Ausgabe 
5.1.1905 Zweites Blatt
 
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Getränks schon vor

Schutzmannsschule für Hessen.

Kommenden

turn Hessen Beratung gepflogen werden soll.

rung des Branntweins. Obgleich der Aufschlag dieses

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Lehrfabrjkj

.'N Ne- z sicher uf sich . Der

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zugedeckt, im Bette liegen. Mit der Hand hielt er d volver an die Schläfe gepreßt. Um seiner Sache ga

Aks Sürdt und La»>d.

Gießen, den 5. Januar 1905.

zu sein, hatte der Lebensmüde, bevor er die Kugel abseuerte, noch den Hahnen der Gasleitung geöffne Schuß war aber sofort tätlich. Neber die Motive der b^Qt ist nichts bekannt. Burkhardt war über die Weihnachtsf^rtage in Thüringen bei seiner Braut und trug sich mit de» e* danken in diesem Monat zu heiraten.

doch erst viele Wir begonnen. Das List auf 72 Pfg. gestiegen

noch nicht gehörten Künstler so einzuführen, wie er es verdient. G^wiß, Künstler von solchem Weltruf bedürfen -an sich solcher Einführung eigentlich nicht; indessen Gießen ist nicht die Welt, und auch eine sehr große Zahl der Musikliebenden bei uns muß sich aus sehr einfachen Gründen versagen, die bedeutendsten Erscheinungen der Kunst auch nur aus der Ferne zu verfolgen. Auch haben wir es hier keineswegs mit einem jener Eintagsvirtuosen zu tun, deren vergänglicher Ruhm in aller Blättern überschwänglich »oiederhallt, sondern mit einem Künstler, der es verdient, daß ein volles Haus seiner Kunst lauschen möge. Eduard Hemslick z. B. schrieb über Ondrieek:In ihm wiederholt sich jene seltene Vereinigung von großartiger Technik und edlem Stil, welche die Größe Joachims ausmacht. So gilt uns heute Ondrieek, und er allein, als derjenige Geiger, welcher unmittelbar nach Joachim zu nennen ist." Aehn- lich urteilt Max Kalbeck, der darauf hinweist, daß ein .Künstler, der u. a. die Violinkonzerte von Beethoven, von Brahms und das in ungarischer Weise von Joachi»n auf seinem Repertoire hat, einen eisernen Willen und eine Technik sein Eigen nennen muß, die vor keiner Gefahr -zuruckbeben:Hinter dem Werke verschwindet der Spieler, um dann, Eins mit ihm geworden, wieder hervorzutreten und, des Gottes voll, die erschauten Herrlichkeiten der auf- horchenden Welt zu verkünden. Ondrieek ist der prädesti­nierte Nachfolger Joachims." In Frankfurt c». M. urteilte man:Ondrieek gehörte zu den ersten Geigern der Gegen­wart, in dessen Spiels die Vorzüge Wilhelmis, des Un­vergessenen, und Sarasates, des spanischen Geigerkönigs, einen Bund geschlossen zu habe»: scheinen. Denn fein Ton vereinigt markige Kraft und majestätische Größe mit be­strickender Süße und größten Klangzauber; der Strich ist von schlackenloser Schönheit und der Vortrug ebenso vor­nehm und durch und durch seelenvolt, wie 'von sprühen­dem Feuer und slawischen Temperament!" In ähw- lichor Weise ist der weitgereiste Künstler in Paris, München, Leipzig, Petersburg, Ehicago, London, Rom usw. beurteilt woüen.

Tnitg tat der Seilfahrt angegeben, sowie die auf einzelnen 3edkm in der Neujahren acht ans Mangel an Absatz eingeführten Feierschichten. t .

