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155. Jahrgang
Erstes Blatt.
Gietzen
General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen
J°l°ri aeiu*i
ZUM Geburtstage 5. K H. des Großherzog
über den Entwurf einer! ivirb der Staatssekretär Frhr. v. Stengel die NeichS»
y.'utige 'Munrrner umfaßt 20 Seiten.
Annahme von anjelgti für die 2oge5iunmnet bis pormitlagS 10 Uhr. 3eilcnprciS: lokal 12Pß, auswärts 20 Pfg.
Verantwortlich für ben poliL und eiligem. Teil: P. Wittko: für „Stadt und Land* und .Gerichts!aal': Ernst Hetz, für den Anzeigenteil: Hans Beck.
finanzreforin mit einer längeren Rede einbringen. Die erste Lesung dieser Vorlage wird voraussichtlich am 5. Dez.
b. K. H. Großherzog Ernst Ludwig tritt heute in ein neues, sein 38. Lebensjahr ein. Freudigen Herzens feiert das hessische Volk diesen Tag, und eS gedenkt heute alles bet; Guten und Segensreichen, daS eS der eprießlichen Negententätigkeit seines aufrichtig vn-ehrten Landesherrn zu verdanken hat; und nicht zum wenigsten auch dessen, waS eS ihm hälfe verdanken können, wenn eS nicht reaktionären Gewalten gelungen wäre zu verkitt ln, was unser von ganzem Herzen volksfreundlicher Grobherzog bem Laube zu bescheren gelionnen war. Sollte sich bonim boS hessische Volk barauf beschränken, seinen Gefühlen bei treuen und vertrauensvollen ZuihmstehenS, der innigen Verehrung nnb Siebe lediglich in Worten, lediglich in äußeren Festlichkeiten Ausdruck zu verleiben? Wurde ben gesundem Fortschritte bicnenben Plänen unb Wünschen beS Fürsten nicht mehr Nechnung getrogen, würbe ihm nicht größere Freube unb Befriedigung bereitet tun ben, wenn unfer Volk durch bie Tat beweisen wurde, daß es ihn in freudiger Hingabe an die Interessen deS Vater» lor’beS unb ber Nation als leuchtenbeS Vorbild betrachtet unb bem Schlepptau oorherrschendet tenagogen entwachsen ist?! Ein politisch reifes Volk muß eS als eine Pflicht gegen sich feth.fi erkennen, ben tüchtigen unb roeitblicfenben Männern seiner Regierung, die in ernster Ze t mit staatsmännischer Einsicht, freiem Blick, moralischer straft unb geschickter, sorglicher Land seine Geschicke zum Ausstiege zu lenken bie aufrichtige Absicht haben, Beachtung zu
taucht bebienen. .
__ Die erste Plenarsitzung des Reichstages ist an den 28. November 1 Uht mittags mit der Tagesordnung: Feststellung der Beschlußfähigkeit angeordnet. In der zweiten Sitzung am folgenden Tage soll zur Wahl des Vorstandes geschritten werden. Im Anschluß an die Präsidentenwahl
beginnen.
— Tie Verhaftung deS ReichStagSabg. Krösell^ die in Hamburg erfolgt sein sollte, wird offiziell dement tiert. ES handelt sich um ein Versehen der Polizei.
__ Infolge der Beförderung deS Reichstags- und Land- tagSabg. ^NeichSgerichtsrats Dr. Spahn zum Präsidenten deS SberlandesgerichtS in stiel sind Neuwahlen für den betreffenden Reichstags- und LandtagswahlkreiS erforderlich aeworden. Dr. Spahn bat eine langjährige parlamentarische Tätigkeit hinter sich. Seit 1882 war er mit Unterbrechung Mitglied des Abgeordnetenhaiises für Enpen-Aachen und zuletzt für Fulda, von 1884 ab vertrat er im Reichstage bis 1890 den Wahlkreis Braunsberg unb seit 1890 ben Wahlkreis Bonn. Der Bonner Wahlkreis ist sichere Domäne bet ßentrumS.
