genfatz geschaffen ge-
D'armstadt.
befürwortet.
Bei dieser Gelegenheit verweist Stadtv. Löber aus den schlimmen Zustand des Brandplatzes, den er als eine „furcht- bare Schweinerei" bezeichnet. Er erinnert an eine Aeußerung des früheren Stadtv. Dr. Gasfly, der s. Zt. in der Stadtverordnetensitzung meinte, die Stadt habe jedenfalls ein Interesse daran, ihren Steuerzahlern das Entgegenkommen zu erweisen, für eine geeignete Passage Sorge zu tragen.
Oberbgm. Mecum bemerkt, daß der Platz noch immer im Besitz des Staates sich befinde und daß bisher alle Versuche, ihn für die Stadt zu erwerben, gescheitert seien. Aber am verflossenen Samstag sei ein Antrag an das Großh. Ministerium abgegangen, den Platz der Stadt zu überlassen, und er hoffe, daß dieses Gesuch von Erfolg begleitet sein werde. Pläne, um den Platz zum Schmuckplatz umzuwandeln, lägen bereits fertig vor.
Von verschiedenen Seiten wurden Klagen vorgebracht, daß bei der Niederlegung des „Haberkasten" ein Bauzaun die Passanten nötige, durch den Schmutz zu waten, worauf Oberbgm. Mecum bemerkt, er sei davon nicht unterrichtet worden, wie es sich gehört hätte, und werde die Sache weiter verfolgen.
Stadtv. Kirch erklärt, ihn könne die Mitteilung des Oberbürgermeisters wegen des Platzes nicht beruhigen und er sei der Meinung, daß, wenn der Fiskus nicht bereit sei, den Platz herzunchten, in Gottes Namen die Stadt diese Ausgabe übernehmen möchte. Mindestens habe die Stadt die Pflicht, für einen sauberen Fußweg zu sorgen. Oberbgm. Mecum erwidert darauf, das Tiefbauamt habe den Auftrag, einen 3—4 Meter breiten gangbaren Fußweg längs des Platzes neben den: KreiSalntsgebäude herzurichten. Auf den Vorhalt, daß dies bis jetzt nicht geschehen sei, verspricht Oberbgm. M e c n m Abhilfe.
Abhilfe stellt Oberbgm. Mecum auch in Aussicht auf eine Klage des Veig. Georgi, der erklärte, beobachtet 311 haben, daß bei manchen Bauunternehmern Mißverständnisse über die Berechtigung, „polizeiliche" Warnungstafeln auf den Straßen aufzustellen, herrschten. Er habe jüngst konstatiert, daß ein hiesiger Unternehmer eine solche Tafel ausgestellt habe, die auf der einen Seite den Vermerk „Polizeilich gesperrt" und auf der anderen den Nauien des Unternehmers getragen habe.
Das Baugesuch des Johs Prang für die Hamm- straße wird nicht befürwortet. P. will einen Teil der Frontwand in Fachwerk errichten, und zwar in solchem Maße, daß die Baudeputation gegen die Befürwortung des DiS- venses stimmte.
Tas Llspensgesuch der Firma Büttner 11. Damm zur Erlaubnis der Errichtung eines Backsteinmacherhäuschens in der Launsbacher Gemarkung außerhalb des Bebauungsplanes und em gleiches Gesuch des H. W. Rinn an der NodHeimerstraße werben befürwortet mit dem Vorbehalt eines sederzeitigen Widerrufes.
Die seitherige Vereinbarung bezüglich der Lagerung von Grabsteinen im Hewel'fchen Vorgarten wird zurückgezogen. Hewel hat das Entgegenkommen der Stadt
«Hessischer Landtag.
R. B. Darmstadt, 2. Mär».
Um Regierungstisck: Finanzminister Gnauth, Geheimrat Staun. , t
Nach Eröffnung der Sitzung um 9y4 Uhr wird die gestern abgebrochene Debatte über den Staatseisenbahnetat fortgesetzt. Tas Laus ist sehr schwach besucht. , ,. .
