Ausgabe 
25.11.1905 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

r a. T t?.

mW :rirW VSs;

^ntreue

'n btekvC^ **t*5?st MZ ocf) km, in ineldifin'. "Vereins iflt C' °*^c nun bic J^nben, KreisÜ'

-t äer!c'1 der lieben^ ». der A,m°k ,bc§ Prinzen öetnr- UM, die der Vor- ^rosrherzog und br, m balle, ieuier i; ,et der Einholung^, non Spanien, L- l'elbmarlchälle v. R- )ert Redner noch bie'- vcreine und wies nc: wrraqenber Veiie dc-r Unlemutznnqskaije, L b wirkiniqsvolle Rch der Ueberzeuqunli, V ichreilen werde unb le n Krieciervcreins, di, anb immer noch als! nöge. Sein Hoch qc: anbtaq?abqeorbneletj aller 115 er bein Lm I des beuticben Kriege rbanbes bie Äiiniche1 Anerkenmmci Shisbru: Heben Knesiewerems t Mil bem ilieaterfiüd , bas in vorziiqlichn jtoßc Heilerkeil erregt nz. Während der ftr- Waller Weiß, eine |ie unb Tarnen, (hi.1, snihen Morgen, bis ': n nid)t in den W« ober an den 91tir:-

H der JesUnlnchi» u -

>txu

utStageS w t größere ÄnA tlft ingen. U. a. ttW § LudwigSorbens Koniturkreuz 2. Rk Aroßmütigen HaM Becker, Dbetbiirqt.

e Vortragenden R5ti n Ministeriums btt. [[er und Geh. £' -euz des ^«ippSof >bt und Siebeck-e -Mainz wurde M -

tau; I. SL i»8 5'

[in, Sotnanb »fr- b. öM- «*.

W°> Sell». J* icrrat Sn». ® in SntmiloH w.

: als * "*£ !S-rs>tz-»dee h"glüi Fr-ih-r- ®

s^var-Teemen, bet Fc.'dgcschivorene JabZs. Reinig zu Rupperten- rob nnb der Kirchcnrcchncr PH Schlehenbecker zu Heuchel- Trim, fit. Wiegen.

T n Claras.er als 3d'n(r<rt erhielten die .fircisschulmspek- toten öcinrirf» Andre s zu Lauterbach, Albert Kleinschmidt 3u fliesten, Hch. Scheer er zu Büdingen imhi Hch. Z ft ß zu F-ried- berg, den Charakter als (9eh. Mcdizinalrat Medizinalrat Tr. Trerb. Rouge zu Hunaen, den C ft ratter als Veterinärrat fiteisveteri- närarrt Dr. Christ. Schmidt ui Tieften. Ten Charakter als fivmmerzientat erhielt Iigarrenfabrikant Gtisiav Müller zu dienen, den Charakter als CcTnromierat Gwsbesitzcr fi'arl Mül- ter aus Neuhof bei Langens und Gutsbächter 31 of' zu Georgen bansen. Ten Charaiker als ^öri'ter die fitimninnc^'orfr- itarfc Iah. ?llbach zu Hattenrod, fi'arl Brück zu Rödgen und Wilh Tnm m zu Dad-Nauheim.