Posen, 24. Nov. Am Bußtage fanben hier in ver- schiebenen Ortschaften ber Provinz Straßendemonstrationen gegen daS preußische Dre iklasse n-Wahlsystem statt.
Dresden, 24. Nov. In der Zweiten Stammet teilte der Präsident Mehnert mit, baß bie Regierung demnächst eine Vorlage wegen Abänderung der Zusammensetzung der Ersten Kammer einzubringen gedenke. Für Montag sind Interpellationen bett, bie Neuordnung des Wahlrechtes für die Zweite Kammer auf die Tagesordnung gesetzt.
Eisenach, 24. Nov. Die nat io n allib er ale Neichsoerein unb bie freisinnige VolkSpartei haben jetzt nach Beenbigung der NeichstagSwahl eine gemeinsame Gifte zur Gemeinderatswahl aufgestellt. DaS ist dev erste Schritt zu einer Verständigung beider Parteien.
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Berlin, 24. Nov. Der Kaiser ist heute nachmittag mit den Prinzen Eitel Friedrich, Adalbert und August Wilhelm nebst dem Gefolge zu den Hofjagden nach der Göhrde adgereist und ist dort am Abend eingetroffen.
__ Die „Nat.-Ztg.* meldet, der Kaiser werde dem Vernehmen nach im April 1906 den Besuch des Königs AlfonS in Spanien erwidern. Nähere Bestimmungen seien noch nicht getroffen.
__ Die „Nordd. Allg. Ztg.' widmet dem neu gewählten König Haa'kon anläßlich seines morgen erfolaenben Einzuges in ebriltiania einen kurzen Begrüßungsartikel, der mit folgenden Worten schließt:
In Deutschland, das durch mannigfarfie Besiehungen zu Nor- weaen verbunben ist, wird man der emporfteiaenben Eni^altiina ber reichen Kraste, bie von ber Vorsehung in die nordische Nation eingevflanst sind, mit aufrichtiger S nm o othie tolaeii unb bem stamm- unb geistesvcrwanblen nördlichen Volke Gluck unb jedes Gedeihen in der Erfüllung feiner Kulturmtssion wünschen.
__ Das Amtsblatt für bas Fürstentum Lippe gibt bekannt, daß außer ben Geschwistern des Fürsten die Titel eines Prinzen bezw. einer Prinzessin erhalten haben: Graf Le opold zur Lippe-Biesterfcld, zurzeit Bad Memberg. Graf Rudolf zur Lippe-Biesterfeld, zurzeit auf Trogelwitz. b.ifen Gemahlin Prinzessin Luise von Ardeck und deren Deszendenz, Graf Friedrich Wilhelm zur Lippe-Bleller- feld, zurzeit Volsdam, besten Gemahlin Gräfin Gisela zu Pfenbürg und Bübingen unb deren Deszendenz. Die verwitwete Gräfin Friedrich zur Lippe-Biesterfcld, Prinzessin Tiarie von Löwenstein-Wcrtheim-Freudenberg, -urzeit in Kastel, unb bereit Töchter, bie Gräsinnen Adelheid, Olga und Marie zur Lippc-Bie'terfeld dürfen sich gleichfalls des Titels Prinzessin mit dem Prädikat Durch-
AulstlLe Jlcuigkeiten.
Die Ergebnisse der Abstimmungen in dem Kvn- qmesse derSemstwo und Städte zu Moskau sind folgende: sütir das direkte Wahlrecht stimmten 174, für ein zn?ei- noM sWahlmänner) 28 und für des direkte in ben Städten u01b ein zweifaches auf dem Londe 28. Die konltitu- c -r e n d c V e r s a m m l n n g wurde mit 137 gegen 80 stimmen iNaelehnt. Für konsiit.'icrendc Frnktwnen der ersten Vcv- iüinmlung erklärten sich 204, gegen 23. Tie Messung der bie Suitionaütätcn bedrückenden Gesche verlangen alle gegen vtcr
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fem Gießener Anzeiger »er ben im Wechsel mit ’ itim hessischen Landwirt ? Lietzener Zamitten-
Mälter ptennal m der Woche bemelfgt
JloLQtionebaia u. 'Per- I leg der Brühl 'scheu U. lepers.-Buch-u. Slcin- bnderei. R. Lange, s.edaklion, Erpediuon und Druckerei:
Lchulstratze 7.
