»Erwarten Sie meine weiteren Befehle in Irkutsk." Auf dem Wege dorthin sandte Kuropatkin ein Telegramnr an den Zaren, worin er anbot, als einfacher Soldat gegen die Japaner zu kämpfen. Darauf machte ihn der Zar zum Chef der ersten Armee, für die ursprünglich Gripenbcrg bestimmt war. Der russische Rückzug vollzieht sich unter Linjewitschs Leitung verhältnismäßig in Ordnung. Am 23. März machte die russische Armee südlich von Suepingai Halt. Am folgenden Tage sollen die Japaner den Vormarsch begonnen haben, wobei sie ihr Hauptaugenmerk auf die Eisenbahnlinie und die Flanken richteten. Ein Gerücht erhält sich, daß zwei japanische Armeen rechts und links von der Bahnlinie in großer Entfernung von einander nach Norden vordringen, um die Rusten von Eharbin abzuschneiden. Eine besondere japanische Kolonne soll sich in der Richtung auf Tsitsikao nach Nordwesten bewegen, eine viel stärkere aber östlich von der Eisenbahnlinie. Man befürchtet, daß diese Seiten-Abteilungen die Bahn Charbin-Wladiwostok abschneiden könnten.
Zur weiteren Verstärkung der zur Deckung der Kriegsausgaben erforderlichen Geldmittel werden durch Befehl des Zaren der Stnatsrentei- und der Finanzminister beauftragt, eine fünfprozentige innere Anleihe im Nominalbeträge von 200 Millionen Rubel zu emittieren, wovon 100 Millionen Rubel baldigst durch Subskription, deren Bedingungen später bekannt gegeben werden, ailfgebracht werden sollen. Der Krieg wird also fortgesetzt. Dabei mehren sich im Innern Rußlands die Attentate. So wurde auf den Gouverneur von Wyborg in Finnland ein Revolverattentat verübt. In Wyborg wurden viele Verhaftungen vorgenommen. Unter den Festgenommenen befinden sich der Maler- Prokope, der den Attentäter bei sich beherbergt haben soll, ferner ein Student Rissanen. — Die Stadt Bach m u t ist infolge mehrerer am 24. März verübter frecher Raubmorde in äußerster Erregung; fast gleichzeitig sind ein Händler in seinem Laden, ein Bäcker und ein Bauer aus der Straße ermordet worden, und eine Stunde vorher überfiel eine bewaffnete Bande die Wohnung eines Kaufmanns. Und ein englisches Blatt brachte sogar die abenteuerliche Dteldung, die-russischen revolutionären Führer in der Schweiz hätten eine geheime Versammlung in Genf abgehalten, in Der sie beschlossen, sämtliche russische Großfürsten, die öffentliche Stellungen bekeiden, zu ermorden. Die revolutionären Führer hätten ihre Absicht den Großfürsten angekündigt mit dem großmütigen Hinzusügen, daß sie von der Hinrichtung absehen wollten, falls die Großfürsten freiwillig ihre Stellungen niederlegten. Jedenfalls macht Rußland, von dem Japan bereits in dem jetzigen Kriegsstadium eine Entschädigung von 3 % Milliarden Frank verlangen soll, weitere Fortschritte zum Ruin. Das mag eine böse Explosion der Volksleidenschaften werden, wenn erst der Semski Ssobor zusanimenlritt, dessen Wahlordnung man z. Z. feststellt. Am 1. Januar 1906 sollen die Wahlen für die Volksversammlung stattfinden.____________________________________________________________
Kolitische Tagesschau.
Vom Zeugniszmang.
