Per Krieg.
Vom Kriegsschauplätze.
Petersburg, 26. Juli. Der Korrespondent des Rußk
Rxjtaftonfirrorf und Bering bet
UntoerfttätSbrudereL Ä- Laugt. Dietzra.
tReboftUm, Lxpedtttou a. Druckerei: Schutftr.A.
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Mte V^ßung Ru ßland we-de auf der Marokko,,.
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anpafsen. Es ist einfach absurd, zu glauben, bre russische s i m. h<-n beiben Mächten bie E
Deutscher Reich.
Berlin, 26. Juli. Die „Hohcnzollern" mit dem Kaiser und die Begleitschiffe gingen heute von Wrsby nach Prllau
j ch^Tie^Ämb^ Nachr." veröffentlichen ein Telegrcmrmihres Petersburger Korrespondenten, nach dem Graf Lamvs dorN erst am Samstag nachmitta^ die Mitteilung er- Men HZ M Bar mit dem ts-h-u Mer zu.
keine Bestätigung vor.
Russische Friedensverhandlungeu und Anleihen.
Rußland will nach neuesten Versicherungen eme Kriegsentschädigung oder ein, einer Kriegsentschädig- ring ähnliches Arrangement nicht bewilligen. Witte, bei m Paris auch mit verschiedenen Vertretern des Hauses Rothschild konferierte, ist selbst der Ansicht, daß seine Mission an diesem Punkte Schiffbruch leiden kann. Denn Japan wird zur Deckung seiner Ausländsanleihen, die ja nur für Kriegszwecke ausgenommen worden sind, auf einer solchen bestehen. Dem russischen Ministerpräsidenten ist in Frankreich nochmals die bestimmte Versicherung gegeben worden, daß Frankreich im Falle eines Friedensschlusies zu einer neuen Anleihe bereit sei. Daß Deutschland sich dann ebenfalls dazu bereit finden wird, darf als gewiß angenommen werden. , m , mA
Die ,Tägl. Runschau" meldet aus Pans: Nach Gerüchten, die an der Börse verbreitet waren, hätte Witte bet Rouvier das Versprechen einer russischen Anleihe von 3 7 5 Millionen Francs durchgesetzt.
Deutschland an Rußlands Seite.
Ein zurzeit in Europa weilender indischer ^ürst er- klärte nach einem Bericht der ,V°fs. Ztg.'. die indische B-. völkerung folge dem russisch-japanischen Kriege nut größtem Interesse, weil man in den japanischen Siegen emen Beweis für die Fortschrittsmöglichkeit des indischen Volkes erblickte. „Fortschrittsmöglichkeit" ist em äußerst diplomatisch gewählter Ausdruck für „Ueberlegen- heit des Asiaten über den Europäer, des gelben Mannes über den weißen". Darauf läuft alles hinaus, und unter diesem Gesichtspunkt muß die Frage beurteilt werden, ob Deutschland gut daran tun würde, sich für Ruß- , land zu engagieren. In politischen Kreisen will man nämlich wissen, daß der mit Dreimonatsurlaub in Deutschland weilende deutsche Botschafter, Frhr. Speck von
n zwischen Japan und Jndochrna sonne die inniaster wirtschaftlicher Be z re Hungen mit Sa van angLahnt werden. Mit England oll em Ei n - nehmen getroffen weichen, damit e>tam der erteilt en einzustellen und das Mekongtal
Keer und Flotte.
Varis 26. Juli. Die Ausführung der neuen ge- vlanten Schijfsbnuten wird aufgehoben und der Ausbau der Flotte auf 10 Jahre -"schoben.
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Das finnische Seestädtchen Diorkö, das immer nochso Herstellung t lebhaft dieAnfmerksamkeit der Wett fesselt, liegt ca 52^t k: hAt1
VoMische Tagesschau.
Eine Mahnung an Landtagsboten.
