sammen.
Der Zitherklub, ein Wohltätigkeitsverein, wird
Schwiegermutter wollte nun den AuSsichtStnrm besteigen, der
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^Merlin
aber nur in Ataschen, wo 'AtaKate aushängen.
" ten i» lein. Kostüm-Röcken
mit Madeira-Stickerei
Carl Nowack
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Anfangs- u.
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Klein-Elschen ist ein Maienkind^ nnb itir Geburtstag fällt in die Blütenzeit. Aber trotzen, tvünfchte sie sich nur zu Weihnachten stets ein paar Schachtelr Fays Sodener Mineral-Pastillen und die Eltern erfüllen der vernünftigen Wttnfch gern. Denn Elschen ist ein zartes Km», und gegeit den Wechsel der Witterung sehr empfindlich. Dc tun denn die erbten Fays Sodener brillante Dienste und bu Eltern schreiben's den kleinen Dingern zu, daß ihr Liebling immer wohlauf ist. Alle Apotheken, Drogen* u. Mineral' wasserhandlungen haben Niederlagen zu 85 Pf. per Schachte».
Oest. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß .
alsch angefangen bat, kurz, sie versuchte von der zum Ausgang vorgesehenen Seite den drehbaren Verschluß verkehrt in Bewegung zu setzen, um so den Eingang zum Aussichtsturm frei zti bekommen. So fmn die Schwiegermutter in die 'atale Lage, ihre Person buchstäblich einzuklemmen. Denn dvs Drehwerk blieb, ehe die Dame noch zmn eigentlichen
Spezialliaus
*ü.v Damenmodßwarea
bekannt gegeben. Ihr Inhalt läßt der Erwartung Rattm, । daß die Negierung, wenn sie auch den Standpunkt des Ent- ' wurfs nach wie vor vertritt, durch eine andere Fassung die ' Bedenken des Nichterstandes beseitigen werde. — Einmütig i sprach sich die Versammlung dafür au§, daß allen Beamten ein Wohnungsgeldzuschuß gewährt werden möge. Hoffentlich gestattet die Finanzlage des Großherzogtums recht , bald die Erfüllung dieses Wunsches. — Den Mitgliedern wurde warm empfohlen, der im vorigen Jahre in Gießen gegründeten Vereinigung für gerichtliche Psychologie und Psychiatrie beizutreten, damit der Strafrichter mit seiner Erfahrung bei diesen gerade für die künftige strafrechtliche Gesetzgebung wichtigen Fragen seinen Einfluß geltend machen könne. In den Vorstand wurden gewählt Oberlandesgerichtsrat Fabricius, die Landgerichtsräte Lang und Rees, Oberamtsrichter Neundörfer, Landgerichtsrat Schmeckenbecher, Oberamtsrichter Wahl und Amts- gcrichtsrat Weidig. Die ausgeschiedenen Mitglieder des Vorslandes hatten eine Wiederwahl abgelehnt. Die Versammlung sprach ihnen, ganz besonders dem sein Amt abgebenden Vorsitzenden Oberlandesgerichtsrat Keller den Dank aus für ihre treuen und ersprießlichen Bemühungen uni den Verein. Tie nächste Hauptversammlung soll wieder in Frankfurt abgehalten werden. Der Nachmittag führte die
Ein bewegter Strafprozeß.
-tt- Berlin, 80. Mai.
Eingang gelangt war, stehen und ging weder vor- noch rückwärts. Erst nach vielen Bemühungen gelang e§, die Dame aus dieser fatalen Lage zu befreien.
p. Ehringshausen, 30. Mai. In später Abendstunde verunglückte hier gestern der Holzhändler Ma a ge zu Breitenbach. Er wollte am hiellgen Bahnhof Baumstämme abladen. Eine herabrollende Tanne traf Magge und drückte ihn zu Boden. Heute kann er kein Glied rühren; auch scheint er innere Verletzungen davongetragen zu haben.
