Ausgabe 
30.3.1905 Erstes Blatt
 
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In der Anlage abgehalten und außerdem w^rbe an Amtliche VolkS- sckiüler einSchillerbuck" verabreicht werden, zu welchem Hofrat Dr. Börkel d"n Tert liefern wird. Zur Abhaltung dieser Fest­lichkeiten bewilliate die Versammlung einschließlich der Küsten für dasSchillerbuch" eine Summe von 5000 Mark. Alsdann wurde der Antrag auf(Errichtung eines Wohnungsamtes" ein­stimmig angenommen. Auf Antrag desStadtv. Tiefel beschließt die Versammlung, zu den Kosten der in Darmstadt errichteten Schutzmannsschule b-n aus Mainz entfallenden Betrag von rund 6000 Mark zu bewilligen: ferner Warden noch 1400 Mark be­willigt, um mit dieser Summe die Schutzleute, welche die Schule in Darmstadt besuchen zu "ut^utzen. (ft. Z.)

Frankfurt a. M., 29. Marz. Noch in diesem Jahre soll das große Zirkus- und Va ri4t6-Gebäude am Bahnhofsplatze dem Publikum seine Pforten erschließen. Es soll in dem Gebäude etwa zwei Monate hindurch der hier bekannte Direktor Albert Schumann mit seinem Zirkus spielen, ca. 6 Monate hindurch soll ein Varißte in großem Stile be­trieben werden und die übrige Zeit sollen andere Vorstell­ungen, ähnlich wie im Wellend- und Metrovoltheater in Berlin, mit großen Balletarrangements rc. llattfinden. Die Manege wird dann überbaut und zum Parkett des Theaters eingerichtet. Das Haus soll ca. 4000 Personen fassen, die sich auf erstes und zweites Parkett, Logen-Promenoir, ersten, zweiten Rang und Gallerie (Sitz- und Stehplatz) verteilen. Ohne Zweifel wird das neue Unternehmen dazu beitragen, daß in Frankfurt etwas mehr sein wird. Der ver­storbene Baron v. Ne in ach hat seine Villa, Taunusanlage Nr. 10, der Stadt vermacht mit der Bedingung, daß je­weils der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt darin seine Wohnung zu nehmen hat. Im Falle die Stadt Frankfurt die Erbschaft ausschlägt, ist der preußische Staat als Erbe vorgesehen.

Hanau, 28. März. In dem Augenblick, als heute nachmittag aus dem Friedhöfe bei einer Beerdigung Prediger Vogt aus Offenbach die Grabrede hielt, ertönte aus dem nahen Gebüsch des Friedhofs ein Schuß. Man sah näher zu und fand den 53 jährigen Goldarbeiter Karl Fleisch­mann entseelt am Boden liegen, der freiwillig aus dem Leben geschieden war. Einiae Stunden vorher war er vom Schöffengericht wegen einer Straftat zu 1 Monat Ge­fängnis verurteilt worden.

** Kleine M i t t e i l" n c c n ans dessen und den Nachbarstaaten. ftm Grünlleinbruch beiBuchenau wurde der Arbeiter Martin durcb herabkallendes Gestein getötet.

Dermifcbte»«

Berlin, 29. März. Durch die Achtsamkeit der Gendarmerie ist heute ein Duell vereitelt worden, das im Grünewald ausqetragen werden sollte. Betreffende, ein Herr aus Bromberg, der an der Hochschule in Charlottenbu^g studiert, und ein Dr. Ehr. aus Gnesen, erschienen zu Wagen auf der Wahlllatt, als sie von Gendarmen bemerkt und ins Verhör genommen wurden. Der Bau eines Straßen­bahntunnels Unter den Linden ist der Stadt Berlin genehmigt worden.

München, 29. März, lieber den bekannten Fall Hausler wird die Entscheidung über das Wiederaufnahme­verfahren demnächst erfolgen. Es handelt sich, wie er­innerlich, um die ehem. Stiftsoberin Elise v. Häusler, die vor zwei Jahren wegen eiueS Gistmordversuches, begangen an dem Dienstmädchen Minna Wagner, vom ober­bayerischen Schwuraericht zu 10 Jahren Zuchthaus ver­urteilt worden war. Die Wagner ist vor einigen Wochen im hiesigen Krankenhause gestorben und bei der Sektion haben sich Umstände herausgestellt, die starke Zweifel an der als erwiesen angenommenen Vergiftung durch die Häusler wach­riefen.