Der Journalist Stärck in Berlm sollte am Samstag />or dem Untersuchungsrichter Zeugnis oblegen in der Angelegenheit einer Depesche des Kammerherrn Dr. Kekulö von Stradonitz über den lippeschen Thronfolgestreit, deren Veröffentlichung in der »Lippeschen Landesztg." bekanntlich zur Einleitung eines Strafoersahrens vor dem Detmolder Gericht geführt hat. Wie schon in Detmold, verweigerte Stärck auch in Berlin das Zeugnis, worails über ihn eine Geldstrafe von 30 0 Mark und außerdem die Zeugnis- zwangshaft verhängt wurde, deren Vollstreckung sofort begann:
Daneben sei folgende Nachricht gestellt:
Der Verein Münchner Berufsjournalisten hat m seiner letzten Diitgliederversammlung zur Frage der Wahrung des Redaktionsgeheimnisses Stellung genommen und dann folgende Resolution einstimmig gefaßt: „Die Wahrung des Redaktionsgeheimmsses ist Ehrenpf licht eines jeden Redakteurs. Stellt fich unzweifelhaft heraus, daß der Gewährsmann die Rebaktion in arglistiger oder böswilliger Absicht falsch berichtet hat, ist der Redakteur nicht an das Redaktionsgeheimnis gebunden. Verträge mit Journalisten, die die straf- und zivilrechtliche Verantwortung dem journalistischen Mitarbeiter überbürden, widersprechen den guten Sitten."
*
Die Matrikular.Beiträge.
Daß die BudgÄ-Komnni| loh des Reichstags das Defizit herav- ttLinbern und eine Zuschuß-Anleihe tunlichst zu vermeiden sucht, ist anerkennenswert. Aber daß man dabei die E i n z e l st a a t e n als Packesel benützen will, denen man finanzielle Lasten bis zur Unerträglichkeit aufbürden möchte, verdient denn doch energischen Widerspruch. Die Rücksichtslosigkeit, mit der die Kommission die Matritularbeitrüge hinaufschraubtc, wurde selbst dem Staatssekretär Frhrn. v. Stengel zu bunt, und er meinte, die Einzel st aaten würden daourch „überlastet". Sein Wunsch, daß das Plenum des Reichstags etwas einsichtsvoller verfahrt und zu einer Verständigung die Hanb bietet, geht hoffentlich in Erfüllung; denn es liegt ein Maß in den Dingen, und die einzelstaatlichen Finanzen, namentlich in den mittleren und kleineren Gliedstaalen, können eine weitere Inanspruchnahme für Reichszwecke absolut nicht ertragen. Zu wünschen wäre, daß auch die.Herren Reichstagsabgcordneten aus den Einzelstaaten ihrer Pflichten als Volksvertreter genügen und bei den entscheidenden Plenarsitzungen ihr Votum in die Wagschale werfen möchten. Eine Pflichtversäumnis tonnte sich gerate in dieser so bedeutsamen Angelegenheit recht bitter rächen.
Ziursch-AfiiLa.
Kamerun.
Nach einem Telegramm des Gouverneurs von Kamerun boxn 24. März ist die Lage im Schutzgebiet seit dem Telegramm vom 13. März, wonach jede unmittelbare Befürchtung ausgeschlossen war, unverändert. Mit der Möglichkeit eines Buli-Angriffs wird gerechnet. Deshalb wurde strikt verstärkt. Vorläufig ist alles ruhig. Die Verwaltung im Südoften hat unter Hinweis auf die Gärung an verschiedenen Stellen und auf dre im November vorigen Jahres erfolgte Er mordungdesKaus manns Kundenr eich gleichfalls Verstärkung erhalten. Die Ermordung .stundenreichs ist der einzige Fall von Unruhen, welchen der Gouverneur aus die ausdrückliche Ausiorverung der Kolomalabteilung namhaft gemacht hat. Nach über Kongo hierher geiauglen Prioatnachrilchen ist eine ausreichende Sühne durch Bestrafung der beteiligten Eingeborenen bereits erfolgt.
Die „Nordd. Mlg. Ztg." fdyreibt dazu:
In Anbetracht dieses Sachverhalts ist es unerfindlich, wie die „Nat.-Ztg." die alarmierende Mitteilung von dem Ausbruche allgemeinen Aufstandes in Südkamerun in die Welt setzen konnte, und wie sie $u der Behauptung kam, daß spätestens am 21, März die amtlichen Stellen im Besitze der Nachricht über den Ausbruch dieses angeblicher: Aufstandes gewesen seien. Was die Ernwrdung des Knuden reich anlangt, so hat sich dieser Fall am 21. Viovenwer 1904 ereignet, imd zwar in der äußersten Südostecke von Kamenm, die durch Hunderte Meilen unbewohnten Urwaldes von dem übrigen Schutzgebiete getrennt ist. Jeder Zw- lammeichairg dieses Falles mit einem allgemeinen Aufstande ist deshalb der Natur der Sache nach gänzlich ausgoschlofien. Eine amtliche Berichterstattung des Gouverncitrs in dieser Angelegenheit l)at bisher nicht vorgelegen und konnte nicht vorliegen, da die Verbindung zwischen dem Gouvernement und obcr Sanga- Ngoko-Station außerordentlich schwierig ist und längere Zeit erfordert. Dagegen sind der Südkamerun-Gesellfchaft über Kongo Nachrichten über dies Vorkommnis und über die erfolgte Bestraf- mig der Eingeborenen vor einiger Zeit zugegangen.