4- Nieder-Ohmen, 30. Mai. Eine überaus starke Zigeunerbande mit zehn Wagen besuchte unseren Ort. Sie kam über Elpenrod von Ermenrod. Die Mitglieder der Gesellschaft traten ziemlich frech auf, nahmen bei Ruppertenrod einem Landmanne den Tabak weg und versuchten gar, den Leuten im Felde die Kühe zu melken. Die Bande war übrigens mit guten Pferden versehen, mit denen sie Handel trieben. In Elpenrod und Niedergemünden verkauften sie drei Pferde. Hier, in Nieder-Ohmen, trank die Bande, sicherlich durch das gemachte Geschäft angeregt, Wein und geriet in Streit, an dem sich auch Frauen beteiligten. Als die Gendarmerie einschreiten wollte, ergriffen die Streithähne die Flucht.
Frankfurt, 30. Mai. In der Kronprinzenstraße spielte ich in der vergangenen Nacht kurz nach 1 Uhr ein Ehc- drama ab. Der etwa 30 Jahre alte Wirt August Wei- mann drang nach einem kurzen Wortwechsel auf seine Frau ein und feuerte auS einem Revolver drei Schüsse auf sie ab; dann richtete er die Waffe gegen sich selbst und brachte sich einen Schuß in den Kopf bei. Weimann i|t ebenSgcfährlich verletzt; feine Frau kann bereits heute das Krankenhaus wieder verlassen. Frau Weimann, eine stattliche Erscheinung von dunklem Typus, erregte zuweilen die Eifersucht ihres Mannes, wenn Gäste ihr den Hof machten. Wie sich der Vorgang abgespielt hat, entzieht sich der Kenntnis. Vermutlich machte Weimann seiner Frau, die etwas später als er nach Hause kam, Vorwürfe über ihr Verhalten. Der Mann wird seine Eifersuchtstat wohl mit dem Leben büßen müssen; die Frau kann bald wieder ihrem Geschäft, das augenblicklich geschlossen ist, nachgehen. (Kl. Pr)
Sport.
— D i e Fernfahrt Berli n—F r a n M u r t a. M. f ü t Kraftzweiräder desdeutschenRadfahre r-B undeS hat auch in Gießen am letzten Sonntag einiges Aussehen gemacht. Während des ganzen Vornuttags sausten hier über und über bestaubte und besudelte Motorfahrer durch die Straßen unserer Stadt, die Langschläser störend und die Sonntagsvormittagtzbummler interessierend. Bis gegen Mittag kamen fortwährend in kurzen Abständen die Wettfahrer hier an. Gewiesen durch rote Fahnen ver-
meistenS in der ärmlichen, schmutzigen Wohnung deS Händlers Kinderspielen und anderen Volksbelustigungen, veranstalten. Die Schwiegermutter in der Klemme. In
sie für die kleinen Geldbeträge, welche sie von Erwachsenen erhalten, sich Ob st kaufen, als daß sie sich durch solches Eis Magen und Darm verderben, waS ebenso übrigens auch für die Erwachsenen gilt. Auch diese sollten von einem Genuß absehen, der nicht gefahrlos ist und keineswegs die gewünschte Erquickung bringt; denn dieses meist sehr zuckerhaltige Eis vermag nicht den Durst für längere Zeit zu stillen und steht also in dieser Beziehung weit dem Obst nach, dessen säuerlicher angenehmer Saft viel mehr erfrischt und viel anhaltender daS Durstgefühl beseitigt.
•• Personalien. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Wimpfen, Oskar Link, Wilhelm Trautmann, Emil Ehe bald, Ludwig Angel berg er, Jakob Klein, Karl Heppler und Friedrich Fritschle.
•• Gemälde-Ausstellung am Brand. Seit Sonntag sind 4 Porträts aus hiesigem Privatbesitz von unserer einheimischen Künstlerin Marie Felchner neu ausgestellt. Die Kollektion von Prof. Knorr bleibt voraussichtlich nur noch morgen, Donnerstag, ausgestellt. An deren Stelle gelangt eine Kollektion von Walter Besig-Rom zur Ausstellung. Die Ausstellung ist morgen am Himmelfahrttag von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen geöffnet.
"Museum des Oberhess. Geschichtsverein 8. Die Mitglieder deS Vogelsberger Höhenklubs werden am Himmelfahrtstage dem Museum im alten Nathause einen Besuch abstatten. Dann werden die Schätze dieser Sammlungen, voraussichtlich bis Anfang September, der Oeffent- lichkeit nicht zugänglich fein, weil der Umzug des Musernns in das alte Schloß vor sich gehen wird.
