1600 Mann Militär.
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Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (infl.
Sterblichkeitsziffer: 22,23 nach Abzug von 7 Ortsfremden:
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Israelitische Religionsgemeinde.
(Hottcsdtenll In der Synagoge (Südantage).
Samstag den 2. September 1905:
Vorabend: 6.45 Uhr. Morgens 8.80 Uhr.
Nachmittags 4.00 Uhr.
Sabbathausgang 7.50 Uhr.
Israelitische Neligionsgcsellschaft.
Hottesdieust.
Sabbathseier am 2. September 1905.
Freitag abend 6.40 Uhr.
Samstag vormittag 8.00 Uhr.
Nachmittags 4.00 Uhr.
Sabbathausgang 7.55 Uhr.
Wochengollesdienst: morgens 6.30, abends 6.30 Uhr.
Familien-Uachrichten.
Gestorben. Herr Fritz Eckstein, Grünberg.
Verlobte. Fräulein Helene Strauß, Dieburg, (Hessen), mit Herrn Robert Felix Ochs, Frankfurt a. Ai.
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Meteorologische Beobachtungen
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Francs. Auch Havre und Aistwerpen sind stark in Mitleidenschaft gezogen. Es soll ein Ministerrat abgehaltcn werden, um über Maßregeln zu beraten, durch die derartige Spekulationen in Zukunft verhindert werden.
Stettin, 30. Atlg. Die Generalversammlung des Stettiner Vulkan hat den Antrag des Vorstandes bezüglich der Niederlassung i n H a m b u r g angenommen. Dafür stimmten 5 200 000 Mk. Aktienkapital, dagegen 2 100 000 Mk. Kapital. Proteste wurden nicht eingebracht.
Neue japanische Anleihe. Der „F. Z/ wird aus New-Pork gemeldet, daß eine neue japanische Anleihe in Aussicht genommen ist. Cie dürfte jedoch nicht unmittelbar für Konoer« tierilngen bestimmt sein. Tie Emissionshäuser bleiben voraussichllich die gleichen, wie für alle anderen Ausländsanleihen. Die neue Anleihe dürste mit einer speziellen Unterlage mehr ausgestattet werden.
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«yncn m orcugrung nun en. (Das [tno ungefähr die gleichen Maßnahmen, die vor eiroa einem Jahrzehnt für Ostdeutschland getroffen wurden aus gleichem Anlaß. Damals war der Oberpcäsident v. Goßlcr in Danzig StaatSkommiffar, und seiner Energie und Umsicht hatte man es zu verdanken, daß die furchtbare Seuche keine weitere Verbreitung fand. D. Red.)
Marburg, 29. Aug. Tre „Oberh. Ztg." schreibt: Eine merkwürdige Auffassung von internationaler Höflichkeit, oder vielmehr emen bedauerlichen Mangel an A n st a nds g e fü hl scheinen drei junge Ausländer (den Namen nach zu schließen sranzöfische Belgier) zu besitzen, die gestern in einem hiesigen vielbesuchten Cafs gegen das Bild des d e u t s chen Ka i s e rs ein Gl as Masser aus s chütteten , sodaß es von dem herbeikommenden Besitzer noch von Wasser triefend vorgesunden wurde Als die drei Velden abends, wie wenn nichts geschehen, sich wieder einfanden, wurde ihnen bedeutet, wo der Zimmermann das Loch gelassen hat.
* Schiller auf Chinesisch. Einen echtostasiatischen Beitrag zur Schiller-Feier bringt Professor A. Forke, Lehrer deS Chinesischen am Orientalischen Seminar in Berlin, im „Ostasiatischen Lloyd* durch Uebertragung Schiller'scher Gedichte ins Chinesische. Das bekannte Lied aus dem ,Tell-: Mit dem Pfeil, dem Bogen, lautet darnach in chinesischer Uebersetzung:
Hsian lai scho su hing schi tschang Tschmg kuo schau hsi tschien ku pang Hun ju kung tschung ying roe ioang Scho fu roe rou tschia schau fang Tschien tschi tschin schon nan yin Ifang Scho fu huo li tschi sse sang.
Das klingt allerdings sehr melodisch.
* Kleine Tageschronik. In Sjedlez, der Hauptstadt des russischen Gouvernements Siedlce, brannte die Volksmenge ein Freudenhaus nieder. Durch die Feuersbrunst rourdeu auch zwölf Nachbarhäuser eingeäschert. — In den Schweizer Alpen hat es bis auf die Vorberge hinab geschneit. Wegen Eintritt kühlen Wetters befürchten die Hoteliers eine Verkürzung der Fremdensaison.
