Donnerstag 27» Juli 1808
155, Jahrgang
Blatt
Are heutige Mummer umfaßt 8 Seiten.
Der
Schalste«»- 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Sieben.
Kernsprrchanschluß Nr öl.
Und Der
sinniges Erfinden freut, mag's mit Meister Thoma halten, deutscher Kunst von einst und heut.
Statistik wurden 1904 innerhalb des deutschen Zollgebietes 15 906 Hektar mit Tabak bepflanzt. Die Anzahl der rn den Fabrikationsbetrieben beschäftigten Personen betrag runb 160 000, die Snnmre der gezahlten Löhne mehr als 70 'ML Mark Ein Mckgcmg des Verbrauchs auch mir um 10 Proz. kommt also einer Nichtbeschäftigung von 16000 Arbeiters und einer Nichtzahlung von sieben Millionen Mark Lohn' gleich. Und dieser Schlag trifft Menschen, die ohnedies recht trübe Tage sehen. , _
Ein weiteres Bedenken liegt in der lästigen Kontrolle, der sich die Unternehmungen ausgesetzt fänden. Die staatliche Aufficht müßte sich auf sämtliche Stadien der Erzeilgung und Verarbeitung des Tabaks bis zu dent Moment ausdehnen, wo das fertige Fabrikat an den Verbraucher gelangt. Eine solche Kontrolle erträgt auf die Dauer nur der Großbetrieb, und es wäre wahrlich kein Ruhmestitel für den Gesetzgeber, wenn er die Tendenz zmn Großbetrieb seinerseits künstlich verstärkte.
Wie die Reichsregierung bei dieser Lage der Dinge hoffen kann, im Reichstag genug Stimmen für eine neue Tabaksteuer zusammenzubringen, ist nicht erfindlich Das Gute an der Einbringung der Vorlage wäre nur, daß sich der Bundesrat durch ihr Scheitern endlich davon überzeugt, wie unhaltbar sein Widerstand gegen direkte Reichssteuern ist Zuletzt bleibt wirklich nur die Alternative: Entweder zahlen die Bundesstaaten auch künftig hohe Matrikular- beiträge, oder sie eröffnen dem Reiche direkte Steuer- quellen. Ein Drittes gibt es nicht.
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Doch jeder, der mit Dogmen handelt Und der den Schönheitspfaffen mimt, Sei derb nnd deutlich abgewandelt, Wie's unberufnen Ratern ziemt. Gebt solchem allzulauten Schreier, Der Euch in eitlen Phrasen spricht. Die prompte Antwort: Nein, Herr Meier, Bemeiern lassen wir uns nicht!
Unmaßgeblichst Biedermeier mit ei.
Volitische Tagesschau.
Der Kaiser in Posen.
Herold meldet heute:
Posen 26. Juli. Der Kaiser wird am 8. August, ooft Swinemünde kommend, in Posen eintreffen und von dort mittelst Autoinobil nach dem Truppenübungsplätze W e t ßen b urg fahren. Am 9. August verläßt der Kaiser wieder den Uebungsplatz und begiebt sich nach Gnesen. m ,__.
In Gnesen ist neuerdmgS der Einfluß des PolentumS stark vorgeschritten. Der letzte Besuch des Kaisers in der Ostmark liegt geraume Zeit zurück, und am GermanisierungS- werk ist seitdem unablässig gearbeitet worden, wenn auch nicht immer mit dem wünschenswerten Geschick imb dem gewünschten Erfolg. Es sind wohl noch nicht alle ostmärkischen Deutschen von der Ueberzeugung durchdrungen, daß der Kampf gegen das Polentum mit jedem Tage schwerer wird, weil der Gegner zäh den Ausbau seiner Angriffsorganisation betreibt. Der Besuch des Kaisers ist geeignet und bezweckt wohl auch, den Deutschen das nationale Gewissen gu scharfen, besonders den Großgrundbesitzern, von denen ein Teil dem Standpunkte, keinenfalls an Polen Land zu verkaufen, noch immer fernzustehen scheint. *
Tabak- und Baumwolle-Skandal in Amerika.