Seilfahrt nennt man die Einfördernng und Ausfi'rbcrung d-w Bergarbeiter. IN großen Fürder körb en werdet» die Arbeiter birrd) die Schachte zi» ihren unterirdischen Arbeitsplänen und nach Beendigung der Schiebt wieder zu Tage gebracht. Je größer die Zahl der Belegschaft einer Zeche ist, desto längere Zeit be- ansprinlrt die Seilfahrt. Es ist mm ein alter streit, ob d»e Ttiuer der Seilfahrt in die Schichtzeit eingerechnet wird. >w» ^BiTctnci* dauert die Schicht, jede Arbeitszeit, acht Stunde»» ausschließlich der Seilfahrt. Tie Bergarbeiter, aber fordern die Schicht von acht Stunde»» einschließlich der Em- »md Ausfahrt. 3»i erwähne»» ist, daß. wenn z. B. »ür bte Seil­fahrt % Stunden, für die Einfahrt sowohl als auch lur d»e Ausfahrt, bestirnmt werde»», dies nicht l1 ? Stunden bedeutet; denn die Bergleute, die zuerst einfahren, werben auch z»»erst wreoer zu Tage gebracht, »nid jene die die Seilfahrt zuletzt antretcn, kommen auch zuletzt zur Ausfahrt.

Aus der Zeche Vruchstraße bei Lalwendreer »st VW bte :Seilfahrt der Gegenstand eines hartnäckigen Streites zwischen dem Besitzer und de»» Bergarbeitern getvorden.

Auf dieser Zecbe, die der Geiellschast Luife-Tiechan gehört, »st die Belegschaft derart gewachsen, daß, _bic Vetriebs- verwaltt'.na die Verlänaer'.rng der Taner der Seilfahrst voi» einer haben auf drei Viertelstunden für notwendig hielt, eie ordnete im letzten November das an und machte die Neuordnui»g den Arbeiter»» durch Anschlag bekannt. Tie Arbeiter erklärten, sie würden die Arbeit nieder!ean». falls die Seilfahrt verlängert werde. Tie Verwaltung zog den Anschlag zurück, zumal, auch die Anncht vlatzgrisf, daß sie nicht ohne weiteres in Kraft gesetzt werden könne. Tie Betriebsverwaltung glaubte jedoch r.» der Verl mgerung der Seilfahrt berechtigt zu fein, sie bat mm aber die Berlängerimg der Seilfahrt von neuem durch Lknschkag Zum 1. Fe br u a r an- geordnet Bis zum 15. Januar habe»» die Arbeiter »ich dazu zu erklären und, falls sie nicht einverstanden sind, sich nach ander­weitiger Arbeitsgelegenheit un»zusehen. Tie Arbeiter dieser Zeche erklären, die Verlängerung der Seilfahrt bedeute eilte Ver­längerung der Schichtzeit, der Arbeitszeit unter -tage. In ft>?r- fammlungen erhoben sie entschieden Einivriick gegen die Neuerung und wählte»» eine Kommission, die mit der Betriebsverwaltung verhandeln und bis zum 3. Januar um endgiltige Antwort er- ruchm sollte. Tie Frist ist inzwischen bis heute, 5. Jae., ver­längert worden. Von beit 1230 Mann dcr Belegschaft haben lloO bat Einsvruch gegen die Verlängerung der Seilfahrt unterschrieben. Von dieser Antwort wird es abhängen, wie sich in der nächsten Zeit bte Lage int Kohlenbergbau des Ruhrreviers gestaltet. Lautet der Bescheid ti6kbnenb. dann wollen die Arbeiter auf der Zeche Bruchstraße den Streik beginnen.

Infolge anhaltender Gährung im Ruhrgebiet habest am Sonn­tag und Tie ns tag auch im Altenbu rgif chen Konferenzen der Führer der sächsischen Ber ga rbeit er scha st statt- -gefunden. lieber Beschlüsse ist nichts bekannt geworden. Jns- ,gesamt kommen 30 000 sächsische Bergarbeiter in Betracht.

Großen-Linden, 4. Jon. In tmserem Walde findet man zur Zeit viele Spuren von Notwild. Bei den i herrlichen Spaziergängen in dein Distrikte Fuchsbau in vc\ Lindener Mark" trifft man häufig Nudel Nehe an, welche < oft 45 Köpfe stark find. Man kann sich den wenig /vurcht ; zeigenden Tieren bis zu 50100 Meter nahen, und es »ft 1 für den Naturfreund eine Freude, die äsenden Tiere zu beotz- achten und sie dann beim Entfliehen zwischen den Baunien Schutz suchen zu sehen. Auch zahlreiche Fasanen werden aus den angrenzenden Feldern bemerkt. Vor zehn ft^hren galt ks als eine Merkivürdigkeit, wenn man einmal em 9»el) zu Gesicht bekam.

