Ausgabe 
28.10.1905 Zweites Blatt
 
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Als er feinem Baler zu lange

blieb,

bewegimg berichtet werden.

Aniverftiät Hießen.

Verzcichuis der neu immatrikulierten Studierenden, a. Theologische Fakultät.

auf sich nehmen wollen, die daS neue Hcmdwerkerschutzgesetz ihnen auferlegt. Deshalb mag ausdrücklich darauf bmge- wiefen werden, daß die Ausbildung eines ordentlichen Dand- werkerS die Ableistung einer auf 3 bezw. 4 Jahre festgeutztcn Lehrzeit vorausfetzt und daß eine Befchäftigung als jucienö=« sicher Arbeiter nicht die Vorteile für den jungen Mann mit sich bringt, die er aus einer Beschäftigung als Lehrling er­langen kann. Einesteils bietet der Lehrvertrag die Gewähr für eine andauernden Unterbrechungen nicht unterworfene sachgemäße Ausbildung, während ein jugendlicher Arbeiter darauf keinen Anspruch hat, sondern jederzeit entlassen wer­den kann; andererseits ist nur ein ordnnngsmaing ausge­bildeter Lehrling zur Ablegung der Gesellenpriifung berech­tigt, die nach den Bestimmungen deS Gesetzes die Borau - setzung bildet zur Erlangiing des NechtS, späterhin se Lehrlinge anleiten zu dürfen. Ferner können zur Mcister- vrüfung, mit deren Ableistung die Berechtigung zur ^mbrung des Meistertitels verbunden ift, nur Bewerber zugelassen werden, welche die Gesellenprüfung befanden haben. Eltern und Vormünder von jungen Leuten, die sich

berufe widmen wollen, werden also darauf bedacht sein müsien, daß ihre Pflegebefohlenen stets als ^ehrlmge und nicht als jugendliche Arbeiter in Beschäftigung genommen werden. Der Lehrvertrag ist schriftlich abzusehließen.

letfiroabenbeim, 25. Oktober. Sim ComSt-iq abend ginfl em junger Alaun in den Keller seines ValcrS. um nach dem Neuen zu sehen.

Linie wird an dem kleinen Dorfe La Fayet, das sich im äußersten Citcn deS Tales von Ehamonix befindet, beginnen, um den Norbwestab. ang deS Montblanc in einem weiten Bogen zu gewinnen.und auf dem Plateau Aigmlle du Gonter in 3873 Meter Höbe zu enden. Von hier bis zum Gipfel deS Berges sind nur noch 800 Nieter zu steigen, waS in ungefähr vier Stunden möglich sein wird. Das Ly'tem Guyer-Zeller, das sich bei der Jungfraubahn so trefflich de- währt, wird auch hier angewendet. Für den Bail sind fünf bis sechs Jahre vorgesehen. Von La Fayet bis zur End- siation beträgt die Entfernung 19 Kilometer, die in drei stunden zurückgelegt werden. £er_ Fahrpreis ist in der

Sohn bewußtlos an

Rettungsarbeiten verlor er infolge der Gargase ebenfalls das Bewußtsein, konnte aber noch um Hilfe rufen. Nachbarn eilten herbei und retteten mit Lebensgefahr die bem 4.oöe nahen Menschen. \ <

_j. Frankfurt, 27. Okt. Am 5. November findet hier eine größere Viehhändler-Versammlung statt. Zu dieser Versammlung erhalten besondere Einladungen. 1. Der Mitteldeutsche Viehhändler-Verein in Frankfurt a. M., 2*. der Hessische Viehhändler-Verein in Mainz, 3. der Lber- hessische Viehhändler-Verein in Alsfeld, 4. der Viehhändler-Verein in Wiesbaden, 5. der Deutsche Tsieh- Händler-Verein in Dierdorf. In dieser Versammlung wird über die Fleischteuerung referiert und die Bundesfrage verhandelt und über den heutigen Stand der Viehhändler-

ging dieser" ebenfalls in den Keller. Er fand seinen ö - - einem Faß lehnen. Bei den

gleitung das Gericht. iR

* Eine kostspielige Beleidigung. Vor zehn I <>.......----- - . Q T

Fahren wurde der Kaufmann und Vizepräsident der New- h Meier, Freiburg a. d. Elbe, Gimnberger Lirape 8L Yorker Hondelskammer. Louis Siern °us N-wqork der d," L Mayer. Mamz,

neüoertretenben Badekomnusiar Frhr. v. Thungen tn ^uUnge $ ^unfeli Alzey, Grünberger Ciraße 4. bedroht und beleidigt hatte, vorn Schöffengericht zu 600 Nil. Sckaeg, Grebenhain, Bleichslrabe 14.

Geldstrafe und zwei Wochen Gefängnis verurteitt. tz. Sieglitz, Bingen, Lieb,gstraize 55

« i R 0000 NI k im St ich! H. Tomiorde. Gießen, Settersweg 89.

