Von russischer Seite ist eine Klar
völlig gleichgiltig.
gemeldeten und von
tellung des in der „Associated Bretz
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4°/0 äussere Argontinor
Die Börse ist fest, aber ziemlich geschäftelos.
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Rheinisches
direkten Einfluß auf auf die ausdrückliche!
l’roKrnmme frei.
4% Oesterr. Goldrente .
4'/6?o Oesterr. Silberrente
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Türkenlose......
4% Griech. Monopol.-Anl.
Ungar. Goldrente Italien. Rente . Portngieser I Portugiesen. III Unif. Türken
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Reichsauleihe do.
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Hessen Oberhessen
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8*7O Mexikaner 4,/8"/, Chinesen . , Electric. Schuckort .
Nordd. Lloyd . .
Kroditaktien . . . Diskonto-Kommandit, Darmstadter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gottbardbahn . . . Lanrahütte . . , Bochum , . . . Harpener . . . .
Sta atsch atzsch eine .
unvermeidlich.
Portsmouth, 28. Aug. (Reuter.) Es liegt kein tatsächlicher Anhalt dafür vor, daß Präsident Roosevelt einen neuen Appell an den Kaiser von Japan richtete, sondern es scheint eher wahrscheinlich, daß der Präsident keinen Versuch machte, einen —
die bevorstehende Antwort Japans auf
and Schattierungen treten alle Einzelheiten ungemein deutlich Hervar und qeslaltet sich das kartographische B,ld in hohem Grade anschaulich. Die Tabellen und Notizen, die den Tert bilden, sind ebenso reichhaltig wie zuverlässig und mit richtigem Verständnis für die Bedürfnisse eines weiten Kreises von Benützern dieses praktischen und wahrhaft zeitgemäßen Bade- mekums auSgewählt und zusammengestellt. Der Preis des neuen Taschen- Atlas ist bei der großen Anzabl der Karten beisviclloS billig.
— Im Verlag von Gustav Herrlich in DreSden-A. erschien soeben unter dem Titel „Die Stiefkinder der Alma Mater, ein Roman aus einer Universitätsstadt" von Walter Heichen. Umfang 20 Druckbogen klein 8 °, broschiert 3 Mk. — Einige Kapitelüberschriften lasten schon genügend schließen auf den Inhalt zu: Der Spatz in der Hand und die Taube auf dem Dache; AhaSver der ewige Dozent: Die drei Phasen deS TozcntcntumS; Beim Universitätspapst; Der Aktienprofestor; Ter Drill zum Staatsexamen; Man studiert nicht die Wissenschaft, man studiert da« Examen; Betrachtungen über Brautwäsche, Trockenwetter und Männertreue; Ist das deines Herzens Wille und Meinung . . . . ? Auch Männer wollen poussiert sein; Das Planetensystem der Kligne.
Die totale Sonnettsinsternitz am 30. August.
