Mr. 175
außer BonmagS.
Dem ®te6enrr Anzeiger werden im Wechsel mit dem Vesf.sche» Landwirt die «ietzrittr Zamtlien- Wtttt viermal in der Woche betgeltgL
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fcteffto«, unh TvndertV.
e<tdf0ro6« 7. Mbrefie ffn Dev-schenr «uzeiger Gieße«. ^fHifprfd)anid)lu6 Nr 51.
Freitag 28. Juli 1905
Kultes Blatt.
155. Jahrgang
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen
monaruch7b viertel» jährlich Ml. 1.B0, durch Ad hole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pl.: durch diePosl Mk.r.— viertel- jfibrL auSschl. vcslellg. "tnahme Mn Lnzet'« ir die i» air'ii-’nxtt H DO^nttt-rgs J' tK,
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Teil! v- Wtttlo: für ,Stadt und 2anb* und .GettchtSlaal': August Goetz; Mr den Anzeigenteil: HanS Beet
ILe heutige Kummer umfaßt 10 Seiten.
Artikel 31 aufnahm. politisiert haben.
Die Nersassung nahm den Erlaß eines Reichswahlgesetzes <Lit, „2 0 .
tn Aussicht. Der Entwurf zu diesem Gesetz wurde vom in milderer, hort, in Ministerium Bismarck am 9. März 1869 eingebracht. Erl sich ihre Bekirr-""'""
bestimmte in § 10:
_Das Wahlrecht wird in Person durch verdeckte, in eine i wuv. Mir iüaen aleicü hinzu: nur
Wahlurne uicbeijukgenbe S,in»nz°tt°l Ohne Unlerfd)rift °u-. zreTlucht unterwon . > d 2ibä c? sino rmmer-
wesentlichcn an bas Reichswahlgesetz vom 12. April 18491 bienftc za leiste». Lie mag mit aller Wucht ErscheimuiMik unb an bas preußische Wahlgesetz zum Reichstage v°m b-Iampfcu, die Irlich halt, ^cr^Z stcht >hr nutzt
1^°k°fber $<,06 ®ey?n ifl am «•** 186'* 8 äroci ’iöeifpicle werben Hat machen, was wir meinen
verkündet; es sührte bie geheime Abltimmung enbgiltig uni,ker foiialbemottatif*c Parteivorstand erliest für die Dauer ein und güt bis auf den heutigen Tag. kürzlich, wie bekannt, eine Aufforderung zu Geld- Aus alledem geht hervor, daß kein anderer als Fürst sanimlungen für die russischen Revolutio-
BiSmarck die geheime Stimmabgabe vor- näre. Man kann darüber streiten, ob diese Kollekte einl geschlagen hat, in den ,Grundzügen' von 1866, im glücklicher Gedanke war. Man kann auf dem ^andpunkt Bündnisvertrag, im Entwurf zur norddeutschen Verfassung, stehen, sie für einen schweren Fehler zu halten. Man kmur im ersten Entwurf zum Wahlgesetz wie in den folgenden; russische Verstimmungen gegen D^.^chland, die m d^ttsch«q niemals hat Fürst Bismarck di- öst-ntliche Abstimmung im ^LUgel-g^n stnd, »cn solcher Forde^ s,d
Bundestag, im Landtag, im Reichstag beantragt. Fürst Bis- Gliche Zeitungen gründliche littlersuchungen darüber
marck hat dem Reiche also ine geheime Wahl beschert. | ^stellten, ob nickt mit Lülfe des Strafgesetzbuches den 9kx*
Jürft ZZismarck und das geheime Wahlrecht.
