großherzog von wachsen, Hohenzollern uno Äuiters- Ml wurden bis ea. 800 Mk. höhere Kurie angelegt. Emigkett unb Heldrungen gewannen je 400 Mk. ^on leichten Payreren übernahm Siegfried I. die Führung, die bis 2175 Mk. bei leb haften. Geschäft im Verkehr Hxmöm Aui;erordenlüche Festrg- feit bekundete sich imtcr siir Gunterstzall mit l9_o Mk Geld, Gattorf 725 Mk. G., Großherzogin Sophie 625 Mk. G. und Heldburg-Akt. 53 Proz Geld. Sigmimdshall-, alte ivie innge , S'ti'S ÄSSIÄÄ'S ä sttonnenberg und Friedrichshall Akt. konnten von der allgemeinen

Aunst und C1 vT^r11 enmarfrlaa auf die andauernde Streikbeweg-

TieRordd. Allg. Ztg." meldet: Nach einer aus W durch das Interesse, welches der Kali-Kuxenmartt voll-

kommenden Mitteilung soll dort der Komponist Mascagilt ge- ^imnen für sich m Anspruch nalnn, ruhiger. Lenngleich schivere äußert haben, die Vertonung desRoland von Berlin <^crtc wie Mont-Eenis bei 18150 Mk.., König Ludwig bei sei ihui vom Kaiser zweimal an geboten worden, er habe I 27400 Mk G., Konstantin der Große bei 32 00 Mk. G. im Kitrse aber abgelcljm mit dem Zusatz, Majestät möge Leoncavalto anziehen konnten so blieben dagegen mittlere und leichte beauftragen. Sollte Mascagni wirklich etwas derartiges behauptet qiQt)icTC gänzlich unbeachtet. Eintracht Ttetbau, wie Graf lyabeit, so würde er sich mit der Wahrheit in Widmprucl) gesetzt Schwerin, Augusta Viktoria weisen vorwöchentliche Notizen aus, haben. Tie Aufforderung, denRoland von Berlin zu körn- wohingegen Alte Haaise, Altendorf nnb Freie Vogel und Im­ponieren, ist vom Kaiser an Mascagni n 1 e m a ! S gerichtet worden 1 , -si bei etwas gewichenen Preisen gehandelt wurden.

Bremen, 2. Febr. Unter dem Namen Galerieverein schlou» -'

sich eine Gruppe kunstsinniger Tarnen und Herren von Bremen zusammen, um nach dem Vorbilde anderer Großstädte z. B. Berlin, Hamburg oder Paris durch Schenkungen und Ankäufe die Kun)t- halte zu ergänzen. Es wllen Gemälde deutscher und ausländischer Meister der (Gegenwart erworben werden. Vorsitzender des Vereins ist Generaldirektor Wiegand.

In der Johauueskirchc.

Vormittaas 91 * * */i Uhr: Pfarrer Euler. -

Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdimst für die Lukas- aemeiude. Pfarrer Euler.

Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. ,

Sonntag, Abends 8 Uhr, Versamm ung und Bibelbesprechung im ^onfirmandensaal der Fohanneskirche. -^ext. Ephes. 1,1 -

Alontag, den 6. Februar, abends 8 Uhr, Bibel stunde im Konfirmandensaal der Lukasgemeinde. ß u 1 e r.

Nächstsolgenden Sonntag, den 12. Februar: Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und die Johannesgememde im Abendgotlesdienst. Anmeldungen vorher bet öenv Pfarrer lebet Gemeinde erbeten.

Katholische Gemeinde.

Samstag, den 4. Februar 1905.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.

Sonntag, den 5. F e b r u a t 1 9 0 5.

5. Sonntag nach Epiphanie.

Vormittags von 6 li2 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

u um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Sionumnüon.

um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe.

um 9 1/2 Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 5/, Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.

Grctzcner landwirtschaftlicher Wetterdienst.

BoraudsichLltche Witterung in Hessen für Samstag den 4. Februar 1905: Zeitweise heiler, kälter und Frost, nur ve ei z tm Lande etwas Schnee.

9täheres durch die Gießener Weiterkarte.

Kun

st

3',^

-1 *

i1' k

3 /Lf.

4 P7 «:

4

k ; rz: 3 e*6.

3 'I, *

37, *

3 *

4 bo.

5 Vchn

4'/,Orst. 41/, dv. 4 do. 4 do. 4 bo. 4 Oest

Q ö'/. Och n S Och b'j. d

C Port do do 5 Sinn 5 bo. 4 bo. 4 do. 4 bo.

Mi. bo. 4 bo. 4 bo. Z'/,.do. 4 do. 3'/, bo. 3 bo. oW: n 37, A 4 Sri 4 4 37, 4 b 4 b 4 CDU 4 Un 4

ö Äi 5

4

«w

6

5

4;i.

4

31/ s *

3 '

5 M

k*

3>/

ft 4 7r 4 sbe 155

4