Ausgabe 
29.7.1905 Zweites Blatt
 
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genommen hat.

Papier, schrieb schnell ein paar Worte darauf, rollte den Zettel zu einer kleinen Kugel zusammen und warf ihn zu dem "_r. :/ " . Dieser zeigte sich hierüber nicht wenig

überrascht/öffnete hastig den Zettel und las darauf die Worte:

Ich wünschte, ich wäre ein Reporter.

* Einzelheiten über das furchtbare Eisen­bahnunglück in der Nähe von Liverpool werden erst heute bekannt. Ein Schnellzug auf der elektrischen Bahn von Liverpool nach Southport fuhr mit voller Ge­schwindigkeit in einen anderen Zug, welcher in der Station

beiwohnen zu können.

* Die Riesenstiftung Rockefellers. John Rocke» feller, angeblich der reichste Mann der Welt, hat sich wieder einmal eines winzigen Teils seines Vermögens, nämlich der Kleinigkeit von 40 Millionen Mark, entledigt, um seinen bedürftigen Landsleuten aufzuhelfen. Die Summe ist be­stimmt zu einer Stiftung für höhere Erziehung in den Ver­einigten Staaten. Nach dem Schenkungsbrief soll es der Volkserzichungsbehörde der Vereinigten Staaten überlassen sein, die Einkünfte der Stiftung nt Gunsten von Lehran­stalten oder sonst zur Förderung eines umfassenden Systems des höheren Unterrichts nach freiem Ermessen zu verwenden Die 'Volkserziehungsbehörde ist selbst von Rockefeller und anderen Bürgern von Chicago erst 1902 gegründet worden und hatte von dem Milliardär der Milliardäre sogleich vier Millionen in den Schoß gelegt bekommen, die besonders zu der gewiß sehr nötigen Förderung des Unterrichts m den Südstaaten dienen sollten. Die jetzige große Stiftung soll ausschließlich höheren Unterrichtsanstallen zugute kommen, und zwar namentlich den in Amerika so überaus zahlreichen Colleges, obgleich auch Universitäten von einer Unterstützung grundsätzlich nicht ausgeschlossen wären. Die Universitäten in den Vereinigten Staaten bekommen aber ohnehin schon soviel von reichen Gönnern zugewandt, daß sie es meist nicht nötig haben, sich nach solchen Beihilfen besonders umzusehen. Das beweist wieder eine Mitteilung derSciene", wonach Rockefeller außerdem noch der Yale-Universität in New-Haven 4 Millionen Mark überwiesen hat. Solche Stiftungen sind in den Vereinigten Staaten garnichts Ungewöhnliches, sodaß die meisten Universitäten über sehr große Mittel verfügen, obgleich sie zum größten Teil vom Staat keinen Unterhalt empfangen.

* Kahlköpfigkeit heilbar. Der Berliner Dermatologe Prof. Dr. Kromayer hat in 32 allerschwersten, zum Teil völlige Kahlheit des ganzen Kopfes aufweisenden Krankheits­fällen, die vorher mit allen sonstigen Mitteln vergebens be­handelt worden waren, 27, also 85 pEt. durch seine Licht­behandlungsmethode ultraviolettes Licht geheilt. Nicht nur die Kopfhaare, sondern auch die Augenbrauen und Ge­sichtshaare, die in vielen Fällen verloren gegangen waren, konnten durch die Lichtwirkung prompt wieder erzeugt werden. Der Haarausfall hatte in den meisten Fällen viele Jahre bestanden.

* Kleine Tageschronik. In Essen (Ruhr), brach m der Eröffnungsvorstellung der Charlesischen Menagerie em junger Löwe aus und rannte im überfüllten Zuschauerraume umher. Es entstand eine große Panik, wobei einige Personen verletzt wurden. Das Tier wurde wieder eingefangen. Bei Hermeskeil an der Hochwaldbahn (Drösel) überfuhr einPerfonenzug das Gefährt des Steinbruchbesitzers Welker. Der Wagen wurde zertrümmert, Welker tätlich verletzt__

nächsten Jahres festzusetzen.

Konstantinopel, 27. Juli. Als der Großvesir .heute nachmittag sich auf die Pforte begab, warf sich emc Person dem Pferde seines Wagens entgegen und brachte den­selben zum Stehen. Der Mann rief aus, der Großvesir solle nicht ans die Hohe Pforte fahren, da die türkische Re­gierung zu existieren aufgehört habe und die Pforte heute in dieLuft gesprengt werde. Der Mann, ein Circassier, wurde von der Eskorte des Großvesirs sofort gefeffelt und abgeführt.

Heiteres.

