übermittelt worden sind.
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unbekannter Ursache
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vom ,—15. Jahr
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wollen.
Plauen i. V., 1. Febr. Rechtsanwalt Tr. Kirbach, ein Teilnehmer am 'Dresdener Märzaufstand und nachmaliger sächsischer freisinniger Landtagsabgeordneter, ist gestern hier im Alter von fast 81 Jahren gestorben.
Stuttgart, 1. Febr.- Tas Ministerium des Innern hat eine Verfügung herausgegeben, in welcher den Zigeunern das Zusammenreisen in Horden verboten wird. . .
wird sich am 6. Februar wieder an Bord seines Flaggschiffes begeben. Welche Pläne er zunächst verfolgen wird, ist nicht
Es starben an:
(tzebirnschlagfluß Leberentzündung Selbstmord Totschlag
Südwestafrika.
Ein Telegramm aus Rotterdam vom 1. Febr. meldet: Der am 30. Februar aus Hamburg mit Verstärkungs- transporten nach Sndwestafrika abgegangene Dampfer „Belgrano^ hat heute um 11 Uhr früh Rotterdam angelaufen, nachdem er gestern bei hartem Sturm und ungewöhnlich schwerem Seegang die Ruder kette gebrochen hatte. Der Versuchsfloß und einige Deckgüter gingen über Bord. Die Dampfbarkasse ist zerschlagen. Von der Schiffmannschaft wurden einzelne leicht verletzt. Beim Transport ist^ alles gesund. Die Wetterreife von Rotterdam erfolgt voraussrchlich am 6. Februar.
Rach einem Telegramm aus Windhuk werden seit dem 13. Januar bei Ontjutu vermißt: Die Retter Sieberte und Makosch, geboren 24. August 1881 in Lichiner, früher Jnf.- Regt. 51.
Autor der „Anna von Hessen", Prof. Birt aus Marburg,' wird der Aufführung beiwohnen.
Q Marburg, 1.Febr. Die Kreisbahn Marburg Süd—Dreihausen, welche den fruchtbaren und an sonstigen Schätzen reichen sogen. Ebtzdorfer Grund erschließen soll, ist nun ihrer Vollendung nahe. Wann sie jedoch dem Betrieb übergeben werden kann, ist noch nicht bestimmt. Die zuletzt bei Dreihausen beschäftigt gewesenen zahlreichen Kroaten sindj anfangs dieser Woche nach Westfalen abgereist, lieber die? Weiterführung der Bahn, ob nach Nordeck—Londorf, Muck« oder Mündung Ohmtal-Bahn, ist mein noch nicht einig.
Kl einte Mitteilungen aus Hessen und dem Nachbarstaaten. In Frankfurt a. M. erschoß sich der 68 jährige Privatier Karl Hartmann aus Gram über den hoffnungslosen Zustand seiner schwerkranken Frau.
Leer und Itotte.
Löckmühl (Württemberg), 1. Febr. Der frühere kommandierende General des württembergischen Armee-Korps, General von Alvensleben ist heute Mittag ans seiner Best tzung Gützenburg gestorben.
1. Lebensjahr
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* Ein mysteriöses Attentat. Aus München, meldet man: Vor der Vorstellung von Karl Hauptmanns „Bergschmiede" fand die Darstellerin der jugendlichen Haupts rolle, Fräulein Reubkc, auf ihrem Toilettentisch eine Bonbonniere mit einem Brief aus rosa Papier, in dem einl Verehrer die Dame ersuchte, das Kästchen noch vor der Vor», tellung zu öffnen. Fräulein Reubke öffnete den Kasten aber/ erst vor dem letzten Akte: eine Natter (nach anbererj Version eine Blindschleiche) schnellte ihr aus der Bonbonniere^ entgegen. Die Künstlerin stürzte laut schreiend zu Boden,, spielte aber die Vorstellung zu Ende. — Ob der Anschlag: gegen die Künstlerin oder gegen den Autor der „Berg-j schmiede" gerichtet war, ist noch nicht ermittelt; man ver-> mutet, daß eine neidische Kollegin die Hand im Spiele habe.