Im Bayer. Vaterland" redet ein .greiser Priester" 6m neuaewähtten Landtagsabgeordneten in? Gewisien, sie möchten im Landtag .kurze und gute Arbe't- machen, sich insbesondere der langen Kultusdebatten enthalten, die Ge. schäfte des Landes besorgen und dann nach Hause gehen. Er
mir “egen an den Wahltagen untere Bel dbe ut e I i n die n n h p h p a Landtages; was der bayerische Hmishalt gerechter- und vernünftigerweise daraus zu fordern hat, das soll ihm | ber Landtag geben, waS darüber geht, Punktum, zu dem soll er Nein sagen, wieder Abschied nehmen vom Hofb ta; uba u s ^ München und heimsahren zu Weib und Kind oder ?" Mich imd ^Amt Lllles andere im Landtage schenken wir her, leben Wurzel- St, das Kirchenkonzil, die Prinzipienkämpfe; das ist tm Landtag alles nur für die Katze, damit ist nicht ein einziger, 11 eit groser Büffelmensch zur Vernunft zu bringen und davon gelangt anck nickt ein einziger Notleidender zu einer praktischen Hille.
^D?r g-e?e Priester", schreibt die .Augsb. Abendztg." nicht mit Unrecht dazu, scheint trotz seines Alters ein jugend. licher Idealist zu sein, wenn er glaubt, daß diese Mahnung irgend einen Eindruck machen wird.
Wiederum verlängert.
R. Berlin, 26. Juli.
Ueber Einkommen landwirtschaftlicher Arbeiter in der Provinz Brandenburg Vergleich zum Ei - kommen gewerblicher Arbeiter in Berlin hat der Vorsteher de? Arbeitsamtes der dortigen Landwirtschaftskammer eine statistische Erhebung angestellt, deren Srgebmffe ^tzt vorliegen. In dieser Erhebung find aus 31 Kreff^iI , insgesamt also 124 Güter, zur Feststellung der durchschnitt lichcn Lohnverhältnisse ausgewählt. Danach stehen sich dte landwirtschaftlichen Arbeiter m der P^vmz verhältnismäßig besser, als die ungelernten geweMi^ beiter in Berlin. Unter Zugrundelegung der Berlmer Werte sowohl für die Einnahmen wie für die Ausgaben wird ve rechnet, daß eine landwirtschaftliche Arbeiterfamilie (Mann, Frau und Hofgänger) bei freier W°hnun» 'M Reg.erungs- be,irk Frankfurt a. D. durchschnittlich 1111 Ml., im Jte. aierunaSbezirk Potsdam 1266 Mk„ in der ganzen Provinz Brandenburg ast° durchschnittlich 1221 Mk. jährlich verdient Ein ungelernter gewerblicher Arbeiter in Beilin nerven mit feiner Frau zusammen jährlich etwa 1 SSO Mb ^net man aber davon die Wohnung mit durchschnittlich 21b Mk. ab so beträgt das Jahreseinkommen der Berliner s b eit er f am Pli e 1014 Mk, also 207 E weniger als dasjenige der landwirtschaftlichen Arbeiterfamilie.
XXt Wilhelm teilte heute dem dänischen
Hose mit, daß er bem Könige von Dänemark demnächst einen 59 C sandte^aus Wisbv an bat Bürgermeister von
Lübeck Dr. Eschenburg folgende Depesche: wo.
,Dern Senate und der Bürgerschaft sweche ich meinen Dank für die mir anläßlich der Ankunft des
hzrrnpTrrrrrfife ^ulbiaung aus. Wie in vergangenen Tagen wer in Wisbn der Name der Freien Hansestadt Lübeck tn hohem An- fetot tob so soN^nch der neue Kreuzer, den Namen Lübeck ü^r^tte Meere tragen, und als starke, aber friebebringenber den deutschen Handel auf ber Erbenrunde begleiten.
AjoerLoe. , I
Privattelegrarnme aus Petersburg.be-i-R°n über die Kaiser-Begegnung verschiedene Ernzelhoten. die aNerd^n^ der Bestätigung bedürfen. Es wird e^ahN. daß.da biner an Bord des ..Polarstern" auf aBenb» 8Uhr W gesetzt war, der Zar jedoch zwei stunden ! i ch au f K aiI er Wilhel m gew artet habe und dann das Mahl servieren ließ. Mani wari schon als die „Hvhenzollerii-- signoliliert würbe ®er gar M svsvrt °^2>eck, wo °iA"ld die her»l ch B^g^ UNg beider Monarchen ftattjano den Kaiser
gleitete der Zar und der ^ofifurst Michatt den^ ^ er
Speisesaal in intimem ohne irgend welche Zeugen geführten Gespräch. Hierauf, bestch^nme ^nr, lichkeiten den Kreuzer: „Berlin". Um 2M'nachmittags fand auf dem „Polarstern" etn Deieuner ftem, M- 1 9 animiert verlief. Der Zar nurchte auf b« einen sehr fröhlichen und befriedigten Emorua.
