den Absatz deutscher Kerb- intb Flechckwaren ™ Australien, ferner über zweifelfiaste Firmen in Anttverpen, Rotterdam, London, St. Louis bei Marseiile, Messrmr, Konstantinopel, Bukarest und Budapest
Die Eingänge können während der üblichen Ctz-schasrö- zeit im Bureau'der Handelskammer eingesehen werden.
Leer und Slotte.
— Ein sogenanntes freiwilliges Auto mobilkor ps mit „staub frei ei' Uniform" ist bekanntlich vor kurzem m Deutschland gebildet worden. Ter § 1 der Satzungen dieses frer- williaen Automobilkorvs lautet nach der. „Köln. Ztg. : ,-^ajs Deutsche F^iwilligen-Automobilkorps ist die imtcr dem Deutschen Automobilklub stehende Bereinigung von Mitgliedern des Deutschen Automobilklubs, die geeignet find und sich verpflichten, mit iy-ren Automobilen nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen bei der Armee im Krieg und Frieden Dienst zu tun -U?r § 2 beschränkt tann den Wirkungskreis des Korps auf Preußen imb auf bicienigcn deutschen Bundesstaaten, deren Militiirkontingentc si ch m preußischer Verwaltung befinden. Der Wunsch und die MsiM geht aber natürlich schon deshalb, weil der Deittsche dlutomobilNub in ganz Deutschlmid seine Mitglieder hat, dabm, allmablrch den Wirkungskreis des Kvrvs auch auf die übrigen Bundesstaaten auszudehnen In beit Satzungen wird ferner bestimmt, daß das Präsidium des Deutschen Automobilklubs über die Aufnahme von Mitgliedern in das Automobilkorps entscheidet. An der Auf- zunehmenden werden folgende allgemeine Anforderungen gestellt' Sie müssen deutsche Staatsangehörige, Besitzer eines Automobils gewährter Konstruktion mit Erplosionsmotorew von mindestens 16 Pferdekräften, eines behördlichen Fahrscheins und müssen dicnst- tauglich sein Bei ihrer Aufnahme in das Korps müssen sie fick in förmlicher Weise vervflichten, in Kriegszeften unbedingt und in Friedenszeiten innerhalb vierer aufeinanderfolgender Jahre bis Ku drei D-ienstlcistmrgen lwn höchstens je zehn Tagen zu machen und den Befehlen der Kommaudostellen. denen sie unt«w- stellt sind, unbedingte Folge zu leisten. Eine Verletzung der Gehorsamspflicht berechtigt die Militärbehörde zur sofortigen Aufhebung der Hebung uiid bat die Ausschließung aus bcui Freiwilligenkorps zur Folge. Im Krieasfalle treten für die Korpsangehörigen die Bestimmungen des Kriegsleistungsgesetzes in Kraft und findet der § 155 des Militärstrafgesetzbuches Anwendung. Während der Einziehungszeit haben die Freiwilligen die für das Deutsckre Freiwilligen-Automobilkorps bestimmte staubgraue Uniform zu tragen. Den Mitgliedern des Freiwilligen-Automobi!l- korps ist gestattet, die Uniform auch außerhalb des Dienstes „zu geeigneten Zeiten" a-nzulegen. Jeder einberufene Freiwillige hat einen Mechaniker (Chauffeur), der deutscher Reichsangehöriger und im Besitze eines behördlichen Fahrscheines sein muß, mit» zubringen. In einer Anlage sind nach der „Köln. Ztg." die Entschädigungen festgestellt, die dm in Dienst gestellten Freiwilligen für ihre Person und für die Automobilunterhaltungskosten gewährt werden sollen. Diese Entschädigungen gewährm sicherlich den Dutomobilbesitzern keine volle Entschädigung für die ihnen wirklich entstehenden Kosten. Der Chef des Automobilkorps ist Prinz Heinrich, fein Stabschef Frhr. v. Brandenstein.
Kisevkagn-Zeitung.
Berlin, 27. Jan. Der Kaiser hat bestimmt, daß in Anerkennung der hohen Bedeutung der Staatseisenbahnverwaltung für das Staats- und Berkehrsleben und zum Anspornm fernerer treuer Pflichterfüllung den Beamten und Arbeitern der Staats- Eisenbahnverwaltung für 25- und 40jährige Gesamtdienstzeit ein Erinnerungszeichen nacy den vom Kaiser entworfenen Zeichnungen und nach näheren, noch auszuarbeitmden Bestimmungen verliehen werdm soll. Der Minister der öffentlichen Arbeiten soll alsbald das weitere veranlassen und dem Kaiser die Bestftnm- ungen vorlegen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 28. Januar 1905.