" Ein Sittlichkeitsvergehen. Am verfloffenen Sonntag nachmittag, zwischen 2 und 3 Uhr lockte ein Unbekannter zwei Mädchen im Alter von 5 und 3 Jahren vom Oswaldsgarten mit nach dem Eulerschen Holzlagerplatz an der Steinstraße und nahin unsittliche Handlungen vor. Da die Kinder den Mann nicht näher zu beschreiben vermögen, ist es im öffentlichen Interesse gelegen, daß Personen, die etwa Auskunft geben können, ihre Wahrnehmungen der Kriminalpolizei mitteilen.
" Verhaftet wurde gestern hier ein junger Mensch, 4er zu Kinzenbach einen Gelddiebstahl ausgeführt hatte. Derselbe junge Mensch war erst am 26. l. Mts. aus der Untersuchungshaft wegen mehrfachen ZechbetrugS entlassen worden.
"Hauptversammlung des hessischen Richteroereins. Ter 200 Mitglieder zählende Hessische Richtec- verein hielt am 27. Mai seine gut besuchte Hauptversammlung in Fankfurt a. M. ab. An Stelle des verhinderten Vorsitzenden leitete Landgerichtsdirektor Bücking (Gießen) die Verhandlungen. Der Bericht über die von dem Verein herausgegebene Zeitschrift „Hessische Rechtsprechung* ließ erkennen, daß sie sich günstig entwickelt. Gleiches ist von den Finanzen de§ Vereins zu sagen. — In dem Entwurf eines Beamtengesetzes ist vorgesehen, daß auch der Richter nach vollendetem 6 5. Lebensjahre gegen seinen Willen in den Ruhestand versetzt werden kann. Ter Verein hatte daraufhin im vorigen Jahre an die beiden Kammern der Landstände eine Erklärung gerichtet, in der eine solche Bestimmung als unzulässig dargelegt wird. Die aus diese Erklärung den Landständen zugegangene Aeußerung des Ministeriums wurde
dem möge man bedenken, daß der kindliche Organismus der- ( ,
artigen Erkältungsmomenten weniger widersteht als der durch eine drehbare Tür zugänglich ist, welche gegen Einkräftig entwickelte Körper des Erwachsenen, und es wäre da» wurf eines Nickels automatisch sich öffnen läßt. Sei eS nun, her auf jeden Fall wenigstens zu empfehlen, daß die Kinder daß die alte Dame 10 Pfennig sparen wollte, oder die Sache über die Nachteile, die ihnen eine solche angebliche Leckerei bringen kann, aufgeklärt würden. Es ist viel richtiger, daß
Evangelische Gemeinde.
Hottesdlenst.
Himmelfahrttag, den 1. Juni:
In der Stadtkirche. Bonn. 9V, Uhr: Pfarrer Schwabe.
In der IohanneSkirche. Vormittags 9‘/i Uhr: Pfarrassistent Schulz.
In der alten FriedhofSkaPelle. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer v. S ch l o f f e r.
hergestellt wurde und auch ans anderen Gründen viel weniger _
einwandfrei ist, selbst wenn e§ beim Verkauf zugedeckt und einem unserer benachbarten Ausflugsorte war vor einigen dem Straßenstanb und -schmutz nicht ausgesetzt ist. Außer- Tagen eine Hochzeitsgesellschaft zur Nachfeier eingekehrt. Die
Sommer nicht unbedenklich und kann in dieser Jahreszeit zu I Mitglieder zu gemütlichem Verkehr im Palmengarten zw ernsten Darmkatarrhen führen. Diese Möglichkeit wächst, so schreiben die „Blätter f. Volksgesundheitspflege", ganz ent* ....---------n------------
schieden bei dem auf den Straßen feilqebotencn Eis, welches am 4. Juni ds. Is. sein erstes Sommerfest, verbunden mit
Höchst erregte Szenen spielen sich Tag für Tag in einem eit etwa 14 Tagen verhandelten und zurzeit noch ganz unabsehbaren Strafprozeß wegen beleidigender Schilderungen der Zustande in der S t r a f a n st a l t Vlötzensee ab. Die Beweisaufnahme rückt kaum von dec Stelle: einen großen Teil der Sitzung füllen leidenschaftl ch bewegte Erörterungen zwischen den Verteidigern und dem Gerichtshof aus. Der Gerichtshof hat den Beschluß gefaßt, das Gebiet des von den, angeklagten Journalisten versuchten Wahrheitsbeweises für die behaupteten M i ß- stände auf die Spezralsälle einzuschränken, d. h. jede Allgemein gehaltene Auseinandersetzung über Mängel des gegenwärtigen Strafvollzugs abzulehnen. Die Verteidiger