Siidwestafnka.
Berlin, 26. März. General v. Trotha befindet sich aus dem Wege nach Dem südlichen Kriegsschauplätze; er ist am 25. Mürz von Nehoboth nach Kub abmarschiert. Nach einer Meldung des Generals aus Rehoboth vom 25. März haben die Gefechte vom 10. und 11. März, in den Kuras-Bergen den Erfolg gehabt, daß sich die Bande Morengas nach allen Setten zerstreute. Oberst Deimllng hatte die Absicht, die Orte Hasuur, Garabis, Stinkdoorn, Kalk- sontein, sowie die Karasberge und Hurub mit kleinen gemischten Abteilungen zu besehen, um die Gegend weiter vom Feinde zu säubcru. Major v. Kamptz kehrte mit dem Rest der Truppen und Beutevieh nach Keetmannshoop zurück. Aus dem Wege dorthin wurde er am 19. März östlich vou Hurub von etwa 100 Hottentotten angegriffen, von denen infolge der günstigen Artilleriewirkung 50 sielen; diesseits sind drei Reiter gefallen und einer verwundet worden. Am 22. März wurde die Abteilung Kamptz wieder von 150 bis 200 Hottentotten erfolglos angegriffen; diesseits siel ein Bur^ vier Reiter und ein Bur wurden verwundet. Die feindlichen Verluste konnten der Dunkelheit wegen nickst sestgestellt werden.
Leutjchcs Neich.
Berlin, 25. März. Im Privatgarten des Kaisers beim Neuen Palais, wo bereits ein Standbild der Kaiserin m Lebensgröße ausgestellt ist, werden in der Kürze zehn Hermen, römische Kaiser darstellend, zur Ausstellung gelangen.
— Minister v. Bethmann-Hollrveg ist der Abkömmling eines niedersächsischen Patriziergeschlechts. Die Bethmanns sind ein altes Goslarsches Geschlecht, das in der alten Kaiserstadt zuerst 1416 erscheint. Conrad Bethmann (geboren 1652 in Goslar und gestorben 1701) war Münz- meister beS Fürsten von Nassau, des Deutschen Orbens unb des Kurfürsten in Mainz. Die vier Kinber seines Sohnes Simon Moritz, fürstlich nassauischen Amtmannes, kamen nach bem Tobe ihres Vaters zu ihreni Oheim Jacob Abami in Frankfurt a. 2)1. Nach feinem Tobe setzten Johann Philipp unb Simon Moritz bas Geschäft ihres Oheims fort unb firmierten feit 1748 „Gebrüder Bethmann", welchen Warnen die Firma bis auf den heutigen Tag hat. Unter Simon Moritz (1768 bis 1826) gelangte die Firma zur höchsten Blüte unb behüte ihre Geschäftsoerbinbungen, namentlich biirch das Bankgeschäft, auf alle Erdteile aus. Er würbe 1808 vom Kaiser von Oesterreich geadelt. Von seinen brei Schwestern heiratete Susanne Elisabeth (f 1831) im Jahre 1780 ben Affoeiß der Firma Gebr. Bethmann, Joh. Jac. Hollweg, der Flamen unb Wappen der Familie annahm unb so Stifter ber Linie Bethmann-Hollweg würbe. Sem Sohn war ber Kultusminister Moritz August v. Bethmann-Hollweg. Dieser war von 1819 bis 1829 Prioatbozent unb bann Professor an ber Universität Güttingen. Der jetzt zum Mi- mfter des Innern ernannte Dr. v. Bethmann-Hollweg ist ber Enkel Moritz Augusts.