* Ein Nebeltäter. Vor einigen Tagen konnte man beobachten, wie ein junger Mann, von einer großen Dogge begleitet, auf dec Rodheimerstraße bei der Lahnbrücke zu seiner Unterhaltung dort lagernde Backsteine auf die zugefrorene Lahn warf. Zwei Schutzleute, die dies von weitem wahrnahmen, machten sich auf, den Namen des Mannes festzustellen, der aber der Verfolgung durch eilige Flucht, die Rodheimerstraße hinaus, sich zu entziehen suchte. Bei einem der letzten Häuser versteckte er sich mit seiner Dogge in einer Hecke, die er durch einen Gang um das Haus erreichte. Die Schutzleute hatten aber bemerkt, daß hier der Uebeltäter plötzlich verschwunden war, und errieten den Aufenthalt des Flüchtlings.. Die Festnahme war nicht ohne Schwierigkeiten, denn die Dogge, die ihr Besitzer, der still sitzen blieb, am Halsband hielt, knurrte drohend. Der beherztere der Schutzleute zog seinen Revolver und rückte, den Verfolgten auf- fordernd, sich zu stellen, immer weiter vor, bis er, ihn plötzlich erkennend, sich umwandte und zu seinem Kollegen die bezeichnende Bemerkung machte: „Sagt' ich's nicht gleich, es ist der kleine .....?* Nach dieser Wahr
nehmung, die ihre bestimmte Vermutung, halb zu ihrer Belustigung, bestätigte, beendeten die Männer des Gesetzes ihr Abenteuer. Wer aber kennt den Uebeltäter nicht?
h. Kirtorf, 27. Jan. Bei bar heute stattgehabten Wahl wurde der seitherige Beigeordnete Konrad Loos wiedergewählt mit 112 Stimmen.
R. B. Darmstadt, 26. Jan. Der Finanzausschuß der Ersten Kainmer hielt heute mittag seine Beratung üder den Staatshaushalt für 19 05* ab. Er billigte im allgemeinen die Beschlüße des Ausschußes der Zweiten Kammer, stellte aber die von demselben gestrichenen Forderungen für die beiden von der Regierung beantragten neuen Oberlandesgerichtsratsstellen, für die Erwerbung des Offenbacher Bauterrains für Gendarmenwohnungen und für den Erwerb der Gebäude auf Mönchhof wieder her. Am Nachmittag fand eine gemeinsame Beratung der Ausschüsse beider Kammern statt, welcher auch Staatsminister Rothe, Ftnanzminister Gnauth und Justizminister Dr. Drttmar beiwohnten. Hier fand bei verschiedenen Dissensen eine ,^eT'^rt^)l9utig statt. So genehmigte der Ausschuß der Zweiten Kammer schließlich den Ankauf auf Münchhof und die Erwerbung des Offenbacher Geländes, jedoch ohne Fest- legung auf Errichtung von Gendarmenwohnungen. Ferner beschlossen beide Ausschüße, die mehr verlangten 520 Marl für Reisevergütung an Ausschußmitglieder des Landesaewerbe- vereins zu streichen. Bezüglich der Forderungen "für die beiden neuen Oberlandesgerichtsräte blieb der Ausschuß der Zweiten Kammer bei seiner Ablehnung. — Die Etatsberatung im Plenum der Zweiten Kammer wird voraussichtlich am 7. Februar ihren Anfang nehmen. — Der Gr oß- herzog besuchte heute mit dem Prinzen Ludwig von Battenberg das Hoftheater, wo der „Familientag" zur Aufführung gelangte. — In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten machte der Oberbürgermeister die etwas überraschende Mitteilung, daß in der verfloßenen Nacht im städtischen Gebäude Waldstrabe 6 ein verwegener
Einbrnchddiebftahl ausgeführt worden sei. Der ober die Diebe drangen in die Bureauräume beb stäbtischen Arbeitsnachweises ein unb erbrachen bie Kassen, fanden aber nicht viel Geld vor. Der Verwalterin des weiblichen Arbeitsnachweises entwendete der Dieb 10 Mk., von der Kaffe beim männlichen Arbeitsnachweis etwas über 3 Mk. Die Stadtverordneten beschloßen im Laufe ihrer Beratung ein Ortsstatut, nach welchem in Zukunft auch Frauen zur öffentlichen Armenpflege herangezogen werden sollen.
