Ausgabe 
29.3.1905 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

155. Jahrgang

Mittwoch 29. März 1905

Pie Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten,

Politische Tagesschau.

Graf Bülows Erholungsreise.

R. Berlin, 28. März.

Es liegt dem Vernehmen nach in der Absicht des Grafen Bülow, in der Osterzeit eine Erholungsreise nach Italien anzutreten, falls nicht unvorhergesehene Ereignisse, speziell auf dem Gebiete der hoben Politik, sein Verbleiben in der Reichs- Hauptstadt erforderlich machen. Die Wintersaison war für den Kanzler recht anstrengend. Sie reichte für ihn eigentlich zurück bis in den verflossenen Sommer, nämlich bis in die Zeit, da er mit Herrn v. Witte zu einer Verständigung über den russischen Handelsvertrag gelangte. Das Verlangen des Grafen Bülow, auf kurze Zeit im Süden beschaulicher Muße und seiner Lieblingsbeschäftigung mit den alten Klassikern sich hinzngeben, ist also begreiflich. Er ist überdies dort unten dem Kaiser näher, da der Aufenthalt des Kaiserpaares im Mittelmeer voraussichtlich den April hindurch währen wird. Rach der Auffassung des Grafen Bülow liegt eine V e r k ü r z u n g d e r P a r l a m e n t s t a g u n g e n im Interesse der Dtaatsgeschäfte und der öffentlichen Anteilnahme am polu

Der Krieg.

Auf dem Kriegsschauplätze hält die neuerdings em* getretene Stille an.Central News" berichtet aus Peters- bürg, eS sei nunmehr als feststeheud anzusehen, daß die Unterhandlungen mit den französischen Banken über eine russische Anleihe eingestellt worden seien. Ein Telegramm aus Newyork berichtet, daß am Dienstag dort eine neue japanische Anleihe zur Zeichnung auf­gelegt wurde. An der Zeichnung haben sich auch zahlreiche französische Bankhäuser beteiligt.

Der von Rußland gecharterte Hamburger Dampfer Adria" verließ am Dienstag den Hamburger Hafen und ging unter deutscher Flagge nach Libau.

Der Abschluß eines englisch-japanischen Schutz* bündnisses soll gleichzeitig mit dem Friedensvertrag er­folgen.Daily Telegraph" erklärt offiziös, das Schutz­bündnis sei beiderseits populär. Leider sei der wünschenswerte Beitritt Amerikas formell schwierig, das Schutz­bündnis werde den Weltfrieden garantieren.

Z>es deutsÄeu Kaiserpaares Wettfahrt.

Kaiser Wilhelm in Liffabon.

Lissabon, 28. Marz.

Bei der gestrigen Galatafel begrüßte König Carlos den Kaiser, indem er dem Kaiser ein herzliches Willkommen bot in seinem Namen, im Namen der Königinnen, des königlichen Hauses und seines Volkes. Sodann wies der König auf die a lte Freundschaft zwischen den Souveränen und die vielfachen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern hin. Er drückte die Hoffnung aus, daß diese immer andauern und sich weiter entwickeln werden.

Der Kaiser erwiderte mit folgendemTrinkspruch in deutscher Sprache:

Tief gerührt von dem glänzenden Empfang, der mir von Ew. Majestät, von der königlichen Familie und von den Bewohnern Lissabons bereitet wurde, sage ich Ew. Maj. meinen innigsten Dank und bitte, denselben auch Ihren getreuen Untertanen über­mitteln au wollen. Es ist mir eine Freude gewesen, nach dem schönen Lande zu kommen und die Bande der Freundschaft zu erneuern, die mich lange schon mit Ew. Majestät verbinden und von Alters her zwischen unseren Häusern und Völkern be­stehen. Ueberzeugt, daß diese freundschaftlichen und innigen Beziehungen sich fernerhin befestigen und ent­wickeln werden, erhebe ich mein Glas und bitte auf das Wohl trinken zu dürfen Eurer Majestät, Ihrer Majestäten der beiden Königinnen, des ganzen königlichen Hauses, sowie auf das Glück die Wohlfahrt des portugiesischen Volkes.

Man speiste an zwei Tafeln. An der einen saß der Kaiser gegenüber der Königin Amalie und zwischen der Ge­mahlin des französischen Gesandten Rouvier und der Comtesse Figueira. An der zweiten Tafel saß der König Carlos gegen­über der Königinmutter Maria Pia und zwischen der Ge­mahlin des deutschen Gesandten Gräfin Tattenbach und der Marquis Fayal.