Zunächst greift Abg. Reinhart auf dre gestrige Rebe des \*ibg. Ulrich zurück und widerlegt dessen Ausführungen über den 6KmeiH|d>uitdücnrag. Au h die Bevölkerung werde die icgens» reickrn Hutungen diuier Eilenbahngemcinsebas t immer mehr erkennen und damit auch die Erkenntnis für die Zwcckmatziglcu der Rcick^sitwu-M häftig gefördert werden. Er, erducke m dieser das Fdeal im deutschen Verkehrsleben, und jct überzeugt, batz in ber Znsammenfastung des deurfchen Eifenbahuoerieyrs der Wohistund bc5 deurschen Volks begründet seu
Abg. P i t t h a n fügt seinen früheren Ausführungen über das Bahnprojekt Wendelstcin-BadenheiM-Kreuznuch nocu ernrge
über eine entschiedene wohlwollende Lattung einnahm Minister habe damit einen angenehmen Gegensatz gc aenüber einer anderen Behörde, welche die Wünlare aus dem Haufe möglichst wenig zu bcrüdjicbtigen pflegt. Ter Redner geht dann auf die vorgebrachten Einzelwünsche näher ein und polcmnicrt txmu gegen die Tarmstädter Abgeordneten, die ilyre Jntereffen den Mainzer Interessen gegenüber immer außerordentlich m den
und Anträge an die zuständigen Ausschüsse. Tie weiteren Berat- ungsgegenftände werden, da sie längere Debatten erwarten lassen, von der Tagesordnung abgesetzt.
Schluß der Sitzung Uhr, nächste Sitzung: Freitag 9 Uhr.
Sitzung der Stadtverordneten.
Gießen, den 2. März 1905.
Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Curschmann, Heyligenstaedt und Georgi und die Stadtverordneten Brück, Tr. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Euler, Gabriel, Dr. Haberkorn, Haubach, Helm, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Dr. Schäfer, Schmoll, Wallenfels und Wimmenauer.
Oberbgm. Mecum machte zunächst Mitteilung von der durch unser Blatt schon bekannt gewordenen Uederreichung des Ehren bü"gerbriefeS an Geheim rat Prof. Dr. Gafsky in Berlin, die am 17. Februar, dem Geburtslage Gaffkys, durch pie bekannte Deputation erfolgte. Geheimrat Gafsky war sehr freudig überrascht über diese Ehrung, und darüber, daß cs em städtischer Beamter war, der den Ehrenbürgerbrief künstlerisch allsiührte. Oberbgm. Mecum übermittelt die Grüße und den Dank von Geheimrat Gafsky, der auch in einem besonderen Schreiben Gaffkys an die Sladtverwaltimg zum Ausdruck kam, worin er auch die herz- llchuen Wünsche für das weitere Aufblühen der Stadt in schönen Worten ausdrückt.
Nach der Bekanntgabe zweier Dankschreiben städt. Beamten teilte Oberbgm. Mecum mit, daß der Rektor der Landes Universität, Geheimrat Prof. Dr. V 0 s s i u s, namens der Landesvnioerfltät und der Studentenschaft schriftlich seinen Dank gejagt habe für die städtische Vergütung zu der geplanten Schillerfeier, bezüglich derer die Wünsche der Stadtverordneten erfüllt werden sollen.
Oberbgm. Mecum ließ sodann cme Einladung an die Stadtverordneten ergehen zu der am nächsten Donnerstag nachmittag um 4 Uhr am Neustädter Tor erfolgenden Abnahme der neuen Feuerwehr-Drehleiter und stellte erner eine gemeinsame Besichtigung des städt. Gaswerkes, des Elektrizitätswerkes und der Kläranlage für die nächste Zeit in Aussicht, über deren bestimmten Termin man sich jedoch noch nicht einigte.
Das Baugesuch des Dr. Zinßer für die Goethe- straße neben der Johanneskirche wird genehmigt. Er will parallel, bezw. senkrecht gegen die Kirche bauen und hatte dazu ein DlSpcnsgesuch wegen der veränderten Fluchtlinie einzureichen. Da das Wohnhaus in einer Entfernung von 20 Nietern von der Kirche errichtet werden soll, befür- ivortet die Baudeputation das Gesuch mit der Voraussetzung, daß die Gartenanlage des Zinßer'jchen Grundstückes nach der Fluchtlinie abgegrenzt wird.