Frankfurt a. M., 26. Jan. Der Nationalsoziate Wahlverein Frankfurt a. M. hat jetzt einstimmig seinen Beitritt zum Wahlverein der Liberalen in Berlin beschlossen. — Der im vorigen Jahre gegründete „Westdeutsche Verband nationalsozialer und liberaler Vereine" beabsichtigt die Anstellung eines Parteisekretärs, der sich insbesondere der Agitation in den kurhessischen Wahlkreisen widmen soll.
Vermischtes.
♦ Marconi, der Erfinder der drahtlosen Telegraphie, hat sich mit der Baroneß Beatrice O'Brien, der fünften Tochter des verstorbenen Lords Inchiquin verlobt. Die Trauung wird Mitte März in London stattfinden. Die Braut des Erfinders gehört einer Familie an, die in früheren Jahrhunderten königliche Macht in Irland besaß und über die Grafschaften von Münster und Thomond herrschte. Der Stammbaum der Familie geht bis auf das Jahr 1002 zurück, wo Brten Boroihme als König von Münster herrschte. Mur- rough O'Brien, der im Jahre 1540 als König in Thomond herrschte, war der letzte seiner Raße, der diese Würde bekleidete. Er hatte sich des Thrones nach dem Tobe seines Bruders bemächtigt, was zu weiteren Streitigkeiten führte, und drei Jahre später verzichtete er auf die Königswürde zu Gunsten Heinrich VIII. von England, der ihn dafür mit Herrschaften belehnte und zum Earl von Thomond und Baron Inchiquin ernannte.
• Eine englische Duellforderung. Dem bekannten englischen Parlamentarier Winston Churchill ist eine Forderung zum Duell zugegangen, nicht auf Säbel oder Pistolen, sondern auf Fäuste. Vor kurzem hatte er in einer Rede den Abgeordneten Tamlinson von Preston einen „erbärmlichen alten Kerl" genannt, weil er sich an die Rock- chöße von Joe Chamberlain anklammere. Diese Aeußerung hat ihm die Forderung eingetragen, und zwar von einem alten konservativen Parteigänger aus Preston namens Edward Clarkson. Dieser hat an Cckmrchill geschrieben, wenn er die Beleidigung nicht zurücknähme, solle er Ort und Zeit be- timmen, um ihn, Clarkson, zu treffen und den Streit mit Fausten nach Queenberrp-Regcln oder auf Laneashire-Manier znm Austrag zn bringen. Wenn er Churchill nicht die beste Tracht Prügel verabreiche, die dieser je erhalten habe, würde er sich seines Namens schämen. Man kann gespannt daraus sein, wie Churchill sich gegenüber dieser Forderung de§ bedeutend älteren Mannes verhalten wird.
Äcrichlslaal.
Bestrafter Klatsch. Die Bautzener Offiziers- Affäre, wonach einige junge Offiziere der Bautzener Garnison in einem Hotel mit der Tochter eines Fleischermeisters eine wüste Orgie gefeiert hätten und vom Vater des Mädchens in unliebsamer Weise überrascht und zur Rechenschaft gezogen worden seien, war auch von der „Sachs. Arb.-Ztg." als bare Münze genommen und darüber ausführlich berichtet worden. Auf Grund dessen wurde gegen den verantwortlichen Redakteur Fritz Duwell Anklage wegen Beleidigung erhoben und der Angeklagte von der Dresdener Strafkammer zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Auf die von dem Angeklagten eingelegte Revision hob das Reick^sgericht ans prozessualen Gründen das Urteil auf und verwies die Straffache an die Vorinstanz zurück. Für die neue Verhandlung war u. a. die Urheberin des ganzen Klatsches, das mit sechs Monaten Gefängnis bestrafte Dienstmädchen Kalich und der Fleischermeister Biesold aus Bautzen als Zeugen geladen. Die Kalitz gibt zu, daß alle von ihr früher aufgestellten Behauptungen von den „Orgien" von A. bis Z. erfunden sind. Der ärztliche Sachverständige erklärt, daß den Angaben der Kalich voller Glaube geschenkt werden könne. Fleischermeister Biesold erzählt, wie ihm Kalich früher schlimme Dinge über Zusammenkünfte mit Offizieren erzählt habe, jedoch zweifelte der Zeuge an der Wahrheft der Angaben. Die ganze Beweisaufnahme ergibt, daß die ganze Skandalgeschichte von der Kalich erfunden und von Tüwell, welcher in der Angelegenheit nach Bautzen, gereist war, geglaubt worden ist. Der Gerichtshof erkannte wiederum, wie wft bereits gestern telegraphisch gemeldet haben, auf 4 Monate Gefängnis.