andererseits nehmen den Standpunkt ein, daß sich die besonderen Fälle nicht aufklären lassen ohne Bezugnahme auf die Verhältnisse im allgemeinen. Man rann den Beschluß des Gerichtshofes verstehen, insofern der Möglichkeit einer uferlosen Beweisaufnahme vorgebeugt werden soll. Mer man kann, wenn man objektiv ist, ebensowohl die Auffassung der Verteidiger begreifen. Richtig verständlich wir wollen nicht sagen:, stets, aber doch meistens ein Spezialfall dann, wenn er in die Beleuchtung der allgemeinen Verhältnisse gerückt wird. Das liegt nun einmal an dem Gegenstand der Verhandlung, an dem Inhalt der Preßveröffentlichungen: es sollte der Strafvollzug als sehr reformbedürftig hingestellt werden. Das war, wenn nicht etwa bloße Sensationssucht angenommen •toitb, wozu kein ausreichender Grund vorliegt, in erster Linie der Zweck jener Veröffentlichungen. Ob die Angeklagten bei der Verwertung des ihnen zn- getragenen, durch Pertrauensbruch erlangten Aktenmaterials mit zu großer Schärfe gegen Beamte und Aerzte der Strafanstalt Plötzensee vorgegangen sind, ob sie nicht gründlich genug die schweren Beschuldigungen geprüft haben, zumal sie von einer mindestens nicht einwandfreien Seite Famen, das zu entscheiden ist Sache des Gerichtshofes. Worauf es hier ankommt, ist, was ia auch der Staatssekretär Nieberding im Reichstag betonte, volle Klarheit zu schaffen. In jedem größeren Betriebe können, selbst wenn er noch so musterhaft verwaltet wird, fehlerhafte Gewohnheiten sich einschleichen. Daß nicht alles in der Strafanstalt Plötzensee so ist oder gewesen ist, wie es sein sollte, das hat der bisherige Verlauf >des Prozesses ergeben. Die Gefangenen bedürfen unbedingt einer vermehrten ärztlichen Beobachtung, wie denn neuerdings ein ärztlicher Besuch der Arrestanten von drei zu drei Tagen ang-eorbn.t worden ist. Ferner hat das, was in dem Prozeß zur ^L-pracye kam über Anwendung des Hungers i m L a z a r e t t gegen vermeintliche Mankhettsheuch- ler, kaum auf viel Zustimmung zu rechnen, denn der Verdacht der Simulation kann leicht einen wirklich Ki'anken treffen, und außerdem sollte gerade der Arzt nicht von so drastischen, unter Umständen verhängnisvoll wirkendeii Mitteln Gebrauch machen. Endlich muß vom Standpunkt bec Humanität die fortgesetzte
Harpener Bergbau . .
Tendenz: Fest.
folgten sie den richltgen Weg und setzten ihre anstrengende Fahrt nach Frankfurt fort. Als Erster traf am Ziel in Frankfurt Seide l-Leipzig ein, dem mit kurzem Abstand Günther-Ehemnitz, Stntck-Berltn und Pasqttazzo-Neckarsulm folgten. Im ganzen gingen von den früh in Kassel abgefahrenen 62 Teilnehmern 59 innerhalb der vorgeschriebenen Zeit durch das Ziel. Es ist dies ein ätlßerst günstiges Resultat, wie überhaupt die ganze Veranstaltung in bester Weise und ohne ernstere Unfälle verlief. Einzelne Vernnglückitngen von Fahrern stellten sich als unbedeutend heratts. An einer Kurve vor dem Dorfe K i r ch g ö n s stürzte ein Rennfahrer. Er flog gegen einen Gartenzattn und trug an Kopf und Händen Verletzttngen davon. Auch bei Lattg-Göns kam ein Fahrer zu Fall, erlitt aber nur leichte Hautabschürfungen und setzte die Fahrt nach Frankfurt alsbald wieder fort. Bei Friedberg türzte ebenfalls em Rennfahrer, der aber bald wieder weiter fuhr. Plan sah überhaupt mehrere Fahrer, die entweder Gesicht oder Hände verbunden hatten, oder blutende Verletzungen auftviefen. Die Behörden zeigten auf der ganzen Strecke großes Ent- gegenkotnmeti. So waren z. B. im Stadtbezirk Magdeburg die Wege für die Fernfahrer durch polizeiliche Organe freigehalten worden, die auch bereitwilligst jede Auskutift erteilten. Auch die Witterung war der Veranstaltung günstig. Die Ehattsseen waren von Potsdam bis Braunschweig mittelmäßig, dann aber, nach den Behauptungen der Weitfahrer, bis Frankfttrt fehr gut.