Stadtv. Huhn kann sich mit dem Projekt in dieser Form nicht befreunden und besorgt, daß der Abstand von der Kirche nicht groß genug sei. Oberbgm. Mecum und die Stadtv. Wallenfels, Emmelius und Petri zerstreuen diese Bedenken; Stadtv. Emmelius erwähnt das günstige Sachverständigenurteil des Geh. Oberbaurats Prof. Hofmann in
habe. Redner tocnoct sich dann gegen die von den Abgg. Adelung und Orb im einzelnen angeführten Beschwerden. Bezüglich der I Kinderarbeit müsse feftgeftelit werden, daß in Hessen die Beschäftigung von Kindern überhaupt nur eine geringe sei. Tie Regierung widme aber trotzdem der Frage eine besondere Aufmerksamkeit. Bei dem Widerstreit der Parteien und der verschiedenartigen Beurteilung der Frage müsse es die Regierung aber für geboten erachten, hier eine richtige Mittellinie festzuhalten.
Tie Abgg. Orb und Adelung bleiben dabei, daß die Kontrolle ungenügend sei und das jetzige Aufsichtspersonal nicht Lusreiche.
Tas Kapitel wird darauf in Ausgabe mit 55 200 Mark genehmigt.
Es folgt die Beratung des Kap. 115, Pensionen; Einnahme 699 804 Mk, Ausgabe 3 835 980 Mk. Hierzu liegt ein Antrag des Abg. Tr. Frenay vor: „Hohe zweite Kammer wolle im Anschluß an den überein,timmemun, auf Au,Hebung ber Beiträge zur Offizierswitwenkasie linuenbcii Beschluß der beiden ^tandekammern in Kap 116 den Zuschuß des Staates zur Offiziers- und Untervsiiziers-Witweulasie um 6325 Marl erhöhen." _
Ministertalrat -tr. B e, erklärt, daß die Regierung zu diesem neuen Antrag noch keine Stellung genommen habe und deshalb eine lnnhcnoe Auskunft oder Zulage noch nidjt machen w""^bg. Ulrich beantragt Verweisung des Antrags Tr. Frenay 0X1 7vmcm!m^^r Gnauth empfiehlt gleichfalls die Heber* Weisung au den Ausschuß, waS auch geschieht.
Tarnst ist die eigentliche Etatsoerainng beendet. -4» Beradschiadung des Fmanzge;etze-r soll morgen erfolgen.
Tas Haus verweist dann nocy eine Anzahl Vorstellungen
Vordergrund ftelllen.
In einer Bemerkung zur Geichastsordnung erheben die
Abgg. Tr. B u f f und M ü l le r scharfen Protest dagegen, daß 6er Ausschußberichterstatter das Schlußwort zu einer Kritik gegen andere Msigl.eoer des Hauses benutze, die sich nicht mehr dagegen verteidigen könnten. _ .
Abg. Molthan versackt kurz, seine Bemerkungen zu ver- ^^Damit ist die Tebatte geschlossen und das Kapitel wird einstimmig angenommen.
Zur Beratung kommt nun das zurückgestellle Kapitel 81, Gewerbeaufsicht. Abg. Adelung bringt hier verschiedene Klagen zur Sprache und sucht damit darzillegen, daß die Aufsicht über die Fabrikbttriebe eine ungenügende sei, weil zu wenig Aufjichtspersonal vorhanden sei. Besonders unzufrieden i)t der Redner damit, daß seitens der standesherrlichen Guisoerwaltung in Schlitz besonders geprägte Marken als Lohnzahlung aus- gegeben würden, wohl für ca. 10 000 Mark, was doch mit den Gesetzen in Widersprach stehe, und einen Truck auf die Arbeller ausübe. ,
Abg. Tr. Frenay meint gleichfalls, eine Vermehrung der Aufsichtsbeamten sei sehr geboten. Redner machst alsdann verschiedene Lorjch.äge für Erweiterung dcr Arbeiterschutzmaßregeln.
