Mittwoch 30. August 1905
Erstes Blatt.
155. Jahrgang
wär-Ainik.
Ideen zur Wirklichkeit werden zu lassen, als nunmehr die,
Sie heutige Kummer umfaßt 8 Seilen.
Das deutsche
tigstes Schiff seinem Elemente zuführe.
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Uephacke kwaJd.
größte aller
deutschen Reedereien ihr gcwal*
Schiffsrumpf des neuen Doppelschraubendampfers aufgestellt. Der Kaiser schritt die Front der Ehrenkompagnie ab und begab sich mit der Kaiserin auf die Tauskanzel.
Bürgermeister Burcha rd aus Hamburg hielt die Taufrede. Er führte aus: Der heutige Tag erglänze als leuchtender Höhepunkt in der Geschichte der Ham b urg-Amerika- Linie, die stets bemüht gewesen sei, ihre weltumfasienden
Hstseetage.
Stettin, 29. August.
Der Kaiser und die Kaiserin trafen heute vorinittag Uhr 85 Min. auf dem hiesigen Bahnhofe ein, begaben an Bord des Stationsschiffes „ Carmen * und fuhren nach
Hingen früher- beziehbar, toäwerleu mittel» -nncn die schönsten -11 Zimmern mit 3252
, Hofmaitustr» U.
Werft des „Vulkan*. Tas Wetter war trübe. Auf dem Festplatze der Werft hatten sich die Spitzen der Behörden, der Aufsichtsaat und die Direktion des „Vulkan*, viele Offiziere mit ihren Damen und die Ehrengäste versammelt. Die Arbeiter der Werst halten sich auf und neben dem riesigen
»le Basses ä‘> Freiwilligen, na.
beTtoe Unter- stalt.
September.
4254
r. KübeL
Nv. 803
erfdjeini täglich außer Sonntags.
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Gleichzeitig mit den ersten FriedenSmeldungen lief übrigens noch folgende Meldung vom Kriegsschauplätze ein:
Petersburg, 29. Aua. (Pet. Tel.-Ag.) General Line- tv i t.s ch meldet unter dem 28. Aug.: Unsere gegen Ardagau vvr- gegangene Truppenabteüung nahm dem Gegner in einem Gefecht 116 Gefangene ab, von denen 26 verwundet und 90 unverwundet sind. Unsere Verluste betragen 6 Mann.
Linewrtsch, der Renommist, der bisher noch gar keine Gelegenheit gehabt hat, seine Leistungsfähigkeit zu beweisen, wird vielleicht der einzige Russe sein, der sich den Anschein geben wird, als sei ihm der Friede unerwünscht. Marschall Oyama dagegen verlangte bereits seit Wochen mit Rücksicht auf das- militärische Interesse Japans dringend, die kriegerischen Operationen sofort wieder aufzunehmen, wenn nicht unverzüglich der Friedensschluß erfolge. Nun wird er wohl der erste sein, der das Ende des Krieges begrüßt im Interesse seiner über die Maßen angestrengten heldenhaften Mannschaften, denen endlich Ruhe tm Schmucke des Siegeslorbeers wahrlich zu gönnen ist.
befreit auf. Mit beispiellosem Jntereffe, aber auch mit dem Schauder, den da§ furchtbare Morden im fernen Osten in der Brust jedes gesitteten Menschen Hervorrufen mußte, haben die Völker der Erde dem gewaltigen Ringen des russischen Kolosses, dessen tönerne Füße längst sprichwörtlich geworden sind, mit dem mächtig aufstrebenden Pionier der gelben Rasse zugeschaut.