* Segen. Ein Schuljunge kommt morgens vor dem Unter­richt hastig zum Lehrer und bittet, fast atemlos:H e r r L e h r e r', g e w e n S e m e r r U r l a u b , m e r k r i e ch e n K i n n e r I S o, s o o o ," versetzte gedehnt der erstaunte Lehrer, woraus ihm der Junge hastig weiter meldet:Ja, z w e e sinn schon doo, a w e r § tu mmere noch!" _______

untergebracht waren. Außer den großen Urnen und deren Beigaben haben in dem Schrank alle Ton-, Glas- und Por­zellansachen, die Funde aus den Steinkammern, sowie die von Oberförster Behlen .bei Grube Schlierberg gefundenen Renntierüberreste Platz gefunden. In den unteren Gefachen haben zahlreiche Andenken an die drei großen 1626 und 1904 stattgehabten Brände, sowie zwei versilberte Nachbild­ungen vom Hildesheimer Silberfunde, eine Diana- und eine Herkulesschale, Aufstellung gefunden. Auf dem oben mit dem Stadtmappen geschmückten Glasschranke sind gegen 50 La­ternen, Lichter, Leuchter 2C. aus dem 17., 18. und 19. Jahr­hundert untergebracht. In dem an das untere Geschoß anstoßenden Turmstübchen ist eine mittelalterliche Trinkstube eingerichtet worden. An der Decke hängt ein Leuchter­weibchen, am Hirschgeweih mit 6 Kerzen versehen. Eine Sitzbank läuft rings um die Wand bis zur Tur. Auf dem altertümlichen, mit grobem Seinen gedeckten Tische steht eine riesige Zinnschüssel, auf welcher an Stelle des zurzut fehlen­den Schinkens einstweilen ein großer Neujahrsweck als Ersatz Platz fand. Weiter befinden sich auf dem Tische alte Stein­krüge, mittelalterige große Wappengläser, ein geschriebenes Kochbuch von 1551 (früher im Besitz des Notars Consenius in Friedberg) und eine mit Messingblech umkleidete Geld­kiste, auf der Sitzbank. An der Wand hängen einige alte Oelgemälde, Geweihe, Schüffcln 2c. Weiter befinden sich in dem Stübchen, welches ein auswärtiger Besucher kürzlich ein himmlisch schönes Plätzchen" nannte, eine hölzerne uralte Waage, eine Laterne mit Ochsenaugen, ein Mörser von 1608, Mundtücher rc. Durch freundliches Entgegenkommen des Bauinspektors Panthel in Herborn war es möglich, eine größere Anzahl Bilder, meistens Porträts Nassauer Fürstlich- keüen in einem von der Königl. Bauabteilung gemieteten.

nicht benutzten Zimmer und den Gängen unterzubringen. In Kürze dürfte auch wohl das von dem Großherzog Adolf von Luxemburg dem Altertumsverein geschenkte Porträt desselben eintreffen.

fc. Mainz, 28. Juli. Der verheiratete Sc* *-e 9r,a:s phen-Assisteut Delp hatte sich in einer Wemkneipe von zarten Händen 20 Mk. amtliches Geldabney- m en" l as s en. Obwohl er den Betrag sofort ersetzte, drohte ihm doch eine Untersuchung. In der Verzweiflung er­tränkte er sich im Rhein. Einen Uo * versuch durch Vergiften machte ein junger Buchhalter, der in einer hiesigen Bierbrauerei Unterschlagungen begangen hatte. Man fand ihn bewußtlos in den Anlagen und brachte ihn ins Spital, wo Gegenmittel alsbald jede Gefahr be­

seitigten.

Mainz, 28. Juli. Eine dreitägige militari- sche Uebung beginnt heute bei Mainz. Es sind dazu die Truppenteile fast alter Garnisonen des 18. Armeekorps aus Frankfurt a. M., Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Oftenbach, Worms, sowie die zu den diesjährigen Käisermanovern diesem "Armeekorps zu geteilten Regimenter zusammen ge­zogen. Es dreht sich um die Einnahme von Mainz und dabei finden auch die größeren Pionierübungen statt. Die Uebung soll erst am Montag beendet sein. -Die 12- jährige Tochter des Landwirts Krauter in Trebur stürzte bei der Einfahrt eines hochbeladenen Erntewagens von diesem herab und erlitt dabei so schwere innere Ver­letzungen, daß sie gestern abend im Rochusspital starb.

4- Dutenhofen, 29. Juli. Gestern abend Vs7 Uhr schlug ein Blitz in das Telephon desJagd­schlößchens", ohne zu zünden und sehr großen Schaden anzurichten. Das Thelephon wurde zertrümmert.