Essen a. N., 25. März. Bei der Löhnung auf der Sti nncszeche „Bruch st raße" wurden ben im Ausstande gewesenen Arbeitern nachträglich drei Schichtlöhne wegen Kontraklbruches ein gehalten. Unter den Arbeitern herrscht herüber starke Erbitterung.
Keer und Aiotte.
— Generalleutnant z. D. Theobor v. Niesf sieht am 1. April ben Tag wieberkehren, an welchem er vor siebzig Jahren seine militärische Laufbahn begonnen hat. Der in Berlin lebende Jubilar, am 5. Juli 1816 zu Wetzlar geboten, trat bei ber damaligen 4. Artilleriebrigade als Kanonier ein. 1856 zum Hauptmann befördert, war er von 1856—58 beim Gouvernement in Mainz kommandiert, wo er sich bei Gelegenheit ber großen Pillverexplosion in hervor- uogenber Welse auszeichnete. 1859 in bas Kriegsministerium berufen, würbe er 1865 Chef der Abteilung für Artillerie- angelegenheiten. Vor Paris würbe ihm am 26. September 1870 der Posten als Kommanbeur der Belagerungsarlillerie vor ber Südfront übertragen. Im Felbzuge verwundet, würbe er im Dezember 1871 Kommandeur ber 4. Arttllcric- brigade, 1872 Kommanbeur ber 4. Felbartillerie-Brigade unb 1873 mit Pension zur Disposition gestellt. Im Jahre 1895 wurde ihm der Charakter als Generalleutnant verliehen. Unter vielen 2luszeichnungen ziert bas Eiserne Kreuz 1. Klasse bic Brust des bald 90jährigen Generals.
— Ter Kaiser hat ben Prinzen Christian von Hessen-Philippsthal §um Leu tnant zur See ernannt. Prinz Wilhelm von Hessen war in vierter Ehe niii der Prinzessin Auguste zu Schlesivig-Hollteln-Lonherburg- Glücksburg vermählt; aus biejer Ehe ist em Sohn, ber genannte Prinz Christian (geboren am 16. Juni 1887) entsprossen.
Paris, 25. März. Der frühere Marineminister Lockroy ivieberholte vor bem Bubget-Ausschuß bie Gerüchte, wonach Pläne von Unterseebooten aus bem Niarine- ministerium verschwunben finb. Jnsolgebessen beschloß ber Ausschuß, eine Untersuchung einzulerten. '______________
F'arlamerttarijches.
Berlin, 25. März. Die Bubgetkommission des Abgeordnetenhauses hat beschloßen, den bei der Beratung bes Etats der Erjenbahnvetivaltimg vorn Abg. Oeser u. Gen. gestellten Antrag auf bessere Bezahlung deS Nachtdienstes im Eisenbahnwesen unb auf Gewährung einer ausreichenden Ruhezeit für die im Nachtdienst be
schäftigten Beamten und Arbeiter bet Negierung zu überweisen. Petitionen von Bahnsteigschaffnern routbenr soweit sie eine Teuerungszulage verlangten, der Negierung zuv Erwägung überwiesen.
Kirche und -chule.
— Die Kurie verbot den Katholiken den Beitritt zum Guttemplet-Orben.
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verrnijehteA.