Auch aus Peterhof wird berichtet, daß der Z^r dor^ hin in ftohester Stimnnmg zuruckgekehrt Von s em Gefolge wurde auf der ,^ohenzollcrn" W lbelm sei der Ansicht, der Krieg müsse von Rußland bis zum völligen Siege sortge^uhrt werden, dem russischen Volke müßten.jedoch vom weitgehende Reformen zugebilligt werden^ n-i-sm'tet daß bA der Entrevue auch die uorwegifcy »rNe zur Sprache gekommen sei. da der Zar beftEe. daß durch eine etwaige Allianz> zwischen Däneimwk, ben und Norwegen Rußland rm baltischen Meere in dieselbe Situation kommen könne, wie un
Das zuletzt auf zwei Jahre verlängerte deutsch- englische Handelsprovisorium soll nach den ,Berll Pol. Nachr." Ende d. I. nochmals prolongiert werden. Es ist zweifelhaft, ob der Reichstag wiederum eine Fnst von w ei Jahren bewilligen wird. Schon im Winter 1903 kürzte er den von der Regierung beantragten Zeitraum um ein Jahr. Diesmal liegt erst recht kem Anlaß vor, England und seinen Kolonien — mit Ausnahme Kanada? — aus längere Frist hin die Meistbegünstigung fartzugewabren ! Denn einmal hat in der Warenemfuhr nach Deutschland England alle anderen Staaten überflügelt und dann finden im Herbst die Neuwahlen zum Unterhaus und der Kabinetts wechsel statt, von denen anzunehmen ist, daß sie eme K^r- unq in der Frage der Tarifreform bringen werden. DaS hätte wieder die Geneigtheit der britischen Regierung zur Folge, mit Deutschland einen Handelsvertrag zu schließen.
^^Die Nat-Ztg-" veröffentlicht cm Schreiben des W V a a s ch e wonach dieser bie Absicht keinesfalls abgegeben ^edAnfangs'o^^Mitte Äugust nach Ostafrika zu reffen XMÄX ff®“
Wam6°5. «--£■’ W*« ®ltt?U!fittaC§5 Juli. Hier sind drei Frauen zur kom
K^MiE^lvermdmmg vorn Anfang des 19- »n» I w" £ SX alten preußischen Provinzen Gültigkeit besitzt, SÄ“»« den Schalverwaldmsen r ad£r ,Äur(t 26. Juli. Im Kreise Hadersleben fanden Mausen-Ausweisungen statt, vermutlich weil die Tienst- hnrscbaften ber Ausgewicsencn an bänischen Natronaftesten teff- genommen haben Die H ° chze i t des H erz o gs K arl
Edu arb^^ arn lS auf Schloß Glücksburg gefeiert
^°^M>,irchen 26 Juli. Dem „Bayr. K." zufolge ernannte Lr L°"bwir. Saas Fahrn von
ff - 9$i" ffa m «t wird fi* »ufanmjen-
L*m.auä folgen MrvA-rten' ^v^m^.^-tkwüsch. Geistliche, 1 brottstant'^< , „ c^^tclschiullehrer, 1 Universitäts-
6CIhrit>eArS 15 ®fl»tm6eii8er 5 «rbeiteriehetäre
ff 1 Ämter. 1 SBoftbatier, 1 Landrat. 1 Forst.