Im Insiizwestn erhielten: das Ritterkreuz 1'. Klasse des Philivvsardens der Direktor der Zellenstr-'fanftalt zu Butzbach -5'ottlieb Clement, das Ritterkreuz 2. fit. der Rechner der J3ef(cnftTrtfanffnIt zu Dutzb'ck' Karl Bauer und die Attiare Ludw. fioblhener zu Lich imd Kerl Bühner nt Tieften. Den Charakter als Geb. ''luii.rat erhielten Landgerichts rat Tr. Wilb. Schäler und Will). Wehner zu Tieften, ferner Tber- amtsrichter Tr. August ©er ibn zu Alsfeld und Ferd. Ra­benau zu Bübingen. Das silberne Kreuz fts Philivvsorden? Ttbic.'ten Pfandmeister T^tiebr. Schäfer zu Friedberg und Zahl- rncisfr Ta. Best zu Tieften. Ten Charakter als Reckmunasrat Iber Bezirkskassier Renbant Berthold Tut fleisch zu Hamberg, iden Tftrakter als Rendant der B "sirksftssier Friedt. Bitsch r.u Schlik, den Cftrakttr als fi'anzleirat der Materialienrechner und finntrnfienr Beter 911 et ter u Bed-Ngulftim. Das Ritter Ih-rii-. 1. Kl. erhielt fivrbireftnr .L>'rm-'nn n. Trolmann zu B d^aiiftim, daS Ritterlrenz 2. Kl. der Rentner und Stadtv. ch>ch. Iugbardt zu T^sen, da? silberne Kreuz des PbilipvS- nrd'nS der Borstand des K-ieg-rvereiusbezirks Vogelsberg V i e hl. V», nlhi. Cbrenzeichen mit der Inschrift für langsäbriqe treue Dien'te der Br ü schafft, er Clft. Cnbers zu Tieften: und Briefträger .»Varl Schneider zu Treben ha in.

Erinnerungszeichen für Cisenbabnbeamle.

Gleichzeitig wird in beiTarmft. $1(1.' die zum heutigen Tage erfolgte Stiftung eines Erinnerungszeichens für Beamte mb Bedienstete der Staatseisenbahnen publiziert, die sich durch 40», bezw. 25jährige vorwurfsfreie Dienstzeit aus- iezeichnet haben. Dasselbe wird alljährlich am 25. November verliehen. Die heutige erstmalige Verleihung erfolate in 75 Ja Neu für 40jährige unb in 1025 Fällen für 25jährige Dienstzeit.

Zur Flcischtcnerilng.

Wie ein Telegramm aus Köln meldet, richtete der Ober- mräfibcnt der Rheinvrovinz, Tvrhr. v Schorlemer, an bie Regierungsvrästdenten eine Verfügung, worin ben 93er» waltnng8behörben zur Pflicht gemacht wirb, Er­wägungen darüber anzustellen, wie der Flei sch teu ecu n g < ntgegenzutreten, namentlich die Versorgung der ärmeren Bevölkerung mit billigem Fleisch sicher- I ustellen sei. Da nach den durch bic Lanbwirtschaftskammer b'cflätigtcn Angaben Mangel an schlachtreifem Vieh nicht vor- foanben sei, müßte man besonders bahin streben, die Ver- hin b un g zwischen Viehzüchter unb Konsumenten uicht nur dem Zwischenhandel zu überlasten, sondern einen direkten Bezug des Schlachtviehes von den Wroduzenton seitens der Mehger anzubahnen. Der Oherprästdent wünscht, das; die Stadtverwaltungen ben Ankauf, sowie ben Fleischverkauf für die ärmere Bevölkerung hebst übernehmen oder den landwirtschaftlichen Ver­einigungen unb Vieh Verkaufs» Genossen schäften Räume zum Fleisch verkauf überlassen. Desgleichen Flöchten bie großen industriellen Werke und Zechenverwaltungen fr ic Fleischversorgung ihrer Arbeiter übernehmen.

Lirche unb schule.

Berlin, 24. Nov. Der Magistrat beschloß die Er- t ichtuna eines Mädchen-Real-Reform-Gymnasi um § fnlr Schülerinnen ber höheren Mädchenschulen, die einen sikchsjahrigen Kursus mit Erfolg durchgernacht haben. Die Eröffnung bc5 Giimnastums ist zu Ostern 1906 in Aussicht genommen.

Aus Stsdt mti jhnlb.

Gießen, ben 25. November.

Ordensverleih u ngen. S. K H. ber Groi;- ticrzog haben zum 12. November d. I. dem Bürgermeister, Ortsaerichtsvorsteher und Standesbeamten Johannes Dipp el ?n Zell (Kreis Alsfeld) und zum 15. November d. I. dem Bürgermeister, OrtSgerichtsvorsteher und Standesbeamten Beter Böckner zu Rieder-Ofleiden das allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste" «um Bande be5 Verdienstordens Philipps des Großmütigen Verliehen. Da? Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch ^Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Groscherzogs bett Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Stockhausen Heinrich Schrimpf II. Conrad Klippert, Andreas Oestreich und Heinrich

-

KÄST» cs-hule i

Dekan j gießen iYinnaW ö' ienaflM;Xin unb/:, und

Moeller V.