Bei dem gestrigen Hofkonzert wirkten Kräfte der königlichen Oper, sowie der Violinist Tomson mit. Nach dem Konzert war Souper. Der Kaiser verblieb in an­geregtester Unterhaltung mit den Mitgliedern der königlichen Familie bis nach 2 Uhr nachts. Der Kaiser zog ins­besondere viele portugiesische Damen ins Gespräch. Heute morgen frühstückte der Kaiser allein. Der vom Kaiser be­wohnte Palast Paco de Belem liegt herrlich am Ufer des Tejo, zu dem Gartenterrassen mit Palmen und blühenden, frisch grünenden Bäumen sich herabziehen. Das Wetter ist heute wundervoll.

Vormittags 11 Uhr begaben sich der Kaiser, der die Uniform des vierten Reiterregiments trug, und der König, das Gefolge und der Ehrendienst zum Kasernement des vierten Reiterregiments, wo das Regiment vorgeführt wurde und die Majestäten flotte Reiterexerzitien von Mannschaften und Offizieren auf der Reitbahn ansahen. Sodann wurden weitere Truppenteile besichtigt und das berühmte, am Tejo belegene Kloster Jeronymos de Belem mit seiner spätgothischen, mit maurischen Motiven gemischten Architektur besucht. Das Frühstück nahm der Kaiser beim König ein.

Der Kaiser besuchte heute nachmittag mit dem König die Geographische Gesellschaft.

Eine Kaiserrede.

Ter Kaiser wurde vom Präsidenten der Geogr. Gesellschaft Äldmiral Ferreira mit einer längeren Ansprache begrüßt, in der der Admiral die kolonialen Berührungspunkte zwi­schen Deutschland und Portugal hervorhob. Der Kaiser erwiderte mit folgender Rede:

Meine Herren! Von ganzem Herzen danke ich dem Vor- (tattb und den Mitgliedern der erlauchten Geographischen Gesell­schaft für den glänzenden Empfang, den Sie mir bereitet haben.

bin sehr glücklich, dre Bekanntschaft dieses geisttgen Zen­trums, des treuen Hüters der Werke zu machen, welche Ihre großen Männer, sich begeisternd an dem Genms Heinrich des Seefahrers, des Vorläufers einer neuen Zett durch ftme fried­lichen kommerziellen und wtssenstbastlrchen Eroberungen vollendet haben, Hüters zu gleicher Zeit der großen Traditionen glänzender Bornen wie Diaz, Vasei de Gama, Mangalhaen, Mmerde, Albu- auergue, Serpe Pinto, Capello und vieler anderer und untn ihnen . in Deutscher Martin Behaim. Ich bm um so glücklicher in Ver­ladung zu treten nrit dieser Anstalt, ine m der «Lzen Welt iSnt ist, als Deutschland und Portugal auf dem Gebiete der llolonÄen Unternehmungen durch hervorragende gei^insame Jn- iteresien verbuiiden sind. Gegen Ende des letzten Jahrbunderts haben die europäischen Nattonen die Grenzen ihrer Gebiete und iL?Eft!flußsvhären auf dem afrikanischen Kmittnente durch feier- Hickie Verträge erheitert. So smd Deuts chland und Portugal im Osten mtb Westen des . lchwarzen Kontinents Machbarn gewordm. Ich empfinde eme besondere Genug- iiuE bier in Gegenwart Sr. Majestät, des erhabenen Souveräns !Jg' schönen Landes und seiner Regierrmg vor dieser erlauchten

Versammlung erklären zu können, daß wir auf der einen wie auf der anderen Küste Afrikas loyaleNachbarn imd gute Freunde gewonnen haben. Ich habe die feste Ueberzcugung, daß jeder von uns durch Arbeit und Ausdauer dahin gelangen wird, Friede, Rübe und Ordnung in seinem Gebiete auftecht zu erhalten und die edle zivilisatorische Mission zu einem guten Ende zu führen, die wir übernommen haben. Wenn jemals die Forder­ungen unserer Handels- und anderen Beziehungen eine weiter­gehende Entente fordern, so können Sie sicher sein, in mir den besten Willen und das Bestreben zu finden, alle Interessen zu versöhnen. Ich scheide von Ihnen, meine Herren, indem ich Ihnen nochmals meinen lebhaften Dank gleichzeittg mit der Hoff­nung ausspreche, daß die Beziehungen Portugals in anderen Weltteilen unter dfer weisen Regierung ihres erhabenen Herr­schers und unter der klugen Leitung der Regierung weiterschreiten werden aus der Bahn das Fortschritts und der Zivilisation und gelangen werden zu demselben Grad der Wohlfahrt wie das herrliche Land, in dem ich mich zu meiner Freude augenblicklich befinde und dem die göttliche Vorsehung sichtbar ihre Wohl­taten reichlich hat zuteil werden lassen.

