durch W. T.-B. verbreitete, trotzdem ober unkontrollierbare Gerücht, die unter dem Beseht der Admirale Birilew und Schuklinin nach Kleinasien gesegelte Bemannung der Schwarten Meer-Flotte habe sich cmvört und ihre Führer getötet, 7:e seien nach Sewastopol zurück- gelehrt und hätten dort die revolu tionäre Flagge gehißt. Aus Sewastopol lieat jedoch keinerlei Meldung vor.
Sämtliche politischen Depeschen werden übrigens von den Behörden streng zensiert. Ter Gouverneur von Odessa erliest eine Proklamation, in welcher die Anwendung strengster Hnterdrückimgämaßrcgetn gegen die ausständigen Arbeiter und ausständigen Anstalten, insbesondere auch gegen die Apotheken, die in B"rbandsplätze für Verwundete verwandelt würden, anaekündigt werden.
Nach einer Meldung des W. T.-B. aus der preußischen Grenzstadt Bromberg sind sämtliche Uebergänge nachRustlandfürPersonen-undG ü t erver kehr gesperrt. Tie Annahme von Gütern und die Beförderung von Personen und Reisegepäck nach Rußland findet bis auf weiteres nicht mehr statt
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Aus Stadt and KauS.
Gießen, 31. Oktober 1905.
•* Zur Landtagswahlbewegung in Hessen. Der soeben erschienene Wahlaufruf des Zentrums enthält u. a. die Forderung des allgemeinen, gleichen, direkten nnb geheimen Wahlrechts und tritt für die Einführung der Wahlpflicht und der Pro- portionalwahl ein. An den verfassungsmäßigen Zuständigkeiten beider Kammern will die Partei unbedingt fest gehalten wissen, ebenso an dem christlichen Charakter der Volksschule, die in ihrer jetzigen Verfastung verbleiben sollen. Der Ausruf fordert ferner Aufhebung der die Ordenstätigkeit einschränkenden Bestimmungen, Förderung der Verkehrsverhältnisse, Umgestaltung des Amtsverkündigungswesens, vermehrte soziale Fürsorge für die Arbeiter, freies Koali- tionsrecht, Arbeiterkammern, Förderung des Genossenschaftswesens, Sparsamkeit im Staatshaushalt usw.
•• Städtischer Fi sch markt. Nachdem die von der Stadtverordneten-Versammlung gewählte Fischmarktkommission zu einer Verständigung über die zukünftige Einrichtung des städtischen Fischmarktes nicht gelangen konnte, war zu erwarten, daß die Stadt Vorkehrungen treffen werde, den städtischen Fischmarkt bester zu gestalten. Nunmehr wird uns von der Bürgermeisterei mitgeteilt: Der städtische Fischmarkt wird vom nächsten Freitag ab noch vergrößert werden. Um dem großen Andrang des Publikums besser Rechnung tragen zu können, soll vom nächsten Markt ab noch eine zweite Verkaufsstelle neben der jetzigen eingerichtet werden, womit nunmehr die Abfertigung eine flottere werden dürfte. Um die Zubereitung der Seefische noch weiter bekannt zu machen, sollen am Fischmarkt Kochrezepte gratis verteilt werden. — Uebrigens hat sich die gestrige Notiz über die Aufhebung des Solinger Fisch markt es nicht in vollem Umfang bewahrheitet, vielmehr ist der Markt, wie die Solinger Zeitung schreibt, nur infolge der hohen Fleischprcise einmal nicht abgehalten werden.
"Die erste Probe des Gesangschors für die Schillerfeier am Sonntag, 12. November, nachmittags 3 Uhr, fand gestern abend unter Leitung des Universitäts- Musikdirektors Trautmann statt. An der geplanten Feier werden sich folgende Gesangvereine mit 140 Sängern beteiligen: Bauer'scher Gesangverein, Bürger-Gesellschaft, Gemütlichkeit, Harmonie, Heiterkeit, Konkordia, Liederkranz und Maschinenbauer-Gesangverein. Die nächste Probe wird nächsten Samstag abend 9 Uhr stattsinden.
** Der Verein für jüdische Geschichte und Literatur hielt am Sonntag abend im Hotel-Restaurant Kaiserhof seine Generalversammlung ab. Man beschloß, in diesem Jahre wieder 4—5 Vorträge halten zu lassen. Die Vereinsbibliothek, welche aus ca. 100 Bänden besteht, wird überaus reg benutzt. Die Generalversammlung erklärte sich mit der Geschäftsführung einverstanden und wählte die seitherigen Mitglieder des Vorstandes wieder.
