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28.11.1905 Erstes Blatt
 
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SndenszüW

Dienstag 28. November 1905

0»rfteS Blatt

Di, ßeuftflf Bummer umfaßt 8 Seiten

von

Tie Verwaltung wird in Zukunft aus-

die Kolonien

eines eigenen Beamten standeS für

Die ein­

sind bisher 5 Kolonial-Eleven einbemfcn worden.

auf der

von

Reichszuschuß auf 23 281 600 Mk.

155. Jahrgang

Polizeitruppe um 145 gierungsschule für die

Der Verwaltung riarien werden als angegliedert, da der

[dl Auftreten W

165 296 Mk.

Der Etat für Süd west-Afrika beziffert sich 111 735 300 Mk., ein Mehr von 23 394 600 Mk.,

inaligen Ausgaben anläßlich deS Ei n ge b oren e n - Au f - st an deS werden auf 1 2 3 8 860 M k. beziffert. Die farbige Schutztnippe soll durch eine weiße von 150 Mann ausschließ­lich der Chargen erhöht werden.

Kain erun erfordert einen Reichszuschuß von 2 252 095 Mark, ein Mehr von 871 846 Mk.

geübt werden durch neun Bezirksämter iind sieben Distrikts» ämtcr. Die eininaliaen Ausgaben anläßlich des Ausstandes be­laufen sich ailf 102 067 400 Mk., ein Mehr von 22 206 900 Mk., die Ausgaben infolge der Verstärkiing der Schutztruppe aus 92 888 000 Mk., ein Mebr von 15 288 000 Mk. Die Gesamt- starke ausschließlich der Reserve u. s. w. wird für 1906 auf durchschnittlich 14 500 Köpfe veranschlagt. 1905 haben be­reits Generalstabsoffiziere für das Etappenkommando Süd, technische Beamte u. a. gesandt werden muffen. Die Heran­ziehung diese? Personals, sowie der für die Schlagfertigkeit der Truppen unerläßlichen Ersatztransporte ist jedoch stets nach Maßgabe der durch die Abgänge zu erwartenden Er­sparnisse, bezw. al? Ersatz für Mehrabgänge, also im Rahmen des Etat?, erfolgt. Für die Aufrechterhaltung des Bahn­betriebes SwakovmundWindhuk, die sich noch in den Händen des Militärs besindet, sind 1 010 000 Ml. angesetzt, 4 Millionen werden als erste Rate für den Bahnbau Windhuk Rehoboth gefordert.

Kin Verheißungsvoller deutsch r Dichter.

Unter der klein-n Zahl der ernsthaft zu nehmenden "tnqrrfn deutschen Dichter, unter die wir auch den Hessen Mzamer zu zählen unS berechtigt glauben, trotz seines vor r p aar Jahren erfolgten AbirrenS von seinem ureigensten Miate, dem der erdwüchsiqen hessischen Novelle und allen- auch deS hessischen Roman?, ragt für den Kreis der eissindsamen Literaturbetrachter Paul Ernst hervor. Ernst ittim Sohn de? weltfernen HarzeS, ein Sohn des deutschen WdeS und seiner unvergleichlichen poesievollen Pracht. Als är Sproß einer frommen Bergmannsfamilie ward der zum A iternplativen, zum Versinnen neigende reich begabte zum Theol ogen bestimmt, und er hat sich denn erfi 6 Semester in Berlin fleißig dem Studium der GotteS- Wlsbrtheit gewidmet. Dann aber sattelte er, nach langem Vur>m Kampfe und Kämpfen mit dem Vaterhause, um und ie:rMe sich den StaatSwissenschasten zu. Schon nach Ver- btt| eines Semesters konnte er in der philosophischen Fakultät bm Berliner Universität zum Doktor promovieren. Und die MMchast, der er, durch Zufall anfangs und später mit Mccht, sich angeschloffen hatte, führte ihn zum sozial- iorin akratischen Journalismus. Er hat etwa ein Zadc lang in Berlin ein heute längst verschollenes sozialistisches Quaelblatt redigiert. Auch mit der Berliner sogen. Bohörne bot xr in Berührung, ward befreundet mit Arno Holz und ZsbamneS Schlaf, lernte Gerhart Hauptmann und andere giiml ch gleichalterige junge aufstrebende literarische Talente finnrn und geriet so, fast unversehens, in die neudeutsche Libatlirströmung. Denn er hat sich wohl immer mehr von Mdc reu, Energievolleren treiben und mitziehen lassen, als [Mr:geschoben*. Eine zufällige, sich bald sehr eng ge- Mtmide Bekanntschaft mit dem Güterdirektor eines böhmischen Mqmaten führte ihn zum eindringlichen Studium der yiobnmen Agrarpolitik, und er hat auf jenen böhmischen Bitrnm monatelang zugebracht. Früher schon war er an