Sonnen- und Mondfinsternisse setzten in alten Zeiten das abergläubische Volk in große Erregung. Tie Sonne speziell galt als Svrnbol der höchsten Gottheit oder gar als diese selbst. ,. Sobald sic sick> verfinsterte, glaubte man, daß ein böser Dämon durch List die .Herrschaft über den Urgnell des Guten gewonnen habe: das Volk suchte durch rasendes Getöse, durch Trommelwirbel und Kriegsgeheul das Untier, das die Sonne zu fressen drohte, zu verscheuchen oder durch Pfeile und Lanzen Zu toten. Die alten Germanen brachten Opfer und beteten, um w^en Gottern beizustehcn. Der Mergwnbe, daß eine Sonnen- oder Mondfinsternis den Menschen und Tieren schade, das Wachstum und Gedeihen in Gärten. Miefen und Feldern gefährde imb Krieg, Krankheit und allgemeines Sterben anzeige, hat sich bis in die neuere Zeit erhalten. Noch um Mitte des vorigen Jahrhunderts bedeckte mcm in Badern während einer Sonnenfinsternis alle Brunnen, damit das Wasser nickst durch die aus der Luft herabfallenden Tränen vergiftet werde. Die Peruaner betrachteten noch tm vorigen Jahrhundert die Verfinsterung der ^>onne als c,ie Krankheit derselben und sürckstetcn ihren Tod, wenn sie ganz verfinstert würde. Sic machten einen entsetzlichen Lärm, prügelten ihre Hunde, damit diese tüchtig heulten und Ine Sonne, der sie eine besondere Zuneigung zu diesen Tieren beilegten, Mitleid hätte und aus ihrer Betäubung erwachen möchte Zahlreiche geschichtliche Belege beweisen, wie nahe Beziehungen ehemals zwischen den Vorgängen atm Himmel und den Gemütern der Menschen ^Wenn mm auch das Volk heute an den astronomischen Ereignissen nicht mehr so lebhaften Anteil nimmt wie ehedem, so glauben mir doch, daß sich viele Leser für die morgen eintretende totale Sonuenstnstcrnis interessieren, ein seltenes Schnusrnel, das sich unter ähnlich günstigen Umständen erst Ende dieses Jahrhunderts iviederholcn ivird. Bei uns wird die Sonnenfinsternis nur als vartielle etwa in der Zeit voit 1 — 3 Uhr zu sehen sein, d. h. der Mondschatten wird die Sonne nicht total, sondern nur teilweise und zwar zil 7in bedecken. Die totale Finsternis wird in Vtorö- amerika, Spanien und an der Nordküste von Afrika zti beobachten sein und zahlreiche wissenschaftliche Expeditionen und Astronomen haben sich in die Totalitätszone begeben, um Beobachtungen uno Experimente anzustellen. ,, ., - ,
Aus Anlaß der Sonnenfinsternis finden an zahlreichen Urten Europas wissenschaftliche Ballonfahrten und.Drachenaufftiegestattz Die Finder der Registrierballons erhalten eine Belohnung, wofern sie die Instrumente und Heu Ballon sorgialttg bergen und an die angegebene Adresse eine tel'<rr<mhisch>' Benachrichtigung senden.
beiden Seiten bestrittenen angeblichen SchicdSgerichtSvor- schlage? Roosevelts erfolgt. Letzterer hat danach neuerlich Rosen in Osterbay nahe gelegt und 'vahrscheinlich durch den Botschafter dem Zaren vorgeschlagen, Rußland und Japan ollten je einen Vertreter ernennen, also etwa Witte und Komura mit unbeschränkter Vollmacht, um sich über die noch bestehenden Streitpiinkte zu einigen.
. 96.90 . 189 00 . 135.90 . 211.30 . 193.80
. 147 60
. 165 00 . 170.90
. 144.60
. 20.70
266.00 . 255.80 . 221.80 . 10030
zu meinem Vater und sagte: „Schn., schlcrgrn Sie thi5' Kind nicht!" — Und mein Vater hat einen guten Braten dafür bekommen von dem .Herrn Detriebsführer. M. Schn.
