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sich nach dem n°ch Schloß !>d Prinzessin der Groß. !6t und es ist !n Heinrich in ' Hochzeits- Her der Grotz. reisen roerten. Fürstin Sergius
Ausbeuten und Zu°
u. Schlnßknrse. 209.10 M.90 142.10 247.25 218.25
Handel und MrKehr. Dolkswirlschaft.
Berliner Börse vom 3. Mai 1905.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.)
Privat-Diskont 21/* Prozent.
Anfangs-
Ceft. Kredit. « • « 209.50
Deutsche Bank . . . 239.25
Darmstädter Bank • ♦ 142.00
Bochumer Guß ... 246.75
Harpener Bergbau . . 216.30
Tendenz: fester.
Erz-Kuxe.
Fernie. Anaebot —, Nachfrage 3450.
büßen, 1903: 225; 1904: 300.
Frankreich und Deutschland. Wir haben schon einmal darauf hingewiesen, daü der letzte Rückgang der 3 Proz. Reichsanleihe auch darauf zurückzufuhren war, daß der Pariser Platz bedeutende Posten 3proz. deutsche K'onsols, die im Januar gekauft wurden, wieder an den Markt gebracht hat. Jucan erblickte darin eine gewisse Revanche für Marokko. Auch sind französische Guthaben in nicht unerheblichem Umfang aus Teuttch- land zurückgezogen worden. Neuerdings ift dieses Zuruazrehen fortgesetzt worden und erst dieser Tage wurden Poften Gold von Berlin nach Paris exportiert. Einstweilen handelt es ftm noch um relativ geringere Beträge, doch wird in leitenden Krisen damit gerechnet, daß bei dem derzeitigen Stand der sranzöftschen Wechselkurse weitere Beträge nach Frankreich gehen werden.
Die Berliner Zigarettenfabrik Jofetti G. m. b. H. ist in den Besitz des amerikanischen Tabaktrusts übergegangen. Diese Meldung kommt um so überraschender, als die Fabrik Josetti alle kürzlich gebrachten Mitteilungen von dem Uebertritt der Fabrik zu dem amerikanischen Tabaktrust sehr energisch dementierte. Die Trustgesellschast soll noch mit emer zweiten großen Berliner Zigarettenfabrik wegen Ankaufs m Unter- handlimgen stehen. Die Tabakhändler-Vereinigungen werden sich bereits in ihren nächsten Sitzungen mit der neugeschaffenen Sachlage beschäftigen und es ist wahrscheinlich, daß der seiner Zeit über die Trustzigerrette ausgesprochene Vovkott auch aus die Berliner Filialen des Trusts übertragen werden wird.
Der Rheinisch-Westfälische Effektenmarkt. Das rege Kaufinteresse für schwere Kohlenwerte hielt heute an Konstantin der Große, Mont-Cenis, Dorstfeld, Graf Schwerin und König Ludwig konnten ihre Kurse um mehrere 100 Mark erhöhen bei lebhaften Umfätzeik. Auch Augusta Viktoria,, Johann Deimelsberg und Trier verkehrte zu gebesserten Prerien. «jit kleinen Werten dagegen war das Geschäft gering und bestand nur Nachfrage für Altendorf, Borussia, Dahlhauser Tiefbau, Frere Vogel und Unverhofft, Die Lippe und Kobold — Der Kalikur c n m a r k t verharrt in seiner ruhigen Haltung. Fast sämtliche Preise für schwere und mittlere Werte geben weiter nach. Auch kleine Werte niedriger erhältlich. — Auf dem E rzku x e n- markte sind die Kurse weiter rückgängig bei säst vollstandrger Geschäftsunlust. „
Markte.
