Ausgabe 
29.6.1905 Erstes Blatt
 
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Wie wir von gut unterrich- ycrorbnctcnFodcgiiun ans.

volle Baisse entstanden wäre.

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gesang (Cäcilienverein): Freundschaft und Liebe, von Flem-

Einen Akt von Ge

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Gießen, den 27. Juni 1905. B*/,

Großherzogliche Baubehörde für die Universitäts-Neubauten Becker.

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quartett): Frühlingslicd von Kern. Deutschland, Deutschland über alles, die Hardt. Volksfest.

§ Groß-Karben, 28. Juni.

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f uhlsroh eit beging ein junger Arzt eines Nachbardorfes. Aus einem Baume an der Nidda hatte ein Storchenpaar feit Jahren seine Wohnung aufgeschlagen und die Landleute beobachteten mit Wohlgefallen das Treiben des Freundes Adebar, besonders auch da seit einigen Tagen vier junge

ming. 4. Festrede.

64 cbm Betonböden, 190 qm Betondecken, Ver^ legen (ohne Liefern) von 784 m Ton- und 170 m, Zementrohren, Liefern und Verlegen von 100 nx' Eisenrohren.

Lieferung von 800 m Tonrohren nebst Faqonstücken! und Sinkkasten.

Lieferung von 19 Sandfängen, 16 Schachtdeckeln,' Steigeisen 2C.

B. Küchen- und Kesselhaus.

Erd- und Maurer-Arbeiten. 1500 cbm Erdaus­schachtung, 720 cbm Bruch- und Backsteinmauer, werk, 240 qm Hohlsteindecken, 280 qm Tuffstein- ausrollung 2c.

Tr'agerliesermrg, 11600 kg I Eisen zu liefern. Steinhauerarbeiten, 7,5 cbm Basaltwerkstücke, desgleichen, 17,6 cbm Werkstücke in rotem Sandsteins Zimmerarbeiten, 56 cbm Tannenholz liefern, ab-, ^binden und ausschlagen, Dachgesimse, Gauben,. Dachschalung 2C. |

Spenglerarbeiten, 110 m Dachrinnen, 48 m Abfalls

O-erlchts'aal

Störche zur Welt gekommen waren und von den Eltern eifrig gefüttert wurden. Dieser Tage kam nun der Arzt, hob mit Hilfe zweier Männer das Nest samt den Jungen aus, angeblich um diese aufzuziehen. Die Bevölkerung ist über diese Gefühllosigkeit sehr erregt. Seitens des Jagd­pächters und der Behörde ist Anzeige erstattet worden.

R. B. Darmstadt, 28. Juni. Der Finanz­ausschuß der Zweiten Kammer ist heut vormittag wieder zusammengetreten und hat den Lotterievertrag

Vergebung von Rohbau- und Kanalisierungs-Arbeiten.

Folgende Arbeiten für den Neubau der chirurgischen Klinik! und des zugehörigen Küchen- und Kesselhauses werden jicriuit unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben:

A. Chirurgische Klinik.

rohre, 115 qm Zinkdach -c. ;

Dachdccker-rbeiten, 560 qm Dachflächen zu beschiefern. Grobschlofferarbeiten, 1100 kg Anker, Schrauben, Türeisen und Jachwcrkswändc, Löcher bohren :c. Die Angcbotsunterlagen und Zeichnungen können aus unserem Amte, Wilhelmstrahe 21, eingesehen, Angebotssormu- larc und Bedingungen (keine Zeichnungen) dorther gegen Selbstkostenpreis, soweit der Vorrat reicht,. bezogen werden. Offerten mit entsprechender Aufschrift sind bis zum 15. Juli, vormittags 11 Uhr, dem ErösfnungStcrmin, cinzurcichcm Zuschlagsfrist 4 Wochen.

Betonarbeiten.

I 770 qm Betondecken.

