frfjtag nach Zarskrfie Sselo berichtet worden. — Im hiesigen Konservatorium, das sich auch dem Generalstreik der Hochschulen angeschlossen hatte, kam es zu großen Ausschreitungen. Ein Teil der Schüler wollte das Studium wieder aufnehmen, wobei etwa 300 streikende Mitschüler dies zu verhindern suchten.. Eine Eskadron Gendarmerie wurde hinbeordert, ebenso eine bedeutende Anzahl Schutzleute. Unterdessen waren etwa 40 Schüler und Schülerinnen in das Konservatorium cingedrungen und hatten dort durch chemische Präparate die Luft vervestet. Die Gendarmen trieben sie in das nahe gelegene Ka- sansche Polizeibureau, wo ihre Namen festgestellt wurden. Dabei ging es nicht ohne Prügel ab. — Die Gründung eines neuen Polizei.Ministeriums nähert sich ihrer Verwirklichung, da das Ministerium des Innern den Entwurf ausgearbeitet hat. Zum Polizciminifter ist General T r c p o w ausersehen.
Tiflis, 30. März. (Tel.-Ag.) Die amtlichen Nachrichten über die Bewegung im Kreise Cori sind sehr beunruhi- g e n d. Die Oefseten kommen von ihren Wohnsitzen in den Bergen herab und begeben sich nach den Domänen, wo sie im Vereine
Eine Mutter aat er froh der anderen, äSH
? " ö F Säuglinge in
Knorrs Hafermehl ein kostbares natürliches Präparat besitzen, das keinem der Binder vorenthalten werden darf! Ls steht fest, dasi man mit Knorrs Hafermehl durch Zusatz von Kubmilch ein der Muttermilch an Nährwert nahezu gleichkommendes Getränk erhält, welches den Säuglingen bestens bekommt und bei dem sie vorzüglich aedeiben. Knorrs Hafermehl wirkt blutbildend, gibt straffe Muskeln und begünstigt vorteilhaft einen festen Knochenbau, v weil es viel von dem für die Knochenbildung unerläßlichen Phosphor enthält. Dies dürfen die Mütter im Interesse des Kinderwohles nie vergessen l
mit ben angesessenen Bauern zur Verschärfung der Unruhen beitragen. Die Ortsbehörden verhalten sich untätig. Die Urkunden i n d e n K a n z l e i e n sind v e rn i ch t e t, was die Aufstellung der Listen für die Einberufung zum Militärdienste verhindert. Der Vostdienst ist eingestellt. Die Bauern verlangen schriftliche Erklärungen der Eigentümer, wonach diese ihr Land und ihre Wälder abgetreten hätten. Die Arbeiter der Eigentümer werden verjagt. Mehrere Domänen sind vollständig geräumt. Tie Verluste der Eigentümer sind sehr bedeutend. Die Bauern übermittelte" Negierungsspezialkommission nur Forderungen politischen Charakters und weigern sich 'jetzt, der Aufforderung, ihre Bedürfnisse anzugeben, Folge zu leisten. Tie Behörden senden noch zwei Sotnien Kosaken imS eine Kompagnie an den Ort der Rühes örungen. Am 27. März durchzogm mehrere Tausend Bauern mit Fahnen die Straßen der Stadt Gori, zerstörten die Läden, umzingelten eine Patrouille von sechs Mann und wollten ihr die Gcnnhre entreißen. Die Soldaten gaben eine Salve ab, wodurch zehn Personen verwundet und eine Person getötet wurde.
Petersburg, 31. März. Gegen den Gehilfen deZ Polizeipräfekten, Bulygin, feuerte ein Unbekannter in Dyn a- burg drei Nevolverschüsse ab, wodurch Bulygin schwer verletzt wurde. Der Attentäter entfloh und konnte bisher noch nicht festgenommen werden.