• Der russische Kronprinz. Einer der Aerzte, die in ständiger Berührung mit dem Hofe des Zaren stehen, hat sich neuerdings über den jungen Zarewitsch geäußert, dessey Gesundheitszustand er als außerordentlich günstig bezeichnet, Der kleine Alexis ist nicht nur ein sehr gesundes und kräftiges^ sondern auch ein hübsches Kind, das ganz die Augen seiner Mutter, der Zarin, besitzt. Die Kaiserin pflegt ihren Sohn so viel rote möglich selbst und überläßt ihn der Pflegerin im wesentlichen nur in der Nacht. Der Prinz ist seit seiner Geburt noch niemals krank gewesen; er entwickelt sich prächtig und vermag sich bereits allein aufzusetzen. Das Leben der Zarenfamilie in Zarskoje Sselo verläuft in gleichmäßiger Ruhe. Der Kaiser unternimmt täglich im Park des Schlosses größere Spaziergänge mit seinem Adjutanten oder mit der Kaiserin in Begleitung der kleinen Prinzessinnen. Dio Zarin soll, als eine Dame sich nach dem Befinden des kleinen Prinzen erkundigte, geantwortet haben, er sei das reizendste und gesündeste Baby in ganz Rußland.
* Paris, 1. Febr. Ein Schnellzug von Paris nach Bordeatw überfuhr in der Nähe von Etampes fünf Arbeiter, die auf der Strecke beschäftigt waren. Zwei derselben wurden getötet und drei schwer verletzt.
bekannt.
Auch der österreichische Dampfer „Siam" mit Cardiff-Kohlen nach Wladiwostok unterwegs wurde von den Japanern bei Hokkaido beschlagnahmt.
Die Hnllkommissiou.
Paris, 1. Febr. In der Vormittagssitzung verlasen Ellis und Schramschenko ihre gestrigen Aussagen. Der Leutnant Wallrond wird vorgerufen, seine Aussagen zu machen. Nekljudow erklärt, er werde sich nicht an dem Verhör beiteiligcn, weil nach seiner Ansicht der Vorfall mit der „Kamtschatka" in keinem Zusammenhang mit der Hullaffäre stehe. Pickford befragt Wallrond über den von der „Kamtschatka" gesteuerten Kurs und über die Depeschen, die von dem Admiralschiff
Zusammen: Erwachsene: im
Mission des Kabinetts wurde vom Kaiser anaewonr* men. Graf Andrassy erhielt darttuf eine Beruftrng Mun Kaiser.
Wien, 1. Febr. Das Abgeordnetenhiaus nahnt die NotstanidsvorlaHein allen Lesungen nach« dem 'Antrag, des Ausschusses an.
Budapest, 1. Febr. Im Wahlbezirk: Bihrr wurden die Anhänger «d»es Regi erun g s kau d id aten, der Svar- kassen-Direktor Schwarz und ein gewisser Harvoy, im Kasino beim Kartenspiel durch Oppositionsmänner durch Revolverschüsse lebensgefährlich verletzt.
Bukarest, 1. Febr. Ter Handelsvertrag mit Deutschland ist heute amtlich veröffentlicht wurden Ter Vertrag wird dem Parlament sofort Lei oer Eröfs- nungssession zugehen.
Aer Krieg.