Personalien. In den Ruhestand wurde verseht $Ncr Schullehrer an ber Gemeindeschule zu Hartershausen, Kreis Lauterbach, Karl Altstadt auf sein Nachsitchen.

Besitzwechsel. Da? Dr. Zinftersche Anwesen, Westanlage 35, ist für 60500 Mk. in den Besitz des Nestaurateurs L. Grünewald übergegangen. Grünewald beabsichtigt dort ein Hotelrestaurant einzurichten.

lieber das Ensemble .lieberm großen Deich, das am nächsten Montag im Gießener Stadt- t f) e n t e r gastiert, schreibt ber Franks. Gen.-Anz.:

U eber'n großen Teich" hat uns da? Srvbeum geführt, tmdibcm es unS in den letzten Monaten einen Blick ins Pariser, bann in5 Wiener Leben hat werfen lassen. Tas Haus war trotz frev Hitze gefüllt. Heitere Bilder nennt der Tichter seine Cverette ober ist c5 eine Posse. In bunter Abwechslung zieht eine Reihe frische r, lebhafter Szenen an uns vorüber, ab und zu nnit einem Ct'ch ins Sentimentale, gleitet von gefälligen, z ierlichen Melodien, die bald populär werden dürften. 5§aS insbesondere in ben ersten drei Akten sehr gefällige Stück mürbe recht flott zur Darstellung gebracht. Auch nickst eine einzige frwr sehr zglstreichen Rollen unzureichend besetzt. E i n e n B e i f a l l, m i e ibn wohl kaum noch d i e R ä u m e d e s O r p h e u ms siiehört haben, erzielte Frä ul ein G r e t e G a l l u s, bie inrit einer angenehmen inodulgtionsiäbigen Stimme ein ringe- Möhnlich schauspielerisches Talent- verbindet. Auch bitte übrigen größeren Rosten lagen in den besten Händen.

Von der Rabenau, 24. Nov. Ein heiteres Stücklein ereignete sich Dienstag abend in unserer Gegend. Ein Arzt aus Londorf war mit seinem Fuhrwerk und einem Diiierfüßigen Begleiter, einem zottigen Jagdhund, Hektor mit

Namen, zum Krankenbesuch in Beuern. Als nun ber Herr in einem Privathause verweilte, erlaubten sich Pferd und Hund als treue Bundesgenossen, durch irgend einen Zufast veranlaßt, bei Nacht und Nebel ditrchzugehen. ES ging der Heimat zu, wobei der Hund mit seinem eigentümlichen Kom­mando den biederen Gaul zu einem mehr als nötigen raschen Tempo anfeuerte. Die beiden Abenteurer langten (ießlic-h wohlbehalten in Londorf an, sodaß der Gebieter, der später anfam, r- dieser Hinsicht zufrieden mit ihnen sein dürfte und wohl gute Miene zum schlechten Spiel machen konnte.

Darmstadt, 24. Nov. Prinzessin Ludwig von Battenberg ist nebst Prinzessin-Tochter Luise und Prinz- Sohn Ludwig nach dem Süden abgereist. In Begleitung befindet sich Miß Kerr. (Tarmst. Ztg.)

Groß-Gerau, 24. Nov. Fl richtig gegangen ist der vom Dienst suspendierte, zuletzt in Bauschheim tätige und aus Worfelden gebürtige 25 Jahre alte Lehrer Krug. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt verfolgt ihn steckbrieflich wegen Sittlichkeitsverbrechen, begangen an Schulkindern.

h. Frankfurt n. M., 24. Nov. In der gestrigen Stadtverordneten-Versammlung wurde ein Dring- lichkeitSantrag angenommen, wonach aus dem Deutschen Städtetag, der am nächsten Montag in Berlin zusammentritt, die Frankfurter Delegierten den Antrag stellen sollen, den dauernden Sitz der Geschäftsleituug nach Frank- furt zu verlegen. Wenn dieser Antrag angenommen wird, soll Frankfurt einen Kostenzuschuß bis zu 10000 Mk. jährlich leisten und die nötigen Geschäftsräume stellen.