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Bei lag u.Lxped.e^-Söl iöirefie für Depcichen: rmzeiger «leien.
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■ trlfiflnt tilgt.
Stimmen. DeS Bureau schlug vor. ---- --- - ■
Resolution über die polnische Frage zu beraten. Dne- Bureau stimmte der frühem Cntfdycibung des hjr g « ; die Autonomie Polens rückb ltlos zu. Tie lnstagte Cntschcrdung h be nickt nur nichts mit der Loslösung Polens zu tim. I.ouderu sei im Gegenteil nötig, die Macht und bie Untcilbnrfrit b- Reiches zu gewähr!eist-n. Daher entspröckM die m dem Emn- mnniauö bargelegten Beweggründe für die Emffchrung bcs Belagerungszustandes in Polen nickst Un wahren Tatsachen, ^er Kongreß erachtet als dringeiid? Masmahmen sollende: 1- Aufhebung d e s B e l a g e r u n g s z n st a n be s i n P o len; 2. Unterbreitung der Frage ber Autonomie Polens in der ersten russischen Nationalversammlung unter der Vebmgung der Eiuhcit des Reick>es: 3. unvemi-gliche E i n s ü hr u n g de r p o l ni s che n Sprache in ben Elementarschulen, m b-n Gerichten und (Skmeinbnt und bei V-whmblungen vor den FriedenSmckstern in Polen. Der Kongreß nahm einen Beschluß betreffs nach folgender Abänderungsanträge an: Abschaffung der Ausnahmc- gesetze, Ernennung neuer Polizei- und Verw'ltainasbeamten, Unterordnung oller Minister mit Ansn-ibme d-'s Hof Ministers unter den Ministerrot, Untersuchung sämtlicher unter Teilnahme des Publikums begangener Aussclneitungen. Nntorordnung der Polizei unter die Semstwos und Städte, Schaffung von öffentlichen Sicherheitskomitees unb völlige Amnestie für alle politischen unb religiösen Verbrechen, bie vor und nach dem Manifest begangen worden find. , „
Der „Ruß" ist fest überzeugt, daß die vom Semstwo- Kongreß vo r g e s ch l a g e n e Verfassung von Witte accepticrt werden und von ihm zur Durchsührimg gelanoen werde, di dieser stark genug dazu sei. Wie dos Blatt weiter meldet, hätten beim letzten Ministerr-t m ZarSko'e Sselo die Reaktionäre voii Neuem versucht, die Stellung Wittes in untergraben. Es ist ihnen aber nicht gelungen, da bet Z ar fest z u W i 11 e steht. Dos von Witte vorgelegte freiheitliche P r e st- gesetz sei vom Zaren aeceptiert worben. Weiter heust es, baß bos allgemeine, geheime unb direkte Wahlrecht sickier gewährt trerb-n wird. (?)
Ate polit sche Arists in Knglanv.
Tie Liberalen sträuben sich gegen die Uebernahnw der Negierung im jetzigen Übugeublick. Auch der gestrige Kabine: tsrat brachte keine Klarheit. „Evening S4andard" meldet, bnit Kabinett fei nicht ,u einem endgiltigen B e - sä luß gekommen: die wettere Beratung finde am 1. Dez flalt. Premierminister Balfour verließ gestern London und bli'ibt bis Montag fern, begab sich aber nicht nach Sandmng- hant, dem Aufenthaltsort des Königs. Alle Berichte stim- mem darin überein, daß dar Kabinett sich entschlossen »hat., nicht z u demissi'nteren. Es heißt, der Entschluß sei batiptsächlich durch die KenntniSsteeinfiusit worden, bcifo sich oic Liberalen w-.'igern würden, die Riegierung zu übt nteßmen, bevor das Parlament aufgelöst fei.