Btudium Tolstois geraten, und dem hohen Geilte de? !Reformator, Propheten und Rückweiser zum Urchristen-

Kinder der Europäer vorgesehen.

der Karolinen, Valao, Ma-

4. Bezirk die Marschall-Inseln Vertrag mit der Ialuite-Gesellschaft

109 911 500 Mark, ein Mehr

wo er auch bei hochmögenden Stadtvätern Mitteldeutschlands anklopfte, freundlich ablehnenden Bescheid, trotz bester Em­pfehlungen des damaligen Nordhäuser, jetzigen Charlotten­burger Oberbürgermeisters SchustehruS. Damals haben wir in unermüdlich angeregten Gesprächen von Gott und aller Welt wohl Abend für Abend gemeinsam zugebracht. Dort schrieb er eifrig volkswirtschaftliche Aufsatze für Harden?Zukunft*. Vorher schon hatte er ein paar sozialwiffenschaftliche Arbeiten sowie eine kleine Schrift über Tolstoi publiziert.

Als er sah, daß alle seine Hoffnungen aus einen Stadt- herrschervosten vergeblich waren, wohl auch um seiner jüngsten sozialistischen Vergangenheit willen, kehrte er nach Berlin zurück. Er trat dort in den Kreis derer um Holz, der sich damals auf der Suche nach einer neuen Form der Lyrik be­fand. Auch Ernst veröffentlichte damals im wahren Sinne des Wortes ungereimte Gedichte L la Holz unter dem Titel Polymeter* sowie ein paar einaktige Dramen, die an krassem Naturalismus in jenen Jahren wohl unübertroffen dastanden. Heute hat Wedekind sie wesentlich überflügelt. Es folgten ein paar Nooellenbände, die schon einen erheblichen Aufstieg bedeuteten, sowie eine gar feine Uebertragung alt- italienischer Novellen.

Inzwischen hatte er sich mit einer Tochter de? alten Herrn v. Benda, deß bekannten konservativen Parlamentariers und Freundes Kaiser Wilhelms L, verheiratet und war so zu den behaglichsten materiet' SBerßdltniffen gekommen. Die

zum 31. März 1906 gekündigt ist. Wesentlich deshalb sind die fortdauernden Ausgaben auf 126 240 Mk. erhöht worden.

Der Etat für Kia utschon ist in Ausgaben und Ein­nahmen auf 14 398 000 Mk., ein Weniger von 898 000 Mk., beziffert; die eigenen Einnahmen sind auf 798 000 Mk., ein Mehr von 162 000 Mk., der Reichszuschutz auf 13 600 000, ein Weniger von 1 060 000 Mk. veranschlagt. Für Hafen­anlagen werden diesmal 3 410 000 Mk. gefordert.

seltsame Idee, einen deutschen Mittelstadt beim Magistrat in sinns in der Provinz köpfe, seinen zarten haltenden, sensitiven

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i Dil i 1 u.Exvcd ^Söl ; Bltf e für Deoeichen: tzizetger «ietzc«.