Brüssel, 26. Jan. In dem Erbschaftsprozeß gegen König Leovold beantragte der Staatsanwalt die Zurückweisung der von der klägerffchen Seite eingelegten Berufung, da Heiratsverträge zwischen Angehörigen regierender Häuser als verbriefte politische Akte internationalen Rechts seien.
Hlniverstiäis-Dachrichten.
Darmstadt, 26. Jan. Dr. Phil. Willy Merck, Mitinhaber der chemischen Fabriken von E. Merck, der auch in weiteren Kreffen als Vorsitzender des hessischen Flottenvereins bekannt ist, wurde von der medizinischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg zum Dr. medi"inae honoris caitfa ernannt.
Braunschweig, 27. Jan. Die Mitglieder des aufgelösten Ausschusses der Studierenden erhielten das Consilium abeundi.
— Vor einiger Zeit hatte der Professor der Philosophie Dr Erich Adickes in Münster (jetzt in Tübingen v. Sigwarks Nachfolgers, seinen Fakultätskollegen Prof. Dr. Matthias Kappes in schärfster Weise des Plagiats beschuldigt, indem er ihm vorwarf, in seinen Buchern große Stücke ans bekannter» Lehrbüchern der Philosophie (Ueberweg) entnommen zu haben, ohne die Quelle zu zitieren. Auf Grund dieser Beschuldigung wurde der Fall durch den preußischen Kultusminister vor den Disziplinär- Hof für nichtrichterlicke Beamte gebracht. Tas Urteil lautet auf Dienstentlassung.
— Neue Forschungen von Professor Braun. Der bekannte Elementarphysiker Dr. Braun in Straßburg, d"r auch als Nachfolger für den an die Phvsikaliscb-technische Reichs- anstalt berufenen Professor Warburg auf dem Berliner Lehrstuhl Bhvsik in Frage kommt, hat feine Untersuchungen über die Sichtbarmachung so kleiner Objekte und so seiner Strukturen, daß c ,bst von den schärfsten Jmmersionsmikroskoven nicht mehlv aufgelöst werdrn, gegenwärttg zu einem vorläufigen Abschluß ge- vracht Auf Grund der Arbeiten Drcnms ist man — so wird aus Straßburg mttgcteilt — in den Stand gesetzt worden, durch Er- ^engung von unmeßbar fernen Metallgittnn in den zu unter - Mchenden Objekten selbst und durch ihre Bestrahlung unter vcr- icmebtnwt. Winkeln die Strukturen sichtbar zu machen. Es ist sehr fa)hnmgr t<c Arbeiten Brauns in einer dem Leserkreis einer großen Zeitung verständlichen Weise zu schildern, und wir TcT 'n1 ba^er vorläufig darauf verzichten. Praktisch scheint aber festzutehen, daß wrr bereits inrhe dahin gelangt sind, die Meloküle Ur1 .«-O^bltzrert zusammengesetzter Körper, wie zum Beispiel der Achtbar zu machen. Es wäre das einer der größten Erfolge, die bie phynkaiische Technik Lufrmveisen hat.
Handel und Uerkehr. Uolkswirtschast.
Wochenbericht der Ku^enabteilunq des Bankhauses
H. S. Oppenheimer jr., Hannover.
Donnerstag, den2 6. Januarl90 5.