b. Lollar, 4. Jan. Kommenden Sonntag, den 8. Ian., findet im Saalbau zur Linde hier ein Konz e r t des Trompeter­korps des Husaren-Negiments Ne. 13 König Humbert von Italien statt, worauf an dieser Stelle aufmerksam gemacht sc».

w. Krofdorf, 4. Jan. Der hiesige Gemein de - förster Lucasverunglückte gestern nachmittag gegei» 2 Uhr im hiesigen Gemein bewald bei der Ausübung jctncv Dienstes. Wahrscheinlich entlmd sich das geladene Oiewehr, »vckches er bei sich trug, und der Schuß (Schrotschuß) traf ihn in SlcrT5 und Kopf derart, daj» der Tod alsbald etn- trat. Ter Förster war bei d-en Holzhauern im Walde ge­wesen, hätte ihnen die nötigen Anordnungen für , dte Weiterarbeit gegeben und mit ihnen sich in seiner launigen und scherzenden Weise »mterhalten. Kaum hatte er sich von dem Holzhauermeister., der ihn einige Schritte be­gleitete, verabschiedet, als Ver tödliche ^chuß krachte. A-te Arbeiter glaubten, der Förftev habe nach einein Hasen oder Vogel geschossen und kehrten abends nichtsahnend berm. Ms der Förster heute morgen noch nickt in seiner Wohnung angelangt war, begab sich sein Sohn, »Genie in de förster Lucas zu Wißmar, mit dem vorgenannten Holzhauermeister, der sich dos Schusses erinnerte, auf dje Suche, und st-e fanden bei» Verunglückten in einiger Entfernung von ber Stätte der Holzhauerarbeitcn in einem dichten Fichten- bestände liegen. Tas Gewehr, dessen rechter Tauf den tod- liehen Schuß enthalten hatte, lag nebst Bfei e und Spazrer- stock bei dem Toten. Tie au Ort und Stelle nach einigen Stunden eingetroiscire Polizeibehörde '''eilte b-cn Tat bestaub bes Unglücksfalles fest. Der große Kreis von Frennben unb Bekannten bcs so plötzlich aus dem Leben ^berufenen betrauert mit der gesamten Gemeinde aufs tiefste das Geschehene und in dem Verunglückten einen braven, ehren­werten, allseitig beliebten Menschen und einen Beamten, der an Pflichttreue ein Muster war. Der Verunglückte stand im Mer von 64» Jahren, hatte den Feldz-ug 1806 u u d 18 7 0 »n i t g c m a ch t, war Vorsitzender des hiesigen Kriegervercins und Vorstandsmitglied des Kreiskriegervcr- bandcs und konnte in einigen Jahren auf eine fünfzig- jährige Dienstzeit zurückblickcn.

Wetzlar, 4. Jan. Tie S chla ck-tun g-cn im hicpgen Jnnungsscklachthaus betrugen pro 1904: Ochsen 696 (1903: 716), Rindvieh 1172 (1194h Sckwcine 5266 (4809), Kleinvieh 3113 (3193b Während sonst im allgemeinen die Schlachtungen etwas gegen das Vorjahr zurückgingen, zeigen Schweine einen sehr starken Zugang. Wie sehr sich im Laufe der Jahre der Fleischkonsum gehoben, möget» bte Zahlen des Jahres 1895 beweisen. Beim Nachsehen finden wir: Ochsen 390, Niudvich 959, Schweine 3198, Kleinvieh 3233. Hieraus -läßt sich erkennen, daß-Ochsen- und Schweine­fleisch erheblich in der Nachfrage gestiegen ist- während Kuh- und Rindfleisch kaum begehrter wurde und in Kletn- vieh weniger Schtachtunacn, wohl infolge des teuren Roh­materials vorkamen. Tie höchste Schlachtoiffcr in Klein­vieh zeigte 1901 mit 4358 Stück. (W. A)