Abg. Orb ist der Meinung, daß das Kinderschutzgesetz ungenügend sei und einer Erweiterung bedürfe. Tie Notwendigkeit dafür ergebe sich besonders aus den Offenbacher Verhältnissen. Tort seien 600 Kinder im Gewerbebetrieb beschäftigt, von denen aber nur vier Kinder in solchen Betrieben tätig seien, welche dcr 'Gewerbeausficht unterstehen. In. keinem Bezirk sei auch die Zahl der Unfälle so groß, wie im Offenbacher, und die Schuld hieran trage vor allem die ungenügende Beaufsichtigung. Weiter wünscht der Redner die Heranziehung von Arbeitern für das ^Aufsichts- Personal, man sollte auch darauf Bedacht nehmen, den Schutz der Bauarbeiter der Gewerbeaufsicht zu unterstellen, ebenso auch die Ausübung des Kinderschutzgesetzes.
Geheimrat Braun entgegnet den Vorrednern in ausführlicher Weise. Tie Frage der Vermehrung des Aufsichtspersonals bedürfe sehr der eingehendsten Erwägung, und man könne erst dann ein klares Urteil darüber gewinnen, wenn man genaue Erfahrungen darüber gesammelt hätte, inwieweit das jetzt , vorhandene Beamtenpersonal durch die Kontrolle über die Bestimmungen des Kinderschutzgesetzes in Anspruch genommen werde. Man müsse vor allem erst den ersten Bericht über das am 1. Jan. 1904 in Kraft getretene Kinderschutzgesetz abwarten. Bis jetzt sei nur der Bericht derJnspektionGießen eingegangen und aus demselben ergebe sich, daß die Aufsicht eine sehr ausgedehnte war. Bei einer Gesamtzahl von 1358 Betrieben sind bei 1277 Betrieben Revisionen vorgenommen worden, darunter 918 Fabrikbetriebe. Tas sei doch gewiß keine zu geringe Revisionstätigkeit. Tie Revision der Fabriken habe ergeben, daß nur ganz minimale Uebertretungcn vorgekommen sind und zu ernsten Beanstandungen keinerlei Anlaß vorlag. Tie Revisionstätigkeit erweise sich auf Grund des vorliegenden Materials als vollständig ausreichend, gar zu viel Revisionen könnten unter Umständen störend wirken. Tre Einführung des Gesetzes über ben Kinderschuh habe außerordentlich eingewirkt, die Zahl der gewerblich besclstif tagten Kinder sei in Ober Hessen von 962 auf 460 zurück- gegangen, was nur 1,03 Prozent der Kinder zahl überhaupt ausmache. Von den Kindern werde auch nur ein ganz geringer Teil in den Werkstätten beschäftigt; in einzelnen Kantonen der Schweiz lägen die Verhältnisse sehr viel ungünstiger. Nach einem Bericht der Rentkammer zu Schlitz sei richtig, daß den Arbeitern Lohnmarken gegeben werden, meist aus Mangel an kleiner Münze, die Gutstasse tausche dieselben aber jederzeit in bar Geld um. Ob diese Art der Lohnzahlung mit denn 8 115 der Gewerbeordnung in Widerspruch stehe, könne nur vorn Richter entschieden werden. Es sei nur zu konstatieren, daß diese Löhnungsart im Interesse der Arbeiter erfolge und das Rentamt keinerlei Vorteil davon
Aog. Wolf pufft, daß die Regierung auch dm bescheidenen Wünsaxn von Rhemhessm Sicamung tragen .und oie Jwjübrunjj des Bahnprojclts Undenh-üm-ArmshelM-Ltadecken-Ni-.oer ~ im bald in die Wege leiten werde. , ~ .
9Urch einigen Ausiül-rungen des 2lbg. ^r. Frenay benagt Abg. Bähr die unguniügen 3uganiu;ji]|c mit etaiton uuu- Hausen und schlägt verschiedene Verbessrungen, aus den ober» hessischen Strecken vor. Es fei auch ungerechtfertigt, aip den Strecken Frankfurt-Gelnhausen und Frankfurt-^arm tadt in den T-Zugen eine Piapkartengebühr zu erheben, ledenfalls ^stehe eim Mari PiatzlaNengebuhr in keinem Verhältnis zu dem ^ayrpreiv. Weiter wünsckst viedner die Erbauung einer Bahn Don ounij nach Reick-eishcim, zunächst sollte auf die Errichtung einer ..totor* fahrverbindung Bedacht genommen werden.