Der erste Reichskanzler hat eimpal seine Verwunderung darüber ausgesprochen, wie politische Tatsachen schon wenige Jahre, nachdem sie sich vollzogen haben, in geschichtlichen Darstellungen entstellt und in ihr Gegenteil verkehrt werden. Man kann diese Wahrnehmung in den Betrachtungen bestätigt finden, die seit Jahren über den Anteil des Fürsten Bismarck an dem geheimen Wahlrecht angestellt werden. Da hat sich die Legende gebildet, der leitende Staatsmann sei ein Vor-
So sagte noch Graf Mirbach am 28. ^um 1905 tm Hemn- Nolltisltle TttaebschaU. gcbnis der Untersuchung war natürlich negativ. Wir
Haufe gegenüber emer Bemerkung, wonach Fürst BtSmarck die yviUl,U|r vj/uyiy,ujuiu meinen: nach dem verunglückten Königsberger ZarenprvzeH
geheime Wahl eingeführt habe: Ein deutsch-franzofischer Grenzzwischenfall. toar am wen tasten Anlaß zu solchen Erwägungen. Irren
»Das ist nicht richtig. Das geheime Reichstagswahlrecht ent- Der Temps" gibt aus Grund eigener Erkundigungen wir nicht, so ist die Anregung dazu nicht einmal von offv sp^ng mchl der Vorlage der verbündeten Regierungen; das .ge- Darstellung von dem deutsch-frmizösischen Zwischen- ziösen Organen ausgegangen, sondern von Blättern, div
hetme fit erst durch den Reichstag limemgebeacht mordem der sich vor etwa Monatsfrist an der Grenze von sich als unabl)ängig von der Regierung bezeichnen
, Behauptung ist wiederholt aufgestellt worden, K. Q m e r u unb Fr an z ä > rz ch - Kon go zu getragen hat: Der zweite Fall betrifft die von den ,^amb N-achr.^
aber dadurch, daß sie sich Graf Mirbach auf der ^rtbune „Die Behanptun-g, daß die Mteilung senegalisäicr Schüben, gestellte und von der „Kreuzig." unterstützte Fruge cm, des Herrenhauses zu eigen macht, wird sie noch nicht wahr ü(m deutscher Offizier meyrere Mann getötet hat, nuqben Reichskanzler: Ob er Nicht wenigstens den Versucht
und zutreffend. Wer sich in der Geschichte deS Wahlrechts | Unachtfainkcit ^uf das Gebitt der deutschen Kolonie^übergetretcn | ma^eH möchte, ge g en W^itzb l ät terein LU^chr^ei^enj umsieht, kann leicht beweisen, daß die geheime Abstimm- r ""CCi “-J6x *" » S*M f’4'
ung vom Fürsten BiSmarck beantragt ist, daß sie
An die Möglichkeit, des Aufstandes in Südwestafrika mit Waffengewalt Herr zu werden, scheint man im Schutzgebiet nicht mehr recht zu glauben Auch General v. Trotha soll des endlosen Guerrlla^reaes müde sein und zu einem Friedensschluß mit den Hottentottenführern zu gelangen trachten. Demgegenüber steht freilick die Tatsache, das; ein neuer LblosungstrarE- port nach der Kolonie geschickt wird, der nur auf das Ersuchen des Generals v. Trotha zusammengestellt sein kann. Die Berliner amtlichen Stellen hüllen sich über Sudwes^ afrika in Schweigen, und wenn das für etwas kenntzerchiEnd ist, dann sicher für ein geringes Maß optimistis ch er Au ffass u n g der ganzen Sachlage. Daß die zum soundsovielten Male „geschlagenen" Hottentotten auf englischem j Gebiet immer wieder Gelegenheit haben, sich Mrszurusten, I kann jetzt, nachdem General v. Trotha es bestätigt hat, als feststehend gelten. Es wird sich daran aber wohl toenva ändern lassen, vielmehr muß angenommen werden, daß eine aus Vermittlung der Diplomatie angestellte Untere ii|tci.L j/ua>x.ii. „ suchung geflissentlich in die Länge gezogen nxrden und
Die „Denunzier,acht' als Zertkrankheit tritt ^ jMeßttch ergebnislos verlaufen würde. Werm es grlt, U schärferer Form auf. Tie Press^:laß^ U^sleute, hier die englischen Händler, in Schatz zu z imvfung angelegen «Eber kann einem dann sind die englischen Behörden um Mittel
l Arzt passieren, daß er von seinem Patienten und Wege nie verlegen. Es eroslnet sich die betrübliche Aus-
ine wird. Es gibt Zeitungen, die akuten Anfällen vvn Denun- Situation in Sudwestafrika im wesentlichen
_________i— V- •' . r unücränt)ei‘t fein wird, wenti im Winter dem Reichstag die geübt" lein paar Zeitungen übere^^er^^ ^stnd^mmer- ' »nd voraussichtlich sehr erhebliche Kriegs-
9 In der Begründung des Entwurfs heißt es, er .bringt hin Blätter von emigcr ^edcutung, und darum tann m xre ditvorlage zugehl.