Bad Nauheim, 3. Jun. Die Gesamtsrequenz des Badesijm Jahre 1904 betrug 2410$ Kurgäste, wovon 17 174 Deutsche und 6928 Ausländer waren. Von den letz­teren entfallen aus: Afrika 66, Amerika 1047, Asien 37, Australien 10, Belgien 166, Bulgarien 2, Dänemark 61, Frankreich 183; Griechenland 2, Großbwtannien 1039, Lol­land 388, Italien 47, Luxemburg 24, Monako 2, Norwegen 40, Oesterreick-Ungarn 808, Portugal 2, Rumänien 36, Nuß- laud 2634, Schweden 124, Schweiz 190, Serbien 5, Spanien 10, Türkei 5. Bäder wurdet» insgesamt 357 776 abgegeben und zwar wurden gefertigt: 326 821 in den staatlichen Bade- Häusern, 19 161 im Bad eh aus dcS Kvnitzkhstiftes und 11 794 im Elisabethhaus. Nach Bäderarten verteilt sich diese Summe folgeudermaßen: 31311 Solbäder. 134 753 Thermalbäder, 65 615 Thermalsprudelbäder, 119 813 Sprudelbäder, 2467 Sprudelstrombäder, 300 Duschbäder, 3494 Süßwasserbäder, 23 Moorbäder. Die höchste Tagesbäderzahl (23. Juli) be-

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Sa»nstag findet in Darmstadt eine Konferenz der Polizei- 9lus dem Vogelsberg, 4. Jan. Eine unangenehme verwattu»»g2vorstände statt, in welcher über die Errichtung Ueberraschung hat vielen Landbe»vohuer»t das nette Jahr oe- einerge»neinsa men Schutzmannsschule im Großherzog- bracht tu Gestalt einer abermaligen beträchtlichen Verteu'e-

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trug 3412 und zwar: 390 Solbäder, 1133 Thermalbäder, 685 Thermalfprudelbädcr, 1154 Sprudel- unb Sprrtdclstrom- bäder, 46 Süßwasserbäder, 3 Duschbäder und 1 Moorbad.

fc. Schotten, 4. Jan. Im Landtagswahlkrcis Schotten-Laubach-Gedern, den der verstorbene ba»»ernbündlerische Abgeordnete Weidner-Herchenhain vertrat, »nd von nationalliberaler Seite Oberförster Weber- Konradsdorf, eine im Vogelsberg sehr bekannte Persönlichkeit, und vom Bauernbund Bürgermeister Metten hein» er - Eichelsachseu aufgestellt worden.

z Von der Ohm, 4. Jan. Die gestrige Frost- nacht, in der das Ther»»»ometer mir 15 Grad Nöaumur fiel, hat großen Schaden verursacht. In Stuntperten- rob zersprangen viele Hydranten der Wasserleitung, in anderen Orten froren die erzenen Puinpenstöcke auf. Ueber- haupt froren die Pumpen zu; sie wurden mittelst Feuer auf­getaut. Die Ohm IDOL* zugefroren. Ei»» Glück für die Saat war die Schneedecke, die, zwar nicht hoch, aber doch schützend genug war. Die wenige»» Standvögel, die über­haupt noch zu sehe»» sind, leiben Not, das zeigen die hungrigen Meisen, welche auf die Fensterbretter konnnen.

= 9(»t§ dem Feldatale, 4. Jan. Sicheren» Ver- nehtnen zufolge soll das diesjährige Los Holz eine nain- hafte Verteticrung erfahren. Das Los soll um 5 Mark höher gestellt werden, so daß es von 18 Mk. auf 23 Mk., bezw. von 20 Mk. auf 25 Mk. zu stehen fommt. Wer sich sein Losholz nicht durch eigenes Gefährt holen kann, sondern oft noch hohen Fuhrlohn bezahlen muß, für den dürfte die Verteuerung recht empfindsam werden.

§ Ulrichstein, 4. Jan. Dem Postillon Frank von hier wurde eilt nettes Neujahrsgeschenk zu Teil. Ihn» imirbc für gutes Fahren vom Neichspostamt eine silberne Ehrenpeitsche im Werte von ca. 40 Mk. verliehen. Der Postillon fährt bereits 4 Jahre die Post Ulrichstein-Nupper- tenrod-Mücke.