* Eine merkwürdige Heiratsgesellschaft hat sich in Düren konstituirt. Dort haben drei Brüder drei Schwellern aeheiratet, und weil's aleich war, eine Schwester der drei Brüder einen Bruder der drei Schwestern.

Marb urg, 29. März, lieber eine Lohnbewegung berSDlör* Burger Schneidergehilfen erhält dieHess. L. Ztg/ fol­gende Mitteilungen: Die Schneidergehilfen traten, um den angeblich vielfach in ihrem Gewerbe berschenden Mißständen entgegenzutreten, in eine Lohnbewegung ein. Die von ihnen gewählte Lohn- fommiffion arbeitete einen neuen Tarif aus, der eine Anzahl 93er- besierungen gegen die seitherige Bezahlungsweise enthält imb legte biesen Tarif den Arbeitgebern zur Unterzeichnung vor. Drei grö­ßere Firmen bewilligten die Forderungen ihrer Personale anstands­los, während die anderen Geschäfte sich bis jetzt ablehnend ver-

annheim , 29. März. Zwischen Arbeitswilligen «nd den streikenden Arbeitern der Rheinischen Gasmotoren­fabrik Benz & Co. kam es gestern zu einem Z u s a m m e n st o ß vor der Fabrik. Die Polizei schritt mit blanker Waffe ein. Es famen mehrere Verwundungen vor. Auch Frauen und Kinder von Streikenden beteiligten sich an den Verhöhnungen der Arbeitswilligen. Der Straßenverkehr war längere Zeit völlig gehemmt.^ von Charleroi und Mons glimmt

die E r b i t e r u n g noch fort. Zahlreiche Betriebsfübrer erhielten, Eine Anarckillengruppe" unterzeichnete Drohbriefe, die ihnen das demnäcbstige In. die Lullstiegen ihrer Säufer m Aussicht stellten.

KisenbaKn-ZnIung.

ha Ervreßzüge 3. Klasse. Die Reiseverbindunq mit »r ftffimeu wird im kommenden Sommer ganz ungewöhnliche T^-ts^ritte machen, insbesondere für die Reifenden, welche die z L benuken Der neu. V-Z u a, der --M Anhalter Bahnlw, in S9 er rin 3.15 nach tu. über egen nach Franks urtab- wird, wie wir schon mitfeilten «eichten über ba« Ellto nach et burchaeführt. Um ihn möglichst zu b-Meumaen wird n0 ftranthirt über die Webbalm qelertet imb burcö ba8 Wkrtfo tonet! aefahren, daß er qleich nach 6 Uhr morgen? tn Bafel ist.

Kunli «nd WilsensHast

beafVfto nach ®entfcf>(anb, um zunächst bart ferne Tuberkulofen- forfdmnaen Fachmännern zu unterbreiten.

Giekeuer landwirtschaftlicher W-tt-rdienst.

VornnSfichtliche Witterung In

81. März 1905: Zunächst noch trüb und geringe Jtegenfaue, später 'u'h°"-nb^suber etma. Wettertarte.

Familien-Nachrichlcn.

G eftorben: Katharine Grein, geb.Köhler in Reibertenrod Simon Neu in 5)armstadt. Lmse Strauß, geb. May, tn Langen.

Kandel und Merkeyr. Grosswirtschaft.

Frankfurt, 29. März. In der heutigen ordentlichen Ge­neralversammlung der Mitteldeutschen Kreditbank wurden die Anträge der Verwaltung aenehmigt und die Verteilung einer D i v i d e n d e v o n 6 % beschlossen. In den Aufstcktsrat wurde Eduard Kaiser, General-Direktor der Buderrrs'schen Eisen­werke Wetzlar, neu gewählt.

Märkte.

Limburg a. d. L., 29. März. Fruchtmarkt. Durch- schnittsvreise vro Malter. Roter Weizen 15.32 Mk.. weißer Weizen 00.00 Mk., Korn Mk. 10.90, Gerste 10.60 Mk., Hafer 7.75 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.