dm ©cunbiatj bet a((gemeinen unb bicettcnJBaqkn tmt ge. an den F->ll-n Z^aLen, als bie, Schergen. I -------—
Heimer Abstimmung zur Ausführung und schließt sich nn| Die 4$ren )
sei, trifft nicht zu. Diese Schützen befanden sich seit einiger Zeit namentlich solche, die in Wort und Bild die russischen maß- in Missum-Missum, wo die französische Gesellschaft der Naoko-1 „übenden Persönlichkeiten „verhöhnen". Was diesen Appell - - , , . Sangha ein Faktorei errichtet hat. Befindet sich nun dieser v t haG nicich zuaeneben wird: Zwar
in der Vorlage der Regierung enthalten war. Punkt tatsächlich auf französischem Gebiet? Ms> den in vst.ank- sonderbar mach,s,^ zugeg^
Das Frankfurter Parlament hatte am 21. Februar 1849 reich veröffentlichten Karten geht hervor, daß Missum-Missum I angele cs M g , tz ) H etwa
beschlossen, daß das Wahlrecht durch Stimmzettel ohne Kutten ^den Ort "auf "deutsches Gebiet/Vom aus dem berühmten Weg der Auslegung des Groben Un*
Unterschrift ausgeübt werde. Dieser Beschluß ging m die dip^atischen Standpunkte aus dürfm aber weder die einen fu.gs-Paragraphen eingeschritten, oder soll wieder ernrnru. Reichsgesetzgebung über, wonach die Wahl allgemein und die anderen Katten als vollkommen zuverlässig angesehen ^in Gelegenheitsgesetz geschaffen werden? Es sei zugegeben, bireft ist werden, weil sie von Privatleuten herrühren. Nun zu, den satirische Zeichnungen mitunter derber sind, alö deml
Öl'* a 9rnrir -locß unterbreitete der vreukiscke Gesandte Tatsachen! Während die von uns ettvahnten sencgaluchen Geschmack entspricht. Wer wenn wir ausländische
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weil bie preubischk (Regierung btefe Form der Wahl .iur das entgegen, hierauf, n führe nur Sattle, daß sie zu ihrer Wirkung rrustiger «drmksmütel
konservative Prinzip förderlicher erachtete als irgend einen Befehle aus, die er von seinen Vorgesetzten erhalten habe, bedarf. Der seine, elegante Spott hat nur em kleines Pw-
ouberen auf künstlichen Kombinationen beruhenden Wahl- müsse die Weisunaen abwatten, die ihm die französische Ver- blikum. Die inneren Verhältnisse des Zarenreiches, die rufst
luodus " 9ün 10. Juni 1866 wandte sich der preußische waltung erteilen ivettre. Leutnant ^L•^gTü^rnng geben dem Satiriker reichen Stoff. Manches
12 1B49üoSuneten ?inb.- offizier ganz allein war, ist es für jeden, der den militärischen alle unliebsamen Stetleti gehörig ubemchwarzt werden, so»
mm R 13 bieses Gesetzes die geheime Abstimmung Geist der Senegalen Ikennt, schwer, ru glauben, daß er zuerst aroit die Witzblätter überhaupt in Rußland Eingang sülden.
... .’T m.ptM '„ Mit fn ninn tatsäcklick und aus- auf einen weitzen Offizier geschosien haben würde Auf den gar zu viel Empfindlichkeit und Nervosität! Dem
mittels Stimmzettil enthalt '0 ging latfach Y 5ttiall des Flintenschusses eilfi der Rest der senegalischm schützen ist von jeher vieles nacha^sehen worden, man hat
drücklich der Bismarcksche Vorschlag auf daS ge- ^^e^ Sie waren so wenig eines Angriffs gewärtig, äaB fie lackenden Munde zu allen Zeiten und selbst an den beimn Wahlrecht hinaus. . nbrf"ue'/°ät?t"e f^alst?n HSfen manche^rnst- Wahrheil auszusprechen ge.
Ter Deutsche Bunb würbe gefprengt unb bet Narb- er °!! n - t - -m a l l vier Le Ute unS verleUe stattet. Unb es ist wahrlich loillfontmen, baß in unserer
deutsche Bunb gegründet. Ja Artikel V des Bünbmsvertrages mch un8 getoznben« ü fg Bi£( schweren Problemen unb Sorgen erfüllten Leit
wird angeorbnet, daß die Abgeordneten zum Parlament ge- Ng^xo-Sangha befand sich in der Faktorei. Leutnant Schön- bie Dinge auch von der heiteren eeite betrachtet werden, mahlt werden „auf Grund des ReichswahlgesetzeS vom mann forderte ihn auf, den Platz zu räumen. Es sä^int, daß ^^sgrämigkeit und Pedanterie gibt es schon genug 19 9[,in( 1S_L9« M-\o m ueheimer Abstimmung. Bevoll- dieser AgeM ebensoviel Festigkeit wie Mätzigung an den Tag legte. Wir hoffen, daß die Spuren leidiger Denunzrersucht au* ÄS' KÄÄ 4J» ?•"" 5 ■SSV.-S;.“' «SK?'S »».B*™1"- — - * " -
um den BimdeSverfassiingsentwurf auSzuarbeiten »nach Maß- tiom (^genteil gehen wolle, iljm kemestvegs begründeter er- geistigen -ajajiui. .