** Steine Mitteilungen ans Desse n und den Nachbarstaaten. Aus Bad-Salzhansen wird uns zu dem vor einigen Tagen mitgeteilten Vorgang, wobei zwei Hunde eine Dame nmgeworfen haben sollen, ie&t geschrieben, daß die Sache übertrieben worden ist und die betr. Dame teinerlei Schaden

Dingolfing. Das Verschlucken von Kirschkernen. Der älteste Sohn des Bürgermeisters und Mühlenbesitzers Murz in Hüthenkofen verschluckte kürzlich eine Menge Kirschen samt den Steinen. Die Folge davon war, daß er an Blind­darmentzündung erkrankte und gestern Hagel­schlag angerichtet hat."

Hinrichtung eines Dienstmädchens. Das 23 Jahre alte Dienstmädchen Michalina Urb an iak in Kreuz, die dort das zwei Monate alte Kind des Distrikts­kommissars Hartung ermordet hatte und deshalb vom Land­gericht Schneidemühl zum Tode verurteilt war, wurde im Hofe des Landgerichtsgebäudes in Schneidemühl hingerichtet. Als die Urbamak zur Richtstätte geführt wurde, war sie voll­ständig gefaßt und hörte ruhig dem Verlesen des Todes­urteils zu. Der ganze Akt der Hinrichtung währte etwa 1 r/z Minuten.

* Im Hochzeitskleide in den Tod. Die Eigen­tümerin des Hauses Kurfürstenstraße 20 in Berlin ließ gestern morgen die Wohnung der 31jährigen Aufwärterin Antonie Schmitz im zweiten Stock des Quergebäudes ge­waltsam öffnen, da man die Aufwärterin seit 14 Tagen ver- mißte. Die Wirtin machte dabei eine schreckliche Entdeckung. Auf dem Fußboden lag, mit dem weißen Hochzeitskleide an­getan, \bie bereits stark verweste Leiche der Mieterin. Die Äufwärterin hatte sich vor 14 Tagen mit Lysol vergiftet. Auf dem Tische lagen Abschiedsbriefc, die über die Beweg­gründe des Selbstmordes Aufschluß gaben. Antonie Schmitz unterhielt mit einem Straßenbahnschaffner ein Liebesver­hältnis. Sie erhielt aber Kenntnis davon, daß ihr Ge-

Berlin, 28. Juli. Graf Pücklcr-Klein Tschirne, gegen den sowohl von der Glogauer Strafrauimer, wie auch vom hiesigen Landgericht! ein Haftbefehl erlassen wurde, ist angeblich aus diesem Grunde über Holland nach Eng­land geflüchtet.

Nordseebad Büsum, 22. Juli. Unter dem Namen eines Baron von Schwalenberg hat hier im strengsten In­kognito der Regent Graf Leopold zur Lipp e-Biesterfeld nebst Geschwistern Aufenthalt genommen, um in stiller Zurückgezogenheit dem Andenken der Heimgegangenen Gräfin- Mutter stille Stunden der Erinnerung zu weihen.

* Prinzessin und Rep örter. Eine neckische kleine Geschichte wird von der Prinzessin Karl von Dänemark, einer Tochter des Königs von England, berichtet, die mit dem Prinzen Karl von Dänemark, einem jüngeren Sohne des dänischen Thronfolgers, vermählt ist. Als die Prinzessin kürzlich vom Haag nach London fahren wollte, sah sie einen Berichterstatter am Wege stehen, der sich Notizen machte. Da nahm die Prinzessin aus ihrem Taschenbuch ein Blatt

liebter in Schlesien eine Braut besäße, die er spater heiraten wollte. Aus Gram darüber ging sie in den Tod.

* Eine frevelhafte Wette mit dem Tode ge* b ü ß t. Außerordentlich leichtsinnig hat der 21jährige Haus­diener Reinhard Scherowo zu Berlin sein Leben aufs Spiel gesetzt. Der junge Mann war in einem Lokal mit mehreren Freunden zusammengetroffen, und bald kam das Gespräch auf das Kognaktrinken. Scherowo ging schließlich eine Wette ein, binnen einer halben Stunde für 2 Mk. Kognak zu genießen, ohne sich dabei Schaden zu tun. Der Einsatz be­trug bei der Wette 2 Mk., die Summe, die für den Kognak verbraucht werden sollte. Der Hausdiener trank denn auch tatsächlich in der halbem Stunde das versprochene Quantum und gewann die Wette. Schwankend begab er sich dann nach seiner Schlafstelle in der Wilhelmstraße. Als er am Morgen nicht aufstand, begab sich die Wirtin in sein Schlaf­zimmer. Der junge Mann lag dort tot auf seinem Bette. Er war den Folgen des Alkoholgiftes während der Nacht erlegen. _