[] Kirchhain, 29. März. Gestern und heute sand hier großer Rindvieh-, Schweine- rind Schaf markt statt. Der zuerst genormte war mit etwa 750 Haupt Rindvieh beschickt und es entwickelte sich bei reger Nachfrage und hohen Preisen ein slotteS Geschäft. Aehnlich war es bei dem Schweinemarkt, der eine Zufuhr von über 500 Stück Schweine batte. Mai, bezahlte bier für 46 Wochen alte Saugferkel 3044 Mk., für 34 Monate alte Läufer 6070 Mk. und für größere Schlachtschweine 100 bis 120 Mk. pro Paar je nach Qualität. Dem Schaimarkt waren etwa 600 Schase zugetrieben. Da hohe Preise erlangt wurden, blieb der Handel hier recht mäßig.

fe. Frankfurt a. M., 30. März. (Tetegr. Oriq.-Bericht de? Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- v r e i s e. Z,rm Verkaufe standen : 9 Ochsen, 0 aus Oesterreich 3 Bullen, 00 aus Oesterreich, 36 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oester., 739 Kälber, 93 Schafe u. Hämmel, 104 Schailämmer, Bezahlt wurde für 100Pfd. Schlachtgewicht: Ockfen 1. Qualität 69 bis 73 Mk., 2. Qual. 63-65 Mk., 3. Qual. 59-60 Mk.; Bullen 1. Qual. 6163, 2. Qual. 0000: Kühe 1. Qualität 63-65 All., 2. Qual. 58-60 Mk., 3. Qual. 4749 Mk., 4. Qual. 3739 All., 5. Qual. 0000 Mk. Kälber 1. Qual. 8082 Pfg., Lebendgewicht 4850 Pfg., 2. Qualität 7578 Pfg., Lebendgewicht 45 -47 Pfg., Schlacktgew. 5860 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 7275 Pfg., 2. Qual. 6670 Pfg. Geschäft gut, kein Ueberstand.

Kriginat-Draytmesdungen.

Leipzig, 30. März. Die Frau des dienstentlaffenen Gerichtsdieners Nowack sprang in der Furcht vor Nahrungs­sorgen mit ihrem dreijährigen Kinde vom vierten Stock aus in den Hof. Beide wurden schwer verletzt. Der Mann ist spurlos verschwunden.

Paris, 30. März. Zur Bestätigung einer Londoner Meldung will derTempS" wiffen, daß gegenwärtig der Plan einer freundschaftlichen Begegnung der eng­lischen Kanalflotte und des französischen Nordsee- qeschwaders erwogen werde. Das französische Geschwader statte den englischen Hafen einen mehrtägigen Besuch ab. Der HeeresauSschuß der Kammer nahm einstimmig einen An­trag an, nach dem die regelmäßigen Hebungen der Re­servisten auf vierzehn Tage und die der Territorial­armee auf sechs Tage beschränkt werden sollen.

Lissabon, 29. März. Der Kaiser begab sich heute mit dem Königspaar auf die Serra de Eintra, wo im Stadt- schloffe bei der Königin-Mutter Maria Pia ein Frühstück stattsand. Die Majestäten begaben sich bei herrlichstem Wetter nach dem hochgelegenen Schlosse Penha, von wo man eine wundervolle Aussicht über die Berge, die Küste und das Meer genoß. Unter Führung des Königspaares ging der Kaiser zu Fuß durch die herrlichen Kameliengärten hinab. Der ganze Ausflug, der einen familiären Charakter trug, verlief zur größten Befriedigung des Kaisers: Am Abend fand bei dem deutschen Gesandten Grafen Tattenbach ein Diner statt. Der König verlieh den preuß. Generalen Orden. Der Obersthof- und Hausmarschall Graf Eulenburg erhielt ein kostbares Geschenk.

Belgrad, 30. März. Jufolge eines beleidigenden Artikels in derOppellcia* sand ein Pistolenduell zwischen dem Hofmarschall Tscholakantitsch und dem Redakteur des Blattes statt.

Kanea, 29. Marz. (Reuter.) Der Gouverneur von Kreta, Prinz Georg von Griechenland, erließ cm die Ein­wohner eine Proklamation, in der er erklärt, die Machte hätten die internationalen Truppen angewiesen, behufs Wiederherstellung der Ordnung auf der Insel einzuschreiten. Der Prinz richtete zugleich angesichts der Tragweite des Beschluffes der Mächte, an diese das Er­suchen, die Ausführung desselben 36 Stunden auszuschieben, damit er die Bevölkerung davon benachrichtigen könne. Der Prinz fordert dazu auf, nach Hause zurückzukehren und be­schwört die Ausständigen in Therisso, die Waffen nieder­zulegen.