Die Rede wurde mit jubelndem Enthusiasmus seitens der zahlreichen Anwesenden ausgenommen. Ter Kaiser machte alsdann einen ausführlichen Rundgang durch die Säle, welche interessante Sammlungen der Gesallschaft enthalten. Hierauf erfolgte eine Spazierfahrt durch die Stadt mit dem König und der Königin, insbesondere durch die breite und elegante, mit blühenden Baumreihen besetzte Avendu da Liberoade. Gewaltige Vollsmassen jubelten dem Kaiser, dem König und der Königin zu. Der Kotter kehrte nm 6 Uhr 30 Min. nach Paco de Belem zurück, nahm dort das Diner mtt dem Gefolge und dem Ehrendienst und em­pfing spater die deutsche Kolonie.

Ordensverleihungen.

Der Kaiser hat dem Kronprinzen Ludwig Philipp den Schwarzen Adlerorden verliehen.

Der Kaiser verlieh ferner u. a. den Roten Adlerorden 1. Klasse an den Minister dc§ Auswärtigen, Villaca, den Minister des Innern, Pereira de Miranda, und den Finanzminister Espergueira; den Kronenorden 1. Klasse an den Kabinettschef des Ministeriums des Auswärtigen, San Pedro.

Zur Kaiserfahrt nach Tanger.

Wie der LondonerStandard" seinen Lesern weiß macht, habe die spanische Regierung Maßregeln getroffen, um in Tanger im Einverständnis mit der deutschen Kolonie feind­selige Kundgebungen gegen Frankreich zu organi­sieren. Der Madrider Korrespondent des genannten Blattes fügt hinzu, die spanische Regierung habe die deutsche Negier­ung über die marokkanischen Unterhandlungen stets auf dem Laufenden gehalten. Spanien habe auch der deutschen Re­gierung den Wortlaut des französisch-englischen Abkommens vor dessen Veröffentlichung mitgeteilt.

Die LondonerSt. James-Gazette" meint, e§ sei un­wahrscheinlich, daß Frankreich, welches auf seine Rechte in Egypten verzichtet habe, um freie Hand in Marokko zu er­halten, zugeben werde, daß eine dritte Macht ihm die Früchte seiner berechtigten Kompensation streitig macht. Die Lage gebe zu ernsten Besorgnissen Anlaß. Aber obgleich Frankreich auf die Unterstützung seines Bundesgenossen Ruß­land infolge des ostasiatischen Krieges nur in geringem Maße rechnen kann, so sei es doch nicht wahrscheinlich, daß Frank­reich angesichts der auf dem Spiel stehenden großen Inter­essen zurückweichen werde.

Die deutsche Kaiserin auf Sizilien.

Taormina, 28. März. Die deutsche Kaiserin und die Prinzen Eitel Friedrich und Oskar begaben sich am Nachmittag nach Capo Sanct Andrea und verließen dann den Wagen; sie nahmen dort den Tee ein und kehrten zu Fuß zurück.

ist erwiesen, daß kurz vor der Explosion Leute, welche die Straße passieren wollten, in der das Attentat stattgefunden hat, von mehreren Personen gewarnt wurden, nicht weiterzu- gehen.

Jalta, 28. März. iW. B.) Eine Versammlung von Arbeitern fand heute vormittag statt. Es nahmen mehrere tausend Personen daran teil. Die Frage der Be­dürfnisse der Bevölkerung wurde in dem Sinne der Petition der Arbeiter entschieden, welche die Abschaffung aller Gesetze verlangt, die die bürgerlichen Rechte der Be­völkerung beschränken, und welche außerdem Frei­heit des Wortes, der Presse, der Versammlungen und Aus­stände, sowie Freiheit des Gewissens, Gleichheit der Rechte aller Nationalitäten und der Religionen und unverzüg­lichen Frieden mit Japan fordert. Die Vertreter sollen alle Rechte einer konstttuiercnden Versammlung haben, um über folgende Fragen zu beschließen: Friedens­schluß mit Japan, Gesetzgebung der Arbeiter, unentgeltlicher Unterricht in höheren und mittleren Schulen. Aus Sim­feropol traf hier Militär ein.

Tiflis, 28. März. (W. B.) Nach amtlichen Mitteil­ungen brachen die Landleute des Bezirks Schorapan alle Beziehungen mit den Ortsbehörden ab und wenden sich an geheim von ihnen gewählte Vertreter: sie wei gern sich, Abgaben zu zahlen und Ablösungsgelder an die Gutsbesitzer, da sie den Boden als ihr Eigentum betrachten. Am 14. März wurde in Bjelogory ein wegen Versuchs der Brandstiftung verhafteter Mann von der Menge gewaltsam befreit.

Petersburg, 28. März. In dem Charkowschen Gou­vernementsbezirk Woroschba fanden Bauernunrnhen statt. Das in Achtyrka garnisonierende Dragonerregiment, welches auf den Kriegsschauplatz abgehen sollte, wurde ta die Dörfer ab geschickt, um die Ordnung herzu stellen.