Lord R osebery, der frühere Führer der en gl. Liberal, en, erklärte sich in einer Rede als besonderer Freund sstankreichS, aber aud) fü r d i e Erhaltung deS Z: jede ns mitTeutschland. Gleichzeitig erfährt man, basi am 1. Dezember der Ausschuß, der sich die Herber- jührung einer freundschaftlichen Verstän- öt,nu n g zwischen Deutsr land und England zum Ziele gescht hat, unter dem Vorsitz des Lords Avesury eine Heirsammlung abhalten wird.
Mögen nun traüdem, was Bei der Verworrenheit der Sage und der Unsicherheit des, Kabinetts sowie der Libe- ta!len, die letzteren früher oder später ins Ministerium Einzug halten — in den Beziehungen deS JnselreichS zum Srsland und speziell zu Deutschland würde der Kabinetts- wechsel nicht das mindeste ändern. Darüber hat auch der bekannte liberale Politiker Sir Edward Grey, den man ben zukünftigen Minister deS Auswärtigen nannte, in einer großen Eityrede ebensowenig einen Zweifel gelassen, wie jetzt Lord Rosebery. Die Liberalen sind in ihrer Ltiellunguahme gegenüber Deutschland sogar bestimmter als bie Konservativen und Unionisten, denn Grey erklärte tumb heraus, es müsse die B e d i n g u n g j e d e r Besserung de§ deutsch-engliichen Verhältnisses sein, ba‘ß die Beziehungen zwischen Deutschland und p a a n I r e i d) ..gerecht und gut" sind. Mit anderen Sorten: die Freundschaft mit Frankreich gilt b< n englischen Liberalen mehr als das Ein- uc rnehmen mit Deutschland, und sie werden bann las „gerecht und gut" gelten lassen, wenn Deutschland die Interessen Frankreichs mindestens ebenso berücksick)tigt tote leine eigenen.
Wir stehen vor der Marokkokonferenz. ^eutsch- Irtnb kann Wunder erleben, denn die eigentlichen Schwierig- V. ten beginnen in Mgerieas. Englands Liberale sind dann liitleicht doch schon am Ruder. Zur Zeit Gladstones gab t3 noch einen Unterschied zwischen Torys und Whigs bei- jyjelstreife in der Stellung zur Orientpolitik. Heute aber teltjerrfcßt ein G'danke das Jnseldolk ohne Unterschied der Livrteirichtuna: daß das Niederringen einer festländischen Kuas-macht die unbedingte Voraussetzung für die Nnfrecht- wlhaltung des politischen und wrrtschaftlick)en Einflusses Uglands sei, nämlich das Niederringen Deutsch- Iain d s. Diese Tatsache wird durch keine Friedensreoe konser- vcitivcr, unionistischer oder liberaler Minister and der Welt geid)Gfft. Sollten auch die Neuwahlen zum Unterhause zu erbitterten Kämpfen führen, in Deutschland weiß man. daß benbei lediglich innerpolitiscye Fragen eine Rolle spielen. 9D Balfour, Chamberlain oder Campbell-Bannermann — es bluibt Deutschland gegenüber derselbe Faden, nur ändert sich die Nummer.
miücrin ZW 561 Ludwtgstrast ft; Biologe S*
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Samstag 25. November 19051
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Ausland.
Kopenhagen, 24. Nov. In hiesigen unteterichteten Kreisen verlautet, daß das norwegische Königspaar die Absicht hege, sobald als tunlich deut König Oskav in Stockholm einen Besuch abzustatten, was, wie man hofft, zur Besänftigung der noch immer stark erregten öffentlichen Meinung Schwedens beitragen werde.
London, 24. Nov. Künig Haakon wurde zums Ehrenadmiral in der britischen Flotte ernannt.