Stern, der eine Kaution von 8 0 000 r. im öiiaj y Werner, Mainz, Bruchstraße 4.

gelaßen und die Strafe nicht angetreten hatte, Ut letzt o e - Wodaege, Friedberg, Bismarckstraße 6.

qiiodigt worden. Tie Kaution ist, wie dieAugsb. Abend- 3tmmeimann, Mainz, Ludwigstraße 31.

fl schreibt, selbstverständlich verfallen. Die Affäre hat e. M e d i z i n i s ch e F a k i> l t ä t.

seinerzeit außerordentliches Ai.ssehen erregt. Frhr. v. Thi'mgen ef). H. Altkaustr Med Warschau Neuenweg 30. handelte völlig korrekt, als er Stern verbot, daß dieser^seinen E. ^rünberger Str. 8.

Sohn bei einer Tanzunterhaltung iin Kursaal, zu der laut -- Griesheim, Stevhanstraße 29.

Badevorschrift nur Personen über 15 Jahren zugelassen Frank, Tierhtk., Bad Kiisingen, SelterSweg 3-).

werden mittanzen ließ. Er wrirde von Stern gröblich be- Th. Funeeius, Med., Langenberg (Rhtd.). Wohnung noch nicht schunpji und nut Dbrfciflen bedroht. Stern letzte dann du ana-^en^ Ei,,bad°n. in Friedberg. . amerikanische Gesandtschaft in Bewegung, es wurde auch ^cihuhlk., Aschaffenburg, Bahnhofftraße 60.

sonst versucht, Freiherrn v. Thüngen dazu zu veranlassen, ^m-inger, Med., Gießen, Grünberger Sirape J- daß er sich mit einer Abbitte Sterns begnüge. Der Be- B. Löwintohn, Med., Lepet tRutzlanbf, Frankfurter Straße 63. leidigte ging darauf aber nicht ein, worauf gegen Stern der I A. ^^-Web., Hechts^"'si^bna^Rußland), dtticestraße 23. Prozeß durchgeführt wurde, der nut oben erwähnter -.e ' Med., Schadzmsk (Rußland>, Bleichstraße 31.

urteilung endete und einschließlich der verfallenen Kaution Regner, Med., Mamz, Bismarckstraße 6.

e.t 1 00000 Mk. gekostet hat. Stern kann übrigens ben r. Reifert, Med., Erfurt, Sudanlage 21 9t.

Verlust verschmerzen, da er Teilhaber der groben Newyorker A. Rudmk, M°d..^°l^L>U>w,^ra^-°. DamenkonfektionSsirma Stern Brothers und ein notorisch Meb., Kürnbach, Bleichstraße 16».

reicher Tlann ist. | £>, Streibel, Tierblk., Dber-Gloan», Franttnrter Straße ol___ j

lieber die M ontb lanc-Bah n wird auS Brieg Märkte. k .

geschrieben: Vor wenigen Tagen haben für die großartige f Frankfurt a. M., 27 Okt H s u nd S t r oh- Eismbahn, deren kbhneS Ät.Ä»

Dz'. Fallenbagen, Darmstadt, Ebelstraße 16.

HUHiu». - , E.' Görtz, Mainz, Ludwigstraße 46.

Arase, und Frl. Salo verlieb sröhlich lächelnd mit ihrer Be. | r. s4.

' Kiiab, Ludwigshafen a. 91 h., Bleichstraße 21.

Maurer, Darmstadt, Frankfurter Straße 62.

D i e Vermählung der Gräfin Viktoria Gleichen, die eine richtige Cousine derdeutschenKaiserin ist, mit Mr. Percy Machell, dem Verweser des britischen Ministeriums des Innern für Egypten, wird in ben ersten Tagen des Dezembers in der Schloßkapelle von St. James in London gefeiert werden. König Eduard VII. und die Königin Alexandra haben ihre Anwesenheit zu der Trauung

zugesagt.

* Eine Japanerin, die mit Männern Ball spielt. Aus New-York wird berichtet: Niaso Sato, eine kleine, zierliche Japanerin, die dieser Tage den wegen seiner herkulischen Kräfte gefürchteten Sportsman Mc. Cullum per Jiu-Jitsu zu Boden streckte und ihn dort so lange fe ft hielt, bis ein Polizist den Mann verhaftete, gab im Polizeigericht eine Demonstra- Hon ihrer Kunst der nachdrücklichsten Selbstverteidigung. I Europas zu überwinden,

Fräulein Sato erschien m Begleitung deS Dolmetschers Koyta Poshmura im Gericht und wurde zunächst gefragt: .Was hat Ihnen Mc. Cullum getan?*Sie sagt, er habe sie an ber Schulter gepackt*, erwiderte der Dolmetscher der kleinen Same.Hat er Sie angesprochcn?* -Sie sagt, sie habe ihm dazu keine Zeit gelassen*, sprach Yochmura. Mas taten Cie also?* fragte der Richter. Frl. Lato suhrle mit dem Dolmetscher eine lebhafte Konversation, woraus der Dolmetscher bemerkte, daß die Japanerin die schwierige Frage des Richters nicht so ohne weiteres bcanhvorten könne.