Es ist wirklich etwas Eigenes, Herziges, ja Schönes in diesen aufsatzartigen Skizzen. Das .Heft beschließt den ersten Jahrgang der wertvollen Zeitschrift „Kunst im Leben des Kindes" (Verlag Alexander Koch-Darmstadt. Jährlich 12 Hefte 12 Mk., Einzelpreis jeden Heftes mit ca. 50 großen Jllustra^ tionen 1.25 Mk. Gleichzeitig erschien der Jahrgang von „Kind und Kunst" in Bandausgabe mit über 600 Jllustra^ tionen, Aufsätzen, Berichten, Erzählungen, Märchen, Gedichten» Liedern, Reigen und Spielen usw., elegant gebunden 14 Mk, Prospekte gratis). Die „Musik im Leben des Kindes" behandelt im gleichen Hefte Elsbeth Friedrichs-Jena unter recht beherzigenswerten Hinweisen auf die allgemeine Musikpstege, Schulgesang, Musikliebe im Volke und die Bevorzugung einfacher Instrumente. Kleinere Aufsätze, Bücherbesprechungen, Gedichte füllen den Hauptteil des Heftes, der an Abbildungen Wandfriese für Kinderzimmer, ungarische Kreuzstichmuster für Kinder, vielerlei Spielzeug und Märchenbücher enthält. Der den Kindern speziell vorbehaltene Teil „Kinderwelt" bringt eine mit 16 Bildern geschmückte kurze Beschreibung von Gullivers beiden ersten Reisen und ein phantasievolles Märchen „Ecke Reckepenn" von Dr. I. Loewenberg-Hamburg, das ein Stückchen von der „Waterkant" verklärt. Amateur- Photographien aus dem Kinderleben und kleinere Gedichte, darunter das poetische „DaS Märchenreich" von Hugo Lang Danoli-München, bilden den Schluß. Vortrefflich sind wieder die Beilagen, und zwar die farbige Doppelbeilago „Alte Kinderreime" von Josef Mauder mit acht launigen Bildern, unter denen der beigedruckte Reim. Die andore, eine Musikbeilage, bringt das mit dem 3. Preise ausgezeichnete Reigenspiel „Kranzwinden" von Anna Walter- Mannheim. Das ganze Heft ist ein würdiger Abschluß des ersten Jahrganges, so daß man mit besonderem Interesse dem ersten Hefte (Oktober) des zweiten Jahrganges entgegensehen kann.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Erz-Kuxe.
F e r n i e. Angebot 4150, Nachfrage 4100. Ausbeuten und Zubußen 1903: 225; 1904: 300.
x» L—^ Urgroßmutter, Großmutter und [Butter verwenden
Werner Breuer’8 Caffe-Surrogat.
Die wachsende Generation bleibe dem Urthell der Vorfahren treu l ,
Weigerung Rußlands auSzuüben, da? eine Entschädigungsumme in keinerlei Form bezahlen will. Witte spricht unumwunden seine skeptische Ansicht aus. Was den Er» olg eines neuen Vorschlages anbctrifft, den Japan machen könnte, so glaubt man nicht, daß Japan seine Forderung betreffend die Rückerstattung der Kriegskosten gänzlich fallen lassen werde, oder dieselben herabsetzen oder in eine andere Form kleiden werde.
Portsmouth, 29. Aug. Takahira sagte, daß ihm von der Meldung der „Associated Preß' nicht? begannt fei, welche behauptet, Japan hätte schon vor mehreren Tagen auf alle Kriegskosten verzichtet und vorgeschlaqcn, daß der Preis für den wirklichen Wert der Hälfte Sachalins durch ein Schiedsgericht festgestellt werden sollte. Witte bezeichnete diese Meldung für die Auswärmung einer alten Geschichte. Japan habe als Kriegsentschädigung den Wert der Hälfte Sachalin? verlangt, er habe diesen Vorschlag aber sofort zurückgewiesen. Ob Japan oder irgend ein anderer Staat den Preis bestimmen sollten, erscheine ihm danach
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch den 30. August 1905: Kühl, wolkig, zeitweise Regensälle.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
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K-it feines . gramen, die imb qerai
Z n unb An. Allianzen unb ,n der Zuschauer Aund Sauberer 'bnnat. Da her maite cjaubt, so M Acnn auch 4" dn Kuövfe • fehlten, die 'Wltoti nicht c dle furchtbarsten nur schlechte Ge- ■c*t nicht vj ben m bf? Frühjahrs lebhaftes Treiben, nmeln sich ba bic :tc bringen Käsige nr Wachtel ähn- oder 'wanzig uub mg, bis die Vögel regmg und großes
Literarisches.