Neber die Schlacht bei Sandepu liegen heute folgende Nachrichten vor:
Generalad-jut'ant Kuropatkin meldet unter dem 30. Jan.: Heute wurde Sandepu durch das Feuer unserer Artillerie in Brand geschossen. Gegen abend gmgen die Japaner zur Offensive über und griffen von 10 upr bis Mitternacht viermal an, aber alle Angriffe wurden durch unser Feuer abgeschlagen; erst als um 2 Uhr morgens der Befehl kam, das Torf zu räumen, fi Ngen unsere Truppen a n, s i ch z u r ü ck z u z i e h e n. Unsere Artillerie beschoß Sandepu mit Erfolg. Auf unseren: linken Flügel griffen die Japaner gestern um 3 Uhr morgens unsere Vorposten in den Tefiles an'wobei wir die Anwesenheit von zehn iapanischen Komvagmen feststellten. Unsere Vorposten zogen sich zurück. Nachdem sie aber Verstärkungen erhalten hatten, besetzten sie wiederdre ^e- s i l e s. 39 Japaner wurden getötet, acht Verwundete gefangen genommen. Außerdem wurden Waffen und Munition erbeutet. Unsere Verluste betrugen 15 Tote und 34 Verwundete — Ein weiteres Telegramm Kuropatkins vom 21. Januar meldet: Um 5 Uhr morams griffen einige japanische Bataillone aus Sandepu chas Dorf Baitaftse an. Unsere Truppen schlugen den Feind zurück. Unsere Verluste sind drei Soldaten tot, zwei Unteroffiziere verwundet. Während des Tages beschoß unsere Artillerie mehrere japanische Abteilungen südöstlich von Sandepu. Unser linker Flügel steht in den Bergen. Nachts herrscht eene
Auszug aus btn Kirchrubiichkrn der Stahl Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Markusg emeinde. 10. Jan.: Nikolaus Stamm, Dienst-' knecht zu Gießen, und Marie Happel Tochter des verstorbenen! Pflasterers Heinrich 'Happel VH. zu Dreihausen; 14. Jan.: Wilhelm Klein, Küfer zu Gießen, und Hedwig Thekla Löhmer, Tochter des Landwitts Christian Friedrich Löhmer zu Lautra, Regierungsbezirk Apolda. — Lukasgemeinde. 19. Jan.: Wilhelm Bopf, Kaufmann zu Gießen, und Margarete Hardt, Tochter des Dienstmcmnes Heinrich Hardt zu Gießen. —
Getaufte.
M atthäus ge mernde. 8. Jan.: dem Zuschneider Hem-^ rich Euler eine Tochter, Marie Wilhelmine Dorothea, geb. ben' 21. Nov.; dem Kaufmann Heinrich Heyne eine Tochter, Sophia Elisabeth, geb. den 7. Sept.; dem Staatsanwaltschaftsgehilfen Frantz Albrecht Hettel ein Sohn, Karl Albrecht, geb. den 18. Dez. 11. Jan.: dem Witt Edmund Wild ein Sohn, Wilhelm, geb^ derü 24. Nov. 12. Jan.: dem Kaufmann Louis Walther ein Sohn, geb. den 17. September. 15. Jan.: dem Taglöhner Heinrich Launsbach ein Sohn, Hans Heinrich, geb. den 26. Nov. —- Markus gemeinde. 8. Jan.: dem Verwalter Wilhelm BingÄ ein Sohn, Cutt Heinrich, geb. den 19. Nov.; dem Kaufmann Jakob Hengst eine Tochter, Johanna Frieda, geb. den 21. Nov.! 12. Jan.: dem Witt Karl Vogt ein Sohn, Hermann Karl geb. den 25. Nov. 14. Jan.: dem Lokomotivheizer Adolf Braust eine Tochter, Else, geb. ben' 30. Nov. 15. Jan.: dem Kauf-, malm Karl Horn ein Sohn, Karl Emil Otto Wilhelm, geb. dest 14. Nov.: dem Schlosser Heinrich Günther eine Tochter, Mari« Wilhelmine, geb. den 11. Dez. — Lukasgemeinde. 15. Jan. dem Kaufmann Ernst Schmidt ein Sohn, Wilhelm Heinrich, geb: den 25. Oktober: dem Bahnarbeiter Otto Wittkopp ein Sohn, Rudolf Walter, geb. den 27. Dez.: dem Schmied Johannes Schwandt eine Tochter, Erna Maria, geb. den 25. Dez.; dem Schmied Karl Hofmann ein Sohn, Karl, geb. den 30. Dez.: dem Kaufmann Wilhelm Fischer eine Tochter, Elisabeth Sw'annst Katha Herta, geb. den 5. Dez. — JohaNnesgemein bej 26. Jan.: dem Taglöhner Heinrich Lock eine Tochter, Frieda, geb. den 26. Äug. — Militärgemeinde. 22. Jan.: dem Feldwebel Christian Junker eine Tochter, Lina, geb. 18. Dez.
Beerdigte.