Petersburg, 31. März. Zu der (bereits gemeldeten) Entdeckung eines Anarchi st en - Komplottes teilt man noch folgendes mit: Gestern nachmittag passierte Trepow in seiner Eguivage die große Morskaja, als ein Dienstmann plötzlich auf den Wagen zueilte und z w e i S ch ü s s e aus Trepow abfeuerte, die ihr Ziel jedoch verfehlten. Sofort sprangen drei Geheimpolizisten, die dort Dienst hatten, da einige Häuser weiter die Wohnung des Gouverneurs sich befindet, hinzu. Der Attentäter wurde festgenommen. Es ist ein junger intelligenter Mensch, der vor bret Tagen sich bei der Genossenschaft der Dienstmänner ein- smreiben ließ und dabei die erforderliche Kaution erlegte. Er stellte das Verlangen, ihm den Platz an der Ecke der großen Morskaia zu geben. Dem Laren ist unverzüglich über den An-
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Gießen, am 31. März 1905,
1756
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Die trauernden Hinterbliebenen.
Großen-Linden, den 30. März 1905.
02036
U
Danksagung.
Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem itn§ so schwer betroffenen Verluste meiner^teuren Gattin, unserer guten Mutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante fron Susann« Weinandt sagen wir auf diesem Wege Allen unseren herzlichsten Dank.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer beiden innigstgeliebten Kinder
Emma und Lini
sagen wir unseren aufrichtigsten Dank.
Gerh. Bötz and Familie.
Todes-Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß itnfer lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel
Wilhelm Volkmann
Drechsler
im 24. Lebensjahre nach langem Leiden gestern morgen 91/, Uhr sanft entschlafen ist.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen
Ph. Volkmann I
Heuchelheim, den 30. März 1905. 1748
Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. April, nach- nuttags 1 Uhr vorn Sterbehaus (Brauhausstraße 25) aus statt.
Bekanntmachung,
die Bedienung der Rückftauverschlüffe betreffend.
Unter Hinweis auf § 18 Absatz 2 der Polizeiverordnung vom Z August 1904 (die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß m/die städtische Kanalisation betreffend) welchen mir nachstehend zum Abdruck bringen, machen wir diejenigen Hausbesitzer, welche rhre Grundstücke an die Neukanalisation bereits angeschlossen haben, darauf aufmerksam, daß am Montag den 3. und Dienstag den 4 Avril d. Js. eine Spülung sämtlicher städt. Straßenkanäle vor-
30. März 1905. . .
Großherzogliche -—meutere: Gießen.
Mecum.
§ 18 Absatz 2.
Der Eigentümer hat 'für den ordnungsmäßigen Zustand und Sie richtige Handhabung des Verschlusses Sorge zu tragen und ist a(Ic;n fr;,. durch etwaigen Rückstau des Swlwaslers &erüor= a Äne Schäden verantwortlich. Die Verschlüsse sind so anzu- bringen, daß sie jeder Zeit, auch bet Rückstau zugänglich sind und bequem gehandhabt werden können.
Bs,/3
b Tie Ceffmiitfl der Angebote erfelgt zur angegebenen Zeit in ffleqcnronrt der erschienenen Bewerber.
Znichlaqssrist 2 Wochen Frankfurt a. M., oen 29. Marz 1905.
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Es ist t* Bnkncholswirtlchalt in (Srunbera, Strecfe Siefeen- fflnfba vom 1. Mai 1905 ab zu verpachten, ite Bedmqungen und klnncbothoqen können in unserer Kanzlei - Amlsgebande Frank- ^>1 a. M.-Sachienbausen, Hedderichklrabs 67 - sowie beim Dations-Dorsteber in ©riinberg eingeieben anct) aepen portofreie granons» f bewgen werden. Bewerber wollen
«re Änqebote unter^Anqabe be8 P->ck>tprei,e8. Beifitgunq ihrer Be- 'Md einer fmm SebenJteWretbunfl .m Brief- '^'Ä-bosauI Pachtuna der BabukiokSwirstchakk zu Grtmber«" (»rtotrei bl« zum 10. April 1905, portntttagä 11 Uhr, an uns em.
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Nähere Auskunft erteilt Forstaufseher Jochem, Gedern, sowie der Unterzeichnete.
Zusammenkunft 9V, Uhr vorm. im Bergwirtshaus in Gedern.
Gedern, den 29. März 1905.
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