Aba. Molthan als Berich^erstaller des Ausschusses gibt Oct Genugtuung darüber Ausdruck, daß der Herr 6'inanzmini>ter allen hier geäußerten Wünschen und Eisenbahnschmerzen gegenüber eine entschiedene wohlwollende Haltung einnahm; . der Herr
Zum Baugesuche des I. H. Jhring für Landgraf Philippplatz Nr. 9, der an Stelle des „Haberkasten" einen Oieubau zu stellen beabsichtigt, wird der erforderliche DiSpens
insofern enttäuscht, als er in seinem Vorgarten zu viel Steine aufstellte und den Wunsch der Stadtverwaltung, den eigentlichen Charakter als Vorgarten zu erhalten, unberücksichtigt ließ. Vor dem Schöffengericht erzielte er in der Angelegenheit zwar einen Freispruch, der damit begründet wurde, daß die Vereinbarung mit der Stadt dehnbar sei, allein die Folge ist nun, daß die Stadt einstweilen ihr früheres Entgegenkommen zurückzieht.
Der Kaufvertrag mit den Eheleuten Schreinermeistee E. H. Müller wird genehmigt. Es handelt sich um den Erwerb von 156 Quadratmeter Landes für die Weserstraße (pro Quadratmeter 10 Mk.).
Außerhalb der Tagesordnmra wird auch ein Vertrag mit Metzgcrmeifter Buß am Marttplatz genehmigt, von welchem 18 Quadratmeter Gelände sur die Wagengafse er- lvvrben werden.
Wie früher die Firma Bär & Wetterhahn, haben nun auch drei andere Firmen, nämlich Gebr. Rosenbaum, Goldenberg L Markus und Nathan Rosenthal um Verpachtung von Geläride an der Marga- retenhütte nachgesuchjt, um dort Getreid eh allen zu errichten. Die Vertrage zu den ähnlichen Bedingungen tote bei der Firma Bär L Wetterhahn werden genehmigt.
lieber den nächsten Punkt „Disposition der P u m p e n a n l a g e für b i e Kläranlage" referiert Stadtdaumeister Braubach. Neuerdings ist man zu der Ansicht gelangt, daß es vorteilhafter fei, einen Sammcl- kanal zu jchafsen, um dann den Schlamm an einer Stelle yerauszupnnlpen. Dadurch erfpavt man die sieben sonst nötigen Saugröhren und erreicht, daß das Aussaugen leichter bewerkstelligt werden kann.
Die Stadtverordnetenversammlung ist mit dieser An-* läge einverstanden, ebenso mit der Beschaffung eines Dampfkessels von 9 Mmofphären Druck für die Klär an rage, der einschlietzlia) der Dampfpumpen rc. 12 000 Mk. Ko, len verursacht. Die Firma BoppL Reuter wird mit diesen Lieferungen 'beauftragt, da man davoto ausgeht, daß es am KU-eamäßigsten jet, alle diese Lieferungen in einer und derselben Hand zu vereinigen. Der Preis ist nach dem Urteil von Sachverständigen (Beig. Heyligenstaedt) nicht zu hoch.
In den Zementilteferungen mußte im allgemeinen eine Preissteigerung ein treten, weil ein Syndikat sämtliche Zementwerke aufgckauft hat, um bie Preise in die Höhe zu treiben. Die Lieferung bis zu 50 Waggon, Zement für bie Sielbauten wirb nach bem Antrag der Deputation an ,b!ie Gewerkschaft Ai.tr ke Zollhaus vergeben.
Tie Herstellung der Schachtabdeckungen und Straßensinkkajten wurde «an bie Firma G. Hof- mann in Frankfurt vergeben.
Aus bie frühere Devatte bezüglich ber Errichtung ber Schachtbeckel zurückkommenb, wirb mitgeteilt, daß bie zu groß befunbenen Löcher der Deckel durch Holzkeile zweckmäßig verkleinert wurden. Baumeister Braubach und Stadtv. Dr. Haberkorn erklären, wenn später bie Ventilation burcl) bie Regento as s er tonale erfolgen werbe, würden üble Gerüche aus den Schächten überhaupt nicht mehr Vorkommen. Stadtv. Gabriel hatte ein Modell zweckmäßig eingerichteter Eisenkeile für die Löcher ber Schächte mitgebracht; solche Keile würben jeboch- tote Baumeistep Braubach erklärte, zu teuer werben.