** Turnerische Hebungen fanden am Sonntag vormittag in der Turnhalle des Turnvereins 1846 unter Leitung de§ 1. Gauturnwarts Will statt, welche in Keulenschwingen und Geräteturnen der geübteren Turner deS Turngaues Hessen bestanden. Das gezeigte Keulenschwingen, daS leider nur bei wenigen Turnvereinen im Turngau Hessen eingeführt ist, war interessant und konnte als gelungen bezeichnet werden. Das sich anschließende sehr schwierige Geräteturnen der geübteren Turner nahm ebenfalls einen guten Verlauf, eS dient hauptsächlich zur Vorbereitung für daS Kreisturnfest in Hanau.
" Erledigte Lehrer stellen. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Kememde- schule zu Hainstadt, Kreis Offenbach. Zwei mit katholischen Lehrern zu besetzende Lehrerstellen an der Gememde- schule zu Hainhausen, Kreis Offenbach. Mit der einen Stelle ist Organistendienst verbunden.
X Vetzberg, 30. Okt. Bei der am letzten Mittwoch hier abgehaltenen Gemeinderatswahl wurden bei außerordentlich geringer Wahlbeteiligung an Stelle der ausscheidenden Mitglieder die Backsteinmacher Ludwig Reh, Jakob Römer und Wilhelm Steinmüller gewählt. Die geringe Wahlbeteiligung soll durch die späte Bekanntgabe des Wahltermins verursacht worden fein.
b. Ober-Bessingen, 30. Okt. Bei der heutigen Deigeordnetenwahl wurde an Stelle deS im Sommer in hohem Alter verstorbenen langjäheigen Beigeordneten Thomas Walter der Landwirt Heinrich Rühl mit 38 Stimmen gewählt.
" Schotten, 31. Okt. Das Lehrerheim Vogelsberg hatte seit seiner Gründung mit einem Hebet zu kämpfen, das oft seine Existenz in Frage stellte — es fehlte nämlich an Master. Den Bemühungen des Vorstandes ist eS nunmehr gelungen, von der Gemeinde Michelbach eine Quelle für 800 Mark zu enuerben, die nach den durch die Großh. Kulturinfpektion in Gießen vorgenommenen Messungen während der trockensten Zeit dieses Sommes 8,4 Kubikmeter Master geliefert hat, ein Quantum, daS vollauf genügt. Dank der Unterstützung des Großh. KreisamtS Schotten sind die Verhandlungen soweit gediehen, daß die Quellfassung dieser Tage bereits in Angriff genommen wurde.
Nidda, 30. Okt. Mittwoch, 1. November d. I., sind eS 25 Jahre, seit die jetzige höhere Bürgerschule als
erweiterte Volksschule inS Leben trat. Ter Tag soll durch einen Aktus im Saale des GambrinuS feierlich begangen werden. — Heute fand hier die Sektion eines angeblich totgeborenen KindeS statt.
Büdingen, 29. Okt. In der Wirtschaft „Zum goldenen Adler" hatte sich vergangene Nacht S/41 Hhr infolge eines kleinen Wortwechsels ein Streit entspannen, der auf der Straße in eine Messerstecherei ausartete. Nach der Schlägerei besuchte Johannes Hölzinger aus Mittelgründau, in Diensten bei Müller Richter, trotz zweier schwerer Stichwunden noch eine andere Wirtschaft, von wo aus der lebensgefährlich Verletzte zu Dr. Nullmann und dann in das Mathildenhospital verbracht wurde. Der eine der Stiche geht durch die linke Achselhöhle an der Schlagader vorbei, während mit dem zweiten die Lungenspitze verletzt ist. Der letztere ist lebensgefährlich. Der verhaftete 33jährige Dienstknecht des Wilhelm Bieber, Johann Koppen st einer aus Manns- wörth, Bez. Brüsk, soll, nach dem „Büd. Allg. Anz.", die Tat eingestanden haben.
fc. Mainz, 29. Oktober. Ein gutes Geschäft hat der Bürgermeister Fre ber von Mombach gemacht. Er verkaufte der Stadt Mainz 80 Morgen Land, an denen er innerhalb Jahresfrist 100000 Mark verdient hat. — Tie Firma H. A. Disch A.-G. feiert heute ihr 50jähriges Bestehen. — Geh. Kommerzienrat Rudolf Henkell hat, wie die „Frkf. Ztg." meldet, gestern für die Arbeiter der Sektkellerei der Firma Henkell u. Cie. 50 000 Mark zu einem P ensions- fonds gestiftet.
