Ausgabe 
25.2.1905 Viertes Blatt
 
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Zuhaben in Apothekenu.Drogerien.--Broschüre gratis u. franko von Bauer & Cie., Berlin SW. 48.

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Beim Zentralbauwesen deS

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werden dann ohne Debatte für das neue Kanzleigebaude zu Tarmstadt 42 500 Dtt., für ein Steuerdienft- und Wohn­gebäude in Butzbach 18 000 Mk., für ein ebensolches m Hungen 36 000 Mk., für em Bezirkskasslergebäude m Ltch 23 5uo Mk., für Erwerb eines Gebäudes in Nicder-Olm 22 9UÜ Wit, für ein Bezirkskasstergebäude zu Waldmichelbach 23 850 ÜDIL, Erwerb und Einrichtung etnes Bezirkskasster- aebäudes zu Beerfelden 26 300 Lik., Umbau eines Steuer- oebäudes in Offenbach 18 400 Alk., Kreditübertragung für ein Steuergebäude tn Bmgen und das Hauptfteueramts- aebäude zu Worms und Einstellung der bereits genehmigten 44 500 Alt. für den Ausbau des Isenburger Schlosses zu Offenbach genehmigt. Für den Ausbau der Buhnen am rechten Rhemufer oberhalb Gernsheim 34 000 N!k., am rechten Rhemufer bet Kornsand 18 000 Mk., für Vermeftungs- kosten der über Mittelwasser liegenden ftskalischen Wetden- anlagen und sonstigen Alluvionen am Rhein und Mam als erste Rate 8750 Alk., sowie Kreditübertragung ftüherer Be­willigungen genehmigt.

Tre beiden letzten Kapitel des Etats, Ausleihungen und Staatsschuld, und indisponible und reservierte Fonds werden gleichfalls bewilligt. _ . .. ,

Haus greift nun »auf die früher zuruckgeslellten Kapitel zurück. Bei Kapitel 47, Landesmuseum, Aus­gabe 62 800 Mk., fragt Abg. Bähr, wie es mit einer aus ben früheren Differenzen der Museumsvorstände hervorge­gangenen Lepsiutzbroschüre stehe. Ministerialrat Weber er-

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Pain-Expeller nicht mehr verlauft werden daN? .

P Anlagen dieser Art lauten fortwährend bet uns em, wes­halb wir zur Wahrung unserer berechtigten Interessen leider genötigt sind, jene Ausstreuungen als bewußte Unwahrheit, zu kennzeichnen, denn der

Anker-Pain-Exp etter darf nach wie vor in allen Apotheken zum Preise von 50 Pi. und 1 Alk. verkauft werden. Es wolle sich deshalb niemand durch solche böswillige Angaben irresühren lassen und uns ähnliche Borkomnuuffe gefälligst mitteileu.

F. Ad. Richter & Cie., Rudolstadt.

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widert kurz, der Regierung sei von einer solchen nichts be­kannt. Das Kapitel wird darauf genehmigt. Eine längere Debatte entwickelt sich beim Kapitel 75, Pferdezucht, Titel Landesgestüt, Einnahme 32 100 Mk.

Abg. Häusel motiviert hierzu einen längeren, von ihm gestellten Antrag, dessen erster Teil die Wiederherstellung des Gestüts zu König r. O. und die Aufhebung des Stockheimer

Wer nicht durch Nachahmungen geschädigt sein will, der nehme beim Einkauf der Richter schen

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nur solche Schachteln oder Pakete an, die deut­lich mit der berühmten Fabrikmarke Anker ver­sehen sind. Findet man unsere seit mehr als

35 faßten rühmlichst bekannten Anker-Fabrikate am Platze nicht vorräna, dann wende man sich gefälligst direkt an uns, wir werden für billigste Zustellung sorgen.

F. Ad. Richter & Cie., Rudolstadt.

aertajtSaebäubc Büdingen 23 000 Mk., AmtSgenchtsgcbaude Worms 60300 Mk. und «andeszuchthauS Marrenichlotz, Wohngebäude 18 000 Mk., Sellenbau, Mette Rate 214 000 Mark.'

Bei Kap. 129,

Anlegung neuer Grundbücher,

319 060 Mk., entfpinnt sich eine längere Debatte.

Mq. Sensselder führt Klage über eine Reihe von Un'>utra§lichkeitem Die neuen Grundbücher seien sechr um­ständlich irund machten namentlich den Ortvgerrch^Vor­stehern außerordentlich viel Arbeit. Er komme unmer mehr zu der Ueberzeugung, daß die ganze Gamrchbuchanlage ein Instrument sei, welches den daran angeknupsten Crwart- ^^^eüere Besciftverden über das Grundbuchwesen bringen die Abaa. Stöpler und Wolf vor.

Iuftizminister Dr. Dittm ar bemerkt, er könne in diesem Stadium der Etatsberatung iiicht eine lange Dar­legung über das Erundbuchwescn geben. Die vorgebrachten Beschwerden werde er prüfen und nach Möglichst für deren Abhilfe sorgen. Man dürfe hier vor allein^nicht vergessen, daß es sich hier >uim ein reichsgesetzliches Jnftiuit handelt. Die ietziqen Grundbücher beruhten vorzugsweise aus dem preußischen Grundbuchgesetz, das schon seit den siebziger fahren in Preußen eingesuhrt sei mti) niemals ost so vielen Klagen Veranlassung gegeben habe, wre jetzt hier.

Nach weiterer unwesentlicher Debatte und dem Schluß­wort des Berichterstatters Dr. Gut fletsch wird die Po-

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Es erhellt daraus, daß speziell aus den Reihen der. kleinen ^eute und der ackerbautreibenden Bevölkerung die wohltätige Ein­richtung der Bank am meisten erkannt und gewürdigt wird.