* Kleine M i t t i l'' n o n ans Hessen unb ben Nachbarstaaten. Der Architekt und Bauunternehiner Josef F i s ch e r in F r a n k f u r t ist in Z a b l rr n g s s ch w i e r i g k e i t c u geraten. Die Passiven sind ziemlich bcdeulend. In Marburg stürzte am Neubau des Kammergebäubes auf dem Kämpfrasen der ?Irbeiler Job. W i ck e r o t h aus Mardorf vom Dachgesims zur Erde. Er war sofort tot. Die Brotvreise in C s f en <- hach werden vom Sonntag ab um 1 Pfg. für das Pfund erhöht

PertnHcbteflL

lieber einen eigenartigen Streik wird au§ Freiburg im Breisgau berichtet: In der letzten Woche hatten die drei KorpS Suevia, Rhenania und Hasso-Borussia ihren S e rn e st e r - A n t ri 11S k o in m e r s, dem am Bormittag in üblicher Weise die 8. O.-Frübschoppen im Kaufhause folgte. An diese Veranstaltung schließt sich gewöhnlich eine Rundfahrt durch die Straften der Stadt. Die Droschken­kutscher standen in Parade vor dem Kaufhause und harrten der Studenten. Ten Mitgliedern der Suevia und der Hasso- Bonisien stellten sich die Kutscher diensteifrig zur Verfügung, während sie den Rhenanen gegenüber streikten! Die Rhenanen bekamen einfach keinen Wagen; nur den Chargierten gelang es, sich telephonisch einen Zweispänner zu besorgen. Die übrigen mußten gute Miene zum bösen Spiele machen und auf die lustige Fahrt verzichten. Warum haben die Kutscher gestreikt? Weil mehrere Rhenanen bei Fahrten ins Höllental nicht mehr Droschken, sondern Automobile benützten! Darauf beschlossen die Kutscher, Rhenanen überhaupt nicht mehr zu fahren. Diese sollen schon beim 90jährigen Stif­tungsfeste große Mühe gehabt haben, die nötige Zahl von Wagen für den Festzug zu erhalten.

Wegen Unterschlagung im Amte wurde der Rendant Georg Runge von der agrarischen Vieh- verwertungSgenossenschaft in Halle a. S. verhaftet und dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Gelegentlich einer unvermutet vorgenommenen Kassenrevision entdeckt«' man einen Fehlbetrag von rund 8000 Mk., den der Rendant damit zu erklären suchte, daß ihm angeblich vor mehreren Jahren 4000 Mk. gestohlen worden seien; die übrigen 4000 Mk. habe er nach unb nach dem Bestände der Kasse entnommen, um das Geld einem in großer Not befindlichen guten Bekannten" zu leihen. Von dem Diebstahl will er deshalb keine Anzeige erstattet haben, weil sonst zu befürchten gewesen wäre, baß er seine Stelle verlieren würde. Diese Erzählung findet bei der Untersiichimgsbehörde keinerlei Glauben; man nimmt vielmehr an, daß Runge den gesamten Betrag unterschlagen und zur Befriedigungnobler Passionen" verbraucht hat._________________________________________

Gießener Strafkammer.

)( Tieften, 24. Nov.