* Kleine Mittel i'naen a n 2 Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. In E sfolterbach hatte eine Witwe diesen Herbst eine reiche Obsternte: sie brachte ihr ca. 6000 Mk. ein. — In W innen wurde der Bürgermeister G. A. Wißner, der fein Amt 16 Jahre bekleidet, auf 8 Jahre einstimmig wieder gewählt. — In Bretzenheim brachte eine Frau ein Kind zur Welt, das, sonst normal entwickelt, zwei Nasen, vier Augen, vier Ohren und zwei Munde hatte. Das Kind, das nach kurzer Zeit starb, wurde der Gießener UniDerfifät§f(iiiif überwiegen. — In Oberursel brannte das Anwesen der Witwe Mann ab, ivobei ein 62 Jahre alter Knecht erstickte.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Versicherung der russisch en Anleihe. An der Börse ist der Kurs der 4 Proz. russischen Anleihe von 1902 beträchtlich zurückgegangen. Ta die in Aussicht genommene neue Anleihe auf Grundlage eines Emissionskurses von 90 Proz. berauskommen sollte, und zwar 1250 Mill. Fr. schvn dieser Tage, so war mit der obigen Kursgestaltung von 87 Prozent der Emissionskurs von 90 Prozent selbstverständlich nicht zu halten und der russische Finanzminister hätte sich zu einem starken Preiszugeständnis bequemen müssen, wenn er nicht die Vertagung der Anleihe als das Klügere und in diesem Falle auch noch dazu das bessere Teil erwählt hätte. Zu einem anderen Entschluß konnte der Minister schon deshalb nicht kommen, als es ihm seitens der Bankgrnpven sehr nahe gelegt wurde, daß, solange die Hnruhen in Rußland fortdanern, selbst bei Preiszugeständnissen eine Unterzeichnung des Anleihevertrages und gar eine Emission der Anleihe nicht möglich gewesen war. Möglich ist ja, daß Rußland auch mit dieser Revolution oder wenn besser will allgemeinen Arbeiterausstand fertig wird, und dann die Anleibe an den Markt kommt. Nur glauben wir nicht, daß die Beteiligung des deutschen Käpitalistenpublikums besonders stark sein wird.
DertnifcbM*
• Kein Tag vergeht ohne mehrereEisenbahn- unfäHe. Zu dem gestern von uns gemeldeten schweren Unglück bei Soltau (vgl. die gestrigen Telegramme) wird heute gemeldet: Nachdem bei dem Hnglück selbst die Schaffner Broeckelmann und Brahm getötet worden und vier Personen schwere Verletzungen davon trugen, sind im Laufe des TageS die Haushälterin Frl. Ahrens, der Chausseearbeiter Borstel und der Maurer Heine, sämtlich aus Kaltenweide, ihren Verletzungen erlegen. Das Hnglück ist auf die schlechte Signalbeschaffenheit zurückzuführen. Wen die Schuld trifft, ist noch nicht fest- gestellt. — Auf dem Lüneburger Bahnhof geriet der Rangiermeister Wittleben zwischen die Puffer eines Rangierzuges und war sofort tot. — In Göttingen platzte da? Siederohr der Lokomotive des Schnellzuges 71 Frankfurt— Gießen-Hamburg. Das Lokomotivpersonalwürbe lebensgefährlich verbrüht. Nach einstündiger Verspätung konnte der Zug die Fahrt fortsetzen. — Bei Kansas City (Amerika) entgleiste ein Zug der Atchison-Topeka-Santa F4-Eisen- bahn infolge Schienendefekts. 15 Personen sind tot, 30 verwundet. Zu allem diesen treten noch zwei Eisen - b a bnattentatein Rußland, über die wir an anderer Stelle berichten. Demnach nähert sich die Zahl der bei Eisenbahnfahrten an einem einzigen Tage Getöteten der Hundert.
(Onfitnor-Dralilntfföunflen.
Berlin, 31. Okt. Der sozialdemokratische Partei vor st and und die Preßkommission geben in der heutigen Nummer des „Vorwärts" eine lange Erklärung ab, in der sie ihr Verhalten gegenüber den sechs Redakteuren des „Vorwärts" rechtfertigen und darauf Hinweisen, daß es eine falsche und böswillige Darstellung der betreffenden Redakteure sei, wenn sie in ihrer Erklärung die Sache so drehen, als sei eS der Parteivorstand, der die ganze Angelegenheit auf eigene Faust eingefädelt habe. Tie Initiative dazu sei von den Vertretern von Groß-Berlin ausgegangen und die Verhandlungen seien in voller Harmonie unter den Beteiligten gepflogen worden. Der Parteivorstand und die gesamte Vertretung von Groß-Berlin übernehmen solidarisch für sämtliche Schritte der Partei gegenüber die Verantwortung.