Kanalisations-Arbeiten,

II 900 m Rohrgräben, 454 cbm Ausschachtung, 145 cbm Mauerwerk der Kanäle und Schächte,»

ung und Üebernahme durch Se. Durchlaucht den Fürsten I bedacht' Carl zu Solms-Hohensolms-Lich. 6. Chorgesang (Männer-

daß er in den letzten Jahren nicht mehr in dem Maße wie früher dem Kriegerverein seine Dienste habe widmen können; er werde aber treu an der vaterländischen Sache < sesthalten, bitte auch die Heranwachsende Generation im 1 patriotischen Geiste zu erziehen imb sage in diesem Sinne |' allen Kameraden herzlich lebewohl. Der BezirkSvorsitzcnde Bruchhäuser widmete daraus dem Scheidenden, der lange Jahre ein treuer und guter Schriftführer gewesen sei, gleich­falls ehrende Worte. Er hoffe, daß Herr Keller noch ost hier ein lieber Gast sein werde; was ihn selbst anlange, so werde, wenn er nach Darmstadt fonmic, sein erster Schritt zum Kameraden Keller führen. Der also Geehrte sprach wiederum herzliche Dankesworte. Der Vorsitzende Gabriel bat daun die Vereinsmitglieder der Einladung zum Bankett des Gießener Nadfahrervereins 1885 am Samstag Folge zu leisten und am Sonntag sich zum Jubiläumsfest des KriegervereinsHassia" in Leihgestern zahlreich einzu- finden. Darauf trat mau in den gemütlichen Teil des Abends ein, wobei unter Klavierbegleitung Lieder gesungen und humoristische Reden gewechselt wurden. Die Anregung des Vorsitzenden Gabriel, ein eigenes Musikkorps zu gründen, fand freudigen Widerhall, und einige Anwesenden stifteten sogleich Instrumente dazu. Zunächst handelt es sich um Trommler und Hornisten; 3 Mann der neuen Kapelle haben sich schon gemeldet. Der Gedanke ist einleuchtend, denn der Kriegerverein hat seit Januar d. J§. 34 Bei trittsmeldungen zu verzeichnen und zählt jetzt über 300 Mit­glieder.

-r-. Langgöns, 28. Juni. Zu dem Gesang 8- wettstreit hat Se. Kgl. Hoheit der Großherzog einen silbernen Pokal gestiftet. Für Preise sind ungefähr 2000 Mk. verausgabt worden.

Leihgestern, 28. Juni. Am 2. und 3. Juli feiert! der KriegervereinHassia" sein 31. Stiftungsfest, verbunden mit der Ueberreichung des von Sr. Majestät verliehenen Fahnenschmucks. 20 Vereine haben ihre Teilnahme ange- ineldet, und das Fest verspricht, nach den Vorbereitungen zu schließen, recht schön zu werden.

b. Lich, 28. Juni. Die Enthüllung des Fürst Ludwig-Denkmals am Sonntag den 2. Juli wird nach der ausgegebenen Festordnung folgendermaßen gefeiert: 1. 3 Uhr: Festzug von der Turnhalle nach dem Denkmal. 2. Allgemeines Lied: Eine feste Burg ist unser Gott. 3. Chor-

Detmold, 28 Juni. Das fürstliche Landgericht hat heute im Diesseits-Prozeß die Ablehnung des Gerich­tes non Sage wegen velitischer Befangenheit als unbegründet zurückaewiesen/ Ter Prozeß gegen den verantwortl. Re­dakteur der Lippeschen Landesztg. wird nun alw doch m Mage

Die letzten Ausführungen des Herrn Architekten Sans Meyer ver­anlassen uns, unsere bisherige Anonymität gleichfalls fallen zu lassen. Einer von uns war von der Redaktion des Gieß. Auz. gebeten worden, sein Urteil über die zur öffentlichen Ausstellung gelangten Theaterpläne in einem Artikel abzugeben. Wir vereinten uns zur Abfassung des "Artikels, hatten jedoch kein Interesse daran, damals öffentlich unsere Namen zu neunen. Jetzt, da der Verfasser des gegnerischen Artikels sich genannt hat. halten wir es für ein Gebot des Anstandes, uns gleichsalls^ösientlieh zu nennen, da wir selbst verständlich die in unseren beiden Artikeln niedergelegten Auf­fassungen vor jedermann zu vertreten gewillt sind. Die u. E. un­gerechtfertigten persönlichen Angriffe des Herrn Mener glauben wir durch nichts provoziert zu haben. Wir weisen sie auf das ent­schiedenste zurück und verzichten darauf, näher auf sie einzugehen, um so mehr, als wir glauben, den größeren Teil des Gießener kuustfühleuden und kunstgebildeten Puhlikums nach wie vor auf unserer Seite zu haben.

Die Regierungsbaumeister Frey uud Schon.

ZrirH siche Nachrichten.

Israelitische Religionsgesellschaft.

Äottesdieust.

Sabbathfeier am 1. Juli 1905.

Freitag abend 8.00 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr. Predigt.