Neben der Baumwoll-Affäre, über die wir unsere Leser von Zeit zu Zeit im Handelsteile kurz unterrichtet haben, scheint es nun auch noch einen amerikanischen Tabak- Skandal geben zu sollen. Der Sekretär deL Ackerbau- Departements, Wilson, hat angeordnet, daß Gerüchte, denen zufolge die Berichte über die Tabakernte im Interesse deS Tabaktrustes manipuliert worden wären, gründlich untersucht werden sollen. Der Tabakbericht für Juli, der sonst stets in den Ernteberichten des Departements veröffentlicht wird, ist merkwürdigerweise noch zurückgehalten worden.
Das Kapitel Baumwolle ist noch nicht geschloffen, denn Bundesdistriktsanwalt Beach in Washington hat, wie eS heißt, auf direkte Ordre deS Präsidenten Roosevelt, eine weitere Untersuchung begonnen. Zweck dieser Untersuchung soll vor allem sein, festzustellen, ob noch weitere schuldige Beamte im
Nr. 174 teilt* außer Sonntags.
Dem Dießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem BeWd)t« Landwirt die Familien-
Mittel viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Der- le» der Brübl'schen vniverf.-Vuch-u.Stem- badtrtk. 8L Saug«.
Als höchstens noch cm paar Berliner, Von Vater Liebermann geführt!
Tie andern sind Kulturproleten — Unb gar, was hier in München haust, Wird vom Pariser Kunstpropheten Mit Namen Meier arg zerzaust!
Tabaksteuer in Sicht.
Das Reichsschatzamt hatte über seine Steuerpläne strengstes Amtsgeheimnis proklamiert. Erst im Herbste, wenn die Blätter fallen, sollte sich der Schleier lüften und die Welt der deutschen Steuerzahler erfahren, was ihr bevorsteht. Indes, je länger der Sommer dauert, desto mehr sickert durch, und schon steht fast der ganze Reformplan im Umriß vor uns. Freilich sind es bis jetzt nicht Vorlagen des Bundesrats, sondern nur Entwürfe, welche Herr v. Stengel aufftellen ließ, ehe er sich in sein fteund- liches Bauernhaus zu Bühl bei Immenstadt auf Ferien zurückzog. Der Bundesrat legt die letzte Hand erst im September ans Werk. Aber manche inzwischen hervorgetretene Anzeichen lassen auf die Gestaltung des Ganzen wie auf die Chancen der einzelnen Projekte schließen.
Zu derErbschafts - und Brau st euer tritt aller Wahrscheinlichkeit nach eine Tabaksteuer. Bei der Heranziehung der Erbschaften wird der Quell verstopft, aus dem die Haupterträge fließen: Kinder und Eltern bleiben von der 'Abgabe frei. Die Brau st euer findet, wenn sie über eine mäßige Staffelung hinausgeht, im Reichstage keine Mehrheit. Eine Wehrst euer hätte vollends em zweifelhaftes Schicksal; sie wäre übrigens nichts anderes als eine, freilich unvollkommene, Reichseinkommenssteuer, welche der Bundesrat bisher noch stets verworfen hat. Die Regierungen halten an dem durch die Erbschaftssteuer aller- dings schon durchbrochenen Grundsatz fest, daß den Einzelstaaten die direkten Steuern gehören und das Reich auf indirekte hinzuweisen ist. Andere Verbrauchsgegenstände aber als der Tabak bieten sich zurzeit nicht dar, und eben deshalb
gesunde Formen angenommen hat. Am meisten leidet < hierbei wie bei allen solchen unerfreulichen Geschäftsgepflogenheiten, der reelle und gewissenhafte Fabrikant. '