Petersburg, 30. Marz. ES verlautet, em viertes Geschwader werde im April zum Auslaufen bereit sein.

Petersburg, 29. März. (PeterSb. Telegr.-Ag.) Bei dem Minister de§ Innern fand die erste private Besprechung über die Frage der Einberufung von Volksver­tretern statt. Der Minister sprach sich für eine von Zeit zu Zeit stattfindende derartige Einberufung aus und drückte die Ueberzeugunq auS, daß es notwendig sei, zu den Arbeiten der besonders einberufenen Konferenz Vertreter der Semstvos und der Städte hinzuzuziehen. Er äußerte noch keine be­stimmte Ansicht darüber, ob diese Vertreter zu ernennen oder zu wählen seien. Beschlüffe wurden nicht gefaßt.

Petersburg, 30. März. Maxim Gorki hat die Erlaubnis erhalten, zur Heilung des wieder auftretenden Bluthustens nach der Krim zu reisen, muß aber am 15. Mai wieder hierher zurückkehren.

Petersburg, 30. März. Der Minister des Innern hat den Semstwo von Poltawa verboten, sich in einer- außerordentlichen Sitzung mit der Beratung von Staats- angelegenheiten zu beschäftigen. Die Verfügung widerspricht dem kaiserlichen Erlaß vom 3. Marz. In Saratow fand eine Frau en-Versammlung statt, in der 800 Frauen eine Resolution annahmen, welche die Gleichstellung mit den Mannern fordert. Das Moskauer Stadthaupt weist aus die Möglichkeit hin, daß die Aerzte bei Ausbruch der Cholera streiken würden, wenn keine Reform ein* geführt werde.

New-York, 30. Marz. Der Vertreter derAff. Preß" in Petersburg telegraphiert, daß schon die ersten Schritte zur Herbeiführung des Friedens getan seien. Ruß­land habe Japan indirekt einige negative Be­dingungen mit geteilt, auf deren Grundlage ein Friedens, schloß erfolgen könne, nämlich keine Gebietsabtretung und keine KriegSeutschadiguung. Rußland habe Japan überlasten, zu entscheiden, ob auS dieser Grundlage Verhand- stlngen begonnen werden könnten. Don Japan sei keine Antwort eingegaugen»

Tokio, 30. Mürz. Die Japaner rucken schneller als man vermutet hatte, vor und haben eine aber­malige Umgehung des Feindes zum Zi«.^ Eine allgemeine Bewegung wird hier binnen kurzem erwartet. Man nimmt an, daß die Ruffen sich in das Sungarital zurückziehen, um sich in der Nähe von Chardin zu> konzentrieren.

w

Telephonischer Kursbericht*

F

37t®/0 Reichsanleihe . . 101.65 37n do. ... 90.90 3V/3 Kontols .... 101.60 3°/n do 91.05 I7$o/n Hefigen .... 100.55 3/,% Obei-hessen . . . 99.00 4% Oegterr. Godrento . 102.25 4*/s% Gestern Silherrente 101.25 4% Unerar. Goldronte . . 100.15 4°/ Italien. Rente . . . 105.70 37,96 Portugieser , . . 67.80 1°/ Portugiesen 67.50 4 96 C. Türken ..... Turkenlose 136.00 496 G riech. Monopol.-Anl. 52.00 47,°/0 äussere Argentiner 45 60

Tendenz:

nnkfnrt a. L»., 30. März.

3% Mexikaner .... 35.8$ 47?"/. Chinesen . ... 96 30 Electric. Schuck ort . . , 139 8g Nordd Lloyd . . . . 117.70

Kredifnktien 214 50 Diskonto-Korrnnandit. . , 189 90 Darmstädter Bank . , , 141.50 Dresdener Bank .... 160 70 Ber'iner Handelsges . . 169 40 Oesterr. Staate bahn . . . 142.60 Lombarden .... * 1700 Gotthardbahn .... 190.00 Lanrahütte .... 267.50 Bochum .... . 246.00 Harpener . .... 21030

Staatschatzscheine . . . sehr fest.