** Der generöse Gr a f von und zu Nidda, der sich, wie wir bereits berichtet haben, in Kassel dadurch bemerkbar machte, daß er das Geld mit vollen Händen tatsächlich auf die Straße streute, hat aus Auordnung der Polizei Kassel verlassen müssen und ist nach Darmstadt abgereisü Von seinen eigenartigen Passionen weiß die „Weser-Ztg," noch zu berichten: Am Vormittag schon pflegte er auf dem Konigsplatze auf- und abzugehen, zeitwellia stehen bleibend und unverwandt in bie Sonne starrenv und dann wieder eilfertig hin- und herrennend. Begegnete ihm dabei eine dürftig aussehende Person, so pflegte er dieselbe, gleichviel ob Mann oder Frau, anzuhalteu und zu fragen, wie hoch sich ihr täglicher Verdienst belaufe. Gaben die so Gefragten weniger als 5 Mk. an, so griff er in die Tasche und drückte den erwartungsvoll vor ihm Stehenden ein Geldstück im Werte von 5 bis zu 20 Mk. mit der Bemerkung in die Hand: „Ihr Verdienst ist zu gering. Nehmen Sie das und kommen Sie morgen wieder." Daß die so Ausgeforderten der Aufforderung gern entsprachen, laßt sich denken. Da der Fremde dieses seltsame dfebaljren aber mehrere Wochen hindurch sortsetzte, wuchs die Zahl derer, die „morgen wiederkommen" sollten, immer mehr an, und da sich am Ende auch noch viele Hinzuge-? \eilten, welche nicht aufgefordert waren, geschah es, daß der Königsplatz alltäglich schon in den Nachmittagsstunden und bis zur neunten Abendstunde von Hunderten teils Eingeladenen, teils Neugierigen belebt war, welche stundenlang nach dem Eingänge des Gaschoses hinüberstarrten, bis der freigebige Graf erschien und seine Spenden austcilte. Ta sich unter der Menge auch mancherlei Gesindel befand, lag für die Polizei die Befürchtung nahe, daß es leicht zu Exzessen kommen könne, unter welchen die Person des Fremden selbst zu leiden haben werde. Dem zu begegnen, wurde schon seit längerer Zeit ein Aufgebot von zehn bis zwölf Schutzleuten auf dem Konigsplatze verteilt, eine Maßregel, die um so fataler für die Polizeibehörde war, als tatsächlich ein Mangel an Aufsichtsbeamten besteht, infolgedessen man die so Verwendeten an Stellen wegnehmen mußte, wo sie ebenfalls nötig waren. Nachdem die Polizei den Grafen nicht gütlich zur Abreise bewegen konnte, mußte sie ihm schließlich Zwaug androhen, dem er nun gewichen ist. lieber die Persönlichkeit des Fremden verlautet, daß derselbe in verwandtschaftlichen Beziehungen zum Groß' Herzog vou Hessen stehe, früher Rittmeister in einem preuß. Kürassierregiment gewesen und bei einem Rennen auf ben Kops gestürzt sei, insvlgedessen sich ein geistiger Defekt bei ihm einstellte.
Erfurt, 26. März. Für das vom 28. bis 30. Juni hier im Schützenhause ftattfmbenbe fünfte deuts che Pisto len-Bundesschie ßen übernahm der Kronprinz das Protektorat. Ferner gestattete ber Kronprinz die Prägung keines Bildes auf den zu Schießpreisen zur Ausgabe 1'ommenoen silbernen Medaillen. Auch einen Ehr erweis hat ber Kronprinz gestiftet.
Ai luversttäts-Nachrichten.
Frankfurt a. M., 26. Mär-. Der Chefarzt des städtischen Krankenhauses Professor v. N o o r d e n hat die Einladung erhalten, im Oktober an der Newyorker Universität sechs bis acht Vorlesungen über Stoffwechsel und Ernährungsstörungen mit besonderer Berücksichtigung der Zuckerkrankheit p halten. Die Kosten dieser Vorlesungen werden ans einer Stiftung öe- slritten, die Prof. E. A. Herter in Newyork der Universität zum Zwecke der §)eranziehung ausländischer Gelehrten zu Vorlesungen über Medizin und naturwiffenschaftliche Themata vor zwei Jahren gemacht hat. Im letzten Jahre, wo die Bestimmung zum ersten Male in Kraft trat, waren zwei englische Gelehrte emgeladen; in diesem Jahre sind es Prof. v. Noorden unb ber Pharmakologe "l>rof...M e y e r, früher in Marburg, fetzt in Wien.
Kirchliche Aachrichreu.
Montag ben 27. März, abenbs 8 Uhr, B i b e l st u n b e im Konfirmanbeusaal ber I o h a n n e s k i r ch e.
Piarrassistent Schulz. _
Kandct unO KelLeyr. Ao.-tswirlschaft.
Isenburger Stabtanleihe. Tas Bankhaus Hermann Wertheim, in Marburg a. L., übernahm mit seiner Franknirler (Sommanbite ber Firma Jakob Wolf & Co. sowie dem Bankhause S. I. Werthauer jr. 9iaa)s. Kassel, Alk. 500,000. — 3'/, % Reu- Jseuvurger Stadt Anleihe, von denen ein Teilbetrag zur Eon- uerfion eines alten 4 °/0 Anlehens verwandt werben soll. Die Zu- lafjung ber Anleihe an der Frankfurter Börse wirb Demnächst ve- anlragt werben,
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