Die feste Stimmung auf dem Kali-Kuxenmarkte hielt auch in der zu Bericht st>ehmden Woche weiter an. Wenngleich für die in den letzten Tagen stark gestiegenen Werte eine leichte vorübergeheirde Ab schwäch ung cingetrcten ist, so macht sich doch gegen Woch-enschluß wiederum eine erneute Aufwärtsbewegung bemerkbar. Von Mittestverten, welche auch diesmal wieder die Führung übernommen hatten, wurden zunächst Alexandershall bis Mk. 7500.—, Hohmzollern bis Mk. 8150—, Justus bis Mk. 8200.—, Johanneshall bis Mk. 6400.— und Heldrungen bis Mk. 4150.— in Posten umgesetzt, wobei namentlich aus Prival- kreisen größere Kanftust hervortrat Beienrode konnten auf die Erhöhung der Ausbeute bin bis Mk. 9275.— und Kaiseroda bis Mk. 9200.— anziehen. Carlsfund gingen zwischen Mk. 8375.— und Mk. 8425.— um, während Desdemona nach einem Briefkurse von Mk. 5450.— zur Zeit mit Mk. 5500.— wieder gefragt sind. Schwere Papiere liegen mehr ober weniger vernachlässigt. Herehnia erzielte bei Mk. 22 750.— einige Umsätze, wohingegen Neustaßfurt, sowohl wie Wilhelmshäll und Hohenfels fast ganz im Angebot verharren. Hedwigsburg verkehrten zu letzten Preisen. Bemerkenstvert ist noch die weitere Aufwärtsbewegung in Wintershall, die bis Mk. 10 600.— fortsetzte, ohne daß jedoch mangels Angebot sonderliche Umsätze getätigt wurden. In kleinen Papieren gestaltete sich das Geschäft recht lebhaft. Schieferkaute gingen! in Mengen zwischen Mk. 1400.— und Mk. 1425.—, Ronnenberg Akt. zwischen Mk. 1370.— und Mk. 1390 —, Friedrichshall Akt. zwischen Mk. 1550.— und Mk. 1575.—, Günters hall zwischen Mk. 1650.— und Mk. 1675.—,Immenrode zwischen Mk. 980.— und Mk. 1000.— usw. um. Größere Festigkeit zeigte sich für Siamundshall Akt., die infolgedessen bis Mk. 1200.— bezw. Mk. 1900.— bezahlt wurden. In Benthe Akt. wurde bis Mk. 510.— sämtliches Material ausgenommen während Bismarckshall bei Mk. 1950.— G., Mk. 1975.— Br. etwas ruhiger liegen.
Der Kohlen-Kuxenmarkt liegt als natürliche Folge der andauernden Streikbewegung im Ruhrkohlenrevier ruhig. Die Kurse sind unverändert, und die Umsätze felyr geringfügig. Etwas lebhafteres Interesse machte sich für leichtere Werte, wie Alte Haase bei Mk. 1375.—, Altendorf bei Mk. 1400.—, Freie Vogel und Unverhofft bei Mk. 2150.— bemerkbar. Auch 'Borussia und Tremonia, die mit Mk. 2150.— bezw. Mk. 3175.— umgingen, konnten sich gut behaupten. Besonders zu erwähnen ist, daß das Angebot in mittleren und schweren Werten, trotz der für die in nächster Zeit nicht sehr günstigen Aussichten nur sehr gering bleibt, sodaß eigentliche Kürsabschwächungen in den bezeichneten Papieren wenig oder garnicht eingetreten find.
Gelsenkirchener Bergwerksgesellschaft-, Die Aktien wurden an der Donnerstagsbörse um 7 Pro-, in die .Hohe getrieben. Es dürfte ziemlich einzig dastehen, daß die Aktien eines 'Unternehmens, das sich mitten in der Streikbewegung befindet, in die Höhe gehen. Gründe für bie Steigerung der Aktien bat es eine ganze Menge gegeben, ob sie aber stichhaltig! sind, ist allerdings eine andere Fr<lge. U. a. verlautet, daß die Gesellschaft infolge des Streiks Gelegenheit hat, die ziemlich bebeutenben Koksvorräte, die sich bei ihr angesammelt hatten, und die sie begreislicheriveise zu sehr nichtigen Preisen inventarisiert hat, mit beträchtlichem Gewinne abzustoßen. Allerdings dürfte dieser Vorteil durch die großen Schäden, welche der Streik auch für die Gesellschaft im Gefolge hat, beträchtlich aufgewogen werden. Die günstigen Aussichten, die sich dem Unternehmen durch die Angliederung des Aachener Hüttenaktienvereins Rothe Erde und des Schalter Gruben- und Hüttenvereins eröffnen, sind wiederholt betont worden. Aber auch diese Chancen setzen, wenigstens, soweit die nächste Rentabilität in Betracht kommt, voraus, daß der Streik der Kvhlenarbeiter sich nicht allzu lange ausbehnt, und so wirb denn der einzig richtige Gnmd der Kurssteigerung der gewesen sein, baß der „Trotz-Trustt^ scharf als Käufer austrat und man der Hoffnung ist, daß er zu derartigen! Manövern in der nächsten Zeit noch öfters greifen wird.