Die 25jährige Arbeiterin M. M. ans Gelnhaar war in verschiedenen Häusern zu Friedberg aushilfsweise beschäftigt. Sie stahl, was sie nur erreichen Tonnte, ohne Rücksicht darauf, ob sie Verwertung daftir hatte oder nicht. Sie ist bereits viel­fach und zwar zuletzt mit längeren Zuchthausstrafen vorbestraft. In ber Verhandlung gab sie an, baß es ihr auch bei dem besten Vorsatz unmöglich sei, der Versuchung zu widerstehen. Trotzdem von keiner Seite behauptet werden konnte, daß sie geistig nicht normal sei, fayt das Gericht zu dem Schlüsse, die Verhand­lung auSzusetzen und sie auf ihren Geisteszustand unter­suchen zu lassen. Der Schreiner K. M. von Butzbach über­fiel eines Nachts den Schlosser fi'arl Schmidt hinterlistig und mifthindelte ihn. Sein Schwager fi'. B. benutzte die Gelegen­heit, dem Mißhandelten sein Portemonnaie mit 15 Mark Inhalt abzunebmen, weshelb er sich demnächst vor dem Schwurgericht wegen RaubS zu verantworten hat. Dem M. konnte nicht nach- geweisen werden, daß er in Gemeinschaft mit seinem Schwager Schmidt h^be berauben wollen, da er sich bereits entfernt hatte, als sein Schwager dem Schmidt das Portemonnaie abnahm. Ter Begriff bc5 Raubs mußte ausscheiden und wurde M. wegen fiärperverletzung mittels hinterlisttgen Uebersalls zu einer Ge­fängnisstrafe von drei Wochen verurteilt, die durch die erlittene Ilnterfuchungsh^ft als verbüßt erachtet wurde. Wegen Miß­handlung und Bedrohimg eines fi'nechts wurde der Sekonomie- verw.alter auf dem Erbacher Hof M. M. aus Tomerdinaen durch das Schöffengericht Büdingen zu 30 und 10 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Verletzte, der als Nebenksäger auftrat, focht daS Urteil an und das Gericht kam zur Crböhimg der Straft wegen fiörververletzimg auf 70 Mark, während e« bei der Strafe wegen Dedrobimg fern Bewenden behielt, nachdem wiederholt festgestellt worden war, daß der Angeklagte den Verletzten in brn- Hcr Weise mit Fußtritten traktiert bat. Der Schmied I. I. von Ovversbofen -nmrbe in einer Wirtschaft von dem angetrunkenen Müller I. W. tnm der Nminenmuhle zu Boden ge­worfen und mißhandelt. Auf Privatklage von selten des I. n/iirbe W. durch tws Schöffengericht Butzbach zu 6 Mark Geld­strafe verurteilt. Das Urteil wurde von dem Kläger angefochten, da ihm die Strafe zu niedrig erschien. Dem Beniftmgsaericht gelang es, einen Vergleich zustande ru bringen, indem sich der Angeklagte bereit erklärte, an den Kläger ein Schmerzensgeld zu -.ghlen und die Kosten zu übernehmen. Der Bauunternehmer I. G. V. hier wurde wegen vorschriftswidrigem Ausbeuten seiner am Schiffenbergerw»'g gelegenen Sandftute zur Anzeige gebracht, w->s einen Strafbefehl geoen ihn zur Folge batte, gegen ben er Widerspruch erhob. Das Sckvff-mgericht oelanate zur Freisprech­ung und die Staatsanw'ltz'chift focht das Urteil ait. Nach acht­stündiger Verhandlung, bei welch .w eine ar oste Anrghl beugen und Sachverständiger vernommen wurd.', kam die Straflarnmer zur Verurtellung des Au- iiigtcn rn eine Geldstrafe von 10 Mk.

Märkte.

Glesien, 25. Nov. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt, kosteten: Butler vr. Pld. LIO1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 69 Vlq^ 2 Ckck. 00OßVig., Tgnieeier 1500 Pia., Enteneier 67 Plg., Käse pr.Ctck.6- 8 Pst, Kasematte 2 Ctck. 56 ^g. Crbicn vr.Liter 2l Pig^ Linien vr. Liter 32 Psg., Tauben vr. Paar 0,80 l.OOMk., Hühner pr.St. 1,00-160 Mk., Hähne pr. Stück 0,801.80 Mk., Enten pr. Stück 1,80 '20 Mk., Gain- r.Pid. 6070 Psg., Schlensieisch pr. Psd. 72- 'l-'ig., Kuh- NI nndfleisch vr. Piilnd 7072 Psg., Schweine-