(W Gießen, 4. Mai. (Bi-ehmarktb erickt.) Der Gestrige Ochsenmarkt war nur mit einigen Stücken befahren, so daß von einem Handel keine Rede fein konnte Der ^chweme- markt batte einen Vorrat von ca. 900 Stuck. Trotzdem die Käufer zahlreich gekommen waren, wollte sich bis zur Mitte des Marktes das Geschäft nicht recht entwickeln. Die sur die Tine verlangten Preise waren noch etwas höher als am letzten Markt, Mi denen die Verkäufer auch mit Zähigkeit fefthiclten. Erst als der Mittag näher rückte, wurde der Handel, besonders in Laufern, die stark begehrt waren, recht lebhash so daß diese Gattung, sehr bald geräumt war. Der Vorrat an Erkeln wurde Nicht geräumt. Gezahlt wurde pro Paar: Ferkel, 6—8 ^tota* f47?>— in_19 Mne-tztni alt 50—66 Mk-, 14—16 Wochen alt 72 oo .uci.,
leichte Svr-nger bis 5 Monate alt 100—110 Mk., ältere Tiere 120—140 Mk. Nächste Markttage 16. und 17. Mai; am zweiten T<t8<)( "'M u 3$rb rm”® e B b e r s, 3. Mai. Ein sehr lebbastei Kan^l findet zur Beit in ft arto k 1° l n statt Am verflossenen Samstag war die Nachfrage darnach m ^runberg so smrk, daK der Preis für den Doppelzentner aus 8 Mark und 8.50 Mark siea Erfabrunasaemäß ist dieser Preis stets um die Setzzeit a^höchsrtn,E0^Vogelsberg^ in jedem Frühjahr neue Saatkartoffeln zumeist aus der Wetterau bezieht. - . ,. .
ko. Frankfurt a. M., 4. Mai. (Teiegr. Ong.-Bericht de^ „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen ^lebmarkd preise. Zum Verkaufe standen: 44 Ochsen, 14 aus Oesterreich 1 Biillen, 00 aus Oesterreich, 63 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oester., 0 Kälber, 0 Schafe u. Sammel, 0 Schweine. Bezahlt wurde für IvoP,d.Schlachtgewicht: Ochien I Qual, at 7 ins 74 W, 2. Qual. 66-68 Mk., 3. Qual.
!. 63-65. 2. Qual. vÜ-00: Rübe 1. Qualität 68- 70 M.,
2 Qual. 60—62 Mk^ 3. Qual. 50—5® Mk., 4. Qual. 42—44 D!k., 6. QuaU 00-00 Mk. Kälber 1. Qual. 83-85 Psg- Lebendgewicht
befindet, soll später, nach Fertigstellung der Rcstaurationsarbeiten, im Schlosse eine günstigere Aufstellung erhalten. (M. A.)
Wien, 3. Mai. Der „Allg. Ztg." zufolge wurde die Aufführung von Felix Dörmanns Komödie „Zimmerherre n" und Hermann Stehrs Drama „Meta Kon egen" behördlich verboten.
* Kleine Tageschronik. In Forbach wurde ein Offiziersbursche von einer Rotte ji,nger Biwschen überfafien und erstochen. Die Täter sind verhaftet. — In Berlin ist der Schlächter Otto Schirrman n wegen versuchten Gattenmordes festgenommen worden. Er warf nach voraufgeganqenem Streit seine Frail in den Landwebrkanal. Die Frau wurde gerettet. — In D a n z i q ist die von ihrem Geliebten dem Kaufmannseleven Erich Benas, angefchofiene V i o l i n i ft i n O t i l i e Kohut, gestorben, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben. — Am Abend des 3. Mai überfuhr etn Eisenbahnzug auf der Strecke Prenzlau-Templin in der Nähe von Prenzlau ein Gefährt, wobei ein Mann getötet und zwei Personen schwer verletzt wiirden. — In K r e f e l d erfolgte in der dicm. Fabrik von Lenholf aus imbekannten Ursachen eine Damvikesselerplosion durch die zwei Arbeiter getötet wurden und ein anderer schwere Verletzungen erlitt. — In Leipzig wurde ein Raubanfall auf einen Herrn verübt, der sich mit einem Mädchen cinine Zeit nn Freien aufgehalten batte. Zwei Strolche, die jedenfalls mit dem Mädchen im Einverstä'ndniß bandelten, übersielen den Ataiin und raubten ihm unter Drobilngen seine beträchtliche Baarschaft. Darauf ergriffen die Beiden mit dem Mädchen die Flucht. — Der englische Dan.pfer Torrington aus Cardiff ist bei Calais in der Nacht mit dem spanischen Dampfer Uriarte aus Brlbao zu- s a m m e n g e st o ß e n. Der spanische Dampfer sank innerhalb einiger Minuten infolge eilies bei dem Zusammenstöße erhaltenen großen Lecks. Ter Torrington setzte sofort mehrere Rettungsboote aus, doch gelang es ihm nur 5 Manii zii retten. Ter Dampfer kreuzte während eines Teiles der Nacht an dem Ort der Katastrophe, um eventuelle Ueberlcbende zu reiten, aber ohne Erfolg. Ter gesunlene Dampfer hatte eine große Ladung Mineralien an Bord. Auch einige weitere Cchiffsuniälle werde,' infolge heftigen Sturmes int Kanal gemeldet. — Kaiser Franz Josef I. hat der bekannten Pianoforte-Fabrik Rudolf Ibach Sohn, in Barmen, den Titel eines Hof-Pianoforle-Fabrikanten verliehen. — Ter in Burtscheid bei Aachen wohnende Weber Reiber, der seit Monaten an einem schweren Nierelileiden erkrankt ist, wurde plötzlich irrsinnig. Er wars sich auf feine im Bette schlafende Frau und brachte ihr mit einem Messer sechs gefährliche Stiche bei. Tie Frau fluchtete ms Parterre, wo sie durch die Aerzte verbunden und ins Hospital gebracht wurde. Nachdem die Frau geflohen, schloß Reiher die Zimmerlür zu und wollte mm seine sechs K i n d er ermorden. Auf deren Geschrei traten die Nachbarn die Tür ein. Darauf sprang Reiher aus deut Fenster. Er wtwde lebensgefährlich verletzt und in die Irrenanstalt gebracht. — Der Räuber Paul Schultze aus Köpenik bei Berlin, der am 13. v. M. die 69 jährige Wittwe Krüger in der Gastwirtschaft ihres Sohnes in Berlin übersiel und zu berauben versuchte, wurde von der Kriminalpolizei in Rummelsburg festgenommen.