Periode des literarischen Bohemiens war längst für immer überwunden, geendet hatte die emsige und aufreibende Produktion von Schriften und Zeitung?- sowie Zeitschriften- Artikeln für den Tage?markt und den Tagesbedarf. Er war nach Weimar, dem hohen Musensitz, übergesiedelt, und dort hat er sich endlich auf sich selbst besonnen. Dort schuf er außer ein paar Dichter-Monographien (Homer, Sophokles, Konr. Ferd. Meyer, Ibsen), die ich nicht kenne, vor zwei Jahren seinen großen RomanDer schmale Weg zum Glück* (Deutsche VerlagSanstalt in Stuttgart), über den ich damals schon an dieser Stelle kurz gesprochen habe. Roman* ist ja wohl eine unrichtige Bezeichnung. Es ist eine eigene Art von in die Form lose mit einander verknüpfter Novellen gegoffener Autobiographie. An allen Ecken und Enden guckt hier der heimliche Tolstoi-Verehrer heraus. Es ist ein kluges und gutes Buch für stille Stunden der Einkehr. Ein Mensch von zartem Gemüt, von feinstem seelischem Empfinden, von tiefer Religiosität, von einer nach langen und harten Kämpfen mit sich selbst und dem wandelbaren Leben zu schöner innerlicher Beruhigung und Ausgeglichenheit gelangten edlen Weltauffassung spricht daraus zum herzlich sich er­quickenden geistig mit ihm schreitenden Leser.

Und mm hat der unlängst von Luise Dumont nach Düsseldorf zum Dramaturgen und HauSdichter des als Jmmermannisch bühnenreforniatorisch gedachten Neuen Schauspielhauses') berufene Dichter ein fünfaftige? Drama erscheinen lassen, daß für manchen ernsten deutschen Theater­freund eine große Hoffnung bedeutet. So widmete z. B. die mit scharfem Kunstverstand geleitete neue Berliner Wochen­schriftDie Schaubühne* der Ernst'schen TragödieDeme­trios* (Leipzia, im Jnseloerlag) einen geradezu begeisterten längeren Leitaufsatz. Gewiß war? eine Kühnheit, sich an einen Stoff heranzumachen, den Schiller und Hebbel zu meistern suchten, ohne zur Vollendung zu gelangen. Ernsts

') Er giebt dort auch eine BükmenzeitschrtstM a § f en* heraus, von der mir bisher nur zwei Nummern vorliegen. Die eine bringt eine recht individuell gefärbte geistreiche Kritik des dramatische« S-bafiens Oskar Wllde's von Paul Ernst.

Kekanntmachmig.

Atir.: Feldbereinigung in der Gemarkung Hungen; hier die Ausführung von Drainagen.

Auf erhobene Einwendungen hat die Vollzugskommission M Abänderung ihre? Beschlusses vom 20. Juni lf. I?. be- fflimni t, daß die durch Ausführung von Draivegen in den >rm XIV, XXI, III, XV, XIII, VIII. IX und in den Art)c.nnenunterm Tannenwäldchen*,der Pfarracker* und ,h'nt?rm Mühlberg* nach den früher off eh gelegten Projekten Wffbcfferten Grundstücke nur um soviel in der Bonität erhöbt üotrbf n sollen, als die auf die beteiligte Fläche tatsächlich «mvkndeten Kosten betragen, und daß durch die Verwertung M hiernach sich ergebenden LandabzugS die AuSführungS- loflm gedeckt werden sollen.

Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Aus- ^litfe? bis spätesten? zum 30. l. M. bei dem Unterzeichneten W'ch einzureichen.

Fried berg, den 17. November 1905.

Ter Großhei zoglicke stes''bereinig: ngskommissar',

S p a m e r. Kreisnmtmcmn.

tum sich berufen fühlenden russischen Weisen scheint er mir noch heute wie vor einem Dutzend Jahren innigst zu­getan.

Vor etwa 12 Jahren lernte ich ihn in Nordhausen kennen. ES war damals drauf und dran, auS dem Banne

Bbei*ichte i der Bank fih : wen.

NTov 1.15 Uhr, '«Lahmeyer. . t. Schuckert. . iler Bergwerk drehen Bergler- r?- Amerik. Paket er Bergwerk. . ritte.....

Lloyd .... dies. Eisen-Industi ir Handelsges. . tädter Bank . . he Bank . h-Asiet. Bank . ito-Kommandil . ler Bank ... aktien......