Kali sch, 28. März^ (W. B.) Gestern wurde ein Haust von Landleuten, die mit Gewehren, Stöcken und Messern bewaffnet waren, verhaftet. Die Landleute hatten Arbeiter gezwungen, die Arbeit niederzulegen, und dann Plün­dern n g e n verübt.

Windau, 28. März. fW. B.) Die in der vorigem Woche in dem Windau benachbarten Kreise Goldingen auf­getretene Gärung unter den Bauern verbreitete sich auch in einigen Amtsbezirken des Kreises Windau. Die Landarbeiter traten in den Ausstand. An mehreren Orteü wurde die Ordnung gestört. Nach einigen Gütern wurden Truppen entsandt.

Riga, 28. März. (Petersb. Telegr.-^Ag.) Laut An­ordnung des Ministers des Innern Bulygin wird vom 27. März ab über Livland der Zustand des verstärktett Schutzes verhängt.

Dorpat, 28. Mär^. (W. B.) Die Bürger ersuchte« den Gouverneur, die Bildung einer Bürgerwehr zu ge­statten, weil im Frühjahr Unruhen befürchtet werden. Gestern trafen hier Kosaken ein.

A s ch a b a d, 28. März. (W. B.) Flüchtlinge aus Kod schan berichten, dort behaupte man, der Pöbel in Kotschcrll werde von Mohammedanern aus Baku gegen die Christen aufgeheht. Der Ausbruch des Volksunwillens richtet sich auch gegen den Chan von Kotschan, von dem sich seine Untertanen angeblich bedrückt fühlen. Sein Palast wird von bewaffneten Vollsmassen belagert.

Rußland in Sturm und Drang.

Moskau, 28. März. (Petersb. Telegr.-Ag.) In einer Zusammenkunft der Adelsmarschälle von 20 Gou­vernements wurde eine Resolution angenommen, in welcher gesagt wird: Tie öffentliche Meinung verurteilte das bureaukratische Polizeiregime. Der Krieg enthüllte Unordnung in der Staatsökonomie, der Ausstand Unordnung iminneren Leben. Durch eine Reihe von Adressen, Petitionen und Resolutionen erwies die öffentliche Meinung Rußland einen großen Dienst. Mit der Kundgebung vom 3. März schlug der Kaiser eine neue Bahn in der Geschichte ein. Man braucht die gegen­wärtig e Ordnung nicht zu tadeln; mehr wert ist es, die Arbeit aufzunehmen. Dies allein kann die erregten Gemüter beruhigen. Die Versammlung nahm ferner folgende Resolution an: Rußland als das größte Reich der Welt muß sich eine eigen e Regierungsform erfinden. Tie Selbstherrschaft ist unerschütterlich. Eine Volksvertretung soll nur zu dem Zweck gebildet werden, den Kaiser von den Bedürfnissen des Volkes in Kenntnis zu setzen, und nicht um die Selbstherrschaft zu beschränken. Die Volksver­treter müssen das Recht haben, das Budget und ebenso gesetz­geberische Fragen zu beraten.

Petersburg, 28. März. lieber 600 Studenten der Universität Kiew und des polytechnischen Instituts kriti­sierten in einer Versammlung! das Manifest und das Reskript des Zaren und beschlossen einen Aufruf an die revolutio­nären Studenten, sich zu einer bewaffneten aka­demischen Legion zusammenzuschließen, die zum Kampf gegen die Regierung ziehen soll. Tie aka­demische Legion hat sich mit dem kämpfenden Proletariat zu vereinigen.

Paris, 28. März. Wie aus Warschau berichtet wird, bestätigt es sich, daß das Bombenattentat am letzten Sonntag die Folge eines Komplottes war. Es

irr. 75 »«riet ««gttch außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Zamltten« Rätter viermal in der Woche beigelegt.

RotatwnSdruck u. Ver­lag der Brü h l'schen Unwers.-Buch-u. Stein« krudere f. 91 Lange. Redaktion. Ervedttioa und Druckerei:

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Amts- und Anzelgeblatt für den Kreis Gießen MMZ

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Bekanntmachung.

Bet r.: Bläschenausschlag zu Harbach.

Der Bläschenausschlag in Harbach ist erloschen.

Gießen, den 27. März 1905.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

_____________I. V.: Hechler.

Bekanntmachung.

Betr.: BläschenauSschlag in Winnerod.

Bei einem Bullen und mehreren Kühen zu Winnerod ist BläschenauSschlag festgestellt worden.

Gießen, den 27. März 1906.

Großherzogliches Kreis amt Gießen.

I. V.: Hechler.