Nachmiltags 4.00 Uhr. Sabbatbansgang 9.40 Uhr, Wochengottesdienst: morgens 6.00, abends ft. Uhr.

gehalten, vom Wagen geirrt und durch Dolchstiche e r m o r d e t. Die Mörder entkamen. Die Ermordung ist ans einen Beschluß der polnischen revolutionären Partei geschehen. Der Kommandant von Lodz, Schutleworts, und der Polizeimeister Chrzanowski er-1 hielten Briefe, daß die Partei gegen sie das Todesurteil in dieser Woche vollstrecken werde.

Lemberg, 29. Juni. Aus Czenstochau wird ge­meldet, es sei dort das dritte Born ben-Attentat auf den Polizeimeister mißlungen, der am Frohnleichnams- seste auf die Menge schießen ließ und deshalb vom Nevo- lutionskomitee zum Tode verurteilt worden war. Der Polizei- meister kam aus Petrikau zurück und fuhr in offenem Wagen in seine Wohnung. Unterwegs wurde eine Bombe unter seinen Wagen geworfen, die den Kutscher vom Bock schleu­derte, die Pferde verletzte und den Wagen zertrümmerte. Der Polizeimeister blieb unverletzt, der Bombenwerfer entkam.

Odessa, 29. Juni. Es herrscht in Odessa offene Nevolution. Vor der Hauptkirche der Stadt ist eine V ombe explodiert, durch die mehrere Personen verwundet wurden. Än anderen Stellen kam es zu Zusammenstößen zwischen Militär und den Demonstranten.

Odessa, 28. Juni. Hier geht das Gerücht, das Packhaus der Russischen Schiffahrtsgesellschaft sei geplündert worden.

'Odessa, 28. Juni. lieber die Meuterei auf dem PanzerschiffeFürst Potemkin der Taurier" wird ge-. meldet: Gestern abend traf der Panzer ein. Mbald ver­breitete sich in der Stadt das Gerücht, daß die Besatzung ihre Vorgesetzten niedergemetzelt hätte, um einen Matrosen 'zu rächen. Tausende von Menschen strömten nach dem Hafen, wo der Leichnam des Matrosen Omeltschuk von dem genannten Panzer, der aus Sewastopol mit zwei Tor­pedobooten amjcfonrmcn war, lag. Auf der Brust des Ver- storbeneu war ein Zettel angebracht mit der von der ge­samten Besatzung abgegebenen Erklärung, daß Omeltschuk für die Wahrheit gestorben sei, indem er einem Offizier sagte, daß man den Leuten schlechte Nahrung gebe. Das Publikum warf fortwährend Geldspenden in eine Büchse, um das Geld für seine Beerdigung zu sammeln. Die ge- sammte Mannschaft überfiel den Kapitän und er­tränkte ihn mit seinen Offizieren, ausgenom­men acht, welche mit den Matrosen verbündet waren. IN Odessa brachten die Matrosen die Leiche von Omeltschuk in einem Boot an Land und teilten den Behörden mit, daß sie, falls man sie zu verhaften versuche, auf die Urheber des Versuches schießen würden. Eine rote Flagge wurde wiederholt an Bord des Panzerschiffes gehißt, dessen Be­satzung sich nach und nach auf alle Boote und Dampfer begab und die Arbeiter zwang, die Arbeit einzustellen. Die Koblenzieher lieferten der Mannschaft des Panzer­schiffes, welche dem Omeltschuk ein feierliches Begräbnis bereiten will, Nahrungsmittel. Man erwartet das Schwarze Meer-Geschwader. Die Erregung der Menge ist ungeheuer. Ein verkleideter Grenz Wächter wurde an der Leiche Omeltschuks getötet. Der Bürgermeister ist nach Moskau abgereist. Er richtete an die Bürger Odessas ein Telegramm, in'dem er sie bat, sich zu beruhigen und die Ruhestörungen einzustellen.

Tokio, 28. Juni. (Reuter.) Der Ausschuß der kon­stitutionellen Partei faßte heute folgende Resolution: Ob- wohl es unnötig ist, die Friedensbedingungen im einzelnen aufzustellen, halten wir es doch für nötig und für an­gebracht, zu erklären, daß ebensowohl zur Erreichung des Zweckes und des Zieles des Krieges, wie diese bei Erklär­ung der Feindseligkeiten aufgestellt wurden, als auch zur Sicherung und Bürgschaft für die Interessen unseres Reiches in Ostasien auf einer dauernden Grundlage die Abtret­ung von Gebiet und die Erstattung der Kries- k ost en gefordert und daß die koreanischen und die man-, dschurischen Fragen endgiltig und klar geregelt werden müssen Die Fortschrittspartei erließ ein Manifest, in wel­chem im wesentlichen die gleichen Bedingungen wie oben ausgestellt werden, jedoch mit Einfügung gewisser weiterer Punkte. _____________ '

Gürgesand!.