49—51 Pfg., 2. Qualität 77—82 Psg., Lebendgewicht 46— 48 Pfg., Schlachtgew. 60—60Pfg.; Schafe: 1. Qual. 72—75 Psg., 2. Quäl. 66—70 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend.
Limburg«, d. L.» 3. Mai. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 15.30 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn Mk. 10.00, Gerste 00.00 Mk., Hafer 7.85 Mk., Saathafer 8.00 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.
Eingesandt.
sFür den Inhalt her unter bicier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redakt'--' d"m N'.blikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 4. Mai.
Als ein groß«w Mißstand muß es bezeichnet werden, daß vor den Häusern Neustadt Nr. 16 und 18 ein erhöhter Fußsteig nicht hergestellt worden ist. Wenn^auch an dieser Stelle der Straßenkörper sehr schmal ist, so hätte man doch mit Rücksicht auf die den Passanten erwachsende Gefahr zur Herstellung eines erhöhten Fußsteigs schreiten sollen. Ist es doch schon virgekornmen, daß vor dem Hanse Nr.^ 14 Kinder von einem aus d'r unteren Neustedt fomm'n^n Radsa'wer überfahren worden wären, wenn dieser nicht zufällig im langsamsten Tempo geradelt wäre. Ganz dasselbe kann aber täglich jedem Erwachsenen passieren, denn unter den Radfahrern gibt es auch blche, die recht unbesonnen darauf lossahren. Nachdem die vorhandene Gosse infolge der Kanalisation als überslüflig sich erweisen dürfte, könnte ohne irgend welche Schwierigkeit e^'n Fnß- tcig hergestellt werden. Denn bis zum Eintritt des.Zcitmm^s, an welchem die genannten b-^iden Häuser einmal nipdergeriisen und an ihrer Stelle unter Innehaltung des Fluchtlinienplans nämlirh, Neubauten aufgeführt worden sind, bis dahin hat's noch gute Wege._______________________________ d.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voranssicktliche Witterung in Hessen für Freitag, den 5. Mai 1905: Trüb und mehrfach Regen; nach milderer Nacht am Tage Temperatur nicht verändert.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Familien-Nachrichtelr.
Gestorben. Herr Johann Krug, Ockstadt. — Herr Joseph Rumpf, Fr:edbereu__________________
Vöck kllMt MrrM iicr gobrsfällr io der ?!adt Kirtzeri
7. Woche» Vom 12. bis 18. Februar 1905.
Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 linkt. 1600 Mann Militär Sterblichkeitsziffer: 13,00
nach Abzug von 4 Ortsfremden: 7,42 7 r.
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr
Tuberklllose der
Lungen 2 2
Krebs 2(2) 2(2) - —
Schlaqfluß 1 J “
Emphpfem 1 (1) 1 (1) —
Altersschwach e_______1 1_________~_________
Summe 7 :3) 1 (3) — — ,
Anm.: Tie m Klammern gefetzten Zissem geben an, wie vwl der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gteßen gebrachte Kranke kommen.
Krigmal-Dral-tmetdungen.