Für die Zigarrenindustrie brache das Berichtsjahr zwar einen gesteigerten Absatz, doch konnten die Geschä f ts- < ergcbnisse hiermit nicht gleichen Schritt halten. Die Ansprüche des Publikums an die grauen, fahlen Farben der Deckblätter haben sich int abgelaufenen Jahre derart gesteigert, daß die deutsche Zigarrenfabrikation heute bei einer Prets- Vewertung fnr helle, fahle Decktabake angelangt ist, die jeder einsichtige Fabrikant als u n g e s u n d bezeichnen muß Dte Fabrikation der gangbarsten geringeren Preislagen tst durch den enormen und unverhälknismäßigen Aufwand für Deckmatertal in sehr vielen Fallen so wenig rentabel geworden, daß kaum noch ein Nutzen hierbei zu erzielen tst. Wer auch die mittleren und besseren Preislagen wurden un günsttg beeinflußt, da der Preisstand für feine leichte, hollandtsche Tabake, die in Deutschland im wesentlichen für Deck- und Umblattzwecke zur Verwendung kommen, bei ihrem im Verhältnis zur Nachfrage sehr geringen Angebot außerordentlich hoch war. Die Verhältnisse scheinen sich aber tm- met noch zu verschlechtern, da un abgelaufenen Geschäftsjahre Fabriken, welche bis dahin immer noch braune Decken verwenden konnten, nun auch teilweise zur Auschaffttng von Hellen und grauen Decken genöttgt worden sind. Das Erzeugnis m Hellen! -Landblattdecken entspricht bei wertem nicht dem Bedarf, und so ist zweifellos eine weitere P r e t s st et g erring hierin zu erwarten. Die Ansprüche an! neue Fa?ons, elegante Packungen usw. werden von Jahr zu Jahr großer und machen erhöhte Aufwendungen notig. Das kan.girrm.0k Zahlungsziel von 6 Monaten, das in der Zigarren mdustrie üblich ist, wird sehr ost beträchtlich überschritten, und es tst trotz aller Vorsicht nicht immer zu vermeiden, daß bet Zahlungsfristen von 7—8 Monaten für die Fabriken Verluste entstehen Lerder ist es bei der scharfen Konkurrenz nicht möglich, gegenüber den Wnehmern eine Erhöhung der Zigarrenpreise durchzudrucken, sodaß der Geschäftsgewinn der Zigarrenfabriken im Verhältnis zu dm Anforderungen an das Fabrtkat als äußerst gering bezeichnet werden muß.
Kem Wunder, daß unter solchen Umständen das Projekt einer höheren Besteuerung des Tabaks in der Presse der verschiedensten Parteien mit Mißbehagen ausgenommen wird. Der Tabaksteuer steht entgegen, was jeder Verbrauchsabgabe entgegensteht; sie trifft die wirtschaftlich Schwächeren schwerer als die Stärkeren. Den Hauptbestandteil des Konsums macht die billige Zigarre au§,< die von her minder wohlhabenden Bevölkerung geraucht wird. Eine Verteuerung schädigt also Leute, die man schützen sollte. Sie widerspricht der von Staatssekretär Frhrit. von Stengel cmsgegebenen Parole, die auf Schonung der Schwachen lautete; sie widerspricht der vom Zerttrum bet der letzten Flottenvorlage eingebrachten und durchgesetzten Resolution, derzufolge Gegenstände des Massenverbrauchs nicht belastet werden sollten. _
Aber noch mehr, die Tabaksteuer setzt Tausende von Arbeitskräften außer Lohn und Brot. Die Erfahrung lehrt, daß gerade der Tabafk dasjenige Genuß- mtttel ist, dessen Verbrauch von den Prersverhältntssen am meisten beeinflußt wird. Der amtlich berechnete Verbrauch von sabrikationsreifem Rohtabak int deutschen Zollgebiet betrug anfangs der siebziger Jahre 1,8 Kgr. auf oen Kopf der Bevölkerung, er stieg 1878/79 auf 2,7 Kgr., um nach der Zollerhöhung 1879/80 plötzlich auf 0,7 Kgr. zu sinken. Dann hob er sich wieder auf 1,5, stieg im Jahre 1896 auf 1,8 und sank nachher auf 1,5. Jeder Rückgang des Verbrauchs bedingt aber einen Rückgang der Produktion Nun weisen die Produktionsverhältnffse der Tabakindustrie ohnedies nur sehr geringe Stetigkett auf. Der Umfang des inländischen Tabakbaues war noch immer von dem Geldertrag des jeweils vorhergeaangenen Erntejahres abhängig. Dem Steigen des Geldertrages folgte eine Vermehrung, dem Sinken eine Verminderung des Anbaues. Tritt hierzu noch eine durch Steuererhöhungen hervorgerufene Verringerung des Verbrauchs, so wird dies für einen Teil der Arbeiter und Arbeiterinnen zu einem schweren Verhängnis. Nach der amtlichen
Kerr Weier nnb die deutsche Kunst.