Richt völlig wird die Spannung sich jetzt lösen; die Probleme, dse der ostasiatische Krieg aufgeworfen, können auch durch den Friedensschluss noch nicht endgiltig entschieden werden. Aber e« besteht doch die Hoffnung, daß es gelingt, die weitere Entwickelung in friedlichen Bahnen zu erhalten. Daß dies gelingen möge, ist der dringende Wunsch wohl der ganzen Welt, namentlich auch Deutschlands, dessen Regierung keinen Augenblick gezögert hat, die Friedensaktion des, Japan zu fürchten beginnenden Präsidenten Roosevelt, dessen Verdienste um den Frieden doch niemand verkennen darf, zu unterstützen. DaS siegreiche Japan aber hat sich durch seine Selbstbescheidung den Dank aller Kulturvölker gesichert; auch sein eigner Vorteil wird dabei vielleicht besser gewahrt sein, als wenn eS durch Schroffheit den Frieden vereitelt hätte. Wir können nur wünschen, daß der so mühsam erreichte Friede sich als dauerhaft erweisen möge.
Japan hat das Ziel, weshalb es den Krieg begann, erreicht, nämlich das Zurückdrängcn des russischen Einflusses und Korea und seine Entfernung aus der Mandschurei, die Anerkennung des „offenen Tores" dort. Wenn es weiter gekämpft hätte, wäre vielleicht Wladiwostook gefallen, aber auch dann wäre Rußland nicht unbedingt zum Frieden gezwungen gewesen. Das Ende war nicht vorauszusehen, deshalb aab Komura, wenn aucb gewiß recht widerwillig, in der Jnoemnitätsfrage nach, die nicht ein vitales Interesse für Japan bedeutet.
ES ist anzunehmen, daß Rußland nach dem großen diplomatischen Siege in der Festsetzung der Einzelheiten, namentlich der hohen Entschädigung für die Verpflegung der Kriegsgefangenen, freigebig sein werde. Kein anderer war so wie Witte zur Durchführung der Aufgabe geeignet. Ihm allein hat der Zar das so über alle Massen glücklich für Russland auSgegangene Friedenswerk zu danken, sein Name steht heute unter den Staatsmännern der neuesten Zeit in höchstem Glanze an der obersten Spitze. Als anerkannter Führer der Friedenspartei vor dem KriegeFund Gegner der russischen ExpasionSpolitik in Ostasien, gab er den Japanern die Gewähr, daß er bis an die Grenze seiner Vollmachten ging, sodaß seine Versicherung, Rußland zahle keinesfalls eine Entschädigung, ernst genommen wurde. Dadurch, daß er KomuraS Vorschlag, die Punkte einzeln vorzulegen, abwies und die Vorlegung der ganzen Liste der Bedingungen verlangte, konnte er zunächst die Rußland annehmbaren Punkte gewähren und dann die Japaner mit der Entschädigungsfrage in die Enge treib en.
Sehr bemerkenswert ist, daß sogar bereits ein neuer Meistbegünstigungsvertrag zwischen Rußland und Japan diSkutieä worden sein soll sowie der Artikel betreffend die Räumung der Mandschurei. Ferner wurde, wie eS heißt, über die ostchinesische Eisenbahn bestimmt, daß sie ganz unter japanischer Kontrolle stehen soll, falls China zustimmt. Die Güter Rußlands und Japans sollen gleiche Transportvergünstigungen genießen.
per Friede ist gesichert!
Folgende Nachrichten, die die Welt in freudige Erregung -ersehen werden, verkündet heute das W. T. B.:
Portsmouth, 29. Aug. (Neuler.) Die heutige Sitzung der Friedens-Konferenz hat kurz nach 10 Uhr begonnen. 8s wurde eine völlige Uebereinstimmung in allen Fragen erzielt und beschlossen, zur Ausarbeitung des Friedens-Vertrages zu schreiten. Die Konferenz vertagte sich auf 8 Uhr nachmittag?. — Die „Associated Preß" meldet: Die Japaner machten tatsächlich alle Konzessionen.
Die weiteren ofsiziösen Nachrichten lauten:
Portsmouth, 29. Aug. (Reuter.) Die FriedenS-Dele- gierten beantragten beim russischen bezw. japanischen Kaiser, daß sofort ein W a f s e n st i l l st a n d abgeschlossen werde. — Die FriedenSnachrtcht wurde hier mit großer Begeisterung ausgenommen.