M a t t h ä u § g e m e i n d e. 12. Jan.: Luise Klee geb. Ockel, Witwe des Kaufmanns Willtzstm Klee. 69 Jahre alt, starb den 9. Jan.; Ernst Heinrich Peppler, Sohn des Wirts Hernrich Pepvler. i/2 Jahr alt, starb den 10. Jan. 19. Jan.: Johannes Diehl, Taglöhner, verheiratet, 34 Jahre alt, starb den 17. Jan^ 23 Jan.: Luise Drescher, geb. Benner, Witwe des Schuhmachers Gottlieb Benner, 53 Jahre alt starb den 20. Jan. 25. Jan: Elisabtthe Großhaus. Ehefrau des Fuhrmanns Heinrich GroA Haus, 33 Jahre alt, starb den 23. Jan. — M a r k u s g e m e in de. 11 Jan.: Margarete Kauß, Witwe, 79 Jahre alt, starb den 9 Jan 15 Jan : Karl Drechsler, Militärinvalide, verheiratet, 30 Jahre alt, starb den 11. Jan. — Lukasgemeinde. 21 Jan.: Johanna Fettsch, Ehefrau des Psarrers a. D. Ferdinand Fertsch, 60 Jahre .a-It, st-arb den 19. Jan. 26 Jan.: Mickiael Herbett, Vrivatnrann, 69 ^zahre alt, starb den 2o. Jaist — Johannes gemeinde. 25. Jan.: Christian Rosenbergs Spenglermeister. 61 Jahre alt, starb den 22. Jan^^E— IDödjfütlidit llrbrrfidit 6er Todesfälle in der Stadt Kietze» 53. Woche. Vom 25. Dez. bis 31. Dez. 1904.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 11,34
nach Abzug von 5 Ortsfremden: 17,56°/co.
Kinder
Alic« Stadt uuii Limd.
Gießen, den 2. Februar 1905.
*• Die Festoorstellung im Stadttheater am ftreitaa beginnt ausnahmsweise nicht um 8 Uhr, sondern um 7V Uhr pünktlich. GZ fei hierauf nochmals hmgermesen, damit kein- Störung durch Zuspätkommen ftattfindct. Der
Ausland.
London 1. Febr. Einem Pekinger Telegramm zufolge hat die' chinesische Regierung vom Gouverneur von Taschkend darüber Information erM-ben, daß 1000
russische Soldaten die Stadt besetzt haben. In amtlichen englischen Kreisen hat dre Besetzung ^aichkends, der fi^uttftabt Turkestan?, große? Aussehen hervorgerufen.
B e r n, 1. Febr. D-ic weifte« Schweizer Matter sprechen firf) über den Handelsvertrag mit Deutschland
Febr. Ministerpräsident Tisza wurde vom Kaiser ttt einf&ibiger Audienz empfangen. Dre De-
Cunün^'M------1.(1) . ,
An in.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wre mcC der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von amSroarte nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
chen feiert Doch seien infolge Einwirkung des B^irksVorstehers re Swakopnnmd diese Differenzen ausgeglichen und die Frage $u allseitiger Befriedigung gelöst worden. Unrichtig sei es, daß bei dem Hafenbau nicht mit der nötigen Vorsicht vorgegangen sei, die Pläne seien erst in Angriff genommen, nachdem sie in Bettin geprüft seien. Mtt der Versandungsgefahr hätte man immer gerechnet. Die Kostenvorcmschläge seien auf Grund der Gutachten der Sachverständigen an Ort und Stelle ansgeftel'll, eine genaue Angabe, was die ganze Anlage kosten werde, könne noch nicht gemacht werden, da Wafferbauten zu den schwierigsten Arbeiten gehörten, die es gäbe. Die Anregung des Äbg. Lattmann würde die Verwaltung in Erwägung ziehen, doch müßte die Verwaltung immer auf dem Boden des Rechts bleiben.
Abg. Storz (südd. Volksp.) weist hin auf die konstante Versandungsgefahr in Swakopmund. Es sei ernstlich zu prüfen, ob Nicht eine andere Stelle für eine Hafenanlage zu wählen sei.
Weiter beteiligten sich an der Debatte Kolonialdirektor Stübel und Abg. Böhlendorf, worauf der Anttag von Böhlendorf abgelehnt und die Position in der von der Kommission beschlösse nen Höhe bewilligt wird. Dagegen stimmten die Sozialdemokraten, Freisinnige und süddeutsche Volkspattei. Eine iveiterc Debatte entsteht bei dem Nachtragsetat nicht mehr.