aabe der Grundzüae vom 10. Juni", die wiederum die ge- sclstenen als die, die er selbst besitze, Deshalb wolle er auf Rnffnlirnnn
Le Abstimmung enthalten. In Preußen legte das deinem PostenveMeiben Gesichts dieser Haltung zog sich die ^Berlin ^7.
Ministerium BiSmarck dem Landtage ^^.^A^setz I ut1^01ße ^ies^ bedaue'ttichen Vorfalles haben sich die deuffche ^{e Enthüllung der Londoner „Daily Mail" von bet' vom 12. April 1849 als Entwurf für ba_> Wahlgesetz zumI stie französische Regierung ins Emvernehmen gesetzt, um dieI be§ Kaisers mit dem Zaren,
norddeutschen Reichstage vor, „davon ausgehend, daß.das Grenze 51™^ ftameruii 'ein Ho henzollernprrnz den norwegischem
Parlament aus Mitgliedern besteht, welche aus- allge. hMmmtiwnJktauu!XbÄ Wt & beÄnben Wter-
»neinen direkten Wahlen mit geheimer Abstimmung Mrssum-Mffsum auf deuisäiem oder französischem Gebiet zu leit aufgenommen. Aber man e^k^unt M, heröorqchen". In der Kommission des Abgeordneten- kommen, was die Arbeiten der Kommission feststelleii tische Seufationöpreffe nach der KaiserbegegtiMig weniastens
bauses fand die Vorlage Annahme; die Kommission erJ^n, liegen die Dinge nicht jedenfalls so, daß die Gesellschaft sstr etwas Abwechslung sorgt Bisher war Deitt^ümd
t ufren Mit ausdrücklich die individuelle der Ngoko-Sangha, in deren Dienst der Unteroffizier und die En der Feind - letzt erscheint auch Rußland schwarzer klarte in ihrem Beucht auSdrum ch, {i t \SuKgQ[en, die bei bem j^ren ^b gejunben baben, mläne dringend verdächtig. Wenn es nicht Freude am Fabw
Freiheit werde durch die geheime Abstimmung 9° fln ' ftflni)clI( ein Recht auf eine Entschädigung besitzt?sieren ist, dann ist es Verfolgungswahn.
In der Kommission des Herrenhauses würbe die geheime Man muß natürlich abwareen, welche Darstellung von ,
Abstimmung beanstandet. dem Vorfall ber deutsche^ls)zier gibt. (Äanz Scnau fi, I Zwischen den Gefechten.
Die Mehrheit des Herrenhauses dagegen nahm den der „^.emps die Sache erzählt, karm sie wohl nicht (Sntronrr an, ber somit Gesetz wurde, das Wahlgesetz vom gewesen sein. *
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deutschen Bundes gewählt. $errt einen wie dem anderen Verlangen liegt nicht immer
Es folgte der Verfassungsentwurf, der dem norddeuts ) P ^be ein edles Motiv zu Grmide. Von der Regierung Reichstag vorgelegt wurde. Er sagte m Artikel -1. °trb erwartet, daß sie die kalte Touche der Gesetzgebung
„Ter Reichstag geht aus .^gemeine"alle durch Konkurrenz oder sonstlme lästig emp.undene Hervor, welche bis zum Erlaß eines Reichswahlgeietze- nacy ^a ' bürorr niedervraffeln läßt; vom Staatsanwalt imib er» gäbe des Ge ehes zu eriolgen haben, am Grund dessui der eri!e MUvtttger m^er^a^u r v , jemandes Person-
oer geheimen Abstimmung. Abmnals also warber Vor. S^mgen größtm^Teil namenlojen ober
läge der Regierung, dieses Mal bereits der verbündeter.Re- N^n emlcnise^^^ unterzeichneten Anzeigen er- gierungen, das geheime ReichStagSwahlrecht enthalten. *Wi: S(f dcnb /unehmen. Ter Schrei nach der Regierung ertönt Sachverhalt wurde nur scharfer präzisiert durch einen Antrag U g politischen Versammlungen, ja, er wird schon ver- Fries, der ausdrücklich die geheime Abstimmung in ben H£nnntcn# wenn Freunde strenger Ordnwrg eine Stunde