(Für Form und Inhalt aller unter ti r Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Rcdakti' d Bublimm gegenüber keinerlei Verantwortung.')

Marschau, 29. Juni. In Lodz trafen Spezialdele gierte des Kriegsministcriums zur Untcrsuchnngskommission ein: Gene­ralmajor Nowikoff und Staatsanwalt Jcnisieieff; sie sollen die Vorkommnisse der letzten Woche untersuchen. Während der Metzelei am Freitag wurden zwei deutsche Untertanen, die Lehrerin Babczynska und der F a b r i k m e i st e r Ro­mane, unschuldig erschossen. Eine Abordnung der Lodzer Bürgerschaft begibt sich nach Petersburg, um wegen die Aushebung des Kriegszustandes zu petitionieren. Der Kosaken­general Marmusow wurde auf der Straße von Arbeitern an-

-wi,ck>en Prcuflcn und den hessisch-tharinqischcn Stnnton 5°. raten. Im Ausschuß herrschte allgemeine Befriedigung über da? günstige Ergebnis der Verhandlungen und er beschloh einmütig, der Kammer die Annahme ^cs Vertrages ,u empfehlen Auch der damit in Verbindung stehende Gesetz, entwarf, betr. das Verbot des Spiel en s in a uS w artig en Lotterien, wurde vom Ausschuß nach den Ncgierung^- vorschlägen genehmigt. Weiter beschäftigte sich der Finanz. a.iSschub noch mit der erst heute m, Druck erschienenen Vor- löge, betreffend die Herstellung mehrerer Neben- bahnen in Hessen. Auch dieser Gesetzentwurf, sowie noch ciniae rückständige kleinere Vorlagen, fanden Annahme. Der Ausschuh hat damit seine gesamten Arbeiten für die zu Ende gehende Landtagstagung erledigt.

Mainz, 28. Juni. In der heutigen Sitzung der Stadtvcrordneten-Versammlung rourbe bie Wah c,neS unbesoldeten Beigeordneten an Stelle des Herrn Reinach vorgenommen. Stadtv. M. M. Mager, der von den Demokraten und Sozialdeiiiokraten ausgestellt war, erhielt 19 Stimmen und Stadtv. Dr. Bamberger Kan­didat der Ultramontanen, Freisinnigen und Nationalliberalen, erhielt 25 Stimmen. Dr. Bamberger, der der Freisinnigen Partei angehört, scheidet mit dieser Wahl aus dem Stadt-

_' Mrt' Lodz, 29. Juni. In Sosnowice streiken nun-

7. Allgemeines ~ieb: mehr die Arbeiter sämtlicher Fabriken, Eisenwerke und 8. Zug nut Musik aus Kohlengruben. Auch die Schuhmacher und Schneider haben die Arbeit eingestellt. Die Ruhe wurde gestern nicht gestört, aber es herrscht eine sehr aufgeregte Stimmung. Gestern erschoß ein Militärposten einen 16jährigen Juden, der eine Telephonleitung durchschneiden wollte. Am nachmittag tötete in Warschau ein junger Jude durch vier Revolverschüsse einen Oberschutzmann, welcher an der Schießerei am Montag auf Unschuldige teib genommen hatte.

.Vermöchte©*

Manöver. Major:Exzellenz, ich - General (ironisch):Schon? Und

Handel und Derkedr. Volkswirtschaft.

Pariser P a n i f. Der Pariser Vertreter der Daily Mail erhielt von einem bekannten deutschen Bankier folgende Erklärung der jüngsten Panik an der Pariser Börse. Die Pariser Bankiers befürchteten, daß, salls eine Verständigung nicht zu Stande ge­kommen wäre, die großen bcntkhen Finonzlcutc wie Bleichroder, Mendelssohn imv. für etwa 100 Millionen Rubel Papiere auf den Markt werfen würdeu, ivodurch für Frankreich eine Verhängnis-