Paris, 31. Okt. Prinzessin Luise von Koburg bat, nachdem ihr die Entscheidung des Gothaer Gerichtshofes mitgeteilt worden war, ihren Anwalt beauftragt, dem Gericht zu erklären, daß sie die Zuständigkeit desselben nach wie vor an zweifelt und Berufung gegen den Entscheid einlegen werde.
Paris, 31. Okt. Die beiden Zeitungen „La Patrie" und „La Preffe" sind für 650 000 Franks an ein Konsortium verkauft worden, an dessen Spitze der frühere Ministerpräsident Möline steht.
Dar-eS-Salaam, 30. Oktober. Das Bezirksamt Langenburg meldet, daß die Aufständigen aus Hpanwe durch Askari-Abteilungen unter Feldwebel Frank und Sergeant Pietsch zersprengt wurden. Hauptmann Nig- mann hat mit einer Abteilung der Kompagnie Stringa die
Missions-Station Mbejera erreicht und marschiere jetzt auf Songea. Station Jringa meldet, daß für die Mm cknen im Bezirk keinerlei Gefahr bestehe.
Zur Lase in Nnfzsand.
Tas Manifest des Zaren.
Petersburg, 31. Okt. (Petersb. Tel. AgA In bent> heute nacht veröffentlichten f a i f erlichen Mgnife u heißt es: Das Glück eines russischen Herrschers ist unlöslich verknüpft mit d"m Glück des russischen Volkes. Ilm mit Erfolg die auf Beruhigung des öffentliche Lebens abfpielenden allgemeinen Maßval>men zu verwirllichen, habe der Kaiser beschlossen, die Aktion der obersten Regierung zu vereinheitlichen und
1. Der Bevölkerung die unerschütterlichen Grundlagen bet bürgerlich en Fr eih eiten zn verleihen, die gegründet find auf der wirklichen Unverletzlichkeit der Person und der Freiheit des Gewissens, der Rede, der Derfamm» langen und Vereinigungen.
In die S t a a t s d u m a auch i e n e K lassen d:r Bevölkerung zu berufen, welche je kl d-'s Wahlrechts willig entbehren, als unerschli'tterliche Regel aufzustellen, daß kein Gesetz in Straft tritt ohne die Genehmigung der Staat sduma und daß den Erwählten des Volkes dir Möglichkeit einer wirklichen Teilnahme an der Ueber- wach unq der Gesetzlichkeit der Handlungen der Behörden gewährleistet wird.
Petersburg, 31. Okt. Tie Rufs. Tel-Atz. verössen- licht einen Bericht Wittes, auf den der Kaiser geschrieben hat: Zur R i cht schnür zu nehmen In dem Bericht heißt es: Ew. Majestät geruhte, mir Direktiven für die Regierung zu geben in Erwägung der inneren Lage Rußlands. Tie Beunruhigung der russischen Gesellschaft ist nicht das Ergebnis der teilweisen Mängel der Regierung, der Gesellschaft oder einer durch die extreme Gesellschaften^ organisierten Tätigkeit. Tie Äurzcln gehen tiefer. Sie entstand aus der Verletzung des Gleichgewichtes der moralischen Bestrebungen und der äußeren Gestaltung der Gesellschaft. Tas denkende Rußland erstrebt Rewte auf der Grundlage der bürgerlichen Freiheit Tie Hauptaufgabe der Regierung besteht darin, burrh die Tuma allen Elementen die bürgerlichen Freiheiten zu gewähren auf dem Wege normaler und gesetzlicher legislativer Ausarbeitung der Fragen, welche das gleiche Recht aller Russen vor dem Gesetz ohne Hnterschied der Religion und der Nationalität cmssyrechen.
Warschau, 31. Okt. Tie Nachricht vom tfrlaß des M a ni« fests rief einen tiefen Eindruck hervor. In allen Restau^ rationen umarmten sich die Leute Tic Militärpatrouillen wurden sofort zurückgezogen. Tie russischen Offiziere beteiligten sich an dem allgemeinen Jubel.