Tie Summe der in den Jahren 1903 und 1904 gewahrten Hypothek- und Kommunaldarlehen betrug 32 355 542,49 Mk.

Davon entfielen aus Starkenburg 10 440 217,64 Mk., auf Oberhch'en 6 616 202,29 Mk. und auf Rheinhessen 15 190 123,21

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Abg. Schmalbach wünscht die Errichtung eines Gestüts im südösllichcii Teil des Kreises Snutcrbad), weil das iclzt vorhandene für viele Pferdezüchter 40 und mehr Kilometer entfernt ist. , _ . ß

Abg. Korell ersucht um Abstellung des ^rmkgelder- weiteren Wünschen und Beschwerden der Abgg. Breimer, Brauer, Hauck, Hirschel und Helden­reich entgegnet Geheimrat Braun eingehend und legt be­sonders die Gründe für die frühere Verlegung des Gestüts von König nach Stockheim dar.

Abg Häusel zieht schließlich seinen Antrag zuruck und ,vird denselben als Sonderantrag wieder einbrtngen. Das öaus genehmigt darauf die Einnahme und die persönlichen Ausgaben mit 49 395 Mk., sowie die sachlichen Ausgaben utit 69 745 Mk., ferner für Remontierungslosten 44 000 Mk. und für sonstige Förderung der Pferdezucht 11 000, 8000

Ter Geschäftsbericht

der Hessischen Landes-Hypothekenbank in Turm stabt für 1904 liegt nun vor. Me La i tdes-L> Y po t he kenb an k wurde in erster Lutte ins ^eben g.'rufen, nm der Eu tl wuldu ng des Grund des ttzes in Stadt und Land zu dienern Se btiQiraiui »nie Täi.gkeit nur auf das Grostherzogtum Vesten. Wäln.no sie mit anderen deutschen Hypothekenbanken das S Vst em der Amortisation (der allmühlickMi Tilgung des entliehenen Ka- MZn tW gemein hat, nimmt sie. aber w-tter eine bemndarr Eichung ein, da bei ihr die Amottnatron verlangt wird, wahrend alle anaeren Institute, die bei Beleihung des Grundbenhe^ dienen, d Ju« in das Belieben des Anleihers stellen, Treser Zmang ist von lucht hva, genug anzuschlagenoem

hen ieRbaiten Bewohner des Landes, der an der^ schölle klebt und dessen Besitz vom Bater ans , den Sohn, vom ^oohne ans beit Gnfcl übergeht, also gewöhnlich in derselben Familie verbleivt, urw dem aus diefc Weise die Möglichkeit, gewul/rt wird, nad) Jahr und Tag ein schuldenfreies Besitztum sem eigen zu nennen.

Ter Zinsfuß für HyMhekcmlehen ist auf 33,1 Proz. fest-

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* I gesetzt. Eine Erhöhung rann die Danr wahrend der ganzen ^ar- ... lehensdauer nicht vornehmen, ebensowenig wie, sie einseitig de

I Hypothek kündigen kann. Mlerdings ist die Bank, da ste sich die zur Ausleihlmg nötigen Gelder durch Ausgabe von Psand briefen verschaffen muß und ihr dadurch vcrhaltnismatztg nicht unbedeutende Kosten entstehen, gbzwungcm eine einmalige Ber gütnng von dem Anleiher zu verlangen. '^^16 Vergütung betrug seither 1,75 Proz., ist seit kurzem aber auf ^bO Lro herab­gesetzt worden. 'Aus den ersten Blick ist der Anleiher wohl ge­neigt, diese Vergütung für eine Harte zu.halten und ^u glauben, daß er sich keineswegs besser steht wie bei anderen Banken. Bei näherer Prüfung dagegen muß diese Annahme btnfalltg werden. f Tenn verrechnet man z. B. den tetzlgen Satz von ^'00 Pro^. auf die bei Vs Pwz. Amortisation nötige Tilgungszeit von 08 Jahren, "o crl-öht sich der Zinssatz immer erst um 0,068 Proz., also auf 3,818 Proz., ist also immer noch erheblich niedriger, wie der Zinssatz aticr meisten sonstigen Geldgeber. Um aber ihren An­leihern ein noch weiteres Entgegenkommen zu Zeigen, ist die Bank in besonderen Fällen bereit, die Entrichtung der Geldbeschaffungs- kosten zu stunden derart, daß entweder nur em 4,eil gleich in Ab- iii□ gebracht und der Rest aus den Tilgungsbeitragen der ersten Jahre gedeckt wird, oder daß der g a n z e Bttrag der Kosten ansielle der Tilgungsbeiträge tritt. Auf diese Weise ist die Ent­richtung der einmaligen Gelddeschaffungskosten für den Anleiher fauni fühlbar und nur die Amortisationszeit wird um 2 bis 3 Jahre hinausgeschoben. ,

Bon Interesse dürfte es auch sein, den Stand und das Ge^ werbe der Anleiher in den beiden Jahren des Bestehens der Bank hier aufzuführen

Landwirte . .

und 6000 Mk. .

Es bleiben nun noch zur Beratung vom Etat ubng die Positionen Staatscisenbahnen, Pensionen und Gewerbe- ""^^Schluß der Sitzung l*/8 Uhr. Nächste Sitzung Dienstag früh 9 Uhr.

KartamentarLschiS.

Berlin 24. Febr. Die Budgetkommission des Reichstages nahm heute en bloc den allgemeinen Pen­sions-Fonds unD dann nach unwefentlichen Grorter- unaen den Etat des Reichs-Jnvalideu-FonDs an. Schließ­lich wurden noch eine Reihe von Petitionen zum Etat dev Reichsamts des Innern erledigt.

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