Portsmouth, 29. Aug. (W. B.) Witte erklärte in einer Unterredung, die er alsbald nach dem Zustandekommen der Einigung hatte, er sei über den großen und glücklichen Erfolg erstaunt gewesen, den er nicht zu hoffen gewagt hatte. In der Dormittagssitzung der Konferenz legte er ein schriftliches Ultimatum Rußlands vor, das die Japaner zu seiner Ueber- raschung an nahmen. DaS Ergebnis sei ein großer Sieg für Rußland. Witte hob dann die Punkte hervor, in denen Rußland mit seinen Wünschen obgesiegt hatte, und sagte, er habe aus Befehl des Zaren nur de« südliche« Teil vou Sachalin abgetreteu. Bezüglich des Besuches, den der Finanzmann Vanderlip gestern Witte gemacht hat, deutete dieser die Möglichkeit an, daß Russland eine Friedensanleihe abschließt, und gab der Ansicht Ausdruck, daß zur Regelung der Einzelsragen einige Zeit erforderlich sein werde.
Privattelegramme melden folgendes:
Portsmouth, 20. Aug. Russland zahlt einzig für die Unterhaltung der Kriegsgefangene«.
Portsmouth, 29. Aug. Witte teilt über die Bedingungen mit, dass
Russland keinerlei Kriegscntschädignng zahlt und Sachalin zwischen Rußland und Japan geteilt wird. Um 1 Uhr kehrten Witte und Rosen in daS Hotel zurück. Auf der Veranda warteten zahlreiche Journalisten. Bei der Einfahrt des Automobils ertönten Jubelruse. Witte schüttelte den Journalisten die Hand, sichtlich tief erregt. Auf der inneren Treppe verkündete er, kaum sprechen könnend, das günstige Resultat für Rußland, daS die Journalisten mit ,Vive la Russie I“ beantworteten. — R ußland i st nicht gebunden, den südlichen Teil Sachalinszurückzukaufen, so daß keinerleiSchieds- g e r i ch t nötig ist. Die Unterhändler verbleiben vorläufig hier, um die Einzelheiten betreffs der hohen Entschädigung für die Unterhaltung der Gefangenen, der Räumung des besetzten Gebotes, der Grenzregulierung und Eisenbahnen festzusetzen. Der Vorschlag des W a s f e n st i l l st a n d e S geschah beiderseitig gleichzeitig.
Portsmouth, 29. Aug. Zuerst schlug Komura eine Reduktion der Rückkaussumme für Sachalin vor. Witte antwortete: „Ich lehne das ab, Rußland gibt keine Kriegsentschädigung. Rußland übergibt Japan die südliche Hälfte Sachalins, kauft sie aber nicht zurücf. Das ist aus Befehl des Zaren mein letztes Wort/ K o m u r a antwortete trocken : „I a c c e p t“.
New-Uv rk, 29. Aug. Beim Eintreffen der Friedens- Nachricht sagte Roosevelt: „Dies ist wundervoll. Nichts hat mich seit Jahren so erfreut, wie diese Botschaft."
So ist denn also der Friede gesichert und das Ende des grauenvollen Krieges, der dem riesigen russischen Reiche so endlose Niederlagen und so überaus schmerzhafte Verluste gebracht hat, nahe bevorstehend. Die Meldung kommt, trotz der günstigen gestrigen Nachrichten, die man aber nur als die letzten Versuche Roosevelts ansah, doch überraschend, und man könnte sich versucht fühlen, sie mit einem Fragezeichen zu versehen, wenn nicht alle offiziösen und privaten Nachrichten mit so vosi- tiver Bestimmtheit aufträten und im wesentlichen überein stimmten. Das Ergebnis der Friedenskonferenz bedeutet in Wahrheit einen ganz unerwarteten glänzenden Sieg Rußlands. Denn alles, was bisher — noch dazu aus ziemlich unsicheren Quellen — über etwaige weitere Zugeständnisse verlautete, ließ nur eine Herabsetzung der von Japan geforderten Kriegskostenentschädig- ung oder „Rückkaufssumme" für die halbe Insel Sachalin erwarten, während Rußland mit aller Bestimmtheit jede Festsetzung einer Entschädigung, gleichviel in welcher Form, abgelehnt hatte.