— Peips Taschen-NtlaS über alte Teile der Erde in 36 Haupt- und 70 Nebenkarten. Mit geographisch-statistischen Notizen von Otto Weber. Gebunden 2 Mark 50 Pfennig. (Stuttgart, Deutsche Verlags-Ansialt.1 — Gar bäusig empfindet man beim Lesen der Zeitung den Wunsch, sich rasch über die Lage einer ermähnten Oertlichkeit zu unterrichten, auf der Karte nachzusehcn, wie diese oder jene Grenze lauft und bergt mehr. Tann wieder wird in der Unterhaltung über irgendeine geographische oder siatistische Frage gestritten, — kurzum, 'n unzähligen Fällen empfindet der im Zeitalter des Verkehrs lebende Mensch daS -öe- dürfnis, sich rasch zuverlässig in solcher Richtung orientieren zu können. Bequemer läßt sich das nun wohl kaum ermöglichen, als durch diesen Taschen-Atlas, der im Raume eines handlichen Notizbuches, das nmn ve- quem stets bei sich tragen kann, ein alle Teile der Erde umfassendes Karten- material nebst den Plänen der wichtigsten Städte usw. 6ietet nnb atmerbem noch eine erstaunliche Menge von geographisch-statistischen unb geschich ich Notizen. Die Kunst, auf kleinem Raume möglichst biet zu bieten, rann kaum noch weiter getrieben werben. Dabei sind bie Kärtchen von grötz Sauberkeit unb Klarheit, burch die mustergültige Benutzung der r^arvcn
wirtschaft.
ber Laubwirtschaft bie Bestrebungen, bic Vermittlung t sur bas deutsche aß auf 100 offene ihres
zusammen 74,82 54,79 47,34
einen sebr geringen ung umfassen, als sie Ar deutlich.
ischen Angebot unb Allerdings war im der oficnen Stellen nb uub dem übrigen >em Vorjahre etwas darf au Arbeite gebot zu begegn» er onetitn etefc. । Sdikiien gutlWt-
M^des lauimbcu rabt, 1905 dagegen rhalb, bie zur Be- ichte nicht annahrenb sich auf 100 onene Men. Ebenso un- c>viu; Pommern, wo rarben, M um I war bie Lage nickt 114 Leute vorhanden, sanden. Vor Kem §we>l.liMArbe^ eine Ztellenzahl von ig int rheinisch-^ „ der?nbuM nach es Rheiniandes noch tief) aus mansche" ic-i überwog M °er 'iiii versnoben.
sJ KbeiterangM % 5n W 1011 Persons__
Telephonischer Kursbericht.
Frnnktnrt a, JI., 29. August 1905.
Schü'er-Aufsähe.
„Der Aufsatz ist daS Bild der Schule", so sagte einmal ein Pädaaoge. und wir sehen uns genötigt, thm Recht fieven zu müssen, wenn wir die prächtigen Worte von Ernst Lorenzen-Oespel i. W. lesen, mit denen er feine Arbeit „Schüler-Auflöße" im Septemberheft der großen Darmstadter Zeitschrift „Kind und Kunst" emleitet. Er sagt Da unter anbernt: . , _ . .
„Produktiv schaffen soll auch das Kmd, das wteder- gebeu, wa? es selbständig ausgenommen hat. lind das ist ine Heimat mit ihren Menschen- und Naturbtldern. Jewt Schuster, Schmied und Schneider laufen die Jungen aus
Ein Regenschauer hat schon seden „durchnäßt bis die Haut". Einen Windvogel haben schon alle ftetgen lassen, am Teiche schon alte gefischt. Ziegen und Kaninchen Muß jeder füttern. , c A c
Und davon erzählen sie mir. Und das Thema, das stellen sie selbst. Es schneit - auf dem Eis - Lohn — beim Kaufmann. Wie die Finger fliegen! Und nachher erst die Federn!
Und ich stehe dabei und sage kern Wort dazu, brn eigentlich dabci ganz überftüssig, kann ich doch nremandem ^Unö dann erhalte ich 60 Schülerarbeiten, und 60 Jungen lachen mir daraus entgegen, und jeber macyr ein anderes Gesicht.
Und die Korrektur, die wird zum künstlerischen.Gemtß. Und leise, leise wage ich nur zu ändern; denn hrer sprechen Kinder und die reden anders als ich. Und wollte ich denen meine Worte aufpfropfen — sie würden in ihrem AMnoe zur Buchweisheit und altkluge Schwätzer wurden zu nur reden. (Die Arbeiten sind in der Schule von 10—Hiahrtgen Kindern, die ich von Weihnachten her unterrichte, gelreserr. Rur orthographische Verstöße habe ich besertrgt.)