Petersburg, 31. Okt. Ter Finanzminister hatte eine Unt-erredung mit Morgan, mit dem er wegen der russischen Anleihe verhandelte. Morgan reiste ab. ohne daß er zu einem Abschluß gekommen war. Er bitte F.um das Finanzministerium verlassen, als Witte die telephonische Nachricht erhielt, daß der Zar in eine Konstitution eingewilligt habe. Gegen die Soldaten, welche vor dem technologischen Institut aufgestellt waren, wurde von unbekannter Hand eine Bombe geschleudert Bisher konnte noch nicht festgestellt werden, ob Personen hierbei zu Schoden gekommen sind.
Odessa, 31. Okt. Bei den Straßen kämpfen auf den Barrikaden spielten sich Szenen ab, die an die französisch' Revolution erinnern. Unorganisierte Arbeiter, zumeist junge Leute gaben ihre entblößte Brust den Kugeln der Soldaten preis. Sie starben mit dem Ruf: Es lebe die .9?c - volution Den ersten Schuß ans den Reihen der Ausst^vd'geu gab ein als Arbeiter verkleideter Kosak ab.
Telefonische des Giessener Anzeigers, mite« und Indnsti
Frankfurter Hör 3%°/0 Reichsanleihe . . 100.75 3% do. . . 89.00 314°/0 Konsols .... 100.9^ 3% do 88 90 3^°/0 Hessen 99.70 3%0,n Oberbessen . . . —.— 4no Oesterr. Goldrente. . 100.30 4*/6 % Oesterr. Silberrente 100.75 4 "6 Ungar. Goldrente . . 96.40 4% Italien. Rente . . . 000.00 4 % Portugiesen Serie I . 68.15 3% Portugiesen III 67.80 4xX°'n tuss.Staatsanl. 1905 95.90 4n japan. Staatsanleihe 94.65 1 Conv. Türken von 1903 90 20 Türkenlose 136 80 4% Griech. Monopol-Anl. . 53 00 äussere Argentinier . 90.50 3°/n Mexikaner . . . . 67 95 4 ys°i0 Chinesen . . . 97 80
Aktien:
Bochum Guss 255.50 Buderus E. W 142.10
Tendenz: fest.
Berliner Börse. ?
Canada E. B 174.70 Darmstädter Bank . . . 153.00 Deutsche Bank .... 244.60 Dortmunder Union C. . . 104.50 Dresdner Bank .... 167.50
Tendenz: sehr fest.
Kursberichte
teilt von der Bank für Handel ie, Giessen.
So. 30. Okt., 1.15 Uhr.
Elektriz. Lahmerer . . . 143.00 Elektriz. Schnckert . . . 135.50 Eschweiler Bergwerk . . 274.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 242.20 Ham barer - Amerik. Paketf. 171.00 Harpener Bergwerk. . . 222 00 T anraliütte 267.00 Xordd. Lloyd .... 132.50 Clhersc.hles. Eisen-Industrie 137.70 Berliner Handelsges. . 177.40 Darmstädter Rank . . . 152.90 Deutsche Bank . . 244 50 Deutsch-Asiat. Bank . . 184.70 Diskonto-Kommandit. . . 193 20 Dresdner Bank .... 167.30 Kreditaktien 212.30 Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn 114.40 Gotthardbahn — Lombard. Eisenbahn . . 26.40 Oesterr. Staatsbahn . . • 144.70 Prince-Henri-Eiscubahn . 127.60
0. Okt., Anfang-skurse.
Harpener Bergwerk . . 222 40
I aurahi>tte 267 00
Lombarden E. B ... 26.50
Nordd Lloyd 132 75
Türkenlose 136.90
Bekanntmachung.
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß wieder mne Prämiierung Von Dienstboten des Spartaffcbezirts ftattsinden soll. Prämien können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis Haben und sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeugnisse aus« weisen können. Von Vollendung der 5 Dienstjahre kann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen werden, wenn dec DienitauStritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung des Haushalts, oder durch Gründling eines eigenen Hausstandes erfolgt.
Es werben hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach diesen Bedingungen ans eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, aufgefordert, sich unter Vorlage dec Dienstbücher, eines Zeugniffes der Herrschaft über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkassebuchs (die Angabe der Nummer des Buchs genügt ebenfalls) bei unserer Kasse ober der Bürgermeisterei des Wohnorts bis zum 15. November l. I. zu melden.
Gießen, den 30. Oktober 1905. Bn/ie
Bezirkssparkasse Gießen.
Wiener. '