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d. "Eisenbah? . t.SXaatste. . -

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zu erlangen. Er volontierte banun Nordhausen, der Hochburg deS Frei- Sachsen. Mit seinem seinen ChristuS- Manieren, seiner ungemein zurück- Art erhielt er aber allenthalben,

der sozialdemokratischen Utopien sich loszulösen und hatte die Bürgermeisterposten in einer mittel»

Im Etat von Reu-Guinea wird die Verstärkung der Mann und die Errichtung einer Re»

Erhöhung der Gehälter der Offiziere und Militärbeamten infolge Beseitigung des Personalservices und für Gewährung nichtpenfionssähig^r S<rviszulagen, sowie Erhöhung des fBoffnnnasgeldzusckmsses für Leutnants 1478960 Mk.; 4. Verbesserung der Pensions- bezüge für Offiziere und Mannschaften mit rückwirkender Kraft cb 1.April 1905 13 589 874 Mk : 5. Mehr­ausgabe wegen Erhöhung der Vergütungen für Naturalnr- vslegnng 1 58.3 095 Mk: 6. ebenso des Natural-Luartier- Services 232 072 Mk.; 7. ebenso deS Wohnungsgeld- z u s ch n s s e s für UnterbeamteG 241842 Mk ; 8. Mehr- atisgabe infolg" Festlegtnr' "" r zweijährigen Dienstzeit und der Heeresverstärkung 8 790 954 Mk.; 9. Verstärk ung der Wehrkraft zur Sec 18 170 000 Mk., zusammen 151020 022 Mk.

Tie Denkschrift zum Hauptetat bemerkt: Die Matrikukarbeiträae zeigen eine Minderbelast­ung um rund 45,1 Millionen Mark, wozu aber zu be­merken ist, daß 1905 der Reichstag zur Beseitigung des geforderten Anleihezuschnsses die Matrikularb-i'röge um btc einmalige außerordentliche Dumme von 54,1 Millionen Mk erhöhte, demgegenüber die erhöhte Neb'rweisung von 9,3 Millionen Mark steht. Immerhin bleibt für 1906 trotz der neuen Steuereinnahmen eine hob- "Waffuua mit ungedeckten Malrikularbeiträgen. nämlich 23 6-"9 409 Mk.

Ter außerordentliche Etat balanziert mit 359 632 599 Mark. Tie Tenks. ei ft des Etats bemerkt: Der nach dem Gesäße vom 1. April 1905 bewilligte Scha^anweisungskredit von 350 Millionen Mark ist auf die bisherige Höhe von 275 Millionen Mark ermamgt worden. Einerseits ist kaum angenommen worden, daß ans den 1904 und 1905 ge­stundeten Matrikularbesträo^n durch die ZoNmehrmnnahmen wenigstens ein erheblicher Teil Deckung finden wird. An­dererseits wäre eine verringerte Inanspruchnahme des Schatzanweisungskredites zu erwarten von der Annahme des Gesetzes betreffend die Ordnung des Reichshanshaltes und die Tilgung der Reiebsschuld Osteichwohl empfiehlt sich für die Uebergangsteit die Festhaltung des Betrages von 275 Millionen" Mark. Tas neue Etatsgesetz verlängert auf 1906 die dem Reichskanzler erteilte Ermächtigung zur Stun­dung eines Teiles der für 1905 aufzubringenden Matri- fularbeiträge.

Der Etat der Schutzgebiete schließt mit 149 435 424 Mark (-{- 24 179 634 Mk.) ab. Davon entfallen auf Oft» afrifa 11 717 208 Mk. (4- 2 609 248 Mk.). Der ReichS- zuschuß beträgt 7 059 327 Mk. Der Etat enthält eine Reihe Forderungen für die Ausdehnung der Zivilverwaltung über das ganze Schutzgebiet Ostafrika, um die Organe der Schutz­truppe, die jetzt vorwiegend zu Verwaltungszwecken ver­wendet werden, für militärische Aufgaben frei zu machen. Vorgesehen ist die Schaffung dreier Residenturen und 8 Be­zirksämter mit 6 Nebenstellen. Tie politische Lage erfordert, von der farbigen Schutztruppe 2010 Köpfe dauernd zu be­halten. Entsprechend der Denkschrift über die Ausbildung

Für Togo ist auch diesmal ein Reichzuschuß unnötig. Die Einnahmen gegen das Vorjahr betragen ein Mehr

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Aus dem Keichsöausüallselal für 1906