DermHc£)teiL

Ein Hotelier zum K outtnerzienrat ern at\ Herr Konrad Uhl, der frühere Besitzer des bekannte»» Bristol" in Berlin, ist, wie diePreuß. Korresp." erfäy.' zum königlichen Kommerzienrat ernannt worden. Es ist bi*e§ die erste derartige Auszeichnung, die einem Hotelier in Preuße verliehen worden ist. .

* Die jüngste Numntcr des<pimpliz»sstmus »st in Berlin wieder einmal konfisziert worden. Dest Straßenhändler»» wurde das von de;» Nevierleutnants an' geordnete Verbot des »ucitcrcn Verkaufs der Nummer zugesteÄ und die noch vorhandenen Exemplare beschlagnahmt. Der Grund zu dieser polizeilichen Maßnahme dürfte in der Zeich­nung und dem Text vonSein Moltkc" zu suche»» sein, die a»»f den oberste»» Kriegsherr abzielen.

* Schiffsunsälle. Der Da»»»pferSydkustcn", der Dampfschiffs-Gesellschaft Stockholm-Lübeck gehörend, der am Freitag vormittag von Lübeck nach Pstadt mit Stückgut ab­gegangen war, ist am Besti»»tmt»nasorte noch nicht ange- kommen. Man fürchtet, daß das Schiff verunglückt ist. Der DampferHelstugfors", der ?lktiengesellschaft in Hel- singfors gehörend, strandete in der Nacht zum Sonntag in Scheven bei Hangoe und sank in der nächste»» Nacht. Dec BergungsdampferProtector", der zur Hilfeleistung ein- getroffen war, stieß in der Nähe der Unglücksstätte auf Grund und ist jetzt voll Wasser. Der Steuermann unb dcr Zimmer­mann vom DampferHelsingfors", sowie drei Mann von der Besatzung desProtektor". und ein Lotse aus Hangoe sind ertrunken. Der FrachtdampferBrisgavia" der Ham- burg-Amerika-Li»ne, von Ostasien kommend, geriet während 'Nebels auf dem großen Vogelsand bei Kuxhaven auf Grund. Es gelang noch nicht, i)cn Dampfer abzuschteppen.

D i e Külte ist bei uns über Nacht einem düsteren Tauwetter gewichen. In Oesterreich und Italien aber dauert sie noch immer an. Heftiges Schneegestöber bot sich hort erngestellt. H-lorenz verzeichnet man 6 Grad Kalte. MuB ben übrigen italienischen Provinzen wird Kälte bis zu 13 Grad C. gemeldet. - Tie östlichen Staaten Nord, amerika8 wurden miss neue von einem starken Sturme heungesucht, der den Schnee zu grasten, stellenweise zu b Fust stohen Mauern amturuit und allen Verkehr hindert. Durch die gleichzeitig eingctrctene starke Kälte entstand viel Un- gemach. fcme 9vei()e von Persoueii wurden tu deu New- yorker Strasten erstarrt aufgesunden, von de en vie^- o waren. Das (Gebiet bc5 Sturmes rcidit V

Missouri und südwärts bis Nord-Korolln > ' ium

J Gedenket der darbenden I

| Vögel!________J

" Empfänge. S. K. H. der Großherzog empfingen am 4. Januar u. a. den Profeffor Hedäus, den Geheimen Schulrat Münch, den Oberlehrer Freunds von Alsfeld, den Kreisbauinsvektor Eel larius, die Prosefforen Dr. Heß und Dr. Bostroem uon Gießen, den Landgerichtsdirektor Dornseiff, den Professor Nehmeyer von Friedberg, den Oberlehrer Matthes, die Lehrer Weidmann und Weinel von Büdingen.

Personalien. Durch Entschließung des Großh Ministeriums des Innern wurde der Veterinärarzt Hofmann aus Alsfeld zum veterinärärztlichen Hilfsarbeiter bei der Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege Großh. Ministeriums des Innern bestellt.

* Oeffentliche Lesehalle. Im Dezember wurden 2276 Bände ausgcl'ehen. Davon komincn auf: Erzählende Litteratur 908, Zeitschriften 592, Jugcndschriften 315, Länder- und Völkerkunde 67, Kulturgeschichte 24, Geschichte und Biographien 116, Kunstgeschichte 6, Naturwissenschaft und Technologie 90, Seewesen 8, Gesundheitslehre 11, Haus­und Landwirtschaft 9, Neligion und Philosophie 16, Staats- wissenschaft 6, Fremdsprachliches 19 Bände. Nach auswärts kamen 127 Bände.