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die. Landgrafen st raße von heute an bis auf weiteres sur den Fuhr- und Fahrradverkehr gesperrt.

Gießen, den 30. März 1905.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

Herberg.

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Lonystraße zwischen Bleich- und Goethestraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkeh- gesp errt.

Gießen, den 30. März 1905.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

Herberg.

LieserMg nou Lehrmitteln für die Volksschulen

Zur Gewährung freier Leh für das fommenbe Schuljahr an 750 Lesebücher 650 Reckenbücher 300 Bibl. Geschichte 200 Gesangbücher

70 Bibeln

30 Neues Testament 180 Katechismen

1200 Schiefertafeln mit Schwämmchen

1200 Sckwämmchen für sich 5000 Schreibhefte mit Schonern und je 2 Löschblättern

150 Atlanten sowie eine größere Menge von

nittel an den Volksschulen werden! cihemb erforderlich:

-000 Oktavheftchen, liniiert, mit, je 2 Löschblättern

50 Gros Stahlfedern

400 Stück Federhalter

100 Griffelkallen

400 Zeichenblöcke

1000 Bleistifte

900 Radiergummi

450 , Papvumschläge für

Zeichnungen

20 , Farbekasten mit se

2 Doppelpinselchen

5000 , Griffel

laterialien für den HandarbeitS»

unterricht in der Stadtmädckenschnle.

Die Lieferimg dieser Bedürfnisse soll im Wege schriftlichen Angebots und vorbehältlich der Verteilung größerer Lieferungen! an 2 oder 3 Bieter, vergeben werden.

Muster der zu liefernden Gegenstände, welche von den Schülern der beiden Schulgruvpen benutzt werden, liegen bei dem Rektor der Volksschule im Schulgebäude der Stadtknabenfchule und Muller der Materialien für den Handarbeitsunterricht bei dem Hauvtlehrer der Stadtmädchenschule bis einschließlich 5. April ds. Js., vor­mittags von 11 bis 12 Uhr offen.

Angebote zu welchen Formularien bei dem Rektor in der Stadtknabensckille erhältlich sind bis spätestens 10. Avril ds. Js., vormittags 10 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle verschloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen.

Gießen, den 28. März 1905. B1*/,

Großhcrzoglicke racrmcifterci Gießen.

Mecum.

Gießener Volksbad.

Aktien-Gesellschaft in Gießen.

Bilanz am 31. Dezember 1904

Aktiva. je «s

An Betriebs-Konto:

Vorräte 2 654 49

An Kaffa-Konto:

Bestand .... 230 85

An Konto-Korrent-Konto:

Bank-Guthaben. . 10 082 35

An Immobilien-Konto: Grundstück, Gebäude, innere u. maschinelle Einrichtung . . . 173 246 03

An Mobilien-Konto:

Inventar .... 5599 90

An Gewinn- und Ver­lust-Konto:

Saldo p. 1.Jan. 1904 91161 02

212 974 64

Gewinn- und

Soll

Passiva. je a;

PerAktien-Kapital-Konto:

100 Aktien Lit. A

&J( 1000 =^100000 *

260 Aktien Lit. B

ä JC 200 JC 52000 QOO.

Per Hypotheken-Konto:

Hyvothek . . . . 48 000#

Per Darlehens-Konto:

Darlehen .... 10 000*

Per Reservefonds-Konto:

Reserve aus 1898 . 24 54

Per Gewinn- u. 23er-

lull-Konto:

Reingewinn in 1904 2 950 10

212 974 64

Verlirft-Konto Haben

am 31. Dezember 1904.

Verluste. x $

An Betriebs-Konto: Betriebskosten . . 26 564 63

An Handlungs-Unkosten-

Konto:

Unkosten .... 1020 15

An Immobilien-Konto:

Abschreibungen . . 3 544 70

Än Mobilien-Konto:

Abschreibung... 622 21

An Zinsen-Konto:

Hypothek-Zinsen. . 1680

An Bilanz-Konto:

Gewinn in 1904 . 2 950 10

36 381 79

Gewinne, je $

Per Betriebs-Konto:

Einnahmen in 1904 36 043 60

Per Zinsen-Konto:

Zinsen aus Guthaben 338 10

36 381 79i

Gießen, den 31. Dezember 1904. v80/,

Der AuMtsrat a. öiit^ani.