TieNordd. Ma. Ztg " setzt die Mittellungen aus dem Ueicl>:chaushaltSetat für 1906 fort. Für die Erpedition emn dem dwestafr. Schutzgebiet werden im außer- vider 'liehen Etat 1031421 00 (mehr21 804 40 4Mk.) gefordert. Für die Expedition nach Teutsch- ksiafrika ist neu ein Ertraordinarium von 1 4 38 00 0 Mark ausgeworfen. Ter Etat der Reichsschuld flieht bei 6200 Mk. Einnahmen 1 27 55 5 500 M k. fort- Lauernde Ausgaben (mehr 1 3 945 550 Mk.) vor, dorunter mch die Verzinsung der neuen, 254 7 00 000 M k. be- ßtagen den Anleiheforderung fiir 1906 Tie ge- ftnntt Reichsschuld betrug am 1. Oktober 1905: an 3Vsprozen- Liom Schuldverschreibungen 1600 Millionen Mark, an Lpro^imtigen Schuldverschreibungen 1783^2 Millionen Mark, am 3>/2prözentigen Schatzanweisungen 160 Millionen Mark, gl,am men 3 5 4 31/? Millionen Mark.

Tie Erläuterungen zu dem KnpitelEinnahmen auf Trum d der neuen Steuergesetzentwürfe" be- fagm: Nachdem der Reichstag wiederholt Zuschußanleihen »baelehnt hat und auch im Vorjahre die Uebernafrme ordent- lHer Ausgaben auf das Ertraordinarium abgelehnt hat, Dar rin ZÜrückgreifen auf diese Finanzierungsarten ebenso Ms,? schlossen wie der Ausaleim des gesamten Mehrbedarfes dmäi Matrikularbeitrage. Taher war die Bilanzieraing des EtatsentwstrfeS nur durch die (bisher nicht übliche) Ein- ßtHmig geschätzter Einnahmen aus noch nicht ver- iMtii ebeten Gesetzentwürfen möglich. Die Summe von 156 Millionen Mark beruht auf folgenden Einnahmeschätzungen: mV öer Brausteuer 28 700 000 Mk, aus der Tabak- fituer 34 300 000 Mark, aus der Zigaretten- hfuer 5 000 000 Mark, aus der Stempelsteuer WO 000 Mk. und aus der E r b s ch a f t s st e u e r 16 000 000 Mise neuen Steuereinnahmen sollen in erster Linie folgende graben decken: 1. Begleichung der Unterbilanz des Reichs- Haishalts mit mindestens 90 Millionen Mark: 2. Ent- &tung des Reichsinva' densonds aus Grund eines bsorderen G^setzentwurses um 10 928 222 Mk.: 3 für die

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tzrkcr Aeutscher Städtetag.

(Unberechtigter Nachdruck verboten.)

H. F. Berlin, 27. Nov. 1905.

Im PlenarsitzungHsaale des dlbgeordnetenhauses trat heute der erste Deutsche Stödtetag zusammen. Es waren fast alle erröfjeren und mittleren Städte Deutschlands, auch Gie ßen durch Öberbgm. Mecum, vertreten.

Zu der strage der st-leischteuerung sind vom Vorstande folgende Leitsätze beantragt:

1. Es besteht zur Zeit in Deutschland eine ganz außer- gew7?hnliche Höhe der Fl'iichvreise, insbesondere der Schweine- fleiscbpreise, an deren alsbaldiger Beseitigung alle Kreise des Volkes, insbesondere die minderbemittelte Bevölkerung der Städte ein dringendes Interesse haben.

2. Die Ursache solaxr Teuerungen ist darin zu erblicken, daß die inländische Viehprodnktion dem starken Wachstum der Be­völkerung gegenüber nicht stetig imstmde ist, den. inländischen Bedarf an stleischnahrung zu decken, insbesondere nicht nach den erfahrungsgemäß sich :vicderholenden Mißernten in Futtermitteln. Die Beb^nvv'na daß d^r st^isch-mb-'vd-'l die Veranlaffunq für

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vezug4preis: mono l sich 7bP1., viertel­jährlich Alk. 2.20; durch Ahhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Alk. 2. viertel* jährt, ausfchl. Beslellg. Annahme von Anzeige« für die Tage^nummer bis vormittags 10 llht, Zeilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg.

Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Wittko- für Stadt und Land* und s®end)tsjaal*: Ernst Heb; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

Lktzener Anzeiger

General-Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt fiir den Kreis Gießen