Die llmänberung zweier Schlachthaus- toagen zu Kranwagen, wofür 1200 Mk. Kredit vorhanden sind, wirb gutgeheißen.
Die Rechnung und der Verwaltungsbericht für 1903 werben zur weiteren Prüfung ber Finanzkommission überwiesen.
Die Rechnung des Gas- unb Wasserwerks für 1903 und ebenso bes Elektrizitätswerkes haben bereits ber Deputation vorgelegen. Die Stabtv. Heichelheim unb Huhn haben bescheinigt, baß kein Anlaß zu Beanstanbungen sich ergeben habe.
Das Jugenbsest 1904 hat ein Defizit von 1103.06 Mark gehabt, gegen 1467 Mk. im Jahre 1902. Der städt. Zuschuß von 1103 Mk. wird bewilligt.
Der Voranschlag des städt. Gaswerks wird in ber von Ob erb gut. Mecum vorgeschlagenen Weise genehmigt. Als Summe ber Betriebseinnahmen für 1905 werben 583 600 Mk. vorgesehen gegen 582 400 Mkk. im Vorjahr. In bie Bermögenseinnahme 620 400 Mk. (gegen 604 775 Mk. im Vorjayr) werden einige Posten übernommen, die sich aus ber Ausgabe für ben Betrieb ergeben. Es hanbelt sich dabei um 8600 Mk., mit beren Uebernahme inj die Vermögensrechnung Stadtv. Krumm nicht einverstanden ist, ber erklärt, baß man nicht jede Verbesserung einer, Anlage als Vermögenszuwachs bezeichnen dürfe, unb daß er nicht bafür sei, baß man bie Zukunft zu gunsten bep Gegenwart allzu sehr belaste. Es entspinnt sich bar üb en zwischen ihm, Oberbgm. Mecum und Beig. Georgi, ber) in ber Deputation biefe Uebernahme in bie Vermögenseinnahme beantragt hat, eine Debatte, beren Resultat ist, daß bie Versammlung für bie beantragte Uebernahme ist.
Der Voranschlag bes Wasserwerks für 1905 wirb ebenfalls genehmigt. Die Betriebseinnahme verzeichnet 220 200 Mk. gegen 196 000 Mik. im Vorjahr, und die Ver- mögenseinnahme 296 050 Mk. gegen 223910 Mk. im Vorjahr. Die Betriebsausgabe fteilt sich auf 220 200 Mk. gegen 196 000 Mk. im Vorjahr. Einnahme unb Ausgabe ver-- gleichen sich also.
Der Voranschlag des Elektrizitätsto'crkA für 1905, ber in ber Betriebseinnahme und -Ausgabe mit 121500 ML. (gegen 115 400 Mk. im Vorjahr) und in der Vermögenseinlicchme und -Ausgabe mit 131500 Mk. gegen 125 400 Mik. im Vorjahr abschließt, wird gleiche falls genehmigt.
Der Voranschlag des Polizeiamts wurde int wesentlichen auch genehmigt. Für einen neuen Schutzmann, werden 1320 Mk. in den Voranschlag eingestellt, ferner] 260 Mk, für ein neues Fahrrad für die Krfminalschutzleute^ die bisher nur eins besessen haben. Dieses neue Fahrrad sollte nach dein Beschluß der Deputation abgelehnt werden^ aber die Stadtv. Krumm und die Beig. Georgi und Heyligenstaedt sprachen für die Anschaffung und die Versammlung schließt sich deren Antrag an.
Der erneute Antrag des Polizeiamis, den Kriminalschutzmann Pfeffer zum K'riminalwachtmeister zu ernennen, wird wiederum aügelehtit, ebenso die Ansiellüng] eines Schuhmanns für die Ausübung der Getoerbepolizei.
Stadtv. Helm meint, es sei doch wohl auch Zeit, für die Räumlich reiten des Polizeiamts etwas zu tun, worauf Oberbgm. tote cum erwidert, der Polizeiamtmann tyabc keinen untrag gestellt unb, wie auS ber Tagesordnung l)er- vvcgehe, habe man zunächst den Ausbau der Biirgermeisterei- Lüumc ins Auge zu fassen.
Ter Voranschlag des Stadtcrweiterungs- s 0 n d s wird genehmigt.
Ter näd)|ic Pulin der Tagesordnung, Beschaff uns