Es folgt sodann die zweite Lesung des Etats Tur frie Expedition in das südwe st afrikanische Schutzgebiet pro 1905. Hier hat die Kommission aN dem Zuschuß zur Bestreitung der Ausgaben zur Niederwerfung des Aufstandes 200 000 M k. ab gestrichen. Ferner sind an den Ausgaben der Marineverwalttrng 1460 000 Mk gestrichen worden. Ohne jede Debatte tritt das Hans den Beschlüssen der K o m - missionbei.
Es folgt der Etat des R ei chs am ts, des Innern. Zur Verhandlung werden lediglich die Resolutionen gestellt, dre sich auf die Verhältnisse der Bergarbeiter beziehen. Es ist. dies' 1. die Resolution des Frhrn. v. Heyl (natl.h der die arbeiterstatistische Kommission mit der Untersuchung über die Ver- hältnffse des deuftchen Bergbaues betrauen will-zum ^Zweck her Beratung etwaiger reichsgesetzlicher Maßnahmen; 2. die sozml- demokratische Resolution Auer mit der Forderung einer N o - volle zur Gewerbeordnung, in der 7 Punkte geregelt
werden sollen. „ ... „ .
Abg. S a ch s e (Soz.) geht, zunächst hie wzicrldemorratnche Resolution befürwortend, auf die Situation im Streikrevier ein. Tie Erwartung, die man den Bergarbeitern ausgesprochen habe, es I würde jetzt mit Rücksicht auf die für Preußen angekündigte Berg-1 gesetzvorlage die Arbeit wieder aufgenvmmen', sei unberechtigt. Tas angekündigte Berggesetz bleibe weit h'nter den F^rd.'rungen I des sozialdemokratischen Antrages zurück. So sei nicht einmal! ein Maximalarbeitstag an sich verheißen, sondern nur ein sanitärer Arbeitstag. Redner geht dann auf die Details des wzraldemo-1 kratischen Anttages ein, speziell aus die Frage der^Ueberschichten, I des Wagennullens, der Lohnzahlungsweise, der Abzüge für Geleuchte und Schießmaterial, ©trafen usw. Dem Ausstande werde um so eher ein Ende gemacht, je schneller man sich entschließe, die in dem sozialdemokratischen Anträge ausgedrückten Forderungen der Bergarbeiter zu erfüllen. Redner gedenkt auch des, Streiks auf der siskalischvn Grube Königin Luye und stellt weiter fest, daß auf her westfälischen Zeche Herkules die Untersuchung unter Leittmg des Oberberg Hauptmannes einen Verlaus nahm, der den | Arbeitern eine weitere Teilnahme fast unmöglich machte. |
Abg. Semler (natl.), für her. Anttag v. Heyl einttetend, - erklärt allein dessen Annahme für möglich. Im Hintergründe des Ausstandes liege eine Machtfrage, eine von den Sozialdemokraten bettiebene politische Agitation. Um fo eher ici es nötig, fick Zeit zu lassen zu einer gründlichen Untersuchung und Beratung. Das bisherige Verhalten der preußffchen Regierung halte er für korrekt. Besser sei es, wenn durch ein anderes Verhalten her Zechenbesitzer und der Arbeiter das Notgesetz entbehrlich und der Friede schnell wiederhergestellt werde., . .
Staatssekretär Graf Posadowsky fühtt aus, es leien vom Abg. Sachse schwere Angriffe gegen die Untersuchungskommiffion gerichtet worden. Ter preußische Handelsminister werde die Sawe untersuchen und wenn jene Angriffe berechtigt sind, Remedur schaffen. Anzuerkennen sei, daß die Streikenden cm ruhiges Verhalten gegen die Arbeitswilligen betätigen. Mes was über Ausschreitungen gegen Arbeitswillige geschriebeii wurde, sei entweder nicht wahr oder mindestens übertrieben. (Beifall, links)) ueber das geplante Berggesetz denke er anders als der Vorredner. Eme jede Regierung wiffe, daß der Staat die oberste Stelle alles Rechtes ist. Trshalb werde die preußische Regierung alles tun, nm das Berggesetz so schnell wie möglich an den Landtag zu bringen. Andererseits sei die preußische Regierung der Ansicht, daß für das Berggesetz das Reich nicht zuständig sei und daß es daher auch besser ist, nicht von hier aus die Aktion in Preußen zu stören. Für ent Reichsberggesetz würde die preußische Regierung jedenfalls im Bundesrat nicht stimmen. .