Fleiü v. T'iunb 80'«' Big., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psimd 94 st» .Kalbs!cisth pr. Pid. 7080 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 5076 Psg. Weliche per Pinnd. .Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,005.50 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,008.00 Mk., Milch per Liter 20 Psg.. ?lepsel per Psiind 10 bis 25 Psg., in Körben 00 Psg., Nüsie 100 Stück 3040 Psg., Birnen per Pid. Mk. 0.100.20, Weißkraut per Stück 810 Pfg., per Zentner Mk. 2.003.00. Marktzeit 82 Uhr.

fc. Frankfurt a. M., 25. Nov. Öen- unb Stroh- markt. Man notierte: Heu Mk. 3.60 bis Mk. 3.80, Stroh war kein? ongcrohren. Tendenz: matt.

Kricflwsten der RedalrtilNi. lRnontzme Anfragen bleiben nnberücksichtiatfr.

F. T., Lollar. Nach Artikel 6 des Wahlgesetzes sind bei den Wählender Wahlmännec unb der Abgeordneten nur Staats- bürger, welche das 25. Lehensjahr zurückgelegt haben, stinim- berechtigt. Ist die Staatsangehörigkeit nicht erworben worben, so ist bie Teilnahme an ber Wahl ausaeichlosien.

Änainaf-Draljlmi'tdttnqen.

Berlin, 25. Nov. DenBerl. Pvk. Nachr." zufolge wird die im Neichsarnte des Innern ausgearbeitete Denk­schrift über das Kartell wesen im Deutschen Reich. noch im Dezember dem Reichstage zuwestellt werden.

Köln, 25. Nov. Tie unter dem Vorsitz des Regier­ungspräsidenten geführten Verhandlungen der Vieh­zentrale mit den Städten im Sinne der bekannten For­derung des Reichsftnaftr^ sind resultatlos verlaufen.

Mannheim, 25. Nov. Gestern obenb zerstörte ein Großfeuer einen großen Teil ber Holzhanblung en gros von Luschka u. Wagemann.

L a n b o n, 24. Nov. Dem Reuterschen Bureau wirb

als Ergebnis ber heutigen Beratung beS Kabinetts mit­geteilt, bas Kabinett werbe nicht roieber vor baS Par-: la ment treten, es schiebe bie Lösung ber Frage, ob Demission bcs Kabinetts ober Auflösung be§ Parlaments, auf einige Wochen hinaus unb vermcibe baburch so­

wohl bie Nvtwenbigkeit allgemeiner Wahlen zur Weihnachts­zeit, als auch bie Notwcnbigkeit einer kurzlebigen Regierung.

Lonbon, 25. Nov. Der Eommobore beS hiesigen königlichen Pachtklubs erhielt bie offizielle Mitteilung, baß Kaiser Wilhelm nächstes Jahr einen Pokal unb. anbere Preise für eine Pacht-Wettfahrt von1 Dover nach Helgolanb stiften werbe, bie am 16. Jun starten soll. Der Pokal soll als silberner Hochzeits­vokal berzeichnet unb bie Porträts be§ Kaiserpaares unb bes König? Ebuarb tragen. Die Wettfahrt soll ein Hanbieap für Pachten von 80 t aller Nationen sein.

London, 25. Nov. Hier ein gegangene Telcgram'mc berichten, beiß Ibsen im Sterben liege.

Lonbon, 25. Nov. Tet fiommobore des hiesigen königlichen Jachtklubs erhielt die offizielle Mtt-. teilung, daß Kaiser Wilhelm nächstes Jahr einen Pokal unb anbere Preise für eine Iachtwettfahrt von D o v e r n a ch H e l g o l a u b ftifteu werbe, bie am 1 6. J u n i starten soll. Ter Pokal soft als silb e r n er H o chzei t s-- pokal bezeichnet und die Porträts des Kaiser-i paares uird des Königs Eduard tragen. Die Wett­fahrt soll ein kiandicap ür Jachten von 80 T. aller Na­tionen sein.