T-r P-rik-r fiimfitoriftMet M-i-r-Gr°cf- Jnte™ höchst unerquickliches und phrasenreiches. wohl nur von vardeu m dessen „Zukunft" verteidigtes, sonst °^emeM abgelehnt^ Buch veröffentlicht, in dem er gegen unsere deutschester Meister, vor allem Böcklin und Thoma, zu ^lde Aht. Es hat sich nun ein unschöner Streit als Folgeerschemun-g M^r Publlkatton zwischen Thode und Liebermann entspannen. Alell^ußter ^m pressionisnius kontra deutsche, Gemutskunst, deutsche Geun'^ imtififcit. Muß es denn auch tu der Kunst, wahre Kirnst ist und ntcht schablonenhafteN^emWuE abgelebter Kunstformen, einen alleiNseligmacheuden Glauben geben nnb Fanatiker, die sich für ihn m Stucke Aßen lassen?
Die Münchener „Jugend" bietet dte Geschichte, des Falles Meier-Graefe-Thode-Liebermann in wohltuend-humortsttscher Ber- n5n®bt paar Worte der Ertlärung zuvor. DerUniveffttat^Pro- fcssor Thode hat in Heidelberg Vorlesungen über dte moderne Kunstentwicklung, vor allem über Böcklin mrd DHoma, Spalten, die den Impressionismus (der tn MeieEraeses Duck fernem Uebermut die Zügel hatte schießen lassen) scharf angegriff en ^er vortreffliche, aber stets etwas nüchterne Berliner Landschafter Prof. Mar Liebermann entgegnete noch schärfer. Thvuia trat für Thode ein. Darauf hat wieder Liebermann cms Wort uno so fort. Nun weiß man genug, um die Dichtung der ,,-jugeno würdigen zu können:
Von einem Herrn mit Namen Meier
Wird angerempelt und gehunzt Zurzeit mit wilden Hasses Feuer, Was deutsch ist an der deutschen Kunst. Nur eins darf gelten, die Franzosen Impressionistischer Tetchenz — Die sind allein dte Rtesengroßen! So lautet Meiers QuiMessenz.
Sie sind allein der Muse Diener, Kem and'rer, dem Respekt gebührt,
Doch mehr als alle ist es einer, uns ein Hort der Schönheit war, Nur eben halt nicht Meiern seiner — Für den ist er die bete notre:
Böcklin haßt er bis zur Schrulle, trifft, in seinem neuen Buch, neuen Kunstpaps neu'ste Bulle, Anathemas graufer Fluch!
soll nun »auch der Tabak bluten.