Freitag 1 Uhr Fortsetzung, dann Interpellation Tnmborn wegen des Zehnstundentages.
Schluß 6*Zt Uhr.______________
A -----'
Deutsches Reich.
Kälte von 25 Grad .
Em Bericht des Marschalls Oyama vom 31. Januar besagt, daß die Russen das Zentrum und seinen rechten Flügel am Montag b o m ba r di er t en und Herne Jrnanterie- abteilungen vorschickten, um hie japanischen Vorposten Eu- areifen. welche sie jedoch ziitticktrieben, ferner daß am gleichen Tage schweres russisches Geschütz Piyentai unh Chenchtepao (auch Sandepu genannt) heftig beschoß. Dienstag bombardierten sie Chenchievao, Lapatai und Litajentan; zwei Kompagnien Infanterie griffen südlich von Peitaizu vorgehend Chenchiepao an, wurden aber von den Japanern zurückgeworsen Montag griffen zwei Kompagnien russischer Infanterie ohne Ettolg Batzupao, zwei Meilen nordweUich von Chenchtepao, an; zwei Bataillone russischer Infanterie, sowie ein Regiment Kavallerie griffen ohne Erfolg Tutaitzu an. Von Gefangenen wurde berichtet, daß General Mischtschenko v er w u n he t Jen Opama charakterisiert den von Mischtschenko auf den lapanychen Flügel ausgeführten Angriff als tapfer.
.E । Die rilssische Offensive kann somit nicht ganz als ge-
Berlin, 1. Febr. Ter frühere -imerikamsche Bot- Eitert cingesehen werden. Ihr Ausgang ist zurzeit nicht zu schaster m Berlin, Andrew D. Whrte veroj,-ntlrcht Ber- Trotzdem hat der Mikado einen Tagesbefehl an
deut i&enTSe MlhelmI? I d.e Armee des Marschalls Oyama erlasien, indem erden
sich eines Tages au,chgegenüber dem Botschafter White über ITruppen Dank ausspricht für den errungenen Sieg seine Reise ausgesprochen. Der Kaiser äußerte: über eine überlegene Streitmacht m der letzten
„Manche Leute machen mir einen 25 or tour f dcrraus, I Schlacht. In seiner Errolderting erklärte Oyama, dte Truppen
daß ich so viel reise; aber das ist ein. Teil hatten sowohl bei Tag roie bei Nacht und bei hefttger Kalte
m e i n e s A m t e s. Ich suche mein Reich und mein Volk verzweifelt gekämpft.
kennen zu lernen; zu sehen, was nottut und was ge- ^us Tokio wird depeschiert, Kuropatkins Flattken- schieht. Ebenso ist es meine Pflicht, Menschen und Länder I 0 e r a t i o n habe mit einem völligen Fehlschlag abge- außerha'lb meines Reiches Tennen zu lernen. Ich binlschEeu. Mast glaube, seine Stellung sei sonn gunst-l.g vernicht tote"--dabei nannte er den Namen eines in ändert, daß ftin Rückzug bis ub^r Mukden hinaus
der Geschichte wohlbekannten Herrschers — der niemals nicht unwahrscheinlich ^ch b^e ?
aus seinem P-last sich herausrührte-, -„«emer hatte 6is iVA Im,um werden aus
helfen können, und Menschen und Tange so gehen lretz, >ugg^g Mann geschätzt, die der Japaner mir nur tote es ihnen gefiel." . 7000 gjfmin. Der Rückzua der Russen glich einer Flucht. Sie wichen
— Dem Reichstage hat der Deutsche Landtorrt- M^meter von Uhodas und ließen 10 000 Lerchen auf schaftsr at eine Eingabe unterbreitet, in der darum er- bem Schlachtfeld. Tie Japaner setzw ihre Rüsttmgen mtt sucht wird, in ben Etat des Reichsamts des Innern 1905 erneuter Energie fort. .
eine Summe von 50 000 Mk. zum Zwecke der technischen > Admiral Togo
Förderung von Land- und Forstwirtschaft durch wissenschaftliche und praktische Versuche auf dem Gebiete der Düngung, des Anbaues und der Fütterung mit Hilfe der landwirtschaftlichen Versuchsstationen eiusetzen zu