Und nun haben die Jungen das Wort.
Und nun läßt Lorenzen neunzehn beliebig gewählte Aufsätze seiner unverfälschten Dorfschuljungen folgen, die einer weiteren Kommentierung nicht mehr bedürfen. E-> sind frisch von der Leber geschriebene Eindrücke und Erinnerungsbilder, die uns trotz der oft stammelnden Sprache
Kriginal-Drattlmeldunqen.
Swinemünde, 29. August. Der Toast des Admiral? Wilson in englischer Sprache (!) lautet: „Ich wünsche, daß ich deutsch spräche, damit möglichst viele hören, was ich zu sagen habe. Wir fühlen alle, anscheinend in dankba rlichster Weise, wie außerordentlich reundlich der uns gewährte Empfang ist. Es war schon lange mein Wunsch, die Kanalflotte in die Ostsee zu bringen, denn ich bin der Meinung, je mehr wir von unseren Nachbaren sehen, desto bester ist e? für das Verständnis zwischen beiden Nationen. Ich danke Ihnen herzlichst für den uns gewährten Empfang, ganz besonders aber Sr. Maje- tät für die Güte, daß er seine Flotte gesandt hat, uns zu bewillkommen. Der Verkehr zwischen den Angehörigen der beiden Marine ist wie kein anderes Mittel geeignet, die Beziehungen zwischen unseren großen Nationen zu fördern. Ich fordere meine englischen Landsleute auf, ein donnerndes Hurrah auf Swinemünde und die deutsche Flotte auszubringen."
M.-Gladbach, 29. Aug. Zwölf Arbeiter, welche mit einem roten Plakat lärmend durch die Stadt zogen, entrissen einem Schutzmann den Säbel. Mit herbeieilenden zehn weiteren Schutzleuten entwickelte sich ein heftiger Kampf, wobei die Arbeiter mit Hacken, Beilen und Schaufeln einhieben. Vier wurden verhaftet, die übrigen entkamen.
Straßburg i. Els., 29. Aug. Bei Sprengungen, die auf der Feste „Kaiser Wilhelm" bei Mutzig stattfanden, wurde ein Soldat des 105. Regiments getötet.
Budapest, 29. Aug. Die Ortschaft Sipco steht in Flammen. Ueber 100 Häuser sind bereits niedergebrannt. Viele Familien sind obdachlos.
Bozen, 29. Aug. Bei Belluno zerstörte ein Bergsturz die Eisenbahn. Der Verkehr ist unterbrochen.
Sosnowice, 29. Aug. In Czenstrikau wurde der Polizeimeister gestern durch eine Dynamitbombe getötet. Einige Personen wurden schwer verletzt. Die Täter sind nicht ermittelt.
Newyork, 29. Aug. Die Präsidentenwahl in Costarica hatte blutige Kämpfe im Gefolge. 20 Tote und 60 Verwundete blieben auf dem Platze. — Aus San Jos6 wird gemeldet, daß der klerikale Kandidat Valvardo den Sieg für sich beanspruchte, was die regierenden Liberalen bestreiten. Der Ausbruch eines Bürgerkrieges erscheint
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Proben portofrei
tiefe Einblicke in die Einfalt des Kinderherzens tun lassen. Wir können es uns nicht versagen, hier einige der Schüler- Aufsätze wiederzugeben.
Unsere Ziege.
Mir hatten eine Ziege. Die hieß Snewittchen. Sie war sonst immer lustig. Aber nach wenigen Tagen war ihre Lust zu Ende. Si? wurde krank. Meine Mutter gab ihr Wermut. Mer alles hals nichts. Bon Montag bis Donnerstag lag sie in Krämpfen. Sie schlug immer mit den Füßen und mit dem Kopfe. Sie streckte sich hin, als wenn sie tot war. Sie war aber nicht tot. Als ich am Donnerstag von meinem Vater von der Zeche kam, lag sie schon, als ob sie sterben wollte. — Es hatte sich schon etwas gebessert. Aber out Nachmittage um 3 Uhr, da starb sie. Ich legte legte sie auf eine Schiebkarre und brachte sie in den Garten.