Kunst und Wissenschaft
Salzburg, 30. Aug. In der heutigen Sitzung des Anthropologenkongresses wurde der langjährige Vorsitzende der Wiener Anthropologengesellschast, A n d r i a n, zum Ehrenpräsidenten ernannt. In den Vorstand tritt für Professor Stein-Berlin Museumdireklor K o e h l - W o r m s. Professor Ranke machte Mitteilungen über Neuerscheinungen in den einschlägigen Wissenschaften.
X Wie der „Nat.-Ztg." mitgeteilt wird, hat Direktor A n t o n v. Werner vom Kommezienrat L e i ch n e r Den Auftrag erhalten, die Enthüllung des Richard Wagner-Denkmals im Tiergarten zu Berlin zum Gegenstand einer bildlichen Darstel - l u u g zu machen. Ter Künstler hat diesen Auftrag, wie dasselbe Blatt erfährt, angenommen und beabsichtigt, auf seinem Gemälde von etwa drei Nieter Breite eine figurenreiche Komposition mit all den Persönlichkeiten zu schaffen, die bei der Tenkinalsseier zugegen waren. Kommerzienrat Leichner beabsichtigt, das Gemälde einem Museum als Geschenk zu überweisen. (Es ist leider nicht anzunehmen, daß dieses Museum das Bild zurückroeisen ivird, das in so ausdringlicher Weise für den Puderfabrikanten Leichner Reklame machen wird. Tas Bild wird jedenfalls dem Wagner-Denkmal in Berlin würdig, d. h. Wagner unwürdig werden. D. R.).
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Landwirtschaft.
Hungen, 3L Aug. Gelegentlich einer Besichtigung der Fohlenweide Tiergarten durch Vertreter der Tierzucht- mspektion für die Provinz Oberhesien, darunter der Reichstagabg. Krersrat Dr. W a l l a u, hat sich herausgestellt, daß infolge der außergewöhnlichen Dürre des Sommers auf der dortigen Weide fast fein Futter mehr auf den Weideschlägeu vorhanden ist. Tie Ernährung der jungen Tiere muß deshalb ausschließlich mit Heu, Hafer und Kleie erfolgen. Da auch keine Aussicht vorhanden ist, selbst wenn reichliche Niederschläge noch weiter eintreten sollten, daß das Futter so schnell iiachwächst, sodaß an eine normale Er. "ahr-urig wieder gedacht iverden kann, hat die Verwaltungskommission in Aussicht genommen, den Schluß der diesjährigen Weldeperiode bereits am 16. September vorzunehmen. Toch ist es Den Fohlenbesitzern anheimgegeben, ihre Tiere schon früher abzuholen.
)( A u s d e m O h m t a l, 30. Aug. Der G r u m m e t e r n t e wird durch das seitherige anhaltende Reqenwetter großer Schaden zugesiigt. Meist lagert das Gras auf flacher Wiese, wodurch es sehr schnell verdirbt. Wäre das Wetter günstig geblieben, so hätte es eine Grummeternte gegeben, wie wir sie jahrelang nicht gehabt haben.
X Vomoberen Vogelsberg, 28. Aug. Die Getreideernte ist so ziemlich beendigt. Korn- und Weizenäcker lieferten annehmbare Erträge. Gerste und Hafer waren infolge der Trockenheit in der Entwicklung des Kolbens sehr zurückgeblieben. Die Hackfrüchte stellen gute Ernten in Aussicht; Grummet liefern ausschließlich nur die Talwiesen. Wie im vorigen, so sind auch m diesem Jahre die Haselnußhecken reichlich mit Früchten beladen.
Mön-MiLe zikderM der TodesfUe m der Lindt «dietzeii
24. Woche. Vom 11. bis 17. Juni 1905.
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An m.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Hanbel und Verkehr. Volkswirlschast.
Paris 29. Aug. Die Geueralversaminlung der Aklioiiäre des Magazins Printemps wählte an Stelle Jaluzots einen neuen Direktor. Jaluzot hatte auf alle seine Rechte verzichtet, unter der Bedingung, daß man ihm Eiitlastung erteile. Dann wurde die Gesellschaft mit einem um 10*/2 Million Francs er= mäßigsten Kapital neu gegründet. — Wie Die Blätter melden, handelt es sich bei dem Zuckerkrach um 200 Milionen '
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