O F u ß b a l l rv e t t s p i e l in Gießen. Am morgigen Donnerstag nachm. 4 Uhr findet auf dem Trieb ein Wettsptel zwischen dem Aieisterschaftselub des West-Maingau Hanauer tf. E. von 1893 und dem Gießetter Fußball-Elub von 1900 statt.
Washington, 80. Mai. Der deutsche Botschafter Freiherr Speck v. Slernburg hat sich bezüglich der O z e a n w e t t f a h r t um den Kaiser-Wilhelm-Preis geäußert, der Sieg der „Atlantic" habe gezeigt, daß das Genie deS Amerikaners die schitellste Yacht bauen tarnt. Abgesehen von ihrer Bedeutung al§, portliches Ereignis habe die Wettfahrt auch ein beredtes Zeugnis abgelegt vott den herzlichen Gefühlen, welche die an der Weltfahrt beteiligten Nationen beseelen.
Berliner Börse vom 80. Mat 1905.
(Mitgeteilt vott der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat°Diskont 21/* Prozent.
Schlußkurse.
209.20
237.—
140.37
241.40
213.60
Verhängung schwerer Arre ststr a fen über Ge« an gen e, die cm sich "feine widerstandsfähige Gesundheit beißen, besonders aber die Strafe des D uu ke l a r re sts , die wir für ein Ueberbleibsel aus barbarischen Zelten halten, Be- deitken erregen. Indessen, für solche und andere Mängel muß man die geltenden Vorschriften veratttwortlich machen und nicht die Personen, die pflichtgemt.ß dte Vorschriften auszuführen haben. Fm Großen und Ganzen hat der Prozeß einstweilen dem heftigen Ton und der Sicherhieit, mit der die Enthüllungen über die angeblich schreckenerregenden Zustände in Plötzensee vorgebracht mürben, nicht Reck'-t gegeben. Ein sehr radikales Berllner Montags- blatt, dessen Redaktettr die Verhältnisse in Plötzensee aus eigener Wahrnehmtmg kennen gelernt hat, sah sich veranlaßt, ausdrücklich die menschenfreundlichen Gesinnungen der leitenden Personen an jener Anstalt, der Aerzte usw. an* zuerkenncn. Gewiß ein unverdächtiges Zeugnis. Doch eben darum, weil das Gefängnis Plö^ensee keinerlei Enthüllung zu cheuen hat, und weil die Verrvaltung ein gutes Gewissen hat würde es nur zweckmäßig sein, den Anträgen der Angellagten und der Verteidigung den möglichst weiten Raum zu gewäliren. Es ist bei solchen Gelegenheiten, die das Interesse der Oeffentlichkeit Hervorrufen, wohlgetan, auch nicht den leisesten Argwohn aufkommen zu lassen, als irgendwie den Beklagten oder der Verteidigung die Möglichkeit i>.nommen, in jeden Winkel htnein^ zuleuchten. Die Verteidigung geht btanchmal vtelleicht allzu tenr- perameutvoll vor bei ihren. Anträgen und Fragen; immerhin ist eine Verteidigung, die im Eifer zu viel tut, löblick>er zu nennen, als eine Verteidigung, bte sich nur matt des Klienten annimmt. Und ob es erforderlich ist, daß zur Wahrung , der Würde des Gerichts so zahlreiche Nngebührstrascn Jlber einen besonders lebhaften Verteidiger verhängt werden, darüber können auch bann, verschiedene Meinungen obwalten, wenn die Haltimg des yotrnffr-nnit rif^t gebilligt wird.