** Konzertverei.:»: O ndricek-Abend. Wir haben letzthin einen kurzen Lebensabriß des berühmten Künstlers veröffentlicht und möichte-n nun hier einige Ur­teile anerkannter Kritiker wied-ergeben, utrt diesen bei uns

dem neuen Jahre eingetreten war, haben v die Verteuerung mit dem neuen -3ohrc ter ordinärer Branntwein ist von 60 Pfg. neuivqn!. Das beliebteKännchen" ist um

-wei Pfennig teurer geworden. Die Ursache d.efer Verteile- rung soll an der Verteuerung beS Spiritus liegen, einer Machination des Spiritusringcs. «rbneten*

SS fm-SSiSk -fgs; erweisen. Bc^glich bes H-mPtwnuMS der ScMtt 9, ber Erri ch.t null ein er el et tr.sm S «ahN' werkte er, die Förderung llii.> 1-. - > -. füf

art fein, das, im XMuic d-S ?-bruars endgr t>^ Z^chluste in dieser Angelegerchrit g..sa-tt werden konnn.. «n C W des Jahres werden wir hech'iwc-hrscheml.ch - (Lebhaftes Bravo!' Singe'Md »U bei W. I 9- -

strage der Errichtnnq e neu e n stabt cheiw S ck l a ck t h a uic s erwogen werden. ?s»t emc- on nacyste. Sitzungen soll eine gemischte Kommission ?.nr wtenftvetr Beratung dieser Frage bestellt \ Meri. cn. »verden

Scklachthofauläget», die als vorbtlbltch bettachttt werden können, besichtigen, Material 11 u.n-r inlL ri:f Krr

breitem Seit langer Zeit beschassigen wir wvo m der Verbesserung der akustischen ।e . I

Theater sa a l. Die Klage tibcr^ bt<- m au ge i y a j r e Akustik ist so alt, tote ber Saat steht und bte Versuche, bte Verhältnisse zu verbestern, finb\ f*°« gangenheit zahlreich gewesen Der Erbaver d°-- tmrb im Laufe der nächsten st.nt hierher komn^i und -M Ort unA Stelle Vorschläge machen, lieber bic .ft^cknr tende Lnt Wickelnn g bes hiesigen Hafens miserhall der lrtztew zehn Jahre geben folgende statistische V^wdreMern tun st: Der oefamlc llmschlagSverwyr 6eftit9 1 Jl

Tonnen gegen 1-19 75'1 Tonnen in 1893. st Daran war bw Stabthasenbahn beteiligt mit 290 809 Tonnen tgegen 33970 in 1893). Tie. Betriebseinnahmen betruMi» »ur den yaten 205600 Mk. (53'680 Mk. in 1893) uud .1V^O Mk. (11893) für bic Stadihafeubahn, während dte ft''c4rtcj)ouu-.'goben! für den Hasen sich auf 110 000 Mk. (21304) und suv bic Stadthnfenbalut auf 41905 (5695) Mk. ^beltesen.

Vom südlichen O d.en Walde, 3. Jrch- ^te »n der Sylvosternacht schroff einsetzende Kälte forderte em ^pjer in der Person des Ortsbürgers Schmäht t»A klingen. Er wollte nach dem üblichet»SttfluNtrunr mc .Heimat auf such en, dabei geriet er in das Ä'tciental, zog sich aus unb streckte sich zur Rtthe nieder. Vlm ..corgen »and man den Erfrorenen.

Frankfurt, 4. Jan. In einen» Haus dc^mnhetmer Villenkolonie an der Noseggerstraße hat sich heß'te der 28 Jahre alte Architekt R. Burkhardt (in Firm Burkhardt ii. Mensch) durch einen Schtiß in die Schläfe getötet. Hausbewohner bemerkten hettte vormittag, daß <)us seiner Wohnung ein starker Gasgeruch strömte. Sie bcnatHrichtigten den Ginnheimer Gendarmen Hekssc, der die Zi»»»mel^ürc ge- »oaltsa»n öffnen ließ. Man fand Burkhardt, bis zu^m Kopf