* Trauung von Drillingen. Wie aus Herkules» bad berichtet wird, hat in der Gemeinde Plugowa eine merk­würdige Trauung stattgesunden. Die Söhne der Großgrund­besitzerswitwe Elise Krumfort, Drillingsbrüder, die am 14. Juli 1880 das Licht der Welt erblickten, führten an ihrem gemeinschaftlichen Geburtstage ihre jungen Bräute, Töchter angesehener Familien, zum Traualtar. Die Kirche erwies sich als zu klein, denn auch aus Herkulesbad und Orsowa waren Gäste eingetroffen, um diesem Trauungsakt

Angelegenheit gefaßten Resolution des Hauptausschusses des Hessischen Volksschullehrervereins. Weitere Kundgebungen sollen nach derFranks. Ztg." noch folgen, und voraus­sichtlich wird sich auch noch die im Herbst tagende Jahres­versammlung des Hessischen Volksschullehrerverems mit der Angelegenheit befassen. __________

Ausland.

London, 28. Juli, Anläßlich des Besuches des ftan- Mschen Geschwaders in England hat ein Mitglied des Unter­hauses den Vorschlag gemacht, eine Sitzung des Unter­hauses in französischer Sprache abzuhalten zu Ehren der französ. Gäste. ,

Paris, 28. Juli. Hier wird demnächst eine Lustschiffer­schule errichtet, um Leiter für lenkbare und andere Luftschiffe heranzubilden. Die ausgebildeten Personen sollen ihre Militärzeit alsdann beim Luftschiffer-Bataillon ab­

dienen. .. , V

Brüssel, 28. Juli. Der König empfing heute nach- mittag im Schlosse die Mitglieder des Lütticher tnter- nationalen Kongresses des Pre ss-vereins Der Präsident d-S internationalen Verbandes Singer hielt eme Ansprache. In einer Erwiderung äußerte der König ferne lebhafteBefriedigung über die Entsendung des deutschen KriegsschiffesKaiser Karl der Große" nach Antwerpen.

Paris, 28. Juli. Aus Fez wird gemeldet: Der Mahkzen habe das Anerbieten deutscher Finanz- 3nftitute für ein Darlehen zu 2 Millionen zu niedrigem

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Zinsfuß angenommen und bereits zwei Küstenpanzer in Deutschland bestellt, sowie auf Vorschlag Tatten- bachs deutsche Ingenieure mit den Vorbereitungen für die Hafenbauten in Laroche und Saidia betraut.

Humanitö zufolge hat die Regierung beschlossen, die Einberufung des Kongresses, in dem der neue Präsident der Republik gewählt werden wird, auf den 26. Januar

Gießen, 29. Juli 1905.

♦♦ Der Raubmörder Hudde sollte am 25. Juli vor der Straflamtner in Koblenz erscheinen, um sich wegen' verschiedener Einbruchsdiebstähle, die er mit seinem (Amossen, dem Kutscher Fink aus M.-Gladbach, in der dor­tigen Gegend verübt hotte, zu verantworten. Die Staats­anwaltschaft in Gießen hatte jedoch depeschiert, daß Hudde nicht ohne SchwieriAeiten transportiert werden könne. Da­her wurde von dem Transport Hnddes abgesehen.

" Besitzwechsel. Der Brauereibesitzer Jhring ver­kaufte sein Anwesenzur Liebigshöhe" in zwei Teilen. Der nach dem Philosophenwald gelegene Teil mit den Wirtschaftsgebäuden wurde für 50 000 Mk. von Karl Reporter hinüber. Textor erworben, das nach der Stadt gelegene Gelände dagegen für 25 000 Mk. von H. Winn. Karl Textor will die Wirtschaftsgebäude vollständig wiederherstellen lassen. Schöne Garten- und Parkanlagen sollen die Liebigshöhe zu einem angenehmen Familienausflugsort gestalten. H. Winn will sein Gelände zur Sandgewinnung ausbeuten.