I mtnrn und 1 Geometer^^^^^^^^^^E^^^E——---■
1903 zwischen dem Kaiser und dem Zaren bestehenden engen Ordnung, welche die Gleichberechtigung e * persönlichen Bezielpmgen. Es behauptet, und wohl nnt L-^ntcn und der deutschen Gymnasien, Nea gy Recht,daß ^e politische Bedeutung der Enttevue mehr! unb Oberrealschulen hinsichtlich Zulasiung zu
in der abermattgen Dokumentierung dieser Beziehungen,\ {[ badischen Staatsprüfungen auSspricht. ES als in dem gefunden l^rden mus^, wa» dort über Pott bisher notwendigen ErgänzungSprufungen weg,
tische Tagesftagen an Bord der Karseriachten gesprochen mllen f Prüfungsordnungen für den höheren
^"^Ter^ Petersburger Wrrespondent des „Echo de P-riS" äffUicheu Dienst Bestunmungen ^ff-n- die K» butte eine Unterredung im Auswärtigen Amt, wo man der alten Sprachen, soweit solche erforderlich 1 , 3 ib-m angeblich mitgeteitt haben soll, daß die Monarchen-1 uri^ nachzuweiien vt, —
beqeqnunq keine schwerwiegenden Folgen nach sich ziehen ------------
könne. In keiner Hinsicht würde die allgcmerne Lmre Ans?anv. ,
der russischen Politik, wie sie durch die fr an ko-rus sr- London, 27 I li. ußJel haft ein "f üb-
Lebe Allianz gezogen lei, eine Aende rung erfahren, llib.) die Anfrage, ob bte ^Sjenina ff ' - Gesellschaft
-eit Bestehen d^Attianz hätten mehrfache Begegnungen a fri kan i sche r Finam>mann ,m Begriff s. ^ (Triinbat, Ä^ b^ beiben Ä™ statiMfimdern und kerne habe ,um «ttau »' B»i^vr.bkv»len^eNde- auf die Beziehungen zwilchen Rußland und Frankreich beein- n» b a $aI^mbcnts ,inb SimmiteMr der !»mir°li. HeySu«.. rn. ^ari^
die starke Beunruhigung nber die K^nserbegegnung und beabsichtige nicht, irgend emen Anteil an oem
ÄÄ Äst e'9-U WeiM
sprechende Erklämmg gegeben haben sott — Es nnirdejeden- ^Prinzessin P^r h U v o n& E o n n^ Mprojektiert sein, Tag weiß man einen neuen Gewährsmann s?? bei d?m jüngsten Besuch der Großherzogin Augusta m
Äff^^^^Z^e^^af'lamblbor^ XÄÄ biefiaen kolonialen taff« »erlauteU
«W ist. Aber s»Ee/.VeuD°eu"schl-Ä geltend machen und Sie »rage
MkubÄen"'Wenn ^es in Frankreich Dergnügen macht und dem Sa^er n’ für "uswäMe mch
die bangen Zweifel an der Bündnistteue Rußlands be- ^lomalc Angelegenheiten Teschancl richtete an MMister- schwichtigt, dann kann nnmter weiter erfunden werden, ^sjbcnten ein Schreiben, in welchem er die s^^M^ffs a- sss.’äs iSÄfe
I s .sä äs, k I .w..“ mj ja
mSnix-i. Die Stadt hat nach der jfMKn ”””$XSSIHK«empfing heute den preußisch« 7000 Einwohner, meistens Schweden. xstt der ^sandten von Rotenban. —
Finnlands hat Björkö eine hervorragende Rolle gespielt - -----------
Hier wurde 1808 die Vereinigung Finnlands mtt Mfiland proklamiert, und Mexander I. hielt -inder Een Kathedrccke I eine feierliche Ansprache an d-.e Vertteter des ftnnrschen I vt:ic<,svllvu, .....
Volkes, in welcher er die finnische Berfassung für sich und t mit größter Bestimmtheit auftretendcs Gerücht,
leine Rachkornrnm beschwor und die Unwtast^t ^ schnei « ° eine Umgehungsbewegung
is’ä ins» ässA» öS 3- »- »
bie japanischen Truppen m Nord-Korea die Russen ans der Umgebung von Puko-Purcyong vertrieben. Die Russen gingen in nördlicher Richtung zurück. — Gestern morgen sind 464 russische Gefangene «u» Sachalin nach Maravino abgeschoben worden. Die Nichtkombattanten wiirden nach Yokohama gebracht. Von den 11 Offizieren, welche sich unter den Gefangenen befanden, haben sich neun nach heftiger Gegenwehr ergeben.
Shanghai, 26. Juli. Die Japaner haben m Nordkorea die Linie von Pur eng besetzt. Gerüchtweise verlautet, die Russen hätten ihre Truppen un Tatt des Tumenflusses verstärkt, doch liegt hierfür bisher noch
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Eis Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigebiatt für den Urei; Liehen