Valentin Müller, der Vorsitzende des Gießener Lehrer- dercins, eröffnete die Feier durch eine patriotische Ansprache, aw Gießener Lehrer-Gesangverein trug dann unter oer Lei una de« Lehrer« Becker da« altdeutsche Scheu eu- bergersche Reiterlied vor. Hauptlehrer Storch.Butzbach dankte den Herren Dozenten für da« auch 'n btefem den Bestrebungen der Lehrer eutgegengebrachte Wohlwollen. Rainen« der Prosefforen dankte Prof. Dr. Sauer den Teil- nchmem für den musterhaften Besuch der Vorlesungen und wünschte den Bestrebungen der Lehrer die besten Erfolge, 'damit sie endlich zu dem vorgesteckten Ziele, der UnwersttStS 'bildnng, führen möchten. Lehrer Wagner-Grohen-Buseck dankte namen« der Lehrer dem Vorsitzenden der Mener Ccbrerfcfinft, V. Müller, für die Bemühungen um dao Zu­standekommen der Kurse und bittet ihn, mich ferner feine Strafte dem Lehrerstand widmen zu wollen. In humorvollen, poetischen Worten toastete Lehrer Lochau auf die deutschen Frauen und Jungfrauen. Gesänge des Lehrcr-Gesangverems Gießen und deklamatorische Vorträge bildeten den Schlust.

** Das Gerücht von einem bevorstehenden Besuch de§ Großherzogs in Gießen, das hwr mel- sach verbreitet ist, entspricht nicht den Tatsachen. Ev wurde davon gesprochen, der Großhcrzog werde zum 9iadsahrcife!t am Sonntag hierher kommen. Wst """ "" ieter Seite hören, ist daran nichts Wahres. Ami) die Nach­richt, die uns heute aus Hohensolms zugeht, das. Der , Großherzog in den nächsten Tagen wieder dort ""^"stxsichere . . ." roerb»» ©er'9firiegeri)eretn Gießen hat gestern zu darf ich fragen, tür welche Geselllüiaft? Ehren seines scheidenden Mitgliedes, des Kanzleirats Keller, einen Ehrcnabend veranstaltet, wozu auch einige Ehrenmitglieder und Gäste sich eingefunden hatten. Das mit Fahnen, Blumen und Kränzen festlich geschmückte Dereinslokal in derBavaria" war sehr gut besetzt. Nach­dem der Vorsitzende des Kriegervereins, Fabrikant August Gabriel, eine Begrüßungsansprache gehalten hatte, sprach der Ehrenvorsitzende Postsekretär i. P. Karl Mayer, herz­liche Abschiedsworte zu seinem neben ihm, auf dem Ehren­platz sitzenden langjährigen Freund und Mitarbeiter Keller, den er seiner Treue versicherte und dein er in feinem neuen Kreise in Darmstadt das beste Wohlergehen wünschte. Zum Schluß überreichte er ihm das kunstvoll ausgesührte Diplom als Ehrenmitglied des Kriegervercins. Dieser verliere .in Kanzlcirat Keller, so führte nach Herrn Mayer auch der Vorsitzende Gabriel aus, einen bewährten, treuenKameraden, dessen" Scheiden alle Mitglieder des Vereins auf das Herz lichsie bedauerten. Er hoffe, das neue Ehrenmitglied werde seine Gießener Freunde nicht vergessen und noch öfter bei seinen Besuchen in Gießen in deren Mitte weilen. Kanzlei­rat Keller dankte mit bewegten Worten und bedauerte,

ßtteßener landwirtschastllcher Wetterdienst.

^oransstchtli<?re Witternng in Hessen für Freitag, den 30. Juni 1905: Zeitweise wolkig und Gewitterregen, warm.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

(driffinat-v'ral-jmerdnnqen.

Petersburg, 29. Juni. Hier ist das (wenig glaub­hafte) Gerücht verbreitet, daß der linke russische Flügel die japanische Armee umgangen habe und zwei japanische Divisionen zur Kapitulation ge- izwangen hat. Dabei soll General Kuropatkin ge­fallen sein.

Petersburg, 28. Juni. Petersb. Telegr.-Ag. Nach­dem int Publikum und in der Presse widersprechende Ge­rüchte betreffend die Uebergabe der PanzerschiffeKaiser Nikolaus I.",Admiral Ssemjewin" undGeneraladmiral Apraxin" aufgetaucht sind, teilt der Generalstab mit, daß Admiral Nebogatow und die Kommandanten dieser Schiffe bei ihrer Rückkehr nach Rußland in An- klagezustand versetzt werden unter der Anschuldigung des iVerbrechens, das im' § 279 des Marinestrafgesehbuches

verhandelt werden. v ,

Trier 28 Juni Graf Hoensbrocch zog die Are Vi­sion gegen die Entscheidung des Kölner Oberlandesgercchts im 5? o e n " (i r n f r ii h n fh °