Haag, 24. Nov. Ter Minister des Aeußern spricht in einer der Kammer zugestellten Denkschrift die HoffnunA aus, daß die Clrenze zur Ausführung von Vieh nach Teutschlano geöffnet werden würde.
Wien, 24. Nov. Die „Neue Fr. Pr." meldet: Die Machte werden die ablehnende Note der PfortS nicht beantworten. Ihre Entgegnung besteht^ in beut Auftrag an die Flottenkommandanten, die Aktion zu. beginnen. In diplomattscben Kreisen wird befürchtet, daß die Flottendemonstra'ion weitgehende Verwicklungen auf dem Balkan nach sich ziehen könne. Die Mächte haben eine Kollektivnote an die Dalkcmstaaten ergehen lassen, in ber den Regierungen klar gemacht wird, daß sie in dem! Vorgehett der Mächte keinen Anlaß erblicken mögen, bie Ruhe auf dem Balkan zu stören.
Budapest, 24. Nov. Heute erschien der neu ernannte Obergespan-Stellvertreter, Gras Laßberg, in Begleitung einer Abteilung Gendarmen im Pcster Kvmitatshause, wies dem suspendierten Obernotas Fazekas ein königl. Hand«, schreiben vor und forderte ihn auf, ihn sein Amt zu übet* geben. Fazekas erklärte, daß er die Nechtsgiltigkeit des Schretbens nicht anerkenne. Hierauf gab der Graf Befehl, die versiegelten Amtsräume des Obergespan-Bureaus zu öffnen. Tie Gendarmen wichen j.'doch vor den Anhängern des ab gefetzten Obergespats zurück und erst dem ein- schrcitenden Milit r gelang e?. Die Türen zu öffnen. Nachdem der Graf von seinen Amtslokalitäten Besitz genommen hatte, begann die Menge, meist Studenten und Beamte^
l-Burcaugehilse^.- <W)r.jmi)iMenbt* ItihL '2litfleboie unter f ■n Bifbeiifr ^ciggr lüt-lieiß. g-rt., uanöeiT? |eiyn.be|.,ptu.Lettr}. ?.-2chr.,auch!öuch'>ihi, iino auf btherem Mont )tiul Angeboie inner :n ©ießener Anzeig« !
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schenken. Daß ein Mann von freiheitlicher Gesinnung und treuer Besorgnis für die Er- rocitenmg der VolkSrechte den hessischen Furstenthron ziert, daß erprobte, scharfuchttge Staatsmänner ihm zur Seite stehen, die mit vollem Herzen gewillt sind, den Ideen de» Landesherr» zur Verwirklichung zu verhelfen, ist leider von so manchem Heffen noch immer nicht erkannt worden. Wiederholt hat HcffenS Großherzog zu erkennen gegeben, daß et allein an dem Volke liegt, wenn diese Ideen noch immer nicht zur Tat geworden sind, daß es einzig vernünftig ist, fest zusammen und ihm zur Seite zu stehen zur Abschüttelung deS Joches einzelner Ucbermächtiger, zur Stärkung der Volksmacht, zur inneren Festigung unb inneren Befreiung auch des lleincn und kleinsten ManneS aus bem Volke, zur Förderung deS Ansehens wie der Jntereffen auch der Bedürftigen.
Nicht scköner, würdig r und ersprießlicher kann der heutige Tag gefeiert werden, als indem jeder Einzelne in wahrhaft vaterländischer Emkehr bnS unverbrüchliche Gelöbnis ablcgt, daß er fortan mehr als bisher, daß er unentwegt in Zukunft sich beeifern wird nach seinen bellen Kräften, deS Fürsten wenn auch noch unausgesprochene, so doch genugsam verdeutlichte siaalskluge Mahnung zu beherzigen und in treuer Erfüllung aller Pflichte« gegen Staat und Gesellschaft des LandcSherrn edlen Absichten zum Ziele zu verhelfen.
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