Ich machte ein großes Loch. Dann legte ich Sneewittchen in das Loch und die kleinen Lämmer bei ihr. Dann machte ich das Loch wieder zu und ging nach Hause. Am Freitag ging meine Mutter ins Dorf. Dann brachte sie zwei Ztegen wieder mit. Eine große und eine kleine. Die kleine tst drei Wochen alt. M. L.
Das Eselreiten.
_ — — — Wir gingen durch den Wald nach der Dorbek. Dort kehrten wir wieder ein tmd ruhten uns aus. Da schellte es: denn es war ein Fest. Da wurde bekannt gemacht, daß es zuM Eselreiten ging. Nach einigen Minuten kamen sie. Und nun ging's los. Da haben wir uns sehr gefteut. Denn es gab viel zu lachen. Die Esel mußten über einen kleinen Bach. Wenn sie davor standen, wollten sie nicht hinüber. Sie steckten den Kopf zwischen die Vorderbeine und warfen den Reiter in den Bach. An jener Sette vom Bach wurde ein Strick mit kleinen Würsten dran aufgehängt. Nun mußten die Hunde über den Bach sprmgen. Wer hinüber kam. bekam eine Wurst. Diese konnten besser springen als die Esel. Th. Sch.
Auf der Zeche.
Als ich vier Jahre alt war, mußte ich meinem Vater das Essen nach der Zeche bringen. Als ich auf den Zechenplatz kam, fiel mir der Essentopf aus der Hmtd und das Essen fiel mir tu den Dreck. Da kam ein Herr zu mir, als ich am Weinen war und fragte mich, wie tch hteße. Da sagte ich dem Herrn: „M. Schn." Derselbe Herr gmg
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lehren wurde feine 'Ausgrabung angeordnet. Die Gendarmerie land ' u)N im Sarge angenagelt. Hände, Füße und Hals waren durch lange Nägel an den Sargbrettern befestigt; ein Nagel war durch das Her,; getrieben. Die Nachforschungen ergaben, daß eine ölte Frau, Olga Iotan, die „Operation" ausgeführt bat. Sie gestand beim Verböre, daß sie im ?luftrag der Dorfbewobner schon häufig Leichen Verstorbener an den Särgen festgenagelt habe.
Das sei notwendig", sagte sie, „weil die Verstorbenen, die einer unbekannten Krankheit erlegen seien, stets in ihr Haus mrückkehren und ihre Verwandten mit der gleichen Krankheit anstecken; das Festnageln sei eine alte Sitte in den rumänischen Bauerndörfern." Die alte Frau wurde verhaftet. Vesza war einem Herzschlage
'.Kleine Ta g es chron ik. In Hamburg hat die seit einem Jahre an 'Vcrfolanngsmahnsinn leidende Frau P ost- sekret är Moll in der letzten Nacht ilxr vierjähriges Töchterchen und sich aus e in em Fenster des dritten Stockes gestürmt. Das Kind ist tot, bic Fran lebensgefährlich ver- letzt. — Bei Witten wurde von einem Automobil ein zehnjähriger .Knabe überfahren. Dem Kinde wurde ein Bein und ein Arm abgefahren. Der Fahrer brachte den Verunglückten ins Krankenhaus, wo er bald starb. — InKronach lFranken- tvald) wurde ein gefährlicher Hochstapler in der Person des Dr. Albert Velten festgenommen. Er stand in Verbindung mit hoch- angesehenen Damen, spricht fünf Sprachen und soll identisch sein mit dem Dragomansekrctär Dr. Velten-Jerusalem. Er wird russischerseits wegen Ilntcrschlagnna und von der Berliner Poli-ei wegen ähnlicher Verbrechen verfolgt. Dr. V. hat hohe Verwandte in der preußischen Fustin und bei der Marine.
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