Die T a b a k i n d u st r i e steht hiernach vor einer neuen Beunruhigung. Zu den verschiedensten Malen ist die Frage der fiskalischen Belastung des Tabaks aufgerollt woroen. Zuerst setzte man einen Eingüngszoll von 24 Mk. pro 100 Kgr. und eine Flächensteuer von 72 Mk. pro Hektar fest Im Jahre 1879 kam das Gesetz zustande, das den Eingangszoll für Tabakblätter auf 85 Mk. erhöhte und für inländischen Tabak eine Gewichtssteuer von 45 Mk. pro 100 Kilogramm ein führte. Kaum beruhigt, wurde diefe Industrie von neuem aufgestört, indem Fürst Bismarck den ganzen Erwerbszweig in staatlichen Betrieb überfuhren wollte. Das Monopolproiekt war eben abs)ewehrt, da machte Preußen den Versuch, eine Licenzsteuer für den Ber- tauf von Tabaksabrikaten durchzusetzen. Ist den Jahren 1891 und 1892 gingen Petitionen und Anträge beim Reichs- tag ein, die eine Erhöhung des Zolles verlangten. IN den Jahren 1894 und 1895 erschienen im Reichstag Regrer- ungsvorlagen, deren eine aus dem Tabak eine Gesamteinnahme von 104 Millionen Mark, deren andere eine solche von 87 Mill. Mark ergeben sollte. Beide Vorlagen wurden abgelehnt. 9hm zieht eine neue Gefahr herauf, welche auf die" ganze Branche einen lähmenden Einfluß üben mutz.
Daß die gegenwärtige Situation dazu angetan wäre, Steuerprojekte zu begünstigen, wird niemand behaupten wollen. Nach den übereinstimmenden Berichten der Handelskammern liegen im ©egenteü die Verhältnisse der Tabakfabrikation und des Tabakhandels wenig erfreulich. Im Bericht der Gießener Handelskammer heißt es u, a.:
Die Rauchtabakfabrikation behillt zwar im B^ richtsjahre ihren Umsatz in der früheren Ausdehnung bet, W) hatte das Ergebnis, ebenso wie int Vorjahre, unter den hohen Preisen für Rohtabak aller Art stark zu leiben. Zu einer großen Schädigung der Tabaktnduftrte bat das Zugabeunwesen gefiihrt, das immer mehr an Verbreitung gewonnen hat . . . Die Folge hiervon ist, daß die K^sumenten sich bei ihren Käufen immer weniger von der Qualität der Ware, als von der Art und Höhe der Gesenke beeinflusset lassen. Während andererseits der Wettbewerb der Fabrikc u u n^
Herr Böcklin droben tnt Olymp, er Mag freilich lächeln, amüsiert Durch das ästhetiiche Gestümper, Womit ihn Meier attackiert — Doch hier auf Erden stieg der Aerger Hierüber manchem an den Hals Dahin Aea er dem Heidelberger Professor Thode ebenfalls.
Gleich hat ifa Liebermann beim Wickel, Er sagt, daß er, beleidigt sei Und baut in einem Kraft-Artikel Den Henry Thode schier entzweu Hans Thoma drauf, der topfte Meister, Steht wiederum, für Thode em Und mischt sich m den Kampf der Geister Und fährt mit scharfer Klinge drein —
So rauft man unter Stirnenrunzeln um des Kaisers Bart zur Stund', Und Meiern sieht man fröhlich schmunzeln, Denn Meier ist in aller Mund! Ach, dazu war der ganze Krempel Und dazu Meiers Amoklauf
Und dazu ging Dianens Tempel Zn Ephesus m Flammen auf!
O, Künstler! Denkt der alten Fabel, Geht keinem Meier auf den Leim, Uns malt, wie jedem haft der Schrmbel Gewachsen ist bei Euch daheim! Wer sich an Farben will berauschen Und wer der heiligen Natur Geheimes Weben will belauschen. Der wandle fort auf Böcklins Spur.
Und wen des Lichtes feinste Schöne, Des Lebens herbe Wahrheit dann Begeistert, stimme seine Töne Nach Uhde, Zügel, Liebermann; Und wer des Schaffens Glück artistisch Im Spiel des Augenblickes fand. Der male impressionistisch. Wie Ma- und Monet es verstand!
Und wen Erzählen und Gestalten
GieheimAMM»
w General-Anzeiger v »
Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW
Mit deuffcher Kunst von einst und heut. Was Euch gefällt, das dürft Ihr wagen, Und was Ihr könnt, ist Euch erlaubt, Kann einer nur auf Ehre sagen. Daß er's in tiefster Seele glaubt!