Märkte.
k«. Frankfurt cu £01., 27. Jam (Orig.-Telegr. de? „Gieß. Anz.") Schweinemarkt. Zum Verkauf standen 311 Schweine. Schweine: 1. Oualität 59—60 Pfg., Lebendgewicht 47—00 Pig., 2. Qual. 58—00 Pfg., Lebendgewicht 46—00 Pfg., 3. Qualität 52—54 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft gut, kein Hebet- stand. ___________________ -
AllSM «HB drn Stands,mtBttoikttu itr Steif Sitßni. Aufgebote.
Am 21. Jan. Heinrich Nachtigall, Fabrikarbeiter dahier mit Katharine Elisabeth Koch in Frankfurt a. M. — Hugo Grün, Photograph in Salzschlirf mit Margarete Müller dahier. Am 23. Jan. Ernst Cloos, Vizeieldwebel dahier mit Margarete Steul in Bettenhausen. — Hermann Bender, Mechaniker dahier mit Elisabekhe Kauß hierselbt. Am 24. Jan. Ludwig Hormann, Bahn- cirbettev in Allertshausen mit Elisabethe Schäfer daselbst. Am 25. Jan. Heinrich Honig, Kutschex dahier mit Wilhelmine Christiire Hofmann hierfelbft. Am 26. Jan. Adam Alfred Hofmann, Bankbeamter dahier mit Johannette Rühl Hierselbst. — Paul Richard Sparing, Reisender dahier mit Alwine Johanna Heppert Hierselbst.
Geborene.
Am 16. Jan. Dem Schreiner Johannes Pitz eine Tochter, Else und einen Sohn Otto. Am 18. Jan. Dem Schlößer Hermann Jäger ein Sohn, Hermann Ludwig Max. — Dem Taglöhner Kaspar Lenz eine Tochter, Anna. Am 19. Jan. Dem Schuhmacher Karl Daubertshäußer ein Sohn, Karl Heinrich. — Dem Maurer Heinrich Hartmann ein Sohn, Heinrich Wilhelm. — Dem Buchhalter Heinrich Sonntag eine Tochter, Margarete. Am 20. Jan. Dem Taglöhner Wilhelm Walter eine Tochter, Karoline Margarete Wilhelmine. Am 21. Jan. Dem Lokomotivheizer Emil Marx ein Sohn, Ludwig Heinrich. Am 22. Jan. Dem Gastwirt Karl Lenz ein Sohn. — Dem Schriftsetzer Ernst Höpsner ein Sohn. — Dem Anstreicher und Lackierer Hugo Hrsgen eine Tochter, Karoline Anna Luise
Gestorbene.
Am 20. Januar. Luise Prescher, geb. Benner, 54 Jahre alt, Schneiderin dahier. Am 22. Jan. Christian Heinrich Rosenberg, 60 Jahre alt, Spenglernreister dahier. Am 23. Jan. Elisabethe Großhaus, Ehefrau des Fuhrmanns Heinrich Großhaus dahier. — Michael Herbert, 69 Jahre alt, Privatmann dahier. Am 26. Jan., Frieda Lock, 5 Moimte alt, To«i)ter des Taglöhners Heinrich Lock dahier. __________'
Familien Nachrichten.
Geboren. Herrn Forstmeister Diese»»bach und Frau Elisabeth, geb. Weber ^Schotten) ein Töchterchen.
Gestorben. Frau Eva Katharina Alowise Haas, geb. Möbs (Ilbenstadt). — Frau Rosa Weißenburg, geb. Vosen Offenbach a. M.) — Frau Juliane Alp, geb. Schilling (La»tterbach). -— Frau Katharina Frey, geb. Weber (Lang-Göns)
Könlnlich Preussische Staats-Medaille
9-
schwarze weisse farbige
in unvergleichlich reicher üluowahl.
Immer die neuesten und schönsten. - Solide und sehr ülfftfl.
4 AuSstellungS'Medaillen, 6 Hoflieseranten'Diplome.
Deutschlands grösstes Spezial- Seidengeschäft
Meeh. Seidenstoff-Weberei Michels & Berlin SW. 19
43 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen-Strasse.
Proben portofrei
Man verlange
ausdrücklich die Originalmarke „B>r. Hommei’s“ Haematogen und lasse sich Nachahmungen niffht aufreden. vV,