Hannover, 1. Mai. Die bier zusammenaokommenen Vertreter der nicht Farben traionden katholischen VVerbindungeu Deutschlands sprachen sich ein- timmig fürunbeugsameDurchsührung des Kam- ifes mit bedingungsloser Zulassung und Anerkennung der konscssionelten katholischen Verbindungen auf allen Hochschulen des Reiches aus.
Parisi 4 Mai. Ter Herzog von Orleans feiTt? einem Berichterstatter mit, daß er reine^weaL em^ Norbpolsabrt, ’onbem lediglich eine oz^nooravlüsche Studtenreise in der Gegend zwischen der Insel lauft Mayen und Grönland zu unttr- nehmen gedenke. Frankreich hat in der internationalen Kommililou ur das Studium der Polare keinen Vertreter. Er halte es deshalb für feine patriotische Psliebt, diese Reise auszuführen.,
Paris, 4. Mai. Gestern abend verlautete, Präsident Loubet habe, bevor er gestern abend Paris verließ, um sich nach Montelimar zu begeben, mit König Eduard eine Unterredung gehabt, welche die Eventualität einer Fri e d ens- vermittelung zwischen Rußland und Japan zum Gegenstände gehabt hätte. Man spricht, so heißt es, von Bedingungen, welche Frankreich und England nach reiflicher Beratung den beiden Kriegführenden aufnötigen wollen.
Paris, 4. Mai. Der „Ganlois" veröffentlicht als Antwort auf das Berliner offiziöse Dementi von einem Interview seines Korrespondenten mit dem Grafen Bülow eine Drahtantwort seines Berliner Mitarbeiters, welche lautet: Graf Bulow kann erklären laffen, daß er keinen fremden Journalisten empfangen bat, aber er kann nicht ableugnen, daß er Herrn Nicket empfangen hat, mit dem er eine Aussprache über die Marokko-Frage hatte, welche ich nach Paris übermittelt habe.
Petersburg, 4. Mai. Die „Nowafe Wremia" ver- öffentlicht ein Telegramm ihres Kriegskorrefpondenten in Gunt- schulin, worin mitgeteilt wird, daß in der ruffischen Armee und in Wladiwostok das Gerücht zirkuliere, es sei Roschd- jeSwensky gelungen, unter Verlust von acht Schissen die japanischen Linien zu durchbrechen, und er befinde sich nunmehr auf dem Wege nach Wladiwostok. Das Blatt fügt hinzu, daß diesem Gerücht wenig Glauben beizumeffen sei.
Warschau, 4. Mai. Während des Gottesdienstes in der Kreuzkirche zu» Lodz fang und betete eine zahlreiche Volksmenge vor dem Gotteshause, Kosaken drangen mit Gewalt auf die Menge ein und zerstreuten sie. Aus der Menge soll jemand auf die Kosaken einen Revolverschuß abgefeuert haben, worauf diese mit mehreren Schüssen erwiderten. Es wurden 7 Manner tödlich verletzt. Die Kugeln schlugen ms Innere der Kirche bis am Offtar ein und trafen die andächtige Menge. Panik ergriff d"s Publikum und schreckliche Szenen spielten sich in der Kircke ab. Biele Personen wurden verletzt. . Svat abends wurde ein Poltzei- agent durch die Menge massakriert. . . , ,
Chicago, 3. M"l. (Reuter.) 5>ier wiederholten sich beute die gewalttätigen Szenen bei dem Ausstande der Fuhrleute. Es trugen sich einige ernste Strasienkrawcrlle zu. In mehreren Fällen kamen Kämpfe zwischen Unionisten und Streikbrechern vor und verursachten Paniken in den belebten Straßen. Die schwarzen Kutscher schossen in einigen Fällen auf die Volksmenge, die die Waaenzüge in den Straßen angriff. Die Bureaugebäude haben Mangel an Kohlen und leiden an anderer Zufuhr. Tausende Tonnen Nahrungsmittel verderben auf den Bahnhöfen Wie verlautet, begab sich ein Mitglied des Verbandes der Arbeitgeber mit dem Ersuchen zum Gouverneur, zum Schutze der Angestellten Miliz zu beordern. Die Polizeibehörde gibt an, bisher seien drei Leute getötet und über hundert verwundet worden.
LircktiHe 'NartzrilKlen. Lsraelitifche Rcligionsgesellschaft.
chotte.«;dlenü.
Sabbat h feier am 6. Mai 1905. Freitag abend 7.26. Samstag vormittag 8.00, Predigt. Nachmittags 4.00. Sabbathausgang 8.40. — Wochengottesdienst: morgens 6.30, abends 8.40 Uhr.
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