Auf alles dieses ist Japan ein gegangen!
Eß werden sich jetzt viele Stimmen finden, die ihr lebhaftes Mißfallen und ihr herzliches Bedauern über die gar so große Willfährigkeit Japan? zum Ausdruck bringen werden. Daß in Japan selber große Niedergeschlagenheit herrschen wird, daß das ganze Volk seiner Erbitterung über diesen im Grunde doch sehr kläglichen Ausgang freien Lauf lassen wird, ist nicht zu bezweifeln. Von den vier Streitpunkten: Indemnität, internierte Schiffe, Beschränkung der erussischen Seemacht in Ostasien und Sachalin, haben die Russen alle mit Ausnahme de§ letzten vollständig durchgedrückt. Besonders schmerzlich für Japan ist, dass es keine Kriegsentschädigung erhält, wodurch die offizielle Anerkennung des Sieges und ein Aeguivalent für die großen Lasten des Volkes vor und während des Krieges fehlt. Die Enttäuschung in Japan wird also recht groß sein, namentlich auch angesichts der Nachricht, daß die Reisernte in Japan sehr ge- litten hat und ein Notstand unter der ärmeren Bevölkerung daher unausbleiblich ist.
Trotzdem zögern wir nicht mit dem Ausdrucke uneingeschränkter Befriedigung über das, nach entsetzlichem Blutvergießen, nach der Hinmordung so vieler Tausender braver Söhne ihrer Heimat, endlich gesicherte Ergebnis der Friedensverhandlungen selbst. Die Welt atmet wie von einem Alp
S w i n e m ü n & e, 29. August.
Heute vormittag sand ein kameradschaftliches Frühi stü ck auf einem engl. Kriegsschiffe statt, zu dem die Offiziere der Garnison und Flotte geladen waren.
An Bord des deutschen Flaggschiffes „Kaiser Wilhelm II." fand heute mittag bei dem Großadmiral v. Köster ein Diner statt. Geladen waren Admiral Wiffon, Biz^ admiral Moore, Kontreadmiral Poore, sowie die Kommandanten der englischen Schiffe und die Spitzen der Militär-, und Zivilbchörden der Stadt Swinemünde; ferner der englische Konsul von Stettin und der englische Dizekonsul von Swinenkünde. — Die englischen Matrosen erhielten um! 2 Uhr Landurlaub.
Beide Flotten liegen an derselben Stelle vor Anker wie bei ihrer Ankunft. In erster Reihe die englischen nach Divisionen geordnet in einem Abstand von 1000 Meter. Die deutschen Linienschiffe liegen in zwei Reihen geordnet; in einer Dritten Reihe liegen die dem Geschwader BetgjO gebenen kleinen Kreuzer. Fortdauernd vermitteln Dampf- pinassen und kleine Dampfer einen regen Verkehr zwischen den Schiffen und den deutschen Besuchern. Dampfer und Eisenbahnzüge bringen stündlich neue Schaulustige herbÄ.
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW
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Volk, daß die Bedeutung des Meeres und der Schiffahrt für ein wirtschaftliches Gedeihen erkannt habe, begrüße mit Stolz den herrlichen Zuwachs seiner blühenden Handelsflotte. Mit ihm freue sich besonders Hamburg des schönen Schiffes. Mit dem Hochgefühl der Freude aber einige sich der tiefempfundene Dank für das gnädige Interesse, das der Kaiser seit langen Jahren in stets gleichbleibender Huld der unter genialer Leitung voll erblühten Hamburg-Amerika-Linie erwiese, und. für die von feinem Verständnis für daS wirtschaftliche Interesse der Gesellschaft zeugenden Anregungen, die ihr vom Kaiser so oft zuteil geworden seien. Festgegründet seien auch die huldigenden Beziehungen, deren die Gesellschaft zu der Kaiserin sich rühmen dürfe. Die Kaiserin wolle heute bekunden, daß ihr der meereSftohe Geist der alten meet^ umschlungenen Heimat nicht fremd geworden, daß sie sich eins weiß mit ihrem Gemahl in der Anerkennung und Wertschätzung der deutschen Betätigung auf dem Gebiete der völkerverbindenden Seefahrt. Möge daS Schiff, dem in Gegenwart deS Kaisers der Name der ersten, edelsten und besten deutschen Frauen zuteil werde, allezeit glücklich die Meere befahren imb stets den Ruhm der hohen Frau zu künden wissen, in welcher Alldeutschland seine Kaiserin preisend verehre. Burchard schloß mit einem Hochruf auf den Kaiser und die Kaiserin.