Wien, 25. Nov. Aus Athen wird gemeldet: Die Kom­mandanten des intern ationalen Seegeschwaders' haben von den Botschaftern in Konstantinopel den Befehl erhalten, direkt in die türkischen Gewässer einzulaufen und bic Zollstation Mytilene zu besetzen. Dort sollen sie weitere Instruktionen abwarten.

Moskau, 25. Nov. toter beginnt von neuem' eine ernste Streikbewegung. Da>; die Kellner, Hausmäd­chen und T e l e p b o n i st i n n e u st r e i k e n , ist verhältnis- mäßin harmlos. Mer auch in mehreren Fabriken an der Peripherie nnden ernoutc IhiriTjen statt. Die Arbeit wurde eingestellt und viel' -ch wurden die Fabrikgebäude demoliert. Außerdem geht das Gerücht um, daß zum 4. De­zember ein neuer allgemeiner Eisenbahner­streik bevorsteht. Alle Bauern rechnen auf Lernd- zuteilungen noch vor dem Frühiahr und werden sich daher, wenn die Landzuteilung n.cht erfolgt. Betrogen fühlen. Fürst Schtscherlwtow, der in diesen Tagen entern Berichterstatter sagte, er habe sich von der Politik zurückgezogen, ist damit beschäftigt, eine kaiserliche Miliz zu organisieren.

Warschau, 25. Nov. .Hervorragende Persönlichkeiten erhielten aus Petersburg d Trahtnachricht, daß Fürst Swiatopolk Mirskv zum Generalgouverneur von Warschau ernannt worden sei.

Telefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitseteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.

Frankfurter Börf 3J4e/o Reichsanleihe 100.55 3% do. . . 89.85 3 J4 °/o Konsöls .... 100.85 3% do 88 90 3yi°l0 Hessen 99.50 3^°/ Oberhessen . . .. 4% Oesterr. Goldrente. . 100.35 4*/8 -n Oesterr. Silberrente 100.70 4°n Tncrar. Goldrente . . 96.05 \% Italien. Rente . . .. 3% Portugiesen Serie I . 68.00 3% Portugiesen ITT 68.00 russ.Staatsanl. 1905 94 45 4%0 « japan. Staatsanleihe 95.90 1 "6 Conv. Türken von 1903 90 10 Türkenlose 1.39.20 4 % Griech. Monopol-Anl. . 54 30 % Süssere Argentinier . 89.70 3°/0 Mexikaner . . . . 6810 1/4% Chinesen . . . 97 90

Aktien:

Bochum Guss 247.80 Buderus E. W 139.50 Tendenz: ruhig.

Berliner Börse, 2

Canada E. B 173.10 Darmstadter Bank . . . 149.70 Deutsche Bank .... 241.50 Dortmunder Union C. . . 100.30 Dresdner Bank .... 165.00 Tendenz: schwach.

<t. 25. Nov., 1.15 Uhr.

Elektriz. Lahm eyer . . . 141.00

Elektriz. Schuckert . . . 133.55

Eschweiler Bergwerk . . 267.50

Gelsenkirchen Bergwerk . 229.20

Hamburg - Amerik. Paketf. 162 20

Harpener Bergwerk. . .21710

Lanrahfitte...... 256.00

Nordd. Lloyd 123.30

Oberschles. Eisen-Industrie 135.40

Berliner Handelsges. . 173.75

Darmstädter Bank . . . 150.00

Deutsche Bank . . . 241.50

Deutsch-Asiat. Bank . . 184.00

Diskonto-Kommandit. . . 189.80

Dresdner Bank .... 165.00

Kreditaktien 210.40

Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn 114.75

Gottbardbahn.

Lombard. Eisenbahn . . 24.70

Oesterr. Staatsbahn . . . 142.50 Prince-Henri-Eisenbahn . 126.00

). Nov., Anfangskurse

Harpener Bergwerk . . 216.70

Laurahntte 256.20

Lombarden E. B . 24.60

Nordd Lloyd 123.20

Türkenlose 138.50