Schlage vor, daß sie dem Maaistrat vordemonstriert, was m .-«Äs

uctlltbcn Fraulem verdolme wt und °->d ,h> ' ®c nU'JJ,C; g" bestehen, die eleklrilch geheizt und beleuchtet und

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Cullum getan; im nächsten Augenblick packte die Laine nut einer blitzartigen Bewegung den anderen Arm des Mannes, stellte eines ihrer kleinen Füßchen vorwärts, uiid ziim un-

bet 165 Pfund schwere Mann über das ^vpf chenl gzjes-en, Liebigstraße 29.

9! i a s o 8 iind lag stöhnend auf seinem Rucken.Ich P. Lchorlenuner, Darmstadt, Ccliersweg 4. flog noch höher und fiel noch härter", bemerkte Mc. Cullum, b. Juristische Fakultät,

sich nachdenklich den Rücken reibend. Er erklärte dann Tr B. Berichard, 33.

weite., er habe geglaubt, Fel. Sato zu kennen und Ihabet s,e b. WkkL-iL

deshalb angesaßt: eine Ungebührlichkeit habe er nicht -- - r,-S4-

sichtigt. Der Kadi Dcrurteüte ihn trotzdem S". 3 Dollars j

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i.

Die Scctbereitung ift keine ^£-7 Fabrikation im aewöbnlichen Sinne des Worts. Sie vollzieht sich nicht schablonenmäsiig und kann auch nicht nach Belieben geregelt werden.

II.

Der wein selbst ist eine Materie von un­endlichen Variationen, bedingt durch die Art der Rebe, ihren Boden, durch die witterungsver- hältniffe in allen Stadien der Zruchtentwicklung, ferner durch die Behandlung der ausgereiften Traube und ihres Saftes zur ^eit der £efe, itnb endlich durch die Weiterentwicklung des Weines aus dem gärenden ZHofte.

III.

M Um sich ein klares, unabhängiges

y Urteil über die Sectmarke zu bilden, ist es notwendig, verdeckte versuche zu machen, in der weise, daß beim Aus- probieren alle die in Hrage kommenden Flaschen mit völlig gleichmäßigen Umhüllungen versehen werden.

V.

wer sich für eine Sectmarke bestimmt ent­scheiden will, wird das nur unter diesen Voraus­setzungen tun können.

VI.

(Eine wirklich gediegene warke muß tadel­losen (Geschmack und (Geruch besitzen, von leichter Art und sehr bekömmlich fein.

Ohne genaue Kenntnis dieser Mannigfaltig­keiten im Tharakler des Weines, ohne geschickte Behandluna aller Einzelheiten bei feiner Auswahl und Verwendung zum Sect, ohne die peinlichste Fürsorge während der jahrelangen Dauer seiner Entwicklung laßt sich kein Sekt erzielen, der das Beste vom Besten darstellen soll.

VII.

Kupferberg Gold" ist die warke, welche alle diese Eigenschaften in ber- vorragendem Maße besitzt. Ein versuch wird uns das jederzeit bestätigen.

Sectkellerei Kupferberg, Mainz.

«6/

Der Vorstand.

Gamasche»

und

Kunstwerem.

Die Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand ist von morgen Sonntag den 29. I. Monats wieder geöffnet.

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Bekanntmachung.

In ber Zeit vom 21. bis 28. Oktober 1905 wurden m a'e f u n b e n: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Zwicker, i Plom- 9 1 bierzange, 1 silb. Rernontoiruhr und 1 Regen-

schirm; ,.

verloren: 1 gelbes lebernes Portemonnaie mit 60 biS 70 Mark in Golb Inhalt, 1 Brillantohrnng, 1 goldener Zwicker, 1 Portemonnaie mit 4 biS 5 Mark, 1 Schlüffe! und 1 Fahrschein ber Pferdebahn zu Dusan Inhalt, 1 schwarzes ledernes Portemonnaie mit 58 Mark, 1 Jagd­schein, 2 Fahrkarten München-Frankfurt a. M. unb Frankfurt a. M. biS Gießen und zurück Inhalt und 1 goldenes Halskettchen mit goldenem Herzchen.

Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Einsprüche alsbald bei uns geltend zu machen, Gießen, den 28. Oktober 1905.

Großh. Polizciamr Gießen.

Herberg.____

(tzrotzst. (bewerb schule (tzictzen.

Das Wintersemester der unter Oberaufsicht Großherzog- Hdjer Zentralstelle für die Gewerbe stehenden gewerblichen Lehranstalt beginnt

am 30. Oktober d. I., vormittags y29 Uhr.

Anmeldungen nimmt entgegen und Auskunft erteilt die Schulleitung.

Gießen, den 18. Oktober 1905.

Der Aufsichtsrat: Die Schulleitung:

fcentig enftoebL Traber.