Die Kaiserin zerschellte darauf die Sektflasche am Bug deS Schiffes mit den Worten: „Ich taufe dich Auguste Viktoria!"
Hierauf begab sich das Kaiserpaar zur Ablauflanzel. Der, Stapellauf ging glänzend von statten. Es war ein imposanter Anblick, wie die Schrauben sich zu drehen begannen.' Einen Moment hatte man das Gefühl, daß baS Schiff gegen, das nahe gegenüber liegende Ufer stoßen könnte. In detz Mitte des Flusses blieb es endlich liegen, nachdem die beiden mächtigen Zuganker Halt gefunden und gefaßt hatten. Man kann dem Vulkan zu dem glücklich gelungenen Stapellauf nur gratulieren. Es ist das größte Schiff der Welt, welches hier zu Wasser gekommen ist. Seine Eigenart gegenüber den! Schnellschiffen wie „Deutschlandund „Kaiser Wilhelm dcr§ Große* besteht hauptsächlich darin, daß es nicht wie diese 22 bezw. 23 Knoten, sondern nur 17 laufen soll.
Die „Kaiserin Auguste Viktoria * wird Anfang nächsten Jahres ihre Fahrten nach Amerika aufnehmen können. Si^ wird 1000 Kajüt- und 2500 Zwischendeckspassagiere aufnehmen und 650 Mann Besatzung haben. Ihr Schwesterschiff, die in England gebaute „Amerika*, ist mit den Probe--' fahrten beinahe fertig und soll Oktober^ die erste Fahrck über den Ozean cm treten,
Nach dem Stapellauf hielt der Kaiser noch eine ganze Weile Cercle und unterhielt sich ganz besonders lange mit dem Generaldirektor Ball in.
Der Kaiser nahm dann mit der Kaiserin das Frühstück bei dem kommandierenden General v. Sangenbecf ein. Generaldirektor Ba llin erhielt die Brillanten zum KSnigl. Kronenorden II. Klasse, Geh. Kommerzienrat Schlutow erhielt den Stern zum Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub und Krone.
Dem Stapellauf des Schnelldampfers wohnten auiH zahlreiche Fremde bei, darunter 1200 Mitglieder der Pro^ vinzialgruppe Berlin-Mark-Brandenburg! des Deutschen Flottenvereins, die nachstehendes HuldigungD-Tele-i gramm an den Kaiser absandten:
„Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät sicheln 1200, Mitglieder der Provinzialgruppe Berlin-Mark Brandenburg beä deutschen Flottenvereins, die zum Stapellauf des Schnelldampfers „Auguste Viktoria" und zum Besuch der englischen; Flotte (Das stimmt nicht! D. Red.) nach Stettm-Swinemunde gefahren sind, begeistert zu. Fest überzeugt, daß eine starke, achtungsgebietende Flotte das sicherste Bollwerk des Friedens ist, für dessen Erhaltung Eure Kaiserliche Majestät unermüdlich sorgen, geloben die Mitglieder der Provinzialgruppe, mit ihrer AufÜLr» ungstätigkeit nicht eher aufzuhören, bis das ganze deutsche Volk von dieser Notwendigkeit durchdrungen ist. Es lebe unser Kaiser, König und Markgraf, Hurra!"
Das Karserpaar ist um! 3 Uhr 45 Min. nachmittags von hier nach Wildpark ab gereist und ist um 6 Uhr 45 M.ü^ abends auf Station Wildpark eingetroffen.