- Leichenländung. Heute morgen wurde aus dem ............ rr

Woog die Leiche des Taglöhners Andreas Krug geländ et. Waterloo auf demselben Gleise stillstand Der Schnellzug Krug war in letzter Zeit infolge des vielen Trinkens rafte in bem Kugenblict be§ 3ufammcnMc§ mit cmer ®e« aeistig nicht mehr normal und hat jedenfalls in einem solchen schwindigkeit von 100 Kilometer bie Stunde, sodaß die Kraft Anfall den Tod gesucht; er fehlte bereits seit dem 25. d. M. des Zusammenstoßes geradezu ungeheuer war. Der erste

* * Das Promenadenkonzert fällt morgen aus. Wagen des Schnellzuges türmte sich hoch auf und fiel dann

~ Tollwutgefahr in Heuchelheim besteht nicht, auf den folgenden Wagen, dessen Passagiere sämtlich .Der für viele Blätter tätige Berichterstatter, von dem wir die tot gedrückt wurden. Die anderen Wagen wurden voll- . hektographierte Notiz in der gestrigen Nr. erhielten, hat da- ständig vernichtet. Der stillstehende Zug wurde ebenfalls mit, wie wir aus zuverlässiger Quelle hören, eine unrichtige zerstört. Unter den Trümmern lagen die Toten, aber auch Meldung verbreitet. die Verletzten, die schreckliche Qualen auszustehen

* * Bahn st recke Weinheim-Lampertheim. Die hatten, da es unmöglich war, sie zu befreien. Plötzlich .landespolizeiliche Abnahme der neuen Bahnstrecke Weinheim- schlugen Flammen aus dem Trümmerhaufen. Es war Lampertheim hat gestern stattgefimden. Die feierliche Er- weder möglich, die Verletzten herauszuholen noch die Flammen Öffnung der Bahn erfolgt am nächsten Montag. zu löschen. Infolgedessen verbrannten die -oerwun-

* * Aus dem Herborner Altertunisverein. Die beten bei lebendigem Leibe. Unter den Opfern dieses cnt- Sammlungen des Vereins haben eine bessere Unterkunft ge- setzlichen Unglückes befanden sich eme Anzahl Frauen und funden als bisher, wo sie zerstreut in vier bis fünf Räumen Kinder. Die Gesamtzahl der ^oten wird auf ~> an­gegeben.

* Höchst rätselhaft ist ein Vorfall, über den in Nr. 198 dasNeue Münch. Tagbl." zu berichten weiß:

Der Rheinisch Westfälische Effektenmarkt!

Mülheim a. d. Ruhr, 28. Juli 1905.

Vom Kohlenkuxenmarkte ist wenig Neues zu berichten. Das Geschäft hält sich in ziemlich engen Grenzen. Einige Werte wie König Ludwig, Ewald imb Johann Deimelsbera zu letzten! Preisen gefragt. Von leichten Werten Alte Haase und Tremonia niedriger erhältlich. Ferner fanden Umsätze statt in Siebenplaneten und (Ättessegen. Der Kalikuxenmarkt weist gegen gestern kaum Veränderungen auf und ist auch die heutige Tendenz als ziemlich fest zu bezeichnen. Reges Interesse besteht weiter für kleinere Werte mit Ausnahme von Heldburg, welche sich weiter abschwächten. Von Mittelwerten werden weiter umgesetzt Jo- hannashall, Alexandershall, Günthershall und Hohen zoll ern, Groß­herzog von Sachsen anziehend. In schweren Werten gingen Wil- helmshall, Hedwigsburg und Hohenfels zu letzten Preisen um. Von Erzkuxen besteht für Fernie zu gebesserten Preisen! weiteres Jnteresst. Ferner Kuhlenberger Zug, Henriette und Siegfried Erz gefragt. _

Handel und ^erkelir. DoläswlNschafr.

Reichsbank. Am 14. August wird in Neheim eine von der Reichsbankstelle in Hamm (Wests.) abhängige Reichsbank­nebenstelle mit Kasieneinrichtung und beschränktem Giroverkehr er­öffnet werden. Wechsel aus Neheim sowie Hüsten bei Neheim, welche nach dem 13. August fällig werden, kaust die Reichsbank von jetzt ab an; dieselben sind an die Reichsbanknebenstelle in Neheim zu girieren.

Kleine F in an z ch ro n i k. Paris soll lt.F. Z." gegenwärtig wegen Gewährung eines Vorschusses an Ruß­land von 200 Mill. Frs. gegen Schatzwechsel verhandelt werden. Die Banken lehnen die Uebernahme einer langftistigen Anleihe vor Friedensschluß äb. Die Generalversammlung der Kammgarnspinnerei M.-Gladbach beschloß die Er­höhung des Aktienkapitals von einer halben auf eine Million Mark, sowie die Ausgabe weiterer 500 000 Mk. 4 proz. Obliga­tionen. Tie Kapitalscrhvlmngen erfolgen ab 1. Jan. 1906.

Erz-Kuxe.

Fernie. Angebot 4150, Nachfrage 4050» Ausbeuten und Zu­bußen 1903: 225; 1904: 300.